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Vettel droht das nächste Chaos-Team

In der Formel 1 entscheiden wenige Sekunden über Erfolg und Misserfolg. Deshalb sind die Mechaniker bei den Boxenstopps mit flinken Fingern unterwegs. Innerhalb von nur knapp zwei Sekunden wechseln sie die Reifen und schicken die Fahrer wieder los.

Nicht so bei Sebastian Vettel an diesem Wochenende. Der Deutsche stand mit seinem Ferrari geschlagene 13,1 Sekunden in der Box. In der Formel 1 ist das eine gefühlte Ewigkeit. Dadurch verlor er trotz eines bis dahin guten Rennens viele Plätze.

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Später im Rennen schickte ihn sein Team nochmal – während einer Safety-Car-Phase – zum Reifenwechsel in die Box, was ihn erneut einige Plätze kostete. Dieses Rennen dient als Spiegelbild für Ferraris Chaos-Saison.

Vettel vor Wechsel zu Racing Point: Endlich Besserung?

Für Vettel ist mit diesem Chaos glücklicherweise zum neuen Jahr Schluss. Denn der 33-Jährige verlässt Ferrari und wechselt zu Racing Point. Doch erwartet ihn in dem britischen Team wirklich Besserung?

Dieses Wochenende war nämlich nicht nur für die Mechaniker von Ferrari ein gebrauchtes. Auch Racing Point offenbarte sein Chaos-Potenzial.

Zunächst sorgte Lance Stroll für einen Eklat, als er einen Mechaniker in der Boxengasse umfuhr. Der Kanadier bremste zu spät und der Helfer, der sich mit dem Wagenheber vor dem Auto platziert hatte, stürzte. Der Rennstall teilte nach dem Rennen via Twitter mit, dass es dem Betroffenen gut gehe.

Später im Rennen unterlief den Verantwortlichen auch noch ein taktischer Fehler. Während einer Safety-Car-Phase schickten sie Sergio Pérez für einen Reifenwechsel in die Box. Es wurde befürchtet, dass die harten Reifen ein Nachteil darstellen könnten, wenn das Safety-Car die Strecke verlässt.

Das Team war davon ausgegangen, dass die anderen Teams ebenso handeln würden. Das taten sie aber nicht. Pérez verlor letztendlich mehrere Plätze durch den Boxenstopp. (Rennkalender der Formel 1)

Vettels neuer Kollege: Lance Stroll mit Problemen

Neben diesen Problemen des vergangenen Wochenendes haben die Briten ein generelles Problem mit Ausfällen. Das Team ist mit sechs Ausfällen in der Saison 2020 auf Rang zwei in dieser unrühmlichen Statistik.

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Fünf von sechs Ausfällen hat Lance Stroll zu verzeichnen. Der 22-Jährige fiel schon häufiger durch vermeidbare Unfälle auf. So auch im letzten Rennen vor seiner Corona-Infektion.

Seitdem er wieder genesen ist, scheint Stroll “körperlich und geistig ziemlich angeschlagen”, wird sein Technikchef Andrew Green bei motorsport.com zitiert.

Ebendieser Lance Stroll wird in der kommenden Saison Teamkollege von Sebastian Vettel sein. Sergio Pérez muss sich einen anderen Arbeitgeber suchen.

Es gibt also auch bei Racing Point viele Baustellen. Für Sebastian Vettel bleibt zu hoffen, dass seine Flucht vor dem Chaos bei Ferrari ihren Zweck erfüllt. Sodass in der nächsten Saison wieder Vettels Rennleistungen über seine Platzierungen entscheiden.  

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Dann hört Hamilton frühestens auf

Mercedes hat sich in der Formel 1 am Sonntag selbst ein Denkmal gesetzt. Sieben auf einen Streich, sieben WM-Titel in Folge. Das hat kein Team in der Geschichte der Königsklasse je geschafft.

Wer dachte, dass Michael Schumacher und Ferrari die Latte mit sechs Konstrukteurs-Weltmeisterschaften von 1999 bis 2004 zu hoch gelegt haben, wurde eines besseren belehrt. 2014. 2015. 2016. 2017. 2018. 2019. 2020. Jedes Mal wurde (wird) ein Mercedes-Fahrer Weltmeister. Und jedes Mal holte das Silberpfeil-Team auch den Team-Pokal.

