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Formel 1 testet neue Lichter

Am Dienstag und Mittwoch finden sich die Teams der Formel 1 auf dem Rundkurs vor den Toren von Barcelona zu Testfahrten ein.

Zwei Tage nach dem Großen Preis in Spanien sind auch die beiden Superstars Sebastian Vettel und – eigentlich als Testmuffel bekannt – Lewis Hamilton dabei.

Die Neuerungen, die teilweise bereits am vergangenen Wochenende erstmals zum Einsatz gekommen waren, sollen noch einmal geprüft und optimiert werden.

Auch die Formel-1-Führung testete am Dienstag eine Innovation. An den Boliden von Mercedes wurden extra Rücklichter montiert. Um die Autos im Regen noch besser erkennbar zu machen, befinden sich zusätzlich zur großen Leuchte in der Mitte an beiden Seiten des Heckflügels je eine kleinere.

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Presse: Hamilton hat seine launische Diva gezähmt

Lewis Hamilton hat in Barcelona den Großen Preis von Spanien gewonnen, während Sebastian Vettel nur auf Rang vier ins Ziel kam.

Dabei wäre für den Heppenheimer zumindest Platz zwei möglich gewesen. In der WM-Wertung liegt Vettel nun bereits 17 Punkte hinter Weltmeister Hamilton. (DATEN: WM-Stand Fahrerwertung)

SPORT1 fasst die Pressestimmen zum Spanien-Grand-Prix zusammen.

The Sun (England): “Spanish Ham! Hamilton stürmt zum Sieg beim Großen Preis von Spanien und brüllt: ‘Ich habe ein Auto, um den Titel zu gewinnen.’”

The Guardian (England): ”Nach den vier ersten Saisonrennen, die zeitweise von einer unglaublichen Unberechenbarkeit geprägt waren, ist es nicht verwunderlich, dass die langjährige Teststrecke der Formel 1 Hamilton den Boden für einen fehlerfreien und dominierenden Sieg bereitete. Für den britischen Fahrer und Mercedes war dies das kontrollierte und perfekt inszenierte Rennen, nach dem sie sich die ganze Saison sehnten. Ganz im Gegensatz zu Ferrari, das für seine Taktik teuer bezahlte.”

Daily Mirror (England): “Hamilton kam von der Pole Position explosiv aus den Blöcken. Sein zweiter Sieg stand nie in Zweifel. Vettel schien hinter Hamilton Zweiter werden zu können und den Titelschaden zu begrenzen. Ferraris Gezocke, ihn ein zweites Mal in die Box zu holen, bescherte Mercedes gar den ersten Doppelsieg der Saison.”

Daily Mail (England): “Ferrari kann sich keine weiteren Entschuldigungen erlauben, wenn man das Momentum im Titelkampf zurückholen will. Ferrari war in Barcelona als Klassenbester 2018 angereist, aber Hamilton hat an diesem Wochenende die Mercedes-Abwehr angeführt.”

The Telegraph (England): “Die Breite des Grinsens von Lewis Hamilton reichte aus, um zu sagen, dass Mensch und Maschine wieder in perfekter Harmonie zueinander stehen. Trotz der divenhaften Qualität seines Mercedes bewies der Weltmeister, dass er dessen launische Natur gezähmt hatte. Dann reduzierte er diesen spanischen Grand Prix auf einen Sonntagsausflug durch die katalanische Landschaft.”

Gazzetta dello Sport (Italien): “Mercedes glänzt wieder. Hamilton beobachtet Ferrari aus weiter Entfernung. Wir wussten, dass Mercedes aufholen würde, allerdings nicht so abrupt. Das ist bestimmt den neuen Pirelli-Reifen zu verdanken, aber auch Ferraris Schwierigkeiten. Seit drei Grands Prix erlebt Ferrari einen latenten Zustand des Unbehagens, dank dem Hamilton stark an Boden gewinnen konnte. Gegen einen überirdischen Mercedes darf Ferrari nicht unvorbereitet sein. Die Folgen weiterer Probleme wären für den Rest der Meisterschaft verheerend.”

Corriere dello Sport (Italien): “Alarm! Ferrari ist vom Radar verschwunden. Maranello kann mit der Geschwindigkeit und der Zuverlässigkeit von Mercedes nicht Schritt halten. Die Silberpfeile zeigen wieder einmal eine besorgniserregende Überlegenheit ihres Motors. Hamilton ist zurück.” 

