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Löst die Grüne Hölle Deutschlands Formel-1-Problem?

Was war das für ein verrückter Deutschland-Grand-Prix! Sebastian Vettel, der so nah vor seinem ersten Sieg in Hockenheim seinen Ferrari in den Kies setzt. Lewis Hamilton, der von Startplatz 14 zum Triumph rast. 71.000 Zuschauer am Rennsonntag, 165.000 am gesamten Wochenende – so viel wie noch nie nach der Ära von Michael Schumacher – in ausgelassenster Stimmung. Und doch: Es könnte das letzte Formel-1-Rennen in Deutschland auf absehbare Zeit gewesen sein.

Denn der Streckenbetreiber will – oder vielmehr kann – die geforderten Gagen der Königsklasse nicht mehr aufbringen. Die Formel 1 ist in Hockenheim schon lange ein Zuschussgeschäft, mindestens ein Risikogeschäft. In diesem Jahr soll, Pi mal Daumen, immerhin die schwarze Null stehen.

Die Formel 1 in Deutschland steckt im Fegefeuer. Und an dieser Stelle kommt die Grüne Hölle ins Spiel, wie der dreimalige Weltmeister Jackie Stewart die 21 Kilometer lange Legende unter den Rennstrecken einst getauft hat.

Nürburgring unterbreitet tollkühnen Plan

Mirco Markfort, Betreiber der Nürburgring-Betreibergesellschaft, hat die Rückkehr der Formel 1 auf die berüchtigte Nordschleife angestoßen. Er meint es ernst, den tollkühnen Plan hat er Liberty Media, Mehrheitsbesitzer der Formel-1-Vermarktungsrechte, unterbreitet. Bislang ohne Erfolg.

Am vergangenen Wochenende waberte diese Idee nun durch das Fahrerlager der Formel 1. Bei den Fahrern leuchteten – allen Gefahren zum Trotz – sogleich die Augen.

Vettel: “Das wäre episch”

“Die Nordschleife ist einzigartig. Sie hat einen besonderen Charakter, die vielen phantastischen Kurven, es geht über Berg und Tal”, schwärmte Hamilton gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und erwärmte sich direkt für die Idee : “Ich würde es lieben.”

Auch für Vettel hat die Idee einen großen Reiz. “Das wäre episch. Gänsehaut”, sagt Vettel, der 2013 das bislang letzte Formel-1-Rennen auf dem modernisierten Nürburgring gewann.

Hamilton und Vettel sind nicht allein. Als Timo Bernhard vor einigen Wochen den Rundenrekord in seinem Porsche auf fünf Minuten und 19 Sekunden drückte, verfolgten viele Formel-1-Fahrer am Rande des Grand Prix in Spielberg die Dokumentation bei Youtube.

Begeistert wären sicher auch die Zuschauer. Mit 100.000 kalkuliert der Nürburgring. Andere glauben, dass die Formel 1 200.000 bis 300.000 Fans an die Nordschleife locken würde.

Mercedes-Ingenieure planen Computer-Simulation

Oder ist alles nur ein Hirngespinst? Durch die Fuchsröhre passt ja nur ein Wagen, die Passage “Flugplatz” hat nicht umsonst ihren Namen. Immerhin: Ingenieure von Mercedes sollen demnächst eine Runde mit einem Formel-1-Auto am Computer simulieren.

Doch die Boliden müssten – um das Vorhaben in die Tat umzusetzen – allein für dieses eine Rennen stark umgebaut werden. Noch dazu müsste das Reglement angepasst werden.

Es hapert an der Sicherheit

Noch gravierender ist der Sicherheitsaspekt. “Wahrscheinlich müsste man viel Geld einsetzen, um die ganze Strecke für die Formel 1 sicher zu machen”, sagt Hamilton. Auslaufzonen wie auf den modernen Rennstrecken gibt es auf der Nordschleife nicht. Markfort hält dagegen, dass die Formel-1-Autos auch auf anderen Strecken wie in Monaco oder Baku Zentimeter an Mauern vorbei führen.

Niki Lauda glaubt indes nicht, dass es ein akzeptables Sicherheitskonzept für ein Formel-1-Rennen auf der Nordschleife geben kann. Mit einem “Nein” beantwortet der Aufsichtsratsboss von Mercedes die Frage kurz und knapp.

