Powered by Max Banner Ads 

Hamilton zieht mit seinem Idol gleich

De 76. Pole Position seiner Karriere war für Weltmeister Lewis Hamilton eine ganz besondere: Nicht nur, weil es seine 50. Pole für Mercedes war und er einen Streckenrekord aufstellte.

Speziell wurde es für Hamilton vor allem dadurch, dass es - trotz des großes Drucks von WM-Rivale Sebastian Vettel - bei seinem Heim-GP in Silverstone passierte 

Dies gelang dem Briten nun bereits zum sechsten Mal, wodurch er nun alleiniger Rekordhalter ist. Die Formel-1-Legende Jim Clarke hatte fünf Pole Positions in Großbritannien eingefahren – allerdings auf verschiedenen Strecken.

Überhaupt gibt es nur einen weiteren Fahrer, dem es in der Geschichte der Formel 1 gelang, seinen Wagen sechsmal bei seinem Heim-GP auf die Pole zu stellen: Es ist Hamiltons großes Idol Ayrton Senna.

“Ich habe alles gegeben, was ich hatte. Es war so eng mit den Ferraris. Die haben in Q3 noch was rausgeholt. Ich habe nur gebetet, dass ich es schaffe. So sehr unter Druck war ich noch nie”, sagte ein erleichterter Hamilton nach dem Qualifying.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Lädierter Vettel: "War nicht klar, ob ich fahren kann"

Um Haaresbreite verpasste WM-Leader Sebastian Vettel die Pole Position in Silverstone – doch für den Ferrari-Piloten hätte es weitaus schlimmer kommen können. 

Wie der viermalige Weltmeister nach dem Qualifying zugab, waren die Nackenschmerzen zeitweise so groß, dass seine Teilnahme bei der Zeitenjagd zwischenzeitlich sogar auf der Kippe stand. (SERVICE: Die Fahrerwertung)

Für Weltmeister Lewis Hamilton war die Pole bei seinem Heimrennen dagegen pure Erleichterung. Der Mercedes-Pilot hatte laut eigener Aussage “vor Adrenalin gezittert”. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ärgerte sich über die Leistung von Valtteri Bottas.

SPORT1 fasst die Stimmen von RTLORF, der Pressekonferenz und aus der Boxengasse zusammen:

Lewis Hamilton (Mercedes, Startplatz 1): “Ich habe alles gegeben, was ich hatte. Es war so eng mit den Ferraris. Die haben in Q3 noch was rausgeholt. Ich habe nur gebetet, dass ich es schaffe. So sehr unter Druck war ich noch nie. Es ging so eng zu. Und dann ist mir eine meiner besten Runden aller Zeiten gelungen. Danach zitterte ich vor Adrenalin. Es war deutlich über dem Limit, mehr als je zuvor. Und es ist schon verrückt, wenn man bedenkt, dass es meine 76. Pole-Position war. Es war wirklich besonders. Ich bin hochzufrieden.”

Sebastian Vettel (Ferrari, Startplatz 2): ”Mit der letzten Runde war ich ganz zufrieden, aber irgendetwas hat gefehlt. Die Runde war so weit gut. Ich habe auf den Geraden viel Zeit verloren. Da hat mir ein Windschatten gefehlt. Ich denke, wir sind im Rennen schneller. Jetzt schauen wir einmal, wie wir wegkommen, wie die erste Runde ist und wie sich das Rennen entfaltet. Ein Sieg ist immer drin. Es wird natürlich keine Spazierfahrt morgen, aber wir haben eine gute Speed.”

zu seinen Nackenschmerzen: “Es war nicht die angenehmste Qualifikation, aber es hat gehalten bis zum Schluss. Heute Morgen war mir nicht klar, ob ich überhaupt fahren kann. Das Auto wird vollgetankt. Das heißt, es ist nicht mehr so schnell. Also sind wir auch alle ein bisschen langsamer. Ich mache mir für das Rennen daher keine Sorgen. Es hat am Morgen angefangen, sich schlecht anzufühlen. Aber es ist ok – ich habe die Session geschafft.”

