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So kam es zu Vettels Auferstehung

Eine Eisbahn als Rennstrecke sowie ein fehlender Teamchef – und schon glänzt Ferrari.

Es spricht für sich, unter welchen Umständen die Scuderia das beste Saisonergebnis mit den Plätzen drei und vier beim Großen Preis der Türkei eingefahren hat.

Die Kritiker von Ferrari-Teamchef Mattia Binotto werden vermutlich vorschlagen, dass der Italiener in Zukunft häufiger an Renn-Wochenenden im Ferrari-Hauptquartier in Maranello arbeitet, statt an der Rennstrecke zu agieren.

Fakt ist, dass Sebastian Vettel auf einmal aufblühte und über das ganze Wochenende eine starke Leistung zeigte, die er mit dem sensationellen dritten Platz im Rennen krönte. (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Binotto gratulierte anschließend aus der Heimat artig: “Ich freue mich sehr für Sebastian. Ich denke, ein Podium ist sehr wichtig für ihn.”

Vettel nur hinter Schumacher und Hamilton

Mit dem Podestplatz konnte Vettel eine beeindruckende Serie am Laufenden halten. Es ist die 13. Saison in Folge, in der der viermalige Weltmeister mindestens einmal auf dem Podium stand. Öfter schafften es nur die Rekord-Weltmeister Michael Schumacher (15) und Lewis Hamilton (14).

Vettel wusste aber auch, dass dieser Podestplatz vor allem auch den Bedingungen geschuldet war. “Wir haben ein schwieriges Jahr, da tut eine solche Platzierung gut. Wir machen Fortschritte. Aber es ist klar – heute haben wir von den Verhältnissen profitiert”, sagte der Deutsche.

Auch Leclerc, der Platz 3 in der letzten Runde an Vettel verlor, erwartet Podestplätze nicht als neuen Standard: “Wir hatten im Vergleich zum vergangenen Wochenende keine neuen Teile am Auto. Vermutlich sind wir mit den Bedingungen einfach besser zurechtgekommen als die anderen Autos.”

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Für die Konstrukteurswertung wären weitere Ergebnisse wie in der Türkei wichtig, denn nach dem starken Abschnitt dort hat die Scuderia den Anschluss an Racing Point, McLaren und Renault gefunden. Bis zu Racing Point auf Rang 3 fehlen Ferrari 24 Punkte, Renault hat sogar nur noch sechs Zähler mehr. 

Vettel hilft Racing Point – Duell mit Verstappen

Sofern Vettel vor allem McLaren sowie Renault Punkte wegschnappt und wie in Istanbul zumindest hinter einem Racing-Point-Fahrer ins Ziel kommt, tut er sich auch für 2021 einen Gefallen. Denn verteidigt Racing Point Rang 3, erhält das Team pünktlich zu Vettels Ankunft einen millionenschweren Bonus.

Bereits in der Anfangsphase des Rennens bewarb sich Vettel nach seinem Raketenstart, der ihn von Rang elf bis auf Platz drei vorspülte, für den Titel “Mitarbeiter des Jahres” bei Racing Point. Rundenlang trieb er Max Verstappen hinter sich zur Verzweiflung und sorgte dafür, dass sein zukünftiger Teamkollege Lance Stroll sowie Sergio Pérez sich vorne absetzen konnten.

Auch Vettel wusste, dass sein überragender Start “maßgeblich” war: “Ich habe mich in eine gute Position begeben können”. Nachdem er Verstappen entnervte hatte, wiederholte er dieses Spiel kurz darauf mit dem nun siebenmaligen Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton.

Doch auch der spätere Rennsieger konnte Vettel in keinen Fehler treiben und funkte verärgert: “Ich komme einfach nicht vorbei. Ich verliere so viel Zeit.” Ferrari tat Hamilton dann den Gefallen, holte Vettel zum Boxenstopp und verpatzte diesen auch noch.

Vettel ärgert sich: Sieg wäre möglich gewesen

Da Vettel danach seinen einzigen Fehler beging und laut eigener Aussage bei der abtrocknenden Strecke “zu konservativ” unterwegs war, fiel er zunächst hinter Leclerc zurück. Doch in der letzten Runde, die Vettel später mit “einfach wow” beschrieb, schob sich der Deutsche noch einmal an Teamkollege Leclerc vorbei. 