Lauda weiß um die Gefahren der Grünen Hölle. Vor 42 Jahren wäre er dort in seinem Formel-1-Auto beinahe verbrannt.

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Verspielt Vettel wieder die WM?

Kurz vor der Sommerpause spitzt sich der WM-Kampf in der Formel 1 wieder einmal zu. Sowohl WM-Leader Lewis Hamilton als auch Ferrari-Star Sebastian Vettel haben je vier Siege in dieser Saison eingefahren.

Das weckt Erinnerungen an 2017: Bis zur Sommerpause hatten die beiden Rivalen damals ebenfalls je vier Rennen gewonnen. Von den nächsten sechs gewann Hamilton jedoch fünf und entschied die WM so zu seinen Gunsten.

Vettel verlor in diesem Zeitraum 80 Punkte auf seinen Rivalen und musste dem Briten bereits zwei Rennen vor Saisonende zum WM-Titel gratulieren. Droht Vettel nach dem Hockenheim-Aus und dem Verlust der WM-Führung in dieser Saison nun Ähnliches?

Während Vettel 2017 mit 14 Zählern Vorsprung in die Sommerpause ging, läuft der viermalige Weltmeister aktuell sogar einem Rückstand von 17 Punkten hinterher. Dennoch sagte Vettel nach dem verpatzten Heim-GP nicht ohne Grund: “Unser gutes Auto ist mir Trost genug.” (Fahrerwertung der Formel 1)

Budapest liegt Vettel und Ferrari

Mit Budapest steht vor der Sommerpause zudem noch ein Rennen an, welches Ferrari liegen sollte. Nicht umsonst siegte Vettel dort zweimal in den letzten drei Jahren. Hamilton gewann zwar 2016, stand in den anderen beiden Jahren aber nicht einmal auf dem Podest.

Eine Verkürzung des Rückstands beim Großen Preis von Ungarn, dessen langsamere Kurven Ferrari eher entgegenkommen als Mercedes, ist daher durchaus wahrscheinlich. Noch entscheidender wird es für Vettel allerdings sein, in den Rennen nach der Sommerpause den Anschluss zu halten.

Denn mit Spa und Monza folgen zwei Strecken, die aufgrund ihrer langen Vollgas-Passagen bisher als Mercedes-Territorium galten – doch das könnte sich in dieser Saison ändern. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Ferrari in Sachen Power den Silberpfeilen den Rang abgelaufen hat.

Das wurde spätestens in Hockenheim deutlich – auf einer vermeintlichen Mercedes-Strecke. Motorsportchef Toto Wolff sprach angesichts eines Defizits von 0,5 Sekunden gegenüber Ferrari auf den Geraden von einem “ernsthaften Weckruf”. 

Ferrari hängt Mercedes ab

Ex-Weltmeister Nico Rosberg weiß, woher der Vorsprung der Scuderia auf den Geraden rührt: “Ferrari hat einen sehr speziellen Weg gefunden, mehr PS aus der Batterie zu holen.”

Berechnungen der Rivalen zufolge soll Ferrari von einem Rennen auf das nächste 28 Kilowatt (38 PS) zugelegt haben. Einige vermuten, dass dies nicht mit rechten Dingen zugeht – doch solange die FIA keinen Verstoß ausmacht, muss sich Vettel darüber keine Sorgen machen.

Man darf zwar davon ausgehen, dass Mercedes diesen Rückstand wieder verkürzen wird. Anders als in den vergangenen Jahren scheint Ferrari 2018 aber nicht nur im Rennen, sondern auch im Qualifying in der Lage zu sein, Mercedes in die Schranken zu weisen.

Vettel muss sich steigern

Es könnten diesmal daher tatsächlich die Fahrer über den Ausgang des WM-Duells entschieden. Hier muss sich Vettel noch steigern, wenn es mit Titel Nummer 5 klappen soll. In Hockenheim machte sich der Deutsche zum wiederholten Mal durch eigene Fehler ein Rennen kaputt.

Während Hamilton eher einmal von der eigenen Technik ausgebremst wird, wollen italienischen Gazzetten bei Vettel bereits vier schwerwiegende Fehler in elf Rennen ausgemacht haben – für einen Weltklasse-Fahrer viel zu viel.

