Powered by Max Banner Ads 

Vettel beklagt sich über Bremsklotz Bottas

Weltmeister Lewis Hamilton ist in der Formel 1 weiter nicht zu stoppen. Der Brite feierte beim Großen Preis von Russland bereits seinen dritten Sieg in Folge und liegt in der Fahrerwertung nun 50 Punkte vor Konkurrent Sebastian Vettel.

Ferrari-Pilot Vettel zeigte sich nach Rang drei enttäuscht und lobte die starke Mercedes-Performance. Einen kleinen Seitenhieb konnte sich der viermalige Weltmeister aber nicht verkneifen, da die Silberpfeile um Hamilton und Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff wochenlang gejammert hatten, wie viel schneller der Ferrari doch sei.

Bei Mercedes sorgte für eine umstrittene Teamorder für Diskussionen – auch intern, was die Freude über den Doppelsieg deutlich trübte. Motorsportchef Toto Wolff lieferte für die Stallreagie eine bizarre Erklärung. (Der Große Preis von Russland zum Nachlesen im LIVETICKER)

SPORT1 fasst die Stimmen von RTL, aus der Boxengasse und der Pressekonferenz zusammen.

Lewis Hamilton (Mercedes Platz 1): ”Valtteri hat das ganze Wochenende einen tollen Job gemacht und mich dann vorbei gelassen. Er ist wirklich ein Gentleman. Ich kann verstehen, wenn er enttäuscht ist. Er hätte es verdient gehabt, zu gewinnen. Ich glaube nicht, dass ich mich schon einmal so komisch gefühlt habe, nachdem ich als Erster über die Ziellinie gefahren bin. Ich habe zu Valtteri gesagt, dass es nichts ist, worum ich gebeten habe. Es hat das Team entschieden.”

Valtteri Bottas (Mercedes, Platz 2): ”Für mich persönlich war das ein schwieriges Rennen. Es geht für Lewis um den WM-Titel und für uns um die maximale Anzahl an Punkten. Für das Team ist es ein gutes Ergebnis, aber dennoch ein schwieriger Tag für mich.” (SERVICE: Die Fahrerwertung im Überblick)

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): ”Natürlich will man, dass derjenige gewinnt, der der Schnellste auf der Strecke ist. Valtteri hätte es verdient gehabt. Wir können nachvollziehen, was in Valtteri vorgeht. Er hat noch kein Rennen gewonnen, heute wäre es soweit gewesen. Der Grund für den Wechsel war, dass Lewis hinter Sebastian rausgekommen ist. Wenn Lewis nicht so unter Druck von Sebastian gestanden wäre, hätten wir das Ergebnis so gelassen.”

Sebastian Vettel (Ferrari, Platz 3): ”Ich muss zugeben, dass die Mercedes sehr schnell waren und es heute clever gemacht haben.  Sobald ich den Platz gewonnen hatte, hat Valtteri sofort auf die Bremse getreten. Das hat mir den letzten Sektor verhunzt, sodass Lewis mit frischen Reifen rankam. Etwas sarkastisch könnte man sagen, dass sie es mit dem “unterlegenden Auto” wirklich sehr gut machen. Es wird nicht einfacher, wenn wir weiter Punkte verlieren, aber die Möglichkeit ist nach wie vor da. Ich glaube weiterhin an die Chance. Für uns war heute Platz drei das Maximum. Es war ein gutes Rennen, aber es ist nicht das Ergebnis, das wir wollten.” 

…zur Stallorder bei Mercedes: “Ich weiß, dass ihr Kontroversen liebt. Ihr könnt auch bohrende Fragen stellen. Aber in ihrer Situation muss ich gar nicht darüber nachdenken, was sie heute gemacht haben. Ich finde, dass nicht alle harten Fragen gerechtfertigt sind.” (DATENCENTER: Teamwertung der Formel 1)

ANZEIGE: Jetzt aktuelle Formel-1-Shirts kaufen - hier geht es zum Shop

Max Verstappen (Red Bull, Platz 5): ”Es war unser Ziel, dass wir so weit nach vorne kommen. Alles hat gut geklappt und wir sind zufrieden mit den Rennen. Der ganze Stint auf Soft war super. Natürlich hätte man das ganze Rennen auf Soft fahren können und ich wäre auch gerne durchgefahren, aber das Reglement sagt eben, dass man mindestens einmal an die Box muss.”

