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Ferrari-Boss lobt Vettels Verhalten im Kampf mit Leclerc

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hat den viermaligen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel nach der schwierigen Saison 2019 für dessen Krisenmanagement gelobt.

“Was mir an Sebastian gefallen hat, war, dass er ruhig geblieben ist, sich in die Sache reingearbeitet hat, um zu verstehen, was er an sich und am Auto verbessern muss”, sagte der Italiener dem Fachmagazin auto motor und sport

Der 32-jährige Vettel, der auch in seinem fünften Ferrari-Jahr den Titel klar verpasst hatte, habe “Erfahrung. Er ist sehr analytisch. Er versucht die Dinge zu verstehen”, führte Binotto aus.

Vettel fehlte Vertrauen ins Auto

Allerdings habe Vettel zu Beginn des Jahres “das Vertrauen” ins Auto gefehlt. Und dann, so Binotto, “kannst du nicht am Limit fahren. Je mehr Abtrieb wir gefunden haben, umso mehr kehrte dieses Vertrauen zurück. Und schon wurden seine Rundenzeiten besser. Charles Leclerc war eine gute Messlatte für ihn. Das hat ihn zusätzlich angetrieben.”

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Vettel unterlag im Stallduell dem zehn Jahre jüngeren Ferrari-Neuling Leclerc um 24 Punkte, immer wieder beharkten sich die beiden Alphatiere. Beim vorletzten Rennen in Brasilien schieden der Heppenheimer und der Monegasse nach einer unnötigen Kollision aus – der bisherige Höhepunkt ihrer Rivalität.

Binotto hält an Vettel und Leclerc fest

Binotto hält dennoch für 2020 an der explosiven Fahrerpaarung fest: “Im Moment sehe ich keinen Grund für Regeln. Ich erwarte von meinen Fahrern, dass sie smart genug sind, das in Zukunft zu vermeiden.”

Eine Entwicklung erwartet er auch beim Auto im Vergleich zum insgesamt enttäuschenden SF90H, der 2019 nur drei von 21 Rennen gewann.

“Es stimmt, dass wir viel mehr Rennen hätten gewinnen können, doch um einen Titel zu holen, brauchst du das schnellste und das zuverlässigste Auto. Wir hatten beides nicht. Aber wir sind nicht so weit weg. Wir müssen eine Lücke schließen, und das ist machbar”, sagte Binotto.

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Tausch mit Rossi: Hamilton probiert sich auf Motorrad

Der sechsmalige Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton und der neunmalige Motorrad-Champion Valentino Rossi tauschen für Testfahrten ihre Arbeitsgeräte. In Valencia steigt Hamilton am Montag erstmals auf Rossis Yamaha M1, Rossi nimmt seinerseits in Hamiltons Silberpfeil Platz. Das berichtet der Corriere dello Sport.

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Rossi postete auf Instagram ein Bild, auf dem zu sehen ist, wie der Mercedes-Autositz an ihn angepasst wird. “Ich denke, dass Lewis und ich bald Spaß haben werden”, schrieb Rossi. Zuletzt hatte der “Dottore” 2010 in Barcelona einen Ferrari-Boliden getestet. 2006 hatte Rossi Michael Schumachers Ferrari gefahren. Gerüchte über einen möglichen Einstieg Rossis in die Formel 1 hatten sich nie konkretisiert.

Rossis Post erwiderte Hamilton auf Instagram mit einem Foto, in dem er Rossi vor dessen Yamaha die Hand schüttelt. “Ich freue mich darauf, mit einer Legende wie Valentino Rossi das Fahrzeug zu tauschen”, schrieb der Brite.

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Tappt Hamilton in die Schumacher-Falle?

Es ist der 23. Dezember 2009, als sich der weltbeste Formel-1-Pilot dazu entschließt, noch einmal etwas Neues auszuprobieren.

Nach drei Jahren Pause reizte Michael Schumacher die Vorstellung, in einen neuen Rennwagen zu steigen, neue Ziele zu verfolgen, mit neuen Kollegen in einem völlig neuen Team.

Sieben WM-Titel, fünf davon mit Ferrari, waren Geschichte. Nun wollte er mit Mercedes noch einmal angreifen, die traditionsreichen Silberpfeile zu neuen Erfolgen führen.

Hamilton überlegt: Mercedes oder Ferrari

Ferrari oder Mercedes? Diese Frage hat für die größten Champions nichts von ihrem Reiz verloren – auch zehn Jahre danach. Nun ist es Lewis Hamilton, sechsmaliger Weltmeister, der sich genau diese Frage stellt.

