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Ricciardo spricht über Ferrari-Gerüchte

Formel-1-Pilot Daniel Ricciardo hat den Gerüchten um eine Verhandlungs-Vereinbarung mit Ferrari widersprochen. “Das ist nicht wahr”, sagte der Australier am Donnerstag im Vorfeld des Großen Preises von Aserbaidschan (am Sonntag ab 14.10 Uhr im LIVETICKER).

Gespräche habe er bislang auch nur mit seinem aktuellen Arbeitgeber Red Bull Racing geführt.

Verschiedene Medien hatten zuletzt berichtet, Ferrari habe sich ein exklusives Verhandlungsrecht mit Ricciardo bis Ende Juni gesichert. Der Vertrag des 28-Jährigen ist nur noch für diese Saison gültig, ein Wechsel Ricciardos zu den beiden Topteams Ferrari und Mercedes wäre möglich.

Ricciaordos Traum: Welmeister werden

Momentan verspüre er allerdings keinen Zeitdruck. “Ich habe keine Angst um meinen Platz in der Formel 1, deshalb kann ich erst mal den Sommer abwarten”, sagte er. Ein Abgang von Red Bull sei auch keineswegs beschlossene Sache: “Ich würde nicht wechseln, einfach nur um mich zu verändern. Es müsste schon eine Verbesserung für mich darstellen. Ich will selbst Weltmeister werden, das ist mein Traum, mein Ziel, und dazu bin ich fähig.”

In diesem Zusammenhang unterstrich Ricciardo erneut, dass er nicht zu einem Rennstall wechseln werde, bei dem er nur als Fahrer Nummer zwei eingeplant wäre.

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Formel 1 erlaubt Rückspiegel am Halo

Seitdem im Zuge des Formel-1-Reglements für 2017 die Position des Heckflügels abgesenkt wurde und deswegen die Sicht nach hinten eingeschränkt ist, macht die Position des Rückspiegels den Teams Probleme.

Nun eröffnen sich durch den umstrittenen Cockpit-Schutz Halo kurioserweise neue Möglichkeiten.

Nikolas Tombazis, Technikchef der FIA-Formelsportkomission, hat in einer Mitteilung darüber informiert, dass die Rückspiegel ab sofort unter gewissen Voraussetzungen am seit dieser Saison verpflichtenden Cockpitschutz montiert werden dürfen. 

“Wir erwarten, dass die Konstruktion so stabil ist, dass der Spiegel nicht zu sehr vibriert, denn das würde die Sicht nach hinten für den Fahrer einschränken”, führt Tombazis aus.

Eine Anbringung an den Halo ist allerdings weiterhin nur erlaubt, wenn ein Sichttest der FIA erfüllt wird. Dazu darf der Rückspiegel nicht gleichzeitig am Halo und am Chassis montiert sein.

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Barrichello über Schumi: "Habe vor Wut gekotzt"

Viele Jahre hat sich Rubens Barrichello geweigert, über jene unrühmliche Szene in der Formel-1-Saison 2002 zu sprechen. Doch nun hat der Brasilianer zu einem der größten Skandale in der Königsklasse Stellung bezogen.

Und es macht den Anschein, als hätte er den Schmerz, den die Stallorder von Ferrari, als Barrichello Teamkollege Michael Schumacher beim Großen Preis von Spielberg vorbei lassen musste, immer noch nicht ganz überwunden.

“An jenem Tag bin ich nach der Siegerehrung nicht zur Pressekonferenz gegangen, denn mir war schlecht. Ich habe an diesem Tag viel gekotzt – vor Wut”, schilderte Barrichello seine damaligen Gefühle dem brasilianischen Fernsehsender TV Globo.

Barrichello überlegte lange

Der heute 45-Jährige war von seinem Rennstall bereits acht Runde vorher gebeten worden, den an Position zwei liegenden Schumacher passieren zu lassen. Barrichello führte lange einen Kampf mit sich selbst, ob er den Anweisungen Folge leisten sollte oder nicht.

“Ich fuhr in die letzte Kurve und hatte entschieden, den Platz nicht aufzugeben. Aber dann dachte ich: ‘Ich liebe das, was ich mache. Was ist, wenn sie mich feuern?’. Und sie haben mir gesagt, ich solle mir das zweimal überlegen”, fügte Barrichello hinzu.

Er wurde erst kurz vor der Ziellinie langsamer, der Deutsche fuhr vorbei und holte den Sieg. Dadurch entstand, was Ex-Ferrari-Teamchef Ross Brawn heute immer noch als “peinliche Situation” bezeichnet.

