Powered by Max Banner Ads 

F1-Ranking: Vettel hängt Mercedes ab

Das SPORT1-Powerranking zur Formel-1-Saison 2019 zum Durchklicken:

Die neue Formel-1-Saison steht in den Startlöchern. Nach den Test in Barcelona ergeben sich erste Eindrücke. Ferrari zeigte sich in Katalonien sehr stark. 

Auch Red Bull überzeugte, während Mercedes mit dem neuen Boliden zu kämpfen hatte. Doch reicht es für Sebastian Vettel und Co., um diese Saison den WM-Titel anzugreifen? Und können im kommenden Rennjahr neben Red Bull weitere Teams im Konzert der Großen mitmischen? 

Im Formel-1-Powerranking ordnet SPORT1-Kolumnist Peter Kohl die Kräfteverhältnisse unter den zehn Teams ein.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Darum steht Vettel mit Ferrari am Scheideweg

Der Vergleich liegt diesmal auf der Hand. Und er wird Sebastian Vettel verfolgen. Auf Schritt und Tritt. Die ganze Saison lang, Rennen für Rennen. (Formel 1: Der Große Preis von Australien am Sonntag um 6.10 Uhr im LIVETICKER)

Keine Frage: Immer wieder wird der Name Michael Schumacher fallen. Der siebenmalige Weltmeister brauchte fünf Jahre, um seinen ersten Titel mit Ferrari zu holen. Der Rest ist Legende, erfolgreiche Formel-1-Historie.

So gesehen steht Vettel trotz seines Vertrags bis 2020 sogar am Scheideweg, denn er geht am Wochenende ebenfalls in seine fünfte Saison mit den Roten. Und der Druck wächst. Doch vielleicht kann ihn der Vergleich mit seinem einstigen Vorbild auch beflügeln.

SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen zur Situation von Sebastian Vettel vor dem Saisonstart der Formel 1 in Australien. (Rennkalender der Formel-1-Saison 2019)

Was kann der Ferrari?

Eine Menge, so die Hoffnung. Für den frühen Zeitpunkt ziemlich viel, so der Eindruck bei den Testfahrten.

Bis zu einer halben Sekunde betrug der Vorsprung des SF90 auf die Konkurrenz in der ersten Woche der Tests, danach schrumpfte er ein wenig zusammen. Der Vorteil liegt aber trotzdem noch bei Ferrari, so die Einschätzung.

Einen Namen hat Vettels diesmal überraschend matt-rote Göttin noch nicht, aber diese Spielchen sind zweitrangig. Der Bolide zickte bei den Tests noch herum, war angesichts einiger Defekte nicht so zuverlässig wie erhofft. Aber: Das Auto reagiert genau so, wir Ferrari sich das vorgestellt hat. Mit einer guten Balance liegt er in jeder Art Kurve gut, schnell wie langsam.

Oder wie Vettel es sagte: “Ich kann das Auto dahin schmeißen, wo ich will. Ich kann damit spielen und komme damit gut klar. Das ist alles positiv.” Klar ist aber: Um gewinnen zu können, muss das Auto erst einmal das Ziel erreichen.

Jetzt Fanartikel der Formel 1 kaufen – hier geht es zum ShopANZEIGE

Wie ist die Stimmung im Team? 

“Rote Revolution” bei Ferrari hieß es im Winter, der bisherige Technikchef Mattia Binotto gewann den Machtkampf mit Maurizio Arrivabene und ist Vettels neuer Teamchef. Mit dem neuen Mann ist auch prompt eine neue Stimmung eingekehrt. Es herrscht eine ganz neue Atmosphäre, es geht lockerer zu. Ruhiger. Positiver. Versehen mit einem neuen Selbstbewusstsein.

Klar: Wie es unter steigendem Druck aussehen wird, zeigt sich erst im Laufe der Saison. Aber: Dass Binotto den Laden zusammenhält, als Einheit, ist essentiell für die Titeljagd. Ihm wird genau das zugetraut.

