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Vettel "verspeist": Ist dieser Mann die größte Gefahr für Mercedes?

Wer am Wochenende einen Blick auf die Topspeeds beim Auftaktrennen in Melbourne geworfen hat, wird sich verwundert die Augen gerieben haben.

Weder Mercedes noch Ferrari hatten hier die Nase vorne, sondern die seit dieser Saison mit Honda-Motoren ausgestatteten Red-Bull-Piloten Pierre Gasly und Max Verstappen.

Natürlich ist dies nicht gleichbedeutend damit, dass man auch den besten Motor hat – aber ein Fingerzeig ist es dennoch, nachdem man bei Red Bull jahrelang über die fehlende Power von Ex-Motorenlieferant Renault schimpfte.

Verstappens Ergebnis überrascht Red Bull

Zwar reichte es “nur” zu Rang drei von Max Verstappen mit über 20 Sekunden Rückstand auf Sieger Valtteri Bottas im Mercedes. Doch nach den mäßigen Tests in Barcelona war das mehr, als viele Experten den Österreichern zugetraut hatten.

Zu verdanken war dies auch der fahrerischen Extraklasse von Verstappen, der sich sogar den viel höher eingeschätzten Ferrari von Vettel schnappte. Danach setzt der Niederländer sogar Hamilton permanent unter Druck, doch auf der Melbourne-Strecke gestaltet sich Überholen noch schwieriger als sonst.

“Ich konnte mit dem Topspeed zumindest mal angreifen. Der Motor hat generell sehr gut performt, ohne irgendwelche Probleme”, sagte Verstappen, der sogar im Kampf um den Extrapunkt für die schnellste Rennrunde bis kurz vor Schluss mitmischen konnte, ehe Bottas noch einmal eine unglaubliche Zeit auspackte.

Erster Podestplatz seit 2013

Wie gut der Start für Red Bull war, macht ein Blick auf die Statistik deutlich: Den letzten Podestplatz in Melbourne hatte es für das Team 2013 gegeben. Selbst in den vier dominanten Weltmeister-Jahren von Vettel war nicht mehr als ein Sieg herausgesprungen.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner ist deshalb vom Saisonstart 2019 positiv überrascht: “Wir kamen alle hierher und haben erwartet, von Ferrari verprügelt zu werden. Und Mercedes war im Qualifying auch sehr stark, aber im Rennen nicht mehr so. Wir haben für den Anfang eine gute Basis, auf der wir dieses Auto weiterentwickeln können.”

Nachdem Motorenprobleme vor allem Verstappen in den vergangenen Jahren nicht nur einmal eine Podestplatzierung gekostet haben, wurde man bei Red Bull nun nicht müde, über den problemlos laufenden Motor zu schwärmen. In dieser Saison sei man laut Marko beim Motor sogar “auf Mercedes-Niveau.”

Red Bull kennt seine Schwächen

Anders als Ferrari weiß man laut Marko zudem genau, wo man für weitere Verbesserungen ansetzen muss: “Wir müssen am Chassis arbeiten. Wir brauchen mehr Downforce.” Gelingt es, diese jahrelange Stärke Red Bulls zurückzuholen, ist man mehr als ein Geheimfavorit auf den Titel.

Das sieht auch die Konkurrenz so. “Man hat gesehen, wie sie Sebastian auf dem Weg zu Kurve 3 verspeist haben. Die Motorleistung war enorm. Und in Kombination mit Red Bull werden sie zur Gefahr. Wir haben sie für die WM auf unserer Rechnung”, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff über Red Bull.

Anders als in den vergangenen Jahren droht diesmal auch wenig Gefahr eines teaminternen Kampfes, wie es bei Verstappen und Daniel Ricciardo der Fall war. Der 21-Jährige ist erstmals die klare Nummer 1 im Team und dürfte bei engen Rennsituationen den Vorzug vor Teamkollege Pierre Gasly erhalten.

Die Reifen als Trumpf im WM-Kampf

Melbourne deutete einen zweiten Trumpf von Red Bull an, der auf anderen Strecken noch viel stärker zum Tragen kommen könnte: Das Auto scheint sanfter mit den Reifen umzugehen als die Konkurrenz von Mercedes und Ferrari.

Verstappen ist trotz seiner großen Angriffslust zudem als Reifenflüsterer bekannt. Diese Fähigkeit brachte ihm 2018 zwei Saisonsiege ein, in dieser Saison sollen es deutlich mehr werden. Denn das Ziel ist klar: Verstappen will so schnell wie möglich mit Red Bull Weltmeister werden.