Corriere della Sera (Italien): “Hamilton feiert in Spanien seine Auferstehung, während Ferraris Sicherheit schwindet. Mercedes übernimmt wieder das Zepter, Ferraris Rot verblasst. Nach dem Rennen in Katalonien tauchen viele Fragen auf. Ferrari bezeugt, nicht mehr das perfekte Auto zu haben.”

La Stampa (Italien): “Hamilton siegt dank Ferraris Fehler. Dieter Zetsche lacht, das ist nicht die Szene, die Ferrari sehen wollte. Für Maranello hat sich der Große Preis von Spanien als Katastrophe erwiesen. Ein Auto außer Gefecht und Vettel auf Platz vier. Nichts ist an diesem Wochenende richtig verlaufen. Jetzt muss sich das Team ernsthaft fragen, was so schlecht gelaufen ist. Hamilton verdient Lob für die Sicherheit, mit der er das Wochenende beherrscht hat. Wenn er in Topform ist, hat er einfach keine Rivalen.”

La Repubblica (Italien): “Nach acht Rennen muss Ferrari vom Podium absteigen. Vettel muss sich mit dem vierten Platz begnügen, seine Loria ist nach dem Pit Stop erschöpft. Räikkönen ist außer Gefecht. Die beiden Piloten Maranellos erleben eine negative Phase, während Mercedes wieder den Erfolgsweg eingeschlagen hat. Jetzt beginnt die wahre Meisterschaft. Ferrari muss beweisen, den Silberpfeilen standhalten zu können.” 

Marca (Spanien): “Hamilton macht alle platt. Zweiter Sieg in Folge. Diesmal fuhr Hamilton präzise und fehlerfrei, er hat seinen fünften WM-Titel fest im Visier. Am Ende war die Strategie eines einzigen Boxenstopps die richtige. Ferrari war nicht auf der Höhe.”

As (Spanien): “Hamilton fliegt förmlich. Der Engländer zeigte sich sehr inspiriert. Ferrari muss die Zähne zusammenbeißen, wenn die Chance auf den Titel intakt bleiben soll. Vettel muss aufpassen, dass Hamilton ihm nicht davonzieht.”

Sport (Spanien): “Hamilton gibt keinem eine Chance. Lewis dominierte das Rennen ohne Wenn und Aber, die Konkurrenz konnte nur hinterherschauen. Ein strategischer Fehler von Ferrari kostet Sebastian Vettel einen möglichen Sieg, mit dem zweiten Boxenstopp wurden die Chancen des Deutschen ruiniert. Hamilton zeigte sich in weltmeisterlicher Form.”

El Mundo Deportivo (Spanien): “Triumphaler Spaziergang von Hamilton in Barcelona, Sainz und Alonso holen Punkte in der Heimat. Ferrari verschuldet das Ende von Vettels Chancen mit seinen Boxenstopps. Er hatte Chancen auf das Podium, am Ende wurde er nur Vierter. Vettel verlässt Barcelona mit einem bitteren Beigeschmack, er konnte einem stratosphärischen Hamilton nicht die Stirn bieten.”

Kronenzeitung (Österreich): “Friede, Freude, Eierkuchen bei den Silberpfeilen. Nach dem Doppelsieg durch Lewis Hamilton, seinem 64. Grand-Prix-Sieg insgesamt, und Valtteri Bottas nahm die Champagner-Party in der Mercedes-Garage rasch Fahrt auf.”

Neue Zürcher Zeitung (Schweiz): “Zum Europa-Start hat sich die Formel 1 so präsentiert, als hätte es die ersten vier Rennen der Saison nie gegeben: Lewis Hamilton und sein Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas eilten dem Doppelerfolg beim Großen Preis von Spanien ähnlich souverän entgegen, wie es in den letzten vier Titeljahren der Hybrid-Ära der Fall gewesen war. Sebastian Vettel, bis dahin mit seinem Ferrari der schärfste Rivale der Silberpfeile, musste diesen Status für das Gastspiel auf dem rutschigen Circuit de Catalunya nach einem Fehler in seiner Renntaktik an Max Verstappen abtreten.”

L’Equipe (Frankreich): ”Nicht perfekt, aber fast. Lewis Hamilton dominierte den Grand Prix von Spanien ohne jede Mühe. Er war unendlich erleichtert im Ziel. Als hätte er das Gefühl, dass seine Saison am Sonntag wirklich begonnen hat.”

