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Presse beendet Schonfrist: "Vettel kämpft nicht wirklich"

Dieser Saisonstart von Ferrari ging gehörig schief: Mit großen Erwartungen nach starken Testfahrten in die Saison gestartet, mussten sich Sebastian Vettel und Teamkollege Charles Leclerc beim Formel-1-Auftakt in Melbourne mit den Plätzen vier und fünf begnügen.

Die italienische Presse spart anschließend nicht mit Kritik gegenüber der Scuderia, aber auch Vettel sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert. 

Mercedes und Sieger Valtteri Bottas werden dagegen vor allem in England gefeiert. Für The Telegraph haben die Silberpfeile Ferrari sogar zerquetscht.

SPORT1 fasst die Pressestimmen zusammen. 

ENGLAND

The Telegraph: “In dem Rennen, in dem von Ferrari erwartet wurde, sich wieder zu alter Bedeutung zu erheben und möglicherweise den Würgegriff von Mercedes zu lösen, wurden ihre beiden Autos um erstaunliche 57 Sekunden distanziert. Für Sebastian Vettel war dies ein alarmierendes Zeichen für die kommenden Kämpfe. Gerade als er zu hoffen gewagt hatte, dass Ferrari ihm ein Auto zur Verfügung stellen würde, mit dem er seinen Erzrivalen Lewis Hamilton bezwingen könnte, wurde er enttäuscht und verblüfft, indem Mercedes sein Team zerquetschte.”

Daily Mail: “Valtteri Bottas verlor im letzten Jahr das Duell mit Hamilton nach Siegen mit 0:11. Aber nach einem Winter mit Wodka und Porridge zum Frühstück wurde er doch noch zu einem Sieger.”

The Sun: “Incredi-Val! Bottas versprach, 2019 stärker und entschlossener zurückzukommen – und so präsentierte er sich auch, als er Lewis Hamilton in Melbourne bezwang.”

The Guardian: “Mercedes dominierte in Melbourne, aber Hamilton warnte auch: Er sei immer noch der Meinung, dass die Meisterschaft ein Dreikampf mit Ferrari und Red Bull werde. Bottas feierte einen beeindruckenden Sieg.”
   
ITALIEN

Gazzetta dello Sport: “Ferrari, was ist passiert? Für Maranello ist es besser, Australien sofort zu vergessen und das Blatt zu wenden, denn die Ferrari-Boliden im Albert Park sind nur die fahle Version der Autos, die in den letzten beiden Jahren in Australien gewonnen hatten. Es ist, als wäre das bei den Wintertests bewunderte Auto in Barcelona geblieben.”

Corriere dello Sport: “Ferraris Titeltraum scheint immer mehr zum Albtraum zu werden. Ferrari kann Mercedes nicht in die Schranken weisen, die Saison beginnt mit dem Doppelsieg von Bottas und Hamilton. Ganz ehrlich gesagt: ein Desaster für Maranello. Australien ist eine besondere Rennstrecke, doch das kann keine Entschuldigung für diese Blamage sein.”

Tuttosport: “Bei Ferrari schrillen die Alarmglocken. War es ein Blackout oder etwas viel Schlimmeres? Das Ferrari-Team, das als Favorit in Melbourne eingetroffen war, reist ab, ohne das Podium bestiegen zu haben. Damit hatte niemand gerechnet, vor allem nicht Teamchef Mattia Binotto. Die Enttäuschung ist groß und man findet keine Erklärungen. Vettel spricht von den Reifen, doch sind nur sie allein das wahre Problem?”

La Repubblica: “Vettel verfehlt das Podium, das Ferrari in den letzten vier Jahren beim Start in Australien stets erobert hatte. Seine Lina hilft ihm nicht. Warum Vettels Ferrari so langsam ist, ist noch eine offene Frage. In Melbourne wurde für Ferrari ein Sonnenaufgang erwartet, doch das Team hat eine fahle Dämmerung erlebt. Ferrari ist für Mercedes auf diese Weise nicht gefährlich.”

Corriere della Sera: “Fehlstart für Ferrari. Große Enttäuschung für Maranello. Wohin ist das wunderbare Auto der Tests in Barcelona verschwunden? In seiner doppelten Rolle als Teamchef und Technischer Direktor muss Mattia Binotto sehr schnell dieses fahle Auto in einen Protagonisten der Formel 1 umwandeln. Der Grand Prix in Bahrain mit einer für Ferrari günstigen Strecke wird zur Feuerprobe und zum Wahrheitstest.”

La Stampa: “Fehlstart in Australien: Ferrari muss erfahren, dass seine Boliden langsam sind. Die roten Flitzer, Könige bei den Tests, sind nur Schatten der Autos, die wir in Barcelona gesehen haben. Bis vor zwei Wochen war der SF90 der künftige König der F1. Ein Flug nach Australien genügt, um die Lage voll umzukrempeln. Vettels Auto funktioniert nicht, doch er kämpft nicht wirklich, um mehr herauszuholen.”