Der Brite kommt zwar nicht aus dem Ruhestand, ein Wechsel zum großen Rivalen dürfte dennoch ähnliche Schockwellen in der Formel 1 auslösen wie Schumachers damaliger Schritt zu Mercedes.

Den ersten Titel holte der 34-Jährige 2008, damals noch für McLaren-Mercedes. Die übrigen fünf gewann er mit den Silberpfeilen. Mit Mercedes hat er alles erreicht, sämtliche Gegner bezwungen, ob von anderen Teams oder aus dem eigenen Stall. Alonso, Vettel, Rosberg – die Liste ließe sich noch ein wenig fortsetzen.

Was treibt einen solchen Sportler noch an? Ist es tatsächlich die Chance, ausgerechnet den größten Rivalen der eigenen “Familie”, wie Hamilton gerne von den Mercedes-Mitarbeitern spricht, aus der Krise auf den Olymp zu führen?

Die große Macht des Lewis Hamilton

Für den britischen Telegraph steht jedenfalls fest, dass sich das Aushängeschild der Sternenmarke diese Avancen durchaus leisten kann. “So groß ist die Macht des Lewis Hamilton, dass es ihm freisteht, nach seinen ganz eigenen Regeln zu handeln”, kommentiert die Zeitung das Gesprächsthema dieser Tage in der Formel 1.

Hamilton sei auf einem Level angekommen, auf dem er jedes Recht habe, die letzten Kapitel seiner Geschichte ganz allein zu schreiben. Und wenn es eben Gespräche mit Ferrari-Boss John Elkann sind, bei denen es um eine mögliche Zusammenarbeit ab 2021 geht.

Die Macht des Lewis Hamilton ist mittlerweile sogar so groß geworden, dass er sich nicht einmal mehr Mühe geben muss, dieses Treffen zu dementieren. Er hat die entsprechende Meldung der Gazzetta dello Sport am Rande des GP von Abu Dhabi zwar auch nicht bestätigt, aber das musste er auch nicht mehr.

Die Nachricht war sowieso schon in der Welt, und der eigene Boss kommentierte sie gelassen. “Ich wünsche mir, dass unsere Beziehung weitergeht. Aber im Leben weißt du nie”, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Er weiß schon lange, dass sich sein Schützling alle Optionen offen halten will, “nach den bestmöglichen Chancen für seine Karriere sucht”, wie es der Österreicher bei Motorsport-Total.com ausdrückte.

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Bislang hat er die immer bei Mercedes gefunden. Dass sich daran etwas ändert, ist nicht absehbar. Zumindest nicht im kommenden Jahr, im letzten der aktuellen Hybrid-Ära, die von Mercedes von Beginn an dominiert wurde. Alles andere als die Einstellung des Titel-Rekords von Schumacher wäre eine große Überraschung.

Hamilton-Vertrag mit Mercedes läuft bis Ende 2020

Danach aber, ab 2021, wenn Hamiltons aktueller Vertrag bei Mercedes ausgelaufen sein wird, ändert sich sehr viel in der Formel 1.

Gerechter soll es zugehen, die Abstände zwischen den Teams sollen kleiner werden, die Piloten auf der Strecke wieder besser miteinander kämpfen können.

Hamilton hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er sich darauf freut, die neue Herausforderung annehmen will. Mit welchem Team er diese Aufgabe anpacken will, hat er noch nicht gesagt.

Binotto frohlockt bereits

Und da bringt sich Ferrari ins Spiel. “Zu wissen, dass er 2021 verfügbar ist, kann uns nur glücklich machen”, frohlockte Teamchef Mattia Binotto und kündigte schon mal an, dass man sich über Hamilton im kommenden Jahr Gedanken machen werde.

Doch ob Ferrari tatsächlich die Qualität hat, dem Briten aus dem Stand ein Weltmeister-Auto in die Garage zu stellen, muss aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre bezweifelt werden.

Seit 2007 hat Ferrari keinen Fahrer-Titel mehr gewonnen, seit 2008 warten die Roten auf die Konstrukteurs-Trophäe. Fernando Alonso und – bislang – Sebastian Vettel haben vergeblich versucht, mit Ferrari Weltmeister zu werden.

Zu groß war der Rückstand auf die Branchenführer, erst auf Red Bull und danach auf Mercedes.

