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Nächstes Indiz für Schumacher-Aufstieg in die Formel 1

Die Indizien für einen Wechsel von Mick Schumacher in die Formel 1 wachsen.

Schumachers ärgster Widersacher in der Formel 2, Callum Ilott, der auch als Konkurrent für ein Cockpit in der Formel 1 galt, wird in der kommenden Saison nicht in der Königsklasse fahren (Service: Der Rennkalender der Formel 1).

“Es ist an der Zeit, zu verkünden, dass mir mitgeteilt wurde, dass ich 2021 nicht in der Formel 1 fahre”, schrieb Ilott bei Twitter.

Er wisse bereits seit einigen Wochen Bescheid. “Ich bin enttäuscht, aber ich werde einfach weiter arbeiten und das Nötige tun, um sicherzustellen, dass es 2022 klappt”, meinte der Brite.

Ilott mit Kampfansage an Schumacher

Zudem “habe ich eine Weltmeisterschaft zu gewinnen”. Vor dem letzten Rennwochenende der Formel 2 führt Schumacher mit 14 Punkten vor Ilott, noch 48 sind zu gewinnen.

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Sollte Ilott Schumacher aber noch abfangen, stünde er vor einem Dilemma. Denn der Formel-2-Champion darf kein weiteres Jahr Formel 2 fahren.

Schumacher vor Wechsel zu Haas

Nach SPORT1-Informationen wird Schumacher in der kommenden Formel-1-Saison für Haas fahren. Das Team also, in dem Romain Grosjean am Sonntag einen glimpflich verlaufenen Feuerunfall gebaut hatte.

“Da wäre ich bestimmt nicht dagegen”, antwortete Haas-Teamchef Günther Steiner im AvD Motorsport Magazin auf SPORT1 auf die Frage, ob er Schumacher nehmen würde. Eine Bereicherung für die Königsklasse wäre Schumacher in jedem Fall: “Wer möchte nicht gern einen Schumacher zurück in der Formel 1?”

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Warum der Bahrain-GP zum Pokerspiel wird

Wer die Wahl hat, hat die Qual!

Die Reifen spielen in der Formel 1 schon immer eine wichtige Rolle. Beim Großen Preis von Bahrain (Formel 1: Großer Preis von Bahrain am Sonntag ab 15.10 Uhr im LIVETICKER) könnten die schwarzen Gummis aber die Hauptrolle einnehmen. (Rennkalender der Formel 1)

Sebastian Vettel, der von Startplatz elf ins Rennen geht, ist aber noch hin und hergerissen, ob sich die Pneus zum Glücksfall oder eher schwarzen Peter entwickeln. “Die Strecke hier hat einen sehr rauen Belag, das fordert die Reifen. Im Rennen kommt es darauf an, gut mit den Reifen hauszuhalten. Wenn wir also schlau vorgehen wie ein Fuchs, dann haben wir eine gute Chance”, zeigte er sich nach dem Qualifying optimistisch. (Fahrerwertung der Formel 1)

Vettel und Leclerc über Reifenwahl

Da jedoch alle Top-Ten-Fahrer mit Mediums das Q3 erreicht hatten, engt sich die Reifenauswahl für Vettel und Co. dramatisch ein. Die Softs scheiden mehr oder weniger schon aus. “Es macht für uns keinen Sinn auf Soft zu starten. Der hält nicht lange.”

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Auch Teamkollege Charles Leclerc sieht die Tatsache, dass die Bestplatzierten allesamt mit Mediums starten, kritisch: “Wir haben freie Reifenwahl. Aber mal schauen, wie viel uns das nutzen wird. Die Top Ten starten auf Mediums.”

Aber nicht nur Ferrari bereitet das Reifenthema Kopfzerbrechen, auch vorne im Feld weiß man nicht so recht, wie man mit der Situation umgehen soll.

Pirelli mit weicheren Reifen als 2019

“Die beste Strategie wäre Medium-Hart-Hart. Aber das können wir nicht machen, weil wir keinen zweiten harten Reifensatz haben”, offenbarte Toto Wolff sein Dilemma bei Sky. Zumal der Mercedes-Motorsportchef weiß, dass die von Pirelli getroffene Reifenauswahl eher der Konkurrenz entgegenkommen könnte.

Dieses Jahr werden in Bahrain die Reifen C2, C3 und C4 gefahren – um eine Stufe weichere Compounds als vergangenes Jahr. Pirelli-Sportchef Mario Isola begründete dies mit den Erfahrungen aus der Vergangenheit: “Vergangenes Jahr haben die meisten Teams den C1 nicht genutzt, sondern hauptsächlich C2 und C3. Dadurch wurden hauptsächlich Zweistopp-Strategien gefahren. Wir haben uns entschieden, eine Stufe weicher zu gehen, um den Teams eine Extra-Challenge zu geben.”