Was gibt Technikchef Binotto dem Teamchef Binotto mit auf den Weg? “Dass wir erheblich stärker werden müssen, um Weltmeister zu werden. Wir dürfen uns nie zufriedengeben. Für den Titel reicht es nicht, auf Augenhöhe mit den anderen zu sein, wir müssen besser sein.”

Wie ist die Hackordnung?

In der vergangenen Saison stellte sich Ferrari beim Thema Teamorder stümperhaft an. Binotto klärte die Fronten gleich zu Beginn: Vettel und sein Teamkollege Charles Leclerc dürfen zwar grundsätzlich frei fahren, Vettel hat aber den Weltmeister-Bonus.

Bedeutet konkret: Die Roten setzen, wenn es hart auf hart kommt, auf den viermaligen Champion. Binotto: “Auf diese Weise sind von Anfang an die Dinge klar, und es gibt weniger Raum für Missverständnisse oder Fehler.” Im Vergleich zu 2018 ist das schon mal eine Baustelle weniger. 

Wie ist das Verhältnis zum Teamkollegen?

Nicht so freundschaftlich wie mit Kumpel Kimi Räikkönen. Eher respektvoll-professionell. Charles Leclerc war bei den Tests bei den Zeiten auf Augenhöhe mit Vettel, er kommt aus der Ferrari-Akademie, gilt als kommender Weltmeister. “Charles ist smart, er ist schnell”, weiß Binotto: “Wir werden sehr viel Freude an ihm haben.”

Viel wird spekuliert: Wird der Jungstar wie Vorgänger Räikkönen eine treue Nummer zwei? Macht er den Draufgänger? Bereitet er die Wachablösung vor? Oder endet es sogar so wie zwischen Fernando Alonso und Lewis Hamilton 2007 bei McLaren? Damals beharkten sich beide so sehr, dass am Ende Räikkönen den bis heute letzten Fahrertitel für Ferrari holte.

Deshalb findet Experte Marc Surer bei SPORT1: “Teamchef Mattia Binotto sagt, dass Vettel die klare Nummer 1 ist. Das würde ich Ferrari auch empfehlen, wenn sie Weltmeister werden wollen.” Generell ist das Kräfteverhältnis bei Ferrari laut Surer “50:50. Vettel hat sich schwergetan, die Zeit von Leclerc zu schlagen.”

Wer ist der größte Gegner?

Klar: Der ist und bleibt Mercedes mit Lewis Hamilton. Er hat in den letzten fünf Jahren mit Ausnahme von 2016 bewiesen, dass er zur Stelle ist, wenn sich die Chance bietet.

Der 34-Jährige ist fit wie nie, wie er selbst betont. Er kann durch die neue Gewichtsregel nicht nur mehr essen, sondern auch mal ohne schlechtes Gewissen sündigen. Und auch an Muskelmasse zulegen. “Wir sind alle gesünder. Ich fühle mich stärker denn je. Du schläfst auch besser. All das macht dich zu einem glücklicheren Fahrer.”

Dieses Jahr werde “die größte Herausforderung, seit ich zu Mercedes gekommen bin”. Er stellt aber auch klar: “Ferrari hat in den vergangenen Jahren immer gut angefangen, aber wir konzentrieren uns auf uns selbst, damit sind wir ja zuletzt ganz gut gefahren.”

Der Schweizer Surer ist gespannt, wie Hamilton reagiert, wenn er tatsächlich den Druck von allen Seiten spürt. Also nicht nur von Vettel, sondern auch endlich mal von seinem Mercedes-Teamkollegen Valtteri Bottas. Surer bei SPORT1: “Hamilton hat in den letzten Jahren gezeigt, dass er die Nerven behält und die wichtigen Punkte mitnimmt. Wenn er aber merkt, dass er nicht mehr gewinnen kann, müssen wir sehen, was passiert.”

Wie geht Vettel die Aufgabe an?

So entspannt wie möglich. “Es wäre das Ultimative, wenn ich mit Ferrari die WM gewinne”, sagt er: “Es ist mein Ziel, mein Traum.” Doch bleibt er erneut unerfüllt?