Kimi Räikkönen (Ferrari, Startplatz 3): “Ich bin nicht wirklich zufrieden. Ich hatte alle Mittel, um schneller zu sein. Doch bei meinem letzten Versuch verbremste ich mich vor Kurve 16. Und so hat es nicht gereicht, um in die erste Reihe zu fahren. Ich denke, wir werden morgen schnell sein. Es wird heiß – das ist nicht einfach für die Reifen. Wir fahren dann auf jeden Fall auf Sieg.”

Valterri Bottas (Mercedes, Platz 4): “Ich kam in Kurve 16 etwas zu weit hinaus. Dort habe ich ein paar Zehntel liegen gelassen. Ohne diesen Fehler hätte ich heute um die Pole mitkämpfen können. Ich bin enttäuscht vom Ergebnis. Aber es gibt immer noch eine Chance, auf das Podium zu fahren.”

Max Verstappen (Red Bull, Startplatz 5): “Das Auto fühlte sich gut an. Aber wir verlieren auf den Geraden mehr als eine Sekunde. Diese Strecke taugt uns immer weniger, was schade ist. Es ist ein schnelles Auto, das wissen wir. Doch im Vergleich zu den Jungs vor uns haben wir auf den Geraden zu sehr zu kämpfen. Das nimmt unsere Reifen mehr ran, was in der Hitze ebenfalls nicht ideal ist. Aber wir werden sehen.” (SERVICE: Die Teamwertung)

Nico Hülkenberg (Renault, Platz 11): “Wir hatten das ganze Wochenende etwas Schwierigkeiten gehabt. Es hätte daher auch viel schlimmer ins Auge gehen können. Mit dem elften Platz bin ich ganz zufrieden, weil es uns mehr Flexibilität bei der Reifenwahl gibt. Unser Auto ist nicht so schlecht, aber in jedem Sektor hat etwas gefehlt.”

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): “Wir hatten gedacht, dass wir vielleicht etwas mehr Marge haben, aber dem war nicht so. Deswegen ist es dann ganz am Ende knapp geworden. Valtteri hat in den letzten zwei Kurven zweieinhalb Zehntel verloren. Der dritte Platz wäre für den Rennstart wichtig gewesen. So enden wir mit zwei Ferraris im Rücken. Wir haben ihre Starts gesehen. Und es wird mit ihrer Straightline-Performance unheimlich schwierig, die Positionen zu halten. Da muss schon alles Glück auf unserer Seite sein, damit wir vorne bleiben.”

Nico Rosberg (Ex-Formel-1-Weltmeister): “Das war ein Wahnsinns-Qualifying. Lewis ist eine Maschine hier. Respekt aber auch an Sebastian. Ich lehne mich aus dem Fenster und sage: Ferrari hat gerade mehr PS als Mercedes. Das wäre das erste Mal seit fünf Jahren. Die holen das über die elektrische Seite raus. Die haben da irgendetwas gefunden und ziehen richtig viel Elektropower raus. Das funktioniert sehr stark.”

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Vettel strebt erste Silverstone-Pole seit 2010 an

Starker Beginn für Sebastian Vettel. Der Heppenheimer fuhr die Bestzeit im zweiten freien Training in Silverstone und verdrängte dabei Lokalmatador Lewis Hamilton auf den zweiten Rang. Diese Leistung gilt es nun im Qualifying für den Großen Preis von Großbritannien am Samstag (ab 15 Uhr im LIVETICKER) zu bestätigen.

Nur eine Woche nach seinem dritten Platz in Spielberg und der Übernahme der Führung in der Gesamtwertung setzte der 31-Jährige damit eine erneute Duftmarke im Kampf um die WM-Krone. (SERVICE: Die Fahrerwertung im Überblick)

Letztmals stand Ferrari 2012 in Person von Fernando Alonso in Silverstone auf der Pole. Sebastian Vettel wartet bereits seit 2010, damals noch im Red Bull, auf einen Start von der ersten Position.