Schumacher als warnendes Beispiel?

Hamilton fühlt sich zwar noch längst nicht reif für die Rente. Doch 2021 wäre er schon 36 Jahre alt – selbst für einen so austrainierten Athleten wie ihn ein fortgeschrittenes Alter. Viel Zeit zu verlieren hat er nicht.

Doch sich in einem neuen Team zurechtzufinden, mit neuen Strukturen, neuen Kollegen, mit neuen Motoren, Chassis, Autos – das braucht Zeit. Insofern könnte ausgerechnet der Rekordweltmeister für Hamilton als warnendes Beispiel dienen.

Selbst Mercedes brauchte damals einige Jahre, um sich an die Formel 1 zu gewöhnen und Erfolge zu feiern. 2010 fuhr Schumacher erstmals ein Rennen für die Silberpfeile, ein GP-Sieg für sein neues Team, geschweige denn ein weiterer Titel sollten ihm nie vergönnt sein.

Weltmeister wurde die Marke mit dem Stern erst vier Jahre später – mit einem gewissen Lewis Hamilton.

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Hamilton zu Ferrari? Briatore ist skeptisch

Flavio Briatore hat Ferrari von einer schnellen Verpflichtung Lewis Hamiltons als Fahrer ab der Saison 2021 abgeraten.

“Ich würde erst einmal abwarten, denn Ferrari hat schon einen Fahrer von Hamiltons Kaliber – und das ist Leclerc”, sagte der ehemalige Renault-Teamchef der italienischen Nachrichtenagentur Adnkronos.

Briatore hält Hamilton für einen “großartigen Fahrer”, bei einem Zweiergespann aus Charles Leclerc und dem Briten hätte er aber seine Zweifel. “Zwei sehr starke Fahrer in einem Team zu haben kann ein Risiko sein. Was dieses Jahr zwischen Vettel und Leclerc passiert ist, ist dafür das beste Beispiel”, erklärte der 69-Jährige.

Hamilton-Vertrag bei Mercedes läuft 2020 aus

Bei der Bewertung Hamiltons gab er auch zu bedenken: “Vergessen wir nicht, dass Hamilton in den vergangenen Jahren aufgrund der Mercedes-Dominanz ohne großen Druck fahren konnte und fast nie Fehler gemacht hat.”

Am vergangenen Wochenende war gemeldet geworden, dass sich der sechsmalige Weltmeister angeblich mehrfach mit Ferrari getroffen hat, um über ein mögliches Engagement bei der Scuderia ab 2021 zu verhandeln.

Hamilton dementierte entsprechende Berichte nicht. Sein Vertrag bei Mercedes läuft Ende 2020 aus – ebenso wie der von Sebastian Vettel. Und wie bei Briatore durchklingt, geht er davon aus, dass Ferrari ab 2021 nicht mehr unbedingt mit dem einzigen verbliebenen Deutschen in der Formel 1 plant.

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Gewinner & Verlierer: Die große Saisonbilanz der Formel 1

Formel 1: Die Gewinner und Verlierer der Saison 2019 zum Durchklicken:

Die 70. Saison in der Formel 1 brachte viele spektakuläre Rennen, den einen oder anderen heftigen Zwist und einen alles überstrahlenden Weltmeister hervor.

SPORT1-Kolumnist Peter Kohl nennt in seiner umfassenden Analyse Gewinner und Verlierer der Saison.

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Er blickt dabei auch auf die Fahrer und Teams, die bei der täglichen Berichterstattung im Schatten von Mercedes, Ferrari und Red Bull standen.

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Presse: "Ferrari inspiriert Hamilton"

Die Pressestimmen zum Großen Preis von Abu Dhabi zum Durchklicken:

Beim Großen Preis von Abu Dhabi zum Saisonende überstrahlt Weltmeister Lewis Hamilton wieder einmal alles. Der Mercedes-Pilot setzt sich souverän vor Red-Pull-Pilot Max Verstappen durch. Sebastian Vettel landet abgeschlagen auf Rang fünf.

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Die internationalen Medien huldigen dem Weltmeister – und nennen einen möglichen Grund für seine Abschlussshow.

Mit Ferrari und Sebastian Vettel gehen sie hart ins Gericht. SPORT1 fasst die Pressestimmen zusammen.

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Pannen, Taktik und kein Speed: Vettels schwarzes Finale

Ein versöhnlicher Jahresabschluss sieht anders aus.

