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Leclerc nach Horror-Crash: Dachte, Grosjean sei tot

Es war einer der bedrückendsten Momente in der Geschichte der Formel 1.

Am vergangenen Sonntag krachte Haas-Pilot Romain Grosjean mit rund 220 Kilometern pro Stunde in die Leitplanke. Sein Auto wurde in zwei Teile gerissen und ging sofort in Flammen auf. 27 Sekunden lang hatte sich der Franzose im brennenden Wrack befunden, ehe er sich aus eigener Kraft befreien konnte.

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Eine Tatsache, mit der Ferrari-Pilot Charles Leclerc nicht gerechnet hätte. Im Interview mit BBC Sport hat der Monegasse nun erklärt, dass er davon ausgegangen sei, dass Grosjean getötet wurde.

“Ich habe den Crash in meinen Rückspiegeln gesehen. Mir war sofort bewusst, dass es sehr ernst war, und ich dachte sofort das Schlimmste”, erinnert sich Leclerc zurück.

Leclerc verbrachte bange Minuten

Die Minuten, bevor er erfuhr, dass Grosjean noch am Leben ist, “fühlten sich wie Stunden an. Ich muss ehrlich sagen, ich hatte nicht viel Hoffnung, als ich das ganze im Spiegel gesehen habe und ich war am Funk extrem besorgt”, so der 23-Jährige.

“Leider gab es keine Nachrichten, bis ich wieder in die Box gekommen und aus dem Auto ausgestiegen bin. Da habe ich endlich gewusst, dass er aus dem Auto noch rausgekommen ist, was ich wirklich kaum glauben konnte. Vor allem, weil ich die Flammen und das Feuer gesehen habe”, sagte der Ferrari-Pilot.

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Für Leclerc wurden mit Grosjean auch Erinnerungen an eine Tragödie wach. Sein Pate Jules Bianchi verunglückte 2014 beim Großen Preis von Japan und zog sich so schwere Kopfverletzungen zu, dass er wenige Wochen später verstarb.

Vettel besuchte Grosjean im Krankenhaus

Allzu viele Gedanken daran wollte der Monegasse aber dennoch nicht verschwenden. “Ich habe mich einfach in meine Blase zurückgezogen, wie ich es immer tue, und versucht, mich zu konzentrieren. Ich habe versucht, nicht mehr an den Crash zu denken, vor allem, weil ich wusste, dass Romain aus dem Auto ausgestiegen ist und alleine zum Krankenwagen laufen konnte.”

Grosjean, der bei dem Unfall Verbrennungen an den Händen erlitten hatte, wurde im Anschluss sofort in ein Krankenhaus gebracht, wo er von Leclerc-Kollege Sebastian Vettel besucht wurde.

“Ich wollte ihn sehen. Gleich am Montag bin ich zu ihm”, erklärte der Deutsche vor dem zweiten Renn-Wochenende in Bahrain. “Es war schön zu sehen, dass es ihm so kurz nach dem Unfall gut ging und er auch bei guter Laune war. Wir waren alle erleichtert zu sehen, dass er erstens mal rauskam. Im ersten Moment habe ich gar nicht verstanden, was überhaupt passiert ist”, so Vettel weiter.

Grosjean beantwortete Nachricht von Leclerc

“Ich habe das Feuer gesehen, aber nicht direkt geschaltet, dass er da noch drin sein könnte oder wo das Feuer überhaupt herkommt. Als ich dann die Bilder gesehen habe, war’s ein bisschen ein Schock. Im ersten Moment war ich noch zu sehr im Rennen, um das wirklich zu verstehen. Ich glaube, wir sind alle unheimlich glücklich, dass er noch da ist. Es hätte ganz anders ausgehen können”, so Vettel.

Im Krankenhaus besucht hat Leclerc Grosjean im Gegensatz zu Vettel nicht, “weil ich dort viele Leute erwartet habe und ihn nicht belästigen wollte.”

Dafür hat Leclerc dem Franzosen zwei Nachrichten geschickt. Während er auf die erste noch keine Antwort erhielt, hat Grosjean die zweite beantwortet. “Er konnte wieder schreiben, und ich war glücklich, es scheint ihm gut zu gehen”, so Leclerc.