Mit Bahrain kommt als Nächstes eine Strecke, auf der Reifenmanagement eine große Rolle spielt. Dann wird sich zeigen, ob Red Bull und Verstappen in dieser Saison ein ernsthafter WM-Kandidat sind.

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Kohl: "Vettel und Ferrari – ein Griff ins Klo"

Die Tops und Flops des Australien-Grand-Prix zum Durchklicken:

Mercedes feiert beim Formel-1-Auftaktrennen in Melbourne einen Doppelsieg – etwas überraschend lässt dabei Valtteri Bottas seinem Teamkollegen Lewis Hamilton keine Chance.

Ferrari und Sebastian Vettel fahren nach starken Testfahrten am ersten Rennwochenende dagegen nur hinterher. Am Ende steht für Vettel Rang vier, weil sein Teamkollege Charles Leclerc nicht überholen darf.

SPORT1-Experte Peter Kohl nennt seine Tops und Flops des Australien-Grand-Prix. Dabei geht er mit Ferrari hart ins Gericht, während er bei Hamilton eine Schwäche ausgemacht hat.

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Presse beendet Schonfrist: "Vettel kämpft nicht wirklich"

Dieser Saisonstart von Ferrari ging gehörig schief: Mit großen Erwartungen nach starken Testfahrten in die Saison gestartet, mussten sich Sebastian Vettel und Teamkollege Charles Leclerc beim Formel-1-Auftakt in Melbourne mit den Plätzen vier und fünf begnügen.

Die italienische Presse spart anschließend nicht mit Kritik gegenüber der Scuderia, aber auch Vettel sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert. 

Mercedes und Sieger Valtteri Bottas werden dagegen vor allem in England gefeiert. Für The Telegraph haben die Silberpfeile Ferrari sogar zerquetscht.

SPORT1 fasst die Pressestimmen zusammen. 

ENGLAND

The Telegraph: “In dem Rennen, in dem von Ferrari erwartet wurde, sich wieder zu alter Bedeutung zu erheben und möglicherweise den Würgegriff von Mercedes zu lösen, wurden ihre beiden Autos um erstaunliche 57 Sekunden distanziert. Für Sebastian Vettel war dies ein alarmierendes Zeichen für die kommenden Kämpfe. Gerade als er zu hoffen gewagt hatte, dass Ferrari ihm ein Auto zur Verfügung stellen würde, mit dem er seinen Erzrivalen Lewis Hamilton bezwingen könnte, wurde er enttäuscht und verblüfft, indem Mercedes sein Team zerquetschte.”

Daily Mail: “Valtteri Bottas verlor im letzten Jahr das Duell mit Hamilton nach Siegen mit 0:11. Aber nach einem Winter mit Wodka und Porridge zum Frühstück wurde er doch noch zu einem Sieger.”

The Sun: “Incredi-Val! Bottas versprach, 2019 stärker und entschlossener zurückzukommen – und so präsentierte er sich auch, als er Lewis Hamilton in Melbourne bezwang.”

The Guardian: “Mercedes dominierte in Melbourne, aber Hamilton warnte auch: Er sei immer noch der Meinung, dass die Meisterschaft ein Dreikampf mit Ferrari und Red Bull werde. Bottas feierte einen beeindruckenden Sieg.”
   
ITALIEN

Gazzetta dello Sport: “Ferrari, was ist passiert? Für Maranello ist es besser, Australien sofort zu vergessen und das Blatt zu wenden, denn die Ferrari-Boliden im Albert Park sind nur die fahle Version der Autos, die in den letzten beiden Jahren in Australien gewonnen hatten. Es ist, als wäre das bei den Wintertests bewunderte Auto in Barcelona geblieben.”

Corriere dello Sport: “Ferraris Titeltraum scheint immer mehr zum Albtraum zu werden. Ferrari kann Mercedes nicht in die Schranken weisen, die Saison beginnt mit dem Doppelsieg von Bottas und Hamilton. Ganz ehrlich gesagt: ein Desaster für Maranello. Australien ist eine besondere Rennstrecke, doch das kann keine Entschuldigung für diese Blamage sein.”

Tuttosport: “Bei Ferrari schrillen die Alarmglocken. War es ein Blackout oder etwas viel Schlimmeres? Das Ferrari-Team, das als Favorit in Melbourne eingetroffen war, reist ab, ohne das Podium bestiegen zu haben. Damit hatte niemand gerechnet, vor allem nicht Teamchef Mattia Binotto. Die Enttäuschung ist groß und man findet keine Erklärungen. Vettel spricht von den Reifen, doch sind nur sie allein das wahre Problem?”