Das letzte Saisonrennen der Formel 1 in Abu Dhabi war so etwas wie ein Sinnbild der Saison von Sebastian Vettel bei Ferrari. Statt wie in Teilen der zweiten Saisonhälfte vorn bei der Musik mitspielen und um den Sieg mitfahren zu können, reichte es am Ende nur zu Rang fünf.

Über eine Minute Rückstand waren es am Ende auf Weltmeister Lewis Hamilton, der das Feld in den Vereinigten Arabischen Emirate nach Belieben dominierte. Der Mercedes-Pilot zeigte erneut, warum er mehr als verdient seinen sechsten Titel einfuhr.

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Fehler als Sinnbild der Saison

Lediglich Red-Bull-Pilot Max Verstappen konnte mit rund 16 Sekunden Rückstand einigermaßen mithalten. Auch Vettels Teamkollege Leclerc hatte als Dritter einen riesigen Rückstand, über 40 Sekunden waren es am Ende.

Sinnbildlich war das Rennen auch, weil es drei Komponenten beinhaltete, die das ganze Jahr treuer Begleiter des Deutschen waren. Da wäre zum einen die Fehleranfälligkeit, die sich fast durch die gesamte Saison zieht. Dabei ist nicht immer Vettel selbst der Schuldige, des Öfteren macht ihm auch sein Team einen Strich durch die Rechnung.

So geschehen in Runde 13, als beide Ferrari nacheinander zum Boxenstopp kamen. Während bei dem zuerst abgefertigten Leclerc alles glatt ging, klemmte beim Deutschen das linke Hinterrad. Rund sieben Sekunden musste er stehen und verlor so wertvolle Zeit auf seinen Teamkollegen. Es ist nicht der erste verpatzte Boxenstopp Vettels in dieser Saison. Auch in Österreich ging der Stopp des Deutschen schief.

Den schwarzen Peter wollte er den Mechanikern dennoch nicht zuschieben. “Unsere Boxenstopps laufen nicht sauber, aber da kann man nicht gleich den Mechanikern die Schuld geben”, erklärte der 32-Jährige. Das System sei meiner Meinung nach nicht so gut wie bei anderen Teams.

Rennstrategie ging erneut nicht auf

Dass es am Ende in Abu Dhabi auch über 20 Sekunden Rückstand auf den eigenen Teamkollegen waren, hatte aber nicht nur mit dem Boxen-Fauxpas zu tun. Auch in Sachen Rennstrategie bekleckerte sich die Scuderia in der abgelaufenen Saison wahrlich nicht mit Ruhm.

Vettel startete als einziger der Topfahrer auf den weichen Reifen, während seine Konkurrenten die mittlere Mischung wählten. Schnell zeigte sich: Das war die falsche Wahl. Er konnte mit dem vermeintlich schnellsten Reifen keine Zeit gut machen, im Gegenteil, er verlor sogar noch.

Vielleicht hätte das Rennen einen anderen Verlauf genommen, wenn das DRS aufgrund technischer Probleme nicht erst nach 19 Runden freigeschalten worden wäre. So hätte er sich möglicherweise am vorfahrenden Verstappen anhängen können. “Ich habe nach zwei, drei schnelleren Runden auf das DRS gewartet, das kam nicht. Das ist ein bisschen wie Kreisliga hier, keine Ahnung wie so etwas passieren kann”, kritisierte er nach dem Rennen. (Die Stimmen zum Saisonfinale in Abu Dhabi)

Vettel nicht schnell genug

Nach 13 Runden musste er die Pneus dann bereits wechseln, was eine Zwei-Stopp-Strategie zur Folge hatte. Im Gegensatz zu den Ferrari blieben die anderen Topteams bei einem Wechsel. Immerhin: Durch die frischeren Reifen am Rennende schnappte sich Vettel gerade eben noch Platz fünf, in dem er den Red Bull von Alexander Albon kassierte. (Service: Fahrerwerung der Formel 1)

Doch unabhängig von den Problemen des Teams: Vettel war an diesem Wochenende wieder einmal der langsamere der Ferrari-Piloten. Das fing im Qualifying an, wo er hinter Leclerc zurückblieb, obwohl der Monegasse keinen letzten Versuch mehr unternehmen konnte.

