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Darum droht Vettel bei Ferrari die Wachablösung

Das Fehlerprotokoll von Sebastian Vettel bei Ferrari zum Durchklicken:

Seit seinem letzten Weltmeister-Titel 2013 scheinen Pleiten, Pech und Pannen an Sebastian Vettel zu kleben. Mit Ferrari arbeitet er bisher vergeblich an einem WM-Triumph.

Manchmal ist die Technik verantwortlich, oft aber sind es aber Patzer des Deutschen, die Ferrari Punkte, Siege und Titel kosten.

SPORT1 zeigt Vettels Fehlerliste der vergangenen Jahre.

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Vettel-Nachfolger? Schumacher feiert Premiere im Ferrari

Mick Schumacher hatte Träume wie ein ganz gewöhnliches Kind. Poster seines berühmten Vaters hingen zwar vermutlich nicht in seinem Zimmer, doch Rennfahrer werden und Ferrari fahren, das wollte er wie unzählige Andere.

Ein Rennfahrer ist Mick Schumacher tatsächlich geworden – und der nächste Herzenswunsch erfüllt sich am Dienstag. Bei den Formel-1-Testfahrten in Bahrain wird der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher erstmals ins Cockpit des Ferrari SF90 steigen. In den Dienstwagen der aktuellen Scuderia-Piloten Sebastian Vettel und Charles Leclerc.

“Insgesamt ist das eine sehr aufregende Woche, ich hatte noch kaum Zeit, mich damit zu beschäftigen, weil ich mich voll auf die Formel 2 konzentriert habe”, sagte Schumacher nach seinem Debüt im Unterbau der Königsklasse bei RTL: “Das war die bessere Strategie. Aber ab sofort kann ich mich auf das Formel-1-Auto freuen.”

Schumacher künftiger Vettel-Nachfolger?

Diese große Chance ist aber kein Geschenk für einen, dessen Vater mit den Roten fünf Fahrertitel sammelte und eine Ära begründete. Schumacher, im Vorjahr Sieger der Formel-3-Europameisterschaft, hat sich den Platz in der Ferrari Driver Academy, der Talentschmiede der Scuderia, erkämpft – auch wenn der Zugang für ihn mutmaßlich etwas einfacher war.

Als Mitglied der Akademie wird er nun für Testfahrten herangezogen. Dabei steht er längst im internationalen Blickpunkt, wird schon als künftiger Partner des hochtalentierten Leclerc gesehen – und damit als Nachfolger Vettels.

“Ferrari schaut in die Zukunft, eine Zukunft, in der es keinen Platz mehr für Vettel geben wird. An der Seite des talentierten Charles Leclerc könnte bald Mick Schumacher sitzen”, schrieb der Corriere dello Sport nach Vettels Patzer beim Bahrain-GP am Sonntag. 

Das Rennwochenende in der Formel 1 verlief erneut sehr unbefriedigend für Ferrari: Vettel wurde nur Fünfter, den Dritten Leclerc kosteten Motorprobleme den sicher geglaubten Sieg. Der viermalige Weltmeister Vettel ist nach nur zwei Saisonrennen nicht nur teamintern, sondern auch in der WM-Wertung schon in der Bredouille.

Fehlersuche bei Ferrari 

“Wir haben noch keine genaue Erklärung für das, was passiert ist”, sagte Scuderia-Teamchef Mattia Binotto am Sonntagabend: “Die Tests werden hilfreich sein für China.” In Shanghai findet in zwei Wochen das dritte Saisonrennen statt, Ferrari steht nach dem enttäuschenden Saisonstart bereits unter Zugzwang.

In den italienischen Gazetten wird bereits der Abgesang auf Vettel angestimmt – und als Nachfolger wurde Schumacher auserkoren. Erst einmal soll er allerdings als Testfahrer einen kleinen Beitrag zur Trendwende leisten. Er sei “mehr als begeistert”, hatte er zuletzt gesagt: “Ich möchte mich bei Ferrari für diese Möglichkeit bedanken. Ich bin sicher, dies wird eine großartige Erfahrung werden.”

Diese sammelte er auch in der Formel 2. Schumacher fuhr auf die Plätze acht und sechs, am Sonntag stand er in seinem zweiten Rennen sogar auf der Pole-Position. Große Fehler leistete er sich nicht, die fehlende Erfahrung im 620-PS-starken Boliden machte sich aber bemerkbar.