SPANIEN

Marca: “Bottas schlägt Hamilton, Ferrari betritt nicht mal das Podium. Ein runder und hochverdienter Sieg von Valtteri Bottas, Lewis Hamilton bekam gegen ihn keinen Stich. Der Rhythmus von Ferrari war enttäuschend. Vettels Gesichtsausdruck glich dem bei einer Beerdigung. Das sind schon schlechte Signale, die Ferrari sendet.”

AS: “Bottas frisst Hamilton auf, Verstappen versenkt Ferrari. Der Finne zog beim Start an Hamilton vorbei und war bis zum Ende unangreifbar. Der erste große Verlierer der Saison ist Ferrari, die Scuderia sah die Champagnerflasche nur aus der Ferne. Ferrari hat sein Versprechen nicht gehalten, ein enttäuschender Saisonbeginn für Vettel.”

Sport: “Bottas rebelliert in Australien. Eine Vorführung des Finnen. Ein totales Fiasko für Ferrari. Bottas mogelt sich im Zweikampf Hamilton gegen Vettel dazwischen. Auch Verstappen machte Ferrari das Leben schwer. Das war sicherlich nicht das, was sich Vettel für das erste Saisonrennen vorgestellt hatte.”

El Mundo Deportivo: “Bottas überrascht Hamilton, Ferrari enttäuscht auf breiter Front. Neues Jahr, neues Leben für Valtteri Bottas. Verstappen wird zum Partyschreck für Ferrari. Ein regelrechtes Desaster für Ferrari.”

SCHWEIZ

Blick: “Mercedes feiert mit Bottas und Hamilton – Ferrari verprügelt. Ein unbändiger Valtteri Bottas ringt zum Saisonstart in Melbourne seinen Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton nieder. Die beiden feiern einen Doppelsieg und geben damit die Marschrichtung für 2019 vor. Ferrari mit Sebastian Vettel und Charles Leclerc auf den Plätzen vier und fünf wird unsanft aus den Träumen gerissen. Eine Schmach nach den tollen Testtagen im Februar.”

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Vettel zu langsam! Ferrari verärgert Fans mit Stallorder

Fast eine Minute betrug der Rückstand von Sebastian Vettel auf Sieger Valtteri Bottas: Viel ernüchternder hätte das Auftaktrennen der Formel 1 in Melbourne für Ferrari kaum laufen können. (Service: Ergebnis Melbourne-GP)

Vettel war damit immerhin als erster Ferrari-Fahrer im Ziel – allerdings nur, weil die Chefs eingegriffen und seinen deutlich schnelleren Teamkollegen Charles Leclerc zurückgepiffen hatten.

Dieser holte in der zweiten Rennhälfte bis zu eine Sekunde pro Runde auf und reduzierte den Rückstand zu seinem Teamkollegen von mehr als 15 Sekunden auf zwischenzeitlich etwa 1,5 Sekunden. Nur vorbeifahren durfte er nicht.

Leclerc wäre schneller gewesen

Leclerc erkundigte sich noch über Funk beim Team, wie er sich jetzt verhalten soll. Die Antwort der Box lautete: “Nimm etwas Tempo heraus. Halte Abstand!”

Der Ferrari-Neuzugang befolgte die Anweisung und ließ sich drei, vier Sekunden zurückfallen. In der letzten Runde fuhr er dann aber plötzlich noch einmal zwei Sekunden schneller und demonstrierte, dass er Vettel locker hätte überholen können.

Das gab Vettel nach dem Rennen auch ehrlich zu: “Unter normalen Bedingungen wäre er durch, ich hätte nicht groß dagegenhalten können: Den Speed hatte ich nicht”, sagte Vettel.

Ferrari: Mit klarer Stallorder zum Titel?

Dabei hätte ein einzelner Platztausch für Vettels Punktekonto auch keinen großen Verlust bedeutet. Lediglich zwei Punkte hätte Vettel dafür weniger bekommen – doch in diesem Jahr will man bei der Scuderia augenscheinlich alles auf eine Karte setzen.

Marc Surer, Formel-1-Experte des Schweizer Fernsehens SRF, hatte im exklusiven Interview mit SPORT1 vor der Saison genau das von der Scuderia gefordert.

“Teamchef Mattia Binotto sagt, dass Vettel die klare Nummer eins ist. Das würde ich Ferrari auch empfehlen, wenn sie Weltmeister werden wollen”, sagte Surer.

Kritik von F1-Fans gegen Ferrari-Entscheidung

Bei vielen Formel-1-Fans stieß die Entscheidung vom Ferrari im ersten Rennen der Saison so ins Renngeschehen einzugreifen aber größtenteils auf Unverständnis.

Mercedes entscheidet sich gegen Teamorder

Lob gab es dagegen für die Silberpfeile, die sich gegen eine Teamorder entschieden hatte.

Denn nachdem Valtteri Bottas am Start die Führung übernommen hatte, gingen einige Beobachter davon aus, dass der Finne im Laufe des Rennens zurückstecken soll, um Lewis Hamilton den Vortritt zu geben.

Doch Mercedes entschied sich gegen eine Stallorder, die bei dem großen Vorsprung von Bottas auch seltsam ausgesehen hätte. Dennoch will man bei Mercedes beide Fahrer so lange wie möglich in dieser Saison frei fahren lassen.

Die Saison wird zeigen, welche Strategie sich am Ende als die Bessere erweisen wird.

