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Formel 1: 2021 wird zur Mammutsaison

Ex-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) und Co. stehen in der Formel 1 vor einer Mammutsaison. Der am Dienstag von der Königsklasse vorgestellte provisorische Rekord-Kalender für 2021 umfasst 23 Rennen. So viele Grand Prix hat es innerhalb eines Jahres noch nie gegeben.

Beginnen soll die Jagd nach dem WM-Titel am 21. März in Australien, das Finale ist für den 5. Dezember in Abu Dhabi vorgesehen. Der Motorsport-Weltrat der FIA muss die Pläne noch absegnen.

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Einen Großen Preis von Deutschland wird es wie erwartet nicht geben. Dafür rückt das höchst umstrittene Rennen in Saudi Arabien (28. November) ins Programm, zudem kommt mit dem niederländischen Zandvoort (5. September) eine neue Strecke hinzu.

Der Ort für das vierte Saisonrennen am 25. April muss noch gefunden werden, das dafür geplante Debüt in Vietnam fällt nach Informationen der BBC aber aus. 

In diesem Jahr hätte die WM eigentlich 22 Grand Prix umfassen sollen – es wäre die umfangreichste in der Geschichte gewesen. Wegen der Coronakrise wurde der Kalender aber auf 17 Rennen reduziert, dies machte auch eine Rückkehr der Königsklasse auf den Nürburgring möglich.

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Beamter in Haft! Auch 2021 keine F1-Premiere in Vietnam

Das ursprünglich für dieses Jahr geplante Formel-1-Debüt in Vietnam wird wohl auch 2021 nicht über die Bühne gehen. Wie der britische Nachrichtensender BBC berichtet, zählt die Strecke in Hanoi nicht zum nächstjährigen Rennkalender, der am Dienstag bekannt gegeben wird.

Demnach umfasst der Kalender für die kommende Saison derzeit nur 22 Rennen. Die Zahl könne auf 23 anwachsen, wenn ein Ersatz für Vietnam gefunden werde. Die Saison soll am 21. März in Australien beginnen und am 5. Dezember in Abu Dhabi enden. Bereits für dieses Jahr waren ursprünglich 22 Rennen geplant, ehe die Corona-Pandemie den Plan durcheinanderwirbelte.

Die Verhaftung eines für das Rennen in Hanoi verantwortlichen Schlüsselbeamten wegen Korruptionsvorwürfen ist laut BBC Hauptgrund für die Entscheidung, das Rennen in Vietnam aus dem Kalender zu streichen. Ursprünglich war der 25. April als Termin für den Grand Prix vorgesehen.

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Bereits in diesem Jahr sollte die Königsklasse des Motorsports erstmals im Land am südchinesischen Meer Station machen. Durch die Verkürzung der Saison infolge der Corona-Pandemie auf 17 Rennen fiel Hanoi jedoch aus dem Kalender.

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Schumacher: Deshalb ist Leclerc aktuell viel schneller als Vettel

Ferrari-Verschwörung oder liegt es doch am Fahrer selbst?

Die letzte Saison von Sebastian Vettel bei der Scuderia Ferrari ist geprägt von Pleiten, Pech und Pannen. Unter Motorsport-Fans kommen immer wieder Stimmen auf, dass Ferrari den viermaligen Weltmeister absichtlich gegenüber Charles Leclerc benachteiligt.

Ralf Schumacher sieht im AvD Motorsport Magazin auf SPORT1 zumindest eine Bevorzugung von Leclerc als klar ersichtbar an. “Das Team hat sich wirklich auf einen Fahrer konzentriert und Vettel etwas außen vor gelassen”, sagte der sechsmalige GP-Sieger in der Formel 1.

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Schumacher: In Monza kam es zum Bruch

Den Bruch zwischen Vettel und dem Team sieht er in der vergangenen Saison in Monza. Bei der Windschatten-Affäre habe sich das Team ganz klar hinter Leclerc gestellt. Laut Schumacher liegt das auch am Verhalten des Monegassen. 

“Was man Charles schon lassen muss: Vielleicht wegen seines Managements oder weil er jünger ist – er stellt sich gut auf die Situation ein”, sagte Schumacher. Dazu stehe Leclerc offen zu seinen Fehlern und sei damit “in der Lage, das Ferrari-Team hinter sich zu bringen.”

Dass beide Fahrer unterschiedlich behandelt werden, sei in den Ergebnisse der vergangenen und aktuellen Saison ersichtlich. “Letztes Jahr gab es Rennen, wo Vettel eine ganz andere Klasse war. Ich möchte nur an Kanada erinnern oder den Red Bull Ring. Jenen Red Bull Ring, wo er dieses Jahr gar keine Chance hatte.”

“Sebastian wird nur gesagt, was er wissen muss”

Da sich Vettel nach dieser Saison von der Scuderia verabschieden wird, ist es für Schumacher verständlich, dass dieser in die technische Weiterentwicklung nicht mehr eingebunden ist: “Dem Sebastian wird nur noch gesagt, was er unbedingt wissen muss.” 

Dadurch kann Leclerc oft besser mit dem Auto umgehen und ist schneller unterwegs, weil er in die Entwicklung neuer Teile stärker involviert ist.

