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Formel 1 droht der Totalschaden

Die Formel 1 stemmt sich gegen den Totalschaden. In der Coronakrise ist die Zukunft des Rennbetriebs völlig offen, einige Teams müssen um ihre Existenz fürchten.

Sparmaßnahmen, kreative Ideen und ein Not-Kalender sollen die Rennserie retten, aber der Zeitpunkt eines Neustarts rückt immer weiter in die Ferne. Zuletzt wurde auch der Grand Prix in Kanada abgesagt, der für Mitte Juni 12. bis 14. Juni angesetzt war.

Ein Krisengipfel der Verantwortlichen jagt den nächsten. Was kam bisher dabei heraus? Wie ernst ist die Lage wirklich? SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wie ist die Lage bei den Teams?

Die zwangsweisen Werksferien sind auf fünf Wochen verlängert und müssen von jedem Team bis Ende Mai genommen werden. In dieser Zeit darf in den Rennfabriken nicht an den Autos gearbeitet werden. Die drei englischen Teams McLaren, Williams und Racing Point haben viele Angestellte in Zwangsurlaub auf Staatskosten geschickt, Haas wird wohl folgen.

Zugleich haben die sieben in England beheimateten Rennställe sowie Ferrari Hilfe bei der Herstellung und Lieferung von Atemgeräten angeboten. Ein von Mercedes-Ingenieuren mit entwickeltes Design für eine Atemhilfe stellt das Weltmeister-Team Herstellern kostenlos zur Verfügung.

Was machen die Fahrer jetzt?

Titelverteidiger Lewis Hamilton ließ wissen, er nutze die ungewollte Freizeit, um “körperlich und emotional” an sich zu arbeiten. Sein Dauerrivale Sebastian Vettel grüßte in einem Ferrari-Video von der heimischen Couch, auch Red-Bull-Jungstar Max Verstappen hält sich derzeit im Homeoffice fit. Er trainiere viel am eigenen Simulator, sagte der Niederländer.

Zum Zeitvertreib gehört bei Verstappen wie bei vielen seiner Kollegen virtuelles Rennfahren. Vettels Ferrari-Kollege Charles Leclerc gewann jüngst den Online-Grand-Prix von Australien.

Welche Pläne gibt es für einen Neustart der Saison?

Formel-1-Chef Chase Carey hofft noch, 15 bis 18 der eigentlich 22 geplanten WM-Läufe retten zu können. Der Kalender muss dafür stark umgebaut werden. Geprüft werden Geisterrennen ohne Zuschauer, um zumindest die an den Rennbetrieb geknüpften Millionen von Fernsehen und Sponsoren einzufahren. Auch über verkürzte Auftritte und mehrere Grand Prix auf einer Strecke wird diskutiert.

In Silverstone könnte dafür zur Abwechslung auch in umgekehrter Richtung als sonst gefahren werden. Doch das Datum für den Neubeginn ist völlig unklar. Bis Mitte Juni sind alle Rennen abgesagt oder verschoben. Mercedes-Teamchef Toto Wolff sprach zuletzt sogar von einem Start erst “im Herbst”.

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Wie groß ist der wirtschaftliche Schaden?

Die Formel 1 ist ein Milliardengeschäft. Eigentümer Liberty Media meldete für das Vorjahr einen Umsatz von 2,02 Milliarden Dollar mit dem Vollgas-Zirkus. Doch ohne Rennen stehen die Zuwendungen der TV-Rechteinhaber und anderer Geldgeber auf dem Spiel. Auch die hohen Antrittsgebühren, die von den Streckenbetreibern gezahlt werden müssen, fließen nicht.

Stillstand ist auch der Vermarktung des globalen Geschäftsmodells Formel 1 abträglich. Die Bilder aus einer Glitzerwelt, die das PS-Spektakel zwischen März und Dezember produziert, fehlen derzeit.

Wie bedrohlich wird es für die Rennserie?