Vettel ist in Maranello nicht mehr unantastbar. Er weiß: Wenn er das Auto für den Titel haben sollte, muss er liefern. Stand jetzt sprechen einige Sachen wie das starke Auto, die Hackordnung oder das neu strukturierte und derzeit wesentlich ruhigere Umfeld für Vettel. Ferrari ist für eine erfolgreiche Saison sehr gut aufgestellt. Vettel weiß aber auch: Fehler werden dann keine mehr verziehen.

Druck ist eine nicht zu unterschätzende Komponente in einem Titelkampf. Und den spürt er. Vor allem, wenn ihn 2019 der Name Schumacher auf Schritt und Tritt verfolgt.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Formel-1-Reform bereits in Melbourne eingeführt

In der Formel 1 wird bereits beim ersten Rennen in Melbourne am 17. März die schnellste Rennrunde wieder mit einem Extrapunkt belohnt.

Dies bestätigten die zuständige Strategiegruppe und die Formel-1-Kommission am Montag einstimmig.

Extrapunkt nur für Top-Ten-Autos

Allerdings wird der Extrapunkt lediglich Fahrern zugeschrieben, die das Rennen unter den Top Ten beenden. So wird verhindert, dass weit zurückliegende Piloten mit frischen Reifen und vollem Risiko einzig und allein den Extrapunkt jagen, der genauso viel wert ist wie der zehnte Platz.

Zudem bekommt auch das Team des schnellsten Fahrers für die Konstrukteurswertung einen Zusatzpunkt.

In der Formel 1 wurde bereits von 1950 bis 1959 die schnellste Rennrunde mit einem Zusatzpunkt belohnt. 1958 brachte diese Regel dem Briten Mike Hawthorn gar den entscheidenden Vorteil im Titelduell mit seinem Landsmann Stirling Moss. 

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Vettel-Boss gibt zu: Hätte Ferrari beinahe verlassen

Als im Januar Maurizio Arrivabene seinen Hut als Ferrari-Teamchef nehmen musste, kamen schon damals Gerüchte um einen Machtkampf hinter den Kulissen zwischen dem Ex-Teamchef und Mattia Binotto auf.

Arrivabenes Nachfolger soll den FIAT-Boss John Elkann und Ferrari-Präsident Louis Camilleri die Pistole auf die Brust gesetzt haben: Er oder ich, so soll seine Forderung gewesen sein.

Nun hat der neue Ferrari-Teamchef diese Gerüchte indirekt bestätigt. In einem Interview mit dem Corriere della Sera im Vorfeld des WM-Auftakts in Melbourne (Großer Preis von Australien, Freies Training: Freitag, 15. März, ab 02.00 Uhr im SPORT1-Liveticker) enthüllte er, dass er 2018 mit dem Gedanken gespielt hatte, Ferrari zu verlassen und sich einem anderen Rennstall anzuschließen.

Vettel soll Fahrer Nummer Eins sein

Ausschlaggebend für diese Überlegungen waren aber nicht persönliche Unstimmigkeiten, sondern unterschiedliche Auffassungen, wie die Rennwochenenden zu gestalten sind.

“Ich habe auch von Maurizio gelernt und bin ihm dafür dankbar. Persönlich hatte ich immer ein gutes Verhältnis zu ihm, wir haben nie gestritten. Unsere Schwierigkeiten ruhten daher, dass wir unterschiedliche Vorstellungen davon hatten, wie das Team am Rennwochende geführt werden sollte. Da hatten wir Meinungsverschiedenheiten.”

Besonders die Rollenverteilung der Fahrer scheint einer der größten Reibungspunkte gewesen zu sein. Bei Arrivabene genoss Sebastian Vettel anscheinend nicht die volle Rückendeckung – ein Unding aus der Sicht Binottos. Daher geht unter der Regie des neuen Teamchefs Vettel als Nummer Eins in die neue Saison.

Wechsel wäre alternativlos

Hätte sich Binotto nicht durchgesetzt mit seiner Meinung, hätte es für ihn keine Alternative zu einem Wechsel gegeben. Wie real die Gefahr eines Verlusts Binottos für Ferrari war, zeigten die Anfragen von anderen Teams.

