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Schluss mit Luxus: So bescheiden wird der F1-Neustart

Das klingt alles ziemlich spartanisch: Mit einem Mini-Aufgebot, viele weniger Luxus und weiteren drastischen Sicherheitsmaßnahmen hofft die Formel 1 auf einen Neustart in der Corona-Krise.

“Natürlich werden die Überprüfungen, Testungen und Beschränkungen ziemlich drakonisch sein”, sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner dem Fachmagazin Autosport über den angepeilten Auftakt Anfang Juli in Österreich: “Wenn sie aber dem Sport erlauben, wieder zu starten, wird das eine Blaupause für nachfolgende Kurse sein.”

Die Formel 1 plant derzeit mit einer Rückkehr auf die Rennstrecke am 5. Juli auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg. Es würden keine Fans auf dem Gelände erlaubt sein.

15 bis 18 Rennen bis Jahresende geplant

Eine Woche später soll gleich der zweite Grand Prix ebenfalls in Österreich ausgetragen werden. Insgesamt wollen die Formel-1-Bosse zwischen 15 und 18 WM-Läufe in den Kalender zwängen.

Auf ihre lieb gewonnenen und teilweise hipp-luxuriösen Motorhomes werden die Teams dann vorerst verzichten müssen – manches dürfte eher wie Jugendherberge daherkommen denn stylischer Komfortzone. 

Mehr noch: Der österreichische Formel-1-Fahrerchef Alexander Wurz (69 WM-Läufe) träumt in seiner Heimat sogar öffentlich von einer eigenen Corona-App. “Während des Aufenthaltes könnten ja alle in den nahe liegenden Hotels ihre Betten alleine machen. So würde man den Kontakt minimieren”, wird er vom Schweizer Blick zitiert.

F1-Boss Brawn: So isolieren wir

Formel-1-Direktor Ross Brawn gab beim britischen Sender Sky Sports noch weitere Einblicke.

“Wir müssen eine Umwelt schaffen, die selbst eine kleine Blase der Isolation ist”, erklärte der 65-Jährige. “Die Teams bleiben in ihrer eigenen Gruppe, sie werden sich nicht mit anderen Teams mischen. Und sie werden in ihren Hotels bleiben”, betonte Brawn.

Zudem werde jeder vorher getestet, nur wer die Erlaubnis bekommt, darf ins Fahrerlager. Die Zahl ist begrenzt, ins Details ging Brawn nicht.

Alle zwei Tage sollen sie aber erneut auf das Virus Sars-CoV-2 getestet werden, der auch die Formel 1 zum Stillstand gebracht hat.

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Keine VIP-Besucher im Fahrerlager

Die ersten zehn Saisonläufe der Königsklasse bis Ende Juni wurden schon abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben. Ein Neustart in Spielberg sei nur mit einem schlüssigen Sicherheitskonzept möglich, hatte Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober vor Kurzem gesagt. 

“Nur unter strikten, strengen Bedingungen werden wir solche Veranstaltungen zulassen und natürlich, ich glaube das versteht sich in der Situation von selbst, ohne Massenpublikum”, so der Grünen-Politiker.

Horner sprach davon, dass die Zahl der Teammitglieder auf jeweils höchstens 80 begrenzt werde. Sie müssen auch alle zusammen reisen, erzählte der frühere Teamchef von Sebastian Vettel.

Das Fahrerlager würde also erheblich begrenzt werden, unter anderem VIP-Besucher würde es auch nicht geben.

Was passiert an den Landesgrenzen?

“Wir müssen natürlich alle auch erst einmal schauen, wie wir aus unseren Heimatländern rauskommen und auch wieder rein nach so einer Rennwoche. Aber ich denke, die Vorbereitungen sind ziemlich weit fortgeschritten, gleichzeitig müssen wir abwarten, was in den nächsten Wochen passiert”, sagte der deutsche McLaren-Teamchef Andreas Seidl den TV-Sendern RTL/ntv.

Sieben von zehn Rennställen haben ihre Fabriken in England. Ferrari und Alpha Tauri besitzen Zentralen in Italien, Alfa-Romeo-Sauber in der Schweiz.

Eine Einreise der Teammitglieder nach Österreich würde nur mit einem negativen Test auf den Erreger Sars-CoV-2 erlaubt werden.