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Italiens Presse: Vettel kapituliert vor perfektem Bottas

Dieser Saisonstart von Ferrari ging gehörig schief: Mit großen Erwartungen nach starken Testfahrten in die Saison gestartet, mussten sich Sebastian Vettel und Teamkollege Charles Leclerc beim Formel-1-Auftakt in Melbourne mit den Plätzen vier und fünf begnügen.

Die italienische Presse spart anschließend nicht mit Kritik gegenüber der Scuderia, während man Mercedes und Sieger Valtteri Bottas großen Respekt zollt.

SPORT1 fasst die Pressestimmen aus Italien zusammen.

Gazzetta dello Sport: “Bottas, ein Meisterwerk! Schlechter Start für Ferrari in Australien. Ein blasser Vettel muss sich mit dem vierten Platz begnügen. Leclerc scheint viel vitaler zu sein und gibt offen zu, dass er sich im Finale des Rennens an die Teamanweisungen gehalten hat und hinter Vettel geblieben ist.”

Corriere dello Sport: “Mercedes ist Ferrari weit voraus, Vettel ist schwer enttäuscht. Ein vierter Platz hinter den unangreifbaren Mercedes-Boliden und Verstappens Red Bull genügt Maranello nicht.”

Tuttosport: “Die Formel-1-WM startet mit der klaren Herrschaft von Mercedes. Bottas und Hamilton sind die unangefochtenen Herren Australiens, für Ferrari beginnt die Saison mit Schwierigkeiten. Die Maranello-Boliden haben einfach nicht den Speed.”

La Repubblica: “Die Formel 1 startet aufs Neue so, wie sie zu Ende gegangen war: mit der absoluten Herrschaft Mercedes. Ferraris neuer Bolide enttäuscht mit Vettels viertem Platz, was hinter den Erwartungen des neuen Teamchefs Binotto ist.”

Sky Sport Online: “Vettel kapituliert vor einem perfekten Bottas, die wahre Überraschung des Saisonstarts in Australien. Mit einem makellosen Start erobert Bottas Platz eins.”

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Das ist der junge Wilde an Vettels Seite

Als Nummer zwei im Team will sich Ferrari-Neuzugang Charles Leclerc nicht dauerhaft zufrieden geben. 

Als der Monegasse im Oktober 1997 geboren wurde, kämpfte Michael Schumacher in seinem zweiten Jahr bei der Scuderia um den WM-Titel. 2019 könnte Leclerc im Titelrennen eine wichtige Person sein – zumindest wenn man ihn lässt.

Leclerc ist der neue Hoffnungsträger für Ferrari. Schon früh investierten die Italiener in ihn und seine Zukunft: 2016 kam er in die Ferrari Driving Academy, das Nachwuchsprogramm von Ferrari. Mit reichlich Rückenwind marschierte er durch den Unterbau der Formel 1.

Leclerc-Aufstieg über die Ferrari-Akademie

2016 schloss er die GP3-Serie auf dem ersten Platz in der Gesamtwertung ab, 2017 dominierte er die Formel 2. Dort war seine Performance in der Qualifikation beeindruckend. An acht von elf Rennwochenenden sicherte er sich die Pole-Position. Doch nur einmal münzte er die gute Ausgangslage in einen Sieg um. Trotzdem gewann er die Meisterschaft deutlich.

Es folgte der Aufstieg in die Königsklasse des Motorsports. Da die begehrten Plätze bei den Roten von Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen besetzt waren, blieb ihm nur ein Cockpit bei Sauber.

Auch wenn es für einen Jungspund wie Leclerc wohl nicht einfach gewesen sein dürfte, lediglich bei einem Mittelfeldteam unterzukommen, dürfte er das Engagement bei den Schweizern auch mit Genugtuung angenommen haben. Wer sollte ihm noch den Platz bei den Roten streitig machen, wenn Vettel oder Räikkönen ihren Hut nehmen? 

Surer: Ferrari-Duell ist ausgeglichen

Als Leclerc Im Herbst 2018 bei Ferrari für das folgende Jahr bestätigt wurde, war das allerdings keine Entscheidung, die darauf beruhte, dass Räikkönen zurückgesteckt hätte. Im Gegenteil: Es war das Bekenntnis der Ferrari-Chefs zu dem Nachwuchstalent.

Die Beförderung schien ihm offenbar in der Schlussphase Schwung gegeben zu haben: In den letzten sieben Rennen fuhr er fünf Mal in die Punkte.

Leclerc hat in diesem Jahr bei den Wintertestfahrten in Barcelona gezeigt, dass er es durchaus mit Sebastian Vettel aufnehmen kann.

Im exklusiven SPORT1-Interview sagte der Experte Marc Surer: “Für mich ist das Kräfteverhältnis bei Ferrari 50:50. Vettel hat sich schwergetan, die Zeit von Leclerc zu schlagen.”

Trotzdem sieht Surer keinen offenen Kampf um den Titel bei den Roten: “Teamchef Mattia Binotto sagt, dass Vettel die klare Nummer 1 ist. Das würde ich Ferrari auch empfehlen, wenn sie Weltmeister werden wollen.”