Nico Hülkenberg (Renault, Platz 12): “Ich glaube, wir haben das Beste versucht und die Strategie auch gut umgesetzt. Aber der Speed hat einfach gefehlt, wir sind nicht schnell genug. Man kann ein langsames Auto auch durch Strategie nicht nach vorne spülen. Wir müssen nachlegen.”

Fernando Alonso (McLaren, Platz 14): “Wenn du 14., 15. bist, dann ist das gut für das Team, gut für die Jungs, die jeden Tag Vollgas arbeiten, gut für die Sponsoren und Partner”, sagt er und übt gleichzeitig Kritik an McLaren: “Wir haben heute zu wenig Ambition gezeigt.”

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Nach Quali-Ohrfeige: Das spricht für einen Vettel-Sieg

Schadensbegrenzung: Zumindest das hatte Ferrari-Pilot Sebastian Vettel beim Qualifying in Sotschi erfolgreich betrieben. Angesichts von 40 Punkten Rückstand auf WM-Leader Lewis Hamilton braucht es im Rennen jedoch deutlich mehr (Formel 1, Sotschi: Rennen ab 13.10 Uhr im LIVETICKER).

Wie Vettel nach der Ohrfeige von Mercedes am Samstag siegen soll, ist aber wohl selbst den Tifosi ein Rätsel. Fast sechs Zehntel hatte Vettels Rückstand auf Pole-Setter Valtteri Bottas betragen – und hätte Hamilton nicht gepatzt, wäre die Differenz noch größer ausgefallen.

Was Vettel wirklich Sorgen bereiten muss: Er fand das Auto erstaunlich gut und hatte – zumindest öffentlich – nichts daran auszusetzen. “Unser Auto war absolut in Ordnung. Es war nicht unfahrbar. Wir waren einfach am Limit”, sagte Vettel. (SERVICE: Die Fahrerwertung im Überblick)

Vettel glaubt noch an Siegchance

Wirklich Mut macht dies für das Rennen nicht – doch der viermalige Weltmeister will sich noch nicht geschlagen geben. ”Das Rennen ist lang. Wir haben in der Vergangenheit erlebt, dass die Reifen wichtig sind”, hofft Vettel auf abbauende Pneus bei der Konkurrenz.

Allerdings werden sowohl Mercedes als auch Ferrari mit Ultrasoft-Reifen starten. Hier hätte man bei Ferrari in Q2 mehr Risiko gehen und zumindest ein Auto auf Hypersoft-Reifen fahren lassen können.

Denn sollte Mercedes tatsächlich mit beiden Autos nach dem Start vorne bleiben, kann Ferrari den Silberpfeilen nach den bisherigen Eindrücken wohl kaum ausreichend einheizen, damit Hamilton und Bottas ihre Reifen ruinieren.

Vettel braucht einen Raketenstart 

Abgesehen von einem Safety Car, welches ein Rennen immer auf den Kopf stellen kann, ist Vettels größte Chance wohl der Start. Der Deutsche muss sich hier mindestens einen der beiden Mercedes schnappen, um eine realistische Siegchance zu haben.

Dass dies von Rang 3 möglich ist, hat Bottas 2017 gezeigt, woran Vettel diesen auch unmittelbar nach dem Qualifying erinnerte: “Ich habe ihn erinnert, beim Start aufzupassen. Wir könnten es diesmal umgekehrt machen.”

