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Schumacher-Rücktritt wegen Hamilton? Haug mit Klartext

Mit seinem siebten WM-Titel hat Lewis Hamilton Michael Schumachers Rekord eingestellt.

In Zukunft müssen sich die beiden Formel-1-Legenden den Titel Rekordweltmeister teilen – sofern der Brite nicht noch weitere Titel sammelt. Norbert Haug hat als Mercedes-Motorsportchef sowohl mit Schumacher als auch Hamilton gearbeitet. 

Im exklusiven SPORT1-Interview spricht er darüber, was die beiden Champions ausmacht.

SPORT1: Norbert Haug, Lewis Hamilton hat jetzt wie Michael Schumacher sieben WM-Titel. Hätten Sie das je für möglich gehalten?  

Norbert Haug: Meine Antwort hat zwei Teile. Teil eins: Nach Michaels siebtem WM-Titel hätte ich Haus und Hof darauf verwettet, dass er einen Rekord für die Ewigkeit aufgestellt hat. Teil zwei: Seit Lewis mit Mercedes angefangen hat, Titel im Jahresrhythmus zu sammeln, war klar, dass irgendwann die Zahl ‘Sieben’ fällig sein würde. Aus ihr kann auch eine zehn werden, und die ist dann so wohlverdient wie alle der bisherigen sieben.

SPORT1: Wie stolz sind Sie, beide Fahrer in ihren Karrieren begleitet zu haben?

Haug: Das freut mich natürlich sehr, vor allem, dass ich Michael wie Lewis in ihren Motorsport-Anfängen, als sie noch keine Profisportler waren, kennengelernt und dann so lange mit beiden zusammengearbeitet habe. Mit Michael zu Beginn seiner Profikarriere im Mercedes-Juniorteam und in der Schlussphase seiner Karriere für drei Jahre im heutigen Mercedes-Werksteam. Dazwischen waren wir zwölf Jahre Rivalen der Formel 1 in Rot und Silber und sind dabei stets Freunde geblieben. Hart – manchmal sehr, sehr, hart – ging’s auf der Strecke zu, empfindsam und emphatisch vor und nach den Rennen. Mit Lewis war ich 15 Jahre unterwegs – von seiner Kart-Nachwuchs-Zeit über die Formel 3 im Rahmen der DTM, die GP 2 bis zur Formel 1, seinem ersten Sieg dort und seinem ersten WM-Titel 2008. Es freut mich im Rückblick natürlich, dass ich bei Lewis’ erstem Sieg 2007 beim GP in Kanada genauso dabei war wie beim ersten Sieg des aktuellen Mercedes-Formel-1-Werksteams 2012 beim China-GP. Seither wurde die Zahl der Siege des Silberpfeil-Teams dreistellig, und jene von Lewis steht kurz davor, dreistellig zu werden. Unvorstellbar und nicht hoch genug einzuschätzen.  

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Das haben Schumacher und Hamilton gemeinsam

SPORT1: Welche Parallelen sehen Sie zwischen beiden?  

Haug: Beide lieben was sie tun, beide fordern sich selbst mehr als alle andern, beide gehen immer die Extrameile, beide geben nie Ruhe, beide sind positiv unzufrieden. Was wie ein Widerspruch klingt, ist das Elixier des Super-Champions. Ohne das kannst du zwar Sieger werden, nicht aber Dauersieger.

SPORT1: Und was sind die Unterschiede bzw. was hat beide unabhängig voneinander besonders gemacht?  

Haug: Man kann einen Berggipfel auch von mehreren Seiten erklimmen, aber die Fähigkeiten des Bergsteigers müssen sehr gleich oder mindestens sehr vergleichbar sein – sonst stürzt er ab. Michael und Lewis haben den stechenden Blick des Wollens, sie fragen mehr, tun mehr, arbeiten mehr, schaffen mehr. Diese Eigenschaften sind unabhängig vom typspezifischen Habitus vorhanden. Beide sind die ganz Besonderen unter den Besonderen. 