Leclerc in Melbourne noch mit Problemen

Die ersten Eindrücke vom Saisonauftakt in Melbourne (Formel 1: Großer Preis von Australien Sonntag ab 6.10 Uhr im LIVETICKER) lassen vermuten, dass Ferrari wohl doch nicht in der Favoritenrolle steckt, in der Beobachter die Roten vor der Saison sahen. Mercedes scheint schneller zu sein.

Auch der Neuling in Rot hatte Probleme, drehte sich im Training von der Strecke. Sein Ferrari-Debüt wird Leclerc von der fünften Startposition aus angehen. Dabei war er etwa zweieinhalb Zehntel hinter seinem Teamkollegen. Ein Abstand, dem man ihm zugestehen darf – nicht nur, weil es das erste Rennen in Rot ist.

Ob Leclerc in näherer Zukunft Weltmeister werden kann, hängt somit nicht nur von seiner Leistung ab. Maßgeblich scheint vielmehr die Frage, wie sich Sebastian Vettel schlägt. Hat der Deutsche das Rennglück nicht auf seiner Seite, könnte sich das Team im Laufe des Jahres gezwungen sehen, umzudisponieren. Doch auch hier gilt: Leclercs Zeit bei Ferrari wird kommen.

Schließlich wird die Vettel-Ära auch nicht mehr ewig dauern. Klappt es für ihn erneut nicht mit dem Titel, könnte er am Ende des Jahres Ferrari unter Umständen verlassen. Dann wäre Leclerc möglicherweise in der Rolle des Teamleaders.

Emotionale Verbindung zum verstorbenen Bianchi

Charles Leclerc ist der erste Fahrer der Ferrari Driving Academy, der es bis ins Formel-1-Team der Scuderia schaffen wird. Ein Weg, der eigentlich für Jules Bianchi geebnet zu sein schien, bevor der junge Franzose 2015 an den Folgen seines schweren Unfalls verstarb.

Schon seit Leclercs Karttagen war Bianchi sein Förderer und Freund, obwohl er nur acht Jahre älter als der Monegasse war, war er dessen Patenonkel.

“Ich kannte Jules schon seit ich auf der Welt bin”, erzählte Leclerc bei Sky F1: “Er hat mir viele Dinge beigebracht und war immer für mich da.” 

Bei Ferrari will Leclerc nun die Karriere hinlegen, die seinem Freund nicht mehr vergönnt war.

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Ohrfeige für Vettel – und Hamilton stichelt schon

Vier Wochen lang waren die Hoffnungen bei Sebastian Vettel und Ferrari auf den großen Umsturz in der Formel 1 gediehen, seit den Testfahrten wuchsen die Erwartungen immer höher – dann kam der Samstag im Albert Park, und es war mal wieder “Hammertime”.

Im Qualifying zum Großen Preis von Australien zerschlug Lewis Hamilton die Träume der Rivalen geradezu. Der Weltmeister im Mercedes raste souverän wie eh und je zur sechsten Melbourne-Pole in Serie. (Formel-1-Rennen in Melbourne So. ab 6.10 Uhr im LIVETICKER).

“Den Vorsprung habe ich nicht erwartet. Das ist ein großer Schock für mich”, sagte der Engländer. Umso größer dürfte der von Vettel gewesen sein, der mit sieben Zehnteln Rückstand Dritter wurde. Nur Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas war als Zweiter auf Schlagdistanz. (DATENCENTER: Ergebnis Qualifying Australien)

Hamilton hadert mit schlechter Runde

Nach den jeweiligen ersten Runs in Q3 hatte sogar der Finne noch die Nase vorn gehabt, was laut Hamilton aber einem Fahrfehler geschuldet war: “Meine erste Runde war ziemlich schlecht. Allein in der ersten Kurve verlor ich vier Zehntel.”

Hamiltons schlechte Runde war allerdings immer noch anderthalb Zehntel schneller als Vettels Topzeit. ”Ich bin überrascht, wie stark Mercedes hier ist. Ich denke, jeder ist das – sogar sie selbst”, sagte Vettel. (Die Stimmen zum Qualifying)

Ferrari dominiert Tests nach Belieben

Denn eigentlich schienen die Rollen nach den Testfahrten verteilt. Mercedes startete bei den Probeläufen in Barcelona schwach und kam erst gegen Ende in Schwung. Ferrari überzeugte dagegen von Tag eins an und war daher als Favorit zum Saisonauftakt nach Australien gereist.

Doch dort übernahmen die Silberpfeile das Kommando. Wie groß die Überlegenheit ist, zeigt folgende Aussage Hamiltons nach dem Qualifying: “Um ehrlich zu sein, bin ich nicht zu glücklich, dass der Vorsprung so groß ist. Denn ich mag es eng. Denn dann kann ich den Unterschied machen.”

Schon vor dem ersten Rennen muss sich Vettel eine Stichelei seines großen Konkurrenten gefallen lassen. Der Brite fordert Ferrari auf, zuzulegen – damit es ihm nicht langweilig wird.

Hamilton: Ferrari ist langsamer geworden

Hat Mercedes bei den Testfahrten in Melbourne also nur geblufft? Laut Hamilton nicht: ”Unsere Analysten hatten uns entweder knapp oder ein ganzes Stück zurück gesehen – bis zu vier Zehntel.”

