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Zwei neue Rennen im F1-Kalender 2020 – Deutschland-Aus offiziell

Kein deutscher Grand Prix, dafür neue Rennen in Hanoi/Vietnam und Zandvoort/Niederlande: Der Weltrat des Automobil-Weltverbandes FIA hat auf seiner Sitzung am Freitag in Köln den Formel-1-Kalender für 2020 bestätigt. Erstmals in ihrer Geschichte steht der Formel 1 eine Saison mit 22 Rennen bevor.

Starten wird die Saison traditionell in Australien (15. März 2020), das Finale steigt am 29. November in Abu Dhabi. Die laufende Saison umfasst 21 Rennen.

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Der Formel-1-Kalender 2020 im Überblick:

15. März: Australien (Melbourne)
22. März: Bahrain (Sakhir)
05. April: Vietnam (Hanoi)
19. April: China (Shanghai)
03. Mai: Niederlande (Zandvoort)
10. Mai: Spanien (Barcelona)
24. Mai: Monaco (Monte Carlo)
07. Juni: Aserbaidschan (Baku)
14. Juni: Kanada (Montreal)
28. Juni: Frankreich (Le Castellet)
05. Juli: Österreich (Spielberg)
19. Juli: Großbritannien (Silverstone)
02. August: Ungarn (Budapest)
30. August: Belgien (Spa)
06. September: Italien (Monza)
20. September: Singapur
27. September: Russland (Sotschi)
11. Oktober: Japan (Suzuka)
25. Oktober: USA (Austin)
01. November: Mexiko (Mexiko-Stadt)
15. November: Brasilien (Sao Paulo)
29. November: Abu Dhabi

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Korb für Wehrlein: F1 will keine neuen Teams

Die Formel 1 wird 2021 keine neuen Teams aufnehmen.

Das verkündeten die Veranstalter in einem Statement, zu dem sie sich nach einer anderslautenden Pressemitteilung gezwungen sahen.

Formel 1: “Keine ernsthaften Gespräche”

“In den vergangenen Wochen haben einige Organisationen ihre Ambition kenntlich gemacht, ab 2021 an der Formel-1-Weltmeisterschaft teilzunehmen”, heißt es in dieser Mitteilung: “Die Formel 1 freut sich zwar über das Interesse. Allerdings können wir bestätigen, dass mit keinen Personen oder Unternehmen ernsthafte Gespräche über die Zulassung von neuen Teams geführt wurden.”

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Erst am Donnerstag hatte eine Pressemitteilung mit dem Titel “GETTING READY FOR A NEW F1 ENTRY” für Aufsehen gesorgt. Dahinter steckten das spanische Campos-Team und die MIM-Gruppe aus Monaco. Nach eigener Auskunft habe das Team mit dem Deutschen Pascal Wehrlein und dem Spanier Alex Palou sogar schon zwei mögliche Piloten unter Vertrag.

Brawn schließt neue Teams vor 2022 aus

Auch das asiatische Team Panthera hatte bereits sein Interesse an einem Formel-1-Einstieg offiziell gemacht.

Formel-1-Sportchef Ross Brawn hatte schon Anfang September erklärt, dass es vor 2022 keinen neuen Rennställe in der Königsklasse des Motorsports geben werde.

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Ex-Ferrari-Boss: Vettel und Leclerc "explosive Kombination"

Bereits seit Saisonstart brodelt es bei Ferrari, beim Rennen in Russland erreichte der Stallkrieg zwischen Sebastian Vettel und Charles Leclerc zuletzt eine neue Stufe der Eskalation

“Mattia Binotto wird in den nächsten Tagen reichlich damit zu tun haben, die Wogen zu glätten”, kommentierte nun Formel-1-Sportchef Ross Brawn die Fehde zwischen den beiden Teamkollegen und bezeichnete die Kombination aus Routinier Vettel und Leclerc als “kommender Superstar” als “potenziell explosiv”.

In Sotschi sollte der viermalige Weltmeister mit Hilfe des Windschattens von Pole-Setter Leclerc am Start eigentlich nur an Lewis Hamilton vorbeiziehen, anschließend wollte man das Rennen entspannt auf den Plätzen eins und zwei ins Ziel bringen. Doch nachdem der Heppenheimer auch seinen Teamkollegen einkassierte, weigerte er sich zunächst, diesen, wie vor dem Rennen eigentlich abgemacht, wieder vorbeizulassen.