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Sechsstellige Geldstrafe für Verstappen und Ricciardo

Der Crash zwischen Max Verstappen und Daniel Ricciardo beim Formel-1-Rennen in Aserbaidschan Ende April kommt die beiden Red-Bull-Teamkollegen teuer zu stehen.

“Beide werden eine Spende für eine wohltätige Sache im sechsstelligen Bereich tätigen”, sagte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko am Sonntag am Rande des Großen Preises von Spanien dem ORF. Zuvor hätten sich die Piloten bereits bei den Mitarbeitern in der Fabrik in Milton Keynes entschuldigt.

Damit “beherzigte” Marko den Rat seines Landsmanns, Mercedes-Teamaufsichtsratschef Niki Lauda. Der hatte nach dem Rennen in Baku gesagt: “Ich würde nach Hause gehen und weinen. Und wenn ich mit dem Weinen fertig bin, würde ich die beiden in mein Büro rufen, um ihnen zu sagen, wie viel weniger sie ab jetzt verdienen. Damit sie den entstandenen Schaden beheben.” (Fahrerwertung der Formel 1)

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Hamilton knackt Schumacher-Rekord

Weltmeister Lewis Hamilton hat einen Formel-1-Rekord aufgestellt und dabei Michael Schumacher hinter sich gelassen.

Beim Großen Preis von Spanien in Barcelona fuhr der Brite zu seinem 41. Sieg von der Pole-Position aus.

Zuvor hatte sich Hamilton den Rekord mit Schumacher geteilt.

Auf Platz drei in der Statistik liegt Ferrari-Pilot Sebastian Vettel (30) vor Ayrton Senna (29) und Alain Prost (18).

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Vettel verpokert sich bei Hamiltons Triumph

Sebastian Vettel hat trotz eines Super-Starts eine empfindliche Klatsche eingesteckt. Der Ferrari-Star hatte auch wegen neuerlicher taktischer Patzer seiner Scuderia nicht den Hauch einer Chance und musste sich beim Großen Preis von Spanien nicht nur seinem Titelrivalen Lewis Hamilton geschlagen geben. Bei der fehlerlosen One-Man-Show des Weltmeisters blieb Vettel nur Rang vier. (SERVICE: Das Rennen im Re-Live)

Vettel verteidigte die Strategie bei RTL: “Aus unserer Sicht war es die bessere Strategie. Wir haben uns auf den neuen Reifen das ganze Wochenende schwer getan. Für uns wäre ein Stopp keine Option gewesen.”

Durch seinen zweiten Sieg in Serie baute Mercedes-Star Hamilton seine WM-Führung gegenüber Vettel auf 17 Punkte aus. (DATEN: WM-Stand Fahrerwertung)

Räikkönen-Aus – schwarzer Sonntag für Ferrari

Der Heppenheimer, für den Platz zwei möglich gewesen wäre, musste durch ungünstige Boxenstopps aber auch Valtteri Bottas im zweiten Silberpfeil und zudem Red-Bull-Pilot Max Verstappen ziehen lassen. Kimi Räikkönens Aus wegen technischer Probleme machte den schwarzen Sonntag für Ferrari perfekt – während Mercedes seinen ersten Doppelsieg 2018 feierte. (DATEN: Ergebnis Spanien-GP)

“Das Auto und ich waren heute eine Synergie. Das war ein tolles Gefühl”, sagte Hamilton: “Wir machen jetzt wieder Druck auf Ferrari. Es ist großartig zu sehen, dass wir im Team die Kraft haben, das zu leisten.”

Guter Start von Vettel

Dabei hatte sich Vettel schon am Start zunächst am Finnen Bottas vorbei gequetscht und war danach auf die Jagd nach seinem Rivalen Hamilton gegangen. Doch der Pole-Setter aus England präsentierte sich ähnlich stark wie am Samstag im Qualifying und konnte schnell einen beruhigenden Vorsprung auf Vettel herausfahren, der wiederum Bottas auf Distanz halten konnte.

Weil Vettel auf der Strecke keine Chance gegen Hamilton hatte, entschied sich Ferrari zu einem frühen Boxenstopp und schickte ihn mit Medium-Reifen wieder raus. Fast sah es so aus, als hätte sich die Scuderia da schon verzockt, aber Mercedes legte bei Bottas anschließend keinen sauberen Reifenwechsel hin und Vettel blieb knapp vor dem Finnen.