“Es war spannend. Die Kollegen, die zwei, drei Jahre hier sind, haben schon einen Vorteil. Aber es macht so viel Spaß”, sagte Schumacher. Die Formel-1-Testfahrten dürften den Spaßfaktor nochmals übertreffen. Nach dem Debüt im Ferrari soll Schumacher am Mittwoch auch noch das Steuer eines Alfa Romeo übernehmen.

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Ist Vettels Ära bald zu Ende?

“Ferrari schaut in die Zukunft, eine Zukunft, in der es keinen Platz mehr für Vettel geben wird.”

Die Worte, die die italienische Zeitung Corriere dello Sport am Tag nach dem Fiasko der Scuderia wählte, sind drastisch. Und doch spiegeln sie den Tenor der internationalen Presse wider.

Nicht nur in der Heimat der Roten, auch in England und Spanien werden die Zweifel am Deutschen immer lauter.

“Leclerc ist der wahre Rivale Hamiltons”, ist sich La Republica sicher. Auch Sport spart nicht mit Kritik: “Vettel enttäuschte auf ganzer Linie, er zeigte im Zweikampf mit Hamilton wieder mal Nerven.”

Nach nur zwei von insgesamt 21 Saisonrennen verspürt der Deutsche bereits starken Gegenwind.

Fehler bringen Vettel in Bedrängnis 

Schuld daran: eigene Unzulänglichkeiten und ein scheinbar makelloser und aufstrebender Teamkollege.

Im Duell gegen seinen ärgsten Rivalen Lewis Hamilton hatte der Deutsche in Bahrain kurz die Kontrolle über seinen Boliden verloren und sich gedreht. Als wenig später auch noch sein Frontflügel wegflog, blieb nur noch die Fahrt in die Box – und jede Podestchance war dahin. ”Ich wurde überrascht und habe das Heck verloren”, nahm Vettel die Schuld auf sich.

Doch es ist nicht nur sein Dreher, der den 31-Jährigen zur Zielscheibe der Kritik werden lässt.

Auto von Vettel zu langsam

Vettel gewann zwar den Start gegen seinen Teamkollegen und eroberte Rang eins, die nötige Geschwindigkeit, um sein Auto in Führung zu halten, hatte er aber nicht.

“Ich hatte einen guten Start und schon nach einer halben Runde konnte ich spüren, dass das ein sehr schwieriges Rennen werden würde”, erklärte er im Anschluss. ”Charles hat sich das ganze Rennen über leichter getan”, musste Vettel neidlos anerkennen – und sich eingestehen, dass der zehn Jahre jüngere Leclerc mit dem neuen Boliden offensichtlich besser zurechtkam als er.

Weniger Punkte durch eigene Fehler

Bereits im letzten Jahr hatte Vettel immer wieder aufgrund eigener Fehler Punkte liegen gelassen. Beim Heimrennen in Hockenheim flog er nach einem Fahrfehler von der Fahrbahn und schied, in Führung liegend, raus.

Beim Rennen in Monza crashte er in Hamiltons Wagen, drehte sich und wurde nur Vierter.

Sein härtester Konkurrent will solchen Fehlern nicht allzu viel Bedeutung beimessen. “Nur weil man ein viermaliger Weltmeister ist, heißt das ja nicht, dass man keine schlechten Wochenenden hat. Das passiert uns doch allen”, stellte sich der Brite nach dem Bahrain-Rennen sogar vor Vettel.

Rosberg wütet gegen Vettel

Der F1-Weltmeister von 2016, Nico Rosberg, war dagegen ganz anderer Meinung.

“Ich kann es nicht glauben. Wir haben heute genau den gleichen Sebastian Vettel gesehen, den wir schon im gesamten Vorjahr gesehen haben. Zunächst vermasselt das Team im Qualifying die Strategie, er ist verärgert. Dann am Renntag im Zweikampf dreht er sich völlig selbstverschuldet weg und verliert dadurch ein ganzes Wochenende”, schimpfte der frühere Mercedes-Pilot bei RTL.  ”Er muss da jetzt einen Weg rausfinden.”

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Schumacher für Vettel?

Vettels Teamkollege Leclerc zeigte dagegen eine äußerst ansprechende Performance. Er erwischte zwar keinen optimalen Start, steuerte seinen Boliden aber pfeilschnell durch den Kurs. Hätte ihn ein Zylinderproblem nicht ausgebremst, wäre ihm sein erster Sieg im zweiten Rennen für Ferrari nicht mehr zu nehmen gewesen.

Vettel ist nach nur zwei Saisonrennen nicht nur teamintern, sondern auch in der WM-Wertung schon in der Bredouille. Auf Spitzenreiter Valtteri Bottas fehlen ihm bereits 22 Punkte, auf Hamilton 21 Zähler.

