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"Muss nehmen, was er bekommt" – Vettel in der Vertrags-Zwickmühle

Wie geht es weiter mit Sebastian Vettel?

Die Zukunft des Ferrari-Piloten beschäftigt nicht nur die Scuderia. Die gesamte Formel 1 ist gespannt, ob der viermalige Weltmeister auch nach Ablauf seines Vertrages Ende 2020 noch für die Scuderia fahren wird.

Dass die Entscheidung über eine mögliche Vertragsverlängerung dabei nicht in der Hand des Deutschen liegt, meinen ehemalige Kollegen. “Ich glaube nicht, dass Vettel in der Entscheidung irgendwas mitzureden hat”, sagte Paul die Resta gegenüber Sky Sports F1.

Viel mehr geht er davon aus, dass Ferrari am Ende bestimmt, ob die Zusammenarbeit mit Vettel fortgesetzt werden soll. “Er muss nehmen, was er bekommt. Und das könnte ihn rausdrängen.”

Einbußen für Vettel

Laut italienischen Medienberichten soll der Deutsche ein erstes Angebot der Scuderia abgelehnt haben. Grund dafür sollen eine zu kurze Laufzeit und eine Gehaltskürzung gewesen sein. Die geschätzten 30 Millionen Euro pro Jahr will das Team aus Maranello demnach nicht mehr bezahlen.

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Die Kombination aus Vettels schwächeren Leistungen in der vergangenen Saison, seinem aufstrebenden Teamkollegen Charles Leclerc und der Coronakrise könnten allerdings für deutliche Kürzungen sorgen.

“Ich wäre nicht überrascht, wenn er große Gehaltseinbußen in Kauf nehmen muss” so Ex-Pilot und F1-Experte Karum Chandhok. “Sie müssen ihm nicht mehr so viel bezahlen.”

Zudem kommt, dass er sich in der ersten Saisonhälfte nicht in Szene setzen konnte. Eigentlich wollte Vettel seine Zukunft bis zum Sommer unter Dach und Fach gebracht haben, doch die Coronakrise behindert alles.

Sainz oder Ricciardo für Vettel?

Nach Meinung von di Resta wäre Ferrari “verrückt”, wenn sie dem Deutschen bereits jetzt einen neuen Vertrag geben würden, noch bevor dieser sein Können im neuen Auto unter Beweis stellen konnte.

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Nach Meinung des Schotten ist Vettel die beste Wahl – wenn er mit dem neuen Ferrari zurecht kommt. Zeigt er allerdings Schwächen, warten bereits andere Fahrer wie Carlos Sainz und Daniel Ricciardo.

Das glaubt auch Karum Chandhok: “Wenn ich wetten müsste, dann würde ich sagen, dass sie Seb wegen der ganzen Umstände noch für 2021 behalten. Und dann könnte ich mir vorstellen, dass sie 2022 auf Carlos setzen.”

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Ecclestone: So viele Rennen gibt es "ohne Probleme"

Der langjährige Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone hält mindestens acht Rennen in diesem Jahr für möglich.

Der neue Besitzer der Motorsport-Königsklasse, Liberty Media, “sollte acht Rennen ohne Probleme haben können”, sagte der 89-Jährige dem englischen Sunday Express. Eine Saison muss mindestens aus acht Grand Prix bestehen, um nach den Vorgaben des Motorsport-Weltverbands Fia als Weltmeisterschaft zu gelten.

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Die Formel 1 selbst plant nach aktuellem Stand mit 15 bis 18 Rennen in der Corona-Krise.

Der Neustart für Sebastian Vettel & Co. soll derzeit am 5. Juli auf dem Red-Bull-Ring von Milliardär Dietrich Mateschitz erfolgen. Auf dem Kurs in Spielberg würden allerdings keine Zuschauer erlaubt sein.

Mateschitz sei dennoch “sehr glücklich”, meinte Ecclestone. Nach Einschätzung des Engländers werde der Red-Bull-Gründer aber keine Startgebühr für das Rennen in Österreich zahlen müssen, “weil er keine Tickets verkaufen kann.”