SPORT1: Sie haben beide schon in jungen Jahren kennengelernt: Wie war der junge Schumi und wie der junge Lewis?  

Haug: Der junge Schumi – man kann es heute noch in alten Filmausschnitten sehen und hören – war ein rheinischer Jung mit Dialekt, ein Junge von der Kartbahn. Wenige Zeit später sprach er Englisch, und zwar so perfekt, dass mir ein englischer Journalist sagte: ‘Ich wünschte, unsere englischen Fahrer würden so gut sprechen wie dein deutscher.’ Das zeigt den Perfektionisten: Kartbahn ade, ohne astreines Englisch reiße ich in der höchsten Motorsportklasse nichts, das ist die Grundvoraussetzung um vorwärts zu kommen. Der junge Lewis war bestens erzogen und sehr höflich. Er war bei uns schon mit 14 Jahren Gast bei Mika Häkkinens erster WM-Feier 1998 im Mercedes-Museum. All seine Siege in der Formel 3 und der Formel 1 hat Lewis seither mit Mercedes-Motoren geholt. Vom Lehrling, oder Stift, wie man in Schwaben sagt, zum Mehrfach-Weltmeister – in Hollywood würde man die Story wohl als übertriebene Fiktion abstempeln, in der Realität findet sie statt.

Haug: Schumacher war “gnadenlos”

SPORT1: Wie war Schumacher als Ihr Gegner im Ferrari?  

Haug: Gnadenlos. Wenn du dir einen Gegner wünschst, heißt der nicht Michael Schumacher. Wenn du dir einen Fahrer wünschst, heißt er so.

SPORT1: Schumacher musste scheinbar stärker für seine Erfolge kämpfen, Hamilton nur selten Aufbauarbeit leisten: Wie bewerten Sie diese These?   

Haug: Wer nachschaut, kann nachlesen: ‘These bedeutet eine zu beweisende Behauptung’. Ich kenne niemanden, der diesen Beweis erbringen kann. Sicher gibt es im Jahr 2020 eine ganz andere Menge von Daten als 2004. Aber eben auch die gesteigerte Möglichkeit, sich im Datendschungel zu verirren. Michael und Lewis auf dem Peak ihrer Leistungsfähigkeit als Teamkollegen zu haben und zu koordinieren, wäre – ein siegfähiges Auto vorausgesetzt – wohl die ultimative Kombination mit den allergrößten Siegchancen gewesen. Aber wohl auch jene, die den Verantwortlichen an den Rande des Wahnsinns getrieben hätte – oder darüber hinaus.

SPORT1: Wer ist für Sie der bessere von beiden bzw. der Beste?

Haug: Wer seriös ist, wird Ihnen darauf keine zutreffende Antwort geben können.

SPORT1: Wie wichtig war Schumacher für den Aufbau des Mercedes-Teams und damit als Wegbereiter für Hamiltons Erfolge?

Haug: Ich bin sicher, sehr wichtig. Mit Ross Brawn als technischem Kopf hat er all seine 91 Siege und all seine sieben WM-Titel geholt. Mit Ross wurde 2010 das Grundgerüst des Silberpfeil-Werksteams aufgestellt, mit vielen Kollegen und Technikern, die auch zehn Jahre danach noch im Team aktiv sind und nach wie vor auch Schlüsselrollen besetzen. Wir hatten damals, nach der Finanzkrise, ein ganz minimales Budget und kein Drittel der heutigen Mitarbeiterzahl. Aber ohne Idee, Vision und zielgerichteten Anfang gibt es keine fruchtbare Fortsetzung. Unseren ersten Sieg 2012 holte in China Nico Rosberg und auch Michael war bis zu seinem Ausfall nach falsch montierter Radmutter absolut siegfähig. Danach fuhr er mit dem nicht besten Auto im Feld Bestzeit beim Qualifying zum GP Monaco – auf der Mutter aller Rennstrecken.

Schumacher-Rücktritt nicht für Hamilton

SPORT1: Immer wieder wird gesagt, Schumacher musste sogar für Hamilton weichen: War der Rücktritt tatsächlich erzwungen?  