In den italienischen Gazetten wird deshalb bereits der Abgesang auf den viermaligen Weltmeister angestimmt und ein Nachfolger ins Spiel gebracht. Noch vor seiner ersten Formel-1-Testfahrt wurde Mick Schumacher, Sohn des fünfmaligen Ferrari-Champions Michael Schumacher, als möglicher Partner von Leclerc auserkoren.

Ferrari versucht zu beschwichtigen

Bei der Scuderia will man von Veränderungen im Cockpit aktuell allerdings nichts wissen. “Ich denke nicht, dass wir über Fehler reden sollten. Wir befinden uns in einem Kampf. Einfach ist das nie. Und so etwas kann passieren”, versuchte Teamchef Mattia Binotto zu beschwichtigen.

Stattdessen zähle das genaue Gegenteil: “Wir müssen unsere Fahrer ermutigen, denn nur wenn sie am Limit fahren, können sie das bestmögliche Ergebnis erzielen. Genau das hat Seb versucht.”

In zwei Wochen hat der Deutsche beim Großen Preis von China die nächste Chance, zu zeigen, dass Ferrari die Erfahrung eines viermaligen Weltmeisters durchaus noch gebrauchen kann.

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Daran knüpft Vettel seine Zukunft in der Formel 1

Sebastian Vettel gehört seit mehr als zehn Jahren zur Formel 1. Weil er schon so lange dabei ist, kennt er den Formel-1-Zirkus wie nur wenige. Doch wie sieht die Zukunft des inzwischen 31-jährigen Ferrari-Piloten aus?

In einem Interview mit Times hat er sich nun dazu geäußert. ”Mein Vertrag läuft bis 2020. Ich bin mir sicher, dass ich dieses Jahr und nächstes Jahr unbedingt fahren will”, sagte der vierfache Titelträger Sebastian Vettel. “Und danach weiß ich nicht, wie die Regeln aussehen werden. Bisher weiß das niemand.”

Wie es für den Heppenheimer weitergeht, ist also nicht nur an die Erfolge geknüpft. Es geht für ihn auch darum, in welche Richtung sich die Formel 1 entwickelt. Kürzlich wurden Pläne vorgestellt, in Zukunft vermehrt auf Einheitsteile zu setzen.

“Viele der Werte, die mal vorhanden waren, sind heute nur noch teilweise da. Die Formel 1 ist jetzt mehr eine Show und ein Business als Sport. Das lässt sich vielleicht auch über andere Sportarten sagen, aber dort überträgt sich das womöglich nicht so sehr auf den einzelnen Sportler wie in der Formel 1″, sagt Vettel.

Vettel: Regeländerungen teuer und sinnlos

Vettel hat eine klare Meinung über das Formel-1-Management. ”Wir verschwenden Zeit und Energie auf Regeln, die einfach nur teuer sind – für nichts”, lautet seine Kritik. 

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Schon zu seiner Zeit bei Red Bull hatte Vettel offenbar überlegt, ob er seine Karriere beenden soll. Und schon damals hatten Regeländerungen desillusioniert.

“Es gab im vergangenen Jahr eine Phase, in der er darüber nachdachte, ob er aufhören möchte oder nicht, ob er noch die gleiche Freude daraus zieht und weitermachen möchte”, sagte sein ehemaliger Teamchef Christian Horner im Jahr 2015.

Vettel will Ferrari erst einmal treu bleiben

Sebastian Vettel scheint derzeit die besten Chancen auf den WM-Titel zu haben, seitdem er vor der Saison 2015 zu Ferrari gewechselt ist.

Beobachter hatten spekulieren, dass ein Verbleib von Vettel bei Ferrari und in der Formel 1 auch davon abhängt, ob es ihm gelingt, den ersten Titel für die Roten zu holen. Vettels aktuelles Bekenntnis zeigt aber, dass er offenbar auch nach einer möglichen Niederlage in diesem Jahr weiter motiviert wäre, 2020 noch einmal anzugreifen. 

Während Vettels Vertrag 2020 ausläuft, ist Charles Leclerc länger an die Scuderia gebunden. Er wird bis mindestens 2022 für das Team an den Start gehen.

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Vettel gefrustet: "Da war klar, dass der Zug abfährt"

Der Große Preis von Bahrain endet ganz anders als erwartet. Die Silberpfeile bekommen einen Doppelsieg geschenkt, weil Ferrari sich selbst im Weg steht. In einer dramatischen Schlussphase fällt der sicher geglaubte Sieger Charles Lerclerc wegen technischer Probleme zurück.