La Repubblica: “Vettel verfehlt das Podium, das Ferrari in den letzten vier Jahren beim Start in Australien stets erobert hatte. Seine Lina hilft ihm nicht. Warum Vettels Ferrari so langsam ist, ist noch eine offene Frage. In Melbourne wurde für Ferrari ein Sonnenaufgang erwartet, doch das Team hat eine fahle Dämmerung erlebt. Ferrari ist für Mercedes auf diese Weise nicht gefährlich.”

Corriere della Sera: “Fehlstart für Ferrari. Große Enttäuschung für Maranello. Wohin ist das wunderbare Auto der Tests in Barcelona verschwunden? In seiner doppelten Rolle als Teamchef und Technischer Direktor muss Mattia Binotto sehr schnell dieses fahle Auto in einen Protagonisten der Formel 1 umwandeln. Der Grand Prix in Bahrain mit einer für Ferrari günstigen Strecke wird zur Feuerprobe und zum Wahrheitstest.”

La Stampa: “Fehlstart in Australien: Ferrari muss erfahren, dass seine Boliden langsam sind. Die roten Flitzer, Könige bei den Tests, sind nur Schatten der Autos, die wir in Barcelona gesehen haben. Bis vor zwei Wochen war der SF90 der künftige König der F1. Ein Flug nach Australien genügt, um die Lage voll umzukrempeln. Vettels Auto funktioniert nicht, doch er kämpft nicht wirklich, um mehr herauszuholen.”

SPANIEN

Marca: “Bottas schlägt Hamilton, Ferrari betritt nicht mal das Podium. Ein runder und hochverdienter Sieg von Valtteri Bottas, Lewis Hamilton bekam gegen ihn keinen Stich. Der Rhythmus von Ferrari war enttäuschend. Vettels Gesichtsausdruck glich dem bei einer Beerdigung. Das sind schon schlechte Signale, die Ferrari sendet.”

AS: “Bottas frisst Hamilton auf, Verstappen versenkt Ferrari. Der Finne zog beim Start an Hamilton vorbei und war bis zum Ende unangreifbar. Der erste große Verlierer der Saison ist Ferrari, die Scuderia sah die Champagnerflasche nur aus der Ferne. Ferrari hat sein Versprechen nicht gehalten, ein enttäuschender Saisonbeginn für Vettel.”

Sport: “Bottas rebelliert in Australien. Eine Vorführung des Finnen. Ein totales Fiasko für Ferrari. Bottas mogelt sich im Zweikampf Hamilton gegen Vettel dazwischen. Auch Verstappen machte Ferrari das Leben schwer. Das war sicherlich nicht das, was sich Vettel für das erste Saisonrennen vorgestellt hatte.”

El Mundo Deportivo: “Bottas überrascht Hamilton, Ferrari enttäuscht auf breiter Front. Neues Jahr, neues Leben für Valtteri Bottas. Verstappen wird zum Partyschreck für Ferrari. Ein regelrechtes Desaster für Ferrari.”

SCHWEIZ

Blick: “Mercedes feiert mit Bottas und Hamilton – Ferrari verprügelt. Ein unbändiger Valtteri Bottas ringt zum Saisonstart in Melbourne seinen Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton nieder. Die beiden feiern einen Doppelsieg und geben damit die Marschrichtung für 2019 vor. Ferrari mit Sebastian Vettel und Charles Leclerc auf den Plätzen vier und fünf wird unsanft aus den Träumen gerissen. Eine Schmach nach den tollen Testtagen im Februar.”

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Vettel zu langsam! Ferrari verärgert Fans mit Stallorder

Fast eine Minute betrug der Rückstand von Sebastian Vettel auf Sieger Valtteri Bottas: Viel ernüchternder hätte das Auftaktrennen der Formel 1 in Melbourne für Ferrari kaum laufen können. (Service: Ergebnis Melbourne-GP)

Vettel war damit immerhin als erster Ferrari-Fahrer im Ziel – allerdings nur, weil die Chefs eingegriffen und seinen deutlich schnelleren Teamkollegen Charles Leclerc zurückgepiffen hatten.

Dieser holte in der zweiten Rennhälfte bis zu eine Sekunde pro Runde auf und reduzierte den Rückstand zu seinem Teamkollegen von mehr als 15 Sekunden auf zwischenzeitlich etwa 1,5 Sekunden. Nur vorbeifahren durfte er nicht.