Haug: Nein, das war er nicht, und wer nachschaut, wird sehen, dass Michael bei seinem Rücktritt kurz vor seinem 44. Geburtstag war. Was nicht heißt, dass er 2013, 2014 und 2015 nicht mehr siegfähig war und gar WM-Titel hätte gewinnen können. Wie gesagt: Wer 2012 die Pole-Zeit in Monaco fährt, kann 2014 nach meiner Einschätzung mit einem entsprechenden Auto auch gewinnen, und mit einem überlegenen erst recht. Alles bei uns wurde auf das Hybrid-Motorenzeitalter ausgerichtet, das – weil die Konkurrenz nicht fertig geworden war – 2014 statt 2013 begann. Und seit 2014 hat Mercedes bekanntlich sämtliche Formel-1-WM Titel gewonnen, sieben Mal hintereinander bei Fahrern und Konstrukteuren. Eine unvorstellbare und in der Geschichte der Formel 1-Weltmeisterschaft einmalige Leistung, was für Team, Fahrer, Mannschaft und Mannschaftsleitung spricht: eine glatte 1 mit sieben doppelten Sternen.

SPORT1: Nico Rosberg hat im selben Auto beide geschlagen: Was sagt Ihnen das?  

Haug: Wäre er mal lieber weitergefahren… Im Ernst: Nico wusste genau, warum er 2016 einen Schlussstrich unter seine Formel-1- und Rennkarriere zog, er hat das ja auch ausführlich kommuniziert. Und ich kann seinen Entschluss absolut verstehen und respektieren: Es gibt Wichtigeres im Leben als im Kreis rumzufahren. Aber wenig Schöneres, Fordernderes und Lehrreichereres.

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Noch mehr Rennen! Formel 1 stockt Kalender weiter auf

Noch mehr Rennen: Die Formel 1 wird ihren Kalender ausweiten. Für kommendes Jahr steht ohnehin schon eine Rekordsaison mit 23 Rennen an. 2022 soll die WM dann aus 24 Grand Prix bestehen.

“Wir erwarten, in den kommenden Jahren einen Rennkalender mit 24 Grands Prix zu haben”, sagte Formel-1-Chef Chase Carey in einer Telefonkonferenz mit Investoren.

Außerdem deutete Carey eine Rotation unterschiedlicher Strecken an, ohne dabei ins Detail zu gehen. Carey, der zu Beginn des kommenden Jahres als Boss der Königsklasse von Stefano Domenicali abgelöst wird, sprach von der Notwendigkeit, “Platz zu haben für neue Partner”. Allerdings seien nur “ein paar” Rotationen geplant.

Das Prinzip der Rotation ist nicht neu in der Formel 1. Zwischen 2008 und 2014 wechselten sich zum Beispiel der Hockenheimring und der Nürburgring jährlich bei der Austragung des Deutschland-Grand-Prix ab.

Mit Zandvoort und Vietnam waren für dieses Jahr eigentlich zwei neue Strecken in den Kalender aufgenommen worden, beide Rennen fielen aber der Corona-Pandemie zum Opfer.

An diesem Wochenende pausiert die Formel 1.

Für die restliche Saison stehen noch zwei Rennen in Bahrain sowie zum Abschluss der Große Preis von Abu Dhabi an.

Lewis Hamilton steht nach seinem Sieg am vergangenen Wochenende in der Türkei bereits als erneuter Weltmeister fest.

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Warum Mercedes den neuen Hamilton-Vertrag rausschiebt

Drei Rennen vor Saisonende ist in der Formel 1 alles Wichtige entschieden.

Lewis Hamilton hat sich den Fahrertitel geschnappt, Mercedes die Konstrukteurs-WM. Zeit, um endlich den neuen Vertrag zwischen dem Briten und den Silberpfeilen zu fixieren – sollte man zumindest meinen.