Auch Sebastian Vettel muss sich geschlagen geben. Den Dreher, der ihn weit zurück katapultiert, nimmt der Deutsche später auf die eigene Kappe.

Bei Mercedes ist die Freude über den unerwarteten Ausgang des Rennens indes riesengroß.

SPORT1 fasst die Stimmen von RTLSky und aus der Mixed-Zone zusammen.

Charles Leclerc (Ferrari, Platz 3): ”Ich bin einfach unheimlich enttäuscht. Aber so etwas passiert. Das gehört zum Rennsport dazu. Leider war es nicht unser Tag. Das ist schwer zu verdauen. Aber ich muss mich beim Team für ein herausragendes Fahrzeug bedenken. Wir waren das ganze Rennen über sehr stark. Und ich bin mir sicher: Wir schlagen stark zurück!”

zum Endergebnis: “am Ende hatten wir noch Glück im Unglück, dass das Safety Car raus kam, sonst wäre es noch schlimmer gekommen für uns. Wir kommen stärker zurück. Wir waren das ganze Rennen stark. Schade, wenn man am Ende nur Dritter wird. Aber das gehört zum Rennsport dazu.

Sebastian Vettel (Ferrari, Platz 5): “ Ich habe nicht den Speed gehabt, Charles hat sich deutlich leichter getan. Ich kann nicht zufrieden sein. Mit Sicherheit passt es noch nicht so ganz. Potenzial ist da, aber wir tun uns schwer, es herauszuholen. Wenn man vorne losfährt und nicht vorne ankommt, kann man nicht zufrieden sein.”

über seinen Dreher: ”In dieser Kurve hatten wir zwar Rückenwind, aber schon das gesamte Rennen über. Ich habe das Auto ganz plötzlich verloren. Und da war es dann schon zu spät. Da war klar, dass der Zug abfährt. Geht auf meine Kappe.”

über die Performance: ”Ich erkannte bereits nach mehr oder weniger einer halben Runde, dass es sehr knifflig werden würde. Für mich war das Auto extrem schwierig zu fahren. Charles hatte offenbar weniger Probleme damit. Er konnte nicht nur an mir dranbleiben, sondern mich sogar überholen. Also ja, ziemlich schwierig. Im zweiten Stint mit den Medium-Reifen konnte ich mich ein bisschen beruhigen, aber insgesamt war mein Tempo nicht so, wie es hätte sein sollen.”

über die Lehren des Wochenendes: ”Es passt noch nicht so ganz. Wir müssen schauen. Wir haben nächste Woche (bei den Testfahrten, Anm. d. Red.), um ein paar Sachen zu probieren. Es hat einfach ein bisschen die Pace gefehlt.”

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Lewis Hamilton (Mercedes, Platz 1):  ”Charles ist ein wirklich großartiges Rennen gefahren. Das lief schon extrem unglücklich für ihn. Wenn wir sie (Ferrari, Anm. d. Red.) hinter uns halten wollen, dann müssen wir unsere Hausaufgaben machen.”

über den turbulenten Rennverlauf: ”Charles hätte es heute absolut verdient gehabt. Aber man muss es nehmen, wie es kommt. Auch wenn ich mit diesem Ergebnis nicht gerechnet hatte. Denn Ferrari war das gesamte Wochenende über schneller als wir.”

zum Duell mit Vettel: “Der Kampf mit Vettel hat richtig Spaß gemacht. Ich habe versucht, außen vorbeizukommen. Berührt haben wir uns nicht, glaube ich.”

zum Überholmanöver gegen Leclerc: ”Ich bin auf der Gegengeraden an Charles vorbeigefahren. Ich hob meine Hand, weil es nichts gab, was ich sonst hätte tun können. Ich hatte ja keine Schwierigkeiten. Und es fühlt sich schon seltsam an, ehrlich. Du kannst dein Glück kaum glauben, aber was kannst du schon machen? Du musst weitermachen, du musst es nutzen. Und ich kenne das aus eigener Erfahrung, wenn du führst und dann dein Auto eingeht. Ich weiß, wie sich das anfühlt. Und natürlich willst du jemanden überholen, weil du schneller bist, weil es ein fairer Kampf war.” 

Valtteri Bottas (Mercedes, Platz 2): “Als Team hatten wir heute ein bisschen Glück. Allerdings haben wir auch keine Fehler gemacht und hatten ein sehr zuverlässiges Auto. Das hat uns heute den Sieg beschert.”