Seiner Meinung nach liegt das Ergebnis mehr an Ferrari als an Mercedes: “Wir dachten, wir haben harte Arbeit vor uns. Es sieht aus, als ob Ferrari Performance verloren hat. Wir haben das Auto nicht geändert.”

Auch Vettel schien ratlos: “Sieben Zehntel sind eine Menge Holz. Da sind sie (Mercedes, Anm. d. Red.) in einer sehr bequemen Situation und wir haben große Kopfschmerzen. Ich glaube, dass Mercedes nicht weiß, warum der Abstand so groß ist und wir wissen ehrlich gesagt auch nicht, warum wir so weit dahinter sind.”

Melbourne-Strecke kommt Mercedes entgegen

Natürlich kommt die spezielle Charakteristik der Strecke in Melbourne dem Mercedes entgegen wie schon die vergangenen Jahre zeigten. Schließlich betrug Hamiltons Vorsprung auch beim Qualifying 2018 sechs Zehntel auf Ferrari, was sich im weiteren Saisonverlauf nicht bestätigte.

Dennoch hatte man nach den beeindruckenden Testfahrten in Barcelona mehr von der Scuderia erwartet. Viele Experten hatten zuvor prophezeit, dass die spannendste Frage sein wird, ob Sebastian Vettel oder sein Teamkollege Charles Leclerc den Sieg holen werden würde.

Doch nach den ersten Tagen in Melbourne kehrte Ernüchterung bei Ferrari ein. “Uns fehlt einfach ein bisschen von allem – außer beim Topspeed, da sehen wir gut aus. Wir verlieren in den Kurven kontinuierlich”, haderte Vettel.

Schwarze Hamilton-Bilanz macht Vettel Hoffnung

Wirklich Hoffnung machen Vettel und Ferrari wohl nur eine Sache: Hamilton holte nun zwar zum sechsten Mal in Folge in Melbourne die Pole – doch gewonnen hat er lediglich das Rennen 2015.

Vettel hat dagegen bei den vergangenen beiden Rennen Down Under triumphiert, von den Startplätzen zwei und drei. Im vergangenen Jahr halfen taktische Fehler von Mercedes beim Sieg.

“Natürlich können wir gewinnen”, sagte Vettel daher: “Wir haben ein gutes Auto für das Rennen, und wir haben es hier aus so einer Position schon geschafft. Aber so wie Mercedes hier aufgetreten ist, sind sie die klaren Favoriten.”

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Australien-GP: Hamilton vor Quali in der Favoritenrolle

Unerwartet rückten Lewis Hamilton und Mercedes am Freitag in die Favoritenrolle beim Großen Preis von Australien. (Formel 1, Melbourne: Qualifikation: Samstag ab 6.00 Uhr im LIVETICKER). Denn nach den Testfahrten im Winter sah Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel noch wie der heißeste Kandidat auf den Sieg aus (SERVICE: SPORT1-Kolumnist Peter Kohl bewertet das Kräfteverhältnis).

Neben der Tagesbestzeit gibt es für Lewis Hamilton eine weitere wichtige Erkenntnis. ”Wichtig ist, dass unsere beiden Autos weiter Kilometer abgespult haben, keiner von uns einen Fehler gemacht hat und wir die Autos in einem Stück gelassen haben – das macht viel aus”, erklärte er nach dem freien Training. Sebastian Vettel gab sich trotz des Abstands von 0,8 Sekunden optimistisch: “Sowas kommt schnell zusammen, auf einer Strecke wie hier. Ich mache mich jetzt nicht verrückt.” Er hofft darauf, dass sein Team sich wie im vergangenen Jahr bis zur Qualifikation steigern kann.

Vettels neuer Teamkollege Charles Leclerc drehte sich im zweiten freien Training. “Wir haben verstanden, wo wir uns verbessern müssen”, gab er sich hoffnungsvoll. Er legt seine Hoffnung auf das dritte freie Training am Samstagvormittag. Hier können sich die Fahrer noch einmal auf die Qualifikation vorbereiten und Veränderungen am Fahrzeug ausprobieren.

Experten sind besorgt

Christian Danner, Formel-1-Experte bei RTL, analysierte nach dem Training: “Der Abstand ist ein bisschen groß.” Er verwies darauf, dass die Silbernen nicht nur auf eine Runde gesehen stärker waren. Auch die Longruns seien sehr stabil und ohne große Probleme abgelaufen. Gleichzeitig ist er guter Dinge, dass es Samstag und Sonntag enger zugehen könnte. “Die Strecke ändert sich, die Balance ändert sich.”

Auch Karun Chandhok ist besorgt. Der Experte beim Streamingdienst F1 TV Pro sagte: “Wenn das die echte Pace von Mercedes ist, ist das ein riesen Ärgernis für Red Bull und Ferrari.”

Beide Teams scheinen auf einem vergleichbaren Niveau zu sein. Sie bewegten sich im Abstand von 0,1 Sekunde zueinander. Auch dahinter geht es zwischen Alfa Romeo und Renault eng zu. Das könnte viel Action für das Qualifying bedeuten. Knappe Abstände könnten zur Folge haben, dass etablierte Fahrer vorzeitig im ersten oder zweiten Abschnitt der Qualifikation hängen bleiben.