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Nun hat Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff aber verraten, dass sich vor Saisonende wohl nichts mehr in Sachen Vertragsverlängerung tun wird. Zu sehr ist Hamilton damit beschäftigt, auch die noch ausstehenden drei Rennen für sich zu entscheiden und damit weitere Bestmarken zu erzielen.

Verhandlungen am Jahresende

“Ich halte es für mehr als wahrscheinlich, dass wir uns bei den Vertragsverhandlungen dem Ende des Jahres nähern”, sagte Wolff. “Ich möchte uns nicht unter Druck setzen, vor Bahrain oder vor Abu Dhabi zu sagen, dass wir einen neuen Vertrag ankündigen werden, weil es keinen Druck gibt. Wenn es getan ist, ist es getan.”

Schon seit Monaten wartet man in der Formel 1 auf einen neuen Kontrakt zwischen beiden Parteien, doch Mercedes lässt sich vor allem wegen Hamiltons anderer Interessen Zeit. 

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“Ich erkenne immer an, was für ihn wichtig ist, und versuche zu verstehen, was ihn in eine gute Position bringt. Ich unterstütze immer seine verschiedenen Interessen, wie beispielsweise Mode, wo wir ihm erlaubt haben, die Welt zu bereisen, “, erklärte Wolff die Freiräume, die die Silberpfeile dem siebenmaligen Weltmeister geben.

Hamilton will Mercedes unterstützen

Für Hamilton selbst geht es bei seinem neuen Vertrag hingegen nicht nur um die Bezahlung, der Brite will seinem Arbeitgeber auch in Sachen Umweltbewusstsein weiterhelfen. 

“Ich bin mir sehr bewusst, dass ich mit Mercedes weitermachen möchte, ich würde sie gerne bei ihrem Streben nach Veränderung unterstützen. Sie wollen ihre Autos umweltfreundlicher gestalten und mehr elektrifizieren – ich möchte ihnen auf diesem Weg helfen”, erklärte der 35-Jährige.

Neben dem Streben nach umweltverträglicheren Autos möchte Hamilton die Silberpfeile auch im Kampf um Vielfalt unter den Mitarbeitern unterstützen.

Wechsel zu Ferrari nie konkret

Seit 2013 fährt Hamilton inzwischen schon für den deutschen Autobauer, zuletzt kamen immer wieder Gerüchte auf, er könnte zum Ende seiner Karriere noch einmal zu Ferrari wechseln. 

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Ein Irrtum, wie der Brite nun in der Gazzetta dello Sport erklärte. Demnach sei er “niemals wirklich nahe” an einer Unterschrift bei der Scuderia gewesen. 

“Wir haben gelegentlich miteinander gesprochen, aber es ging nie darüber hinaus zu verstehen, welche Optionen auf dem Tisch liegen. Und es waren nie die richtigen. Unsere Positionen haben nie zusammengepasst. Ich denke, dass das Timing zählt – und am Ende passiert alles aus einem Grund.”

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Vettel verrät: So lange will er noch Formel 1 fahren

Sebastian Vettel hat vor dem nahenden Ende der Zusammenarbeit mit dem Formel-1-Traditionsrennstall Ferrari ein ernüchterndes Fazit gezogen und dabei nicht mit Selbstkritik gespart.

“Wir als Team haben in den vergangenen Jahren extrem viel probiert, aber unter dem Strich sind wir, wenn man es ganz hart formuliert, gescheitert – weil wir eben nicht gewonnen haben”, sagte der viermalige Weltmeister der Wochenzeitung Die Zeit: “Ich glaube, dass ich meinen Anteil daran hatte und habe.”

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Vettel feierte in sechs Jahren im Cockpit der Scuderia unter anderem 14 Grand-Prix-Siege. Den WM-Titel brachte der 33-Jährige allerdings nicht nach Maranello. Die Saison 2020 erwies sich als besonders schwierig. 

Vettel spürt Selbstzweifel

“Ich spüre auch Selbstzweifel, weil ich, sagen wir es ruhig, noch nicht auf den grünen Zweig gekommen bin”, sagte Vettel. Er empfinde sich als “sehr selbstkritisch”. Vor allem schaue er, “wenn es nicht läuft, zuerst auf das, was ich hätte besser machen können, bevor ich mit dem Finger auf andere zeige.” 