Dennoch ist eine absichtliche Benachteiligung Vettels für Schumacher nicht nur ein Märchen, sondern auch völlig unlogisch. Im Kampf um Punkte für die Konstrukteurs-WM sei Ferrari auf die Punkte beider Autos angewiesen. Daher sei es nicht zielführend, “einen Fahrer zu benachteiligen.” (SERVICE: Die Team-Wertung)

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Vettel kann Aston Martin sehr weiterhelfen

Außerdem hat Vettel immer noch einen großen Wert für das Team. Er hat immerhin in der Vergangenheit schon öfter bewiesen, dass er den Ingenieuren wichtigen Input geben kann: “Vettel hat dem Team schon oft per Funk gesagt, was sie besser machen können und auch Recht behalten.”

Mit dieser Eigenschaft wird er auch für sein neues Team Aston Martin unschätzbaren Wert haben. Denn Schumacher sieht eine Menge Potenzial in der “kleinen, kompakten Truppe”.

Allerdings muss das Team laut Schumacher noch viel lernen: “Die haben ein super Paket entwickelt und das Auto hat deutlich mehr Potenzial als es das Auto manchmal zeigt. Aber sie machen noch viele Fehler.”

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Staubsauger und Rakete: Vettel verrät seine Lieblingsflitzer

Sebastian Vettel ist ein bekennender Fan der Formel 1. Und ihrer Autos. Dass der 33-Jährige schon jetzt diverse seiner eigenen Rennwagen in der Garage stehen hat, ist kein Geheimnis. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

Aber der Deutsche, der ab der kommenden Saison für Aston Martin fahren wird, steht vor allem auf historisches Material. Deshalb ersteigerte er kürzlich einen alten Williams FW14B aus der Saison 1992. In diesem Auto gewann Nigel Mansell seinen einzigen Weltmeistertitel. 

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Der FW14B ist einer der spektakulärsten Formel-1-Rennwagen aller Zeiten, gewann 1992 mit Mansell und Riccardo Patrese am Steuer zehn von 16 Rennen. An Bord waren diverse elektronische Helferlein. Aktive Aufhängung und Traktionskontrolle machten den Briten zum gutmütigen Monstrum. 

“Der Red 5 war sehr interessant für mich”, begründet Vettel seinen Kauf in der Bild: “Das Auto ist für mich eine absolute Ikone und hat, genau wie ich, die Startnummer 5.” Schätzungen zufolge hat Vettel für den Renner um die drei Millionen Euro ausgegeben. Dabei ist der Williams gar nicht Vettels Lieblings-Formel-1-Auto.

Den SPORT1-Reportern hat der Ferrari-Star seine zehn klassischen F1-Favoriten auf vier Rädern verraten. Die meisten wurden gebaut, bevor der 33-Jährige auf der Welt war. Und der Williams ist auch dabei.

10. Brabham BT52B – 1983

“Damit gewann BMW seinen letzten WM-Titel mit Nelson Piquet. Das Auto mit Turbomotor soll im Qualifying 1500 PS gehabt haben, war also mehr Rakete als Auto. Wahnsinn, besonders im Regen. Wäre ich gern gefahren.”

9. Mercedes W196 – 1954

“Eine Legende: Mercedes kehrte in den GP-Sport zurück und landete auf Anhieb mit diesem ‘Silberpfeil’ in Frankreich einen Doppelsieg. Juan Manuel Fangio wurde in diesem Jahr logischerweise Weltmeister.”

8. Williams FW14 – 1992

“Noch so ein fantastisches Auto aus der Feder von Newey. Nigel Mansell wurde damit überlegen Weltmeister. Es hatte, glaube ich, eine aktive Radaufhängung. Das Auto fuhr damit wohl wie auf Schienen.”

7. McLaren MP4/13 – 1998

“Damals kamen die Rillenreifen, darum erinnere ich mich noch so gut. Es war eines der Wunderautos, die Adrian Newey baute. Es schien Mika Häkkinen wie auf den Leib geschnitten. Er gewann dann ja auch den Titel.”

6. Ferrari 312T2 – 1977

“Bei Niki Laudas Ferrari von 1977 sticht der Flach-Zwölfzylinder hervor. Der Sound des Motors war einfach überragend, da hörte man die Power richtig. Für damalige Verhältnisse war der Drei-Liter-Motor mit seinen 500 PS bei 12.200 U/min gewaltig. Die Aerodynamik war noch nicht so perfekt wie heute. So war es alles andere als einfach, die Kraft auf den Boden zu bringen und das Zwölfzylinder-Monster zu bändigen. Aber genau das wollen wir Formel-1-Fahrer doch am meisten. Überhaupt: Für mich ist ein Zwölfzylinder die Mutter aller Rennmotoren. Ich bin deshalb auch ein wenig neidisch auf Niki Lauda, der dieses Auto nicht nur fahren durfte, sondern auch noch die WM damit gewann.”

5. Ferrari F2002 – 2002

“Dieser Ferrari war ein Hammer. Michael Schumacher schien mit der Konkurrenz zu spielen. Kein Wunder, dass er schon in Frankreich Weltmeister wurde.”

4. Lotus 72 – 1970

“Schön und tragisch zugleich. Mit ihm wurde Jochen Rindt Weltmeister, mit ihm verunglückte er beim Training in Monza tödlich.”