Hamilton, der an der Spitze bequem Reifenmanagement betreiben konnte, blieb deutlich länger draußen als Vettel und Bottas, seine Führung war nie in Gefahr. Dahinter reihte sich das Red-Bull-Duo Max Verstappen und Daniel Ricciardo ein.

Eigentlich wurde in Barcelona wieder einmal nur in der Box überholt, Vettel wurde nach zwei Dritteln des Rennens während einer Virtual-Safety-Car-Phase dann erneut an die Box geholt. Bottas fuhr aber ebenso wie Verstappen – trotz eines kaputten Frontflügels – weiter, beide zogen an Vettel vorbei. Da machten die Ferrari-Strategen eine ganz schlechte Figur.

Insgesamt schien Reifenflüsterer Hamilton am besten die empfindlichen Walzen zu beherrschen. Nach den Problemen (Blasenbildung) von den Tests in Barcelona vor der Saison hatte Pirelli für das Rennen einen neuen Reifen produziert, der außer in Spanien noch in Frankreich und England zum Einsatz kommen wird – die Gummis sind 0,4 Millimeter dünner und dadurch ein Kilo leichter pro Stück.

Verschwörung? Wolff spricht von “Paranoia”

Weil die Gummis Mercedes in die Karten zu spielen schienen, witterte die Konkurrenz von Ferrari und Red Bull bereits eine Verschwörung zugunsten des Sterneteams. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff wies die Spekulationen aber umgehend als “Unsinn” zurück und sprach von “Paranoia”.

Doch das Kräfteverhältnis scheint sich nach dem fünften Rennen der Saison geändert zu haben. (DATEN: Rennkalender der Formel 1) Hamilton hatte Vettel in Barcelona stets im Griff. Und Spanien gilt als Gradmesser schlechthin für den weiteren Verlauf des Jahres. In der Formel 1 heißt es: Wer in Barcelona schnell ist, ist auch im Rest der Welt schnell. In zwei Wochen steigt erst einmal der Klassiker in Monte Carlo.

Hülkenberg Opfer des Start-Crashs

Für Nico Hülkenberg war das Rennen schon nach wenigen Minuten beendet. Der Emmericher war mit seinem Renault Opfer des von Romain Grosjean (Haas) ausgelösten Startcrashs und wetterte hinterher gegen den Franzosen. “Einmal wieder sehr gut gemacht, der alte Fliegenfänger”, sagte Hülkenberg bei RTL: “Jede Wochenende aufs Neue ist es eine Show mit ihm.” In der Folge kam das Safety Car zum Einsatz.

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Stimmen: Vettels Reifenwahl sorgt für Verwunderung

Der WM-Führende Lewis Hamilton hat das Qualifying in Barcelona vor seinem Mercedes-Kollege Valtteri Bottas gewonnen. Der viermalige britische Weltmeister ist heilfroh, endlich mal wieder von der Pole Position ins Rennen zu gehen. (SERVICE: Das Qualifying-Ergebnis)

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel wird dagegen nur Dritter, obwohl er in Q1 und Q2 stark aufgetrumpft hat. Der Heppenheimer erklärt nach der Quali, warum seine Pole-Serie gerissen ist.

Weshalb Ferrari den letzten Run auf weichen, statt auf den vermeintlich schnelleren superweichen Reifen gefahren ist, sorgt bei vielen für Verwunderung. RTL-Experte Timo Glock und Mercedes-Sportchef Toto Wolff nehmen zur überraschenden Reifenwahl von Ferrari und Red Bull Stellung.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying beim Großen Preis von Spanien zusammen. 

Lewis Hamilton (Mercedes), Startplatz 1: “Die Pole habe ich gebraucht. Ich hatte schon lange keine mehr. Es war ganz eng im Qualifying, aber ich bin sehr glücklich. Ist eine Weile her, dass ich auf Pole stand.”

…in seinem Twitter-Video über Vettel:

“Ferrari hatte sich versteckt und hat heute Gas gegeben. Das war sehr eng. Morgen wird es schwierig werden, denn es soll heute Abend regnen und die Strecke wird wieder saubergespühlt. Hoffentlich regnet es morgen nicht, aber ich wäre auch dafür bereit.”

Valtteri Bottas (Mercedes), Startplatz 2: “Schade, dass es wegen nur vier Hundertsteln nicht geklappt hat.”