Leclerc wäre schneller gewesen

Leclerc erkundigte sich noch über Funk beim Team, wie er sich jetzt verhalten soll. Die Antwort der Box lautete: “Nimm etwas Tempo heraus. Halte Abstand!”

Der Ferrari-Neuzugang befolgte die Anweisung und ließ sich drei, vier Sekunden zurückfallen. In der letzten Runde fuhr er dann aber plötzlich noch einmal zwei Sekunden schneller und demonstrierte, dass er Vettel locker hätte überholen können.

Das gab Vettel nach dem Rennen auch ehrlich zu: “Unter normalen Bedingungen wäre er durch, ich hätte nicht groß dagegenhalten können: Den Speed hatte ich nicht”, sagte Vettel.

Ferrari: Mit klarer Stallorder zum Titel?

Dabei hätte ein einzelner Platztausch für Vettels Punktekonto auch keinen großen Verlust bedeutet. Lediglich zwei Punkte hätte Vettel dafür weniger bekommen – doch in diesem Jahr will man bei der Scuderia augenscheinlich alles auf eine Karte setzen.

Marc Surer, Formel-1-Experte des Schweizer Fernsehens SRF, hatte im exklusiven Interview mit SPORT1 vor der Saison genau das von der Scuderia gefordert.

“Teamchef Mattia Binotto sagt, dass Vettel die klare Nummer eins ist. Das würde ich Ferrari auch empfehlen, wenn sie Weltmeister werden wollen”, sagte Surer.

Kritik von F1-Fans gegen Ferrari-Entscheidung

Bei vielen Formel-1-Fans stieß die Entscheidung vom Ferrari im ersten Rennen der Saison so ins Renngeschehen einzugreifen aber größtenteils auf Unverständnis.

Mercedes entscheidet sich gegen Teamorder

Lob gab es dagegen für die Silberpfeile, die sich gegen eine Teamorder entschieden hatte.

Denn nachdem Valtteri Bottas am Start die Führung übernommen hatte, gingen einige Beobachter davon aus, dass der Finne im Laufe des Rennens zurückstecken soll, um Lewis Hamilton den Vortritt zu geben.

Doch Mercedes entschied sich gegen eine Stallorder, die bei dem großen Vorsprung von Bottas auch seltsam ausgesehen hätte. Dennoch will man bei Mercedes beide Fahrer so lange wie möglich in dieser Saison frei fahren lassen.

Die Saison wird zeigen, welche Strategie sich am Ende als die Bessere erweisen wird.

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Italiens Presse: Vettel kapituliert vor perfektem Bottas

Dieser Saisonstart von Ferrari ging gehörig schief: Mit großen Erwartungen nach starken Testfahrten in die Saison gestartet, mussten sich Sebastian Vettel und Teamkollege Charles Leclerc beim Formel-1-Auftakt in Melbourne mit den Plätzen vier und fünf begnügen.

Die italienische Presse spart anschließend nicht mit Kritik gegenüber der Scuderia, während man Mercedes und Sieger Valtteri Bottas großen Respekt zollt.

SPORT1 fasst die Pressestimmen aus Italien zusammen.

Gazzetta dello Sport: “Bottas, ein Meisterwerk! Schlechter Start für Ferrari in Australien. Ein blasser Vettel muss sich mit dem vierten Platz begnügen. Leclerc scheint viel vitaler zu sein und gibt offen zu, dass er sich im Finale des Rennens an die Teamanweisungen gehalten hat und hinter Vettel geblieben ist.”

Corriere dello Sport: “Mercedes ist Ferrari weit voraus, Vettel ist schwer enttäuscht. Ein vierter Platz hinter den unangreifbaren Mercedes-Boliden und Verstappens Red Bull genügt Maranello nicht.”

Tuttosport: “Die Formel-1-WM startet mit der klaren Herrschaft von Mercedes. Bottas und Hamilton sind die unangefochtenen Herren Australiens, für Ferrari beginnt die Saison mit Schwierigkeiten. Die Maranello-Boliden haben einfach nicht den Speed.”

La Repubblica: “Die Formel 1 startet aufs Neue so, wie sie zu Ende gegangen war: mit der absoluten Herrschaft Mercedes. Ferraris neuer Bolide enttäuscht mit Vettels viertem Platz, was hinter den Erwartungen des neuen Teamchefs Binotto ist.”