3. Brabham BT46B – 1978 

“Laudas Auto mit einem Riesenpropeller hinten. Nach dem Sieg in Schweden wurde der ‘Staubsauger’ verboten.”

2. Ferrari F2004 – 2004

“Michael Schumachers Ferrari von 2004 ist für mich der schönste Ferrari. Nicht nur, weil es der erfolgreichste Ferrari aller Zeiten ist. Es ist schwierig, ein einzelnes Teil vom F2004 hervorzuheben, für mich war es ein in seiner Gesamtheit einfach perfektes Formel-1-Auto. Michael gewann 13 der 18 Saisonrennen, sein Teamkollege Rubens Barrichello zwei.”

1. McLaren MP4/8 – 1993 

“Mein absolutes Lieblingsauto. Es war eines meiner ersten F1-Modelle und hatte einen Ehrenplatz in meiner Vitrine. Der McLaren war nicht das beste Auto in dieser Saison, aber trotzdem gewann Senna fünf Rennen damit. Besonders legendär: das Regenrennen in Donington. Senna startete im strömenden Regen als Vierter, kam als Führender mit Vorsprung aus der ersten Runde und gewann.”

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Formel 1 meldet Mega-Verlust

Die Formel 1 ist in vollem Gange – finanziell sieht es allerdings nicht sehr rosig aus.

Wie aus dem Quartalsbericht von Liberty Media für den Zeitraum Juli bis September hervorgeht, hat die Königsklasse des Motorsports im dritten Quartal 2020 fast 90 Millionen Euro Verlust gemacht.

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Um genau zu sein: Am Ende stand ein Verlust von umgerechnet 88 Millionen Euro zu Buche. 2019 war noch ein Plus von knapp 27 Millionen Euro erzielt worden.

Auch die Einnahmen sind insgesamt gesunken. 2019 hatte die Formel-1-Gruppe im dritten Quartal bei sieben Grand Prix rund 536 Millionen Euro an Einkommen erreicht. 2020 lag der Wert bei zehn Rennen nur bei 506 Millionen Euro.

Im zweiten Quartal, als die Formel 1 überhaupt nicht fuhr, waren die Zahlen noch erschreckender: Nur 20 Millionen Euro wurden erzielt. Im Vorjahr waren es 525 Millionen Euro.

Liberty Media begründete die Verluste mit der “Abwesenheit von Fans, den Austragungsorten der Rennen, dem Timing des veränderten Rennkalenders und der Verteilung gewisser Einnahmen”.

Enorme Verluste für Formel 1

Auch die Einnahmen bei TV- und Sponsorenverträgen der Rennserie haben aufgrund der Corona-Krise gelitten. Zudem blieben Antrittsgelder in Millionenhöhe bei vielen Strecken aus. Die Formel 1 musste teilweise sogar draufzahlen, um einen Grand Prix abhalten zu können. 

Formel-1-Geschäftsführer Chase Carey zeigte sich dennoch zufrieden: “Wir sind unheimlich stolz darauf, wie die Formel-1-Gemeinschaft auf die Herausforderungen reagiert hat und dass wir auf sichere Art und Weise zum Rennbetrieb zurückkehren konnten.”

Die Formel 1 werde aber weiterhin ohne Vor-Ort-Zuschauer ihre Rennen abhalten, wie aus einem Statement hervorgeht.

Finanzielle Einbußen mussten auch die Teams hinnehmen. “Als wir nach Melbourne gegangen sind, waren 50 bis 60 Prozent des Budgets bereits ausgegeben. Du hast die Autos gebaut, für Motoren und Getriebe bezahlt. Wenn du dann damit konfrontiert wirst, dass dein Preisgeld sich auf 50 Prozent reduziert, ist es schwer damit umzugehen”, erklärte Alfa-Romeo-Teamchef Frederic Vasseur bei auto motor und sport.

Sein Team habe zum Beispiel mit Kurzarbeit reagiert. Außerdem stand die Arbeit im Formel-1-Werk in Hinwil über Wochen komplett still.

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Paydriver oder Racer? Haas-Kandidat spaltet die Motorsportwelt

Paydriver oder hochqualifizierter Racer?

Nikita Mazepin könnte zur kommenden Formel-1-Saison ein Cockpit bei Haas F1 Team übernehmen. Direkt bestätigen wollte Teamchef Günther Steiner das bei seinem Auftritt im AvD Motorsport Magazin auf SPORT1 zuletzt nicht: “Mr. Mazepin will seinen Sohn in der Formel 1 – und sein Sohn will das vermutlich noch mehr. Aber wir müssen uns erst entscheiden, in welche Richtung wir gehen.”

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Dennoch halten sich die Gerüchte hartnäckig. Sollten sich diese bewahrheiten, könnte er zum neuen Teamkollegen von Mick Schumacher werden, dessen Engagement bei dem US-amerikanischen Motorsportteam nach SPORT1-Informationen fest steht.

Zugleich würde der junge Russe auch in die Fußstapfen von Lance Stroll und Nicholas Latifi treten, die ebenfalls vor allem dank des Geldes ihrer Väter den Sprung in die Königsklasse des Motorsports geschafft haben. Während Stroll senior einfach den Rennstall Racing Point – im kommenden Jahr unter dem Namen Aston Martin der neue Arbeitgeber von Sebastian Vettel – kaufte, hat Michael Latifi Willams Ende 2019 vor dem Bankrott gerettet.