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Bei Mercedes scheint man mit dieser Entscheidung nicht ganz glücklich zu sein. Auf der schnellen Quali-Runde schlägt sich das noch nicht nieder, aber im Rennen könnte es zum entscheidenden Faktor werden. “Wir haben in den Longruns mehr überhitzt als Red Bull. Da haben sie bestimmt einen Vorteil”, ist sich Wolff sicher. (Konstrukteurswertung der Formel 1)

Verstappen dominiert die Longruns

Wie gefährlich Max Verstappen den Silberpfeilen im Longrun werden kann, hat er im 2. Freien Training gezeigt. Da Mercedes länger als alle anderen Teams die Reifen für 2021 getestet hatte, blieb aufgrund des Unfalls von Alex Albon in dieser Session nur wenig Zeit für die diesjährigen Pneus.

Zwar legte Hamilton die absolut schnellste Zeit der Session hin, aber auf den Longruns sieht die Sache anders aus. Dort war der Weltmeister im Mittel zwei Zehntelsekunden langsamer als Verstappen, Bottas verlor sogar knapp eine Sekunde.

Da Albon nach seinem Abflug keine weiteren Runde mehr fahren konnte, musste Verstappen neben den Softs auch die Medium-Reifen unter die Lupe nehmen – und war auch mit den mittleren Pneus im Longrun der schnellste Mann im Feld. Mit einer durchschnittlichen Rundenzeit von 1:35,606 Minuten fuhr er sogar im Bereich der weichen Reifen. Dort brannte er eine mittlere Rundenzeit von 1:35,598 Minuten in den Asphalt.

Mercedes-Chefingenieur Andrew Shovlin versuchte sich im Anschluss an einer Erklärung. Der Rückstand liege daran, “weil wir nicht so lange wie sonst mit dem Anpassen der Auto-Balance beschäftigt waren, aber auch, weil wir kein so extensives Longrun-Programm wie sonst gefahren sind.” Allerdings musste auch er zugeben: “Wir sind ein bisschen hinten dran, was das Rennen am Sonntag angeht.”

Verstappen zeigte sich nach dem Qualifying auf jeden Fall zuversichtlich. “Wir haben verschiedene Reifen zu Verfügung. Mal schauen, was wir da machen können.”

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Verstappen hadert mit Material – Bottas von Rückstand überrascht

Lewis Hamilton bleibt das Maß aller Dinge!

Im Qualifying zum Großen Preis von Bahrain (Formel 1: Rennen zum Großen Preis von Bahrain, Sonntag ab 15.10 Uhr im SPORT1-Liveticker) zeigte Hamilton einmal mehr seine Extraklasse. Mit 1:27.264 Minuten lag er nicht nur 0,289 Sekunden vor Teamkollege Valtteri Bottas, sondern brannte auch gleich einen neuen Streckenrekord in den Asphalt.

Damit hat der alte und neue Weltmeister (SERVICE: Fahrerwertung) beste Voraussetzungen für den elften Sieg in dieser Saison. (SERVICE: Formel-1-Rennkalender) Allerdings war der Rekordweltmeister nicht komplett zufrieden mit seiner Leistung.

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Im Gegensatz dazu war Bottas eigentlich zufrieden. Im Nachhinein konnte sich der Finne nicht erklären, wo genau er die Zeit auf Hamilton verloren hat. Eigentlich habe er ein gutes Gefühl gehabt, als er über die Ziellinie gefahren war.

Max Verstappen, der im 3. Freien Training Hamilton noch Paroli geboten hatte, musste im Qualifying die Qualität seines Konkurrenten anerkennen – haderte aber auch etwas mit seinem Material.

Für die beiden Ferrari-Piloten Sebastian Vettel und Charles Leclerc blieb wieder einmal nur ein enttäuschendes Aus nach Q2 und die Hoffnung darauf, dass es im Rennen besser wird.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying in Bahrain von Sky, aus der Boxengasse und der Pressekonferenz zusammen.

Lewis Hamilton (Mercedes), Startplaz 1:

“Der Freitag war definitiv nicht so gut wie erhofft. Es war gestern schwierig, das Auto richtig zu verstehen. Aber heute war es besser. Wir haben in der Nacht eine gute Arbeit geleistet. Die Runden im Qualifying waren alle gut. Die Runde in Q3 war ok, da ist noch Verbesserungspotenzial.”

… über seinen feststehenden WM-Titel: “Ich habe die WM nicht gefeiert. Ich habe mich voll auf das Rennen hier fokussiert. Alle arbeiten so hart und können für drei Wochen ihre Familien nicht sehen. Es sind so viele Sachen in dieser Saison passiert, weswegen es ein sehr schweres Jahr war.”