“Die ganze Situation ist nach wie vor sehr dynamisch und kann sich täglich ändern”, mahnte Seidl: “Wir sind im Moment in enger Abstimmung mit den anderen Teams und der Formel 1, um ein detailliertes Konzept auszuarbeiten, wie wir dieses Rennwochenende oder diese Rennwoche in Österreich fahren würden.”

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McLaren-Teamchef: F1 ohne Sonderrolle

Nach Seidls Einschätzung darf die Formel 1 bei den erforderlichen Tests jedoch keine Sonderrolle einnehmen.

“Es wird wichtig sein, dass wir diese Rennwoche nur dann durchziehen, wenn sichergestellt ist, dass in den einzelnen Ländern genügend Tests vorhanden sind, genug Equipment, um erst einmal die Bevölkerung zu beschützen und zu versorgen”, meinte der 44-Jährige.

Und weiter: “Es wäre nicht verantwortlich, wenn wir hier Gesundheitsmaterial und -ressourcen verbrennen würden, und gleichzeitig im Land die Versorgung für die Bevölkerung noch nicht sichergestellt ist.”

Am Donnerstag wurde bekannt, wie stark die Formel 1 durch Corona gebeutelt wird. Liberty Media beziffert den finanziellen Verlust auf über 200 Millionen Dollar – nur für das erste Quartal 2020.

Umso wichtiger wäre es für die Königsklasse, wenn die Motoren ab Juli wieder dröhnen. Wenn auch unter ganz anderen Umständen.

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Corona kostet Formel 1 200 Millionen Dollar

Die Formel-1-Besitzergesellschaft Liberty Media beziffert den durch die Corona-Pandemie entstandenen Schaden für die Formel 1 auf mehr als 200 Millionen Dollar für das erste Quartal des Jahres.

Die ersten zehn Rennen der noch nicht begonnenen Saison sind entweder abgesagt oder verschoben worden. Der Start der WM soll am 5. Juli im österreichischen Spielberg erfolgen.

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Die Einnahmen in den ersten drei Monaten des Jahres gingen auf 39 Millionen Dollar zurück, im gleichen Zeitraum 2019 waren es noch 246 Millionen. Dies bedeutet einen Rückgang von 84 Prozent. Der operative Verlust betrug 137 Millionen Dollar gegenüber 47 Millionen im Vorjahr.

“Die Formel 1 hofft derzeit, im Juli zu starten und bis Dezember 15 bis 18 Rennen fahren zu können”, heißt es in einer Erklärung von Liberty, das die Königsklasse des Automobilsports 2017 übernommen hatte. Liberty generiert die Einnahmen in erster Linie aus den Antrittsgeldern der Rennveranstalter, den TV-Einnahmen und den Sponsoren.

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Sorgt Corona für Formel-1-Comeback in Hockenheim?

Die Formel 1 erwägt bei der Planung einer verkürzten Saison auch die Aufnahme von bislang nicht vorgesehenen Strecken in den Rennkalender. Das bestätigte Chase Carey, Leiter des Vermarkters Liberty Media, am Donnerstag in einer Telefonkonferenz.

“Wir führen Gespräche mit allen Veranstaltern sowie mit einigen Rennstrecken, die derzeit nicht auf dem Zeitplan für 2020 stehen, um sicherzustellen, dass wir alle Optionen in Betracht ziehen”, sagte er.

“Wir müssen herausfinden, wo wir die Rennen veranstalten können und wie wir das notwendige Personal und die Ausrüstung an diese Orte transportieren können”, sagte Carey. Diesbezüglich arbeite man mit dem Automobil-Weltverband FIA, örtlichen Behörden und anderen Experten zusammen, um “eine sichere Arbeit und Unterbringung zu ermöglichen”.

Spekulationen über Comeback auf dem Hockenheimring

Zuletzt war bereits über ein Comeback auf dem Hockenheimring spekuliert worden. Nach Informationen der FAZ hat das Management der Rennserie FOM auf der Suche nach Strecken für eine verkürzte Saison auch in Hockenheim angefragt. Jorn Teske, Geschäftsführer der Traditionsrennstrecke, hatte dem SID gesagt, dass man “nicht viel” Vorlauf für die Durchführung benötige.

“Wir sind dabei, einen Kalender mit zusätzlichen Rennen in Europa bis Anfang September fertigzustellen”, sagte Carey. “Wir planen dann Rennen in Asien und Amerika im September, Oktober und November, bevor wir im Dezember am Golf in Bahrain und Abu Dhabi ins Ziel kommen. Wir hoffen, einen Kalender mit 15 bis 18 Rennen organisieren zu können.”