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Jordans wilde Thesen: "Mercedes steigt aus, Hamilton zu Ferrari"

Ex-Teamchef Eddie Jordan (72) gilt in der Formel-1-Szene als Orakel, seit er Ende 2009 das sensationelle Comeback von Rekordweltmeister Michael Schumacher bei Mercedes prophezeit hat und 2012 Lewis Hamilton überraschenden Wechsel von McLaren zum Silberpfeilteam voraussagte. 

Jetzt ist der Ire, der in der automobilen Königsklasse Kultstatus genießt, überzeugt: Die Formel 1 fährt schwierigen Zeiten entgegen.

“Die Welt hat sich nicht nur wegen Corona extrem verändert, die Werte der Menschen haben sich verschoben”, sagte Jordan zu SPORT1. “Umweltbewusstsein steht ganz oben auf der Liste. Das heißt für die Bosse der Konzerne: Auch sie müssen umdenken.”

Jordan glaubt an Hersteller-Ausstieg

Für den legendären Teamboss, in dessen Rennstall Michael Schumacher im August 1991 in Spa sein Formel-1-Debüt gegeben hat, heißt das: “Ich bin überzeugt, dass Hersteller wie Mercedes, Honda und vielleicht auch Renault die Reißleine ziehen werden und im Laufe der nächsten zwei Jahre ihr Formel-1-Engagement beenden werden.”

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Kehrt die Formel 1 also zurück zu ihren Wurzeln als Rennserie für Privatteams? Und würde tatsächlich auch Seriensieger Mercedes die Königsklasse verlassen?

Spekulationen darüber gab es zuletzt immer wieder, weil die Schwaben den neuen Grundlagenvertrag ab 2021 noch nicht unterschrieben und auch den Vertrag mit Teamchef Toto Wolff noch nicht verlängert haben. 

Jordan ist sich jedenfalls sicher: “Die Mercedes-Führung kann gar nicht anders entscheiden: Sie haben alles erreicht, alles gewonnen. Weitere Erfolge können sie unter den gegebenen Umständen nicht mehr vermarkten. Sie werden ihr Team verkaufen.”

Und er fügt an: “Vielleicht an Lawrence Stroll, der das Ziel hat, mit seinem Sohn und seiner neuen Marke Aston Martin Weltmeister zu werden. Das wird mit seinem aktuellen Racing Point-Team aber schwer.” Jordan muss es wissen: Er hat das Team mit Sitz in Silverstone einst gegründet.

Wie geht Mercedes die Zukunft an?

An einen kompletten Ausstieg von Mercedes glaubt der Ire dagegen nicht. “Ich kann mir vorstellen, dass Mercedes wie früher mit McLaren eine intensivere Partnerschaft eingeht.”

Fakt ist: Ein Motorliefervertrag ab 2021 ist schon in trockenen Tüchern. Von 1995 bis 2009 war McLaren aber nicht nur Kunde, sondern hatte auch Werksteam-Status. Die Autos, mit denen Mika Häkkinen 1998 und ’99 Weltmeister wurde, waren sogar Silber.  

Der Druck auf Mercedes, sein F1-Engagement völlig umstellen zu müssen, wachse auch wegen Hauptsponsor Petronas, meint Jordan: “Die Ölpreise fallen ins Bodenlose, die Mineralölkonzerne können sich deshalb ein Engagement, das pro Jahr im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegt, nicht mehr leisten. Petronas wird deshalb auch aussteigen müssen. Ihr Beitrag reißt dann ein Riesenloch ins Budget.” 

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Nur Ferrari werde weitermachen wie gehabt. “Sie ticken anders”, weiß Jordan. “Bei ihnen fließt Formel-1-Blut in den Adern, deshalb steht die Formel 1 für sie nicht zur Debatte. Ausstiegsdrohungen sind nur Warnschüsse.” 

Die Prophezeiung des F1-Insiders daher: “Zukünftig werden Ferrari, Red Bull und wahrscheinlich wieder McLaren-Mercedes die Säulen der Formel 1 darstellen.”

Alles dreht sich um ein Trio

Das Szenario, das Jordan für die Zukunft malt, hätte auch Auswirkungen auf die drei Superstars der Szene. Er ist überzeugt: “Es dreht sich alles um Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und Max Verstappen.”