Wie sehr Vettel noch immer für den Sport brennt, bewies der 33-Jährige nach dem Rennen. Statt sich nach der bisherigen Seuchensaison ausgiebig über den dritten Platz in letzter Sekunde zu freuen, ärgerte er sich sogar ein wenig.

Seiner Meinung nach wäre mindestens Platz zwei oder sogar der Sieg möglich gewesen. Für den zweiten Platz fehlte ihm nur eine Runde, da die Reifen von Pérez komplett hinüber waren. Zum möglichen Sieg fehlte ihm eine riskante Entscheidung, die er gegen den Willen seines Teams hätte treffen müssen. 

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Vettel hatte bereits 20 Runden vor Rennende darüber nachgedacht, Slicks aufzuziehen, da “die Strecke konstant blieb und die Intermediates komplett abgefahren waren”. Doch über Funk bekam er von Ferrari – wie andere Piloten auch – die Ansage, dass zum Schluss noch einmal Regen kommen würde.

Vettel folgte dem Rat, sagt hinterher aber auch: “Ich denke noch immer: Das hätten wir versuchen sollen. Damit hätte ich eine Chance auf den Sieg gehabt.”

Formel-1-Fans wählen Vettel zum Fahrer des Tages

Zum Sieg reichte es zwar nicht – für die Formel-1-Fans war Vettel trotz der ebenfalls beeindruckenden Vorstellung von Hamilton dennoch der Fahrer des Tages. Zum zweiten Mal in dieser Saison wählten die Formel-1-Fans Vettel zum “Driver of the Day”.

Aber nicht die Fans und Binotto lobten den Heppenheimer, auch Teamkollege Leclerc “freute sich, dass er (Vettel, Anm. d. Red.) auf der Strecke zeigen konnte, wozu er noch fähig ist”. Auch Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko zeigte sich bei Sky begeistert über die Rückkehr des “alten Vettel”.

Im Gegensetz zu seinen Kritikern hat Vettel laut eigener Aussage “nie daran gezweifelt, dass ich noch immer ein gutes Ergebnis einfahren kann”. In den letzten drei Saisonrennen will er nun noch einmal “alles herausquetschen, um für sich und das Team noch so viel wie möglich herauszuholen”.  

Binotto will seinen Teil dazu beitragen und hat schon einmal angekündigt, auch bei den beiden Rennen in Bahrain nicht vor Ort zu sein. Nur auf die feuchten Bedingungen werden Vettel und Ferrari in Sachir sehr wahrscheinlich verzichten müssen.

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Schumacher-Rekord eingestellt! Hamilton holt Titel nach Gala

Formel-1-Ikone Michael Schumacher muss sich den Titel Rekordweltmeister fortan mit Lewis Hamilton teilen.

Nach einer wahrlich weltmeisterlichen Vorstellung in einem verrückten Rennen in Istanbul hat Mercedes-Pilot Hamilton seinen 7. Weltmeistertitel perfekt gemacht.

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Der Brite triumphierte unter schwierigen und wechselnden Bedingungen beim Großen Preis der Türkei, obwohl er nur von Rang sechs gestartet war und zu Beginn des Rennens große Probleme hatte.

Hamilton siegte vor Sergio Pérez im Racing Point und Ferrari-Pilot Sebastian Vettel, der eine beeindruckende Aufholjagd zeigte und auf der letzten Runde Teamkollege Charles Leclerc überholte.

Vettel hatte sich nach einem Raketenstart von Startplatz elf vorgekämpft.

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Chaos-GP droht! Zwei Unfälle vor Start

Die nasse Strecke in Istanbul hat bereits vor dem Start des Großen Preis der Türkei für chaotische Bedingungen gesorgt.Bei der Fahrt aus der Boxengasse in der Startaufstellung setzte Formel-1-Pilot Antonio Giovinazzi seinen Alfa Romeo direkt einmal in den Kies.Williams-Pilot George Russell krachte derweil in die Mauer beim Boxenstopp-Eingang. Der Brite funkte, dass er “im Fußgängertempo unterwegs war, das ist lächerlich”.Russell wird nach dem Unfall aus der Boxengasse starten.Der Regen hat kurz vor dem Start zwar merklich nachgelassen, doch der sowieso kaum vorhandene Grip auf der Strecke könnte im Rennen zu chaotischen Verhältnissen führen.