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"Als würde die Haut schmelzen" – Grosjeans ergreifende Worte

Für viele ist er der neue Superheld der Formel 1.

Romain Grosjean, der wie durch ein Wunder seinem brennenden Haas-Wrack entfliehen konnte. Gestern war der Franzose das erste Mal wieder an der Rennstrecke in Bahrain und hat sich bei den Ersthelfern bedankt. Am Freitag stellte er sich erstmals der internationalen Presse. Seine Hände sind immer noch verbunden, seine Gedanken aber glasklar.

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“Es waren 28 Sekunden im Feuer, hat sich aber viel länger angefühlt”, berichtet Grosjean detailliert vom Unfallhergang. “Das Erste, was ich gemacht habe, war mich abzuschnallen. Ich dachte, ich hätte das Lenkrad weggenommen, aber man hat mir gesagt, dass die Lenksäule gebrochen war und es zwischen meinen Beinen lag. Als ich raus wollte, habe ich mir den Kopf angestoßen. Ich drehte mich nach links, und hab wieder den Kopf angestoßen. Ich habe überall Feuer gesehen. Ich musste an Niki Lauda denken, steckte fest.”

Grosjean wollte fast aufgeben

Ein Moment, in dem der Franzose fast schon aufgeben wollte. ”Dann hat sich mein Körper entspannt”, verrät er. “Ich war im Reinen mit mir und dachte, ich würde sterben. Ich habe mich gefragt, wo es anfängt, ob das wehtut. Dann musste ich an meine Kinder denken. Ich dachte: ‘Die können ihren Papa nicht heute verlieren!’”

Das gab dem Haas-Piloten genug Energie, um weiterzukämpfen. “Ich konnte nicht viel sehen, habe den Feuerlöscherknopf gesucht, konnte ihn aber nicht finden. Irgendwie habe ich es dann mit der Schulter rausgeschafft. Ich habe meine roten Handschuhe gesehen. Einer wurde vom Feuer schon ganz schwarz. Ich spüre, wie mich jemand berührt und wusste: Ich bin nicht mehr allein.”

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FIA-Arzt Ian Roberts und Medical-Car-Pilot Alan van der Merwe sind als Erste zur Stelle. “Ich habe meine Hände geschüttelt, weil sie wehgetan haben”, erinnert sich Grosjean. “Es fühlte sich an, als würde die Haut schmelzen. Ich habe sofort die Handschuhe ausgezogen. Ian Roberts hat mich dann angeschrien: ‘Setz dich hin!’ Ich habe ihn daraufhin gebeten er soll normal mit mir sprechen.”

Sorge der Familie am schlimmsten

Grosjean wollte ein Zeichen setzen. Die Welt sollte sehen, dass es ihm gut geht. Die Welt – und vor allem seine Familie. “Sie haben gesagt, dass ich auf die Trage warten soll, aber ich wollte unbedingt gehen. Mir war wichtig, dass man Bilder sehen kann, dass es mir gut geht und dass ich zum Rettungswagen gehen kann.”

Der Formel-1-Star hat seit Jahren einen Mentaltrainer, arbeitet auch jetzt wieder mit ihm zusammen. Denn für ihn ist das Erlebte weniger Schlimm als das Leid, das er seinen Angehörigen zugefügt hat.

“Am schwierigsten ist für mich nicht, was ich durchgemacht habe. Das ist das Risiko, das wir eingehen. Am schwierigsten ist für mich, was meine Familie, meine Eltern, meine Freunde durchmachen mussten. Sie dachten fast drei Minuten, dass ich sterben werde. Das treibt mir die Tränen in die Augen. Die Kinder waren besorgt, dass ich ganz verbrannt und schwarz sein würde. Mein fünfjähriger Sohn konnte nicht verarbeiten, dass ich selbst ausgestiegen bin. Er glaubt, ich bin geflogen. Deswegen glaubt er jetzt, ich bin ein Superheld.”

Verbesserung der Sicherheit durch Unfall?

Das ist er tatsächlich, denn der Automobilweltverband wird auch aus seinem Unfall Schlüsse für eine weiter verbesserte Sicherheit ziehen. “Vielleicht kann ich das tun, was Jules (Bianchi; d. Red.) für mich getan hat”, reflektiert Grosjean. “Durch die Erfahrung meines Unfalls anderen zu helfen. Das wäre ein tolles Vermächtnis.”