Mercedes hofft auf Kehrtwende – Red Bull enttäuscht

Lewis Hamilton dagegen hofft nach dem Mercedes-Debakel in der Vorwoche in seiner Heimat auf eine Kehrtwende - wie bereits 2017. Damals reiste der viermalige Weltmeister mit einem Rückstand von 20 Punkten auf Sebastian Vettel nach Silverstone und feierte einen souveränen Start-Ziel-Sieg, der letztlich die Aufholjagd einleitete.

Insgesamt gewann der Mercedes-Pilot, der zuletzt mit einem Interview für Aufsehen sorgte, sogar die letzten vier Rennen am Stück auf dem Silverstone Circuit.

Enttäuschend liefen die beiden ersten Trainingssessions dagegen für die Red Bull Piloten Max Verstappen und Daniel Ricciardo. Beide fuhren im Duell mit Mercedes und Ferrari bislang deutlich hinterher. Der Niederländer flog zu Beginn des zweiten Trainings sogar von der Strecke ab und konnte dadurch keine gezeitete Runde ins Ziel bringen.

Will Red Bull im Kampf um den Sieg  im “Home of British Motor Racing” ein Wörtchen mitreden, ist im Qualifying am Samstag demnach eine deutliche Steigerung notwendig.

Silverstone: Spielt Wetter wieder verrückt?

Sollte Mercedes die technischen Probleme aus Österreich in den Griff bekommen, spricht vieles für einen erneuten Führungswechsel in der WM. Zu dominant präsentierten sich die Silberpfeile beim ersten Akt des Formel-1-Dreierschlags vor zwei Wochen in Frankreich (SERVICE: Der Formel-1-Rennkalender).

Nicht zu beeinflussen ist für die Fahrer indes wieder einmal das berüchtigte Silverstone-Wetter. Von strahlendem Sonnenschein bis hin zu Wolkenbruch mit Starkregen scheint alles möglich. Mehr als die Hälfte der vergangenen 25 Rennen (13) wurden im Nassen ausgetragen. Nach aktuellen Prognosen sind allerdings ist allerdings keine Wetterkapriolen vorausgesagt.

Angebot der Formel 1 – F1 Pro TV

Das Formel-1-Wochenende in Silverstone können die Fans auch über den neuen offiziellen Livestream der Formel 1, F1 TV Pro, verfolgen. Dort werden alle Sessions, die Pressekonferenzen und Interviews übertragen, alles werbefrei.

Die Zuschauer können sich in den Rennen selbst alle Onboard-Kameras der Fahrer einzeln auswählen, sie erhalten den unzensierten Boxenfunk sowie historisches Material. Der Stream kann für 7,99 Euro im Monat oder 64,99 Euro in der Saison abonniert werden.

Noch wird das Angebot nur über die Desktop-Version zur Verfügung stehen, im Laufe der Saison soll der Stream auch über Apps für mobile Geräte wie Smartphones abspielbar sein.

Die Formel 1 2018 LIVE im TV, Stream, Ticker

In dieser Saison laufen die Rennen nur beim Free-TV-Sender RTL. Der Pay-TV-Sender Sky hat sich nach den gescheiterten Verhandlungen über eine Exklusivübertragung aus der Formel 1 zurückgezogen. Das zweite Freie Training am Freitag wird indes bei ntv übertragen.

SPORT1 berichtet LIVE im Formel 1-Ticker von allen Rennen. 

Der Zeitplan des F1-GP Silverstone im Überblick:

Samstag:
12 Uhr: 3. Freies Training im LIVETICKER auf SPORT1.de
15 Uhr: Qualifying LIVE auf RTL und im LIVETICKER auf SPORT1.de

Sonntag:
15.10 Uhr: Rennen im TV bei RTL und im LIVETICKER auf SPORT1.de

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Hamilton setzt Duftmarke – aber Vettel kontert

Weltmeister Lewis Hamilton muss möglicherweise härter als erwartet um seinen fünften Heimsieg in Folge kämpfen. Der Mercedes-Pilot fuhr im freien Training zum Großen Preises von Großbritannien in 1:27,487 Minuten zwar die Tagesbestzeit, WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel (1:27,552) war dem Engländer in Silverstone aber dicht auf den Fersen.