Soweit wird das Williams-Duo George Russell und Robert Kubica nicht kommen. Russel lag mehr als 1,7 Sekunden hinter Lando Norris, der 18. wurde. Dem Comeback von Kubica blicken viele Beobachter gespannt entgegen. Der Pole greift nach acht Jahren Pause wieder ins Formel-1-Lenkrad.

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Der Saisonauftakt ist für Teams und Fahrer die erste Standortbestimmung. Ein gutes Ergebnis gibt Rückenwind für den weiteren Verlauf des Jahres. Gerade im ersten Rennen kommt es häufig nicht so sehr auf die Performance an. Die Autos sind noch unausgereift und es gibt viele Ausfälle. Wer das Ziel erreicht, hat Chancen auf ein gutes Ergebnis.

F1-Autos wurden verändert

Ein Sieg in Melbourne darf nicht zu hoch bewertet werden: Im vergangenen Jahr gewann Sebastian Vettel vor Lewis Hamilton, musste sich am Ende der Saison in der WM-Wertung aber geschlagen geben.

Das technische Regelwerk wurde über den Winter verändert. Die Autos sind nun breiter und nicht mehr so anfällig bei verwirbelter Luft. Dadurch soll das Überholen vereinfacht werden (SERVICE: Das ist neu in der Formel 1).

Die Formel 1 2019 LIVE im TV, Stream, Ticker

In dieser Saison laufen die Rennen im Free TV bei RTL sowie im Pay TV bei Sky.

Das Formel-1-Wochenende in Melbourne können die Fans auch über den offiziellen Livestream der Formel 1, F1 TV Pro, verfolgen. Dort werden alle Sessions, die Pressekonferenzen und Interviews übertragen. Auch über die Streamingdienste TVNow (RTL) und Sky Go sind Formel-1-Inhalte abrufbar.

SPORT1 berichtet LIVE im Formel 1-Ticker von den Trainings, Qualifying und Rennen.

Der Zeitplan des F1-Grand-Prix von Australien im Überblick:

Samstag:

4.00 Uhr: 3. freies Training im LIVETICKER auf SPORT1.de

7.00 Uhr: Qualifiying im LIVETICKER auf SPORT1.de

Sonntag:

6.10 Uhr: Rennen im LIVETICKER auf SPORT1.de

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So hat sich die Formel 1 in 70 Jahren verändert

70 Jahre Formel 1 zum Durchklicken:

Sebastian Vettel und Lewis Hamilton – das sind die Formel-1-Stars der aktuellen Generation. In 70 Jahren Jahren Königsklasse haben es aber viele große Namen zu Ruhm und Ehre gebracht: Niki Lauda, Ayrton Senna und Michael Schumacher sind nur einige von ihnen.

Aber nicht nur die Namen haben sich geändert, sondern auch das Umfeld. Der Sport ist sicherer geworden, die Aerodynamik spielt eine größere Rolle. Abseits der Piste ist der Sport zu einer großen Show geworden.

SPORT1 blickt zurück, wie sich die Formel 1 verändert hat.

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Wo findet das große Jubiläum statt? Die Strecken der Formel 1

Die Formel 1-Strecken zum Durchklicken:

Am Freitag startet die Formel 1-Saison 2019. Dem Saisonstart in Melbourne blicken Fahrer, Teams und Fans gespannt entgegen. Nach den Testfahrten in Barcelona ist Sebastian Vettel für viele der Favorit auf den Sieg in Down Under.

Die 70. Saison der Königsklasse des Motorsports hat 2019 viel zu bieten. In China feiert Formel 1 ein besonderes Jubiläum. Das Rennen in Schanghai wird das 1000. Rennen sein, das im Rahmen einer Formel 1- oder Automobilweltmeisterschaft stattfindet.

Ebenfalls dabei ist auch wieder der Große Preis von Deutschland. Zum zweiten Mal in Folge jagen die Fahrer auf dem Hockenreimring den Sieg.

SPORT1 zeigt die 21 Strecken der Saison 2019 und die Termine der Rennen.

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Warum hat Vettel die 5? Die Geheimnisse hinter den Startnummern

Bis einschließlich 2013 war es im Reglement der FIA festgelegt, dass jeder Fahrer seine Startnummer für die kommende Saison entsprechend der letztjährigen Positionierung des Teams in der Konstrukteurs-WM bekommen hatte. Lediglich die Nummern eins und zwei wurden von dieser Regelung ausgenommen. Damit sollte sichergestellt werden, dass der amtierende Weltmeister die eins auf sein Auto bekommt. Der Teamkollege donnerte automatisch mit der Zwei über die Strecken dieser Welt.

Aber ab der Saison 2014 sollte alles anders werden. Zur besseren Vermarktung beschloss die FIA, dass die Fahrer sich eine persönliche Startnummer zwischen 2 und 99 aussuchen können, die sie während ihrer kompletten Formel 1-Zeit behalten. Einzige Ausnahmen sind aktuell die 1 und 17.