Besonders um Vettels Zukunft ranken sich derzeit diverse Spekulationen. Hintergrund: Sein Ferrari-Vertrag endet 2020 – und ein eindeutiges Bekenntnis von Ferrari zum Vierfachweltmeister fehlt noch.

“Vettel kenne ich im Gegensatz zu Lewis Hamilton nicht so gut”, sagt Jordan, “aber meiner Meinung nach hat er keine andere Wahl als aufzuhören oder zu McLaren zu wechseln. Der Zug bei Ferrari ist längst für ihn abgefahren.”

Der überraschende Grund, wenn man dem ehemaligen Schumi-Teamchef und Formel-1-Vorhersager Jordan glauben will: “Lewis wird zu Ferrari wechseln. Nur die Italiener können sich sein Gehalt noch leisten und sie wissen: Er ist es auch wert. Verstappen wird bei Red Bull bleiben und dort versuchen, Lewis zu schlagen. Das wird aber sehr schwer.”

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Von Mercedes ein Auto kaufen? So will Horner die F1 revolutionieren

In Zeiten der Coronakrise bringt Red-Bull-Teamchef Christian Horner revolutionäre Ideen für die Formel 1 ins Spiel.

Um die finanzielle Genesung zu beschleunigen, könnte den kleinen Rennställen die Möglichkeit zum Kauf von Kundenautos gegeben werden, sagte der Brite.

“Dann können sie als reines Rennteam agieren. Sie brauchen nicht diese Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Es ist der schnellste Weg, um wettbewerbsfähig zu sein und ebenso der billigste”, sagte Horner bei Autosport.

Laut Horners Plan könnten die großen Teams ihre Autos auf dem Stand des letzten Saisonrennens an die kleinen Teams für den Einsatz im folgenden Jahr verkaufen.

Horner: “Haben es mit Vettel bewiesen”

“Wenn sie dann als Rennteam funktionieren, können sie auch Rennen gewinnen. Wir haben das bei Toro Rosso und Sebastian Vettel bewiesen, als wir ihnen 2008 effektiv ein Kundenauto geliefert haben”, sagte Horner.

Vettel hatte vor zwölf Jahren für das Red-Bull-Juniorteam beim Großen Preis von Italien seinen ersten Sieg in der Formel 1 gefeiert.

Jedoch gebe es laut Horner diese “Paranoia” in der Formel 1, dass jedes Team auch selbst Konstrukteur sein müsse. “In anderen Rennserien funktioniert es auch, etwa in der MotoGP. Wenn man einen Mercedes, Ferrari oder Red Bull (…) kaufen kann, warum sollte man es nicht tun?”, sagte Horner. 

In der MotoGP gibt es lediglich sechs Hersteller, aber elf Teams.

Horner: Viele Teams kopieren sowieso bereits

“Wenn ich ein kleineres Team leiten würde, dann wäre die schnellste Möglichkeit, mit einem kosteneffizienten Weg konkurrenzfähig zu sein, deinen Hersteller zu kopieren – was in vielen Fällen sowieso schon passiert”, merkt Horner an. So bezieht AlphaTauri viele Teile für sein Auto von Red Bull, bei Haas gibt es eine enge Zusammenarbeit mit Ferrari und bei Racing Point mit Mercedes.

Die derzeitige Coronakrise macht auch der Formel 1 schwer zu schaffen, besonders die Privatteams haben aufgrund der noch immer nicht begonnenen Saison mit finanziellen Einbußen zu kämpfen.

Zuletzt hatte es Diskussionen darüber gegeben, die für 2021 geplante Budgetgrenze in Höhe von 175 Millionen Dollar (rund 159 Millionen Euro) noch weiter abzusenken. Ferrari hatte in Person von Teamchef Mattia Binotto daraufhin mit einem Ausstieg aus der Königsklasse gedroht.

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Brawn bestätigt: Formel 1 plant Doppel-Rennen in Österreich

Um in der Corona-Krise die Formel-1-Saison noch zu retten, hat Sportchef Ross Brawn (65) nun Pläne der Rennserie für ein Doppel-Rennen in Österreich am 5. und 12. Juli bestätigt. Dies sei “eine echte Überlegung”, sagte der Brite im offiziellen Podcast der Königsklasse. Schließlich biete die Rennstrecke in Spielberg gute Möglichkeiten, die Hygiene-Vorschriften zu erfüllen.