Auch zu der eher unrühmlichen Trennung, und wie es seitdem weitergegangen ist, hat Vettel Stellung bezogen. “Seit be­kannt ist, dass sich un­se­re We­ge tren­nen, ist die Si­tua­ti­on schon an­ders. Ich bin nicht mehr so in­vol­viert wie frü­her. Da­mit will ich jetzt nicht sa­gen, dass ich mei­ne Zeit ab­sit­ze. Aber ent­schei­dend ist jetzt wirk­lich nur, was unmit­tel­bar vor mir liegt.”

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Alles was darüber hinausgeht, “darf mich nicht mehr interessieren, es bringt mir nichts und Ferrari auch nicht. 

Neuanfang bei Aston Martin

Ab dem kommenden Jahr fährt Vettel für den britischen Rennstall Aston Martin. Ein Kapitel, auf das sich der Deutsche sehr freut, vor allem weil damit ein Neuanfang verbunden ist. Ans Aufhören denkt er dagegen noch nicht. Mit 40 Jahren wolle er keine Rennen mehr fahren, aber “alles so zwischen drei und sieben Jahren könnte realistisch sein.”

Neben der Analyse seiner persönlichen Leistungen bei der Scuderia hat sich der viermalige Weltmeister auch zur generellen Entwicklung der Königsklasse geäußert – und dabei kein allzu positives Bild gezeichnet.

“Die For­mel 1 ist ei­ne Sport­art, in der man sehr ab­hän­gig ist von der Tech­nik. Auch schon für frü­he­re Zei­ten gilt: Hät­te man die bes­ten Fah­rer in das schlech­tes­te Au­to ge­setzt, wä­ren auch die vor­ne nicht mehr auf­ge­taucht”, ist sich der Deutsche sicher. 

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Formel 1 zu perfekt

Wirklich Gefallen findet er daran dennoch nicht: “Na­tür­lich kann ein Fah­rer nach wie vor ei­nen Un­ter­schied ma­chen. Aber in ei­ner Welt, die im­mer grö­ße­re Per­fek­ti­on an­strebt, lässt sich dar­über strei­ten, wie groß die­ser An­teil ist. Viel­leicht wür­de es der For­mel 1 gut­tun, wenn sie nicht im­mer so per­fekt wä­re”, glaubt er und erklärt: “Sie ist im­mer ste­ri­ler ge­wor­den, ge­ra­de was das Fah­ren an­geht.”

Jeder Zentimeter wird registriert, Onboard-Kameras zeichnen alles auf. Sogar teamübergreifen können Daten verglichen werden. “Mit mehr Menschlichkeit wäre das Ganze vielleicht manchmal interessanter.”

mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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Hamilton versteigert Rennanzug

Soziale Projekte waren ihm schon immer eine Herzensangelegenheit:

Lewis Hamilton versteigert seinen getragenen Rennanzug für einen guten Zweck. Der erst am Wochenende beim Grand Prix der Türkei zum siebten Mal zum Weltmeister gekürte Formel-1-Superstar unterstützt damit den Spendenmarathon ”RTL – Wir helfen Kindern”.

Bei United Charity, Europas größtem Charity-Auktionsportal, haben F1-Fans und Interessenten ab sofort die Chance auf Hamiltons getragenen Overall aus dem Rennen von Silverstone.

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Abgegeben werden können Gebote für das einmalige Stück Sportgeschichte noch bis zum 19. November unter www.unitedcharity.de.

Abseits der Rennstrecke engagiert sich Mercedes-Pilot Hamilton seit Jahren für soziale Projekte, so beispielsweise auch im Kampf gegen den Klimawandel und für den Tierschutz.

Zuletzt tat sich der 35-Jährige auch als Streiter gegen Rassismus hervor, ging in London im Zuge der Black-Lives-Matter-Bewegung sogar selbst auf die Straße.