Sky Sport Online: “Vettel kapituliert vor einem perfekten Bottas, die wahre Überraschung des Saisonstarts in Australien. Mit einem makellosen Start erobert Bottas Platz eins.”

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Das ist der junge Wilde an Vettels Seite

Als Nummer zwei im Team will sich Ferrari-Neuzugang Charles Leclerc nicht dauerhaft zufrieden geben. 

Als der Monegasse im Oktober 1997 geboren wurde, kämpfte Michael Schumacher in seinem zweiten Jahr bei der Scuderia um den WM-Titel. 2019 könnte Leclerc im Titelrennen eine wichtige Person sein – zumindest wenn man ihn lässt.

Leclerc ist der neue Hoffnungsträger für Ferrari. Schon früh investierten die Italiener in ihn und seine Zukunft: 2016 kam er in die Ferrari Driving Academy, das Nachwuchsprogramm von Ferrari. Mit reichlich Rückenwind marschierte er durch den Unterbau der Formel 1.

Leclerc-Aufstieg über die Ferrari-Akademie

2016 schloss er die GP3-Serie auf dem ersten Platz in der Gesamtwertung ab, 2017 dominierte er die Formel 2. Dort war seine Performance in der Qualifikation beeindruckend. An acht von elf Rennwochenenden sicherte er sich die Pole-Position. Doch nur einmal münzte er die gute Ausgangslage in einen Sieg um. Trotzdem gewann er die Meisterschaft deutlich.

Es folgte der Aufstieg in die Königsklasse des Motorsports. Da die begehrten Plätze bei den Roten von Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen besetzt waren, blieb ihm nur ein Cockpit bei Sauber.

Auch wenn es für einen Jungspund wie Leclerc wohl nicht einfach gewesen sein dürfte, lediglich bei einem Mittelfeldteam unterzukommen, dürfte er das Engagement bei den Schweizern auch mit Genugtuung angenommen haben. Wer sollte ihm noch den Platz bei den Roten streitig machen, wenn Vettel oder Räikkönen ihren Hut nehmen? 

Surer: Ferrari-Duell ist ausgeglichen

Als Leclerc Im Herbst 2018 bei Ferrari für das folgende Jahr bestätigt wurde, war das allerdings keine Entscheidung, die darauf beruhte, dass Räikkönen zurückgesteckt hätte. Im Gegenteil: Es war das Bekenntnis der Ferrari-Chefs zu dem Nachwuchstalent.

Die Beförderung schien ihm offenbar in der Schlussphase Schwung gegeben zu haben: In den letzten sieben Rennen fuhr er fünf Mal in die Punkte.

Leclerc hat in diesem Jahr bei den Wintertestfahrten in Barcelona gezeigt, dass er es durchaus mit Sebastian Vettel aufnehmen kann.

Im exklusiven SPORT1-Interview sagte der Experte Marc Surer: “Für mich ist das Kräfteverhältnis bei Ferrari 50:50. Vettel hat sich schwergetan, die Zeit von Leclerc zu schlagen.”

Trotzdem sieht Surer keinen offenen Kampf um den Titel bei den Roten: “Teamchef Mattia Binotto sagt, dass Vettel die klare Nummer 1 ist. Das würde ich Ferrari auch empfehlen, wenn sie Weltmeister werden wollen.”

Leclerc in Melbourne noch mit Problemen

Die ersten Eindrücke vom Saisonauftakt in Melbourne (Formel 1: Großer Preis von Australien Sonntag ab 6.10 Uhr im LIVETICKER) lassen vermuten, dass Ferrari wohl doch nicht in der Favoritenrolle steckt, in der Beobachter die Roten vor der Saison sahen. Mercedes scheint schneller zu sein.

Auch der Neuling in Rot hatte Probleme, drehte sich im Training von der Strecke. Sein Ferrari-Debüt wird Leclerc von der fünften Startposition aus angehen. Dabei war er etwa zweieinhalb Zehntel hinter seinem Teamkollegen. Ein Abstand, dem man ihm zugestehen darf – nicht nur, weil es das erste Rennen in Rot ist.

Ob Leclerc in näherer Zukunft Weltmeister werden kann, hängt somit nicht nur von seiner Leistung ab. Maßgeblich scheint vielmehr die Frage, wie sich Sebastian Vettel schlägt. Hat der Deutsche das Rennglück nicht auf seiner Seite, könnte sich das Team im Laufe des Jahres gezwungen sehen, umzudisponieren. Doch auch hier gilt: Leclercs Zeit bei Ferrari wird kommen.