McLaren-Geschäftsführer Zak Brown warnte, die Formel 1 sei derzeit in einem “sehr fragilen Zustand”. Wenn das Krisen-Management jetzt versage, könnten “vier Teams verschwinden”, sagte der 48-Jährige der BBC. Vor allem die kleineren Privat-Rennställe wie Williams müssen wohl um ihr Überleben fürchten. Aber auch die Konzern-Teams an der Spitze stehen mehr denn je unter Kostendruck.

Auf der Spielwiese Formel 1 könnten auch Unternehmen wie Daimler wegen der Folgen der Corona-Pandemie den Rotstift ansetzen. Auch die Betreibergesellschaft der Formel 1 ist in Not. Sie muss die Preisgelder für 2019 auszahlen, hat derzeit aber spürbar geringere Einnahmen.

Welche Maßnahmen sollen helfen?

Neben dem Zwangsurlaub zu Lasten des britischen Steuerzahlers und einem Gehaltsverzicht bei einer Reihe von Piloten und Top-Managern sind bereits weitere Einschnitte beschlossen. Das neue Regelwerk, das mit etwas langsameren und vereinfachten Autos für mehr Wettbewerb sorgen sollte, ist um ein Jahr auf 2022 verschoben. Das soll vorerst Kosten für die Entwicklung sparen.

Zudem soll die für das nächste Jahr vereinbarte Ausgabengrenze noch tiefer als eigentlich geplant angesetzt werden. Statt 175 Millionen US-Dollar (161 Millionen Euro) könnte sie in mehreren Stufen auf 120 Millionen Dollar (110 Millionen Euro) sinken, berichtete das Fachmagazin Auto, Motor und Sport. Die nächste Krisenrunde der Formel-1-Spitze ist für Karfreitag geplant.

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Rosberg für F1-Rennen in beide Richtungen

Der frühere Weltmeister Nico Rosberg fordert von der Formel 1 bei der Bewältigung der Coronakrise den Mut zu “kreativen Lösungen”.

Der gebürtige Wiesbadener regte im Interview mit der Deutschen Welle etwa an, zwei Rennen an einem Wochenende und unter Ausschluss von Zuschauern stattfinden zu lassen – und nicht nur das.

“Vielleicht kann man ein bisschen kreativ werden und sogenannte Doubleheader-Wochenenden machen, an denen es am Samstag vielleicht in die eine und am Sonntag in die andere Richtung auf der Rennstrecke geht”, sagte der 34-Jährige.

Weiterhin ist sich der Champion von 2016 sicher, dass ein Rennwochenende notfalls auch “mit einer Beteiligung von maximal 100 Personen stattfinden” kann.

Neun Rennen dder Formel-1-Saison von Corona betroffen

Bislang wurden die ersten neun Rennen der Saison 2020 aufgrund der Corona-Pandemie entweder verschoben oder abgesagt. 

Frühester Start ist nun der Große Preis von Frankreich in Le Castellet am 28. Juni. Diese Auszeit verursacht in der Motorsport-Königsklasse große finanzielle Probleme.

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Laut Rosberg ist es jetzt vorrangig, den kleineren Teams zu helfen, damit sie nicht aus dem Business ausschieden.

“Das größte Problem ist im Moment die finanzielle Situation einiger der kleineren Teams, da der Formel-1-Zirkus die Teilnahme aller Teams benötigt”, sagte der Wahl-Monegasse: ”Wenn zwei oder drei kleinere Teams ausfallen, dann ist es kein wirklich großartiger Sport mehr, weil einfach nicht genug Teams am Start sind und nicht genug Autos in der Startaufstellung stehen.”

 

Der Saisonstart in der Formel 1 verzögert sich immer weiter und wird frühestens Ende Juni erfolgen: Ferrari-Star Sebastian Vettel und Co. werden wegen der Coronavirus-Pandemie auch in Kanada nicht wie geplant fahren. Das gaben die Organisatoren des Rennens in Montreal am Dienstag bekannt. Damit sind die ersten neun WM-Läufe entweder verlegt oder abgesagt.

“Es wäre uns eine Ehre gewesen, das erste Rennen im Formel-1-Weltmeisterschaftskalender 2020 auszurichten, aber wir müssen leider die Verschiebung des Grand Prix von Kanada 2020 (12. bis 14. Juni) bekannt geben”, teilte der Rennveranstalter mit. Man folge dabei “den fachkundigen Anweisungen der Behörden bezüglich der Eindämmung von COVID-19.”