Eine der “logistischen Herausforderungen” bestehe darin, “dass alle getestet und freigegeben werden, um das Fahrerlager und die Rennumgebung zu betreten”, sagte Brawn. Wenn dies einmal geschafft sei, sei es für die Formel 1 “sehr attraktiv”, alle Beteiligten wie die Fahrer um Ferrari-Star Sebastian Vettel und Weltmeister Lewis Hamilton (Mercedes) sowie Teammitglieder und anderes Personal “in dieser Biosphäre für ein anderes Rennen zu halten”.

Red-Bull-Motorsport-Berater Helmut Marko (76) hatte zuletzt bei SPORT1 erklärt, wie die Pläne für den Österreich-GP aussehen.

Auch Ungarn-GP ohne Fans

Klar ist, dass der mögliche Saisonauftakt in Österreich ein Geisterrennen ohne Fans werden wird, wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober zuletzt bekräftigte. Auch der für den 2. August geplante Große Preis von Ungarn werde ohne Zuschauer stattfinden, wie der Veranstalter am Freitag mitteilte.

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Die Formel 1 hatte Anfang der Woche einen groben Plan für die Saison, die am 5. Juli in Österreich beginnen soll, bekannt gegeben. Der finale Kalender soll schnellstmöglich veröffentlicht werden.

Brawn sprach auch nun von “massiven” logistischen Herausforderungen, die auf die Formel 1 aufgrund der weltweiten Reisebeschränkungen und anderen verhängten Maßnahmen wegen der Pandemie zukämen. Die Königsklasse unternehme alles in ihrer Macht stehende, um sicherzustellen, dass die Rennen in einem für alle Beteiligten sicheren Rahmen wieder aufgenommen werden könnten.

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Heidfeld: So skrupellos war Schumacher wirklich

Michael Schumacher kannte auf der Strecke keine Freunde. Die Formel-1-Legende versuchte alles, um zu gewinnen, und eckte dadurch auch mit Kollegen an.

“Er war skrupellos, extrem aggressiv, manchmal unfair”, erklärte Nick Heidfeld Formel-1-Podcast Beyond The Grid, ohne konkrete Beispiele zu nennen.

Heidfeld: Schumacher hat “dumme Dinge angestellt”

Schumacher habe auf der Rennstrecke “einige dumme Dinge angestellt, die inakzeptabel waren”, sagte der 42-Jährige, der zwischen 2000 und 2011 in der Königsklasse des Motorsports fuhr.

Dabei hatte Heidfeld, der Fernando Alonso als “besten Fahrer” nannte, gegen den er gefahren sei, wohl Schumachers Crash mit Damon Hill 1994 oder den Rammstoß gegen Jacques Villeneuve drei Jahre später im Sinn.

Heidfeld: Schumacher toller Mensch

Allerdings sei der siebenmalige Weltmeister abseits der Strecke “der netteste Mensch, den du treffen kannst.” Schumacher habe “ein warmes Herz” und sei ein liebevoller Familienmensch.

Im Dezember 2013 erlitt Schumacher bei einem schweren Ski-Unfall ein Schädel-Hirn-Trauma, durch das er sich seitdem in Reha in seinem Haus in der Schweiz befindet.

Über seinen Gesundheitszustand gibt die Familie aus Rücksicht auf die Privatsphäre keine genauen Auskünfte.

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Red-Bull-Boss verrät: So läuft der Start der Formel 1

Die Formel 1 hat Tatsachen geschaffen.

Am Montag kündigten die Verantwortlichen an, mit dem Großen Preis von Österreich in die neue Saison starten zu wollen. Jetzt nehmen auch die Rahmenbedingungen für den geplanten Saisonauftakt am 5. Juli auf dem Red Bull-Ring in Spielberg konkrete Formen an.

“Wir sind schon bereit”, kündigt Red-Bull-Motorsport-Berater Helmut Marko (76) bei SPORT1 an, “obwohl wir auch noch die Möglichkeit hätten, bis drei Wochen vor dem ersten Rennwochenende zu reagieren.”