Ferrari erntete massive Kritik

Zu diesem Aspekt und zum Wortlauf des Funkverkehrs will Barrichello nach wie vor nichts sagen. Möglicherweise plant er, seine Gedanken darüber in einer Autobiagrafie niederzulegen.

“Wenn man den Funk damals gehört hätte, dann wären alle angeekelt gewesen”, erklärte Barrichello und kündigte an: “Ich habe mir diesen Funkverkehr notiert, um ihn eines Tages in einem Buch zu veröffentlichen.” Die ganze Welt habe damals gesehen, “wer gewonnen hat. Für Schumacher sah das schlecht aus.”

Der Eklat von Spielberg hatte massive Kritik an der Scuderia von vielen Seite zu Folge. Selbst die Fans konnten die Aktion nicht fassen.

2003 führte die Formel 1 ein, dass der Boxenfunk veröffentlicht werden muss. Das dürfte Barrichellos Schmerzen kaum gelindert haben.

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Red-Bull-Boss: Verstappen fährt wie Vettel

Max Verstappen ist momentan das Reizthema in der Formel 1.

Der hochtalentierte Niederländer steht schon länger wegen seiner risikoreichen Fahrweise in der Kritik. Zuletzt krachte es in China einmal mehr mit Sebastian Vettel.

Sorgen macht sich Red-Bull-Teamchef Christian Horner aber nicht. Denn er sieht in den Fehlern seines Fahrers eine ganz interessante Parallele.

“Ich denke, Max wird daraus lernen. Sein Talent, sein Mut und seine Instinkte sidn offensichtlich. Daran habe ich keine Zweifel. Ich weiß noch, als Sebastian (Vettel, Anm. der Red.) zu einer ähnlichen Zeit seiner Karriere bei uns war. Er hat damals auch einige Fehler gemacht”, sagte Horner bei motorsport.com.

Vettel 2009 ähnlich in der Kritik wie jetzt Verstappen

Vettel bekam 2009 ein Cockpit bei Red Bull und gewann insgesamt vier Weltmeister-Titel, in seiner Anfangszeit stand der Deutsche allerdings tatsächlich ebenfalls immer wieder in der Kritik.

Unter anderem geriet er mit Mark Webber aneinander. Auch Verstappen hat einen erfahreneren australischen Teamkollegen, aber Horner glaubt, “Mad Max” werde von Daniel Ricciardo noch profitieren.

“Ihn zu erleben und mit ihm zu fahren, wird Max helfen, sich zu verbessern. Daniel ist ein ausgereifter Fahrer. Er hat die richtige Balance zwischen Erfahrung und Speed. Kaum jemand überholt besser als er”, lobte Horner.

Wenn Verstappen eine ähnliche Entwicklung wie Vettel nimmt, dürfte es Horner in jedem Fall recht sein.

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Öl-Verbrauch wird Mercedes zum Verhängnis

Was waren das kürzlich noch für Zeiten: In den letzten Jahren dominierten die Mercedes-Piloten die Formel 1 beinahe nach Belieben. Mit dem stärksten Motor im Feld gingen sowohl der Fahrertitel als auch die Konstrukteurs-Meisterschaft in den vergangenen vier Jahren an die Silberpfeile.

Doch von der Motoren-Dominanz vergangener Tage ist in der aktuellen Saison bei Lewis Hamilton und Valtteri Bottas nicht mehr viel zu sehen. Bereits bei den Testfahrten im Winter zeichnete sich dieser Trend ab. Trotz einer erhöhten Laufleistung von 5.000 auf 8.000 Kilometer konnte Mercedes die Leistung seiner Motoren nicht wirklich steigern.

Ferrari zieht mit Mercedes-Motor gleich

Mehr noch als das: Ferrari hat in Sachen Motorenleistung mit den Silberpfeilen inzwischen sogar gleichgezogen. Während die Scuderia in der letzten Saison auf den langen Geraden noch deutlich unterlegen war, ist in der Saison 2018 kaum mehr ein Unterschied auszumachen.(SERVICE: Die Fahrerwertung)

Zur Erinnerung: Schon beim Rennen in Bahrain überzeugte Ferrari mit Power. Bei Geschwindigkeitsmessungen in China lag Sebastian Vettel bei drei von vier Speed-Messungen sogar knapp vor den Silberpfeilen. 1,5 km/h trennten beide Rennställe.