Sebastian Vettel (Ferrari), Startplatz 3: “Der erste Run in Q3 war nicht so gut. Ich hatte in der ersten Kurve einen kleinen Rutscher. Die zweite Runde war dann besser, fast hätte es gereicht. Ich war eigentlich zufrieden mit der Runde. Wir haben ein starkes Auto. Wir haben aber erwartet, dass Mercedes stark sein wird. Das Rennen wird bestimmt interessant. Es ist sehr eng an der Spitze, Kleinigkeiten können den Unterschied ausmachen.” (SERVICE: Die Fahrer-Wertung)

Kimi Räikkönen (Ferrari), Startplatz 4: “Das war kein ideales Qualifying. Mercedes war einfach schneller.”

Daniel Ricciaro (Red Bull), Startplatz 6: “In Q3 sind wir beide eine starke Runde mit Supersoft gefahren. Das war aber nicht unser bevorzugter Reifen. So wie sich das Auto an diesem Wochenende anfühlte, entschied ich mich für den weichen Reifen. Damit konnte ich meine Rundenzeit um ein paar Hundertstel verbessern, aber es war nicht genug.”

Max Verstappen (Red Bull), Startplatz 5 über den Refien-Nachteil: “In Q3 haben wir nicht den Powermodus. Von Kurve 1 bis durch Kurve 3 wird jetzt mit Vollgas gefahren. Das macht es für uns noch schwieriger. Von Kurve 7 bis Kurve 10 geht es auch voll, weil man Kurve 9 mit Vollgas nehmen kann. Vor allem in Q3 ist es für uns schwierig, wenn die anderen zusätzliche Leistung freigeben. Das ist etwas entmutigend, weil ich nicht weiß, was wir mehr hätten tun können.”

Toto Wolff (Mercedes-Sportchef): “Die Ferraris sind nach dem letzten freien Training stark zurückgekommen.”

über Vettels überraschende Reifenwahl: Der gelbe Reifen ist wahrscheinlich etwas schneller. Man hat das bei Sebastian am Ende gesehen, auch wenn es gegen jede Logik ist. Aber da muss man ein bisschen experimentieren, das haben die Ferraris gemacht.” (SERVICE: Die Team-Wertung)

Timo Glock (F1-Experte von RTL) über den Reifenpoker“Es ist aber Fakt, dass der Soft-Reifen dem Fahrer etwas mehr Sicherheit und etwas mehr Gefühl im Reifen gibt, weil der Reifen etwas steifer ist. Im letzten Sektor war der Soft-Reifen immer sehr gut, Red Bull konnte dort immer nachlegen und eine Sektorbestzeit aufstellen. Aber ich glaube, das ist auch fahrerspezifisch und jeder hat seinen Reifen gehabt, der ihm am besten gepasst hat. Bei Mercedes war es Supersoft und bei Ferrari Soft.”

Fernando Alonso (McLaren), Startplatz 8: ”Mit dem neuen Update-Paket bin ich viel zufriedener. So hätte das Auto ja eigentlich schon in Australien aussehen sollen. Dass es da eine Verzögerung gab, hatte uns bisher Probleme bereitet. Wir konnten uns da sonntags immer rausreiten. Aber jetzt müssen wir Gas geben und jedes Wochenende besser werden.”

Nico Hülkenberg (Renault), Startplatz 16: “Es gibt ein Problem mit dem Benzindruck oder im Benzinsystem generell. Ohne Benzindruck verliert man natürlich auch an Motorleistung, besonders in den schnellen Ecken. Es hatte sich schon ein wenig im Training angedeutet. Für das Rennen wird es nun schwierig, da in Barcelona das Überholen sehr schwer ist.”

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Vettel rettet Startplatz drei – Mercedes dominiert

Lewis Hamilton kann die starken Trainingseindrücke im Qualifying zum Formel-1-Rennen in Barcelona bestätigen und sichert sich die Pole Position vor Team-Kollege Valtteri Bottas.

Für Hamilton war es die 74. Pole seiner Karriere und die vierte in Spanien nach 2014, 2016 und 2017.

“Die Ferraris sind nach dem letzten Freien Training stark zurückgekommen”, so die erste Analyse von Mercedes-Sportchef Toto Wolff. “Der gelbe Reifen ist wahrscheinlich etwas schneller. Das ist wohl die Erklärung dafür, dass die Scuderia den letzten Run auf weichen, statt auf den vermeintlich schnelleren superweichen Reifen gefahren ist.

“Man hat das bei Sebastian am Ende gesehen, auch wenn es gegen jede Logik ist”, so ein verwunderter Wollf. “Aber da muss man ein bisschen experimentieren, das haben die Ferraris gemacht.”