Auch im Rennen war Leclerc schneller unterwegs. So blieb Vettel am Ende sogar nur Rang fünf in der WM-Wertung. “Es war kein großartiges Jahr für mich”, erklärte der Deutsche und zeigte sich selbstkritisch: “Wir müssen als Team stärker werden und ich als Einzelperson muss besser sein.” Er sei der erste, der sich mit seiner Leistung beschäftige. “Und wenn ich ehrlich bin, dann weiß ich, dass ich es besser kann.”

Will er im kommenden Jahr ein ernsthaftes Wörtchen um den Titel mitreden, muss er seine Leistung erheblich steigern. Doch das gilt auch für Ferrari. Dann ist der nächste Jahresabschluss vielleicht wirklich ein versöhnlicher.

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Vettel motzt nach Technik-Panne: "Wie in der Kreisliga"

Der Dominator der Saison ließ auch in Abu Dhabi kein Zweifel aufkommen, warum er verdient Weltmeister geworden ist.

Lewis Hamilton gewann den Großen Preis von Abu Dhabi vor Max Verstappen. Charles Leclerc wurde Dritter, doch dem Ferrari-Piloten droht nachträglich eine Strafe.

Sebastian Vettel erlebte keinen guten Tag. Die Ferrari-Crew verpatzte den ersten Boxenstopp des Deutschen, am Ende wurde Vettel mit über einer Minute Rückstand Fünfter. 

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Der Ferrari-Pilot zeigte sich nach dem Rennen sehr selbstkritisch und erklärte, seine eigene Leistung im kommenden Jahr steigern zu müssen. Lewis Hamilton schwärmte dagegen von seinem Auto. 

SPORT1 fasst die Stimmen von Sky und RTL sowie von der Pressekonferenz und aus der Boxengasse zusammen.

Lewis Hamilton (Mercedes, Platz 1)

“Was für ein Jahr. Ich wollte dieses Rennen unbedingt gewinnen, nachdem das letzte Rennen etwas schwierig war. Ich wollte alles herausholen. Das haben wir als Team geschafft. Es war nahe am Optimum. Ich bin so stolz und unfassbar dankbar für dieses unfassbar grandiose Team. Wer hätte in der Mitte des Jahres gedacht, dass wir am Ende des Jahres so dominant sind. Wir haben dieses wunderschöne Auto immer weiter entwickelt. Es ist wirklich ein Kunstwerk. Auch als wir die Titel erfolgreich verteidigt hatten, wollten wir weiter Gas geben, wir wollten die Saison gebührend beenden. Ich wusste, dass in diesem fabelhaften Rennauto noch mehr steckt. Ich möchte mich auch beim Publikum bedanken. Vielen Dank für die Unterstützung. Ich fühle mich einfach so glücklich heute.”

… über die jungen Konkurrenten: “Ich bin stolz, in einer Zeit zu fahren, in der so viele junge Talente nach oben kommen. Sie machen einen phänomenalen Job. Ich bin froh, dass wir die alle haben, und ich freue mich heute schon auf die Kämpfe im kommenden Jahr. Ich finde es ein Privileg, gegen sie zu fahren, und ich hoffe, wir haben in der nächsten Saison noch viele weitere Gefechte, am liebsten so knapp wie möglich.”

… über seine Pläne für die Winterpause: Es ist komisch, da ich sonst zum Testen immer hier geblieben bin. Ich habe einen komischen Zeitplan für die nächsten Wochen ”Ich stopfe jede Menge Pfannkuchen in mich hinein und werde herrlich fett. Ich freue mich auf viel Zeit mit meiner Familie.”

Max Verstappen (Red Bull, Platz 2):

“Ich hatte ein paar kleinere Probleme. Letztendlich hat es positionstechnisch keinen Unterschied gemacht. Wir mussten dann eine andere Strategie als Ferrari fahren. Wir sind am Anfang länge draußen geblieben. Aber unsere Pace war ziemlich gut. Wir konnten leider nicht an den Mercedes dranbleiben. Lewis war sehr gut. Trotzdem war es eine sehr positive Saison. Der Dritte Platz in der Meisterschaft ist ein schönes Ende.”

… über seine Pläne für die Winterpause: “Wir werden hart arbeiten, aber es ist natürlich auch schön, etwas Zeit zu haben, die man mit Familie und Freunden verbringen kann. So kann ich die Akkus für das nächste Jahr wieder aufladen und stärker zurückkommen.”