In der vergangenen Saison hatte Bottas von Rang 3 liegend den doppelten Windschatten auf der 1.029 Meter langen Anfahrt bis zum ersten Bremspunkt genützt, um nach vorne zu fahren. Diese Position gab er bis zum Schluss nicht her – es war sein erster Formel-1-Sieg.

ANZEIGE: Jetzt aktuelle Formel-1-Shirts kaufen - hier geht es zum Shop

Dieser doppelte Windschatten hilft nun womöglich auch Vettel, fürchtet Mercedes-Motorsportchef Wolff. “Du brauchst einen guten Start und musst dich dann so breit machen wie ein Lastwagen. Dann musst du hoffen, dass die anderen keinen guten Start erwischt haben, denn sonst hast du das Rennen verloren”, sagte Wolff.

Auch Hamilton erhält Windschatten

Da Hamilton nur als Zweiter startet, kann aber auch der Weltmeister vom Windschatten profitieren, weshalb Verschwörungstheoretiker bereits mutmaßten, dass der Brite absichtlich auf seiner letzten Runde gepatzt hatte.

Deutlich ernster nehmen sollte man Vettels Bedenken über die Renovierungsarbeiten auf der Zielgeraden am Sochi Autodrom. Denn auf Höhe der ersten Startplätze wurde dort neuer Asphalt aufgetragen.

Dieser bietet normalerweise mehr Grip, wovon Bottas und Hamilton profitieren könnten. Vettel steht vermutlich nur mit dem halben Auto darauf, weshalb er einen Wettbewerbsnachteil befürchtet: “Ich halte es für falsch, nur einen Teil der Strecke neu zu asphaltieren.”

Mercedes denkt über Teamorder nach

Sollten die beiden Mercedes ihre Startpositionen verteidigen können, bleibt nur noch eine Frage: Darf Bottas auch gewinnen oder muss er dem mit Vettel um den Titel kämpfenden Hamilton den Vortritt lassen? 

“Wir werden das morgen Früh mit beiden diskutieren und wie immer zu einer Lösung kommen, in die alle eingebunden sind” hielt sich Wolff bedeckt und betonte, dass “niemand von uns” Teamorder mag.

Schnappt sich Vettel seinen WM-Rivalen Hamilton am Start, ist Mercedes dieses “Problem” erst einmal los.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Quali-Farce! Ricciardo und Co. üben Kritik

Immer wieder stehen die Qualifying-Regeln der Formel 1 in der Kritik, weil sie speziell in Q2 und Q3 die Taktik in den Vordergrund rücken, was nicht selten zu wenig Action auf der Strecke führt. (Formel 1, Sotschi: Rennen ab 13.10 Uhr im LIVETICKER)

Besonders extrem war dies nun in Sotschi der Fall, denn es gab überhaupt keinen Wettkampf darum, wer an der letzten Qualifying-Session teilnehmen darf. Von den 16 qualifizierten Fahrern gingen lediglich zehn im zweiten Abschnitt auf die Strecke – und somit kamen alle quasi kampflos weiter. Das Q2 geriet zur Farce.

Premiere für Sauber

Sowohl Red Bull als auch Renault und Toro Rosso hatten ihre Autos in der Boxen stehen lassen. Bei Sauber durfte man sich freuen, da sich so erstmals in dieser Saison beide Piloten für das Q3 qualifizierten – doch anderen Fahrern bereitete diese Situation deutlich weniger Spaß.

“Es sollte eine Regel geben, die dich dazu zwingt, auf die Strecke zu gehen”, haderte Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo, der einer der Fahrer war, die von seinem Team in Q2 nicht auf die Strecke geschickt wurden.

Ricciardo fordert Regeländerung

Der Australier ist genervt und fordert eine Regeländerung: “Du weißt schon beim Aufwachen, dass du heute nur acht oder neun Runden fahren wirst. Es wäre schön, wir könnten mehr fahren, aber aus taktischen Gründen schonst du natürlich den Motor.”