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Aufgrund der Coronakrise wurden mittlerweile zehn der ursprünglich 22 Rennen abgesagt oder verschoben. Die Formel 1 plant nun, ohne Zuschauer in die Saison zu starten, am 5. Juli soll es in Österreich losgehen.

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Surer: Dank Hamilton könnte Vettel bald im Mercedes landen

Die Formel 1 befindet sich in der Warteschleife, Anfang Juli soll die Saison im österreichischen Spielberg und ohne Zuschauer starten.

Dennoch wird schon jetzt über die kommende Saison diskutiert, zahlreiche Verträge von Topstars laufen am Saisonende aus. Vor allem die Zukunft von Sebastian Vettel ist offen, ein Ferrari-Verbleib hängt auch am Gehalt.

Der frühere Formel-1-Pilot Marc Surer (68) rät dem Deutschen im SPORT1-Interview zu einem Wechsel zu Mercedes und glaubt, dass Weltmeister Lewis Hamilton schon bald seine Karriere beenden könnte. Außerdem spricht der TV-Experte über die aktuelle Lage und die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise in der Formel 1. 

SPORT1: Herr Surer, wie hat sich die Corona-Pandemie für Sie geschäftlich ausgewirkt?

Marc Surer: Ich bin vom Schweizer Fernsehen für zehn Rennen, bei denen ich als Experte vor Ort die Formel 1 erklären soll, engagiert worden. Das heißt, ich habe bis jetzt schon die Hälfte davon verloren. Ich muss jetzt abwarten, ob das wieder aufgefangen wird – etwa durch zukünftige Analysen vom Studio aus.

Formel 1 soll in Spielberg starten

SPORT1: Red Bull nahm die Dinge in die eigene Hand und hat ein Konzept vorgestellt, unter welchen Maßnahmen Rennen gefahren werden können. Jetzt laufen die Vorbereitungen für die zwei ersten Saisonrennen Anfang Juli in Spielberg. Wie bewerten Sie das Engagement der Österreicher?

Surer: Auf jeden Fall positiv und mit einer klaren Ansage für die Formel 1. Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz muss sogar viel Geld in die Hand nehmen, denn ohne Zuschauer fehlen Red Bull als Veranstalter wichtige Einnahmen. Ich bin beeindruckt.

SPORT1: Wie tief ist die Formel 1 durch Corona in die Krise gestürzt?

Surer: Sagen wir mal so, dem Vermarkter Liberty fehlen zwar die Zuschauer an der Strecke – aber dadurch, dass gefahren wird, werden sowohl Fernseheinnahmen als auch der Beitrag der Sponsoren in die Kassen gespült. Richtig getroffen hat es die kleinen Teams. Denen fehlt das Geld an allen Ecken und Enden. Denen muss man jetzt helfen, um sie vor einem möglichen Bankrott zu bewahren. Da muss Liberty was tun.

Haas, Williams und Alfa Romeo in Gefahr?
 
SPORT1: Welche Teams meinen Sie?

Surer: Ganz oben Haas. Gene Haas hat die Formel 1 nicht nötig, er macht es aus purer Leidenschaft. Aber nur bis zu einer gewissen Grenze. Wenn er es sich nicht mehr leisten kann, wird er sicher den Stecker ziehen. Dann rechne ich Williams dazu und das ehemalige Sauber-Team, das jetzt Alfa Romeo heißt, aber noch die gleichen Besitzer hat. Sogar Red-Bulls “B”-Team Alpha Tauri sehe ich gefährdet, denn Mateschitz wird es mit Sicherheit nicht weiterführen, wenn es nur rote Zahlen schreibt. McLaren, Renault und Racing Point – die im nächsten Jahr als Aston-Martin-Werksteam antreten – sehe ich im Mittelfeld der Finanzkraft. Über die drei Großen Mercedes, Red Bull und Ferrari muss man sich sicherlich keine zu großen Sorgen machen.

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SPORT1: Was muss die Formel 1 tun, um nach der Krise gut aufgestellt zu sein?