… über die mögliche Einstellung des Siegrekords von Michael Schumacher und Sebastian Vettel (13 Siege): “Ich hatte so ein tolles Jahr bisher. Alles was jetzt noch kommt, ist eine Zugabe.”

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… über das Geheimnis seines Erfolgs: “Ich kam hier an und wollte einfach Spaß haben. Es ist wichtig, zu genießen was man macht. Dann kann man entspannt fahren.”

Valtteri Bottas (Mercedes), Startplatz 2:

“Ich weiß nicht, wo er (Hamilton, Anm.d.Red.) mich geschlagen hat. Es hat sich eigentlich gut angefühlt. Aber am Ende war die Rundenzeit nicht da. Das muss ich erst analysieren. Aber wenigstens ist es die erste Startreihe für uns.”

… über seine Gedanken beim Überqueren der Ziellinie: “Das Ende von Q3 war sehr gut. Als ich über die Linie gekommen bin, war ich zufrieden. Dementsprechend überrascht war ich, den Abstand zu sehen. Ich hatte das Gefühl, dass ich die Geschwindigkeit habe. Aber am Ende war es nicht genug.”

… über seine Chancen für das Rennen: “Hamilton ist ein Racer und er ist hier, um zu gewinnen. Aber ich bin auch ein Racer. Ich starte von Platz 2 und habe alle Chancen.”

Max Verstappen (Red Bull), Startplatz 3:

“Es gibt noch einiges zu arbeiten. Aber das Wochenende bisher war positiv. Warum wir in der Quali ein bisschen hinterher sind, müssen wir noch herausfinden.” (SERVICE: Konstrukteurswertung)

… über die Chancengleichheit zu Hamilton: “Hamilton ist einer der besten Fahrer der Geschichte. Aber momentan habe ich nicht die gleichen Mittel. Das ändert allerdings nichts daran, dass Hamilton einer der Besten ist.”

… über die Zukunft: “Ich bin nicht wirklich überrascht von dem Abstand zu Mercedes. Wir müssen auf das nächste Jahr warten. Wir lernen das Auto besser kennen und verbessern es für die kommende Saison.”

Sebastian Vettel (Ferrari), Startplatz 11:

“Generell war der Mittelsektor nicht ideal. Es war schwer, die Vorderreifen auf Temperatur zu bringen. Ich bin die letzten paar Meter langsamer gefahren, um eine Lücke zu finden. Das hat mir dann am Ende etwas das Momentum genommen. Aber im Großen und Ganzen war es ok. Wir hatten nur einen Schuss, aber andere auch.”

… über die Chancen für das Rennen: “Ich glaube, wir haben uns heute beide (Vettel und Leclerc, Anm.d.Red.) nicht wohlgefühlt. Hoffentlich können wir morgen mehr rausholen.”

… über die Reifenwahl für das Rennen: “Es macht für uns keinen Sinn auf Soft zu starten. Der hält nicht lange.”

Charles Leclerc (Ferrari), Startplatz 12:

“Man kann immer was besser machen. Aber das gilt für alle. In Kurve vier hab ich viel verloren. So ist das nun mal.”

… über die Reifenwahl im Rennen: “Wir haben freie Reifenwahl. Aber mal schauen, wie viel uns das nutzen wird. Die Top10 starten auf Mediums.”

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef):

“Wir haben in den Longruns mehr überhitzt als Red Bull. Da haben sie bestimmt einen Vorteil. Aber es ist heute ein guter Start.”

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… über die perfekte Reifenstrategie: “Die beste Strategie wäre Medium-Hart-Hart. Aber das können wir nicht machen, weil wir keinen zweiten harten Reifensatz haben.”

Andreas Seidl (Teamchef McLaren Racing):

“Schade, irgendwie klappt es momentan im Qualifying nicht. Jetzt müssen wir wie in der Türkei den Fokus auf das Rennen legen.”

… über das Quali-Ergebnis: “Wir müssen abwarten bei Sainz. Sein Aus ist sehr schade für uns, da wir ein gutes Auto hatten. Auch Norris hatte einen kleinen Fehler, was Plätze gekostet hat.”

Franz Tost (Teamchef Scuderia AlphaTauri):

“In der Türkei hatten wir alles verpfuscht, weil wir zu blöd waren, den richtigen Reifendruck einzustellen. Hier sind wir wieder in der Fahrspur. Ich erwarte beide Autos in den Punkten.”

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Verstappen schlägt Hamilton im dritten Bahrain-Training

Sakhir (SID) – Red-Bull-Pilot Max Verstappen hat im dritten freien Training zum Großen Preis von Bahrain die Bestzeit gesetzt und dabei Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton erstmals an diesem Wochenende in die Schranken verwiesen. Der Niederländer Verstappen drehte in 1:28,355 Minuten die schnellste Runde und ließ den britischen Mercedes-Star um 0,236 Sekunden hinter sich.

Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas (Finnland) kam mit 0,366 Sekunden Rückstand auf Verstappen auf Rang drei, der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) wurde im Ferrari lediglich 13. (+1,504).

Das dritte freie Training auf dem Wüstenkurs von Sakhir besitzt allerdings nur überschaubare Aussagekraft. Das Rennen (Sonntag, 15.10 Uhr MEZ) findet ebenso wie das Qualifying am Samstagnachmittag (15.00/jeweils RTL und Sky) nach Einbruch der Dunkelheit und damit bei niedrigerer Streckentemperatur statt.

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Hamilton will seine Rekordjagd fortsetzen

Ist Lewis Hamilton noch hungrig auf weitere Bestmarken?

Nach WM-Titeln hat der Brite mit Michael Schumacher gleichgezogen. In Rennsiegen ist er sogar schon an der deutschen Formel-1-Legende vorbeigezogen.

Aber er kann seine Rekordsaison noch veredeln, indem er mit Schumacher und Sebastian Vettel nach Siegen in einer Saison gleichzieht. 13 Mal sind die beiden Deutschen in einer Saison auf die oberste Stufe des Podiums gefahren. Hamilton steht aktuell bei zehn Saisonerfolgen – bei noch drei ausstehenden Rennen. (SERVICE: Der Rennkalender)

Der Silberpfeil-Pilot darf sich also keinen Ausrutscher mehr erlauben. Ein Start von der Pole Position wäre da die perfekte Ausgangslage für das Unterfangen Rekordjagd. (Formel 1: Qualifying zum Großen Preis von Bahrain ab 15.00 Uhr im SPORT1-Liveticker)

Bottas und Verstappen im Duell

Schaut man auf die Freitags-Sessions, ist sich der 35-Jährige der Tatsache bewusst. Sowohl im 1. als auch im 2. Freien Training brannte er die Bestzeit in den Asphalt. Valtteri Bottas im 1. Training und Max Verstappen im 2. Training hatte da auf Rang zwei das Nachsehen.

Die beiden sind auch die größten Rivalen im Kampf um Rang zwei in der Fahrerwertung. Daher werden sie im Qualifying ebenfalls voll angreifen. Die Fahrerwertung)

Aber auch abseits der Spitze geht es noch um viel. Ferrari möchte alles daran setzen, die schlechteste Saison seit 40 Jahren doch noch zu verhindern. Aktuell rangiert die Scuderia nur auf Rang sechs der Konstrukteurs-WM, hat aber nur 24 Punkte Rückstand auf Racing Point. (SERVICE: Die Teamwertung)

Mit Rang elf (Charles Leclerc) und zwölf (Vettel) konnte Ferrari im 1. Training aber noch keinen Befreiungsschlag landen. Auch im 2. Training lief es mit Vettel auf zwölf und Leclerc auf Rang 14 nicht besser.

Unabhängig vom Qualifying dürfen sich die Piloten aber schon auf ein Spektakel in Bahrain gefasst machen – immerhin ist es der erste Nacht-GP der laufenden Saison.

So können Sie das Qualifying der Formel 1 in Istanbul LIVE verfolgen: 

TV: RTL, Sky
Stream: TV Now, Sky
Ticker: SPORT1.de und SPORT1 App

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Hülkenberg zu Red Bull? "Bin extrem heiß drauf"

Obwohl Nico Hülkenberg noch bei keinem Rennstall unter Vertrag steht, war der 33-Jährige in den vergangenen Wochen fast omnipräsent in der Formel 1.

Nachdem er gleich dreimal als Feuerwehrmann eingesprungen war, hat er sich mit seinen teils spektakulären Leistungen für einige Cockpits der kommenden Saison ins Gespräch gebracht. Momentan scheint es sogar so, als wenn er mit Red Bull bei einem echten Spitzenteam unterkommen könnte (Der Rennkalender der Formel 1).

Bei SPORT1 spricht er über sein verrücktes Formel-1-Jahr und seinen möglichen Teamkollegen bei Red Bull. Dazu lobt er Mick Schumacher und bricht eine Lanze für Sebastian Vettel. Für Lewis Hamilton hat er nur Respekt übrig.

SPORT1: Herr Hülkenberg, haben Sie schon realisiert, dass Sie dieses Jahr ganz spontan drei Formel-1- Rennen gefahren sind?

Nico Hülkenberg: Ja, schon. Die ganzen Ereignisse sind jetzt ja schon eine Weile her. Meine Einsätze waren immer sehr kurz und sehr geballt. Aber sehr spannend. Ich mag solche verrückten Herausforderungen! Im Nachhinein ist es sowieso leicht zu sagen, wie toll es war. Denn es ist ja auch alles gut gelaufen. Aber ich bin dankbar dafür, dass ich noch mal die Bühne bekommen habe, ansonsten wäre mein Name jetzt sicher weniger präsent.