Für den Corriere della Sera ist der aktuelle Rückstand auf Hamilton vor allem Vettel zuzuschreiben: ”Das Verhalten der beiden Starpiloten macht den Unterschied.” An Vettels Schnelligkeit zweifelt niemand, eher an seinem übertriebenen Tatendrang, wie es La Stampa nennt.

Schafft es Vettel diesen zu kontrollieren, ist in dieser Saison der WM-Titel drin. Die nötige Speed bringt der Ferrari 2018 auf alle Fälle mit.

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F1 in Miami verzögert sich – Chancen für Hockenheim gestiegen

Die Pläne für ein Formel-1-Rennen in Miami schon im Jahr 2019 sind geplatzt. Das teilte F1-Marketingchef Sean Bratches am Montag mit. Nach “komplizierten Verhandlungen” werde es die nötige Unterschrift erst “später im Sommer” geben.

Neues Ziel sei es, “den ersten Grand Prix in Miami im Jahr 2020 auszurichten”, sagte Bratches. Diese Entscheidung erhöht gleichzeitig die Chancen auf einen Deutschland-Grand-Prix 2019 in Hockenheim.

“Wir haben immer gesagt, dass wir keine Kompromisse eingehen, um das bestmögliche Rennen zu bekommen. Wenn daraus folgt, dass wir bis 2020 warten, dann ist das besser, als eine suboptimale Rennstrecke zu beschließen, nur um einen Deal zu bekommen”, sagte Bratches.

Zuletzt waren nicht alle Bereiche für den Stadtkurs in Miami von den Eigentümern freigegeben worden. Insgesamt seien die Gespräche aber positiv verlaufen.

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Doch kein F1-Aus? Hockenheim-Chef macht Hoffnung

Hockenheimring-Chef Georg Seiler hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die Formel 1 womöglich schon im kommenden Jahr nach Deutschland zurückkehrt.

“Wir arbeiten gemeinsam an einer Lösung. Ich habe den Eindruck, dass Liberty Media (kommerzieller Rechteinhaber; d. Red.) den deutschen Grand Prix nicht aus dem Kalender streichen will”, sagte der 65-Jährige im Interview mit dem Mannheimer Morgen.

Seiler erklärte weiter, dass im vorläufigen Formel-1-Kalender für 2019 ein deutsches Rennen stehe, allerdings ohne Nennung eines konkreten Standortes. Seit 2006 war Hockenheim nur in geraden Jahren Gastgeber des Großen Preises von Deutschland, im Wechsel mit dem Nürburgring.

Hockenheimring-Chef setzt Ultimatum

Dieser aber trat aus wirtschaftlichen Gründen letztmals 2013 als Ausrichter der Formel 1 auf. Der Vertrag zwischen der Formel-1-Führung und Hockenheim lief mit dem Rennen am Sonntag, das Weltmeister Lewis Hamilton (England) gewann, aus.

“Wenn man die Alternierung fortführen würde, hätten wir noch etwas länger Zeit für die Verhandlungen. Aber ich habe den Eindruck, dass Liberty Media schon für das kommende Jahr nach einer Lösung sucht”, erklärte Seiler. Um den Hockenheimring für 2019 in den Kalender zu nehmen, müsste “bereits in den nächsten Wochen” eine Entscheidung fallen, forderte Seiler.

Allerdings bemühten sich viele Länder und Streckenbetreiber um ein Formel-1-Rennen, schränkte der Hockenheimring-Boss ein und machte erneut seinen Standpunkt deutlich, bei einem neuen Vertrag “kein finanzielles Risiko” eingehen zu wollen.

Staatliche Unterstützung?

Dass Liberty Media als Mieter der Strecke auftreten könnte, schloss Seiler quasi aus. Deswegen müsste Liberty entweder die Antrittsgebühr weiter senken. Diese soll zuletzt zwischen 15 und 20 Millionen Euro gelegen haben.

Oder aber Staat bzw. Land müssten den Ring finanziell unterstützen. “Wenn die Politik daran interessiert ist, die Formel 1 in Deutschland zu halten, ist das ein gutes Zeichen. Aber soweit sind wir noch lange nicht”, sagte Seiler, der am Sonntag Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in Hockenheim begrüßte.

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Hamiltons Sieg-Manöver: Genial oder unfair?