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Warum Hülkenberg Albons Gnadenfrist wertlos macht

Man möchte in dieser Haut nicht stecken, und das beiderseitig. 

Es war einmal mehr ein Rennen zum Vergessen für Alexander Albon. Der Red-Bull-Pilot hatte beim Grand Prix der Türkei einen Spitzenplatz vor Augen, mehr noch: lag sogar unerwartet auf Siegkurs. Dann aber warf ihn ein Dreher auf Platz sieben zurück, weil Albon zu wenig auf seine Reifen geachtet hatte. Ein Eigenfehler – wieder mal.

Einmal mehr eine Situation zum Am-liebsten-Nicht-Weiter-Drüber-Nachdenken ist es nun für Red Bull: “Zumindest ein Podium hat er weggeschmissen mit diesem Dreher”, sagte Helmut Marko hinterher wenig amüsiert bei Sky, zumal Albons auch nur eine Position besser liegender Teamkollege Max Verstappen diesmal auch nicht gerade die Sterne vom Himmel fuhr. (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

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Und doch wählte der Motorsportkonsulent seine Worte erneut mit Bedacht. Albon sei bis zu seinem Fauxpas ”ein relativ gutes Rennen” gefahren. Fragen über Albons Zukunft versuchte Marko in bekannter Manier zum umschiffen. “Das beurteilen wir am Ende der Saison, keine Zwischenwertung. Wir haben gesagt, die Evaluierung kommt nach Abu Dhabi.”

Doch kann es sich Red Bull tatsächlich erlauben, weiter derart auf Zeit zu spielen, gerade auch öffentlich? Tut man auch Albon einen Gefallen, den 25-Jährigen im Glauben zu lassen, er könne das Ruder noch herumreißen nach einer bislang wenig ruhmreichen Saison und höchst bedenklicher Performance?

Albon bei Red Bull: “Ein bisschen verwirrt”

Dessen Worte unmittelbar nach dem Rennen passten jedenfalls – wenn auch unfreiwillig – bestens ins Bild zur Gesamtsituation: ”Ich habe gemischte Gefühle”, sagte Albon, “ich fühle mich nach dem Rennen ein bisschen verwirrt.”

Seine Chancen, das zweite Cockpit zu behalten, hatte der Thailänder aber zuvor schon immer wieder ramponiert, daran ändert sein erster Podiumsplatz beim Großen Preis der Toskana genauso wenig wie Markos Bescheinigung, in Istanbul im Training und Qualifying solide unterwegs gewesen zu sein.

Denn: Als es darauf ankam, war Albon erneut vieles schuldig geblieben.

Noch am besten in Erinnerung dazu ist der Wirbel beim Grand Prix der Eifel, als er sich nicht nur üble Verbremser leistete, sondern sich nach einer Kollision mit Daniil Kvyat von dem AlphaTauri-Fahrer dafür einiges anhören durfte (“Albon hat mir mein Rennen ruiniert. Das hat er ziemlich schlecht eingeschätzt”).

Hinter den Kulissen dürften längst die Strippen gezogen werden, um Verstappen für die kommende Saison zumindest einen wesentlich zuverlässigeren Partner zur Seite zu stellen.

Red Bull? Hülkenberg scherzt über Vertrag

Dass dieser Nico Hülkenberg heißen könnte, wird immer wahrscheinlicher. Seit Wochen wird der deutsche Edel-Reservist als Albon-Nachfolger gehandelt, liefert dafür mehrfach überzeugende Argumente, indem er für Racing Point gar in die Punkteränge fuhr.

“Die Karten sind gelegt. Ich habe meine Chancen gehabt, und die habe ich genutzt, so gut es ging”, sagte der 33-Jährige nun am Montag in der Sport-Talkshow von Red-Bull-Sender Servus TV – wo er zunächst auf die Frage, ob er schon einen Vertrag unterschrieben habe, augenzwinkernd bejahte, damit aber auf “einen neuen Bausparvertrag” anspielte.