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Vorlaufzeit dringend nötig

Soll heißen: Später als Mitte Juni kann Red Bull als Veranstalter des GP von Österreich das erste der beiden geplanten Auftaktrennen nicht mehr auf die Beine stellen. Marko: “Das würde sich dann mit der Organisation nicht mehr ausgehen. Alleine die Streckenposten brauchen diese Zeit des intensiven Trainings.”

Fest steht jetzt: Nur das Fernsehteam von Rechteinhaber Liberty darf vor Ort berichten. RTL, die Sky-Gruppe und Co. müssen mit den Bildern leben, die von F1-TV geliefert werden. Training und Rennen kann jeder vom Studio aus kommentieren. VIPs, Zuschauer und Vertreter von Printmedien dürfen ebenfalls nicht an den Red Bull-Ring. Teammitglieder werden auf die Mindestanzahl von 60 bis 80 Personen reduziert. So schrumpft der F1-Tross auf rund 1000 Menschen.

Marko: “Es geht nicht anders, da Liberty die Anzahl der Personen vor Ort so gering wie möglich halten will. Das alles gehört zu jenem vernünftigen Mut dazu, der uns überhaupt veranlasst hat, die Doppelrennen trotz des Schockzustandes, in dem sich im Prinzip die ganze Welt wegen der Corona-Pandemie befindet, anzugehen.”

Fahrer dürfen nicht nach Hause 

Dazu gehören auch: strenge Sicherheitsvorkehrungen an der Strecke. Das Tragen von Atemschutzmasken ist Pflicht, das Einhalten des Mindestabstands von zwei Metern ebenso. Jedes Team bekommt ein eigenes Hotel und eigene Autos (auch Kleinbusse) zugewiesen. Die jeweilige Unterkunft darf man nur zum Zweck der Hin- und Rückfahrt zu und von der Rennstrecke verlassen.

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Das eigene Reisebüro von Liberty (Formula One Travel) kümmert sich um die genauen Belegungspläne. Ein Teil der Hotels rund um den Red Bull-Ring gehört Red Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz selbst. Die Beschränkungen gelten auch für die Fahrer. Zwischen dem Auftaktrennen und dem zweiten Lauf am 12. Juli, der auch auf dem Red Bull-Ring stattfinden soll, dürfen Fahrer und Teammitglieder nicht nach Hause.

Marko: “Am Donnerstag nach dem Auftaktrennen geht es an der Strecke wieder mit Fernsehterminen und Teammeetings los. Den Montag, Dienstag und Mittwoch davor müssen sich die Menschen der einzelnen Teams mit sich selbst beschäftigen und in ihrem jeweiligen Hotel bleiben. Ganz ohne Kasernierung geht es eben nicht. Es wäre viel zu aufwändig und kompliziert, jedes Mal einen neuen Corona-Test machen zu lassen. Denn der ist bei der Anreise Pflicht. Nur wer ein negatives Ergebnis nachweisen kann, kommt überhaupt nach Österreich rein.”

F1-Teams reisen getrennt an

Auch bei der Anreise sollen die verschieden Interessensgruppen unter sich bleiben. Geplant sind Chartermaschinen aus England (z.B. für Red Bull Racing, McLaren, Mercedes, Racing Point) und Italien (Alpha Tauri, Ferrari, Pirelli), die entweder auf dem vom Red Bull-Ring circa 50 Kilometer entfernten Flughafen von Graz landen können oder auf dem nur fünf Kilometer entfernten Militärflugplatz in Zeltweg.

Marko kümmert sich gerade um eine Sondergenehmigung, dass der Militärflughafen über den Zeitraum der beiden Rennwochenenden auch von zivilen Maschinen genutzt werden darf.

Allein: Der Red Bull-Motorsportchef ist guter Dinge, dass alles klappt. Nur eins könne die beiden Auftaktrennen noch verhindern. Marko: “Wenn die Zahl der Infizierten in den nächsten Wochen wieder drastisch ansteigen sollten, dann können wir nichts machen. Das liegt nicht in unserer Macht.”