F1-Auftakt frühestens Ende Juni

Damit wird der Auftakt der Königsklasse frühestens Ende Juni in Le Castellet/Frankreich (28. Juni) stattfinden. Bislang war die Formel 1 nie später als Ende Mai eröffnet worden. Der Rennkalender 2020 umfasste vor Saisonbeginn 22 Rennen und damit so viele wie nie zuvor in der 71-jährigen Formel-1-Geschichte – nach derzeitigem Stand sind es noch 13. Acht Rennen muss die Saison umfassen, um als Weltmeisterschaft gewertet zu werden.

Der etatmäßige Saisonauftakt in Melbourne/Australien (15. März) war erst zwei Stunden vor dem ersten Freien Training aufgrund eines positiven Coronafalls beim McLaren-Rennstall verlegt worden. Es folgten in kurzer Folge die Verlegungen der Rennen in Bahrain (22. März), Vietnam (5. April), den Niederlanden (3. Mai) und Spanien (10. Mai).

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Bereits im Februar war der Große Preis in China (19. April), dem Ursprungsland des Coronavirus, vorläufig abgesagt worden. Der Klassiker in Monaco am 24. Mai wurde ersatzlos gestrichen, die Organisatoren in Baku/Aserbaidschan (7. Juni) hingegen hoffen wie jene in Montreal offiziell noch auf einen Platz im Kalender.

Erst am Dienstagnachmittag hatte die Formel 1 den Shutdown um weitere zwei Wochen auf 35 Tage verlängert

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Mercedes stellt Know-how gegen Corona zur Verfügung

Das Formel-1-Weltmeisterteam Mercedes setzt sein Know-how im Kampf gegen das Coronavirus ein.

Das Werksteam um Champion Lewis Hamilton stellt das Design für eine neue Atemhilfe, die gemeinsam mit Ingenieuren des University College London entwickelt wurde, Herstellern frei zur Verfügung. Die Atemhilfe soll Covid-19-Patienten mit Lungeninfektionen dabei helfen, leichter zu atmen, wenn eine Sauerstoffstoffmaske allein nicht ausreichend ist.

Mercedes-Werk für Corona-Hilfe umgestellt

Alle Details, die für die Herstellung des Geräts benötigt werden, stehen für Hersteller im Internet zum Download bereit. “Regierungen, relevante Hersteller aus der jeweiligen Branche, Akademiker und Gesundheitsexperten können Zugang zu den Designs beantragen, um die Qualitätskontrolle bei der Herstellung sicherzustellen. Die Geräte müssen zudem den Genehmigungsprozess in den jeweiligen Ländern durchlaufen”, hieß es in einer Stellungnahme.

Mercedes stellt in der Formel-1-Zwangspause auch seine Werkskapazitäten zur Verfügung. Derzeit werden 40 Maschinen für die Herstellung der Geräte verwendet, die normalerweise Kolben und Turbolader für die Motorsport-Königsklasse produzieren würden. Das gesamte Werk in Brixworth wurde für diesen Zweck umgestellt.

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Empörung! Formel-1-Bosse verordnen Zwangsurlaub

Nach mehreren Rennställen soll auch die Führung der Formel 1 Sparmaßnahmen ergriffen haben.

Geschäftsführer Chase Carey, Sportchef Ross Brawn und 15 weitere leitende Angestellte verzichten übereinstimmenden Medienberichten in England zufolge wegen der Coronakrise für zwei Monate auf 20 Prozent ihres Gehalts.

Zudem sei die Hälfte der 500 Angestellten der Betreibergesellschaft der Formel 1 in Zwangsurlaub geschickt worden. Dies habe zu Unmut unter den Beschäftigten geführt, hieß es weiter.

Keine F1-Rennen bis Juni

Die Formel 1 hat alle Rennen bis mindestens Juni abgesagt oder verschoben. Ein Saisonstart vor Juli ist unwahrscheinlich.