Nun will also der nächste Milliardär seinem Sohn ein Formel-1-Cockpit kaufen. Das hatte Dmitry Mazepin bereits 2018 versucht. Damals wollte er Force India kaufen, der britische Insolvenzverwalter entschied sich jedoch ironischerweise für Stroll und seine Partner.

Jetzt soll es also bei Team Haas mit dem so sehnlich erwarteten Platz in der Formel 1 klappen.

Mazepin kämpft gegen schlechten Ruf

Allerdings stellt sich die Frage, ob der 21-Jährige wirklich reif für den großen Sprung ist. Unter Motorsportfans genießt der Mann aus Moskau nicht den besten Ruf. Grund dafür ist sein hitzköpfiges Verhalten in der Vergangenheit.

In der Formel-3-Saison 2016 sorgte er beim Rennen in Budapest für einen handfesten Skandal.

Da er sich im Qualifying von Callum Ilott behindert fühlte, rastete er in der Boxengasse aus und schlug seinem Kontrahenten mehrfach ins Gesicht – ein blaues Auge und Verletzungen am Kiefer, Nacken und der Wange waren das Resultat. Die Rennkommissare sperrten ihn deswegen für das erste Rennen in Budapest.

Eine zu geringe Strafe, wie Ilotts damaliger Teamchef Frits van Amersfoort festhielt: “Mein Fahrer wurde zweimal attackiert, zweimal. Sie wurden voneinander getrennt und er wurde trotzdem erneut attackiert.”

Allerdings muss man dieses – zugegebenermaßen krasse – Fehlverhalten mittlerweile relativieren. Selbst Formel-1-Legenden wie Ayrton Senna, Michael Schumacher oder Nelson Piquet sind während ihrer Karriere durch Handgreiflichkeiten gegenüber Konkurrenten aufgefallen. Dazu wirkt Mazepin junior spätestens seit dieser Saison gereifter. Ähnliche Vorfälle gab es nicht mehr.

Unfall und Mega-Strafe

Allerdings hat er auch in der vergangenen Formel-2-Saison wieder für ein negatives Highlight gesorgt – diesmal auf der Strecke. Bei seinem Heimrennen in Sotschi sorgte er für einen Unfall, in dessen Folge der Japaner Nobuharu Matsushita ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

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Die Sportkommissare sahen in Mazepin den Alleinschuldigen, “der diesen Unfall durch einen völligen Mangel an Sorgfalt im Umgang mit seinen Mitfahrern verursacht” hat. Als Strafe wurde er im nächsten Rennen in Abu Dhabi um 15 Plätze nach hinten versetzt und bekam vier Strafpunkte.

Neben diesem Vorfall lief es auch sonst nicht in seiner ersten Formel-2-Saison. Am Ende landete er mit 255 Punkten Rückstand auf Sieger Nyck de Vries auf Rang 18. In Jahr zwei läuft es nun bedeutend besser. Nach zehn Rennwochenenden hat Mazepin bereits zwei Siege und drei weitere Podestplätze einfahren können. Mit aktuell 140 Punkten liegt er damit auf Rang sechs.

Allerdings gibt es auch eine Kehrseite der Medaille: Auch Ilott und Robert Shwartzman wurden in der Vergangenheit immer wieder mit einem Formel-1-Cockpit in Verbindung gebracht. Die Gesamtwertung zeigt, dass der punktgleiche Shwartzman und Ilott (29 Punkte vor Mazepin) mindestens genauso gut sind.

Liegt es also doch nur am Geld, dass der Milliardärssohn, dessen bestes Karriereergebnis bisher ein zweiter Platz in der Gesamtwertung der GP3-Serie (2018) ist, vor dem Sprung in die Königsklasse steht?

Formel-1-Erfahrung spricht für Mazepin

Ein gewichtiges Pfund ist auch seine Erfahrung mit Formel-1-Autos. Bereits 2016 verpflichtete ihn das damalige Team Force India als Entwicklungsfahrer. In dieser Funktion nahm er an verschiedenen Testfahrten teil und bekam viel Simulatorzeit. Darüber hinaus hat er schon einige Runde in einem Mercedes absolviert.

Anfang 2019 finanzierte ihm sein Vater zwölf Tage lang private Testfahrten im Mercedes-AMG F1 W08, mit dem Lewis Hamilton in der Saison 2017 seinen vierten WM-Titel eingefahren hatte. Nur wenige Monate später fuhr er mit dem damals aktuellen Silberpfeil am letzten offiziellen Testtag der Saison 2019 in Barcelona eine Tagesbestzeit.

Mit 1.15,775 Minuten am zweiten Testtag war er nur 0,264 Sekunden langsamer als Valtteri Bottas bei seiner Tagesbestzeit an Testtag eins. Gleichzeitig war er aber 0,265 Sekunden schneller als Lewis Hamilton an seinem Qualifikationssamstag in Barcelona.

Mazepin junior liefert also auch sportliche Argumente für seine Beförderung in ein Formel-1-Cockpit. Dass ein reicher Vater dabei helfen kann, steht außer Frage.