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Überraschende Wende: F1-Comeback in Hockenheim "denkbar"

In Hockenheim hatte man sich bereits eingestellt auf Jahre ohne Formel-1-Spektakel. Und für diesen Sommer sogar auf die Coronakrise kreativ reagiert: Ab Anfang Mai wird die Traditionsrennstrecke zum Autokino – nun könnte aber ausgerechnet die Pandemie dafür sorgen, dass Hockenheim seine Tore schon 2020 auch für die Königsklasse wieder öffnet.

“Denkbar ist alles, wenn es wirtschaftlich sinnvoll und im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben ist”, sagte Hockenheim-Geschäftsführer Jorn Teske am Dienstag dem SID. Und reagierte damit auf einen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die hatte erfahren, dass das Formel-1-Management (FOM) beim Versuch, diese Saison irgendwie zu retten, auch in Hockenheim angefragt hat.

“Es ist richtig, dass wir uns immer wieder mit Vertretern der Formel 1 im lockeren Austausch befinden”, sagte Teske dazu: “Und natürlich sprechen wir dabei auch über die Auswirkungen der Coronakrise auf den Kalender der Formel 1.” Sollte es nun konkret werden, stünde die Strecke in der Kurpfalz “dafür gerne bereit”.

Hockenheim fliegt aus Rennkalender

Im vergangenen Jahr noch hatte die Königsklasse in Hockenheim Halt gemacht. In diesem Jahr war Deutschland dann aber aus dem Kalender geflogen, weil die Ringe-Macher die hohen Antrittsgelder nicht mehr zahlen konnten und wollten.

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Doch die Vorzeichen haben sich geändert. Den Rechteinhabern der Formel 1 geht es längst nicht mehr nur um die Einnahmen, die sie von den Strecken bekommen. Schon zehn der ursprünglich 22 Rennen wurden wegen der Coronakrise abgesagt oder verschoben. 

Geplanter Saisonstart in Österreich

Um nun wenigstens den TV-Partnern ein wertiges Produkt bieten und damit Geld verdienen zu können, will man in diesem Jahr irgendwie noch auf 15 bis 18 WM-Läufe kommen. Die Lösung sollen zunächst Geisterrennen ohne Zuschauer sein, am 5. Juli soll es in Österreich losgehen.

Bis Anfang September sollen weitere Rennen in Europa folgen – und hier könnte auch die Option Hockenheim interessant werden. Der Zeitfaktor sei im Falle eines Geisterrennens nicht allzu kritisch, Hockenheim würde “nicht viel” Vorlauf benötigen, sagte Teske: “Aber auch in diesem Fall müssten viele Fragen geklärt und der zum Tag X geltende gesetzliche Rahmen berücksichtigt werden.”

Klar sei allerdings, “dass wir nicht die einzige Strecke sind, mit der die Formel 1 sprechen kann”, sagte Teske und unterstrich zudem wie schon in den vergangenen Jahren: “Wir werden für die Formel 1 nicht ins wirtschaftliche Risiko gehen. Wir können es uns nicht leisten, Geld zu verlieren – in diesen Zeiten erst recht nicht.”

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Hamilton richtet emotionalen Appell an die Menschheit

Seit Lewis Hamilton acht Jahre alt war, befand sich der Formel-1-Star laut eigener Aussagen zu diesem Zeitpunkt des Jahres stets mitten in der Saison. Doch die Corona-Krise verhindert die Ausübung von Motorsport.

“Wenn du eine Sache so sehr liebst und lebst, dann hinterlässt es schon ein sehr tiefes Loch, wenn sie nicht mehr da ist”, offenbarte Hamilton in einem bemerkenswerten Statement auf seinen Social-Media-Kanälen, das er auch zu einem eindringlichen Appell an die Menschheit nutzte.

“Lasst uns anders aus dieser Krise herausgehen als wir hineingegangen sind”, schrieb der sechsmalige Weltmeister: ”Lasst uns mit besserem Wissen über unsere Welt herausgehen, lasst uns unsere persönlichen Entscheidungen und Gewohnheit verändern.”

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Hamilton fordert mehr Bewusstsein

Hamilton ist bekannt dafür, gerne mal grundliegende Dinge, die Menschen auf der ganzen Welt beschäftigen, anzusprechen. Angesichts der massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie äußert sich der Brite aber außergewöhnlich ausführlich.

