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Monaco-Desaster bleibt ohne Folgen

Nach dem taktischen Fehlgriff beim GP von Monaco wird es bei Mercedes keine personellen Konsequenzen geben.

Das ist das Ergebnis eines Krisentreffens des Formel-1-Teams, bei dem der verhängnisvolle Boxenstopp von Lewis Hamilton während der Safety-Car-Phase aufgearbeitet wurde.

Nachdem Hamilton durch diesen Strategiefehler seine souveräne Führung verloren hatte und nur auf Platt drei gefahren war, hatte Mercedes-Aufsichtsratschef Niki Lauda bei “Sky” gefordert “Wir müssen das genau analysieren und dann die Konsequenzen ziehen.”

Krisentreffen in Brackley

Nach dem Krisentreffen in der Teamzentrale in Brackley stellte sich Motorsportchef Toto Wolff bei Twitter den Fragen der Fans. Ob jemand seinen Job bei Mercedes verloren hätte, wollte einer wissen. “Auf keinen Fall. Wir sind ein Weltmeisterteam und machen keine Schuldzuweisungen wegen eines Rennens”, antwortete Wolff.

Der Österreicher musste aber auch zugeben, dass die Fehleranalyse noch nicht abgeschlossen sei: “Wir stecken da noch mitten drin und sind genauso frustriert über unseren Fehler wie viele von euch.”

Team wollte Hamilton auf der Strecke lassen

In dem Zusammenhang stellte Wolff aber auch klar, dass das Team nicht vor hatte, Hamilton während der Safety-Car-Phase an die Box zu holen.

“Wir sagten ihm, er solle draußen bleiben und Lewis sagte ‘nicht gut’ und dass die Reifen Temperatur verloren hätten. Wir hatten eine Sekunde, um zu reagieren. Zusammen mit den falschen Daten machten wir den Fehler, ihn reinzuholen”, sagte er.

Dass der Fauxpas in Monaco das Vertrauensverhältnis zwischen dem Team und dem Weltmeister zerstört haben könnte, bestreitet Wolff: “Vertrauen ist ein wichtiger Faktor in unserem Team. Ein Rennen ändert daran nichts.”

Wolff zu Gerüchten: “Kopf untersuchen lassen”

Ebenso deutlich äußerte sich der 43-Jährige zu Gerüchten, wonach man Nico Rosberg den Sieg schenken wollte, um einen dreifachen Monaco-Sieger im Team zu haben: “Wer auch immer so ein Gerücht in die Welt setzt, sollte seinen Kopf untersuchen lassen.”

Für die nächsten Rennen kündigte Wolff “eine bessere Kommunikation und eine Prise mehr Menschenverstand” an.

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