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SPORT1: Sie werden mittlerweile als Feuerwehrmann der Formel 1 bezeichnet. Ist das auch eine Bestätigung für Sie?

Hülkenberg: Die Feuerwehrmann-Geschichte ist ein Nebenprodukt der Geschichten. Natürlich nehme ich das auch wahr. Aber ich bin eher stolz auf die Leistungen und das, was ich da umsetzen konnte.

SPORT1: Wie fühlt sich ein Qualifying ohne Vorbereitung an?

Hülkenberg: (lacht) Im ersten Moment undankbar. Mir war von vornherein klar, dass es nahezu unmöglich wird, über den letzten Platz hinaus zu kommen. Weil die Umstände einfach zu extrem waren: komplett aus der kalten Hose! Zum Glück hatte ich ja noch den Sonntag. (lacht) Aber am Ende hatte ich auch nichts zu verlieren. Also: reinsetzen und machen! Das sind Chancen im Leben, die musst du einfach wahrnehmen.

SPORT1: Sie liegen jetzt auf WM-Platz 15 zwei Plätze hinter Sebastian Vettel im Ferrari. Was sagt Ihnen das? (Die Fahrerwertung der Formel 1)

Hülkenberg: Das war mir bisher gar nicht so bewusst. Allerdings spiegelt das natürlich auch Sebastians schwieriges Jahr in Zahlen wieder.

Platz bei Red Bull? Wäre “eine Hammer-Geschichte”

SPORT1: Hätten Sie gedacht, dass Sie aus so einer Situation heraus wieder zum Kandidaten für ein Top-Team, nämlich Red Bull, werden?

Hülkenberg: Nein. Das konnte man so nicht erwarten. Umso dankbarer bin ich, dass es bis hierher so gelaufen ist.

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SPORT1: Was würde es Ihnen bedeuten, wenn Sie jetzt doch noch mal einen Platz in einer Spitzen-Mannschaft ergattern würden? Sie waren ja mehrfach kurz davor.

Hülkenberg: Einmal war ich realistisch nah dran (bei Ferrari; Anm. d. Red.) und natürlich wäre das eine Hammer-Geschichte. Im Herbst meiner Karriere noch mal so eine Möglichkeit zu bekommen, da bin ich extrem heiß drauf. Und generell spüre ich auch, wie sehr mir der Wettkampf fehlt.

SPORT1: Warum brauchen Sie eigentlich einen Bausparvertrag? Den haben Sie beim Red-Bull-Sender Servus TV erwähnt, als Sie nach einem neuen Vertrag gefragt wurden.

Hülkenberg: Es ist immer gut vorzusorgen (lacht). Man weiß ja nie, was kommt. Das hat mein Jahr ja gezeigt.

Hülkenberg mit gutem Verhältnis zu Verstappen

SPORT1: Sie müssten bei Red Bull gegen eines der Supertalente der Gegenwart antreten: Max Verstappen.

Hülkenberg: Verstappen? (grinst)

SPORT1: Das ist dieser Holländer, der sich bei Red Bull ziemlich stark für Sie einsetzt. Und eines der größten Naturtalente aller Zeiten.

Hülkenberg: Stimmt. Von ihm habe schon gehört (lacht). Verstehe mich auch ganz gut mit ihm… Im Ernst: Max ist gefühlt schon weit mehr als ein Supertalent, eine richtige Hausnummer. Aber mit solchen Gedanken beschäftige ich mich momentan nicht. Das ist mir zu viel Konjunktiv.

SPORT1: Wer war bisher Ihr stärkster Teamkollege?

Hülkenberg: Das ist schwer zu vergleichen. Im ersten Jahr war Rubens Barrichello natürlich auch ein Brett für mich. Ich war neu, er war extrem erfahren. Gleichzeitig muss ich Checo (Sergio Pérez; Anm. d. Red.) hervorheben, der ein hervorragender Fahrer war und ist. Dann bei Renault natürlich auch Daniel.

Immer wieder Kontakt zu Red Bull

SPORT1: Warum hat es früher eigentlich nie mit Red Bull geklappt? Sie waren ja auch schon zu Juniorenzeiten nicht gerade langsam…

Hülkenberg: Unsere Wege haben sich schon immer mal wieder gekreuzt, sind aber im Laufe der Jahre eher parallel verlaufen. Ich bin in den Nachwuchsserien gegen einige Red Bull-Junioren gefahren. Später auch in der Formel 1.

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SPORT1: Warum sollte Red Bull Sie jetzt nehmen? Hier können Sie verbal Ihre Bewerbung abgeben…

Hülkenberg: (lacht) In der Formel 1 läuft das nicht so mit Bewerbungsgespräch und Lebenslauf. Die Leute kennen die Resultate und wissen die Fahrer gut einzuschätzen.