“Wir haben aktuell alle Zeit der Welt, um über unser Leben, unsere Entscheidungen, unsere Ziele, unsere Karriere und die Menschen um uns herum nachzudenken”, führte der 35-Jährige weiter aus. Diese Chance müsse man nutzen – auch um etwas Positives aus der Situation mitzunehmen.

Vor allem gelte es einige Begleitumstände der Krise zu würdigen, so Hamilton weiter: “Der Himmel über unseren Köpfen sieht heute viel klarer aus. Es werden weniger Tiere für uns getötet, einfach weil unser Bedarf zurückgegangen ist und jeder zuhause ist.”

Saisonstart der Formel 1 voraussichtlich im Juli

Jeder einzelne solle “freundlicher, großzügiger, dankbarer und fürsorglicher mit unserer Welt und mit den Menschen umgehen”, forderte der Mercedes-Pilot.

Allzu lang scheint Hamilton aber nicht mehr Zeit zu haben, sich über die Welt den Kopf zu zerbrechen. Am 5. Juli plant die Formel 1, ihre Saison 2020 in Spielberg zu starten.

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Formel 1 startet im Juli – Enttäuschung für Hamilton

Ein Red-Bull-Heimspiel in Österreich zum Auftakt, das Aus für den Großen Preis von Frankreich: Mit einem Rennen am 5. Juli in Spielberg will die Formel 1 nach zahlreichen durch die Coronakrise erzwungenen Verschiebungen in die Saison starten. Dies bekräftigte Formel-1-Boss Chase Carey kurz nach der Absage des Frankreich-Grand-Prix am Montag.

Der finale Kalender soll schnellstmöglich veröffentlicht werden. Einige Rahmendaten verkündete Carey aber bereits: Nach dem Start in Österreich sollen bis Anfang September Rennen in Europa stattfinden, die ersten davon vermutlich ohne Zuschauer an der Strecke.

Ab September nach Eurasien, Asien und Amerika

Im September, Oktober und November soll der Formel-1-Zirkus nach “Eurasien, Asien und den amerikanischen Kontinent” weiterziehen.

Zum Abschluss stehen im Dezember das Nachhol-Rennen in Bahrain sowie das Finale in Abu Dhabi an. 15 bis 18 Rennen sollen so bis Jahresende durchgeführt werden.

Zu einem möglichen historischen Doppelschlag in Österreich äußerte sich der Formel-1-Boss nicht. Spekuliert wird über ein zweites Rennen in Spielberg am 12. Juli.

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Castellet fällt Corona zum Opfer

Fest steht dagegen das Aus für den Grand Prix in Frankreich, der ursprünglich am 28. Juni hätte stattfinden sollen. Das Rennen in Le Castellet wäre nach dem regulären Plan eigentlich das zehnte der Saison gewesen – die davor angesetzten Rennen waren bereits abgesagt worden.

Grund für den erwarteten Schritt sind die allgemeinen Restriktionen der Regierung zur Eindämmung der Pandemie. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hatte alle Großveranstaltungen bis Mitte Juli verboten.

Carey sprach von einer “Enttäuschung” für die Fans und alle Beteiligten, man stehe jedoch voll hinter den Entscheidungen der französischen Behörden.

Ähnlich äußerten sich die Verantwortlichen des Grand Prix. Die Gesundheit und Sicherheit der Zuschauer und aller involvierter Personen habe Priorität.

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Hamilton-Heimspiel als Geisterrennen

Klar ist auch, dass das aktuell für den 19. Juli geplante Heimspiel von Weltmeister Lewis Hamilton in Silverstone aufgrund der Corona-Krise nur als Geisterrennen stattfinden kann. Darüber informierten die Veranstalter die Ticketkäufer des Großen Preises von Großbritannien.

“Ich bin extrem enttäuscht, dass ich sagen muss, dass es für uns unmöglich ist, den diesjährigen Grand Prix vor Fans in Silverstone durchzuführen”, schrieb Streckenchef Stuart Pringle. Man habe sich diese Entscheidung so lange wie möglich offen gehalten, müsse diesen Schritt aber nun gehen.

Das Rennen auf der Strecke in Le Castellet wäre nach dem regulären Plan eigentlich das zehnte der Saison gewesen – die davor angesetzten Rennen waren bereits abgesagt worden.

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