Brawn betrachtet Entwicklung bei Ferrari nicht nur negativ

“Mattia muss sicherstellen, dass es eine positive Rivalität gibt, die reibungslos verläuft”, erklärte Brawn, der selbst zwischen 1997 und 2006 als Technischer Direktor in Maranello tätig war. 

Dennoch betrachtet der 64-Jährige die Entwicklung von Ferrari in der letzten Zeit durchaus als positiv. “Ferrari hat in den vergangenen Wochen klar erkennbare Fortschritte erzielt, aber das Team hat es wahrscheinlich intern mit ein paar Problemen rund um die Balance zwischen den Piloten zu tun”, sagte er.

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Beim Russland-GP schob sich Leclerc letztendlich durch einen geplanten Undercut wieder an Vettel vorbei, der wenig später aufgrund eines Batteriedefekts ausschied. Der Monegasse beendete das Rennen anschließend auf dem dritten Platz und baute seinen Vorsprung auf den eigenen Teamkollegen in der Gesamtwertung auf 21 Punkte aus. (Gesamtwertung der Formel 1)

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Mit Wehrlein? Neuer Rennstall plant Einstieg in Formel 1

Ab 2021 wird es in der Formel 1 nicht nur ein überarbeitetes Reglement geben, sondern womöglich auch einen neuen Rennstall.

In einer Pressemitteilung mit dem Titel “GETTING READY FOR A NEW F1 ENTRY” erklärte das spanische Campos-Team gemeinsam mit der MIM-Gruppe (Monaco Increase Management SARL) im Rücken, man habe sich diesbezüglich bereits dreimal mit den Verantwortlichen der Formel 1 zusammengesetzt.

Die Idee hinter dem ambitionierten Vorhaben ist allem Anschein nach, die Lücke zu füllen, die Fernando Alonso seit seinem Ausstieg aus der Königsklasse des Motorsports auf dem spanischen Formel-1-Markt hinterlassen hat.

Wehrlein soll Cockpit bei neuem Rennstall übernehmen

Dabei sollen die Planungen bereits weit voran geschritten sein und neben Peter McCool als technischem Direktor und Ben Wood als Aero-Chef auch die Fahrerpaarung feststehen. Bei diesen handelt es sich offenbar um Alex Palou und Pascal Wehrlein, die beide von der MIM-Gruppe betreut werden.

Während der Spanier aktuell in der japanischen Super Formula fährt, geht der Deutsche nach seinem Aus bei Sauber 2017 und dem Ausstieg von Mercedes aus der DTM im vergangenen Jahr aktuell für Mahindra Racing in der Formel E an den Start. Nebenbei ist der 24-Jährige als Simulationsfahrer für Ferrari in der Formel 1 beschäftigt.

Dieser Fakt sowie die Tatsache, dass in Alberto Antonini der ehemalige Pressesprecher der Scuderia für die PR des neuen Rennstalls zuständig ist, lässt die Vermutung aufkommen, dass auch die Italiener in irgendeiner Form, beispielsweise als Motorenpartner, an dem neuen Team beteiligt sein könnten.

Einstieg in die Formel 1 als “Langzeitprojekt”

Hinter dem Projekt steht neben Salvatore Gandolfo, dem Verwaltungsrats-Chef der Firma Vexatec, auch Adrián Campos. Der Spanier bestritt zwischen 1987 und 1988 insgesamt 17 Formel-1-Rennen für das damalige Minardi-Team.

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Nach seiner Karriere gründete der Spanier dann das Motorsportteam Campos Grand Prix, mit dem er bereits 2010 einen Startplatz in der Formel 1 erhielt. Aufgrund finanzieller Probleme verkaufte er das Team jedoch kurz vor dem Saisonstart an das Hispania Racing F1 Team, welches anschließend bis 2012 in der Königsklasse an den Start ging.