Hamilton toppt Schumacher? “War undenkbar”

SPORT1: Lewis Hamilton hat mit seinem siebten WM-Titel mit Michael Schumachers Rekord gleichgezogen. Wie beurteilen Sie das?

Hülkenberg: Das ist schon eine Wahnsinns-Leistung, die Lewis da seit 2014 liefert. In der Kombination mit Mercedes hat er einfach so eine Macht aufgebaut. Das hat natürlich auch seine Gründe, denn Mercedes macht einfach einen extrem guten Job – einen besseren als alle anderen. Und Lewis ist auf der Strecke ein absoluter Killer, der es einfach immer umsetzt – eben auch unter den schwierigsten Bedingungen wie z.B. in Istanbul. Lewis versteht es, seine Leistung immer auf den Punkt zu bringen. Das muss man ihm hoch anrechnen, das macht ihn zum Champion.

SPORT1: Sie stammen aus der Generation von Michael-Schumacher-Fans, haben seine Rekordjagd als Kind und Jugendlicher miterlebt. Hätten Sie sich je träumen lassen, dass es jemand Besseren gibt?

Hülkenberg: Kaum. Michaels Leistung war übermächtig und groß. Das war immer undenkbar, dass da noch mal jemand kommt, der das toppt.

Hülkenberg: Vettel wird Eingewöhnungszeit brauchen

SPORT1: Eigentlich wollte Sebastian Vettel derjenige sein. Nun hat er mit Ferrari aber eine ganz schwierige Saison erlebt. Dass man das Fahren aber nicht so schnell verlernt, haben Sie ja in diesem Jahr erst gezeigt mit ihren unvorbereiteten Spontan-Einsätzen.

Hülkenberg: Seb hat in der Türkei ja auch gezeigt, dass er das Fahren nicht verlernt hat. Da sind offensichtlich beim Team und Fahrer dieses Jahr viele Dinge schief gelaufen, die sich auf die Leistung ausgewirkt haben.

SPORT1: Jetzt bekommt Vettel praktisch das Auto, mit dem Sie dieses Jahr drei Rennen gefahren sind. Was erwartet ihn da?

Hülkenberg: Erstmal erwartet ihn natürlich ein ganz anderes Team im Vergleich zu Ferrari. Ein englisches Team mit langer Geschichte, das nie ein Top-Team war, sich aber mit wenig Mitteln oft – auch als ich da war – über ihrer Gewichtsklasse geschlagen haben. Und die jetzt mit einem finanzstarken, seriösen neuen Eigner einiges bewegen wollen. Ich bin mir sicher, dass Sebastian seinen Teil zum Erfolg beitragen wird.

SPORT1: Kann er dort ein Auto erwarten, dessen Heck stabiler ist als das seines Ferrari?

Hülkenberg: Natürlich wird er eine Eingewöhnungszeit brauchen, wie jeder Fahrer, wenn er den Rennstall wechselt. Er muss sich eingrooven, im Auto und im Team. Aber das wird er auch meistern. Am Ende reagiert jedes Auto am Limit kritisch – und es ist unsere Aufgabe als Fahrer den absoluten Grenzbereich zu finden und damit umzugehen.

Hülkenberg gegen Schumacher? “Das wäre nett”

SPORT1: Das schafft Mick Schumacher derzeit in der Formel 2. Dort schickt er sich an, Ihr Nachfolger zu werden – denn auch Sie haben die Nachwuchsklasse schon gewonnen. Sie sind schon gegen seinen Vater in der Formel 1 gefahren, würden Sie auch gern gegen Mick antreten?

Hülkenberg: Das wäre nett. Aber wer in den anderen Autos sitzt, ist zweitrangig. Mit Sebastian, Alonso, Max und Hamilton sind genug hochkarätige Fahrer vertreten, gegen die ich gerne antreten würde. Mick macht seine Sache aber gut. Er bekommt in jungen Jahren schon viel Aufmerksamkeit und es ist nicht immer leicht, damit umzugehen. Aber er hat sich wacker in den Nachwuchsserien geschlagen.

SPORT1: Nun haben wir bei Ihnen sehr viel über die Formel-1-Chance gesprochen. Was ist denn, wenn die nicht klappt?

Hülkenberg: Dann schaue ich weiter. Ich habe diverse Anfragen aus anderen Rennserien, aber nichts konkretisiert. Sollte es nicht klappen, werde ich mich wahrscheinlich nach Alternativen umschauen müssen.

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"Wird schwierig" – Vettel rechnet nicht mit erneutem Podest

Für Sebastian Vettel war das Podest-Comeback in Istanbul nach 17 Formel-1-Rennen in doppelter Hinsicht ein süßer Moment.