Auch Renault-Pilot Nico Hülkenberg zählte zu den Q2-”Verweigerern”, was ihm selbst wenig Freude bereitete. Doch die Umstände hätten sein Team zu dem “langweiligen” Qualifying gezwungen.

ANZEIGE: Jetzt aktuelle Formel-1-Shirts kaufen - hier geht es zum Shop

Dank der Strafversetzungen der Red-Bull-Piloten darf Hülkenberg nun von Platz 12 starten und hat freie Reifenwahl – ein wichtiger Vorteil, den die Fahrer außerhalb der Top 10 genießen.

Geht es so weiter, wird sich die Formel 1 aber sicher anschauen müssen, ob man diese Regel in Zukunft wieder ändert.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

"Nicht ideal": Vettel hängt bei Hamilton-Glanzstunde zurück

Der Weg zum dringend benötigten Comeback im Titelrennen der Formel 1 wird für Sebastian Vettel wie erwartet schwierig. Im freien Training zum womöglich vorentscheidenden Großen Preis von Russland hinterließ WM-Spitzenreiter und Titelverteidiger Lewis Hamilton am Freitag einen äußerst starken Eindruck. 

In 1:33,385 Minuten fuhr der Brite im Mercedes Bestzeit vor seinem ebenfalls überzeugenden Teamkollegen Valtteri Bottas (1:33,584). Noch vor dem fünftplatzierten Vettel (1:33,928) lagen die beiden Red-Bull-Piloten Max Verstappen (1:33,827) und Daniel Ricciardo (1:33,844), die aufgrund einer Strafversetzung ans Ende des Feldes im Rennen am Sonntag (Formel 1, Sotschi: Ab 13.10 Uhr im LIVETICKER) aber keine Gefahr für den deutschen Ferrari-Star darstellen sollten. Der Emmericher Nico Hülkenberg (1:35,568) verpasste im Renault eine Top-Zeit.

Vettel: “Wir müssen uns steigern”

“Es sieht aus, als wären wir ziemlich weit hinten, das ist nicht ideal”, sagte Vettel bei Sky F1: “Sowohl bei der schnellen Runde, als auch bei den Longruns haben wir ein paar Probleme. Das war kein guter Tag für uns. Wir müssen uns steigern.”

Vettel braucht im Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014 einen Sieg, um die Titelhoffnungen im Saisonendspurt am Leben zu erhalten. Sein Rückstand auf Hamilton beträgt vor dem 16. von 21 Rennen 40 Punkte. Seit dem ersten Grand Prix in Sotschi vor vier Jahren ging der Sieg in Russland allerdings stets an einen Silberpfeil. Hamilton siegte 2014 und 2015.

Dass er das Potenzial zu seinem dritten Erfolg am Schwarzen Meer und dem dritten Sieg nacheinander hat, stellte Hamilton eindrucksvoll unter Beweis. Sowohl mit der weichsten Reifenmischung Hypersoft, als auch mit Ultrasoft-Pneus war der 33-Jährige im zweiten Training am frühen Nachmittag schnell unterwegs. Vettel hingegen leistete sich am Ende der Session sogar einen Dreher, der aber ohne Folgen blieb.

Mercedes-Chef Wolff dämpft Erwartungen

Im ersten Training war Vettel auf Hypersoft-Reifen noch zur Bestzeit (1:34,488) gefahren. Doch bereits da hatte sich die Mercedes-Stärke angedeutet, als Hamilton auf der härtesten verfügbaren Mischung (Soft) lediglich rund drei Zehntelsekunden hinter Vettel gelegen hatte. Dennoch hatte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff die Erwartungen nach der ersten Einheit gedämpft. “Wir sind nicht die Favoriten”, sagte Wolff, der Hamilton allerdings Leistungen “auf einem hohen Level” attestierte.