Wie es danach für die Königsklasse des Motorsports weitergeht, ist derzeit völlig offen. Den Meldungen zufolge sind auch Geisterrennen eine Option. Die Bosse wollen auf jeden Fall versuchen, 15 bis 18 WM-Läufe auszutragen.

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Die Teams McLaren, Williams und Racing Point hatten aus Sorge um die wirtschaftlichen Folgen der Rennpause ebenfalls bereits vielen Mitarbeitern Zwangsurlaub auf Staatskosten verordnet.

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Hamilton alarmiert: "Menschliche Rasse außer Kontrolle"

Der Schatten eines Mannes im Meer, der Kopf gesenkt, die Hände gefaltet, im Hintergrund ein leuchtender Sonnenuntergang – Lewis Hamilton liebt die pathetische Selbstinszenierung, das war schon vor Corona so und ist jetzt nicht anders.

“Ich nutze die Zeit, um an mir zu arbeiten, körperlich, aber auch mental”, schreibt der Formel-1-Champion und zeichnet in den sozialen Medien ein düsteres Szenario: “Die menschliche Rasse ist außer Kontrolle.”

Nun, zunächst mal ist die Formel 1 außer Kontrolle und damit auch das gewohnte Arbeitsumfeld von Hamilton und seinen Kollegen. Acht der 22 ursprünglich geplanten Rennen sind mittlerweile abgesagt oder verschoben, der aktuell vorgesehene Start am 14. Juni in Montreal ist angesichts der weltweit grassierenden Corona-Pandemie mehr als fraglich.

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McLaren-Boss Zak Brown befürchtet Exodus

Fast schon verzweifelt ringen die Formel-1-Bosse um Lösungen, neuestes Konstrukt: Der Freitag an den Grand-Prix-Wochenenden soll gestrichen und damit mehr Platz für mehr Rennen in kürzerer Zeit geschaffen werden.

Auch das dürfte wie so viele andere Überlegungen kaum der Königsweg sein. Niemand weiß, wann Corona die Rückkehr zu einem geregelten Alltag erlaubt, weshalb McLaren-Chef Zak Brown für einige Teams bereits das Schlimmste befürchtet.

Die aktuelle Lage sei “für mehrere Rennställe möglicherweise gefährlich”, sagte Brown der BBC. Sollten “genügend Teams – was nicht unbedingt mehr als zwei bedeutet – betroffen sein, wäre die gesamte Formel 1 bedroht.” 

Formel-1-Bosse beraten über Zukunft

In dieser Woche wollen die Formel-1-Bosse über mögliche wirtschaftliche Szenarien für die kommenden Monate sprechen. Brown hält die Budget-Obergrenze, die ab 2021 bei 175 Millionen Dollar liegen soll, für zu hoch, die kleinen Teams wollen eine Deckelung bei 100 Millionen.

Das neue Concorde-Agreement, das die finanziellen Modalitäten für die nächsten fünf Jahre regeln soll, ist vorerst auf Eis gelegt, wie die für 2021 geplanten Regeländerungen umsetzbar sein könnten, steht in den Sternen.

“Ob ich Teams von der Bildfläche verschwinden sehe, wenn wir die aktuelle Situation nicht aggressiv bekämpfen? Oh ja”, sagte Brown: “Genau genommen sehe ich vier Teams verschwinden, wenn die Situation nicht richtig gehandhabt wird.”

F1 in einem “fragilen Zustand”

Zudem würden potenzielle neue Besitzer derzeit anders als in der Vergangenheit nicht gerade Schlange stehen: “Daher denke ich, dass sich die Formel 1 in einem sehr fragilen Zustand befindet.”

Der langjährige Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat sich bereits dafür ausgesprochen, die Saison 2020 komplett ausfallen zu lassen. “Wir sollten die Meisterschaft dieses Jahr stoppen und nächstes Jahr hoffentlich wieder beginnen. Denn ich sehe nicht, wie man in diesem Jahr noch auf die notwendige Anzahl von Rennen kommen soll”, sagte der 89-Jährige dem BBC Radio.