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Regen-Training: Verstappen vor Leclerc – Hamilton verzichtet

Das dritte freie Training der Formel 1 in Istanbul war bei Regen und niedrigen Temperaturen ein Muster ohne Wert. Red-Bull-Pilot Max Verstappen (Niederlande) drehte die schnellste Runde vor Charles Leclerc (Monaco) im Ferrari und seinem Teamkollegen Alex Albon (Thailand).

Einzig dieses Trio absolvierte eine einigermaßen störungsfreie Runde, Verstappen, Leclerc und Albon lagen etwa anderthalb Sekunden auseinander.

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Dahinter klaffte bereits eine Lücke von fünf Sekunden auf die Spitze, Sebastian Vettel (Heppenheim) im Ferrari wurde Sechster, Weltmeister Lewis Hamilton im Mercedes verzichtete gar komplett auf eine gezeitete Runde. Der Engländer kann im Rennen am Sonntag (11.10 Uhr) seinen siebten WM-Titel perfekt machen und damit den Rekord von Michael Schumacher einstellen. Kommt er vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas (Finnland) ins Ziel, genügt das für den Gesamtsieg.

Am Samstag schien aber zunächst die planmäßige Austragung des Qualifyings fraglich, dafür müsste wohl der Regen nachlassen. Denn der Istanbul Park Circuit bietet ohnehin schwierige Bedingungen: Aufgrund der Coronakrise war er erst kurzfristig in den Kalender gerückt, seit 2011 hat dort kein Formel-1-Rennen mehr stattgefunden.

Die Strecke wurde daher erst vor wenigen Wochen neu asphaltiert und bietet daher wenig Grip. Zudem tragen die niedrigen Lufttemperaturen von weniger als 15 Grad dazu bei, dass die Piloten die Reifen kaum auf die nötige Temperatur bekommen. Die Probleme waren schon am Freitag offensichtlich, Hamilton hatte die Bedingungen als “erschreckend” bezeichnet. Auf nasser Strecke am Samstag war an schnelle Runden nun zunächst überhaupt nicht zu denken.

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Hamiltons vorletzter Schritt zum Schumi-Rekord

Sollte Lewis Hamilton beim Großen Preis der Türkei am Wochenende vor seinem Mercedes-Teamkollegen Valtteri Bottas ins Ziel kommen, dann hat er es geschafft! (SERVICE: Der Rennkalender)

Schon im viertletzten Rennen der Saison hätte der Brite dann zum siebten Mal die Formel-1-Weltmeisterschaft gewonnen. So viele Titel hat bislang nur Michael Schumacher sammeln können. (SERVICE: Die Fahrerwertung)

Ob es zu dieser Krönung aber schon in der Türkei kommt, ist alles andere als sicher. Denn der Kurs lag dem 35-Jährgen am Freitag überhaupt nicht. Hinter Max Verstappen (Red Bull), Charles Leclerc (Ferrari) und Bottas kam Hamilton im Freien Training nur auf die viertbeste Zeit. (SERVICE: Die Teamwertung)

Hamilton sauer: “Kann es gar nicht genießen”

“Man kann die Runde überhaupt nicht genießen, und ich glaube, das wird sich an diesem Wochenende auch nicht mehr ändern”, ärgerte sich Hamilton über den extrem rutschigen Asphalt auf dem Kurs, der erst wegen der Corona-Krise noch in den Rennkalender aufgenommen wurde. (Formel 1: Qualifying zum Großen Preis der Türkei ab 13.00 Uhr im SPORT1-Liveticker),

Neun Jahre hat die Formel 1 einen Bogen um die Strecke im asiatischen Teil Istanbuls gemacht. Die Zeit, ohne großen Vorlauf die Strecke auf den neuesten Stand zu bringen, hat offensichtlich nicht gereicht.

Vor allem die spiegelglatte Oberfläche machte den Fahrern zu schaffen. “Das ist wie auf Eis da draußen”, klagte auch Verstappen.