Geld kauft keine Siege

“Zunächst brauchst du jemanden, der dich unterstützt. Die Familie oder ein Sponsor. Das hilft für den Schritt vom Kart in den Rennwagen oder von Kanada nach Europa”, bestätigte auch Lance Stroll in speedweek.com, fügte aber hinzu: “Geld kauft keine Siege. Egal wie viel Unterstützung du hast, am Lenkrad drehst du selber, aufs Gaspedal trittst nur du. Und wenn du das zu wenig gut machst, dann reicht es nicht.”

Daher liegt es nun ganz an Nikita Mazepin, seine Kritiker von seinem Talent zu überzeugen. Und sollte es tatsächlich mit Mick Schumacher bei Team Haas sein, könnte er sich gleich gegen einen der größten Namen im Motorsport beweisen. Denn den Teamkollegen gilt es immer zu schlagen – und da zählt kein reicher Vater.

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Die Schumachers begeistern Leclerc – Mick als Teamkollege?

Formel-1-Fahrer Charles Leclerc kann sich Mick Schumacher als seinen Teamkollegen bei Ferrari in der Zukunft vorstellen.

“Warum nicht eines Tages? Natürlich bin es am Ende nicht ich, der die Entscheidung trifft, aber dass er zu Ferrari kommt, würde ich ihm auf jeden Fall wünschen”, sagte der Ferrari-Pilot der Sport Bild.

Der Monegasse zeigte sich begeistert von der Entwicklung des 21-Jährigen, der vor dem Saisonfinale der Formel 2 am letzten November- und ersten Dezember-Wochenende in Bahrain Spitzenreiter der Gesamtwertung ist. 

“Es ist beeindruckend, wie viel Mick von einem Jahr auf das nächste lernt, wenn man sich seine Zeit in der Formel 3 und Formel 2 anschaut. Er ist ein toller Fahrer, und ich hoffe, dass wir ihn nächstes Jahr im Fahrerlager der Formel 1 sehen werden”, lobte Leclerc.

Leclerc berührt Helm-Geste von Mick Schumacher

Micks Vater Michael Schumacher zählt für Leclerc sogar zu den größten Persönlichkeiten der Formel-1-Geschichte.

Dementsprechend rührend fand er auch den Augenblick, als Lewis Hamilton nach seinem 91. F1-Sieg einen Helm Michaels von dessen Sohn Mick Schumacher überreicht bekam

“Für mich gibt es zwei große Legenden und Idole der Formel 1. Ayrton Senna und Michael Schumacher. Schon allein einen Helm von einem der beiden zu bekommen, wäre unglaublich. Die Geste mit Lewis und Mick war auf jeden Fall sehr bewegend”, sagte der 23-Jährige.

Leclerc will mit Vettel den Helm tauschen

Leclerc kann sich vorstellen, dies am Ende der Saison auch mit seinem Teamkollegen Sebastian Vettel ähnlich zu handhaben: “Ich wollte Sebastian schon fragen, noch habe ich es aber nicht getan. Mir würde es auf jeden Fall gefallen.”

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Auch wenn Vettel eine schwierige Saison erlebt, hat Leclerc weiterhin großen Respekt vor dem viermaligen Weltmeister, der am Jahresende Ferrari verlassen und zu Aston Martin wechseln wird. (Fahrerwertung der Formel 1 2020)

“Dank ihm bin ich als Pilot, aber auch als Mensch gewachsen. Die Art, wie er mit dem Team zusammenarbeitet, hat mich beeindruckt. Wie er Daten auswertet, wie er Feedback gibt. Er hat eine glaubliche Erfahrung in diesem Sport, und das merkt man”, schwärmte Leclerc.

Daher wünschte ihm Leclerc alles Gute und “dass sein neues Abenteuer gut für ihn läuft”.

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Vettel-Krise? …dann könnte es ein "blaues Wunder" geben

Es sind Fragen, die sich vielleicht sogar Sebastian Vettel selbst in Momenten des Zweifelns stellt. Hat er die Fähigkeit verloren, extrem schnell Auto zu fahren? Hat er in seinem Teamkollegen Charles Leclerc seinen Meister gefunden? Oder gibt es doch Unterschiede bei den beiden Ferrari-Dienstwagen in der Formel 1? 

Die reinen Zahlen sprechen klar für Leclerc. Das Qualifying-Duell konnte der Monegasse bei den bisher 13 gefahrenen Rennen 2020 klar mit 11:2 für sich entscheiden. Merkwürdig ist dabei nur, dass der Heppenheimer nach den ersten drei GP mit 2:1 noch die Nase vorne hatte. Und erst danach nahmen Vettels Probleme, den Ferrari zu bändigen, exorbitant zu.

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Dass der Alterungsprozess beim Deutschen plötzlich nach dem dritten Rennen in Silverstone eingesetzt hat, ist eher unwahrscheinlich.

Es ist aber ein Fakt, dass Leclerc mit dem Ferrari seitdem regelmäßig am Limit fahren konnte, während Vettel immer mehr mit einer besonders bockigen Hinterachse zu kämpfen hatte. Das Resultat: Regelmäßig ist Vettel im Zeittraining rund eine halbe Sekunde langsamer pro Runde als sein Teamkollege aus Monaco.