So deprimiert Lewis Hamilton noch nach dem verpatzten Qualifying wirkte, so stark zeigte er sich im Rennen beim Großen Preis von Deutschland. (Das Ergebnis aus Hockenheim)

Von Startplatz 14 fuhr der Mercedes-Pilot dank eines Parforce-Ritts noch zum Sieg.

Allerdings geriert der Erfolg des Weltmeisters noch einmal in Gefahr. Er musste sich zusammen mit Vertretern des Mercedes-Teams vor den Rennkommissaren erklären. (Gesamtwertung der Fahrer)

Was war passiert? Nachdem Sebastian Vettel 14 Runden vor Schluss mit seinem Unfall eine Safety-Car-Phase ausgelöst hatte, steuerte Hamilton zunächst die Boxengasse an, ehe er dann kurzfristig doch wieder auf die Strecke zurückkehrt war.

Hamilton-Entscheidung bringt den Sieg 

Dieses Manöver sollte schließlich entscheidend für seinen Sieg sein. Denn die Rennkommissare sahen von einer Fünf-Sekunden-Zeitstrafe ab, die Hamilton den Sieg gekostet hätte, und beließen es bei einer Verwarnung.

Zur Begründung gaben sie an, dass das Vergehen während einer Safety-Car-Phase passierte, zu keinem Zeitpunkt Gefahr für andere Fahrer bestand sowie Fahrer und Team den Fehler zugegeben hatten.

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Chaotische Kommunikation bei Mercedes

“Es war sehr chaotisch und viele Funksprüche gingen durcheinander”, führte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff als Erklärung für den Fehler an. “Da hat er wahrscheinlich nicht verstanden, was gemeint war. Ich konnte die Stimmen, die da durcheinander redeten, nicht erkennen.”

In der Tat war die Kommunikation zwischen Team und Pilot sehr chaotisch. Zunächst sollte Hamilton in die Box geholt werden. Als man aber sah, dass der vor ihm fahrende Kimi Räikkönen auch auf der Strecke blieb, hatte man Hamilton gesagt, er solle auch draußen bleiben – um ihn dann sofort wieder reinholen zu wollen, weil sich Hamilton schon in der Boxeneinfahrt befand und man offensichtlich eine Strafe befürchtete, sollte er wieder auf die Strecke zurückfahren. 

Normalerweise sehen die Regeln in einem solchen Fall eine Fünf-Sekunden-Strafe vor. Es sei denn, “höhere Gewalt” macht ein solches Manöver erforderlich. Wäre auch Hamilton entsprechend bestraft worden, wäre er nachträglich hinter seinen Teamkollegen Valtteri Bottas zurückgefallen. Der hatte im Ziel einen Rückstand von 4,5 Sekunden. 

In einem vergleichbaren Fall war Räikkönen in Baku mit einer Fünf-Sekunden-Strafe belegt worden. Allerdings war dort schon zuvor genauer festgelegt, dass man nicht mehr zurück auf die Strecke fahren darf, sobald man in die Einfahrt der Boxengasse abgebogen ist. 

Dennoch entbrannte in den sozialen Medien eine heftige Diskussion über das milde Urteil.

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König von Deutschland! Hamilton holt Schumacher ein

Für Lewis Hamilton hätte der Renntag am Hockenheimring nicht besser laufen können: Sieg, Eroberung der WM-Führung und für sein umstrittenes Boxenstopp-Manöver bekam der Weltmeister von der FIA nur eine Verwarnung.

Der britische Mercedes-Pilot hat damit bereits zum vierten Mal den Deutschland-Grand-Prix gefahren – dreimal in Hockenheim, einmal am Nürburgring. (Das Ergebnis aus Hockenheim)

Damit zieht Hamilton mit Rekord-Weltmeister Michael Schumacher gleich, der bei Formel-1-Rennen in Deutschland bisher alleiniger Rekordsieger war.

Hamiltons Sieg von Startplatz 14 war zudem persönlicher Rekord – noch nie hatte er von so weit hinten startend ein Rennen gewonnen. Die schlechteste Startposition des viermaligen Weltmeisters bei einem Sieg war bisher Platz sechs beim Rennen in Silverstone 2014. (Gesamtwertung der Fahrer)

Für Hamiltons war es der 66. Formel-1-Sieg in seiner Karriere – nur Schumacher hat mehr.