Regen beim Qualifying

Als ob diese Umstände nicht schon schwierig genug wären, ist für den Qualifying-Samstag auch noch Regen vorhergesagt. Es könnte also noch einmal einiges durcheinandergewirbelt werden, wenn sich die Piloten auf die Zeitenjagd begeben.

Selbst für den zuletzt arg gebeutelten Sebastian Vettel könnte sich durch die widrigen Umstände die Chance ergeben, endlich mal wieder bis in Q3 vorzudringen und von einer Position unter der den Top Ten ins Rennen zu gehen.

So können Sie das Qualifying der Formel 1 in Istanbul LIVE verfolgen: 

TV: RTL, Sky
Stream: TV Now, Sky
Ticker: SPORT1.de und SPORT1 App

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Rutschpartie! Vettel im Training weit vorne

Eine Rutschpartie zum Auftakt des Großen Preises der Türkei hat Ferrari ein überraschend starkes erstes Training beschert: Charles Leclerc (Monaco) und Sebastian Vettel belegten am Freitagmorgen in Istanbul die Ränge drei und fünf, das Red-Bull-Duo Max Verstappen (Niederlande) und Alex Albon (Thailand) bildete die Spitze.

Die Bedingungen gaben allerdings kaum Aufschluss über die wahren Kräfteverhältnisse.

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Noch am Morgen hatten die Betreiber des Istanbul Park Circuit die Strecke gereinigt, das Ergebnis: An vielen Stellen war der Asphalt nass, und kalt war er bei lediglich 16 Grad Lufttemperatur ohnehin. 

Alle Piloten kämpften daher mit zu wenig Grip, die Wahl der richtigen Reifen fiel schwer. Vize-Weltmeister Valtteri Bottas (Finnland) im Mercedes wurde Neunter, Titelverteidiger Lewis Hamilton im anderen Silberpfeil landete nur auf Rang 15.

Der Engländer kann schon am Sonntag (11.10 Uhr), im viertletzten Rennen der Saison, seinen siebten WM-Titel perfekt machen und damit den Rekord von Michael Schumacher einstellen.

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Wieso ein Türkei-Crash Vettels WM-Titel ermöglichte

Nicht nur bei Sebastian Vettel werden die Erinnerungen wach, wenn er am Freitag zum ersten Training auf die Strecke vor den Toren von Istanbul fährt.

Zehn Jahre ist es her, dass die Formel 1 in der Türkei eines der dramatischsten Stallduelle in ihrer Geschichte bot.

Mittendrin als Hauptdarsteller waren damals die beiden Red-Bull-Piloten Vettel und Mark Webber. Beide hatten Chancen auf den WM-Titel, aber wichtiger noch: Der Deutsche und der Australier kämpften um die Sympathien und die Vorherrschaft im Team. 

Vettel galt als Favorit von Chefberater Helmut Marko. Webber war der Günstling der englischen Fraktion der Österreicher, angeführt von Teamchef Christian Horner. Der Brite betrieb nicht nur ein gemeinsames Nachwuchsteam mit Webber – für Horner war es auch wichtig, seine Eigenständigkeit gegenüber der allmächtigen Red-Bull-Führung zu zeigen. Webber war dafür ein willkommenes Hilfsmittel.

Crash zwischen Vettel und Webber

In der Türkei eskalierten die teaminternen Spannungen in einem Crash.

Der Australier holte die Pole Position, doch im Rennen erwies sich der Deutsche als der Schnellere und holte auf. In der 40. Runde wollte Vettel – seinerseits gejagt von den beiden McLaren-Mercedes mit Lewis Hamilton und Jenson Button am Steuer – seinen Teamkollegen überholen. Webber öffnete die Tür, doch als Vettel schon fast vorbei war, driftete sein Auto zu weit nach rechts. Es kam zum Kontakt. 

Vettels rechter Hinterreifen wurde aufgeschlitzt und der Deutsche geriet ins Schleudern. Noch bevor er in der Auslaufzone zum Stillstand gekommen war, hob Vettel seinen Arm in Richtung des Teamkollegen und sprang aus seinem Wagen. Vor laufenden Kameras machte er aus seiner Wut keinen Hehl. Die “Vogel”-Geste gegen den Australier war eindeutig.