Charles Leclerc (Ferrari, Platz 3): 

“Ich bin sehr glücklich über dieses Jahr, ich habe dank Sebastian sehr viel gelernt. Es war ein großartiges Jahr für mich. Ich habe meinen Traum, seit ich ein Kind war, verwirklicht. Dieses Team ist unglaublich und jetzt liegt es an mir, hart zu arbeiten und mich zu verbessern und dem Team den Erfolg zu bringen, den es verdient.”

Sebastian Vettel (Ferrari, Platz 5): “Wir hatten nicht das Jahr, das wir uns erhofft hatten. Punkt. Die Gründe sind klar, die Lehren, die wir daraus ziehen, ebenfalls. Jetzt liegt es an uns, sie zu beherzigen.”

… über die Grunde für das schwache Ergebnis: “Ich denke, der Speed ist da. Uns fehlt mit Sicherheit einiges zu den Jungs nach vorne. Es war für mich ein einsames Rennen. Wir haben dann die Leistung zurückgedreht, was ich nicht so wirklich verstehe, weil wir nichts zu verlieren hatten. Aber ich glaube sonst war der Speed immer da, ich habe mich hier und da ein bisschen schwer getan. Jetzt kommt ein bisschen Ruhe, dann kann man sich das Ganze in Ruhe anschauen. Wie gesagt, die Kleinigkeiten sind dieses Jahr nicht unbedingt für uns oder für mich gelaufen, aber das macht nichts. Ich lasse mich da nicht unterkriegen und schaue nach vorne.”

… über die DRS-Probleme: “Ich habe nach 2, 3 schnelleren Runden auf das DRS gewartet, das kam nicht. Das ist ein bisschen wie Kreisliga hier, keine Ahnung wie sowas passieren kann.” 

… über die Gerüchte um ein mögliches Karriereende: “Wenn ich mir nicht zwei Haxen breche, fahre ich nächstes Jahr.”

… über den verpatzten Boxenstopp: “Unsere Boxenstopps laufen nicht sauber, aber da kann man nicht gleich den Mechanikern die Schuld geben. Ich glaube das System ist nicht ganz so gut, wie bei anderen Teams.”

… über die Zielsetzung für das kommende Jahr: “Wir müssen als Team stärker werden und ich als Einzelperson muss besser sein. Es war kein großartiges Jahr für mich. Ich bin der Erste, der sich mit meiner Leistung beschäftigt. Und wenn ich ehrlich bin, dann weiß ich, dass ich besser sein kann. Wir müssen einen Schritt nach vorn machen. Hoffentlich haben wir dann ein stärkeres Paket, damit wir mit Mercedes und Red Bull um die Spitze kämpfen können.”

… über den Abschied von Nico Hülkenberg: “Es ist schade. Ich bin mit ihm Rennen gefahren, seitdem ich klein bin. Wir haben uns eigentlich immer duelliert, er ist ja ungefähr gleich alt. Er wird auf jeden Fall fehlen, ich glaube er hat die Klasse hier zu fahren. Leider ist die Klasse nicht immer entscheidend, sondern ab und zu auch die Kasse. Das ist schade, ich hoffe, dass sich die Zeiten in der Hinsicht wieder ändern und der Sport wieder gesünder wird. Das Verhältnis passt im Moment nicht, aber wir als Fahrer können da relativ wenig machen. Wir können es ansprechen, das haben wir oft genug getan und oft genug versucht. Manchmal hat man uns ignoriert, manchmal hat man uns wahrgenommen, so ist das eben. Es ist schade, dass er keinen Sitz bekommt. Ich wünsche ihm alles Gute und hoffe, dass er relativ schnell wieder zurückkommen kann.”

Nico Hülkenberg (Renault, Platz 12): “Im Nachhinein ins Q3 zu fahren und dann auf den Weichen starten zu müssen, war nicht optimal, das hat uns dann doch Probleme gemacht. Die, die auf Harten oder Medium starten konnten wie Perez oder ein Toro Rosso, die haben am Ende doch die besseren Karten und bessere Strategie gehabt. Aber so sind die Rennumstände gewesen. Ich war trotzdem bei der Musik, das Rennen hat Spaß gemacht.  Obwohl es nicht so spektakulär war, habe ich es genossen. Es fühlt sich nach einem würdigen Abschluss an, auch wenn es mit den Punkten leider nicht geklappt hat.”

… auf die Frage, was er an der Formel 1 am meisten vermissen werde: “Ich glaube erstmal nichts. Und dann natürlich die Rennen, in den Zweikämpfen zu sein, die Adrenalinkicks vor den Starts, vor dem Rennwochenende, vor dem Rennen. Natürlich all die Höhen und Tiefen, die mit der F1 einher gehen, die werde ich natürlich schon irgendwann vermissen.”