Unterstützung erhält er von Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve, der sich im Gespräch mit Canal+ ebenfalls für die Absage der WM 2020 aussprach. “Es wäre schade, den August vollzupacken und dann von September bis Weihnachten oder sogar darüber hinaus Woche für Woche Rennen zu veranstalten, nur um eine Meisterschaft zu haben”, sagte der Sohn des legendären Ferrari-Piloten Gilles Villeneuve.

Stattdessen schlägt er “spektakuläre Einzelrennen” vor, die ähnlich wie die 500 Meilen von Indianapolis oder die 24 Stunden von Le Mans einen hohen Unterhaltungswert hätten: “Die Teams könnten außerdem unter Wettbewerbsbedingungen an ihren Autos für 2021 arbeiten.” Und Lewis Hamilton könnte die trüben Gedanken abstreifen und endlich wieder im Mercedes-Cockpit für Aufsehen sorgen.

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Verstappen macht sich über virtuelle Formel 1 lustig

Max Verstappen hat keine Lust auf die virtuellen Rennen der Formel 1. 

Während Ferarri-Pilot Charles Leclerc beim eSport-GP von Australien zum Sieg raste, vertrieb sich der Fahrer von Red Bull die Zeit lieber anders. 

Wie motorsport-total berichtet, hat Verstappen für die offiziellen Slim-Racing-Events der Formel 1 schlicht nicht viel übrig. 

In einem Telefonat mit dem britischen Rennfahrer Lando Norris sagte er, offenbar nicht frei von Häme: “Ich werde da nie mitmachen!”

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Verstappen nutzt lieber iRacing

Norris hätte eigentlich an dem Rennen teilnehmen sollen, fiel wegen Internet-Problemen aber aus. Weil er nicht an den Start gehen konnte, rief er stattdessen eben Verstappen an. 

Dieser ließ wissen, dass er nicht zur Verfügung stehe. Er nutze gerade eine andere virtuelle Plattform (iRacing), um in der rennfreien Zeit am Ball zu bleiben. 

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Ferrari macht Vettel Dampf: "Weiß, dass er liefern muss"

Es klingt nach Zuckerbrot, aber auch ziemlich viel Peitsche: Ferraris Teamchef Mattia Binotto hat seinen Piloten Sebastian Vettel für die neue Saison in die Pflicht genommen.

Während wegen der Corona-Pandemie die Formel 1 bereits das dritte Rennwochenende pausiert, hat der Scuderia-Teamchef für seinen deutschen Fahrer durchaus positive Worte übrig. Vettel sei “gut in Form”, sagte Binotto in einem Interview mit Formula1.com. Zudem wirke der Heppenheimer “fokussiert”.

Binotto: Vettel muss liefern – Verlängerung mit weniger Gehalt?

Zugleich aber machte Binotto unmissverständlich klar: “Er weiß, dass er Leistung liefern muss. Es ist eine Schlüsselphase in seiner Karriere, denn er weiß, dass für seine Vertragsverlängerung entscheidend ist, wie er sich in den ersten Rennen schlägt. Er hat es selbst in der Hand.”

Binottos Aussagen geben tiefe Einblicke über Vettels Verhandlungsposition. Zuletzt war über lediglich ein weiteres Vertragsjahr samt Gehaltskürzung berichtet worden. Demgegenüber erhielt Vettels Stall-Konkurrent Charles Leclerc einen Vertrag bis 2024.

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Beide Vertragsparteien streben nach wie vor eine zeitnahe Lösung an, “so schnell wie möglich” solle es gehen, verriet Binotto.

Vettel mit neuem Ferrari zu alter Stärke? Leclerc lauert

Tempo wird dann allerdings von Vettel auch auf der Strecke gefragt sein, sobald die Saison gestartet werden kann. Vergangenes Jahr lief der erst 22 Jahre alte Leclerc seinem zehn Jahre älteren deutschen Rivalen den Rang der internen Nummer eins ab. 

“Charles’ Leistung”, glaubt Binotto, habe Vettel “überrascht. Das ist jetzt aber nicht mehr der Fall. Er kennt die Messlatte und weiß, was er zu tun hat. Ich glaube daher, dass er sich über den Winter gut vorbereitet hat. Er hat viel Zeit damit verbracht, sich damit auseinanderzusetzen, was letztes Jahr schiefgelaufen ist, und er will sicherstellen, dass es dieses Jahr besser läuft.”