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): “Charles hat heute großes Pech gehabt. Er war klar der Schnellste und hätte das Rennen gewinnen müssen, aber dann sind die Dinge in eine andere Richtung gelaufen. Sie hätten es (sonst, Anm. d. Red.) kommen sehen. Ich denke, es war etwas, mit dem sie nicht gerechnet hatten.”

Mattia Binotto (Ferrari-Motorsportchef): ”Solche Dinge passieren. Die Fahrer kämpfen, es ist nie einfach. Es ist verständlich. Keine Schuld.”

Nico Hülkenberg (Renault, ausgeschieden)zum Moment seines Ausscheidens: “Das war unschön. Das kam mega-überraschend. Von jetzt auf gleich war den Antrieb weg. Ich hatte mental die Punkte schon verbucht, aber man darf die Endrechnung nie zu früh machen.”

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Brawn will noch mehr Rennen für Vettel und Co.

Auch wenn es einmal so ausgesehen hatte: Selbst mit jährlich 21 Grand Prix im Formel-1-Kalender ist die Maximalgrenze noch längst nicht erreicht. Das hat Ross Brawn vor dem Rennen von Bahrein am Sonntag (Formel 1, Großer Preis von Bahrain, Sonntag ab 17.10 Uhr im LIVETICKER) nun im Interview mit dem britischen Fernsehsender Sky gesagt.

Geht es nach dem Formel-1-Management, dem Brawn als Sportchef angehört, soll die F1 noch um zwei bis drei weitere Renn-Hochkaräter aufgestockt werden. Es seien noch ein weitere “spannende Rennen in der Pipeline”, meinte der Brite.

Was bedeutet: 2021 wird es erstmals ein Rennen in Vietnam geben. Auf den Straßen der Hauptstadt Hanoi sollen sich die Piloten auf einer Highspeed-Strecke duellieren. Bis zu 335 km/h dürften dabei dann laut den Simulationen erreicht werden.

Zur Erinnerung: Seit dem vergangenen Jahr bestreitet die Königsklasse des Motorsports zwar bereits 21 Rennen. Das brachte den Organisatoren Kritik ein, denn: Insbesondere kleine und finanzschwache Teams monierten, nun noch häufiger von Strecke zu den Strecken dieser Welt reisen zu müssen.

Bis zu 25 Grand Prix möglich

Dennoch: Die bestehenden Verträge zwischen dem Formel-1-Management und den Teams lassen es zu, bis zu 25 Rennen pro Jahr durchzuführen. Dafür gab es Kritik von den Fahrern.

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Immerhin: Damit sich der zusätzliche Aufwand in Grenzen hält, sollen die Rennwochenenden in ihren Abläufen verändert werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Fans die Autos seltener an auf der Strecke sehen werden. Vielmehr geht es darum, Sperrstunden und Parc-Fermé-Regeln auszuweiten.

Hoffnung für Traditionsstrecken

“Wir glauben, wir können das den Teams zumuten, wenn es uns gelingt, die Rennwochenenden an sich zu straffen”, so Brawn.

Der F1-Lenker macht dabei auch denjenigen Hoffnung, die Formel-1-Autos lieber auf traditionellen Kursen sehen: “Ich wäre überrascht, wenn wir eines der aktuellen Rennen verlieren würde”, sagte er.

Aktuell haben unter anderem Hockenheim, Silverstone und Monza noch keinen Vertrag für das kommende Jahr. Auch hinter den Rennen in Mexiko-Stadt und Barcelona steht derzeit noch ein Fragezeichen.

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Vettel selbstkritisch: "Man muss bis zum Ende durchziehen"

Im Qualifying von Bahrain hat Ferrari die starke Leistung aus den Freien Trainings bestätigt. Beide Roten sind vorne – allerdings mit einem Makel aus deutscher Sicht: Nicht Sebastian Vettel, der einer Strafe wegen zu langsamen Fahrens entging, wird von der Pole-Position aus ins Rennen gehen, sondern sein Teamkollege Charles Leclerc.

Vor dem Rennen am Sonntag (Formel 1, Großer Preis von Bahrain, Sonntag ab 17.10 Uhr im LIVETICKER) weiß Vettel aber offenbar, woran er arbeiten muss.

Bei Pole-Neuling Leclerc ist die Freude über Startplatz eins indes riesengroß. 

SPORT1 fasst die Stimmen von RTL, Sky und aus der Mixed-Zone zusammen.

