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Bahrain droht erneute Quali-Farce

Die wohl spannendste Frage des Formel-1-Wochenendes in Bahrain wird diesmal ausnahmsweise bereits am Samstag beantwortet: Hat das neue Qualifying (ab 15.45 Uhr im LIVETICKER) nach dem Desaster von Australien eine Zukunft, oder versandet die “Reise nach Jerusalem” in Bahrain?

Der Plan der Formel-1-Macher, durch das Ausscheidungsfahren die Spannung immer mehr auf den Höhepunkt zu treiben, scheiterte bei der Premiere jedenfalls grandios.

In den letzten Minuten war in Melbourne aus renntaktischen Gründen überhaupt kein Auto mehr auf der Strecke. Noch am Rennsonntag sprachen sich die Teams geschlossen für die sofortige Abkehr vom neuen Modus aus.

Rückzieher vom Rückzieher

Vier Tage später machten aber einige Rennställe in der Abstimmung der Formel-1-Kommission einen Rückzieher. Zumindest vorerst bleibt damit alles beim Alten: Nach einer Einrollphase scheidet in jedem der drei Qualifying-Abschnitte im Rhythmus von 90 Sekunden jeweils der schwächste Fahrer aus.

Allerdings ist dieses “Bekenntnis” zum Eliminations-Qualifying nur eines auf Zeit. Promoter Bernie Ecclestone kündigte lediglich an, man werde dem Modus ein zweites Rennen zur Bewertung einräumen.

“Nach Bahrain werden wir uns in Ruhe anschauen, ob es das Richtige oder das Falsche war, ob das Format modifiziert werden muss oder ganz gestrichen wird”, erklärte der 85-jährige Brite.

Für Sonntag ist nach Angaben von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ein weiteres Meeting anberaumt.

Ferrari will Mercedes akttackieren

Spannend wird aber auch der Kampf an der Spitze. Beim Ritt in der Wüste erwarten Seriensieger Nico Rosberg und Weltmeister Lewis Hamilton mit Ferrari einen Gegner auf Augenhöhe.

“Es wird ein enger Kampf mit Ferrari. Der Sieg in Australien war nur ein einziger Schritt, es kommen noch 20. Das Wichtigste ist, dass das Auto so stark bleibt”, sagte der in den letzten vier Rennen erfolgreiche Mercedes-Pilot Rosberg auf der Pressekonferenz vor dem zweiten WM-Lauf der Formel 1 in Bahrain am Sonntag (ab 16.45 Uhr im LIVETICKER).

Auch Rosbergs Teamkollege, Weltmeister Hamilton, rechnet mit Duellen “Rad an Rad” mit den Roten um den viermaligen Champion Sebastian Vettel. Ob diese Prognosen auf der Strecke Bestand behalten und die Sehnsucht vieler Motorsportfans nach mehr Spannung erfüllt wird, dürfte bereits das zweite Rennwochenende der Saison zeigen.

Mercedes dominiert Training

Auf einer Runde scheint Mercedes jedoch nach wie vor eine Nummer zu groß zu sein für die “Scuderia”. Das Training stand ganz im Zeichen der Silberpfeile.

Rosberg markierte im Mercedes in den ersten beiden Trainingsläufen jeweils vor Teamkollege Lewis Hamilton die Bestzeit, während Sebastian Vettel im Ferrari den ersten Dämpfer hinnehmen musste. Im zweiten freien Training fehlten dem Heppenheimer 1,6 Sekunden auf Spitzenreiter Rosberg, was Platz sechs bedeutete.

Zu allem Übel musste Vettel seine “Margherita” dann auch noch vorzeitig abstellen, nachdem sich eine Radmutter am linken Hinterreifen gelockert hatte. 

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