Übrigens: Ausgerechnet der Haas-Pilot war einst einer der größten Gegner des Cockpitbügels Halo. “Nur dumme Menschen ändern ihre Meinung nicht”, räumt er nun ein: “Ich würde heute in kein Rennauto ohne Halo mehr steigen.”

Heißt auch, dass er zurück ins Cockpit will. Sein Vertrag für 2021 wurde schon vor dem Feuer-Crash nicht verlängert. Deshalb visiert er das letzte Rennen in Abu Dhabi für ein Comeback an, weiß aber auch: “Meine linke Hand brauche ich noch 60 Jahre. Mir ist das Rennen wichtig, aber ein Rennen ist nicht so wichtig wie der Rest meines Lebens. Verbrennungen sind leider keine genau vorhersehbare Wissenschaft. Ich bin da jetzt Fachmann. Wenn sich die Haut ablöst sieht man Dinge, die man nicht sehen will.”

Grosjean will wieder ins Cockpit

Trotzdem habe er seinen Verwandten bereits klar gemacht, dass er die Abschiedsrunden in einem Formel-1-Auto für sein Seelenleben braucht. “Ich habe meiner Familie gleich gesagt: ‘Ich fahre in Abu Dhabi.’ Sie waren nicht begeistert. Aber ich habe gesagt, dass ich da egoistisch sein und das für mich versuchen muss. Wenn es in Abu Dhabi nicht funktioniert, dann rufe ich bei jedem Team an und bitte um ein paar private Runden im Januar, nur für mich.”

Vor Schmerzen, die bei einem verfrühten Comeback auftreten könnten, hat der Franzose übrigens keine Angst: “Ich bin dieses Jahr in der Küche gestürzt und habe mir meine Hand gebrochen”, verrät er. “Ich habe zwei Finger selbst eingerenkt. Ich kann mit Schmerzen gut umgehen.”

Romain Grosjean, der neue Superheld der Formel 1.

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Die Rückkehr einer legendären Formel-1-Dynastie

Beim Sakhir-GP in Bahrain wird am Wochenende der 766. Formel-1-Fahrer der WM-Geschichte sein Debüt geben – ein Mann mit einem legendären Nachnamen, der bis heute nachhallt: Pietro Fittipaldi wird den Haas-Ferrari fahren, mit dem Romain Grosjean beim Bahrain-GP so schwer verunglückt ist.

Der 24 Jahre alte Backup ist Teil einer legendären Rennfahrerdynastie und genießt das Vertrauen des Haas-Teams, für das er seit zwei Jahren als Test- und Ersatzfahrer an Bord ist.

“Für Pietro ist es natürlich eine gute Chance. Er war geduldig und war stets bereit für eine Gelegenheit, und die ist jetzt da. Deshalb wollen wir ihn im Auto haben. Wir sind überzeugt, er wird gute Arbeit leisten”, so Teamchef Günther Steiner. (SERVICE: Der Rennkalender der Formel 1)

Fittipaldi: Eine Formel-1-Dynastie

Pietro wird der vierte Fittipaldi in der Formel 1 sein, mehr Grand-Prix-Piloten stellte keine Familie (Formel 1: Qualifying und Rennen in Bahrain im SPORT1-Liveticker).

Das größte Vermächtnis hinterließ dabei Emerson Fittipaldi, Pietros Großvater, der zweimal Weltmeister war, 1972 mit Lotus und 1974 für McLaren. Er war der erste Champion des McLaren-Teams, vor James Hunt, Niki Lauda, Alain Prost, Ayrton Senna, Mika Häkkinen, Lewis Hamilton.

Emerson Fittipaldis Bruder Wilson fuhr von 1972 bis 1975 bei 35 Formel-1-Rennen mit, erst für Brabham, dann für sein eigenes Copersucar-Team, für das ab 1976 auch Emerson ins Steuer griff.

Wilson Fittipaldi ist also der Großonkel von Pietro. Wilsons Sohn Christian Fittipaldi schließlich fuhr von 1992 bis 1994 für Minardi und Footwork 40 Rennen. Beim Australien-GP 1994 endete seine Karriere als Achter im Footwork-Ford – es war das bisher letzte Formel-1-Rennen mit einem Fittipaldi am Start.