Die 1 bleibt weiterhin dem aktuellen Weltmeister vorbehalten, der aber darauf verzichten kann, wenn er seine persönliche Startnummer vorzieht. Die 17 wird zu Ehren von Jules Bianchi nach seinem tödlichen Unfall nicht mehr vergeben.

SPORT1 zeigt die Fahrer der Saison 2019, ihre Startnummern und die Gründe für die Wahl.

Mercedes-AMG Petronas Motorsport

Fahrer: Lewis Hamilton
Startnummer: 44
Grund: Für den fünffachen Weltmeister Lewis Hamilton ist die 44 eine Reminiszenz an seine Anfänge im Motorsport. Mit der 44 gewann er 1995 die Juniorenklasse der britischen Kartmeisterschaften. “Die 44 hat mir seither immer Glück gebracht”, so der Engländer.

Fahrer: Valtteri Bottas
Startnummer: 77
Grund: Valtteri Bottas hatte bei seiner Wahl wohl schon den Social Media-Aspekt berücksichtigt. Die 77 passt perfekt zu seinem Namen auf Twitter und Co. – “‘#Bo77as”.

SCUDERIA FERRARI MISSION WINNOW

Fahrer: Sebastian Vettel
Startnummer: 5
Grund: Ähnlich wie bei Hamilton hat sich Sebastian Vettel bei der Nummernwahl für die Anfänge seiner Karriere entschieden. Mit der 5 stieg er 2001 in den Kart-Sport ein und bei seinem ersten Formel 1-Weltmeistertitel 2010 prangte ebenfalls die 5 auf seinem Boliden.

Fahrer: Charles Leclerc
Startnummer: 16
Grund: Charles Leclerc musste sich ordentlich den Kopf zerbrechen, bis er zur 16 kam. Erst wollte er seine Lieblingszahl 7, aber die war schon von Räikkönen besetzt. Dann schielte er auf die 10, aber die hatte ihm Pierre Gasly schon vor der Nase weggeschnappt. Am Ende entschied er sich für die 16, weil er am 16. Oktober Geburtstag hat und 1+6 wieder zu seiner Lieblingszahl 7 führt.

ASTON MARTIN RED BULL RACING

Fahrer: Max Verstappen
Startnummer: 33
Grund:  Die Gründe für Max Verstappens Wahl liegen ebenfalls in der Kindheit. “Schon als kleiner Junge war ich mit dieser Nummer unterwegs. Deshalb dachte ich, es wäre nett, sie auch in der Formel 1 zu behalten.”

Fahrer: Pierre Gasly
Startnummer: 10
Grund: Bei Pierre Gasly gibt es keine spezielle Begründung für die Nummernwahl. Vielleicht hat er sich als großer Fußballfan einfach von dem legendären Ruf der 10 leiten lassen.

RENAULT F1 TEAM

Fahrer: Daniel Ricciardo
Startnummer: 3
Grund:  Die 3 war die erste Nummer, mit der Daniel Ricciardo jemals bei einem Rennen an den Start ging. Dazu ist die NASCAR-Legende Dale Earnhardt, von der der Australier ein großer Fan ist, jahrelang mit der 3 im Oval gestartet.

Fahrer: Nico Hülkenberg
Startnummer: 27
Grund: Nico Hülkenberg hat sich für eine der legendärsten Nummern überhaupt in der Formel 1-Geschichte entschieden. Gilles Villneuve sorgte für die ersten Lorbeeren der 27. Danach war die Nummer fest in Ferrari-Hand. Nigel Mansell, Alain Prost und Jean Alesi führten die stolze Tradition der 27 fort. 1990 wurde sie mit Ayrton Senna bei McLaren endgültig zur Legende.

RICH ENERGY HAAS F1 TEAM

Fahrer: Roman Grosjean
Startnummer: 8
Grund: Bei Roman Grosjean ist kein genauer Grund bekannt. Vielleicht hatte er sich für die 8 entschieden, weil er in der Saison 2013 mit ebendieser Nummer sein bestes Karriereergebnis eingefahren hatte (Platz sieben in der Gesamtwertung).

Fahrer: Kevin Magnussen
Startnummer: 20
Grund: Kevin Magnussen hatte vor seinem Formel 1-Einstieg mit der 20 die Meisterschaft in der Formel 3.5-Liter gewonnen. Dazu fuhren unter anderem Rennlegenden wie Stirling Moss und Martin Brundle mit dieser Nummer.

SPORTPESA RACING POINT F1 TEAM

Fahrer: Sergio Perez
Startnummer: 11
Grund: Bei Sergio Perez spielt wieder das Internet eine besondere Rolle bei der Nummernwahl. Zwar hatte er die 11 auch schon auf seinem Kart, aber da auch seine Email-Adresse die 11 beinhaltet, war die Wahl für ihn naheliegend.

Fahrer: Lance Stroll
Startnummer: 18
Grund: Die 18 begleitet Lance Stroll seit seiner Zeit in der italiensichen Formel 4 und der neuseeländischen Formel Toyota.

MCLAREN F1 TEAM

Fahrer: Lando Norris
Startnummer: 4
Grund: Auch bei Lando Norris spielt Social Media die entscheidende Rolle. Die 4 kann man nämlich so herrlich in seinen Namen einfügen – #l4ndo#. Dazu wollte er es sich nicht zu einfach machen und einfach die Nummer seines großen Idols Valentino Rossi nehmen (46).