Surer: Die Budgetbeschränkungen sind extrem wichtig und auch gut kontrollierbar. Wenn man neue Teams will, muss man ihnen die Formel 1 finanziell schmackhaft machen und darf nicht von ihnen verlangen, für zig Millionen ein eigenes Auto zu entwickeln, für das man einen sündhaft teuren Windkanal braucht. Das Haas-Modell ist schon ein gutes Konzept. Die kaufen ja bei Ferrari alle Teile ein, die vom Reglement her erlaubt sind. Sie müssen beispielsweise kein Lenkrad selbst entwickeln und sparen so viel Geld. Ich würde aber sogar noch weitergehen: Warum erlaubt man es nicht, beispielsweise einen Vorjahres-Mercedes zu kaufen und diesen dann einzusetzen? Ein neues Team würde damit zwar nicht gewinnen können, aber es wäre für relativ wenig Geld gut aufgestellt und würde bestimmt nicht willenlos hinterherfahren. 

SPORT1: Rein sportlich: Mit welchen Kräfteverhältnissen kann man beim Saisonauftakt rechnen?

Surer: Es wird ähnlich sein wie beim Wintertest in Barcelona. Mercedes und Red Bull wirkten dort am stärksten, während Ferrari hinterherhinkte. Das Problem ist, dass man seither keine wichtigen Daten bekommen hat, um das Auto zu verbessern. Ein Simulator, so gut er auch sein mag, kann die Praxistests auf der Strecke einfach nicht ersetzen. Bei Ferrari kommt erschwerend hinzu: Sie haben das erste Mal ein Auto gebaut, das nach Vorbild von Red-Bull-Designer Adrian Newey leicht angestellt ist. Sie verlieren Speed auf der Geraden, waren dafür durch mehr Abtrieb in den Kurven schneller als im Vorjahr. Ein solch extremes neues Konzept braucht aber eine Menge Zeit und Erfahrung auf der Strecke, um es richtig zu verstehen. Sie werden sicher einige Rennen dafür brauchen.

Marc Surer rät Sebastian Vettel zu Mercedes-Wechsel

SPORT1: Wie sehen Sie die Zukunft von Sebastian Vettel?

Surer: Für mich wäre es ideal, eine Traumvorstellung sozusagen, wenn er zu Mercedes wechseln würde. Bei Ferrari sehe ich keine große Zukunft mehr für ihn. Es würde zwar wie eine Flucht vor Charles Leclerc aussehen, aber wenn es bei Mercedes mit dem Titel klappen würde, wäre das schnell vergessen. Für Mercedes würde sich eine Verpflichtung von Vettel im Erfolgsfall ebenfalls lohnen. Denn sie könnten dann endlich einen deutschen Weltmeister vermarkten. Der letzte, Nico Rosberg, ist ja sofort nach dem Titelgewinn zurückgetreten.

SPORT1: Steht Vettel bei Mercedes nicht Superstar Lewis Hamilton im Weg?

Surer: Das glaube ich nicht. Ich habe den Eindruck, dass er das Handtuch schmeißt und aufhören wird, sollte er den nächsten Titel gewinnen. Er motzt in letzter Zeit einfach zu viel über das Auftreten und das gesamte Umfeld der Formel 1. Deshalb habe ich diesen Eindruck gewonnen.

Surer: Die anderen sind nur Mitläufer

SPORT1: Wer sind die Fahrer, die Ihrer Meinung die Königsklasse prägen und damit Lebenselixier für die Fans sind?

Surer: Ich sehe vier Superstars, um die sich alles dreht: Lewis Hamilton, Sebastian Vettel, Max Verstappen und Charles Leclerc. Die anderen sind mehr oder weniger nur Mitläufer und müssen sich hinten anstellen.
 
SPORT1: Als ehemaliger Motorsportchef von BMW wissen Sie sehr genau, wie Automobilkonzerne ticken. Können sich Mercedes und Co. in der momentanen angespannten Situation und beim umweltorientierten Zeitgeist finanziell und vom Image her die Formel 1 überhaupt noch leisten?

Surer: Imagemäßig auf jeden Fall. Gerade mit ihren Hybridmotoren zeigen sie, wie innovativ sie sind und zukunftsorientiert. Die Elektromotoren werden während der Fahrt aufgeladen, da sind sie der Zeit weit voraus. Wenn dann der Biosprit noch kommt, ist es perfekt.

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Weber wünscht sich "Schumi-Duell" in Formel 1

Michael Schumachers ehemaliger Manager Willi Weber träumt von der Schlagzeile “Schumi III gegen Schumi IV” in der Formel 1.