Erster Enkel eines Weltmeisters in der Formel 1

Unter den bislang 765 Formel-1-Fahrern finden sich 17 Söhne, elf Brüder, fünf Neffen, ein Schwiegersohn, ein Großneffe, ein Cousin und vier Schwager. Mit Pietro Fittipaldi steigt die Zahl der Großneffen auf zwei, dazu kommt ein Großcousin und der erste Enkel!

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Damit ist Pietro Fittipaldi nicht nur der erste Formel-1-Fahrer der dritten Generation im Feld, sondern auch der erste Enkel eines früheren Weltmeisters.

Pietro Fittipaldis Bruder Enzo Fittipaldi fuhr 2020 zudem für HWA in der Formel 3 und landete auf Gesamtrang 15. Emerson Fittipaldi, inzwischen 73 Jahre alt, hat außerdem noch einen 13-jährigen Sohn namens Emmo, der 2021 oder 2022 sein Formeldebüt geben soll und derzeit im Kartsport unterwegs ist.

Rennsporterfahrung und Nachwuchstitel

Pietro Fittipaldi bringt Rennerfahrungen aus der IndyCar, der Super Formula, der Sportwagen-WM und er DTM mit. 2017 wurde er Meister der Formel 3.5 V8, einer Zweitligaserie der Formel 1. (Alles zum Motorsport)

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Er ist zudem der 31. Brasilianer in der Formel 1, der erste seit Felipe Massa 2017. “Ich bin Gene Haas und Günther Steiner extrem dankbar für ihr Vertrauen an diesem Wochenende”, sagt Fittipaldi.

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Legt Schumacher schon früher als geplant los?

21. März 2021 – immerhin dieses Datum erscheint so weit schon mal fix: Einen Tag vor seinem 22. Geburtstag soll Mick Schumacher beim Grand Prix von Australien sein langersehntes Formel-1-Debüt geben.

“Ich will mein Bestes abliefern und mich als Fahrer weiterentwickeln”, hatte der Kerpener am Mittwoch erklärt, nachdem sein Aufstieg in die Königsklasse des Motorsports mit der Verpflichtung beim Team Haas offiziell geworden war.

Schon beim anstehenden Großen Preis von Sakhir, dem zweiten Bahrain-Rennen, wird er vor Ort sein (Formel 1: Der Große Preis von Sakhir, Sonntag, 18.10 Uhr im LIVETICKER), für den Titelkampf in der Formel 2 allerdings, seiner jetzigen Rennklasse.

Wie geht es von nun an weiter für den Sohn des siebenmaligen Weltmeisters Michael Schumacher? SPORT1 gibt den Überblick.

Mick Schumacher: Was passiert in Bahrain? 

“In Bahrain werde ich mich noch ganz auf die Formel 2 konzentrieren”, sagt Mick Schumacher, der als Führender im Klassement den Titel klarmachen will.

Räumlich gibt es sowieso eine klare Grenzziehung. “Die Formel 1 und die Formel 2 befinden sich wegen Corona ja in verschiedenen Blasen”, fügt der Youngster an. “In diesem Jahr ist es etwas anders als in den vergangenen Jahren. Durch Corona gibt es gewisse Regeln.”

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Was damit auch ausschließt, dass Schumacher bei Haas am Wochenende bereits in der Box stehen und an Meetings teilnehmen kann. (SERVICE: Fahrerwertung)

Debüt in Abu Dhabi? Eine Hintertür ist offen

Nur eine Woche darauf allerdings geht es für Schumacher bereits in die Vollen. In Abu Dhabi werde er “für Haas arbeiten und schauen, wie die Arbeit abläuft”, sagt Schumacher, für den geplant ist, am 11. Dezember am ersten freien Training auf dem Yas Marina Circuit Gas zu geben.

Oder geht da am Ende gar noch mehr? Bereits am Mittwoch kamen Gerüchte um ein vorgezogenes Renn-Debüt bei Haas auf – vor dem Hintergrund des Feuerunfalls von Romain Grosjean am zurückliegenden Wochenende während des ersten Bahrain-GP.