“Ich hatte das Gefühl, dass ich meinen Job nicht mehr gut machen kann, und das habe ich zum Ausdruck gebracht. Das war nicht nur für mich schwierig, sondern für das ganze Team. Denn wenn ein Technischer Direktor seine Arbeit nicht mehr bestmöglich macht, wirkt sich das sehr konkret auf die Leistung aus. Es ist wahr, dass andere Teams angefragt haben. Meine Erfahrung hat in der Formel 1 inzwischen einen bestimmten Wert.”

Binotto will eine Ära prägen

Nun steht der Schweizer in vorderster Reihe bei der Scuderia und ist maßgeblich für Erfolg und Mißerfolg verantwortlich. Dabei sieht er sich selbst in der Tradition von Jean Todt und Ross Brawn.

Obwohl sie ebenfalls nie selbst ein Formel 1-Auto designt hatten, führten sie Ferrari zu großen Erfolgen. “Es kommt darauf an, wie ein Team organisiert ist. In erster Linie sehe ich mich als jemanden, der anderen dabei hilft, ihren Job bestmöglich auszuführen.”

Und diese Leistungsoptimierung ist notwendig. Denn schließlich soll dieses Jahr der so langersehnte Weltmeistertitel endlich wieder nach Maranello kommen. Aber wenn es nach Binotto geht, soll es nicht nur bei einem Titel bleiben. “Wir wollen nicht einmal Weltmeister werden, sondern eine neue Ära beginnen.”

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Regel-Revolution geplant! Schnellste Runde wird belohnt

In der Formel 1 soll sich Geschwindigkeit bald noch mehr auszahlen.

Wie mehrere Fachmedien am Freitag berichteten, wird voraussichtlich schon beim Saisonstart am 17. März in Melbourne (Formel 1: Großer Preis von Australien, ab 6.10 Uhr im SPORT1-Liveticker) die schnellste Rennrunde mit einem Extrapunkt belohnt.

Ein entsprechender Plan sei vom Motorsport-Weltrat des Automobil-Dachverbandes FIA am Donnerstag abgesegnet worden.

Nur für Fahrer in den Punkterängen

Allerdings soll die Chance auf den Extrapunkt lediglich Fahrern vorbehalten sein, die das Rennen unter den Top Ten abschließen.

So soll verhindert werden, dass weit zurückliegende Piloten mit frischen Reifen und vollem Risiko einzig und allein den Extrapunkt jagen, der genauso viel wert wäre wie der zehnte Platz.

In der Formel 1 wurde bereits von 1950 bis 1959 die schnellste Rennrunde mit einem Zusatzpunkt belohnt. 1958 brachte diese Regel dem Briten Mike Hawthorn gar den entscheidenden Vorteil im Titelduell mit seinem Landsmann Stirling Moss.

Formel-1-Kommission muss zustimmen

Um die Regeländerung herbeizuführen, müssen noch die Strategiegruppe und die Formel-1-Kommission zustimmen.

Scheitert der Plan, soll Formel-1-Eigner Liberty Media für 2020 einen neuen Anlauf vornehmen wollen. Dann wäre bei der Formel-1-Kommission keine einstimmige Zustimmung mehr nötig, sondern nur noch eine 70-prozentige.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Nach Test-Desaster: Williams-Technikchef Lowe tritt ab

Technikchef Paddy Lowe nimmt beim strauchelnden Formel-1-Rennstall Williams nach dem Test-Desaster von Barcelona seinen Hut. Der 56-Jährige, der zuvor bei Mercedes, McLaren und in den goldenen 90er-Jahren auch bei Williams große Erfolge gefeiert hatte, gehe “aus persönlichen Gründen”, teilte das einstige Weltmeisterteam mit.

Der 56-jährige Lowe war ins Zentrum der Kritik geraten, nachdem der neue FW42 nicht rechtzeitig zu den Formel-1-Testfahrten in Barcelona Mitte Februar fertiggestellt war. Erst am dritten von insgesamt acht Testtagen konnte der wirtschaftlich angeschlagene Rennstall seine Fahrer Robert Kubica (Polen) und George Russell (England) auf die Strecke schicken. Die stellvertretende Teamchefin Claire Williams hatte diesen Umstand als “peinlich” bezeichnet.