Fahrer: Carlos Sainz
Startnummer: 55
Grund: Carlos Sainz hatte wohl den gleichen Social Media-Kurs wie Valtteri Bottas und Lando Norris. Auch bei ihm war eine Spielerei mit seinem Namen ausschlaggebend – “#carlo55sainz”. Zwar wollte er ursprünglich die 5, aber da die von Vettel schon besetzt war, wich er gern auf die 55 aus.

RED BULL TORO ROSSO HONDA

Fahrer: Daniil Kwjat
Startnummer: 26
Grund: Bei Daniil Kwjat ist über die genauen Gründe der Nummernwahl nichts bekannt. Auf Twitter äußerte er dazu nur vielsagend “Die Geschichte zu dieser Nummer muss noch geschrieben werden!”

Fahrer: Alexander Albon
Startnummer: 23
Grund: Ähnlich wie bei Lando Norris spielte Valentino Rossi auch bei Alexander Albon eine große Rolle. Allerdings wollte er den Italiener nicht stumpf kopieren und entschloss sich daher für die 23 (die Hälfte von 46).

ALFA ROMEO RACING

Fahrer: Kimi Räikkönen
Startnummer: 7
Grund: Der Finne ist und bleibt einfach ein Original. Während sich alle anderen Fahrer großes Kopfzerbrechen gemacht hatten, ist Räikkönen eher pragmatisch an die Sache herangegangen. “Dazu gibt es keine spezielle Geschichte. Die Nummer hatte ich schon im vergangenen Jahr und ich sah keinen Grund, das zu ändern. Ich mag sie und das reicht doch, oder?”

Fahrer: Antonio Giovinazzi
Startnummer: 99
Grund: Bereits als Testfahrer bei Ferrari wählte er die 99. In einem Auto der Scuderia fahren zu dürfen, sei für ihn immer etwas Besonderes. Daher entschied er sich für die 99, da sie die größte zweistellige Zahl ist und damit auch etwas Besonderes darstellt.

ROKIT WILLIAMS RACING

Fahrer: Robert Kubica
Startnummer: 88
Grund: Für Robert Kubica hat ein Sprichwort den Ausschlag bei der Nummernwahl gegeben. Die 8 war seine erste Nummer im Kartsport. Aber da “doppelt gemoppelt besser hält”, hat er die 8 einfach verdoppelt.

Fahrer: George Russel
Startnummer: 63
Grund: George Russel macht aus seiner Wahl ein Geheimnis. Zu der Wahl hat sich der Brite bisher nicht geäußert.

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So nennt Vettel sein neues Auto

Sebastian Vettel kämpft mit der schlanken “Lina” um seinen fünften Weltmeistertitel in der Formel 1. Den Namen für seinen neuen Ferrari SF90 gab der Heppenheimer am Mittwoch beim Saison-Auftaktfestival in Melbourne bekannt. Am Sonntag (Formel 1: Großer Preis von Australien am Sonntag ab 6.10 Uhr im LIVETICKER) findet im Albert Park der erste Lauf statt.

Vettel gibt seinen Boliden traditionell Frauennamen. Auf die Frage, ob seine neue “rote Göttin” dick (“fat”) oder schlank (“lean”) sei, antwortete der Vizeweltmeister: “Sie ist wirklich schlank.” Unklar war vor dem Großen Preis von Australien zunächst, ob die Schreibweise Lina, Lena oder Leena ist.

Erstmals hatte Vettel 2008 seinem Wagen einen Namen gegeben. Der Toro Rosso hieß “Julie”, später folgten unter anderem “Luscious Liz” (2010), “Hungry Heidi” (2013) und “Margherita” (2016). Im Vorjahr hieß der Ferrari “Loria”.

Ecclestone glaubt an Vettel

Der frühere Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ist überzeugt, dass Vettel mit seinem neuen Wagen in dieser Saison Titelverteidiger Lewis Hamilton (Mercedes) hinter sich lässt und erstmals seit sechs Jahren wieder Weltmeister wird. “Diesmal wird Ferrari mit Vettel siegen. Er ist wegen der Atmosphäre im Team und wegen des neuen Autos glücklich, auch wenn Lewis Hamilton als Favorit startet”, sagte der 88-Jährige der Mailänder Tageszeitung Corriere della Sera.

Vettel sei “sehr intelligent, er hat viele Interessen in jedem Bereich. Aber er ist zurückhaltend. Nach jedem Rennen kehrt er zu Frau und Töchtern nach Hause zurück. Er ist genau das Gegenteil von Lewis Hamilton”, so Ecclestone: “Vettel kann man voll vertrauen. Ich vertraue ihm blind, ich würde im einen Blankoscheck in die Hand geben.”

Hamilton bezeichnete der Brite als “einmalig. Er ist das Beste und das Schlechteste der Formel. Er wirbt für die F1 wie kein anderer, aber er lenkt die Aufmerksamkeit von der F1 ab und richtet sie auf sich. Das ist nicht schlecht, doch andere Piloten müssen aufwachen, um ihre Persönlichkeit zu zeigen.”

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