Ölverbrauch wird gedrosselt

Die Entwicklung hat Gründe: Ursache für die weggefallene Dominanz der Silberpfeile ist eine Regeländerung. Mit Beginn der aktuellen Saison wurde der Ölverbrauch pro 100 Kilometer auf 0,6 Liter beschränkt. Dadurch soll verhindert werden, dass Öl zur Leistungssteigerung in den Verbrennungsprozess eingespeist wird.

Die Einhaltung dieser Obergrenze wird von der FIA genau überwacht. Mit Sensoren im Haupt-Öltank wird ständig gemessen, wie stark sich der Pegel senkt. Jeden Renn- und Trainingstag werden außerdem bei zwei Teams die Zusatzöltanks in vollem und leerem Zustand gewogen, um Tricksereien zu vermeiden.(SERVICE: Die Teamwertung)

Doch genau diese Kontrollen sind für die Silberpfeile nun zum Problem geworden.

“Die Messungen des Ölverbrauchs sind nicht ganz präzise. Wenn du da an der Grenze operierst, riskierst du, dass du auch mal drüber liegst. Mercedes kann es sich nicht leisten, illegal zu fahren”, sagte Teamchef Toto Wolff bei auto motor und sport.

Ferrari geht volles Risiko

Um nicht in Bedrängnis zu kommen, haben sich die Silberpfeile dazu entschlossen, wieder eine Ölspezifikation aus dem Jahr 2016 einzusetzen. Diese Entscheidung führt allerdings zu Leistungseinbußen.

Beim ersten Saisonrennen in Australien lagen Ferrari und Mercedes mit 0,58 Litern nur knapp unter dem erlaubten Grenzwert. Den Silberpfeilen erschien dieser Spielraum aufgrund der unsicheren Messungen zu gering. Beim zweiten Rennen in Bahrain wurde beim Öl dann eine Stufe zurückgerüstet – und prompt zog Ferrari vorbei.

Denn: Die Scuderia geht auch weiterhin – trotz der neu eingeführten Grenzwerte – volles Risiko.

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Formel 1 beschließt weitere Neuerungen

Die Strategiegruppe und die Formel-1-Kommission haben die Weichen für die mittelfristige Zukunft der Motorsport-Königsklasse gestellt.

Wie die beiden Gremien am Dienstagabend nach einer gemeinsamen Sitzung im Hauptquartier des Motorsport-Weltverbandes FIA in Paris mitteilten, sollen die Power Units ab der Saison 2021 weiterhin 1,6-Liter-V6-Turbo-Hybrid-Aggregate sein, allerdings soll das umstrittene Energierückgewinnungssystem MGU-H gestrichen werden. Mit dieser Maßnahme sollen die Entwicklungskosten reduziert werden.

Die Technische Abteilung der FIA berät sich im nächsten Schritt mit den aktuellen Motorenherstellern (Mercedes, Ferrari, Renault, Honda) sowie potenziellen neuen Herstellern, um die Regeln zur Saison 2021 final zu diskutieren. Eine Entscheidung soll bis Ende Mai fallen.

Spritmenge in F1 wird erhöht

Bereits zur kommenden Saison soll das Spritsparen zugunsten der Show entschärft werden: Die zulässige Benzinmenge wird von 105 auf 110 kg erhöht, dadurch sollen die Fahrer mehr Vollgas geben können.

Auch wird das Gewicht der Piloten nicht mehr in das Mindestgewicht eingerechnet, dies kommt schwereren Fahrern zugute. Weiter sollen ab 2019 alle Piloten einen biometrischen Handschuh tragen.

Die Regeländerungen müssen noch vom Motorsport-Weltrat abgesegnet werden, dies gilt allerdings als Formsache.

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Tumor bei Barrichello entfernt

Der ehemalige brasilianische Formel-1-Pilot Rubens Barrichello hat sich einer Operation unterzogen, bei der ihm ein Tumor im Gehirn entfernt wurde.

Dies sagte der 45-Jährige in einem Interview mit dem brasilianischen Fernsehsender Globo TV: ”Ich nahm zu Hause gerade ein Bad, als ich einen starken Schmerz im Kopf spürte.”

Im Januar erlitt Barrichello, einst Teamkollege des Rekordweltmeisters Michael Schumacher bei Ferrari, einen Schlaganfall, bei dem der gutartige Tumor entdeckt wurde.

Barrichello, der mittlerweile Stock-Car-Rennen fährt, beendete 2011 seine Formel-1-Karriere, während der er 14 Grand Prix gewann und bis heute den Rekord für die meisten Starts (323) hält.

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