Schumacher: Alle Upgrades in Richtung Leclerc

Insider wie Ralf Schumacher vermuten: “Ich denke, dass Ferrari bei allen technischen Upgrades in Richtung Leclerc gegangen ist. Und dass Leclerc mit den Änderungen des Fahrverhaltens danach einfach besser klar kam als Sebastian.”

Das sei ein ganz normaler Vorgang. “Wenn der eine Fahrer bleibt und der andere das Team verlässt, geht man natürlich eher auf die Wünsche des Piloten ein, der auch in Zukunft da sein wird”, ergänzte Schumacher.

Vettel selbst hielt sich mit seiner Kritik am Fahrverhalten des Autos in Imola zurück. “Ich komme besonders im Qualifying nicht auf die Zeiten von Charles. Im Rennen war es eigentlich ok, aber wenn du im Qualifying zu weit hinten stehst, hängst du meistens im Verkehr fest und das Rennen ist dann quasi nach dem Start schon gelaufen.”

Kritiker stellen mittlerweile sogar die Erfolge des Heppenheimers infrage.

Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass das Qualifying eher eine Paradedisziplin des Heppenheimers war. In seinen Ferrari-Jahren mit Kimi Räikkönen 2015 bis 2018 war er in 81 Qualifyings 60 Mal schneller als der Finne, der immer noch als Vollgaspilot und eines der größten Naturtalente aller Zeiten gilt.

Marko spricht über Vettel-Duell mit Webber

Besonders zu seiner Zeit bei Red Bull konnte Vettel zeigen, dass er extrem schnell sein kann. In seinen fünf gemeinsamen Jahren mit Mark Webber gewann er das Qualifying-Duell gegen den Australier deutlich mit 71 zu 23.

“Dabei”, erinnert sich Vettels damaliger Chef Helmut Marko, “hatte Webber den Ruf, einer der schnellsten Fahrer überhaupt im Kampf um die beste Startposition zu sein.”

Das belegen die Zahlen deutlich. Nick Heidfeld wurde bei Williams 2005 von Webber im Qualifyingduell (5:9) ebenso deutlich geschlagen wie ein Jahr später der Weltmeister von 2016 Nico Rosberg (5:13).  

Marko analysiert: “Bei Sebastian muss am Auto alles passen, sonst kommt er ins Grübeln. Deshalb hatte er 2014 auch die Probleme mit Ricciardo.”

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Ricciardo schneller als Vettel im Red Bull

Dass ähnlich wie der Ferrari in diesem Jahr auch der Red Bull von 2014 nicht zum Fahrstil des Deutschen passte, zeigen die Zahlen. In 19 Qualifyings war Webbers Landsmann Daniel Ricciardo zwölf Mal schneller.

Marko: “Aber der Red Bull war kein Siegerauto, Mercedes war meilenweit überlegen. Wenn Sebastian mit einem Auto eins ist, ist er kaum zu schlagen. Das hat man ja in den Jahren 2010 bis 2013 deutlich sehen können, als wir vier WM-Titel in Folge mit ihm holen konnten und sein starker Teamkollege keine Chance gegen ihn hatte.”

Deshalb glaubt Marko: “Wenn der Aston Martin mit der ganzen Mercedes-Technik Vettel 2021 wieder auf den Leib geschnitten ist, könnten wir alle unser blaues Wunder erleben. Ich hoffe das aus eigenem Interesse natürlich nicht.”

Das extrem schnelle Fahren hat Vettel sicher nicht verlernt. Deshalb vermutet DTM-Rekordchampion Bernd Schneider, der die Karriere Vettels schon zu Kartzeiten verfolgte: “Sebastian hat das Fahren sicher nicht verlernt. Der große Unterschied zu Leclerc muss also mit dem Auto zu tun haben.”

Statistik der Qualifying-Duelle von Sebastian Vettel 

BMW-Sauber

2007 Sebastian Vettel – Nick Heidfeld 0:1

Toro Rosso

2007 Sebastian Vettel – Vitantonio Liuzzi 3:4
2008 Sebastian Vettel – Sébastien Bourdais 13:5

Red Bull

2009 Sebastian Vettel – Mark Webber 14:3
2010 Sebastian Vettel – Mark Webber 13:6
2011 Sebastian Vettel – Mark Webber 16:3
2012 Sebastian Vettel – Mark Webber 11:9
2013 Sebastian Vettel – Mark Webber 17:2
Gesamt: Sebastian Vettel – Mark Webber 71:23

2014 Sebastian Vettel – Daniel Ricciardo 7:12

Ferrari

2015 Sebastian Vettel – Kimi Räikkönen 14:5
2016 Sebastian Vettel – Kimi Räikkönen 14:7
2017 Sebastian Vettel – Kimi Räikkönen 15:5
2018 Sebastian Vettel – Kimi Räikkönen 17:4
Gesamt Sebastian Vettel – Kimi Räikkönen 60:21

2019 Sebastian Vettel – Charles Leclerc 9:12
2020 Sebastian Vettel – Charles Leclerc 2:11
Gesamt Sebastian Vettel – Charles Leclerc 11:23

Gesamt

Sebastian Vettel – Teamkollege 165:89

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Statistiken belegen Vettels Klasse

Es sind Fragen, die sich vielleicht sogar Sebastian Vettel selbst in Momenten des Zweifelns stellt. Hat er die Fähigkeit verloren, extrem schnell Auto zu fahren? Hat er in seinem Teamkollegen Charles Leclerc seinen Meister gefunden? Oder gibt es doch Unterschiede bei den beiden Ferrari-Dienstwagen in der Formel 1? 