Webber schaffte es noch, sein Auto für einen Stopp an die Box zu bringen, landete am Ende auf Platz drei. Red-Bull-Berater Helmut Marko hatte sich zu dem Zeitpunkt bereits zu Wort gemeldet und Webber für den Crash verantwortlich gemacht. Horner indes behauptete das Gegenteil.

Webber verliert Liebe für Red Bull

Fest stand: Der teaminterne Crash deckte nicht nur die Gräben zwischen den Piloten auf, sondern auch innerhalb der Teamführung. 

“Ich kann mich leider noch sehr gut dran erinnern”, erzählt Marko heute im Gespräch mit SPORT1. “Es war keine Glanzvorstellung von Red Bull Racing. Gut, dass wir am Ende des Jahres trotzdem Weltmeister geworden sind.”

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In seiner Autobiografie ‘Aussie Grit’ schreibt Webber: “Es war diese bemerkenswerte Sequenz von vier Rennen Mitte 2010, von Istanbul über Montreal, Valencia und Silverstone, die den Anfang vom Ende meiner positiven Gefühle für Red Bull Racing signalisierte.” 

Crash Initialzündung für Vettels WM-Titel

Für Vettel war der Crash von Istanbul im Nachhinein die Initialzündung für seine Erfolge. Er hatte Webber bis ins Mark getroffen. Der Australier war danach nicht mehr der Gleiche. Vettel gewann vier WM-Titel hintereinander. Webber trat Ende 2013 frustriert zurück.

Inzwischen geben sich die beiden versöhnlich. “Ich würde heute vielleicht Dinge anders machen und auch anders kommunizieren”, sagt Vettel, “aber damals fühlte ich mich im Recht und es gab keinen Grund, dies nicht auch zu sagen.” 

Webber, heute einer der begehrtesten TV-Experten im Fahrerlager, kann fast darüber lachen: “Sebastian war noch sehr jung damals. Wir haben keine Probleme miteinander und führen jetzt sehr gute Gespräche, wann immer wir uns treffen.”

Was sich nicht geändert hat: Teamchef Christian Horner muss immer noch feststellen, dass Helmut Marko und Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz das letzte Wort haben, wenn es um wichtige Entscheidungen bei Red Bull Racing geht.

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"Er hat sich gemeldet": Liegt Vettels Zukunft in der DTM?

Mika Häkkinen, Jean Alesi, Ralf Schumacher, David Coulthard -  man könnte die Liste noch beliebig weiterführen.

Die Geschichte des Motorsports brachte viele Piloten hervor, die nach ihrer erfolgreichen Zeit in der Formel 1 noch ein paar Jahre in der DTM dranhingen.

Der nächste große Name, den es von der Königsklasse des Motorsports in die Meisterschaft für deutsche Tourenwagen verschlagen könnte, ist Sebastian Vettel.

Der viermalige Weltmeister hat zwar in Aston Martin gerade erst einen neuen Arbeitgeber in der Formel 1 gefunden. Die Spekulationen über einen Wechsel zur DTM halten sich dennoch hartnäckig – und erhielten am vergangenen Wochenende neue Nahrung.

Berger träumt von Vettel in der DTM

“Sebastian Vettel hat sich letzte Woche gemeldet, also lasse noch einen Platz frei”, hat DTM-Chef Gerhard Berger laut Motorsport-Total bei der Vorstellung der neuen GT3-DTM 2021 gesagt.

Für die kommende Saison schon ist dieses Szenario natürlich nicht realistisch, weiß auch Berger. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Zumal sich beide aus gemeinsamen Zeiten bei Toro Rosso noch sehr gut kennen.

“In Zukunft können wir immer träumen von Leuten wie Sebastian Vettel. Auf dieser Plattform waren schon früher Leute wie Jean Alesi, David Coulthard, Walter Röhrl. Auf dieser Plattform haben wir schon immer frühere Formel-1-Stars sowie Superstars aus anderen Kategorien gesehen”, sagte Berger, der selbst schon in der DTM gefahren ist, allerdings vor seiner erfolgreichen Formel-1-Zeit.

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Schumacher: “Wichtig, Aufmerksamkeit zu erzeugen”

Ralf Schumacher kennt das Gefühl ebenfalls, in der DTM zu fahren. Auch für ihn wäre sein Landsmann Vettel in der DTM ein Gewinn für die Tourenwagen-Serie, allein schon durch seine Bekanntheit.