Der Heppenheimer war Schnellster am Nachmittag, Hamilton hatte seine Bestzeit schon in der ersten Session aufgestellt.

Auch sein Teamkollege Valtteri Bottas (Finnland/1:27,854) konnte sich in der zweiten Einheit nicht mehr verbessern, lag mit seiner Zeit vom Vormittag aber auf Rang drei der Tagesabrechnung. Kimi Räikkönen (Finnland/1:28,045) wurde am Freitag Vierter.

Aus für Verstappen nach Unfall

Dahinter folgte das Red-Bull-Duo Daniel Ricciardo (Australien/1:28,144) und Max Verstappen (1:28,325). Der Niederländer leistete sich im zweiten Training allerdings früh einen Unfall und konnte mit seinem beschädigten Boliden dann nicht mehr teilnehmen. Nico Hülkenberg (1:29,354) schob sich im Renault mit einer starken zweiten Einheit auf den neunten Rang.

Vor dem zehnten Saisonlauf am Sonntag (15.10 Uhr im LIVETICKER) führt Vettel in der Fahrer-WM mit nur einem Punkt Vorsprung auf Hamilton.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

#1: keep-racing Kartoverall, Modell Cruiser, schwarz/weiß, Größe 146

keepracing Kartoverall

keep-racing Kartoverall, Modell Cruiser, schwarz/weiß, Größe 146
keep-racing®

Neu kaufen: EUR 50,40

(In der -Bestseller-Liste finden Sie maßgebliche Informationen über die aktuelle Rangposition dieses Produkts.)

Veröffentlicht unter Motorsportartikel | Hinterlasse einen Kommentar

Hamilton brennt auf Revanche in Silverstone

Es soll ein großes Comeback werden für Lewis Hamilton. Nur eine Woche nach dem Debakel von Spielberg will der Weltmeister bei seinem Heim-Grand-Prix in Silverstone am Sonntag (ab 15.10 Uhr im LIVETICKER) eine laute, deutliche Antwort geben. Und er weiß, das Ganze zu inszenieren.

“Wenn du zu Boden geschlagen wirst”, schreibt der Mercedes-Star bei Instagram, “dann kannst du entweder liegen bleiben. Oder du stehst auf und kämpfst noch härter.” Dazu das Schwarz-Weiß-Foto eines Boxrings, Hamilton mit freiem Oberkörper, bereit für die nächste Runde – im Duell mit Sebastian Vettel.

Mit seinem Ausfall am vergangenen Sonntag in Österreich hat Hamilton die WM-Führung wieder an den Ferrari-Piloten verloren, sein Auto streikte, zudem verzettelte sich sein Kommandostand. Dennoch hat der 33-Jährige allen Grund, am Sonntag in England selbstbewusst anzutreten.

Hamilton in Silverstone unantastbar

Denn seit vier Jahren hieß der Sieger auf dem 5,891 Kilometer langen Kurs stets Lewis Hamilton, der Titelverteidiger war dort aus verschiedenen Gründen zuletzt geradezu unantastbar. So kennt er die Strecke, nur knapp 100 Kilometer entfernt von seinem Geburtsort Stevenage gelegen, wie kaum ein anderer. Und auch die Stärken seines Silberpfeils kommen in den sehr schnellen Kurven von Silverstone besonders gut zur Geltung.

Gewinnt er nun ein weiteres Mal, steigt Hamilton zum alleinigen Rekordhalter beim britischen Grand Prix auf, noch teilt er sich mit fünf Erfolgen die Führung mit seinem Landsmann Jim Clark und der französischen Ikone Alain Prost. Schon vor den ersten Trainingstagen kann Hamilton zudem sicher sein, dass seine Fans ihn an diesem Wochenende tragen werden.