Denn: Auf die Frage, ob der nunmehr als Ersatz auserkorene Pietro Fittipaldi zwangsläufig auch beim Saisonfinale in der Wüste zum zweiten Mal im Cockpit des ohnehin scheidenden Grosjean sitzen wird oder dafür Schumacher nicht naheliegender wäre, ließ sich Günther Steiner eine Hintertürchen offen.

“Wir haben das noch nicht besprochen”, sagte der Haas-Teamchef bei Motorsport-Total.com. So oder so hängt eine personelle Entscheidung von Grosjeans Gesundheitszustand ab, der indes alles daran setzt, ungeachtet seiner Brandverletzungen an den Händen einen würdigen Saison-Abgang hinzulegen. 

“Im Moment warte ich ab, wie es Romain am Montag geht. Das habe ich so mit ihm vereinbart”, so Steiner über seinen mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassenen Piloten. “Ich habe ihm gesagt, dass ich es voll unterstütze, wenn er sich mit einem Highlight verabschieden möchte.”

Surer: Vorzeitiges Debüt in der Formel 1 schlecht

Das Gedankenspiel, ansonsten Schumacher vor dem angedachten März-Termin vorzeitig von der Leine zu lassen, hält Marc Surer nicht für sinnvoll: “Das ist eine schlechte Idee”, meinte der frühere F1-Fahrer in einem Video-Interview auf der Homepage von Formel1.de.

“Unvorbereitet in ein Formel-1-Auto einzusteigen, in ein Auto, das er ja im Prinzip nicht kennt und das nicht besonders gut ist, das wäre ein Schock für ihn. Ich glaube, es ist viel besser, wenn er sich da optimal vorbereiten kann, die Testfahrten machen kann und dann nächstes Jahr anfängt”, führt der Schweizer weiter aus.

Schumacher ist ohnehin clever genug, die Füße stillzuhalten, den Spagat zwischen Bescheiden-Bleiben und Sich-Anbieten diplomatisch zu lösen. “Es ist mein erstes Jahr, ich muss mich erst an viele Dinge gewöhnen, an die Formel 1 gewöhnen”, sagt der Ferrari-Junior – und  betonte bei seiner Vorstellung als Haas-Neuzugang, “die Erwartungshaltung von außen muss gedämpft werden.”

Gleichzeitig hält der 21-Jährige aber nicht komplett damit hinterm Berg, dass er sich geschmeichelt fühlt: “Es ist doch toll, wenn man als reif genug erachtet wird, dass man das könnte. Und ich glaube, das wäre ich. Es gibt ja drei Freie Trainings, in denen du Zeit hast zu lernen. Es wäre eine Herausforderung, aber ich denke, ich würde das Auto besser kennenlernen und wäre für nächstes Jahr noch besser vorbereitet.”

Ob “nur” Training oder darüber hinaus: Am dritten Adventwochenende in Abu Dhabi sind die Scheinwerfer auf jeden Fall auf Mick Schumacher gerichtet, wird er erstmals in offizieller Teamkleidung bei seinem neuen Arbeitgeber in Erscheinung treten.

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Nach Feuer-Crash: FIA startet Untersuchung

Nach dem schweren Feuerunfall des Franzosen Romain Grosjean beim Rennen in Bahrain hat der Automobil-Weltverband FIA eine Untersuchung eingeleitet.

Analysiert werde dabei die Wirksamkeit aller Sicherheitsvorkehrungen, teilte die FIA am Donnerstag mit. Die Ergebnisse sollen in sechs bis acht Wochen veröffentlicht werden.

“Wie es bei schweren Unfällen üblich ist, werden wir uns alle Aspekte anschauen und mit allen involvierten Parteien arbeiten”, sagte FIA-Sicherheitsdirektor Adam Baker: “Wir nehmen das sehr ernst, wir wollen genau herausfinden, was passiert ist, um dann mögliche Verbesserungen vorzuschlagen.”

Kleidung, Auto, Streckenposten – alles wird geprüft

So wird die Untersuchung sich mit der Sicherheitskleidung des Fahrers ebenso beschäftigen wie mit dem Auto, der Leitplanke und der Arbeit der Streckenposten.