Charles Leclerc (Ferrari, Platz 1): “Ich bin extrem glücklich. Ich wollte die Fehler von Australien nicht wiederholen. Es schaut so aus, als hätte ich einen guten Job gemacht. Ich werde jetzt einmal gut schlafen und freue mich auf das Rennen.”

über eine mögliche Teamorder: “Wir hatten noch kein Pre-Race Meeting, daher weiß ich das im Moment noch nicht. Wir sind ein Team und müssen zusammenarbeiten”

über seinen Teamkollegen Sebastian Vettel: “Es war extrem schwierig, denn Seb ist ein erstaunlicher Fahrer. Ich habe schon viel von ihm gelernt und werde auch noch viel von ihm lernen. Aber heute bin ich einmal extrem glücklich.”

Sebastian Vettel (Ferrari, Platz 2): “Vielleicht war ich im zweiten Sektor ein bisschen zu zurückhaltend. Du musst es eben auch bis zum Ende durchziehen. Charles hat das heute ganz hervorragend gemacht. Er steht verdient auf der Pole-Position. Ich bin zufrieden mit Platz zwei. Das bringt uns in eine gute Ausgangsposition für Sonntag.”

über die Taktik im Qualifying: “Es war hektisch, der Slot war ungünstig. Es ist nicht ideal, nur einen Versuch zu haben. Es war wichtig, die Runde hinzukriegen. Das Ergebnis ist okay, auch wenn ich mir mehr erhofft hatte.”

über Ferraris Aufschwung: “Ich habe zum Team gesagt: ‘Das Wichtigste ist, dass wir unsere Leistung gebracht haben.’ Das Auto fühlte sich an diesem Wochenende viel besser an. Es wird immer besser. Und hoffentlich können wir das auch morgen ins Rennen retten.”

Lewis Hamilton (Mercedes, Platz 3): “Ich habe das Qualifying genossen, weil wir uns gesteigert haben. Sie (Ferrari, Anm. d. Red.) haben einen tollen Job gemacht. Aber Sonntag ist der wichtige Tag. Bin gespannt, wie das ausschauen wird. Es wird ein spannendes Rennen. Ich glaube nicht, dass Ferrari hier unschlagbar ist.”

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Max Verstappen (Red Bull, Platz 5): “Mit Platz fünf habe ich noch das Beste herausgeholt. Aber mit dem, was wir heute gezeigt haben, können wir natürlich nicht zufrieden sein. Ich hatte Schwierigkeiten mit der Balance des Fahrzeugs. Wir haben nicht das ideale Set-up erwischt. Ich bin zu sehr gerutscht. Aus irgendwelchen Gründen haben wir die weichen Pneus nicht zum Arbeiten gebracht. Hoffentlich sind wir auf der Medium-Mischung im Rennen konkurrenzfähiger.”

Nico Hülkenberg (Renault, Platz 17): “Da hat etwas mit dem Auto nicht gestimmt. Wir hatten von Anfang an technische Probleme. Das hat uns Leistung und Zeit gekostet.”

Mattia Binotto (Ferrari-Motorsportchef): Mit diesem Ergebnis sind wir sicherlich zufrieden, vor allem nach Australien. Wir hatten uns (danach, Anm. d. Red.) auf uns selbst konzentriert und hart gearbeitet, um unsere Probleme zu verstehen. Das heutige Ergebnis verschafft uns neues Selbstvertrauen. Doch bis zur Zielflagge ist es noch ein langer Weg und für das Qualifying gibt es keine Punkte.”

über Leclerc: ”Er ist ein guter Junge. Wir werden ihn lieben, genauso, wie wir auch Sebastian lieben. Eine tolle Leistung! Und es wird nicht seine letzte bleiben.”

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): “Heute hat es einfach nicht gereicht. Wir hinken schon das ganze Wochenende ein bisschen hinterher. Wir verlieren es im Moment auf der Geraden. Da müssen wir schauen, ob wir ein bisschen zu viel Luftwiderstand haben oder ob die einen Powervorteil haben. Aber da verlieren wir die Zeit. Das müssen wir erst einmal verdauen.”

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Williams holt Co-Gründer als Berater zurück

Das kriselnde Formel-1-Traditionsteam Williams hat auf die sportliche Talfahrt reagiert und Team-Mitbegründer Patrick Head als technischen Berater zurückgeholt. Das wurde am Rande des Großen Preises von Bahrain bekannt.