Tatsächlich bestätigte Hülkenberg Kontakte zu anderen Rennställen, indirekt somit auch zu Red Bull, “aber nicht jeden Tag”. Abwarten und Pokern heißt also die Devise, zumal auch Sergio Pérez nach wie vor gute Aussichten hat, im Rennstall von Dietrich Mateschitz anzuheuern. (Rennkalender der Formel 1 2020)

Dass er die Klasse dafür hat, bewies der Racing-Point-Pilot mit Platz zwei in der Türkei – obendrein könnte Brause-Hersteller Red Bull mit dem drei Jahre jüngeren Pérez als Aushängeschild, der nach 14 von 17 Rennen auf WM-Platz vier liegt, in dessen mexikanischer Heimat bestehende Absatzmärkte kräftig ausbauen.

Marko und Red Bull mit Schlingerkurs

So oder so: Für Marko und Co. ist es ein Spagat zwischen weiterhin vertrauensbildenden Maßnahmen für Albon, Perspektiven abschätzen für Hülkenberg und Pérez sowie einem Lavieren in der Öffentlichkeit.

“Das war ein einzigartiges Wochenende. Wir werden uns das auf jeden Fall noch einmal genauer ansehen”, so der Red-Bull-Lenker.

Schon Mitte Oktober hatte Marko im AvD Motorsport Magazin auf SPORT1 erklärt: “Albon muss performen. Dann bleibt er. Wir schauen uns das weiter an.”

Ende des Monats beim Großen Preis von Bahrein ist dazu die nächste Gelegenheit. Doch die Gnadenfrist scheint zu verstreichen – und Red Bull realistisch betrachtet an einem Fahrer-Wechsel kaum noch vorbeizukommen.

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"In wenigen Tagen": Wolff kündigt Vertragsgespräche mit Hamilton an

“In wenigen Tagen” wird Toto Wolff Gespräche über eine Vertragsverlängerung mit Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton beginnen.

Dies erklärte der Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff der BBC. “Du kannst auf dem Rückflug von deinem siebten WM-Titel nicht über solche Dinge reden. Das wird dem Ganzen nicht gerecht”, führte der Österreicher aus, “wir geben uns jetzt ein paar Tage und dann werden wir sprechen.”

Vertrag von Hamilton läuft an Saisonende aus 

Am Saisonende läuft der Vertrag von Lewis Hamilton bei Mercedes aus. Beim Großen Preis der Türkei in Istanbul hatte der Engländer mit seinem neuerlichen WM-Triumph mit Rekordchampion Michael Schumacher gleichgezogen.

Es gilt als ziemlich sicher, dass der 35-Jährige auch weiterhin für die Marke mit dem Stern fahren wird.

“Wir wollen Lewis im Auto, und er will im Mercedes sitzen”, hatte Wolff jüngst im Interview mit dem ORF erklärt, “scheitern wird es nicht mehr.” Zwischen ihm und Hamilton habe sich über die Jahre etwas entwickelt. “Es geht über das Geschäftliche hinaus, es ist eine Freundschaft, es ist Vertrauen”, sagte Wolff der BBC.

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Vertragsgespräche mit Hamilton mag Wolff daher auch nicht. Begründung: “Dieser eine Verhandlungstag ist die einzige Zeit, in der wir nicht die gleichen Ziele haben. Der beste Deal ist der, mit dem beide Seiten zufrieden sind.”

Wolff und Hamilton hatten sich darauf geeinigt, erst dann mit Vertragsverhandlungen zu beginnen, wenn Marken- und Fahrer-WM für Mercedes unter Dach und Fach sind. Dies ist seit vergangenen Sonntag der Fall.

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Hamilton bald ein Ritter? Das sagt der F1-Weltmeister

Nach seinem Aufstieg zum Formel-1-Rekordweltmeister werden die Rufe lauter, Lewis Hamilton in den Ritterstand zu erheben.

Der 35 Jahre alte Brite, der 2008 von Queen Elizabeth II. nach seinem ersten Titelgewinn den Order of the British Empire erhalten hatte, schob derlei Gedanken allerdings öffentlich beiseite.