Im ersten Training hatten mehrere Youngster eine Bewährungschance erhalten. Die künftigen Stammpiloten Lando Norris (England/McLaren) und Antonio Giovinazzi (Italien/Sauber) sammelten Daten für ihre Teams. Bei Renault durfte der russische Testfahrer Artjom Markelow vor Heimpublikum ins Cockpit von Carlos Sainz jr., Nicholas Latifi (Kanada) ersetzte Sergio Perez bei Racing Point Force India.

Norris gelang zumindest ein Punktsieg. Der Brite fuhr als erster Fahrer der Teams, bei denen Umbauten an den Motoren zu Strafversetzungen ans Ende des Feldes führten, auf die Strecke. Ex-Weltmeister Fernando Alonso wird deshalb die beste Platzierung der rückversetzten Fahrer vor Ricciardo, Verstappen, Pierre Gasly und Brendon Hartley (beide Toro Rosso) einnehmen.

Vettel muss sich im Rennen ohne die Red Bull an der Spitze zwar mit zwei starken Rivalen weniger auseinandersetzen. Doch auch ein dritter Rang hinter dem Mercedes-Duo würde seine Chancen auf den fünften WM-Titel auf ein Minimum reduzieren.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Formel 1: Strafversetzung für Quintett um Red-Bull-Stars

Ferrari-Star Sebastian Vettel kann im WM-Duell mit Titelverteidiger Lewis Hamilton beim Großen Preis von Russland am Sonntag nicht auf Schützenhilfe der Red-Bull-Piloten Max Verstappen und Daniel Ricciardo setzen. (Formel 1: Großer Preis von Russland am Sonntag ab 13.10 Uhr im LIVETICKER)

In den Autos beider Fahrer kommen in Sotschi neue Motorenteile zum Einsatz, Verstappen und Ricciardo müssen deshalb vom Ende des Feldes starten.

Von Rückversetzungen betroffen sind auch Brendon Hartley, Pierre Gasly (beide Toro Rosso) sowie Ex-Weltmeister Fernando Alonso (McLaren), an deren Autos ebenfalls Umbauten vorgenommen wurden.

Da im freien Training am Freitag Alonsos McLaren, gefahren vom künftigen Stammpiloten Lando Norris, als erster auf die Strecke ging, wird der Spanier die beste Platzierung der rückversetzten Fahrer vor Ricciardo, Verstappen, Gasly and Hartley einnehmen.

Vettel ist im WM-Duell mit Hamilton in Russland unter Zugzwang. Sein Rückstand beträgt sechs Rennen vor Saisonende bereits 40 Punkte.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Ein Überholmanöver machte Häkkinen zur Legende

Das sanfte Lächeln ist geblieben. Die Erinnerungen an die denkwürdigen Duelle mit Michael Schumacher genauso.

“Michael war hochprofessionell, auch unter hohem Druck, auch in schwierigen Manövern”, sagte Mika Häkkinen bei Motorsport-Total.com.

Ende der 90er Jahre elektrisierte der Zweikampf der beiden Spitzenpiloten die Formel 1. Silber gegen Rot, McLaren gegen Ferrari, Häkkinen gegen Schumacher – immer am Anschlag, immer mit Risiko, doch immer mit gegenseitigem Respekt kämpften beide um die WM-Krone. Gemeinsam prägten sie ein Kapitel Motorsport-Geschichte. Am Freitag feiert Häkkinen seinen 50. Geburtstag.

Eigentlich schaue er nicht oft zurück, sagte Häkkinen, “wenngleich es da natürlich einige sehr emotionale Momente gab.” 161 Mal saß der “fliegende Finne” zwischen 1991 und 2001 in einem Formel-1-Cockpit, 20 Siege gelangen ihm, 1998 und 1999 wurde er Weltmeister.

Häkkinens legendäres Manöver gegen Schumacher

Ins kollektive Gedächtnis der Königsklasse hat Häkkinen sich aber nicht nur wegen seiner Titel gefahren. Sein Überholmanöver gegen Schumacher in Spa im Jahr 2000 gilt als eines der besten in der Formel-1-Geschichte.