Schließlich wird die Vettel-Ära auch nicht mehr ewig dauern. Klappt es für ihn erneut nicht mit dem Titel, könnte er am Ende des Jahres Ferrari unter Umständen verlassen. Dann wäre Leclerc möglicherweise in der Rolle des Teamleaders.

Emotionale Verbindung zum verstorbenen Bianchi

Charles Leclerc ist der erste Fahrer der Ferrari Driving Academy, der es bis ins Formel-1-Team der Scuderia schaffen wird. Ein Weg, der eigentlich für Jules Bianchi geebnet zu sein schien, bevor der junge Franzose 2015 an den Folgen seines schweren Unfalls verstarb.

Schon seit Leclercs Karttagen war Bianchi sein Förderer und Freund, obwohl er nur acht Jahre älter als der Monegasse war, war er dessen Patenonkel.

“Ich kannte Jules schon seit ich auf der Welt bin”, erzählte Leclerc bei Sky F1: “Er hat mir viele Dinge beigebracht und war immer für mich da.” 

Bei Ferrari will Leclerc nun die Karriere hinlegen, die seinem Freund nicht mehr vergönnt war.

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Ohrfeige für Vettel – und Hamilton stichelt schon

Vier Wochen lang waren die Hoffnungen bei Sebastian Vettel und Ferrari auf den großen Umsturz in der Formel 1 gediehen, seit den Testfahrten wuchsen die Erwartungen immer höher – dann kam der Samstag im Albert Park, und es war mal wieder “Hammertime”.

Im Qualifying zum Großen Preis von Australien zerschlug Lewis Hamilton die Träume der Rivalen geradezu. Der Weltmeister im Mercedes raste souverän wie eh und je zur sechsten Melbourne-Pole in Serie. (Formel-1-Rennen in Melbourne So. ab 6.10 Uhr im LIVETICKER).

“Den Vorsprung habe ich nicht erwartet. Das ist ein großer Schock für mich”, sagte der Engländer. Umso größer dürfte der von Vettel gewesen sein, der mit sieben Zehnteln Rückstand Dritter wurde. Nur Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas war als Zweiter auf Schlagdistanz. (DATENCENTER: Ergebnis Qualifying Australien)

Hamilton hadert mit schlechter Runde

Nach den jeweiligen ersten Runs in Q3 hatte sogar der Finne noch die Nase vorn gehabt, was laut Hamilton aber einem Fahrfehler geschuldet war: “Meine erste Runde war ziemlich schlecht. Allein in der ersten Kurve verlor ich vier Zehntel.”

Hamiltons schlechte Runde war allerdings immer noch anderthalb Zehntel schneller als Vettels Topzeit. ”Ich bin überrascht, wie stark Mercedes hier ist. Ich denke, jeder ist das – sogar sie selbst”, sagte Vettel. (Die Stimmen zum Qualifying)

Ferrari dominiert Tests nach Belieben

Denn eigentlich schienen die Rollen nach den Testfahrten verteilt. Mercedes startete bei den Probeläufen in Barcelona schwach und kam erst gegen Ende in Schwung. Ferrari überzeugte dagegen von Tag eins an und war daher als Favorit zum Saisonauftakt nach Australien gereist.

Doch dort übernahmen die Silberpfeile das Kommando. Wie groß die Überlegenheit ist, zeigt folgende Aussage Hamiltons nach dem Qualifying: “Um ehrlich zu sein, bin ich nicht zu glücklich, dass der Vorsprung so groß ist. Denn ich mag es eng. Denn dann kann ich den Unterschied machen.”

Schon vor dem ersten Rennen muss sich Vettel eine Stichelei seines großen Konkurrenten gefallen lassen. Der Brite fordert Ferrari auf, zuzulegen – damit es ihm nicht langweilig wird.

Hamilton: Ferrari ist langsamer geworden

Hat Mercedes bei den Testfahrten in Melbourne also nur geblufft? Laut Hamilton nicht: ”Unsere Analysten hatten uns entweder knapp oder ein ganzes Stück zurück gesehen – bis zu vier Zehntel.”

Seiner Meinung nach liegt das Ergebnis mehr an Ferrari als an Mercedes: “Wir dachten, wir haben harte Arbeit vor uns. Es sieht aus, als ob Ferrari Performance verloren hat. Wir haben das Auto nicht geändert.”