“Zwischen Nummer 120 und 121 waren einige Rennen vergangen. Ich erinnere mich nicht an alle 120 davor. Aber es war im wahrsten Sinne des Wortes eines der süßeren Sorte – auch weil Limonade statt Champagner in den Flaschen war”, sagte Vettel am Donnerstag.

Mit einer erneuten Platzierung unter den Top 3 rechnet der viermalige Weltmeister beim Großen Preis von Bahrain (Formel 1: GB von Bahrain ab 15.10 Uhr im SPORT1-Liveticker) nicht.

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“Es wird wohl trocken, weil wir in der Wüste sind. Es wird also vermutlich schwierig, wieder auf dem Podium zu landen. Für mich geht es darum, Punkte zu sammeln”, sagte der Heppenheimer, der das kriselnde Ferrari-Team am Saisonende nach sechs Jahren verlässt. (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Beim Großen Preis der Türkei vor zwei Wochen hatten Regen und kühle Temperaturen die Strecke in eine Rutschbahn verwandelt. Mit einem fehlerfreien Rennen und dank einer beherzten letzten Runde fuhr Vettel auf Rang drei vor.

Einen Ehrenplatz hat sein Pokal allerdings nicht bekommen. “Ich habe ihn nach Hause mitgenommen und auf den Küchentisch gestellt. Ich gehe mal davon aus, dass er immer noch dort steht. Außer jemand hat ihn weggestellt”, sagte der 33-Jährige.

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Schumacher zu Haas? "Geben Fahrer bald bekannt"

Mick Schumacher muss weiter auf seine Berufung in die Formel 1 warten.

Günther Steiner, dessen Haas-Team die letzte realistische Option für den 21-Jährigen in der kommenden Saison darstellt, sagte am Donnerstag: “Wir geben unsere Fahrer bald bekannt.” Er bitte darum, “auf Fragen zum Personal zu verzichten”, erklärte der Südtiroler am Rande des Großen Preises von Bahrain (Sonntag, 15.10 Uhr im LIVETICKER).

Nach SPORT1-Informationen ist die Entscheidung bei Haas pro Schumacher aber bereits gefallen.

Haas bezieht von Ferrari unter anderem die Motoren. Die Scuderia kann und will bei dem US-Rennstall einen seiner Nachwuchsfahrer unterbringen – Formel-2-Spitzenreiter Schumacher gilt nach wie vor als Topkandidat.

Derweil gab Ferrari am Mittwoch bekannt, dass Schumacher beim Nachwuchsfahrertest am 15. Dezember, zwei Tage nach dem Formel-1-Saisonfinale in Abu Dhabi, für ein “anderes Team” zum Einsatz kommen werde. Dasselbe gilt für Schumachers Formel-2-Kontrahenten und Ferrari-Akademie-Kollegen Callum Ilott (Großbritannien) und Robert Schwarzman aus Russland.

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Prema-Pilot Schumacher geht mit 22 Punkten Vorsprung auf Ilott in die letzten vier Saisonrennen der Formel 2, die allesamt in Bahrain stattfinden. Bei idealem Verlauf kann Schumacher bereits nach dem drittletzten Rennen am Sonntag (11 Uhr) als Champion feststehen.

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"Zeit abgelaufen" – Ex-Ferrari-Star prangert Vettel an

Deutliche Worte eines Ex-Ferrari-Stars!

Sebastian Vettels Reise bei der Scuderia Ferrari ist am Ende der Saison beendet. Der viermalige Weltmeister sollte den Italienern den langersehnten ersten Fahrertitel seit Kimi Räikkönen (2007) bringen.

Daraus wurde bekanntlich nichts – vielmehr scheint die Liaison mit einer Saison, die man getrotst unter Pleiten, Pech und Pannen abhaken kann, unter ferner liefen zu enden. (SERVICE: Formel-1-Fahrerwertung)

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Geht es nach dem ehemaligen Ferrari-Piloten Felipe Massa, war die Trennung daher höchste Zeit. Der Brasilianer, der selbst von 2006 bis 2013 für die Roten auf die Piste ging, kam in der spanischen As zu einem vernichtenden Urteil über Vettel: “Seine Zeit ist abgelaufen.”

Aufgrund der fahrerischen Performance des Heppenheimer sah der 39-Jährige, der 2006 an der Seite von Michael Schumacher Gesamtdritter wurde, die Trennung sogar als unumgänglich. “Er zeigt nicht die Leistung, die man von einem viermaligen Champion erwartet”, machte er aus seiner Meinung über Vettel keinen Hehl und fügte hinzu: “Deshalb denke ich, dass Ferraari etwas ändern musste.”

Nach Vettel-Kritik: Massa nimmt auch Ferrari in die Pflicht

Allerdings ging Massa nicht soweit, die alleinige Schuld an der verkorkste Saison nur dem Deutschen zuzuschieben. Zwar hatte auch er schwierige Jahre bei Ferrari, wie er sich erinnerte, “aber keines war wie diese Saison.”