Grosjeans Haas-Bolide war am vergangenen Sonntag in der ersten Runde mit mehr als 220 km/h eingeschlagen, der Wagen wurde in zwei Teile zerrissen und brannte lichterloh. Grosjean konnte sich nach 26 Sekunden im Feuer aus eigener Kraft aus dem Wrack befreien, er erlitt Verbrennungen an den Handrücken.

Halo wird gelobt

Mit Blick etwa auf die feuerfeste Kleidung und den Cockpitschutz Halo wurde die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen ebenso gelobt wie die schnelle Arbeit der Rettungskräfte an der Strecke.

Es gab allerdings auch Kritik, etwa an der Beschaffenheit der Leitplanke, in die sich der vordere Teil des Autos hineingebohrt hatte. Auch soll untersucht werden, warum das Wrack sofort in Flammen aufging, dies soll in einem modernen Formel-1-Auto eigentlich nicht mehr passieren.

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Schumacher lüftet Nummerngeheimnis

Mick Schumacher wird in der Saison 2021 für Haas in der Formel 1 an den Start geben.

Kurz nach der offiziellen Bestätigung des Teams hat der 21-Jährige nun auch verraten, mit welcher Startnummer er in die Rennen gehen wird und warum er diese gewählt hat.

Der Sohn von Formel1-Rekordweltmeister hat sich für die Nummer 47 entschieden, was zweierlei Gründe hat. (SERVICE: Fahrerwertung der Formel 1).

“Die 4 und die 7 sind beides meine Lieblingsnummern”, sagte Schumacher. Doch sowohl die Nummer 4 an den McLaren-Fahrer Lando Norris als auch die Nummer 7 an den Alfa-Romeo-Piloten Kimi Räikkönen sind bereits vergeben.

Mick Schumacher: Addiere alle Geburtstage

Die 47 weist zudem noch eine Besonderheit auf, was ihm die Entscheidung letztlich leicht machte: “Wenn man alle Geburtstage in unserer Familie zusammenzählt, ergibt das die 47. Von daher war es recht eindeutig, dass das die Nummer wird.”

Genauer gesagt hat Vater Michael am 3. Januar Geburtstag, Micks Mutter Corinna am 2. März. Schwester Gina-Maria Schumacher wurde an einem 20. Februar geboren und Mick selbst am 22. März.

Dass Mick Schumacher eine ungerade Nummer gewählt hat, dürfte auch seinen Vater freuen. Dieser holte all seine sieben Titel mit einer ungeraden Zahl (1, 3 und 5) und tauschte bei seinem F1-Comeback für Mercedes 2010 sogar extra die Nummer mit Teamkollege Nico Rosberg, um die 3 zu erhalten.

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So feiert die Formel 1 Schumachers Aufstieg

Jetzt ist es offiziell! Mick Schumacher wechselt in die Formel 1 und fährt 2021 für Haas.

SPORT1 hatte bereits vor einigen Wochen von einer Einigung berichtet.

Der 21-Jährige ist stolz, dass sein Traum in Erfüllung geht.

Neben Mercedes, dem Ex-Team seines Vaters Michael Schumacher, begrüßt unter anderem auch Ex-Weltmeister Nico Rosberg den Youngster in der Königsklasse des Motorsports.

SPORT1 fasst die Reaktionen zum Schumacher-Wechsel zusammen:

Mick Schumacher: “Ich habe immer daran geglaubt, dass der Traum wahr wird. Für Haas im nächsten Jahr zu fahren, ist ein unglaubliches Gefühl. Ich könnte glücklicher nicht sein. Danke an jeden, der mich auf diesem Weg unterstützt hat. Ich bin superstolz. Ich habe so lange davon geträumt und jetzt wird es endlich wahr. Ich explodiere vor Freude.”

Mercedes F1-Team (Ex-Team von Vater Michael Schumacher): “Der Name Schumacher ist zurück in der Formel 1, wo er hingehört.” (SERVICE: Fahrerwertung der Formel 1)

Romain Grosjean: “Willkommen in der F1, Mick. Du wirst in einem Team mit unglaublichen Menschen fahren. Kümmere dich gut um sie, und sie werden Tag und Nacht für dich arbeiten.”