“Ich bin Eau Rouge im Rennen voll gefahren, wobei es nur eine schmale trockene Linie gab. Vor mir auf der Geraden hatte Michael Eau Rouge ganz klar nicht voll genommen, denn ich schloss rasend schnell zu ihm auf”, erinnerte sich der Finne bei McLaren.com. “Als wir auf Les Combes zufuhren, sah ich vor mir den zu überrundenden BAR-Honda von Ricardo Zonta. Ich sagte zu mir: ‘Egal auf welche Seite Michael fahren wird, ich nehme die andere Seite!’”

Den Überholvorgang beschrieb er so: ”Michael fuhr nach links, also scherte ich nach rechts aus. Ich bremste so spät wie möglich. Ich war neben der Ideallinie, mit 300 km/h auf feuchter Strecke. Als ich einlenkte, hatte ich es geschafft!” 

Sein fahrerisches Können ergänzte er mit einem stets kontrollierten, bodenständigen und freundlichen Auftreten.

Das machte Häkkinen auch in Deutschland beliebt. Wer sich dem Hype um Schumacher und dem Mainstream entziehen wollte, wer eine Alternative zur roten Masse der Ferrari-Fans suchte, fand in Häkkinen den passenden Fahrer. 

Die große Popularität Häkkinens nutzte McLarens Motorenpartner Mercedes. Über Jahre flimmerte Häkkinen in diversen Werbespots auf Röhrenfernsehern in deutsche Wohnzimmer.

Werbespots mit den Größen des Sports

Er warb an der Seite von Boris Becker, später auch mit Franz Beckenbauer und Schumacher selbst, doch stets mit humoristischem Unterton: “Ja, klar!” wurde zu seinem Kult-Spruch. “Das war lustig damals. Und die Spots liefen auch ziemlich erfolgreich”, erinnerte sich Häkkinen.

ANZEIGE: Jetzt aktuelle Formel-1-Shirts kaufen - hier geht es zum Shop

Seine Karriere lief dabei längst nicht immer rund. Die Rückschläge wogen mitunter schwer. 1995 lag der Finne nach einem schweren Unfall in Australien sogar im Koma. Nach der verpassten Titelverteidigung 2000 hatte Häkkinen zunehmend mit Motivationsproblemen zu kämpfen, ein Jahr später folgte der Rücktritt aus der Formel 1. Der Aufschrei war groß. 

Comeback in der DTM

Drei Jahre zog sich Häkkinen ins Privatleben zurück, ehe ihn der Rennvirus noch einmal packte und er in der DTM ein Comeback feierte. In 31 Rennen holte er dort drei Siege, den ersten bereits bei seinem dritten Start 2005 in Spa. Sein großes Ziel, auch in der DTM noch einmal Champion zu werden, erreichte  Häkkinen nicht.

In Trauer verfällt er deshalb nicht. “Ich lebe im Hier und Jetzt, blicke nach vorne in die Zukunft. Das ist mir wichtig”, sagte er: “Denn selbst wenn du in der Vergangenheit mal einen schönen Erfolg hattest, du kannst dich nicht dein ganzes Leben lang darauf berufen. Es geht immer nur darum, was als nächstes kommt.”

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Vettelvor Russland-GP: "Alles ist möglich"

Noch ist nichts verloren. Sebastian Vettel wird nicht müde, das zu betonen. Sein fünfter WM-Erfolg, das Ende der Ferrari-Durststrecke, die erste Titel-Party in Maranello seit 2007 – Vettel kann und will seine großen Ziele nicht aufgeben. “Es ist ganz einfach”, sagte Vettel, “wenn wir ab jetzt jedes Rennen gewinnen, sind wir auf der sicheren Seite.”