… über seine Abendplanung: “Ich habe ein paar Freunde und Familie da. Wir werden gemütlich etwas essen gehen, das ein oder andere Bier heben und den Abend gemütlich ausklingen lassen.”

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): “Wir haben eine richtig gute Stimmung. Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass wir alles gewinnen und es immer so weiter geht. Wir müssen jede Saison wieder von null Starten. Das treibt uns jedes Jahr aufs Neue an und das ist ein wichtiger Faktor.”

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Hamiltons Ferrari-Flirt: So reagiert Mercedes-Chef Wolff

Es wäre der Hammer-Wechsel schlechthin in der Formel 1.

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton soll sich mit den Bossen von Ferrari über ein mögliches Engagement beim italienischen Traditionsrennstall ausgetauscht haben.

Laut Gazzetta dello Sport fanden in diesem Jahr bereits mehrere Gespräche zwischen dem Briten und hochrangigen Ferrari-Vertretern statt.

Der Bericht nennt Ferrari-Präsident John Elkann und Ferrari-Vizepräsident Piero Ferrari als Teilnehmer des informativen Austauschs mit dem Weltmeister. Demnach habe Hamilton die beiden Scuderia-Verantwortlichen getroffen und auch den Ferrari-Standort Maranello schon mehrfach aufgesucht.

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Hamilton-Wechsel hätte Folgen für Konkurrenten

Die italienische Sportzeitung geht sogar noch weiter. So soll es gar ein “Versprechen” zwischen Ferrari und Hamilton über einen möglichen Vertrag ab 2021 geben.

Ferraris Teamchef Mattia Binotto hatte am Freitag auf der FIA-Pressekonferenz geschwärmt, Hamilton sei ”ein außergewöhnlicher, großartiger Fahrer”. Es mache ihn “glücklich”, dass der Brite 2021 auf dem Markt sei.   

Dieser erwiderte die warmen Worte Binottos. Für Hamilton ist Ferrari “ein Team, das ich in all den Jahren immer sehr geschätzt habe. Den Respekt von jemandem zu gewinnen, der dort sehr hoch in der Hierarchie steht, ist etwas Positives.”

Eine Verpflichtung des Mercedes-Fahrers hätte auch Auswirkungen auf Hamiltons Kollegen. Denn im Fall eines Wechsels sei laut Gazzetta dello Sport ”unwahrscheinlich”, dass die aktuellen Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Sebastian Vettel weiter in den roten Rennwagen sitzen würden.

Hamilton besitzt bei Mercedes noch einen Vertrag bis Ende 2020, auch alle weiteren Topfahrer sind vertraglich so lange gebunden.

Mercedes-Sportchef Wolff reagiert gelassen

Unterdessen reagierte Hamiltons aktueller Arbeitgeber Mercedes gelassen auf die Ferrari-Gerüchte um seinen Topfahrer. ”Ich bin total okay damit”, sagte Sportchef Toto Wolff Motorsport-Total. “Wir leben in einer freien Welt. Und mir ist klar, dass jeder seine Karriere-Optionen ergründen und die besten Entscheidungen für sich selbst treffen muss.”

Auch mit einem möglicherweise erfolgten Treffen des 34-Jährigen mit Ferrari-Präsident Elkann habe er “null Problem”, beteuerte Wolff. 

“Ich wünsche mir, dass unsere Beziehung weitergeht. Aber im Leben weißt du nie”, ist sich der Österreicher darüber im Klaren, dass sein Schützling heiß begehrt ist. “Ich habe angefangen, die Tatsache zu akzeptieren, dass jeder eigene Ziele hat und nach den bestmöglichen Chancen für seine Karriere sucht.”

Wolff hat den Kampf um den sechsmaligen Weltmeister längst nicht aufgegeben. ”Rennfahrer wollen immer im besten Auto sitzen”, glaubt Wolff. Dies habe aktuell Mercedes. Und wenn die Silberpfeile weiterhin den besten Boliden stellen sei er ”hundertprozentig überzeugt, dass wir die beste Fahrerpaarung in unserem Auto haben werden.”

   

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Vettel schuld an neuem Ferrari-Patzer?

Die Pleiten-Serie bei Ferrari nimmt kein Ende. Eigentlich wollte der italienische Formel-1-Rennstall nach dem blamablen selbstverschuldeten Doppel-Aus in Brasilien beim Saisonfinale ein anderes Gesicht zeigen.