“Was ich hier bekomme, bekommt kein anderer Fahrer an irgendeiner Rennstrecke der Welt”, sagt er über die Unterstützung, “für mich ist es das außergewöhnlichste Rennen des ganzen Jahres.”

Favoritenrolle klar verteilt

Insgesamt ergibt sich für Silverstone damit eine so deutliche Favoritenrolle, wie man sie in dieser Saison selten hatte. Vettels Teamchef Maurizio Arrivabene hat daher schon mal vorgebaut. “Auf dem Papier sieht Silverstone ziemlich kompliziert aus”, sagt der Italiener: “Aerodynamik ist sehr wichtig, und in dieser Hinsicht wird es ein schwieriges Rennen für uns.”

Dass die WM-Führung wie schon nach den vergangenen Rennen erneut wechselt, ist ziemlich wahrscheinlich. Nur einen Punkt Vorsprung hat Vettel auf Hamilton. Allerdings spricht einiges dafür, dass ein Heimsieg für den Engländer 2018 zumindest nicht ganz so einfach wird, wie in den Jahren zuvor.

Ferrari und Vettel wittern Chance

So ist Ferrari in dieser Saison insgesamt konkurrenzfähiger. “Sie haben hier ein sehr gutes Auto, da geben wir uns keinen Illusionen hin”, sagt Vettel: “Aber wir haben einiges dafür getan, damit wir besser dastehen.”

Und auch das Wetter könnte Mercedes zu schaffen machen. Denn am Wochenende soll es – recht untypisch für Silverstone – durchgehend sonnig und sehr warm werden. Bei Lufttemperaturen bis zu 30 Grad und wenigen Wolken wird sich der Asphalt stark aufheizen, und mit solchen Bedingungen kam Mercedes schon sehr oft deutlich schlechter zurecht als Ferrari.

Treten erneut derartige Probleme bei Silber auf, dann könnten sie Hamilton um seine Revanche bringen.

Das erste Training beginnt am Freitag ab 11 Uhr – auch bei SPORT1 im LIVETICKER.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Hamilton gesteht: "Formel 1 hat mich gebrochen"

Lewis Hamilton verdient Millionen, wurde bereits viermal Formel-1-Weltmeister und gewann dabei 65 Rennen. Umso überraschender wirken daher seine Aussagen in der ersten Ausgabe des neuen Formel-1-Podcasts Beyond the Grid.

“Die Formel 1 hat mir ein Leben gegeben, mir einen Sinn gegeben, der ziemlich speziell ist”, gestand der 33-Jährige dort im Gespräch mit Gastgeber Tom Clarkson und fügte dann unerwartet hinzu: “Aber die Formel 1 hat mich auch gebrochen. Sie hat mich gebrochen und wieder aufgebaut – immer wieder.”

F1-Karriere voller Höhen und Tiefen

Heute unvorstellbar, doch gerade in den Anfangsjahren seiner Karriere in der Königsklasse des Motorsports erlebte der Mann aus Stevenage ein ziemliches Auf und Ab. Nach der Vizemeisterschaft in seiner Rookie-Saison und dem Titel im Jahr danach folgten schwere Zeiten.

Von 2009 bis 2013 spielte Hamilton im Ausgang um den Titel nie eine große Rolle. Erst mit seinem Wechsel zu Mercedes begann seine unglaubliche Dominanzphase mit drei weiteren Titeln und Siegen in Serie.

“Wenn du da durch gehst, steckst du so viel hinein. Es bricht dein Herz und tötet dich, wenn du versagst, wenn du stolperst und dir jeder dabei zusieht. Aber wenn du wieder aufstehst und Erfolg hast, zieht es dich wieder hoch”, beschrieb er daher passend die Gefühlslage im Laufe seiner Karriere. “Du fällst hin und brichst dir einen Knochen, das verheilt und dann machst du weiter.”