So einfach die Rechnung, so kompliziert die Umsetzung. Sechs Rennen vor Saisonende haben sich Vettel und Ferrari in eine gefährliche Lage manövriert. Fehler im Cockpit und bei den Strategen in der Box haben den Rückstand auf WM-Spitzenreiter und Titelverteidiger Lewis Hamilton auf stolze 40 Punkte anwachsen lassen. Beim Großen Preis von Russland am Sonntag (13.10 Uhr im LIVETICKER) steht der Heppenheimer deshalb unter gewaltigem Druck.

Vettel gibt sich kämpferisch 

Vettel braucht endlich ein fehlerfreies Rennen. Nur ein Sieg bewahrt ihn mit Sicherheit vor dem womöglich vorentscheidenden Rückschlag. Der Glaube an ein Erfolgserlebnis ist ungebrochen. “Alles ist möglich”, sagte Vettel am Donnerstag: “Ich glaube weiter an unsere Chance. Der Abstand ist da, den gilt es zu verkleinern.”

Damit dies im Sochi Autodrom entlang der Wettkampfstätten der Skandal-Winterspiele von 2014 gelingt, müssen Vettel und Ferrari zwingend die Fehleranfälligkeit abstellen. In drei der letzten fünf Rennen gingen aus unterschiedlichen Gründen wertvolle Punkte verloren. Bei den Heimrennen in Hockenheim und Monza zeigte Vettel Nerven, in Singapur büßte er durch eine verpatzte Strategie weiteren Boden auf Hamilton ein. Damit befassen will sich Vettel nicht mehr. “Ich bin generell jemand, der nach vorne schaut”, sagte er.

Ferrari-Star muss volles Risiko gehen

In Russland muss Vettel ins Risiko gehen, etwa bei der Reifenwahl. In den Ferienort am Schwarzen Meer reiste er mit neun Sätzen der weichsten (und schnellsten) Mischung Hypersoft – zwei mehr als Hamilton. Auf dem reifenschonenden Asphalt in Sotschi soll ihm das im Qualifying und letztlich auch im Rennen einen Vorteil verschaffen. Der Kurs bietet vergleichsweise wenige Überholmöglichkeiten. “Die Strecke sollte uns ganz gut liegen”, sagte Vettel.

Mit deutlich weniger Druck startet Hamilton in den 16. Saisonlauf. Der Brite präsentierte sich zuletzt in bestechender Form, in Monza und Singapur gelangen ihm wichtige Achtungserfolge.

Sotschi eine Mercedes-Strecke

Zuversicht kann Hamilton auch aus der Vergangenheit schöpfen. Seit der Formel-1-Premiere in Sotschi 2014 saß der Sieger jedes Mal in einem Mercedes. Hamilton selbst triumphierte 2014 und 2015.

Bei den Silberpfeilen will sich aber niemand auf den Erfolgen der Vergangenheit oder der komfortablen Ausgangslage ausruhen. “In unserem Team gibt es mit Blick auf unsere Situation keinen naiven Optimismus”, sagte Motorsportchef Toto Wolff: “Wir werden uns weiterhin auf jede einzelne Session konzentrieren, um das Auto in jedem Bereich zu optimieren – und wir setzen uns immer den Sieg zum Ziel.”

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Wolff gegen F1-Bosse: Folgen für Deutschland-GP?

In der Diskussion um die Zukunft der Formel 1 hat Toto Wolff eine andere Meinung als die Chefs der Königsklasse, zumindest was die Anzahl der Rennen betrifft.

Während Chase Carey von Liberty Media bis zu 25 Grands Prix in den Kalender packen will, vertritt der Motorsportchef von Mercedes die gegenteilige Ansicht.

“Ich würde die Zahl der Rennen reduzieren, um die WM zu einem exklusiven Event zu machen”, sagte Wolff im “Spiegel”: “Statt 21 nur noch 15 oder 16 Grands Prix. Das bedeutet kurzfristig weniger Einnahmen, aber langfristig wird das Produkt exklusiver und wertvoller.”

Damit orientiert sich der Österreicher an den Gesetzen des Marktes: Reduziert man eine Ware bei gleichbleibender Nachfrage, steigt ihr Wert.