Nach den Eindrücken von Barcelona geht Williams zudem mit dem mit Abstand langsamsten Auto in die neue Saison, die am 17. März im australischen Melbourne startet.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Ferrari entfernt umstrittene Logos

Ferrari hat vor dem Formel-1-Auftakt am 17. März in Melbourne die umstrittenen “Mission Winnow”-Logos von den Autos und sämtlicher Teambekleidung entfernt.

Das bestätigte ein Mitarbeiter des Konzerns Philip Morris, zu dessen wissenschaftlicher Forschungsabteilung das Logo gehört, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP. “Mission Winnow” werde dennoch 2019 Titelsponsor des Teams bleiben.

Die australischen Behörden hatten eine Untersuchung eingeleitet, da das Design des Logos an das berühmte Marlboro-Dreieck früherer Jahre erinnere und möglicherweise eine versteckte Tabakwerbung enthalte. Diese ist in der Formel 1 seit mehr als zehn Jahren verboten.

Philip Morris ist seit Oktober 2018 mit “Mission Winnow” wieder als Teamsponsor von Ferrari in der Formel 1 vertreten. Die Aufgabe der Forschungsabteilung ist es nach eigenen Angaben, “die Diskussion mit jenen zu führen, die aus ideologischen Gründen nicht bereit sind, über die Macht der Wissenschaft im Hinblick auf die Entwicklung der Gesellschaft” nachzudenken”. In keinster Weise handele es sich dabei um Werbung für Tabakprodukte oder E-Zigaretten.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

"Großartiger Charakter" – Todt schwärmt von Schumacher

Für Mick Schumacher geht es auf der Karriereleiter steil nach oben. 

In der vergangenen Saison fuhr der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher in der Formel 3 diverse Siege ein und schnappte sich am Ende die Meisterschaft. Beim Formel-2-Test in Jerez setzte er als Rookie vergangene Woche die Bestzeit. Seit Januar gehört er zudem zur Driver Academy von Ferrari.

Kein Wunder, dass selbst FIA-Präsident Jean Todt in den höchsten Tönen von dem Senkrechtstarter schwärmt.

Todt: “Er ist ein großartiger Charakter”

“Ich kenne ihn schon, seit er ein Baby war. Ich liebe ihn, er ist ein großartiger Charakter”, sagte der 73-Jährige beim Auto-Salon in Genf. Mit seinen sportlichen Erfolgen habe Schumacher bewiesen, dass er ein “sehr talentierter Fahrer” sei.

Aber auch was das Menschliche betrifft, geriet Todt ins Schwärmen. “Außerdem ist er ein sehr netter Junge, sehr bescheiden, sehr gut erzogen”, findet der ehemalige Ferrari-Teamchef. Als “ehrlich, loyal” und “guten Jungen” beschrieb Todt den Ferrari-Junior.

Todt und Formel-1-Legende Michael Schumacher verbindet eine enge Freundschaft, weshalb dem Präsidenten des Welt-Automobilverbandes auch viel an der Entwicklung von dessen Sohn liegt. Todt fordert: “Wir müssen ihn in Frieden lassen”. Es sei wichtig, ihm genug Zeit zu geben und nicht zu schnell zu viel von ihm zu erwarten. “Er ist noch nicht verdorben – und das geht ganz schnell”, warnt Todt.

Schumacher könnte bereits im In-Season-Test in Bahrain oder einen Monat später in Barcelona sein Formel-1-Debüt bestreiten – entweder sofort für die Ferrari-Werksmannschaft oder zunächst für Alfa Romeo.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Verstappen kritisiert neue Formel 1

Für Max Verstappen hat die Formel 1 an Reiz verloren.

“Der Rennsport hat mir 2015 viel mehr Spaß gemacht als jetzt”, lautet das Urteil des Red-Bull-Piloten in einem Interview mit seiner Webseite, verstappen.nl. Die neuen Autos für die anstehende Saison der Königsklasse im Rennsport würden zwar im Qualifying Spaß bereiten, im Rennen allerdings wenig Vergnügen versprechen. 