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Und doch war die größte Meldung am Sonntag nach dem Großen Preis der Emilia Romagna Lewis Hamiltons Gedanke an ein Karriereende noch in diesem Jahr. Dabei hatte der britische Bald-Rekordweltmeister lediglich auf die Frage nach der Zukunft von Mercedes-Teamchef Toto Wolff mit der Feststellung gekontert: “Ich weiß nicht mal, ob ich noch dabei bin im nächsten Jahr, also mache ich mir darüber gerade keine Gedanken.”

Hamiltons Aussage führt zu Kettenreaktion

Mit seiner ehrlichen Aussage löste Hamilton eine mediale Kettenreaktion aus, die die eigentliche Team-Leistung des Tages viel zu sehr in den Schatten stellte. Denn erstens ist seine Antwort nur logisch. Der sechsmalige Weltmeister hat noch keinen Vertrag für 2021, also weiß er auch nicht, ob er nächstes Jahr noch fährt. Und zweitens: Lewis wäre verrückt nicht weiterzumachen!

Der Engländer wird 2021 mit hoher Sicherheit seinen siebten WM-Titel einfahren und mit Rekordchampion Michael Schumacher gleichziehen. Danach lockt der achte WM-Pott – und der ist schon länger Hamiltons Ziel.

Ich weiß das, denn spontane Reaktionen sind die ehrlichsten. Und in einem Interview, das ich 2015 mit ihm ohne Worte nur mit Mimik und Gestik führte, “antwortete” Lewis auf meine Frage nach seinem Ziel mit acht Fingern. Alles klar?

2021 ist das ein mehr als realistisches Ziel. Denn trotz sieben glorreicher Jahre und eines Teamchefs, dessen Zukunft genauso unsicher ist wie die seines Starpiloten, befindet sich die Mannschaft von Mercedes AMG F1 auf dem Höhepunkt ihrer Schaffenskraft. Und die Kurve flacht längst nicht ab. (Rennkalender der Formel 1)

Mercedes bietet Voraussetzungen für acht WM-Titel

Der schwarze Silberpfeil fährt überlegen wie selten. Der Hybridantrieb bleibt der mit Abstand beste seiner Klasse. Und das Team lehnt sich trotz des Erfolgs nicht zurück. Der Beweis: Im Moment des größten Triumphs denkt Wolff vor laufenden Kameras schon ans nächste Rennen in der Türkei.

Das ist das Holz, aus dem die Mercedes-Dominanz geschnitzt ist. Und das ist der Grund, warum kein anderes Team gegen die deutsch-englische Mega-Kombination eine Chance hat.

Das dürfte auch 2021 so sein. Die Regeln bleiben gleich, die Möglichkeiten der Weiterentwicklung beschränkt, die Mercedes-Fehlerquote dank einer Kultur der “Tough love” gering. Während anderswo ein Klima der Angst herrscht, arbeitet man in Brackley höchstprofessionell mit Methoden des Flugzeugbaus, wo jeder noch so kleine Defekt bedingungslos aufgeklärt werden muss.

Alles Kalkül von Hamilton wegen Wolff?

Toto Wolff hat gemeinsam mit Niki Lauda auf Basis dessen, was Ross Brawn und Michael Schumacher ihm übergeben haben, ein Superteam geformt. Wo ein Rädchen ins andere greift. Und wo das Uhrwerk auch dann nicht haken wird, wenn sich der Wiener aus dem aktiven Geschäft als CEO zurückziehen und in ein Aufsichtsgremium aufsteigen sollte.

Das weiß natürlich auch Hamilton. Wenn der Brite seine Zukunft also infrage stellt, spielt er eher Verhandlungs-Doppelpass mit Wolff, als dass er ehrlich über ein vorzeitiges Karriereende nachdenkt.

Es heißt: Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Für Hamilton dürfte dieser Moment erst dann erreicht sein, wenn er den achten Titel in der Tasche hat.

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So zieht Hamilton in der Türkei mit Schumacher gleich

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton kann bereits beim Großen Preis der Türkei am 15. November seinen siebten Titel perfekt machen und damit die Rekordmarke von Michael Schumacher erreichen.

Der britische Mercedes-Pilot geht nach dem Sieg in Imola mit 85 Punkten Vorsprung auf seinen finnischen Teamkollegen Valtteri Bottas in den viertletzten Saisonlauf.

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Verlässt er Istanbul mit mindestens 78 Punkten Vorsprung, ist er danach auch rechnerisch nicht mehr von der Spitze zu verdrängen.