Die reinen Zahlen sprechen klar für Leclerc. Das Qualifying-Duell konnte der Monegasse bei den bisher 13 gefahrenen Rennen 2020 klar mit 11:2 für sich entscheiden. Merkwürdig ist dabei nur, dass der Heppenheimer nach den ersten drei GP mit 2:1 noch die Nase vorne hatte. Und erst danach nahmen Vettels Probleme, den Ferrari zu bändigen, exorbitant zu.

Alles zur Formel 1 und zum Motorsport-Wochenende im AvD Motorsport Magazin jeden Sonntagabend LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM

Dass der Alterungsprozess beim Deutschen plötzlich nach dem dritten Rennen in Silverstone eingesetzt hat, ist eher unwahrscheinlich.

Es ist aber ein Fakt, dass Leclerc mit dem Ferrari seitdem regelmäßig am Limit fahren konnte, während Vettel immer mehr mit einer besonders bockigen Hinterachse zu kämpfen hatte. Das Resultat: Regelmäßig ist Vettel im Zeittraining rund eine halbe Sekunde langsamer pro Runde als sein Teamkollege aus Monaco.

Schumacher: Alle Upgrades in Richtung Leclerc

Insider wie Ralf Schumacher vermuten: “Ich denke, dass Ferrari bei allen technischen Upgrades in Richtung Leclerc gegangen ist. Und dass Leclerc mit den Änderungen des Fahrverhaltens danach einfach besser klar kam als Sebastian.”

Das sei ein ganz normaler Vorgang. “Wenn der eine Fahrer bleibt und der andere das Team verlässt, geht man natürlich eher auf die Wünsche des Piloten ein, der auch in Zukunft da sein wird”, ergänzte Schumacher.

Vettel selbst hielt sich mit seiner Kritik am Fahrverhalten des Autos in Imola zurück. “Ich komme besonders im Qualifying nicht auf die Zeiten von Charles. Im Rennen war es eigentlich ok, aber wenn du im Qualifying zu weit hinten stehst, hängst du meistens im Verkehr fest und das Rennen ist dann quasi nach dem Start schon gelaufen.”

Kritiker stellen mittlerweile sogar die Erfolge des Heppenheimers infrage.

Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass das Qualifying eher eine Paradedisziplin des Heppenheimers war. In seinen Ferrari-Jahren mit Kimi Räikkönen 2015 bis 2018 war er in 81 Qualifyings 60 Mal schneller als der Finne, der immer noch als Vollgaspilot und eines der größten Naturtalente aller Zeiten gilt.

Marko spricht über Vettel-Duell mit Webber

Besonders zu seiner Zeit bei Red Bull konnte Vettel zeigen, dass er extrem schnell sein kann. In seinen fünf gemeinsamen Jahren mit Mark Webber gewann er das Qualifying-Duell gegen den Australier deutlich mit 71 zu 23.

“Dabei”, erinnert sich Vettels damaliger Chef Helmut Marko, “hatte Webber den Ruf, einer der schnellsten Fahrer überhaupt im Kampf um die beste Startposition zu sein.”

Das belegen die Zahlen deutlich. Nick Heidfeld wurde bei Williams 2005 von Webber im Qualifyingduell (5:9) ebenso deutlich geschlagen wie ein Jahr später der Weltmeister von 2016 Nico Rosberg (5:13).  

Marko analysiert: “Bei Sebastian muss am Auto alles passen, sonst kommt er ins Grübeln. Deshalb hatte er 2014 auch die Probleme mit Ricciardo.”

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Ricciardo schneller als Vettel im Red Bull

Dass ähnlich wie der Ferrari in diesem Jahr auch der Red Bull von 2014 nicht zum Fahrstil des Deutschen passte, zeigen die Zahlen. In 19 Qualifyings war Webbers Landsmann Daniel Ricciardo zwölf Mal schneller.

Marko: “Aber der Red Bull war kein Siegerauto, Mercedes war meilenweit überlegen. Wenn Sebastian mit einem Auto eins ist, ist er kaum zu schlagen. Das hat man ja in den Jahren 2010 bis 2013 deutlich sehen können, als wir vier WM-Titel in Folge mit ihm holen konnten und sein starker Teamkollege keine Chance gegen ihn hatte.”

Deshalb glaubt Marko: “Wenn der Aston Martin mit der ganzen Mercedes-Technik Vettel 2021 wieder auf den Leib geschnitten ist, könnten wir alle unser blaues Wunder erleben. Ich hoffe das aus eigenem Interesse natürlich nicht.”

Das extrem schnelle Fahren hat Vettel sicher nicht verlernt. Deshalb vermutet DTM-Rekordchampion Bernd Schneider, der die Karriere Vettels schon zu Kartzeiten verfolgte: “Sebastian hat das Fahren sicher nicht verlernt. Der große Unterschied zu Leclerc muss also mit dem Auto zu tun haben.”