Auch Vettel schien ratlos: “Sieben Zehntel sind eine Menge Holz. Da sind sie (Mercedes, Anm. d. Red.) in einer sehr bequemen Situation und wir haben große Kopfschmerzen. Ich glaube, dass Mercedes nicht weiß, warum der Abstand so groß ist und wir wissen ehrlich gesagt auch nicht, warum wir so weit dahinter sind.”

Melbourne-Strecke kommt Mercedes entgegen

Natürlich kommt die spezielle Charakteristik der Strecke in Melbourne dem Mercedes entgegen wie schon die vergangenen Jahre zeigten. Schließlich betrug Hamiltons Vorsprung auch beim Qualifying 2018 sechs Zehntel auf Ferrari, was sich im weiteren Saisonverlauf nicht bestätigte.

Dennoch hatte man nach den beeindruckenden Testfahrten in Barcelona mehr von der Scuderia erwartet. Viele Experten hatten zuvor prophezeit, dass die spannendste Frage sein wird, ob Sebastian Vettel oder sein Teamkollege Charles Leclerc den Sieg holen werden würde.

Doch nach den ersten Tagen in Melbourne kehrte Ernüchterung bei Ferrari ein. “Uns fehlt einfach ein bisschen von allem – außer beim Topspeed, da sehen wir gut aus. Wir verlieren in den Kurven kontinuierlich”, haderte Vettel.

Schwarze Hamilton-Bilanz macht Vettel Hoffnung

Wirklich Hoffnung machen Vettel und Ferrari wohl nur eine Sache: Hamilton holte nun zwar zum sechsten Mal in Folge in Melbourne die Pole – doch gewonnen hat er lediglich das Rennen 2015.

Vettel hat dagegen bei den vergangenen beiden Rennen Down Under triumphiert, von den Startplätzen zwei und drei. Im vergangenen Jahr halfen taktische Fehler von Mercedes beim Sieg.

“Natürlich können wir gewinnen”, sagte Vettel daher: “Wir haben ein gutes Auto für das Rennen, und wir haben es hier aus so einer Position schon geschafft. Aber so wie Mercedes hier aufgetreten ist, sind sie die klaren Favoriten.”

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Australien-GP: Hamilton vor Quali in der Favoritenrolle

Unerwartet rückten Lewis Hamilton und Mercedes am Freitag in die Favoritenrolle beim Großen Preis von Australien. (Formel 1, Melbourne: Qualifikation: Samstag ab 6.00 Uhr im LIVETICKER). Denn nach den Testfahrten im Winter sah Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel noch wie der heißeste Kandidat auf den Sieg aus (SERVICE: SPORT1-Kolumnist Peter Kohl bewertet das Kräfteverhältnis).

Neben der Tagesbestzeit gibt es für Lewis Hamilton eine weitere wichtige Erkenntnis. ”Wichtig ist, dass unsere beiden Autos weiter Kilometer abgespult haben, keiner von uns einen Fehler gemacht hat und wir die Autos in einem Stück gelassen haben – das macht viel aus”, erklärte er nach dem freien Training. Sebastian Vettel gab sich trotz des Abstands von 0,8 Sekunden optimistisch: “Sowas kommt schnell zusammen, auf einer Strecke wie hier. Ich mache mich jetzt nicht verrückt.” Er hofft darauf, dass sein Team sich wie im vergangenen Jahr bis zur Qualifikation steigern kann.

Vettels neuer Teamkollege Charles Leclerc drehte sich im zweiten freien Training. “Wir haben verstanden, wo wir uns verbessern müssen”, gab er sich hoffnungsvoll. Er legt seine Hoffnung auf das dritte freie Training am Samstagvormittag. Hier können sich die Fahrer noch einmal auf die Qualifikation vorbereiten und Veränderungen am Fahrzeug ausprobieren.

Experten sind besorgt

Christian Danner, Formel-1-Experte bei RTL, analysierte nach dem Training: “Der Abstand ist ein bisschen groß.” Er verwies darauf, dass die Silbernen nicht nur auf eine Runde gesehen stärker waren. Auch die Longruns seien sehr stabil und ohne große Probleme abgelaufen. Gleichzeitig ist er guter Dinge, dass es Samstag und Sonntag enger zugehen könnte. “Die Strecke ändert sich, die Balance ändert sich.”

Auch Karun Chandhok ist besorgt. Der Experte beim Streamingdienst F1 TV Pro sagte: “Wenn das die echte Pace von Mercedes ist, ist das ein riesen Ärgernis für Red Bull und Ferrari.”