Hamilton wird in der Türkei Weltmeister, wenn…

  •    …er vor Bottas ins Ziel kommt.
  •    …Bottas nicht über Rang sieben hinauskommt.
  •    …Bottas gewinnt, ohne die schnellste Runde zu fahren und Hamilton Zweiter wird.
  •    …Bottas Zweiter und Hamilton mindestens Vierter wird.
  •    …Bottas Zweiter und Hamilton Fünfter wird und dabei die schnellste Rennrunde fährt.
  •    …Bottas Dritter wird – unabhängig von der schnellsten Rennrunde – und Hamilton mindestens Fünfter wird.
  •    …Bottas Dritter wird, ohne die schnellste Rennrunde zu fahren und Hamilton mindestens Sechster wird.
  •    …Bottas Vierter und Hamilton mindestens Siebter wird.
  •    …Bottas Vierter und Hamilton Achter wird und dabei die schnellste Rennrunde fährt.
  •    …Bottas Fünfter und Hamilton mindestens Achter wird.
  •    …Bottas Fünfter und Hamilton Neunter wird und dabei die schnellste Rennrunde fährt.
  •    …Bottas Sechster wird, ohne die schnellste Rennrunde zu fahren und Hamilton mindestens Zehnter wird.

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"Hamilton ruiniert das Fest von Mercedes"

Lewis Hamilton dominiert die formel 1 weiter nach Belieben.

Durch seinen Sieg in Imola sicherte der Brite Mercedes die siebte Konstrukteurs-Weltmeisterschaft in Folge. Entsprechend euphorisch wird Hamilton europaweit gefeiert.

Aber auch seine überraschende Ankündigung, nach der Saison eventuell aus der Formel 1 auszusteigen, ruft ein großes Echo hervor. SPORT1 hat die internationalen Pressestimmen.

ENGLAND

Sun: ”Lew never know. Lewis Hamilton verhalf seinem Mercedes-Rennstall zu einem Rekordsieg, dem siebten Konstrukteurstitel in Folge – und ließ dann große Zweifel an seiner Zukunft im Team aufkommen.”

Daily Mail: ”Lewis Hamiltons neuer Dreijahresvertrag mit Mercedes über 120 Millionen Pfund ist in der Schwebe. Hamilton hat sensationell behauptet, er erwäge, die Formel 1 zum Ende der Saison zu verlassen.”

Guardian: “Mit mutigem Urteilsvermögen in Verbindung mit präziser Ausführung hat Lewis Hamilton mit seinem Sieg beim Großen Preis von Emilia-Romagna einmal mehr gezeigt, warum er zu den ganz Großen der Formel 1 gehört. Er hat nun eine Hand an seinem siebten Titel, aber in Imola galt seine ganze Freude seinem Mercedes-Team. So wie Hamilton diese Fahrergeneration definiert hat, ist Mercedes unter den Teams unantastbar.”

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: “Wie im Märchen: Lewis Hamilton siegt auf der Rennbahn Ayrton Sennas, dem Idol seiner Jugend. Mercedes erobert den siebten Konstrukteurstitel in Folge und übertrifft Ferrari und Michael Schumacher. Die historische Rückkehr der Formel 1 nach Imola nach 14 Jahren erfolgt an einem Sonntag der geschlossenen Türen, an dem die Wärme der Zuschauer fehlte.”

Corriere dello Sport: “Ciao Ferrari, Mercedes schreibt Geschichte mit dem siebten Konstrukteurstitel in Folge. Hamilton schluckt einen Rekord nach dem anderen, als wären sie Popcorn.”

Corriere della Sera: “Die Mercedes-Feier in Imola für den siebten Konstrukteurstitel endet mit einem großen Fragezeichen. Hamilton muss seinen Vertrag noch erneuern, es bleiben viele offene Fragen. Der Brite droht Mercedes mit dem Rückzug. Die Verhandlungen um die komplexe Vertragsverlängerung scheinen nicht gut zu verlaufen. Lewis verdient 45 Millionen Dollar pro Saison, wegen der Coronakrise sind bestimmte Zahlen jedoch inzwischen außer Reichweite.”

La Stampa: “Hamilton ruiniert das Fest von Mercedes. Er schließt nicht aus, dass er das Team verlassen könnte. In der Formel 1 hat es noch nie einen so erfolgreichen Piloten wie Hamilton und ein so dominierendes Team wie Mercedes gegeben, doch die beiden könnten sich nach dem siebten Konstrukteurstitel trennen. Probleme an der Box zerstören eines der besten Rennen von Sebastian Vettel in diesem Jahr.”