Der Grund für Verstappens Kritik: Der 21-Jährige bemängelt die fehlende Möglichkeit für Überholmanöver. “Wenn du ein schlechtes Qualifying gefahren bist, wusstest du, dass du durch das Feld nach vorne kommen kannst, weil es möglich war, zu überholen”, erinnert sich Verstappen. Und heute? “Jetzt steckst du nur noch fest und dann passiert nicht mehr viel.” 

Verstappen hofft auf Verbesserungen

Eine Tatsache, die der Niederländer akzeptieren muss. “Es ist, wie es ist. Aber hoffentlich wird es in Zukunft besser werden”, ergänzte er.

Doch Verstappen ließ auch die positiven Aspekte der neuen Boliden nicht außer Acht: “Andererseits sind diese Autos im Qualifying wirklich toll zu fahren, wenn man sieht, wie viel Abtrieb erzeugt wird.”

Im belgischen Spa oder in Singapur sei die Geschwindigkeit beim Qualifying sehr hoch und wenn es uneben ist, spüre man das Gefühl von Geschwindigkeit noch intensiver, findet Verstappen.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

"Ferraris Defekte machen mich stutzig"

Haben die Testfahrten in Barcelona eine Trendwende angekündigt? Ferrari gab mit seinem Star-Piloten Sebastian Vettel auf alle Fälle den Ton an, während Mercedes um Weltmeister Lewis Hamilton hinterherhinkte.

Nun ist dies allein nichts völlig Neues, da die Silberpfeile bei den Tests selten alle Karten auf den Tisch legen – doch der Rückstand auf die Scuderia war größer als noch in den vergangenen Jahren.

Der Ex-Rennfahrer Marc Surer war am Circuit de Barcelona-Catalunya vor Ort. Im SPORT1-Interview ordnet der F1-Experte des Schweizer Fernsehsenders SRF die Ergebnisse der Tests ein und erklärt, wie Vettel seinen ersten Titel in Rot holen kann.

SPORT1: Sebastian Vettel und Charles Leclerc waren schnell unterwegs, hatten aber auch das eine oder andere technische Problem. Haben Sie den Eindruck, dass Ferrari auf Kosten der Zuverlässigkeit entwickelt hat?

Marc Surer: Es sind verschiedene Defekte aufgetreten. Das macht mich ein bisschen stutzig. Wenn man nur ein Problem hat, kann man das lösen. Aber wenn es verschiedene sind, ist das schwierig. Ich denke, das könnte mit einer Überhitzung zu tun haben. Ferrari hat ein ganz schlankes Heck. Das Auto hat wenige Lufteinlässe und die Airbox ist sehr klein. Ich bin gespannt, ob da nicht doch noch ein Zusatz oben draufkommt. So wie in der Vergangenheit, als noch Ohren auf der Airbox waren.

“Ferrari muss auf Vettel setzen”

SPORT1: Leclerc scheint bei Ferrari gut angekommen zu sein. Muss sich Vettel auf einen harten Gegner einstellen?

Surer: Für mich ist das Kräfteverhältnis bei Ferrari 50:50. Vettel hat sich schwergetan, die Zeit von Leclerc zu schlagen. Teamchef Mattia Binotto sagt, dass Vettel die klare Nummer 1 ist. Das würde ich Ferrari auch empfehlen, wenn sie Weltmeister werden wollen. Es gibt ja ein gutes Beispiel, wie man es nicht machen sollte: Damals bei McLaren haben Alonso und Hamilton den WM-Titel verspielt.

SPORT1: Bei Ferrari zu fahren, ist mit viel Druck verbunden. Ist Leclerc schon so weit, dass er bei Ferrari bestehen kann?

Surer: Er ist sehr reif. Sicherlich wird er eher einmal einen Fehler machen, wenn es drauf ankommt. Aber ich glaube, dass er die Leistung auf den Punkt bringt. Wenn man für Ferrari fährt, ist natürlich viel Druck da. Das könnte ihm schon zu schaffen machen, denn er ist wirklich jung und hat das noch nicht erlebt.