Doch schon im Qualifying zum Großen Preis von Abu Dhabi sind alle guten Vorsätze dahin. Ein fataler Strategie-Fehler kostete Charles Leclerc in Q3 die letzte schnelle Runde und somit eine bessere Ausgangsposition als Startplatz drei.

Ob Leclerc Polesetter Lewis Hamilton noch hätte abfangen können? Fraglich. Rang zwei von Red-Bull-Fahrer Max Verstappen war jedoch in Reichweite.

Und was noch viel schwerer wiegt: Erneut gibt Ferrari ein erbärmliches Bild ab und begeht Anfängerfehler, zudem scheint die Stimmung zwischen den beiden Fahrern der Scuderia trotz aller gegenteiliger Beteuerungen vergiftet.

Leclerc gibt Vettel Schuld

Als Leclerc am Steuer bewusst wurde, dass er es nicht mehr rechtzeitig vor Ablaufen der Uhr über die Ziellinie schafft, um eine letzte schnelle Runde zu Zeiten, gab er Teamkollege Vettel eine Mitschuld: “Tja, wir werden es nicht schaffen. Seb wird immer langsamer.”

Nicht der erste Quali-Patzer bei dem Team aus Maranello, denn beim Heim-Grand-Prix in Monza rollten sich die Ferrari ungewöhnlich langsam für den letzten Angriff auf die Bestzeit ein, verkalkulierten sich aber – jedoch tat es ihnen das nahezu gesamte Feld gleich. Zudem reichte es für Leclerc damals zur Pole.  

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Nach dem Qualifying in Abu Dhabi war bei dem 22-Jährigen unterdessen der erste Ärger verflogen, seine Analyse klang schon etwas gemäßigter.

“Ich habe keine Ahnung. Manchmal passiert das. Ich weiß nicht, ob die Situation Pech war oder ob wir etwas besser machen hätten können”, meinte Leclerc, “wir werden das analysieren und versuchen, zu verstehen. Denn noch einmal darf das nicht passieren. Schade!”

Verhältnis zwischen Vettel und Leclerc belastet

Und doch nehmen die Reibereien im Lager von Ferrari kein Ende. Erst vor zwei Wochen war es in der Schlussphase des Grand Prix in Sao Paulo zum Eklat gekommen.

Die beiden Ferrari-Piloten lieferten sich einen unnötigen Kampf um das Podest. Es kam zu einer leichten Berührung der roten Boliden, die allerdings große Auswirkungen hatte und zum Super-Gau führte: Beide Autos fielen aus, das Team stand letztlich ganz ohne Punkte da.

Die Entstehung dieses hausgemachten Crashs sprach Bände. Nachdem Vettel auf der Geraden ohne erkennbaren Grund nach links gezogen war, hätte Leclerc das drohende Übel noch verhindern und ausweichen können. Doch der Monegasse tat dies nicht.

“Mein Gott, muss das sein? So ein Bockmist aber auch”, wütete Vettel anschließend im Boxenfunk. Auch Leclerc sah die Schuld nicht bei sich selbst. “Es gab wenig Raum, ich habe ihm den raum gelassen. Dann hat er mich abgedrängt”, sah er die Szene erwartungsgemäß anders als sein deutscher Rivale.

Ferrari redet Konflikt klein

Die Ferrari-Verantwortlichen waren um Schadensbegrenzung bemüht, wollte sich auf keine Seite schlagen. Vielmehr nahm Teamchef Mattia Binotto seine beiden hitzköpfigen Fahrer in die Pflicht: “Beide müssen verstehen, dass sie dem Rennen von Ferrari geschadet haben.”    

Vettel hatte vor dem Rennwochenende in den Vereinigten Arabischen Emiraten von internen Problemen nichts wissen wollen.

“Der Schlüssel ist, dass wir kein Problem miteinander haben. Der Respekt ist da. Das wurde von außen aufgebauscht, nach innen ist es in Ordnung”, beteuerte der 32-Jährige. Und auch sein zehn Jahre jüngerer Kollege hatte bereits unmittelbar nach dem Brasilien-Rennen gesagt, man sei „reif genug, um das hinter uns zu lassen.”

Der Vorfall beim Qualifying in Abu Dhabi zeigt allerdings, dass es um die Teamchemie im Hause Ferrari alles andere als gut bestellt ist.

  

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