ÖSTERREICH

Kronen-Zeitung: ”Es ist geschafft! Mercedes unter der Führung von Teamchef Toto Wolff schrieb mit dem Doppelsieg durch Lewis Hamilton und Valtteri Bottas in Imola ein weiteres Kapitel Formel-1-Geschichte.”

SCHWEIZ

Blick: ”93. GP-Sieg für Lewis Hamilton bei einem wilden Rennen in Imola – und der 7. WM-Titel der Konstrukteure für Mercedes. Das ist Rekord! Ferrari ist damit abgehängt. Silberpfeil-Teamchef Toto Wolff platzt beinahe vor Stolz.”

SPANIEN

El Mundo Deportivo: “Hamilton dreht im James-Bond-Stil ein Rennen, das verloren schien. Mit dem Doppelsieg in Italien holt sich Mercedes seine siebte Konstrukteurs-WM. Hamilton. Lewis Hamilton. Er schon wieder. Lewis Hamilton 007 – wie die Anzahl der Titel, die er holen wird. Der Brite kann in 14 Tagen in der Türkei mit Michael Schumacher gleichziehen.”

Marca: “Hamilton-Festival in Imola. Mercedes ist unglaublich! Sie haben wieder deutlich unter Beweis gestellt, warum sie erneut die Konstrukteur-WM geholt haben.”

As: “Show von Verstappen, Podium von Renault – und Triumph von Hamilton. Siebte Konstrukteurs-WM für Mercedes in Folge. Das ist die Übermacht der Silberpfeile. Sieg für Hamilton, so wie fast immer. Es gibt nichts Neues von der Formel 1 zu erzählen. Niemand kann das allmächtige Mercedes-Team anhusten. In zwei Wochen steht für Hamilton in der Türkei nur noch eine Pflichtaufgabe bevor.”

Sport: “Es nimmt kein Ende: Mercedes schnappt sich die siebte Konstrukteurs-WM in Folge. Verstappen hat wenigstens etwas Leben in die Bude gebracht, denn sonst gab es wenig Überraschendes. Die Strategie von Hamilton ist wieder mal voll aufgegangen.”

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Wer wird Schumacher-Nachfolger in Imola?

Benvenuto a Imola!

Nach 14 Jahren kehrt die Formel 1 wieder nach Imola zurück und sucht den Nachfolger von Michael Schumacher der 2006 als letzter Formel-1-Pilot auf dieser Strecke triumphieren konnte. (Formel 1: Großer Preis der Emilia Romagna in Imola, ab 13.10 Uhr im SPORT1-Liveticker)

Die beste Ausgangslage für den Sieg 2020 hat Valtteri Bottas. Der Silberpfeil-Pilot setzte sich im Qualifying mit 1:13,609 Minuten auf die Pole Position und verwies damit Lewis Hamilton (1:13,706) auf Rang zwei. Max Verstappen komplettierte in 1:14,176 Minuten das Quali-Podest.

Doch trotz der Bottas-Pole sind alle Augen auf seinen Teamkollegen gerichtet. Zwar kann der Engländer in Imola noch nicht seinen siebten WM-Titel klarmachen, aber bei einem Sieg und einem eventuellen Ausfall Bottas, würde Hamilton nur noch ein Punkt fehlen, um mit Rekordweltmeister Schumacher gleichzuziehen. (SERVICE: Fahrerwertung der Formel 1)

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Allzu optimistisch wirkte Hamilton aber nicht nach dem Qualifying: “Ich bin mir fast sicher, dass das Rennen langweilig wird, weil du hier nirgends überholen kannst.”

Spannend wird es auch sein, wie sich Kimi Räikkönen schlägt. Zwar startet der Kult-Finne nur von Rang 18, ist aber als einziger aktiver Fahrer schon Rennen in Imola gefahren.

Ferrari kämpft um “Best of the Rest”

Für Ferrari gilt es einmal mehr, sich den inoffiziellen Titel des “Best of the Rest” zu sichern. Mit Rang sieben hat Charles Leclerc für dieses Unterfangen die besten Aussichten. Auf den von Rang drei startenden Verstappen hatte der Monegasse im Qualifying nur 0,430 Sekunden Rückstand.