Formel 1 gab Hamilton das nötige Selbstvertrauen

Auch die aktuelle Saison gleicht einer Berg- und Talfahrt für den Briten. Auf Siege folgen immer wieder Rückschläge wie Platz vier und fünf in China und Kanada oder jüngst der Ausfall beim Großen Preis von Österreich.

Dort hatte er erstmals seit 33 Rennen nicht die schwarz-weiß karierte Zielflagge gesehen und in der Folge die WM-Führung an seinen Dauerrivalen Sebastian Vettel verloren. (SERVICE: Fahrerwertung)

Doch Hamilton wäre nicht Hamilton, wäre er kein Kämpfer. “Die Formel 1 hat mir geholfen zu wachsen, und ich habe viel mehr Vertrauen in mich selbst gewonnen. Was sie mir gegeben hat, ist die Plattform, um Dinge tun zu können, die ich machen möchte – das Leben zu leben, von dem ich früher nur träumen konnte.”

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Stallorder? Ferrari ändert seine Prinzipien

Manchen erschien es wie eine Zeitenwende. Ferrari als Hüter von Fairness und Moral, ausgerechnet die Scuderia verzichtet auf eine Stallorder – und damit auf wichtige WM-Punkte für Sebastian Vettel. Das rief sogar die ergraute Eminenz der Formel 1 noch mal auf den Plan. “An Ferraris Sportsgeist”, sagte Bernie Ecclestone, “können sich alle ein Beispiel nehmen.” (SERVICE: Fahrerwertung)

Vor dem Großen Preis von Großbritannien (Sonntag, ab 15.10 Uhr im LIVETICKER) scheint das Team aus Maranello mit alten Gewohnheiten zu brechen, mitten im WM-Kampf mit Mercedes und Lewis Hamilton.

Denn am vergangenen Wochenende durfte Kimi Räikkönen den selbst erkämpften zweiten Platz doch tatsächlich behalten, der Finne musste seinen Teamkollegen Vettel nicht passieren lassen. Obwohl dieser um die Weltmeisterschaft kämpft.

Stallorder fest mit Ferrari verknüpft

Und Ecclestone, langjähriger Chef der Königsklasse, lässt die Roten hochleben. “Es wäre einfach gewesen, Vettel kurz vor Schluss vorbeizuwinken”, sagte der 87-Jährige bei Sport Bild: “Aber Ferrari verzichtete darauf. Damit hielten sie nicht nur die sportliche Fairness hoch, sondern auch die Moral von Kimi.”

Auch die Fragen an alle Hauptdarsteller drehten sich nach dem Grand Prix in Österreich nicht ohne Grund auffällig um den Verzicht auf eine Stallregie. Denn Ferrari hat mit dieser Entscheidung eine drängende Frage beantwortet: Wie weit wird das Team gehen, um Vettel den Weg zu seinem fünften WM-Titel zu ebnen?

Das Thema Stallorder ist ohnehin fest mit Ferrari verknüpft, dafür haben die Italiener selbst gesorgt. “Let Michael pass for the championship” – diese Worte des damaligen Teamchefs Jean Todt sind fast legendär, sie stehen bis heute exemplarisch für die skandalöse Bevorzugung von Fahrer A vor Fahrer B, für falsches Spiel vor aller Augen. 2001 und 2002 wurde Michael Schumacher auf plumpe Art an Teamkollege Rubens Barrichello vorbeigewunken. Jeweils ausgerechnet in Österreich.

Räikkönen erhält oftmals riskantere Strategie

Und auch seit Vettel 2015 zu Ferrari wechselte ist offensichtlich, dass der Deutsche die Hoffnungen der Scuderia auf den ersten Fahrer-Titel seit 2007 trägt – und der treue Räikkönen, der vor elf Jahren just diese WM gewann, eben nur ein Edelhelfer ist. So erhielt der Finne durchaus schon die nachteilige, riskantere Strategie und wurde auf diese Weise von Vettel überholt. Das ist deutlich subtiler, aber eben auch wirksam. (SERVICE: Teamwertung)

Schlimmeres schien daher durchaus möglich. Dass Ferrari nun aber der Verlockung eines Platztausches auf der Strecke widerstand, ist eine sehr gute Nachricht für die Formel 1. Würden die Italiener, wie einst, schon zur Saisonhalbzeit auf dieses letzte Mittel zurückgreifen, läge schon jetzt ein dunkler Schatten über der eigentlich hochspannenden Saison.