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Daher nahm der elfmalige GP-Sieger in der Formel 1 auch den Rennstall selbst in die Pflicht, um aus dieser Misere wieder herauszukommen. “Das Auto ist das Wichtigste. Wenn du keinen konkurrenzfähigen Renner hast, dann kannst du auch nicht gewinnen. Auch die Fahrer können da nichts ausrichten”, forderte er eine bessere Leistung auch im technischen Bereich.

Die nächste Chance dazu haben die Roten beim Großen Preis von Bahrain. (Das komplette Rennwochenende im SPORT1-Liveticker). Vettels Podiumsplatz in Istanbul macht Hoffnung. Weitere Punkte könnte Ferrari in der Teamwertung mehr als gut gebrauchen. (SERVICE: Formel-1-Teamwertung)

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Fragen und Antworten zum Großen Preis von Bahrain

Köln (SID) – Was steht an?

Die WM-Titel sind vergeben, doch die Formel-1-Saison biegt gerade erst auf die Zielgerade ein. Zum Abschluss steht ein kräftezehrender Dreierpack auf dem Programm, der mit dem Großen Preis von Bahrain (Sonntag, 15.10 Uhr/RTL und Sky) beginnt. Eine Woche später wird erneut in Sakhir gefahren, allerdings auf einem Hochgeschwindigkeits-Layout, das salopp “Oval” getauft wurde. Das Saisonfinale steigt am 13. Dezember im benachbarten Abu Dhabi.

Worum geht es auf der Strecke?

Der neue Co-Rekordweltmeister und Rekordsieger Lewis Hamilton jagt in diesem Jahr noch einen Rekord: 13 Saisonsiege verbuchten bislang nur Michael Schumacher 2004 und Sebastian Vettel 2013 – allerdings hatten sie mehr Rennen zur Verfügung. Um diese Marke zu egalisieren, muss Hamilton die abschließenden drei WM-Läufe gewinnen. Daneben kämpft Hamiltons Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas um die Verteidigung des zweiten Platzes in der Fahrerwertung – und um Rehabilitation für sein desaströses Türkei-Rennen, in dem er von Hamilton überrundet wurde. In der Team-WM geht es für Ferrari darum, sich vom sechsten Platz aus noch zu verbessern und damit das schlechteste Abschneiden seit 40 Jahren zu verhindern. Racing Point, kommender Arbeitgeber von Noch-Ferrari-Pilot Sebastian Vettel, ist auf Rang drei 24 Punkte voraus.

Worum geht es neben der Strecke?

Fünf Cockpits für 2021 sind noch frei, und die Vergabe hält die Formel 1 in Atem. Hamilton und Mercedes werden wohl mindestens in ein neuntes gemeinsames Jahr gehen und ihre Rekordjagd fortsetzen. Bei Red Bull und Toro Rosso wackeln Alexander Albon bzw. Daniil Kwjat massiv, der Emmericher Nico Hülkenberg könnte von einer Albon-Demission profitieren. Vor allem aber geht es um die Besetzung der beiden Cockpits bei Haas: Während ein Sitz für den russischen Milliardärssohn Nikita Masepin reserviert scheint, ist Formel-2-Spitzenreiter Mick Schumacher der Favorit für das zweite Cockpit. Über die Vergabe entscheidet Ferrari als Haas-Partner. Die Scuderia pokert erstaunlich lange: Teamchef Mattia Binotto hatte im Sommer einen Dreikampf zwischen den Ferrari-Junioren Schumacher, Callum Ilott und Robert Schwarzman ausgerufen. Die Formel 2 ist aber zuletzt vor zwei Monaten gefahren, Bewerbungen auf der Strecke konnte keiner der Anwärter mehr abgeben. Für Schumacher als Sohn des siebenmaligen Champions Michael Schumacher sprechen die Attraktion seines Nachnamens und die sportlichen Leistungen – mehr geht eigentlich nicht. Schumacher hat in der Meisterschaft 22 Punkte Vorsprung auf Ilott, vier Rennen stehen noch aus. Theoretisch kann Schumacher nach dem drittletzten Saisonlauf am Sonntag (11.00 Uhr/Sky) als Champion feststehen.

Wer gewinnt?

Mercedes ist wie vor jedem Rennen in dieser Saison der große Favorit. Hamilton bewies bei seinem Triumph in Istanbul, dass er selbst unter widrigsten Bedingungen kaum zu schlagen ist. Wild rutschende Rennwagen aufgrund von Nässe und Kälte werden in Bahrain kaum ein Faktor sein: In der Wüste werden Temperaturen um 25 Grad erwartet – auch im Rennen, das nach Sonnenuntergang stattfindet. 495 Flutlichtmasten erleuchten die Strecke gleißend hell.

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