Sebastian Vettel hadert weiter mit seinem Dienstfahrzeug und kämpft darum, wenigstens einige WM-Punkte zu ergattern.

So können Sie den Großen Preis von Portugal LIVE verfolgen: 

TV: RTL, Sky
Stream: TV Now, Sky
Ticker: SPORT1.de und SPORT1 App

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Alonsos Wunsch lässt die Formel 1 brodeln

Ein zweimaliger Formel-1-Weltmeister als Young Driver?

In der Formel 1 brodelt es gerade rund um Fernando Alonso. Im Juli hatte der Spanier angekündigt, 2021 in die Formel 1 zurückzukehren. Um dafür auch adäquat vorbereitet zu sein, scheint ihm und seinem Arbeitgeber Renault jede Möglichkeit willkommen.

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So will der Rennstall Alonso beim Young-Driver-Test in Abu Dhabi fahren lassen. Nach dem letzten Saisonrennen können dort Nachwuchsfahrer ein aktuelles Formel-1-Auto fahren. Wer teilnehmen möchte, darf dabei in seiner Karriere laut Reglement “nicht mehr als zwei Formel-1-WM-Rennen” bestritten haben.

Teams stimmen gegen Alonso

Eine Vorgabe, die auf Alonso wahrlich nicht zutrifft. Auch dass der Spanier bereits 39 Jahre alt ist, scheint das Team nicht zu stören. Aber die Konkurrenz!

Bei der jüngsten Sitzung der Formel-1-Kommission kam das Thema laut motorsport-total.com zur Sprache. Mehrere Teams sollen sich gegen einen Einsatz des zweimaligen Weltmeisters ausgesprochen haben, unter anderem Ferrari, McLaren und Racing Point. 

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Für Renault-Boss Cyril Abiteboul “die üblichen Spielchen. Die meisten Teams sind pragmatischer. Wir hoffen einfach, dass auch die FIA so denkt. Renault tut ja wirklich viel für Nachwuchsfahrer”, so der Teamchef.

Denn auch wenn die Regeln eine Teilnahme Alonsos eigentlich unmöglich machen, ist es dem Weltverband FIA vorbehalten, “Ausnahmen nach eigenem Ermessen zu ermöglichen.”

Seidl hat kein Verständnis für Renault

McLaren-Teamchef Andreas Seidl hätte dafür kein Verständnis. “Fernando ist ein großartiger Rennfahrer mit vielen Erfolgen. Ich sehe aber wirklich nicht, wie er als ‘junger Fahrer’ durchgehen könnte”, betonte Seidl.

Seit seiner Comeback-Ankündigung hat der Spanier bereits wieder für Renault getestet. Im Rahmen eines Filmtages konnte er den aktuellen Renault mit Kilometer-Beschränkung testen. 

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Der 39-Jährige fuhr von 2001 bis 2018 in der Formel 1, 2005 und 2006 wurde er mit Renault Weltmeister. Zuletzt saß er unter anderem bei den 24 Stunden von Le Mans und bei den 6-Stunden von Spa-Francorchamps im WEC-Cockpit.

Mit McLaren und Racing Point wollen übrigens zwei der Teams, die gegen einen Einsatz von Alonso sind, selbst nicht am Young-Driver-Test teilnehmen. Beide Teams haben derzeit keinen jungen Fahrer, der eine derartige Testchance bräuchte.

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Schlechteres Auto als Leclerc? Vettel reagiert

Nach dem Portugal-Grand-Prix hatte Sebastian Vettel für Aufsehen gesorgt.

In TV-Interviews nach dem Rennen formulierte der scheidende Ferrari-Pilot ziemlich unverhohlen, es sei ja “offensichtlich”, dass “das andere Auto”, also das von Charles Leclerc, “deutlich schneller” führe.

Ferrari wollte diese vermeintliche Unterstellung nicht auf sich sitzen lassen. “Die Autos von Seb und Charles sind zweifellos identisch”, betonte Teamchef Mattia Binotto bei Sky Italia.

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Identische Voraussetzungen? Vettel geht davon aus

Vor dem einzigen Training in Imola, bei dem der Heppenheimer die zwölftbeste Zeit fuhr, wurde Vettel erneut angesprochen.

“Ich gehe auch davon aus, das fasst die Situation gut zusammen”, erklärte der viermalige Weltmeister: “Ich fahre das Auto so, wie ich in meiner gesamten Karriere gefahren bin. Ich versuche alles, um so schnell wie möglich zu sein.”