Zudem soll der neue Ferrari besser zum Stil Vettels passen. Keine ganz schlechten Voraussetzungen also, könnte der neutrale Beobachter meinen. Allerdings gab Binotto dem 32-Jährigen auch noch eine weitere Ansage mit auf den Weg: “Gleichzeitig ist es eine der größten Fähigkeiten, die die besten Fahrer haben, sich auf das Auto, das ihnen zur Verfügung steht, einzustellen und das Beste herauszuholen.” 

Retten kann Vettel am Ende wohl nur noch der WM-Titel. Zur Erinnerung: Seit seinem Wechsel zum italienischen Traditionsrennstall 2015 blieb er glücklos, während er mit seinem ehemaligen Team Red Bull zuvor von 2010 bis 2013 gleich vier Mal in Folge Weltmeister geworden war.

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Ecclestone für Absage der kompletten Formel-1-Saison

Der langjährige Formel-1-Patron Bernie Ecclestone hat sich dafür ausgesprochen, die Saison 2020 aufgrund der Coronakrise komplett ausfallen zu lassen.

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“Wir sollten die Meisterschaft dieses Jahr stoppen.”

“Wir sollten die Meisterschaft dieses Jahr stoppen und nächstes Jahr hoffentlich wieder beginnen. Denn ich sehe nicht, wie man in diesem Jahr noch auf die notwendige Anzahl von Rennen kommen soll”, sagte der 89-Jährige dem BBC Radio.

Die ersten acht der 22 geplanten Saisonrennen waren bereits verschoben oder – wie im Falle des Großen Preises von Monaco – komplett abgesagt worden.

Nach aktuellem Plan geht die Saison Mitte Juni in Kanada los. Für eine Wertung als Weltmeisterschaft braucht es in einer Saison mindestens acht Rennen. “Ich sehe nicht, wie das gehen soll. Es ist eine schwierige Situation”, sagte Ecclestone, der im Sommer zum vierten Mal Vater wird.

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Sollte die Saison dennoch aufgenommen werden, gibt es für Ecclestone nur einen Favoriten: Lewis Hamilton. “Das Schlimme ist, er würde alle acht Rennen gewinnen. Es wäre keine tolle WM”, ist Ecclestone überzeugt.

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Verrückte Idee als Teillösung für die Formel-1-Saison?

In Zeiten von Corona ist Kreativität gefragt. Das betrifft das Privatleben ebenso wie die Wirtschaft – und selbstverständlich auch den professionellen Sport.

Die Formel 1 ist bereits mit einigen kreativen Ideen um die Ecke gekommen, um die Saison so gut wie möglich noch über die Bühne zu bringen. Zum Beispiel wird ernsthaft in Betracht gezogen, mehrere Rennen an einem Wochenende auszutragen.

Doch der neueste Vorschlag toppt alles. In den szenenahen Medien kam die Idee auf, ein Rennen auf einer Strecke in die entgegengesetzte Richtung zu fahren, sollten zwei an einem Standort stattfinden.

Dadurch würde man Teams und Fahrern neue Herausforderungen stellen.

Silverstone-Boss Pringle offen für neue Ideen

Stuart Pringle, Geschäftsführer der Rennstrecke in Silverstone, zeigt sich grundsätzlich offen für alternative Abläufe.

“Wir sind bereit, auf jede erdenkliche Art und Weise zu kooperieren, von der sie (die Formel 1, Anm. d. Red.) denken, dass es im besten Interesse der Meisterschaft ist”, sagte Pringle Sky in England.

Insbesondere beim Großen Preis von Großbritannien wären die Voraussetzungen für zwei WM-Läufe an einem Wochenende vorhanden. “Die Mehrheit der Teams ist nur einen Steinwurf von der Strecke entfernt. Operativ wäre es also unkompliziert”, erklärte Pringle.

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Lizenz für andere Richtung fehlt (noch)

Auch als der Silverstone-Boss mit einem Rennen in umgekehrter Richtung konfrontiert wird, reagiert er nicht abgeneigt, nennt jedoch einen Haken.