Nico Rosberg: “Geniale Neuigkeiten! Genieß diesen Moment – wir alle freuen uns auf 2021.”

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Grosjean will schnell zurück ins Cockpit

Formel-1-Pilot Romain Grosjean (34) erholt sich nach eigenen Angaben weiter “gut” von seinem Feuerunfall und will beim letzten Saisonrennen in Abu Dhabi (13. Dezember) wieder für Haas an den Start gehen.

“Er hat gesagt, er will unbedingt fahren. Das ist sein Ziel”, sagte Teamchef Günther Steiner am Dienstag in einer Video-Konferenz und bestätigte, dass Grosjean eine weitere Nacht im Krankenhaus verbringen wird.

Der Heilungsprozess beim Franzosen verlaufe aber wie geplant.

Grosjean selbst postete in den sozialen Netzwerken ein Bild aus dem Krankenhaus, auf dem er bereits wieder eine Fitness-Übung absolviert. Seine verbrannten Hände sind dabei weiterhin dick bandagiert.

Grosjean wohl vor letztem Rennen in Formel 1

Sein Vertrag bei Haas läuft aus, Abu Dhabi wäre vermutlich erst einmal Grosjeans letzte Chance für einen Formel-1-Einsatz. Am kommenden Sonntag in Bahrain wird der Familienvater durch Pietro Fittipaldi (24), Enkel des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters Emerson Fittipaldi, ersetzt.

Zunächst hatte es geheißen, Grosjean könnte das Krankenhaus am Dienstag bereits verlassen, nachdem er einen der schlimmsten Unfälle der jüngeren Formel-1-Geschichte relativ glimpflich überstanden hatte.

Sein Bolide war in der ersten Runde des Großen Preises von Bahrain mit mehr als 220 km/h in eine Leitplanke eingeschlagen, der Wagen wurde in zwei Teile zerrissen und brannte lichterloh. Grosjean konnte sich wie durch ein Wunder nach 26 Sekunden im Feuer aus eigener Kraft aus dem Wrack befreien.

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Neue Details zu Grosjeans Feuer-Crash

Romain Grosjean ist schon wieder guter Dinge und macht Späßchen außerhalb des Krankenbetts – auch wenn der Formel-1-Pilot nach seinem Feuer-Unfall beim Großen Preis von Bahrain vorsichtshalber noch eine weitere Nacht im Krankenhaus von Sakhir verbringen muss.

“Hätte nie gedacht, dass mich ein paar Kniebeugen mit Körpergewicht glücklich machen würden”, postete Grosjean am Dienstag bei Instagram und stellte ein Foto dazu, das ihn mit dick bandagierten Händen bei leichten Fitnessübungen zeigt. “Der Körper erholt sich gut von dem Aufprall. Hoffentlich auch bald die Verbrennungen an meinen Händen.”

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Der Franzose vom Team Haas hatte bei seinem Horror-Crash am Sonntag wie durch ein Wunder nur Verbrennungen an den Handrücken erlitten, war anschließend in ein Krankenhaus gebracht worden.

Teamchef Günther Steiner gab bei einer Video-Konferenz nun ein Update zum Gesundheitszustand seines Piloten, der an diesem Wochenende beim zweiten Bahrain-Rennen (So., ab 18.10 Uhr im Liveticker) durch den Brasilianer Pietro Fittipaldi ersetzt wird, Enkel des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters Emerson Fittipaldi: ”Es hat keinen Rückschlag gegeben.”

Haas-Boss Steiner: Heilung bei Grosjean wie geplant

Die Heilung verlaufe wie geplant, hieß es weiter. Steiner fügte an, “nicht in Eile” zu sein, zumal angesichts der Verbrennungen ein Einsatz für Grosjean an diesem Wochenende ohnehin nicht möglich gewesen sei. (SERVICE: Fahrerwertung)

Der 34 Jahre alte Fahrer, der Haas zum Jahresende verlassen muss, bereitet sich vielmehr auf das Saisonfinale am 13. Dezember vor. “Er versucht, in Abu Dhabi wieder im Auto zu sein”, sagte Steiner. “Das ist jetzt sein Ziel.”