Er versuche, gemeinsam mit den Ingenieuren “daran zu arbeiten und es zu verstehen”. In seiner bisherigen Karriere sei er “immer fähig dazu” gewesen, “das Maximum aus einem Auto rauszuholen.”

Vettel betonte: “In diesem Jahr fehlt etwas. Das Gefühl im Auto stimmt nicht.”  Er glaube nicht, dass er weniger Unterstützung als Leclerc erhalte. “Ich muss davon ausgehen und glauben, dass dies Unsinn ist”, sagte er bei RTL: “Ich vertraue meinem Team und würde ihnen niemals vorwerfen, dass sie etwas absichtlich tun.”

Das wird Vettel von Ferrari vermissen

Zur kommenden Saison wechselt Vettel zu Aston Martin, fünf Rennen bestreitet er noch mit Ferrari.

“Ich werde die Leute und den Spirit vermissen, die Idee von Ferrari, die Legende”, sagte der 33-Jährige: “Ich bin seit Kindertagen ein Fan, natürlich inspiriert durch Michael (Schumacher, Anm. d. Red.).”

Bei Aston Martin erwartet er eine “große Herausforderung. Ab Januar oder Februar werde ich mich in das Projekt stürzen und versuchen, alles zu verstehen, bevor wir testen und Rennen fahren.”

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Hamilton mit Bestzeit im Training – Vettel verpasst Top 10

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat beim verkürzten Rennwochenende in Imola im einzigen freien Training die Bestzeit gesetzt.

Der Mercedes-Star und souveräne WM-Spitzenreiter distanzierte in 1:14,726 Minuten den niederländischen Red-Bull-Piloten Max Verstappen um 0,297 Sekunden. Rang drei ging an Hamiltons finnischen Teamkollegen Valtteri Bottas (+0,492).

Die Formel 1 macht an diesem Wochenende zum 100. Mal in Italien Station, das ist Rekord. Der Nationalrennstall Ferrari dürfte beim Comeback des Traditionskurses in der Emilia-Romagna nach 14 Jahren allerdings kaum für eine Party sorgen – zumal das Rennen wegen der Corona-Lage hinter geschlossenen Türen stattfindet.

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Der Monegasse Charles Leclerc musste sich mit Rang fünf (+0,962) begnügen, Ex-Weltmeister Sebastian Vettel wurde Zwölfter (+1,441).

Neues Format in Imola

In Imola wird ein verkürztes Format getestet. Die traditionellen Freitagstrainings a zweimal 90 Minuten fallen weg, vor dem Qualifying am Samstagnachmittag (14.00 Uhr) und dem Rennen am Sonntag (13.10 Uhr) hatten die Fahrer nur die eineinhalb Stunden am Samstagmorgen, um ihre Boliden abzustimmen. 

Die Formel 1 verspricht sich von der Verknappung der Trainingszeit, die von den Fahrern vorwiegend positiv aufgenommen wurde, einerseits mehr Unvorhersehbarkeit.

Auf der anderen Seite bleibt kaum eine andere Möglichkeit, wenn die Serie noch mehr Rennen im Kalender unterbringen will. Für 2021 ist ein Rekordjahr mit 23 Grands Prix geplant, 2020 stehen im Corona-Notkalender “nur” 17 Rennen.

Mercedes vor WM-Sieg

Bei Mercedes dürften am Sonntagnachmittag unabhängig von einem recht wahrscheinlichen Sieg die Champagnerkorken knallen: Wenn die in diesem Jahr nachtschwarzen Silberpfeile in Imola mindestens elf Punkte erringen, ist ihnen die siebte Konstrukteurs-WM in Folge nicht mehr zu nehmen.

Dies wäre alleiniger Rekord, noch teilt sich Mercedes die Bestmarke mit Ferrari, das in der Ära Michael Schumacher sechsmal von 1999 bis 2004 erfolgreichster Konstrukteur war.

Hamilton kann in Imola noch nicht Weltmeister werden, angesichts von 77 Punkten Vorsprung auf Bottas ist Titel Nummer sieben und damit die Einstellung des Schumacher-Rekords für den 35-jährigen Briten aber nur noch Formsache.

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"Mehr als Technologie": Mercedes für Ferrari-Boss Vorbild

Ferrari-Geschäftsführer Louis Camilleri glaubt fest an die Rückkehr der Scuderia an die Formel-1-Spitze in der derzeitigen Konstellation – allerdings rechnet er mit einem langwierigen Prozess.