“Wenn ich an diese Ehre denke, denke ich an Leute wie meinen Großvater, die im Krieg gekämpft haben”, sagte Hamilton nach seinem Triumph beim Großen Preis der Türkei. Er denke “eher an die unbesungenen Helden. So einer bin ich nicht. Ich habe niemanden gerettet.”

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Hamilton in einer Riege mit Murray, Wiggins und Farah?

Allerdings sei er “ein stolzer Brite”, beteuerte der siebenmalige Champion, dessen Hauptwohnsitz das Steuerparadies Monaco ist. An der Wahl seines Wohnortes könnte seine Erhebung zum Sir scheitern, schrieb die renommierte Zeitung The Times am Montag.

Unter anderem Tennis-Olympiasieger Andy Murray, der frühere Tour-de-France-Sieger Bradley Wiggins oder der viermalige Leichtathletik-Olympiasieger Mo Farah wurden von der Queen in den vergangenen Jahren in den Adelsstand erhoben.

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Pirelli-Rennleiter Isola positiv getestet

Pirelli-Rennleiter Mario Isola ist am Sonntag beim Großen Preis der Formel 1 in der Türkei positiv auf Corona getestet worden.

Dies gaben der Reifenausrüster und der Automobil-Weltverband FIA am Montag bekannt. Der 51 Jahre alte Italiener befindet sich demnach in Quarantäne.

Er habe keine Symptome und werde sich an die lokalen medizinischen Richtlinien halten.

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Alle Personen mit engen Kontakten zu ihm wurden informiert und erneut getestet, wurde mitgeteilt. Es gab offenbar keine weiteren positiven Fälle.

Isola wird unter Einhaltung aller einschlägigen strengen Gesundheitsrichtlinien nach Italien zurückgebracht.

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Vettel witzelt über Teamchef: "Sollten ihn immer daheim lassen"

Sebastian Vettel hat beim Großen Preis der Türkei sein erstes Podium der Saison eingefahren.

Bei der anschließenden Feier mit seinem Team fehlte jedoch jemand: Mattia Binotto.

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Vettel scherzt über Binotto-Abwesenheit

Der stark in die Kritik geratene Teamchef war nämlich nicht nach Istanbul gereist, sondern hatte das Rennen aus der Fabrik in Maranello verfolgt.

Hintergrund: Der Italiener wollte testen, ob er angesichts des immer voller werdenden Rennkalenders – kommende Saison sollen 23 Rennen stattfinden – auch aus der Ferne das Team leiten kann.

Auf die Abwesenheit seines Teamchefs angesprochen sagte Vettel: ”Ich glaube, wir haben mehr Punkte gesammelt als bei jedem anderen Rennen in diesem Jahr – und das ausgerechnet, wenn Mattia nicht da ist!”

Tatsächlich sammelte Ferrari in der Türkei mehr Punkte, als an jedem anderen Rennwochenende in dieser Saison, nämlich 27 Punkte.

Vettel feiert erstes Podium der Saison

Vettel feierte zudem sein erstes Podium seit dem 27. Oktober 2019. Damals überquerte er in Mexiko als Zweiter die Ziellinie. 

Durch seinen dritten Platz am Sonntag verbesserte Vettel seine Punktzahl von 18 auf 33 Punkte und schob sich an Daniil Kvyat vorbei auf Rang 13 der Fahrer-WM. 

Der dementsprechend gut gelaunte viermalige Weltmeister scherzte: “Wenn wir im nächsten Rennen nicht mehr so viele Punkte holen, sollten wir darüber nachdenken, ihn immer zu Hause zu lassen”, – und machte anschließend deutlich: “Im Ernst: Das hat damit natürlich nichts zu tun. An sowas glaube ich nicht.”

So oder so bleiben Vettel nur noch maximal drei Rennen an der Seite von Teamchef Binotto. 2021 schlägt der Deutsche seine Zelte bei Aston Martin (derzeit Racing Point) auf.  

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