Mercedes “nicht überrascht” von Ferrari-Entscheidung

“Für den ganzen Sport, die Fahrer und auch die Fans wäre es eine brutale Entscheidung gewesen”, sagt auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, der aber “nicht überrascht” war: “Wir hätten es auch nicht getan.” 

Vettel führt vor Hamiltons Heimspiel in Silverstone nun also mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Engländer das WM-Klassement an. Es könnten vier sein. Doch wenn er in wenigen Monaten tatsächlich den WM-Pokal in Empfang nehmen darf, ist der Triumph auf diese Weise so viel mehr wert.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

McLaren-Renndirektor tritt zurück

Der Franzose Eric Boullier ist nach enttäuschenden Jahren und turbulenten Monaten nicht mehr Renndirektor beim Formel-1-Rennstall McLaren. Das teilten die Engländer am Mittwoch vor dem Großen Preis von Großbritannien (am Sonntag ab 15.10 Uhr im LIVETICKER) mit.

Boulliers Rücktritt gehe demnach einher mit einer kompletten Neustrukturierung der Führungsetage beim Traditionsteam, das seinen Ansprüchen auch 2018 weit hinterherläuft.

So nimmt der frühere Indy-500-Gewinner Gil de Ferran die neu geschaffene Position des Sportdirektors ein. Simon Roberts ist als Chief Operating Officer von McLaren Racing für Produktion, Engineering und Logistik zuständig, Andrea Stella wird zum Performance Director ernannt und verantwortet damit die Arbeit an der Rennstrecke.

“Die Leistung des MCL33 im Jahr 2018 ist den Erwartungen nicht gerecht geworden”, sagte McLaren-Geschäftsführer Zak Brown: “Das ist nicht die Schuld der Hunderten engagierten Mitarbeitern bei McLaren. Die Ursachen sind systemischer und struktureller Natur, deshalb sind große Veränderungen notwendig.”

Wechsel des Motorenpartners brachte keinen Erfolg

McLaren hatte seit 2015 mit Motorenpartner Honda enttäuscht, war zu Beginn der laufenden Saison auf Renault-Antriebe umgestiegen und peilte damit Podestplätze an. Davon ist das einst so erfolgreiche Team aber weit entfernt, nach zumindest ordentlichem Saisonstart ging es zuletzt steil bergab.

Nur vier Punkte holten Ex-Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) und Stoffel Vandoorne (Belgien) in den vergangenen vier Rennen.

Boullier selbst hatte einen Rücktritt noch beim Grand Prix in Frankreich vor zwei Wochen ausgeschlossen.

McLaren sorgte wegen Schoko-Gate für Schlagezeilen

Der 44-Jährige war auch wegen seiner Teamführung in die Kritik geraten, unter anderem machte McLaren mit “Schoko-Gate” kuriose Schlagzeilen: Anonymen Aussagen von Mitarbeitern zufolge soll die Crew für harte Arbeit und die Einhaltung von Fristen mit Schokoriegeln belohnt worden sein – die Abgabe sei dabei auf einen Riegel pro Mitarbeiter begrenzt gewesen.

Zudem klagte ein Angestellter über eine “vergiftete” Atmosphäre und “Ahnungslosigkeit” der Bosse.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Darum ist Vettels Freude trotz WM-Führung getrübt

Eigentlich war der Große Preis von Österreich für Ferrari ein erfolgreicher Grand Prix. Kimi Raikkönen und Sebastian Vettel sicherten sich beim Sieg von Max Verstappen beide einen Platz auf dem Podest, außerdem entriss der Heppenheimer Lewis Hamilton die Führung in der WM-Fahrerwertung. (SERVICE: Die Fahrerwertung)

Dennoch wollte sich bei der Scuderia keine ausgelassene Freude einstellen. “Es war ein positiver Tag, der besser hätte sein können”, konstatierte Vettel nach dem Rennen. Dabei stellt Ferrari nach dem spektakulären Rennen in Spielberg nicht nur die Nummer 1 bei den Piloten, sondern lässt zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit auch in der Team-Wertung die Silberpfeile hinter sich.

