Der Formel 1 hat ihren ersten prominenten Coronafall: Racing-Point Pilot Sergio Perez wurde positiv auf das Virus getestet, dies bestätigte der Rennstall in einer offiziellen Mitteilung.
Zuvor konnte am Donnerstag zunächst aufgrund eines “unklaren” Testergebnisses nicht an der obligatorischen Presserunde vor dem Großen Preis von Großbritannien teilnehmen – nun hat sich der Verdacht auf eine Infektion bestätigt. Den Grand Prix wird er somit verpassen.
Schon seit dem ersten auffälligen Test befindet sich der Mexikaner in Quarantäne und bleibt der Strecke in Silverstone fern. Er habe keine körperlichen Beschwerden, erklärte sein Rennstall.
Nico Hülkenberg wurde am Donnerstag als erster Anwärter auf das freie Cockpit bei Racing Point gehandelt.
Hülkenberg hätte bei Kurz-Comeback gute Chancen
Britische Medien hievten den 32-Jährigen am späten Abend gar in den Favoritenstatus, Hülkenbergs Management war für ein Statement zunächst nicht zu erreichen. Der Rheinländer hatte nach der vergangenen Saison sein Cockpit bei Renault verloren und sich nach zehn Jahren aus der Königsklasse verabschieden müssen.
Das Racing-Point-Team kennt er gut. Im Jahr 2012 und von 2014 bis 2016 fuhr Hülkenberg für den Rennstall, der damals noch Force India hieß. Ein Comeback hätte nicht nur deshalb Charme: In seiner gesamten Formel-1-Karriere war er nie aufs Podest gefahren, mit dem derzeit sehr starken Racing Point hätte er nun ausgerechnet bei einem Kurz-Comeback gute Chancen auf diesen Coup.
Die Motorsport-Königsklasse hatte ihre Saison Anfang Juli mit strengen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen aufgenommen.
Die Anzahl der Personen im Fahrerlager wurde auf ein Mindestmaß reduziert.
Zudem soll während der Rennwochenenden streng darauf geachtet werden, dass die jeweiligen Teilnehmer ihre “Blase” nicht verlassen, damit auch bei positiven Fällen so wenige Personen wie möglich in Quarantäne geschickt werden müssen.
Mehr als 4000 Tests pro Woche
Rund um die Rennen werden mehr als 4000 Tests pro Woche bei Fahrern, Teamangehörigen und weiterem Personal durchgeführt.
Während der ersten beiden Saisonläufe in Spielberg gab es dabei kein positives Ergebnis.
Die ersten beiden Coronafälle traten anschließend in der Woche des Ungarn-Rennens auf, betrafen aber keinen der Hauptdarsteller.
Perez war zuletzt vor allem aufgrund seiner Vertragssituation unfreiwillig in die Schlagzeilen geraten: Racing Point könnte ihn im kommenden Jahr durch Sebastian Vettel ersetzen, der Ferrari nach dem Saisonende verlässt.
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mit Sport-Informations-Dienst