Surer: Ferrari ist vor Mercedes 

SPORT1: Wie schätzen Sie das Kräfteverhältnis ein? Liegt Ferrari vor Mercedes und Red Bull?

Surer: Für mich ist die Reihenfolge klar: Ferrari hat einen kleinen Vorteil, der in dieser Woche deutlich kleiner geworden ist. Ich würde sagen, dass es in der letzten Woche noch eine halbe Sekunde war, diese Woche vielleicht noch zwei Zehntel – aber sie sind vorne. Mercedes hat jedoch aufgeholt. Dahinter kommt Red Bull, aber die sind schwierig einzuschätzen, weil sie auch Probleme und Unfälle hatten. Sie werden meiner Meinung nach nicht vor Mercedes sein, sondern auf Nummer drei.

SPORT1: Hamilton sagt, er ist in der Form seines Lebens – trifft das Ihrer Meinung nach zu?

Surer: Das müssen wir abwarten, die Saison ist lang. Jahrelang hatte er nur seinen Teamkollegen als Konkurrenten gehabt. Deswegen glaube ich, dass er sich auf einen Konkurrenzkampf freut. Er hat in den letzten Jahren gezeigt, dass er die Nerven behält und die wichtigen Punkte mitnimmt. Wenn er aber merkt, dass er nicht mehr gewinnen kann, müssen wir sehen, was passiert.

“Hülkenberg mit Ricciardo auf Augenhöhe”

SPORT1: Bei Renault gibt es ein neues Fahrer-Duo. Kann Nico Hülkenberg gegen Daniel Ricciardo bestehen?

Surer: Was den Speed angeht, muss Hülkenberg keine Angst haben. Er hat es noch mit jedem Teamkollegen aufgenommen. Auch mit Ricciardo ist er auf Augenhöhe. Was mir Sorgen macht: Ricciardo ist ein glücklicher Fahrer wie Perez (Hülkenbergs Ex-Teamkollege, Anm. d. Red.). Perez ist mit einem Force India auf das Podest gefahren und Hülkenberg hat es nicht geschafft. Immer wenn er vorne war, ist etwas passiert. Ich hoffe, dass sich das Glück einmal für Hülkenberg umdreht.

SPORT1: Wer hat das neue Regelwerk am innovativsten umgesetzt?

Surer: Ich glaube, dass Ferrari mit dem Frontflügel den richtigen Weg eingeschlagen hat. Sie leiten die Luft außerhalb am Reifen vorbei. Mercedes und Red Bull haben es umgekehrt gemacht, bei ihnen geht die Luft innen an den Reifen vorbei. Ich denke, dass das Konzept von Ferrari richtig ist. Man sieht auch bei anderen Teams mit ähnlichen Konzepten, dass sie von Anfang an schnell waren.

“Mercedes muss etwas riskieren”

SPORT1: Wer hat die größte To-Do-Liste bis zum Saisonauftakt?

Surer: Ferrari muss vor allem an der Standfestigkeit arbeiten. Ich denke, dass sie zusätzliche Kühleinlässe einbauen. Mercedes hat von einer Testwoche zur anderen ein fast komplett neues Auto gebracht. Die wissen jetzt, in welche Richtung sie gehen müssen und werden noch ein paar Teile für Melbourne produzieren. Mercedes wird wie Red Bull etwas riskieren müssen.

SPORT1: Was erwarten Sie von Robert Kubicas Comeback bei Williams?

Surer: Er wird sich an seinem Teamkollegen George Russell messen müssen. Russell ist ein junges Talent, er wird der Maßstab für Kubica sein. Ich freue mich für Kubica, dass er die Chance bekommen hat. Aber wir müssen abwarten, wie er im Rennen aussieht. Ich habe da schon ein paar Bedenken. Aber jetzt ist es schwer, ihn einzuschätzen, weil das Auto einfach nicht gut ist.

SPORT1: Wer wird in Melbourne die Nase vorn haben?

Surer: Wenn es normal läuft, wird Ferrari gewinnen – allerdings unter viel Druck von Mercedes. Und Vettel muss gewinnen. Wenn Ferrari Weltmeister werden will, muss man auf einen Fahrer setzen.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

 Powered by Max Banner Ads