“Ich glaube, Motorsport bedeutet Emotionen. Diese Emotionen werden nicht nur über Fahrzeuge und deren Sound transportiert, sondern auch über Menschen”, sagte der 45-Jährige im AvD Motorsport Magazin auf SPORT1. “Deswegen ist es wichtig, Namen zu haben, die man kennt, die Aufmerksamkeit erzeugen.”

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So wird Hamilton am Sonntag Weltmeister

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton kann bereits beim Großen Preis der Türkei am Sonntag (11.10 Uhr im LIVETICKER) seinen siebten Titel perfekt machen und damit die Rekordmarke von Michael Schumacher erreichen.

Der britische Mercedes-Pilot geht mit 85 Punkten Vorsprung auf seinen finnischen Teamkollegen Valtteri Bottas in den viertletzten Saisonlauf.

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Verlässt er Istanbul mit mindestens 78 Punkten Vorsprung, ist er danach auch rechnerisch nicht mehr von der Spitze zu verdrängen (Die Fahrerwertung der Formel 1).

Hamilton wird in der Türkei Weltmeister, wenn …

… er vor Bottas ins Ziel kommt.

… Bottas nicht über Rang sieben hinauskommt.

… Bottas gewinnt, ohne die schnellste Runde zu fahren und Hamilton Zweiter wird.

… Bottas Zweiter und Hamilton mindestens Vierter wird.

… Bottas Zweiter und Hamilton Fünfter wird und dabei die schnellste Rennrunde fährt.

… Bottas Dritter wird – unabhängig von der schnellsten Rennrunde – und Hamilton mindestens Fünfter wird.

… Bottas Dritter wird, ohne die schnellste Rennrunde zu fahren und Hamilton mindestens Sechster wird.

… Bottas Vierter und Hamilton mindestens Siebter wird.

… Bottas Vierter und Hamilton Achter wird und dabei die schnellste Rennrunde fährt.

… Bottas Fünfter und Hamilton mindestens Achter wird.

… Bottas Fünfter und Hamilton Neunter wird und dabei die schnellste Rennrunde fährt.

… Bottas Sechster wird, ohne die schnellste Rennrunde zu fahren und Hamilton mindestens Zehnter wird.

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Wolff sicher: Ferrari schenkt 2021 komplett ab

Ferrari erlebt in diesem Jahr ein Debakel nach dem anderen. In der Team-Wertung dümpelt die Scuderia auf Platz sechs und damit in der unteren Hälfte herum. Bei den Fahrern reicht es derzeit nur zu den Plätzen fünf (Charles Leclerc) und 14 (Sebastian Vettel).

Die Aussichten darauf, dass es in der kommenden Saison auf Anhieb wieder besser wird, sind sehr gering. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff glaubt sogar, dass die Scuderia das kommende Jahr komplett abschenken wird. (Die Fahrerwertung der Formel 1)

“Es wird Teams geben, so wie Ferrari, die 2021 ganz abschreiben”, ist sich der Österreicher im ORF sicher. (Die Teamwertung der Formel 1)

Neue Regeln in der Formel 1 erst 2022

Der Grund: Im nächsten Jahr wird es außer einer kleinen Beschneidung der Aerodynamik keine Veränderungen am derzeitigen Reglement geben, die Autos werden also im Großen und Ganzen die gleichen bleiben.

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Die große Revolution kommt dann erst 2022. Darauf müssen sich die Teams aber schon im kommenden Jahr vorbereiten, um nicht gleich beim Start der neuen Ära hinterher zu hinken.

Darauf werde sich nun auch Ferrari konzentrieren, glaubt Wolff: “Sie werden von Anfang am 2022-er Auto entwickeln.”

Für die Silberpfeile kämen solche Gedankenspiele nicht in Frage, versicherte der 48-Jährige. Mercedes wolle im nächsten, aber auch im übernächsten Jahr um den Titel fahren. Ein Selbstläufer sei dies aber nicht: “Das ist für uns natürlich dann einigermaßen schwierig, wie man diese beiden Dinge gut ausbalanciert.”

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