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Wie heftig der Crash mit mehr als 220 km/h iwar, unterstrich der Teamchef nun mit weiteren Details: Kräfte von 53g hätten bei dem Einschlag in die Leitplanke auf den Piloten gewirkt, dessen Bolide dabei zweigeteilt wurde in Flammen aufging.

Zum Vergleich: In Formel-1-Autos wirken in Kurven schon mal 5g auf die Fahrer. g-Kräfte nennt man die physikalische Belastung, die unter anderem auf einen Körper einwirkt, wenn sich die die Richtung der Geschwindigkeit stark ändert. Dabei entspricht 1g der normalen Erdbeschleunigung.

Zu starke g-Kräfte können zu gravierenden Durchblutungs- und damit Bewusstseinsstörungen führen – zum Beispiel, wenn der Fahrer in den Sitz gedrückt wird, hierbei das Blut in die Beine versackt.

Steiner berichtete zudem, Grosjean könne sich daran erinnern, sich nach 27 Sekunden aus dem brennenden Rennwagen selbst befreit zu haben. Allerdings sei dem Franzosen der genaue Unfallhergang noch immer nicht ganz klar.

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Grosjean pausiert nach Horrorunfall – Fittipaldi springt ein

Formel-1-Pilot Romain Grosjean kann das Militärkrankenhaus in Bahrain nach seinem Horrorunfall bereits am Dienstag wieder verlassen. Das teilte der Haas-Rennstall mit, nachdem Teamchef Günther Steiner den 34-Jährigen am Montag besucht hatte.

Die Behandlung der Verbrennungen, die Grosjean an beiden Handrücken erlitt, verlaufe gut. Im vorletzten Saisonrennen am kommenden Sonntag wird der Franzose allerdings nicht mitwirken.

Haas nominierte am Montag seinen brasilianischen Ersatzfahrer Pietro Fittipaldi (24), Enkel des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters Emerson Fittipaldi. “Nachdem entschieden wurde, dass es das Beste für Romain ist, mindestens ein Rennen auszulassen, war die Entscheidung, Pietro ins Auto zu setzen, ziemlich einfach”, wurde Steiner zitiert.

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Fittipaldi kam bislang lediglich in Freitagstrainings zu Streckeneinsätzen in der Königsklasse. 2019 startete Fittipaldi in der DTM.

Haas-Chef Steiner: Entscheidung bei Ärzten

Steiner hatte zunächst gehofft, Grosjean einsetzen zu können, wie er noch am Sonntag in einer virtuellen Medienrunde erklärte: “Für mich wird Romain fahren, aber wir müssen abwarten, wie das Urteil der Ärzte ausfallen wird und ob er es will. Es ist seine Entscheidung, ich werde mich nicht einmischen.”

Grosjeans Bolide war in der ersten Runde des Großen Preises von Bahrain mit mehr als 220 km/h in eine Leitplanke eingeschlagen, der Wagen wurde in zwei Teile zerrissen und brannte lichterloh.

Grosjean konnte sich wie durch ein Wunder nach 26 Sekunden im Feuer aus eigener Kraft aus dem Wrack befreien.Grosjeans Vertrag bei Haas läuft am Saisonende aus und wird nicht verlängert, dies steht seit Mitte Oktober fest. Grosjean fuhr seit dem Formel-1-Einstieg von Haas im Jahr 2016 für den US-Rennstall, bei dem 2021 Mick Schumacher unterkommen könnte.

Halo rettete Grosjean das Leben

Steiner ließ keinen Zweifel daran, dass nicht zuletzt der Cockpitschutz Halo Grosjean das Leben gerettet hat: “Ich war am Anfang dagegen. Aber es ist gut, dass darauf gedrängt wurde, ihn zur Pflicht zu machen. Es braucht immer ein bisschen Glück, aber es wurde auch viel geforscht, um die Autos sicherer zu machen.”

Grosjeans Ehefrau, die französische TV-Moderatorin Marion Jolles Grosjean, teilte via Twitter ihre große Erleichterung mit: “Wenn wir einmal die dringenden Worte gesagt haben, die nützlichen Worte zum Schutz unserer Kinder, dann fehlen uns andere für uns selbst. Glücklicherweise retten Schutzschilder der Liebe echte Superhelden.” Das Paar ist seit 2012 verheiratet und hat drei Kinder.

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