“So dumm ist der Gedanke gar nicht”, meinte Pringle, schränkte jedoch ein: “Wir haben nicht die Lizenz, um andersherum zu fahren. Aber das sind außergewöhnliche Zeiten, und ich denke, dass das zu außergewöhnlichen Entscheidungen führen könnte.”

Sprich: Sollte der Plan konkreter werden, könnte man auch das Problem der fehlenden Lizenz lösen. “Nichts ist ausgeschlossen”, bekräftigte Pringle.

Formel 1 läuft die Zeit davon

Allerdings muss relativ zeitnah eine Entscheidung fallen, wann in der Formel 1 überhaupt gefahren werden kann.

In Silverstone hat man sich Ende April als Deadline gesetzt, bis wann entschieden werden muss, ob wie geplant am 19. Juli gefahren werden kann oder nicht.

Stand jetzt sind alle Rennen der Königsklasse bis Mitte Juni abgesagt worden.

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Sensation: Bernie Ecclestone (89) wird zum vierten Mal Vater

Es gibt sie noch in Zeiten des Corona-Wahnsinns: die guten Nachrichten, die von neuem Leben berichten und nicht vom Tod. SPORT1 hat in Zusammenarbeit mit F1-Insider.com eine Nachricht erfahren, die einem Naturwunder gleichkommt, das Hoffnung macht.

SPORT1 weiß aus erster Hand: Ex-Formel-1-Chef Bernie Ecclestone (89) wird zum vierten Mal Vater.

Für Juli wurde die Geburt seines vierten Kindes berechnet. Es wird in Brasilien zur Welt kommen. Ecclestone und seine Ehefrau Fabiana (41), geborene Fiosi, verbringen die Zeit bis zur Entbindung in der brasilianischen Heimat von Fabiana.

Ecclestone fünffacher Großvater

Ecclestone kaufte vor fünf Jahren eine große Kaffeeplantage vor den Toren Sao Paulos. Dort kümmert er sich liebevoll um seine Frau, die er vor zehn Jahren während des Großen Preises von Brasilien kennenlernte und im August 2012 heiratete.

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Der Brite hat aus seinen vorherigen zwei Ehen schon drei Töchter. Tamara (35), Petra (31) und Deborah (65) haben ihn bereits fünf Mal zum Großvater gemacht. Ob es im Juli wieder eine Tochter wird, dazu schweigt er.

Ecclestone, der weltweit als einer der größten Sportvermarkter aller Zeiten gilt und immer noch von Politikern und Superstars hofiert wird, genießt im Moment die Corona-bedingte Zwangsquarantäne auf seiner Farm. Über mehrere Bildschirme verfolgt er das Weltgeschehen, er verbringt viel Zeit in der Natur.

Ecclestone toppt Kumpel Jagger

Ecclestone, mit dem SPORT1 regelmäßig telefoniert: “Es gibt auf einer Farm immer etwas zu tun. Ich lerne auch gerade viel über die Verhaltensweise meiner Hühner, die vor meiner Terrasse allerlei Spektakel veranstalten. Früher schickte ich meine Freunde zum Eiersammeln in den Stall, um unser Frühstück zu besorgen. Jetzt mache ich das eben selbst, weil uns ja keiner mehr besuchen darf.”

Allein: Ob Ecclestone es mit der neuen Vaterschaft ins Guinness-Buch der Rekorde schafft, ist ungewiss. Angeblich soll ein 96 Jahre alter US-Amerikaner diese Liste anführen. Unter den Prominenten ist er aber ganz sicher vorne. Hollywood-Ikone Clint Eastwood schaffte es mit 66 Jahren noch zu Vaterfreuden, Ecclestones “Freund aus Liverpool”, Paul McCartney, war auch schon 61.

Wer Ecclestone und seinen Humor kennt, weiß: Es macht ihn sicher stolz und verschafft ihm “Satisfaction”, dass er seinen Kumpel Mick Jagger übertroffen hat: Der Oberstone, der schon oft Gast von Bernie Ecclestone im Fahrerlager der Formel 1 war, wurde im Dezember 2016 mit 73 Jahren noch einmal Vater.

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