Der 72-Jährige hatte den Rennstall 1977 gemeinsam mit Frank Williams gegründet, 2011 zog sich Head aus dem Team zurück. Unter der Ägide des langjährigen Technischen Direktors gewann der Rennstall sieben Fahrer- und neun Konstrukteurstitel.

In der aktuellen Saison ziert Williams abgeschlagen das Ende des Feldes.

Bei den Testfahrten im Februar in Barcelona konnte das Team erst mit Verspätung ins Geschehen eingreifen, weil das Auto nicht rechtzeitig einsatzbereit war. Als Reaktion darauf trat Technikchef Paddy Lowe zurück. 

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Ferrari dominiert Training, aber Vettel warnt

Sebastian Vettel und Ferrari sind bereit für das Comeback in der Formel 1.

Zwei Wochen nach der Pleite beim Saisonstart in Australien setzte die Scuderia im freien Training zum Großen Preis von Bahrain ein Zeichen der Stärke. Vettel und sein neuer Teamkollege Charles Leclerc dominierten am Freitag beide Einheiten und dürfen dem Qualifying (Formel 1, Qualifying zum Großen Preis von Bahrein: Sa. ab 16 Uhr im LIVETICKER) zuversichtlich entgegenblicken.

Vettel sorgte am Abend in 1:28,846 Minuten für die Bestzeit vor dem Monegassen Leclerc (1:28,881). Erst dahinter reihten sich die Silberpfeile von Weltmeister Lewis Hamilton (1:29,449) und Melbourne-Sieger Valtteri Bottas (1:29,557) ein. 

“Mit Sicherheit war es heute besser, das Auto hat sich besser angefühlt auf der Strecke. Aber die Wahrheit werden wir erst morgen erfahren”, sagte Vettel. “Die Zeiten heute darf man nicht überinterpretieren. Wir können uns noch steigern. Es wird sehr, sehr eng.”

Trotzdem sei schon eine deutliche Steigerung seit dem Auftakt in Melbourne zu spüren. “Heute war ein besserer Tag als in Melbourne. Aber ich denke man darf nicht das Ergebnis und die Zeiten nehmen und dann alle Fragen damit beantworten.” Es sei insgesamt kein einfacher Ritt gewesen. Außerdem sei er noch nicht ganz zufrieden, so Vettel. “Das Auto macht zwar was ich will, aber hier und da ist noch nicht das volle Vertrauen da. Es fehlt einfach so ein bisschen die Balance.”

Hülkenberg klar vor Teamkollege Ricciardo

Nico Hülkenberg (1:29,669) überzeugte als Fünfter und war klar schneller als Daniel Ricciardo im zweiten Renault auf Rang 15 (1:30,848). Max Verstappen im Red Bull (1:29,725) belegte den sechsten Rang.

Dass die Bestzeiten im zweiten Training aufgestellt wurden, konnte Ferrari zusätzlich optimistisch stimmen. Wie das Qualifying und das Rennen am Sonntag (Formel 1, Großer Preis von Bahrein: So. ab 17.10 Uhr im LIVETICKER) fand dieses unter Flutlicht und bei kühleren Temperaturen statt – die Bedingungen sind vergleichbar.

Leclerc bei erstem Training vorne

Bei der ersten Einheit war es unter der Mittagssonne wärmer gewesen. Dennoch dominierte schon dort Ferrari mit der Bestzeit durch Leclerc und Rang zwei für Vettel.

Arbeit hat derweil Mercedes vor sich. Dem mit der Maximalausbeute von 44 Punkten angereisten Weltmeisterteam fehlte rund eine halbe Sekunde auf Ferrari. ”Im Moment sieht es so aus, als wäre Ferrari uns voraus. Ich denke aber, im Qualifying wird es enger zugehen. Es wird ein harter Kampf”, sagte Hamilton.  

Die Roten indes bestätigten auf dem Wüstenkurs in Sakhir die guten Eindrücke aus den Testfahrten, die sie zum Favoriten für den Saisonauftakt gemacht hatten. Was folgte, war eine große Enttäuschung: Der als Wunderauto gefeierte SF90 war langsamer als erwartet, Vettel wurde vor Leclerc nur Vierter. Seither haben die Ingenieure in Maranello an Lösungen für die Probleme gearbeitet – offenbar mit Erfolg. 

“Es gibt Gründe zu glauben, dass wir hier stärker sind. Wir haben einige Ideen, woran es gelegen hat”, hatte Vettel am Donnerstag gesagt. 24 Stunden später ließ er auf der Strecke erste Taten folgen.