Statistik der Qualifying-Duelle von Sebastian Vettel 

BMW-Sauber

2007 Sebastian Vettel – Nick Heidfeld 0:1

Toro Rosso

2007 Sebastian Vettel – Vitantonio Liuzzi 3:4
2008 Sebastian Vettel – Sébastien Bourdais 13:5

Red Bull

2009 Sebastian Vettel – Mark Webber 14:3
2010 Sebastian Vettel – Mark Webber 13:6
2011 Sebastian Vettel – Mark Webber 16:3
2012 Sebastian Vettel – Mark Webber 11:9
2013 Sebastian Vettel – Mark Webber 17:2
Gesamt: Sebastian Vettel – Mark Webber 71:23

2014 Sebastian Vettel – Daniel Ricciardo 7:12

Ferrari

2015 Sebastian Vettel – Kimi Räikkönen 14:5
2016 Sebastian Vettel – Kimi Räikkönen 14:7
2017 Sebastian Vettel – Kimi Räikkönen 15:5
2018 Sebastian Vettel – Kimi Räikkönen 17:4
Gesamt Sebastian Vettel – Kimi Räikkönen 60:21

2019 Sebastian Vettel – Charles Leclerc 9:12
2020 Sebastian Vettel – Charles Leclerc 2:11
Gesamt Sebastian Vettel – Charles Leclerc 11:23

Gesamt

Sebastian Vettel – Teamkollege 165:89

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Mayländer: Dieses Team wäre für Schumacher besser

Lange lag Sebastian Vettel beim Imola-Grand-Prix gut im Rennen – bis zu seinem ersten Boxenstopp.

Von Rang 14 gestartet arbeitete sich der viermalige Weltmeister vor und alles sah nach einem Top-10-Ergebnis und Punkten in der WM-Wertung aus. Doch dann kam der Deutsche auf Rang vier liegend in die Box. Und statt den üblichen gut zwei Sekunden stand der Bolide des 33-Jährigen insgesamt sage und schreibe 13,1 Sekunden.

Im Anschluss kam Vettel lediglich auf Rang 14 wieder auf die Strecke. Für den Heppenheimer blieb am Ende nur ein enttäuschender zwölfter Platz.

Safety-Car-Fahrer Bernd Mayländer sah trotzdem auch positive Entwicklungen: “Im Rennen lief es an diesem Wochenende ganz gut. Er hat Plätze gut gemacht. Die Strategie hat gepasst”, analysierte der 49-Jährige im AvD Motorsport Magazin auf SPORT1.

Mayländer bestätigt Binotto-Aussage zu Vettel

Dennoch: Zwischen Ferrari und Vettel läuft es einfach nicht rund. Motorsport-Chef Mattia Binotto wollte das zuletzt aber nicht nur an Vettels Motivation festmachen. “Ich denke, ihm fehlt das Vertrauen in das Verhalten des Autos”, sagte der Italiener motorsport-total.de.

Mayländer interpretierte das bei SPORT1 genauso: “Es ist eine Mischung aus beiden Sachen. Jeder Fahrer braucht Vertrauen in seinen Wagen. Ich denke, dass Sebastian da ein Stück abgeschlossen hat”, sagte der Deutsche und fügte hinzu: “Unterm Strich sieht er vielleicht eine positive Tendenz für die restlichen Rennen.”

Bei einem Rennfahrer komme immer vieles zusammen, betonte Mayländer. “Wenn man nicht aus dem Vollen schöpfen kann, ist das ein Mix aus Material, Team und natürlich auch Fahrer. So kann man dann vielleicht nicht die absolute Topleistung abrufen, die man sonst zu zeigen imstande ist.”

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Er selbst habe mit Vettel an diesem Wochenende kurz sprechen können. “Er hat auch gesagt, dass er eine leichte Steigerung sieht. Was im Rennen passiert, kann man nicht beeinflussen.”

Mayländer traut Schumacher viel zu

Auch zu Mick Schumacher, der ab 2021 für Haas fährt, äußerte sich Mayländer: “Haas ist eine gute Ausbildungsstelle. Ich persönlich hätte Alfa Romeo vielleicht noch etwas mehr bevorzugt, weil sie näher dran sind an Ferrari. Aber es ist ein guter Einstieg. Günther Steiner ist ein toller Mensch, mit dem man was zusammen aufbauen kann”, erklärte der Waiblinger.

Insgesamt freut er sich auf den Youngster in der Königsklasse und setz hohe Erwartungen in den Sohn von F1-Legende Michael Schumacher. “Mick Schumacher in der Formel 1 kann etwas sehr Schönes werden. Wenn man sich die letzten Jahre anschaut, kann man Mick viel zutrauen. Aktuell führt er in der Formel 2. Es sind noch ein paar Rennen zu fahren, aber ich traue ihm zu, dass er die Meisterschaft gewinnt.”

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Mayländer erwarte zwar nicht, dass er in seinem ersten Fomel-1-Jahr Weltmeister wird. Aber: “Wenn man es richtig angeht, er hat das Potenzial dazu. Dann kann er dort große Dinge stemmen.” 

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