Folgen für den Hockenheimring? 

Übertragen auf die Veranstalter von Formel-1-Rennen würde dies jedoch bedeuten, dass sie zukünftig mehr Startgebühr an die Promoter zahlen müssten. Für den Hockenheimring in Deutschland ist das keine gute Nachricht. Schließlich haben dessen Betreiber schon jetzt große Mühe, die Veranstaltung zu refinanzieren.

ANZEIGE: Jetzt aktuelle Formel-1-Shirts kaufen - hier geht es zum Shop

Auch deshalb gibt es die Überlegungen, Grands Prix wie in Deutschland oder Österreich im jährlichen Wechsel mit den Rennen in Brasilien und Mexiko auszutragen.

Geht es nach Wolff, sollte nicht nur die Anzahl der Rennen reduziert werden, sondern auch die Distanz der Rennen.

“Statt maximal zwei Stunden Renndistanz nur 80 Minuten. Im Schnitt sollte ein Rennen nach 70 bis 75 Minuten fertig sein”, so sein Vorschlag. Damit sollten auch wieder mehr junge Menschen für die Formel 1 begeistert werden, “die aufgrund der neuen digitalen Formate ein kürzeres Aufmerksamkeitsfenster haben”, so Wolff.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Neuer Kollege für Räikkönen – Ericsson degradiert

Der Traditionsrennstall Sauber besetzt nach der Verpflichtung von Kimi Räikkönen auch sein zweites Cockpit für die kommende Formel-1-Saison neu.

Der Italiener Antonio Giovinazzi fährt 2019 neben dem Finnen, das teilte Sauber am Dienstag mit. Damit setzen die Schweizer nach dem Abgang des Top-Talents Charles Leclerc zu Ferrari erneut auf einen Zögling der Scuderia. 

“Wir hatten bereits die Möglichkeit, mit Antonio zu arbeiten, dabei hat er sein großes Potenzial bewiesen”, sagte Teamchef Frederic Vasseur. Giovinazzi war schon im vergangenen Jahr Ersatzpilot bei Sauber und kam damals in den ersten beiden Rennen des Jahres in Australien und China für den angeschlagenen Pascal Wehrlein zum Einsatz.

ANZEIGE: Jetzt aktuelle Formel-1-Shirts kaufen - hier geht es zum Shop

Ericsson nur noch dritter Fahrer

Zudem ist Giovinazzi Testfahrer bei Ferrari. Der Toprennstall hat die Kooperation mit Sauber in den vergangenen Jahren intensiviert, auch deshalb absolviert Leclerc seine Rookiesaison momentan bei den Schweizern.

Der Schwede Marcus Ericsson, seit 2015 Stammfahrer bei Sauber, bleibt dem Team als dritter Fahrer und Markenbotschafter erhalten. “Die Arbeit von Marcus war ein wesentlicher Faktor in unserer Entwicklung”, sagte Teamchef Frederic Vasseur: “Er hat eine lange Geschichte mit unserem Team, und wir freuen uns auf unser gemeinsames neues Kapitel.”

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

#1: OSRAM NIGHT BREAKER LASER H7 next Generation, +150% mehr Helligkeit, Halogen-Scheinwerferlampe, 64210NL-HCB, 12V PKW, Duo Box (2 Lampen)

OSRAM NIGHT

OSRAM NIGHT BREAKER LASER H7 next Generation, +150% mehr Helligkeit, Halogen-Scheinwerferlampe, 64210NL-HCB, 12V PKW, Duo Box (2 Lampen)
von Osram
(14)

Neu kaufen: EUR 24,49
7 Angebote ab EUR 24,49

(In der Beliebte Neuveröffentlichungen in der Kategorie Auto & Motorrad-Liste finden Sie maßgebliche Informationen über die aktuelle Rangposition dieses Produkts.)

Veröffentlicht unter Neue KfZ-Artikel | Hinterlasse einen Kommentar

 Powered by Max Banner Ads