Drittschnellster war Sebastian Vettel im Ferrari, der bis auf das Q3 alle Sessions dominiert hatte. Immerhin konnte der Heppenheimer noch Kimi Räikkönen und die Red Bulls hinter sich lassen. (FIA verbietet Ferraris Technik-Trick)

“Es war sehr eng, aber ich bin sehr happy. Ich brauchte diese Pole mal wieder”, sagte Hamilton, der lediglich beim Saisonauftakt in Australien ganz vorne gestanden hatte.

Starker Vettel erwartet spannendes Rennen

Danach war Vettel dreimal der Schnellste im Qualifying. Der 30-Jährige erklärte: “Ich war zufrieden mit der Runde. Ich hatte die Mercedes stark erwartet, das wird sicher ein spannendes Rennen.”

Lange Zeit sah Vettel wie der Top-Anwärter auf die Pole aus, nach nicht ganz optimalen Trainingseinheiten am Freitag gab er dann in den ersten beiden Quali-Abschnitten deutlich das Tempo vor.

Doch im Gegensatz zu Hamilton konnte er sich im entscheidenden Moment nicht mehr steigern. “Es ist sehr eng an der Spitze, Kleinigkeiten können den Unterschied ausmachen”, sagte Vettel.

Red Bull schnuppern an Pole

Laut Statistik ist die Pole in Barcelona noch wichtiger für den Sieg im Rennen als zum Beispiel in Monte Carlo, da es auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya kaum Möglichkeiten zum Überholen gibt.

Max Verstappen und Daniel Ricciardo mussten sich letztlich mit den Startplätzen fünf und sechs begnügen, obwohl die Pole in Reichweite war.

Beim fünften Saisonrennen in Barcelona (So. ab 15.10 Uhr im LIVETICKER) kämpfen Vettel und Widersacher Hamilton nicht nur um den Sieg, sondern auch um die Führung in der WM-Wertung. (SERVICE: Die Fahrer-Wertung)

Haas überraschend gut

Nach dem Q2 mussten sich Stoffel Vandoorne (McLaren), Pierre Gasly (Toro Rosso), Esteban Ocon (Force India), Charles Leclerc (Sauber) und Sergio Perez (Force India) verabschieden.

“Die Force India haben ein ähnliches Problem wie Williams. In den mittelschnellen Kurven sind sie nicht gut genug”, analysierte F1-Experte Alexander Wurz beim ORF. Dabei war Perez in Baku noch sensationell aufs Podium gefahren.

Einen ganz starken Eindruck hinterließen dagegen die beiden Haas-Piloten: Kevin Magnussen und Romain Grosjean werden in Barcelona von den Plätzen sieben und zehn ins Rennen gehen.

Die Top 10 komplettierten im Qualifying Fernando Alonso (McLaren) als Achter und Carlos Sainz (Renault) als Neunter.

Hülkenberg mit viel Pech

Für den zweiten deutschen Fahrer Nico Hülkenberg war es allerdings ein gebrauchter Tag. Gleich zu Beginn des Q1 stotterte der Motor des Renault-Piloten. Der Emmericher musste wegen technischer Probleme in die Box.

Hülkenberg konnte kurz vor Schluss doch noch eine Zeit setzen und sprang vorübergehend auf Platz 15. Allerdings verdrängte Vandoorne den Deutschen um 0,038 Sekunden wieder aus den Top 15.

Damit startet Hülkenberg im Rennen vom enttäuschenden 16. Platz. “Ich hatte Probleme mit dem Benzindruck und -System, sodass die Motorleistung nicht voll da war”, so der Renault-Pilot. “Für das Rennen wird es nun schwierig, da in Barcelona das Überholen sehr schwer ist.”

Toro Rosso wirft das Handtuch

Brendon Hartley konnte beim Qualifying wegen seines Unfalls im dritten freien Training nicht einmal starten, sodass das Schwester-Team von Red Bull vor der Quali das Handtuch werfen musste.

Toro Rosso versucht jetzt, den Boliden für das Rennen wieder herzurichten. Am Sonntag wird Hartley aus der Boxengasse starten müssen, wenn die Rennleitung ihn teilnehmen lässt. (SERVICE: Die Team-Wertung)

Nach dem Q1 schieden zudem Marcus Ericsson (Sauber) und die beiden Williams-Piloten Sergei Sirotkin und Lance Stroll (Williams) aus.

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