Beide Teams scheinen auf einem vergleichbaren Niveau zu sein. Sie bewegten sich im Abstand von 0,1 Sekunde zueinander. Auch dahinter geht es zwischen Alfa Romeo und Renault eng zu. Das könnte viel Action für das Qualifying bedeuten. Knappe Abstände könnten zur Folge haben, dass etablierte Fahrer vorzeitig im ersten oder zweiten Abschnitt der Qualifikation hängen bleiben.

Soweit wird das Williams-Duo George Russell und Robert Kubica nicht kommen. Russel lag mehr als 1,7 Sekunden hinter Lando Norris, der 18. wurde. Dem Comeback von Kubica blicken viele Beobachter gespannt entgegen. Der Pole greift nach acht Jahren Pause wieder ins Formel-1-Lenkrad.

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Der Saisonauftakt ist für Teams und Fahrer die erste Standortbestimmung. Ein gutes Ergebnis gibt Rückenwind für den weiteren Verlauf des Jahres. Gerade im ersten Rennen kommt es häufig nicht so sehr auf die Performance an. Die Autos sind noch unausgereift und es gibt viele Ausfälle. Wer das Ziel erreicht, hat Chancen auf ein gutes Ergebnis.

F1-Autos wurden verändert

Ein Sieg in Melbourne darf nicht zu hoch bewertet werden: Im vergangenen Jahr gewann Sebastian Vettel vor Lewis Hamilton, musste sich am Ende der Saison in der WM-Wertung aber geschlagen geben.

Das technische Regelwerk wurde über den Winter verändert. Die Autos sind nun breiter und nicht mehr so anfällig bei verwirbelter Luft. Dadurch soll das Überholen vereinfacht werden (SERVICE: Das ist neu in der Formel 1).

Die Formel 1 2019 LIVE im TV, Stream, Ticker

In dieser Saison laufen die Rennen im Free TV bei RTL sowie im Pay TV bei Sky.

Das Formel-1-Wochenende in Melbourne können die Fans auch über den offiziellen Livestream der Formel 1, F1 TV Pro, verfolgen. Dort werden alle Sessions, die Pressekonferenzen und Interviews übertragen. Auch über die Streamingdienste TVNow (RTL) und Sky Go sind Formel-1-Inhalte abrufbar.

SPORT1 berichtet LIVE im Formel 1-Ticker von den Trainings, Qualifying und Rennen.

Der Zeitplan des F1-Grand-Prix von Australien im Überblick:

Samstag:

4.00 Uhr: 3. freies Training im LIVETICKER auf SPORT1.de

7.00 Uhr: Qualifiying im LIVETICKER auf SPORT1.de

Sonntag:

6.10 Uhr: Rennen im LIVETICKER auf SPORT1.de

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So hat sich die Formel 1 in 70 Jahren verändert

70 Jahre Formel 1 zum Durchklicken:

Sebastian Vettel und Lewis Hamilton – das sind die Formel-1-Stars der aktuellen Generation. In 70 Jahren Jahren Königsklasse haben es aber viele große Namen zu Ruhm und Ehre gebracht: Niki Lauda, Ayrton Senna und Michael Schumacher sind nur einige von ihnen.

Aber nicht nur die Namen haben sich geändert, sondern auch das Umfeld. Der Sport ist sicherer geworden, die Aerodynamik spielt eine größere Rolle. Abseits der Piste ist der Sport zu einer großen Show geworden.

SPORT1 blickt zurück, wie sich die Formel 1 verändert hat.

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Wo findet das große Jubiläum statt? Die Strecken der Formel 1

Die Formel 1-Strecken zum Durchklicken:

Am Freitag startet die Formel 1-Saison 2019. Dem Saisonstart in Melbourne blicken Fahrer, Teams und Fans gespannt entgegen. Nach den Testfahrten in Barcelona ist Sebastian Vettel für viele der Favorit auf den Sieg in Down Under.

Die 70. Saison der Königsklasse des Motorsports hat 2019 viel zu bieten. In China feiert Formel 1 ein besonderes Jubiläum. Das Rennen in Schanghai wird das 1000. Rennen sein, das im Rahmen einer Formel 1- oder Automobilweltmeisterschaft stattfindet.

Ebenfalls dabei ist auch wieder der Große Preis von Deutschland. Zum zweiten Mal in Folge jagen die Fahrer auf dem Hockenreimring den Sieg.

SPORT1 zeigt die 21 Strecken der Saison 2019 und die Termine der Rennen.

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