“Das wäre allerdings geil. Das wäre zu schön, dass noch zu erleben”, sagte der 78-Jährige dem Express. Derzeit machen sowohl Mick Schumacher, Sohn des Formel-1-Rekordweltmeister Michael, als auch Ralf Schumachers Filius David Karriere im Motorsport. 

“Ich drücke beiden die Daumen. Ich würde mich wirklich freuen, sie bald auf der Strecke sehen zu dürfen”, sagte Weber. 

Mick Schumacher (21) fährt seit 2019 in der Formel 2. Sein Cousin David Schumacher (19) hatte sich 2019 mit vier Siegen in der Formula Regional European Championship für höhere Aufgaben empfohlen.

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Häkkinen: Davon hängt Vettels F1-Zukunft ab

Der ehemalige Weltmeister Mika Häkkinen (51) traut Sebastian Vettel (32) grundsätzlich noch eine lange Formel-1-Zukunft zu.

“Ich glaube, Sebastians Zukunft hängt einzig und allein von seiner persönlichen Motivation ab. Vom Alter her kann er noch viele Jahre mitfahren. Wenn Sebastian nach dieser Saison also weitermachen will, dann wäre er eine große Verstärkung – für jedes Team”, sagte der zweimalige Weltmeister im Interview dem Nachrichtenportal t-online.de.

Vettels Vertrag bei Ferrari läuft Ende dieses Jahres aus. Beide Parteien sind an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert. Allerdings gilt wohl die Vertragsdauer als ein Knackpunkt.

Vor dem für den 5. Juli erhofften Neustart in Österreich hält Häkkinen Titelverteidiger Lewis Hamilton im Mercedes für den WM-Favoriten. “Er ist ein sehr reifer Fahrer, er macht wenig bis gar keine Fehler, kennt sein Auto in- und auswendig und lernt immer noch weiter dazu”, befand der Finne, der im McLaren-Mercedes seine Titel holte.

“Wenn Mercedes ihm wieder so ein schnelles und zuverlässiges Auto stellt, dann wird es für den Rest des Feldes ganz, ganz schwer.”

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Geht Ferrari jetzt auf die Barrikaden?

Im Kampf um Macht und Millionen redete Ross Brawn Klartext. Und ausgerechnet Ferrari, Brawns alte große Liebe, dürfte über die Ansage des Formel-1-Sportchefs alles andere als begeistert sein.

Denn: Die Etats der Teams für das nächste Jahr sollen nun sogar auf maximal 145 Millionen Dollar (knapp 134 Millionen Euro) zusammengestrichen werden – und schrittweise weiter sinken. Für diesen Fall hatte der Rennstall von Sebastian Vettel (Heppenheim) sogar schon mit einem Ausstieg gedroht.

“Wir haben bei 175 Millionen angefangen, das war schon ein langer Kampf, dorthin zu kommen. Mit der aktuellen Krise werden wir nun bei 145 Millionen beginnen und die Diskussion wird sein, wie weit wir es in den kommenden Jahren noch absenken können”, sagte Brawn, der einst Michael Schumacher zu seinen sieben WM-Titeln geführt hatte, dem britischen TV-Sender Sky.

Brawn kündigt Anpassung der Preisgelder an

Zudem verkündete der 65-Jährige nach einem Krisengespräch mit Formel-1-Boss Chase Carey und Weltverbands-Präsident Jean Todt noch: “Das neue Abkommen wird beim Thema Preisgeldverteilung erheblich gerechter sein.”

Brawn macht in der Coronakrise also Druck, die Formel 1 soll durch die Reformen finanziell nachhaltiger werden und sportlich für mehr Chancengleichheit sorgen. Doch bei der stolzen Scuderia dürften die Ankündigungen nicht gerade Begeisterungsstürme ausgelöst haben, schließlich geht es bei den Italienern um lieb gewonnene Privilegien.

Über vereinbarte Sonder-Boni etwa landete Ferrari in der Preisgeld-Rangliste auch in sportlich mauen Zeiten trotzdem immer sehr weit vorne, im Kampf mit Mercedes soll das Budget des Rennstalls zuletzt auf über 450 Millionen Dollar angewachsen sein.