Vettel Rekordsieger in Bahrein

Vettel bewies am Freitag auch seine gewohnte Stärke in Bahrain. Auf dem 5,412 km langen Kurs, der nach eigenen Angaben nicht zu seinen Favoriten zählt, ist der viermalige Weltmeister mit vier Erfolgen Rekordsieger. 

Einen Grund dafür verriet er im Vorfeld. “Ich liebe die Trophäe. Ich denke, der Pott ist einer der besten. Er ist groß und schwer, so sollte es sein. Vermutlich ist das das Geheimnis”, sagte er mit einem Augenzwinkern: “Es lohnt sich, hier Gas zu geben.”

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Probleme behoben? Vettel nach Rückschlag optimistisch

Der Gedanke an die gold-silberne Henkel-Trophäe von Bahrain weckte in Sebastian Vettel die Gier nach mehr.

Vier Mal hat er das filigran verzierte Kunstwerk schon gewonnen, die Aussicht auf ein weiteres Exemplar spornte den Ferrari-Star merklich an. 

“Ich liebe die Trophäe. Ich denke, der Pott ist einer der besten. Er ist groß und schwer, so sollte es sein. Vermutlich ist das das Geheimnis”, sagte Vettel am Donnerstag mit einem Augenzwinkern: “Es lohnt sich, hier Gas zu geben.”

Vettel und Ferrari arbeiten an Fehlern   

Der viermalige Weltmeister ist Rekordsieger auf dem Wüstenkurs in Sakhir, auch im Vorjahr gewann er. Beim Rennen am Sonntag (Formel1: Großer Preis von Bahrain ab 17.10 Uhr im LIVETICKER) will Vettel nun den fünften Erfolg – und die Enttäuschung vom Saisonstart in Australien vergessen machen.

Die Favoritenrolle wollte der Heppenheimer zwar nicht annehmen, dennoch zeigte er sich nach den technischen Problemen in Melbourne verhalten optimistisch. “Es gibt Gründe zu glauben, dass wir hier stärker sind. Wir haben einige Ideen, woran es gelegen hat”, sagte er: “Die letzten Wochen waren sehr anstrengend für uns, wir wollten verstehen, was passiert ist. Es ist kein Geheimnis, dass Melbourne ein Rückschlag für uns war.”

Der bei den Testfahrten überzeugende Ferrari SF90 hatte in Australien die Erwartungen nicht erfüllt, Vettel wurde vor seinem Teamkollegen Charles Leclerc Vierter. Seither haben die Ingenieure in Maranello an Lösungen für die Probleme gearbeitet – offenbar mit Erfolg. 

Mercedes überrascht von Ferrari-Schwäche

Der große Titelrivale Mercedes ist gewarnt, das Aufeinandertreffen in Bahrain wird zum ersten verlässlichen Gradmesser der noch jungen Saison. Die Silberpfeile wiegen sich trotz des makellosen Abschneidens mit 44 Punkten beim Auftakt in Down Under keineswegs in Sicherheit.

“Ein Rennen allein bestimmt nicht das Kräfteverhältnis für den Rest der Saison”, sagte Motorsportchef Toto Wolff, der sich mit dem Weltmeisterteam zuvor als Herausforderer gesehen hatte. Dabei, so Wolff, bleibt es vorerst: “Egal wie man das Ergebnis aus Melbourne deutet, unsere Einstellung hat sich dadurch nicht verändert.”

Der Doppelsieg durch Valtteri Bottas und Titelverteidiger Lewis Hamilton war für Mercedes erfreulich, in seiner Entstehung dennoch überraschend gewesen. Nicht, weil Wolff und Co. nicht vom eigenen Paket überzeugt sind. Vielmehr war die Schwäche der Ferraris so nicht erwartet worden.

Hamilton über Ferrari: “Sind hier gewöhnlich stark”

Hamilton glaubt an eine wiedererstarkte Scuderia. “Ich vermute, dass sie hart daran gearbeitet haben zu verstehen, was falsch gelaufen ist. Sie sind hier gewöhnlich stark”, sagte der Brite.

In Bahrain messen sich Ferrari und Mercedes unter anderen Voraussetzungen als in Australien. Wegen der kleinen Sand- und Staubpartikel ist die Strecke abseits der Ideallinie rutschig. Auch für Getriebe, Motor, die Kühleinlässe oder die Bremsbeläge können sie zum Problem werden.

“Das Wochenende stellt uns vor einzigartige Herausforderungen”, sagte Wolff, der nicht nur Ferrari im Blick hat: “Melbourne hat gezeigt, dass Red Bull ebenfalls ein Wörtchen mitreden wird.”

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