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Mercedes von Ferrari überholt – Wolff schlägt Alarm

Bei Mercedes ist die Stimmung vor dem Großen Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring (Rennen So. ab 15.10 Uhr im LIVETICKER) im Keller.

Das liegt nicht nur am frühen Ausscheiden von Lewis Hamilton im Qualifying (Ergebnis), sondern auch an der generellen Performance der Silberpfeile in diesem Sommer.

Vor allem im Vergleich zu Ferrari hat Mercedes in Sachen Geschwindigkeit in letzter Zeit stark verloren. ”Um präzise zu sein, es waren fünf Zehntelsekunden auf der Geraden”, sagte Toto Wolff am Rande des Qualifyings: “Wir müssen herausfinden, wie wir mehr Leistung finden. Ich will auch gar nicht auf Ferrari schauen, sondern auf Mercedes und fragen, ob wir etwas verpasst haben.”

Wolff spricht von “deutlicher Warnung”

Das Ergebnis der Qualifikation auf dem Hockenheimring, als fünf der sechs mit Ferrari-Motor betriebenen Autos in die Top 10 fuhren, versteht Wolff im WM-Kampf als “eine deutliche Warnung”.

Als Hamilton in Q1 aufgrund eines Hydraulikschadens ausgerollt ist, hat übrigens Daimler-Chef Dieter Zetsche bei Wolff persönlich angerufen. “Er hat gemeint, dass es unfassbar ist, was passiert ist”, sagte Wolff, der nach eigenen Worten während einer Session nur bei einem Anruf von Zetsche an sein Telefon geht.

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Zustand verschlechtert: Sorge um Ferrari-Boss

Der Gesundheitszustand von Sergio Marchionne hat sich im Laufe des Tages dramatisch verschlechtert.

Nachdem sich der Ferrari-Boss, der damit auch Chef von Sebastian Vettel war, einem chirurgischen Eingriff an der Schulter unterzogen hatte, traten Komplikationen auf. Deswegen hat er sein Amt bereits abgeben müssen.

John Elkann, der zum neuen Ferrari-Präsidenten ernannt wurde, äußerte in einem Statement seine Bestürzung. 

Elkann: “Zutiefst betrübt”

“Ich bin zutiefst betrübt, von Sergios Gesundheitszustand zu erfahren. Es ist eine Situation, die bis vor ein paar Stunden undenkbar war, und eine, die uns alle mit einem echten Gefühl der Ungerechtigkeit zurücklässt”, schrieb er: “Meine ersten Gedanken gehen an Sergio und seine Familie.”

In einer offiziellen Mitteilung von Ferrari hieß es: ”Die Gedanken des Vorstands sind bei Sergio Marchionne und seiner Familie. Er bedankt sich für den außerordentlichen Beitrag Marchionnes, den er an der Spitze von Ferrari geleistet hat.”

Als neuer Vorstandschef wird der Schweizer Louis Carey Camilleri, bislang Aufsichtsratsboss des Tabakkonzerns Philip Morris International, vorgeschlagen.

Marchionne war auch Konzernchef von Fiat Chrysler (FCA). Diesen Posten übernimmt ab sofort Mike Manley. Der 54-jährige Brite war bislang Boss der Marke Jeep, die zu FCA gehört.

Marchionne wollte erst 2019 aufhören

Eigentlich hatte Marchionne erst 2019 die FCA-Führung aufgeben sollen. Als Ferrari-Chef wollte der 66-Jährige darüber hinaus im Amt bleiben. Ende Juni unterzog er sich allerdings einer Schulteroperation. In den vergangenen Tagen kursierten bereits Gerüchte, wonach Marchionne den Konzern wegen gesundheitlicher Probleme verlassen könnte.

Nach mehreren Stationen bei Verpackungsfirmen übernahm der Anwalt und Wirtschaftsprüfer 2004 das Zepter bei Fiat. Unter seiner Führung fusionierte der Konzern Fiat mit dem US-Autobauer Chrysler. Der Konzern FCA ist an der Wall Street notiert. Marchionne ist seit 2014 Ferrari-Präsident. Er hatte den langjährigen Chef Luca di Montezemolo ersetzt.

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