“Ich bin davon überzeugt, dass wir über alle Elemente verfügen, um wieder wettbewerbsfähig zu werden. Leider wird das nicht sofort passieren”, sagte Camilleri der Gazetta dello Sport: “In der Formel 1 braucht man Zeit, um Zeit zu gewinnen. Zeit ist der wahre Feind, gegen den wir Tag und Nacht kämpfen.”

Als Vorbild nannte der 65-Jährige den wohl bald siebenmaligen Konstrukteursweltmeister Mercedes: “Mercedes hat Talent und Ressourcen, aber das wesentliche Element des Erfolgs, das uns leider bisher gefehlt hat, sind Stabilität und Ausgewogenheit, die den Teamgeist und die Kreativität stärken.”

Um die Resultate von Mercedes zu erreichen, brauche man “mehr als nur Technologie. Letztendlich ist die Kultur von wesentlicher Bedeutung, die die ganze Organisation durchströmt, von der Basis bis zur Spitze.”

Die Teamleitung sieht Camilleri bei Mattia Binotto weiterhin in guten Händen: “Ich bin mit der Arbeit Binottos und seinen Bemühungen zufrieden, einen wahren Teamgeist, eine konstruktive und transparente Kultur und hohe Standards von Motivation und Engagement in der Scuderia aufzubauen. Wir haben das Talent und die Struktur und investieren die notwendigen Ressourcen, um wieder zu gewinnen.”

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Tür zu für Schumacher bei Alfa Romeo

Es hatte sich angedeutet, jetzt ist offiziell – und für Mick Schumacher bleibt für den Aufstieg in die Formel 1 zur kommenden Saison nun wohl nur noch die Option Haas.

Denn: Kimi Räikkönen wird seine Formel-1-Karriere bei Alfa Romeo fortsetzen. Der Rennstall bestätigte am Freitagmorgen die Entscheidung, weiterhin auf den finnischen Ex-Weltmeister zu setzen, neben dem der Italiener Antonio Giovinazzi das zweite Cockpit behält.

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“Ich freue mich sehr darüber, dass wir eine weitere Saison mit Kimi und Antonio fahren werden”, kommentierte Teamchef Frederic Vasseur die Verlängerung der Verträge bis Ende 2021.

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Konsequenz damit allerdings: Für Mick Schumacher ist die Tür somit zu bei Alfa Romeo, nachdem der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher und Spitzenreiter der Formel 2 zwischenzeitlich als aussichtsreicher Kandidat und zweiter Mann an der Seite von Räikkönen gehandelt worden war.

Landet Mick Schumacher nun bei Haas?

F1-Insider vermuten nun, dass der 21 Jahre alte Schumacher am ehesten bei Haas in Stellung gebracht wird, wo ein kompletter Neuaufbau ansteht.

Im Anflug auf den US-Rennstall – nach Alfa Romeo das zweite Kundenteam von Ferrari – befindet sich auch der russische Fahrer-Rookie Nikita Masepin sowie als weitere Kandidaten dessen Landsmann Robert Schwartzman und Schumachers weiterer Formel-2-Rivale Callum Ilott (England).

Haas hatte in der Vorwoche am Rande des Großen Preises von Portugal die Trennung von Romain Grosjean (Frankreich) und Kevin Magnussen (Dänemark) zum Jahresende bekannt gegeben.

Die Beförderung des von Ferrari geförderten Schumacher in die Königsklasse des Motorsports bleibt ungeachtet der Alfa-Entscheidung dennoch sehr wahrscheinlich.

Spätestens seit Schumachers Nominierung für einen Trainingseinsatz am Nürburgring Mitte Oktober für Alfa Romeo galt der Rennstall unter Sauber-Führung allerdings als Option Nummer eins für den 21-Jährigen.

Räikkönen noch immer in Bestform

Räikkönen wiederum, zwei Jahrzehnte älter als Schumacher, genießt bei Alfa Romeo, wo er zuletzt beim Rennen von Portimão in der ersten Runde furios vom 16. auf den sechsten Platz nach vorne fuhr, noch immer größten Respekt.

“Er ist ein verlässlicher Wert, von dem ich weiß, dass er 100 Prozent aus dem Auto rausholt. Und er ist eine echte Führungspersönlichkeit für die Leute um ihn herum”, so Teamchef Vasseur.

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