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Ferrari drohte indirekt mit F1-Ausstieg

Kein Wunder, dass Ferrari zuletzt wieder einmal mit dem Ausstieg aus der Königsklasse kokettierte. 145 Millionen seien eine “neue und anspruchsvolle Forderung”. Diese “Grenze kann nicht erreicht werden, ohne weitere erhebliche Opfer zu erbringen, vor allem in Sachen Personal”, sagte Mattia Binotto, wollte seine Worte hinterher aber nicht als Drohung verstanden wissen: “Wenn diese Grenze weiter sinkt, so kommen wir in eine Position, an welcher wir uns überlegen müssen, ob wir unsere Renn-DNA nicht auch in anderen Serien einbringen sollen.” 

Womöglich wird auch Vettel, der um einen neuen Vertrag pokert, darunter leiden müssen.

Die Gelegenheit für die Formel 1, die Verträge neu zu gestalten, ist allerdings günstig. In der Coronakrise wächst das Unverständnis über die horrenden Summen im PS-Zirkus, die Sorgen um die kleineren Teams nehmen zu und das so genannte “Concorde-Agreement”, so etwas wie die Verfassung der Rennserie, läuft Ende des Jahres aus.

Veto-Recht der Scuderia wertlos

Zudem sicherte sich der Weltverband FIA zuletzt mit einer Schutzklausel mehr Macht, wodurch “unter außergewöhnlichen Umständen” ohne größere Hürden schnelle Änderungen der Regularien vorgenommen werden können. Ferraris berühmtes Veto-Recht wird damit Makulatur.  

Ohne große Rücksicht auf die berühmten roten Autos bereitet Brawn, der die Details seines Plans nun den Teams zukommen lassen will, also die Formel 1 für die Zeit nach Corona vor. “Die Botschaft ist klar: Wir müssen die Kosten reduzieren”, sagte er. Denn Teams zu verlieren, käme “einer Tragödie” gleich, sagte Brawn. Dachte dabei aber sicher nicht an Ferrari.

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Neue Entwicklung im Ferrari-Poker mit Vettel

Erreichen die Verhandlungen zwischen Ferrari und Sebastian Vettel um eine Vertragsverlängerung bald ihre nächste Stufe?

Nachdem die italienische Tageszeitung Gazzetta dello Sport zuletzt Spekulationen veröffentlichte, wonach der Deutsche ein erstes Angebot der Scuderia abgelehnt haben soll, erfuhr SPORT1 nun: Ferrari-Teamchef Mattia Binotto will Vettel einen Mehrjahresvertrag über mindestens zwei Saisons (ggf. plus Optionen) vorschlagen.

Allerdings: Das Gehalt soll weiter im Corona-Modus sein, also drastisch gekürzt werden. Derzeit verdient Vettel angeblich mehr als 30 Millionen Euro pro Jahr.

Jordan denkt an Hamilton bei Ferrari

Der Vertrag des Heppenheimers läuft Ende des Jahres aus. Daniel Ricciardo (Renault) und Carlos Sainz (McLaren) haben sich schon als potentielle Nachfolger in Position gebracht. Ricciardo wäre genau wie Sainz zu haben.

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“Daniels Vertrag endet 2020, also ist er frei”, verriet Renault-Berater Alain Prost beim TV-Sender Canal Plus: ”Wir haben die Karten nicht in unserer Hand, wir haben keine Option.”

Experten wie Ex-Teamchef Eddie Jordan glauben dagegen, dass Lewis Hamilton den Deutschen bei Ferrari ersetzen könnte, wenn Mercedes das Werksteam verkauft.

Binotto lobt Vettel

Soweit ist es aber noch nicht. Stand jetzt ist Vettel Ferraris erste Option. Dazu passen Binottos Aussagen auf der Formel-1-Webseite: “Seb ist eine authentische und aufrichtige Person. Er liebt seinen Job, er liebt ihn wirklich, und das ist einer der Gründe, warum auch wir bei Ferrari ihn so sehr schätzen.”

Die Gehaltskürzung allerdings zeigt auch die Grundeinstellung der Scuderia, wonach es immer noch eine Ehre ist, überhaupt für den legendären Rennstall fahren zu dürfen.

Zudem dürfte die geplante Absenkung der Budgetobergrenze Ferrari zu weiteren Sparmaßnahmen zwingen.

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Wie zwei F1-Teams wegen Corona etwas "Undenkbares" taten

Die offensichtliche Abneigung zwischen Red-Bull-Teamchef Christian Horner und seinem Renault-Pendant Cyril Abiteboul ist vor allem Fans der Netflix-Serie “Drive to survive” mehrfach vor Augen geführt worden.