Der Grund für die relativ moderate Freude sind die vermeidbaren Fehler, die den Roten eine noch bessere Bilanz nach den ersten neun Rennen kosteten. (SERVICE: Die Teamwertung)

Vor allem zwei Probleme machen Vettel und Ferrari zu schaffen.

- Vettel kritisiert mangelnde Kommunikation

Zwischen Fahrer und Kommandostand läuft derzeit nicht alles rund. Beim Rennen in Österreich waren zwei größere Missverständnisse in der Kommunikation daran schuld, dass Sebastian Vettel nicht noch weiter vorne platziert war.

Während des Qualifyings hatte Vettel den Spanier Carlos Sainz in Q2 auf dessen schneller Runde behindert, indem er langsam auf der Ideallinie unterwegs war. “Ich habe ihn im Rückspiegel nicht gesehen, im Funk wurde mir nichts gesagt”, erklärte sich der viermalige Weltmeister im Anschluss.

Der Kommandostand, der stets über die Position aller sich auf der Strecke befindenden Fahrer Bescheid weiß, hätte Vettel auf den herannahenden Sainz hinweisen müssen.

Nach einer Untersuchung durch die Rennkommissare wurde Vettel um drei Startplätze nach hinten versetzt. Aus Platz drei wurde Rang sechs, nach dem Start fiel der 30-Jährige gar auf Platz acht zurück.

Auch im Rennen war bei der Scuderia mangelnde Absprache zu beobachten.

Ähnlich wie bei vielen Kollegen wurde auch bei Vettel während des Virtuellen Safety Cars ein Boxenstopp vorgenommen. Hamilton blieb dagegen auf der Strecke und versuchte mit schnellen Runden den Schaden des verpassten Boxenstopps zu minimieren.

Sebastian Vettel hätte ebenfalls schneller fahren können, schonte stattdessen aber die Reifen. Nachdem der Brite seinen Boxenstopp vollzogen hatte, fuhr er noch vor Vettel wieder zurück auf die Strecke. Vettel beschwerte sich anschließend am Funk, dass er nicht darüber informiert worden sei, virtuell hinter Hamilton zu liegen.

Auch wenn der Deutsche seine Kritik am Kommandostand nach dem Rennen relativierte und zugab, dem Team “keinen Vorwurf machen zu können”, fehlt der Ferrari-Kommunikation offensichtlich hin und wieder die nötige Klarheit.

- Schlechtes Qualifying

Noch zu Beginn der Saison glänzte Ferrari mit hervorragenden Ergebnissen im Qualifying. Seit dem Motoren-Update der Silberpfeile beim Großen Preis von Frankreich läuft es für die Scuderia nicht mehr rund.

“Wir müssen sicherstellen, dass wir uns verbessern. Im Qualifying fallen wir im Moment etwas zurück. Es gibt also viel für uns zu tun”, mahnte auch Vettel in Spielberg an. Während es in den ersten beiden Qualifying-Abschnitten meist noch rund läuft, fallen Vettel und auch Kimi Raikkönen vor allem im Q3 zurück.

Beim Rennen in Spielberg profitierten die Roten zwar vom Totalausfall der Silberpfeile, dennoch wurden aufgrund der schlechten Position in der Startaufstellung Punkte verschenkt.

Viel Zeit für Verbesserungen bleibt Ferrari allerdings nicht. Bereits am kommenden Sonntag steigt das nächste Rennen in Silverstone.

Lesen Sie auch:

So kam es zum Mercedes-Debakel

Vettel klagt über Gejammer

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

 Powered by Max Banner Ads