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Fußball-WM löst Terminhatz in Formel 1 aus

Für die Formel 1 steht in dieser Saison eine Premiere an: ein Triple-Header. Das bedeutet, dass drei Rennen an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden ausgetragen werden.

Der erste Grand Prix aus dem Dreierpaket findet am 24. Juni in Frankreich statt, dort feiert die Formel 1 nach 28 Jahren ihr Comeback in Le Castellet. Am darauf folgenden Wochenende geht es nach Österreich, eine Woche später steht das Heimrennen für Mercedes-Pilot Lewis Hamilton in Silverstone an.

Am 15. Juli pausiert die Formel 1 dann. Der Grund: Die Rennserie muss sich dem Fußball “unterwerfen”. An diesem Sonntag findet in Moskau das Finale der WM statt. Die Anstoßzeit ist auf 17 Uhr MEZ festgelegt.

Formel 1 ist sich Belastung bewusst

Die Formel-1-Besitzer von Liberty Media wollten nicht mit dem wichtigsten Fußball-Spiel in diesem Jahr konkurrieren. “Es wird von der WM diktiert, für einen Promoter wäre es hart, ein Rennen zu veranstalten, das fast zeitgleich mit einem WM-Finale läuft”, erklärte Geschäftsführer Chase Carey.

Bei den Machern der Formel 1 ist man sich der Belastung für Teams und Fahrer bewusst. “Wir haben mit den Teams gesprochen und wir respektieren auch ihren Verschleiß”, sagte Carey. Allerdings: “Wir haben es dann aber für durchführbar empfunden, da alle drei Rennen in Europa stattfinden.”

Haas-Teamchef Steiner warnt

Die hohe Belastung für die Mitarbeiter der Teams ist aber nicht das einzige Problem. Zu viele Rennen verringern auch automatisch etwas den Wert jedes einzelnen für die WM – und auch die Vorfreude der Fans auf das nächste Rennen könnte unter der Vielzahl leiden.

Haas-Teamchef Günther Steiner warnt deshalb: ”Wir werden es bei dem Triple-Header herausfinden, wie schwierig das ist. Wir werden kämpfen müssen und vielleicht feststellen, dass es einen Sättigungspunkt für die Öffentlichkeit gibt. Wir müssen vorsichtig sein.”

Nach der kurzen Pause während des WM-Endspiels geht es für die Formel-1-Piloten auch gleich wieder weiter. Es folgen die Rennen in Deutschland (22.7.) und Ungarn (29.7.). Erst danach können Fahrer und Teams in die vierwöchige Sommerpause starten.

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