Doch in der Coronakrise kam es zum einem ungewohnt engen Austausch zwischen den beiden, nicht unbedingt ein enges Verhältnis pflegenden, Teams. 

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“Wir sind an die Regierung herangetreten, als wir sagen, dass diese Krise drohte, und haben uns dann auch mit anderen Teams abgestimmt”, erklärte Horner im Gespräch mit Motorsport-Total.com den Anfang der Kollaboration.

Horner: “Unter normalen Umständen undenkbar”

An deren Ende stand ein voll funktionsfähiges Beatmungsgerät, das schlussendlich aber nicht zum Einsatz kam. Doch Horner beeindruckte vor allem der Teamgeist mit dem verhassten Rivalen Renault.

Trotz historischer Spannungen zwischen den beiden Teams habe man an einem Strang gezogen: “An diesem Punkt löst sich der Wettbewerbsgeist in Luft auf und es geht darum, Lösungen zu finden. Wir hatten also Leute von Renault, die in unserem Werk arbeiteten, in ihrem eigenen Team-Kit, in unseren Rennhallen, unserem Werk.”

Für Horner wäre das “unter normalen Umständen undenkbar” gewesen. Doch die Coronakrise brach dieses Tabu und Renault-Ingenieure waren in der Red-Bull-Fabrik zu Gast, um gemeinsam eine Lösung eines nationalen Problems zu erreichen. 

Auf der Strecke werden sie aber wohl wieder zu erbitterten Konkurrenten. 

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Schumacher verpasst Top 10 bei F1-Premiere

Charles Leclerc hat seinen Siegeszug bei der virtuellen Rennserie der Formel 1 nicht fortsetzen können. Formel-3-Pilot David Schumacher, Sohn des sechsmaligen Grand-Prix-Siegers Ralf Schumacher, hat bei seiner virtuellem Formel-1-Premiere eine Platzierung in der Top 10 indes verpasst.

Virtual GP: Leclerc verpasst dritten Sieg

Der 22 Jahre Leclerc musste sich auf dem simulierten Kurs von Interlagos bei São Paulo mit dem dritten Platz zufrieden geben. Schumacher wurde bei seiner Premiere Elfter.

Ferrari-Pilot Leclerc hatte die beiden Rennen zuvor gewonnen, büßte diesmal aber auch noch einen Rang durch eine Drei-Sekunden-Strafe ein. “Ich hab es dennoch sehr genossen”, meinte er hörbar begeistert und zugeschaltet aus Monte Carlo.

Albon besiegt Leclerc – Norris vor Schumacher

Als Sieger durfte sich im vierten Rennen der Serie, die vor allem als Unterhaltungsersatz für die Formel-1-Fans wegen der Grand-Prix-Absagen durch die Coronavirus-Pandemie geschaffen wurde, der britisch-thailändische Red-Bull-Pilot Alex Albon feiern lassen. “Ich habe gezittert, ich hatte soviel Adrenalin in mir”, kommentierte er.

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Der 24-Jährige leistete sich mit Leclerc über 36 Runden einen packenden Zweikampf mit Überholmanövern en masse.”Ich hatte die bessere Strategie”, sagt der glückliche Sieger. Albon lobte Leclerc, der “sehr schnell” gewesen” sei.

Zweiter wurde George Russell von Williams. McLaren-Pilot Lando Norris schnappte dem 19-jährigen Schumacher die Top-10-Platzierung weg.

Virtual GP an Formel-1-Renntagen

Die Grand Prix der virtuellen Serie finden immer an den Sonntagen statt, an denen nach ursprünglicher Planung auch real ein Rennsonntag gewesen wäre. Diesmal hätte eigentlich die Rückkehr der Motorsport-Königsklasse nach Zandvoort angestanden.

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Der Kurs in den Niederlanden gehört aber nicht zu den Rennstrecken des Formel-1-Spiels von 2019, in dem die Piloten meist von daheim in ihren eigenen Rennsimulatoren antreten.

Sechsfach-Weltmeister Lewis Hamilton von Mercedes oder auch Leclercs deutscher Ferrari-Teamkollege Sebastian Vettel machten bisher noch nicht mit. Vettel nahm lediglich an der Legends Trophy teil, blieb aber chancenlos.

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