“Wir sehen den Einstieg 2021 als Langzeitprojekt. Wir sind uns bewusst darüber, dass wir vor einer großen Herausforderung stehen. Aber wir haben Fachleute, die Tag und Nacht an der Umsetzung unserer Pläne arbeiten. Wir sehen eine neue Formel 1 mit Budgetdeckel, anderer Preisgeldverteilung und frischen Technikregeln als prima Gelegenheit für Einsteiger”, wird Gandolfo von Speedweek.com zitiert.

Brawn und Todt skeptisch 

Allerdings lassen die jüngsten Aussagen von Formel-1-Sportchef Ross Brawn den geplanten Einstieg für 2021 eher als unwahrscheinlich wirken. Erst vor wenigen Wochen hatte er erklärt, dass er vom großen Interesse neuer Teams “überrascht” sei und schloss dabei den Einstieg eines neuen Rennstalls förmlich aus.

“Wir wollen sie frühestens 2022 zulassen. Bis 2021 wollen wir Stabilität ins neue System bringen. Das letzte was wir brauchen können, sind Teams, die kommen und gehen, wie es in der Vergangenheit der Fall war”, stellte er in einem Interview mit Auto Bild Motorsport klar.

Und auch FIA-Präsident Jean Todt sagte erst Ende September, man sei mit der aktuellen Anzahl an Teams “glücklich” und habe zudem auch “keinen Kontakt zu einem relevanten und soliden Team, das in die Formel 1 möchte”. 

Eine kleine Hintertür ließ er sich dennoch offen – möglicherweise für Campos und die MIM-Gruppe. So seien “zwischen zehn und zwölf Teams” eine gute Zahl für die Formel 1. 

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Das sind Vettels Optionen für die Zukunft

“Lass Charles vorbei!”

Drei Worte im Ferrari-Funk unterstreichen die schwierige Lage des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Sebastian Vettel in dieser Saison.

Am Start des Großen Preises von Russland hatte Vettel, der von Rang drei ins Rennen ging, sich an die Spitze gesetzt, dabei aber vom Windschatten seines Teamkollegen Charles Leclerc profitiert.

Der Monegasse forderte im Anschluss seinen Platz an der Spitze wieder zurück – und wurde dabei vom Team unterstützt.

Ferrari stellte Forderung an Vettel

Insgesamt drei Mal wurde Vettel per Funk aufgefordert, seinen Teamkollegen vorbeizulassen. Aber der Deutsche kam dem Wunsch des Teams nicht nach und verwies auf den deutlichen Abstand zwischen den beiden Ferraris.

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Leclerc forderte das Team auf, “die Situation zu managen”. Das Team griff schließlich durch die Boxenstopp-Strategie ein und sorgte dadurch für den Platztausch. Nach dem Rennen folgten gegenseitige Schuldzuweisungen beider Piloten.

“Die Taktik war, mit Windschatten am Ende der Gerade auf Platz 1 und Platz 2 zu liegen. Was dann passiert ist, weiß ich nicht”, gab Leclerc zu Protokoll. Für Vettel ist klar, dass er seinen “Teil der Absprache eigentlich eingehalten hat”. Gleichzeitig räumte er aber ein: “Vielleicht ist mir irgendetwas entgangen.”

Brawn warnt: “Explosive Kombination”

Ungeachtet des Wirbels um die Ferrari-Strategie, könnte der Russland-Grand-Prix Vettel einen Vorgeschmack auf die kommende Saison geliefert haben.

Immerhin sprach sogar F1-Sportchef und Ex-Ferrari-Teamchef Ross Brawn in seinem offiziellen Renn-Rückblick von einer “potenziell explosiven Kombination, die man vorsichtig managen muss.”

Das wird alles andere als einfach, denn nach zwölf Jahren ohne Titel möchte die Scuderia 2020 unbedingt wieder die Formel-1-Krone zurück. Mit zwei Fahrern, die sich gegenseitig bis auf das Messer bekämpfen, wird das kaum gelingen.

Ferrari wird daher früher oder später auf eine Nummer 1 setzen müssen – und aktuell sprechen alle Anzeichen dafür, dass dies Leclerc sein wird. Auch das neue Auto wird wohl eher nach den Wünschen von Leclerc ausgerichtet sein.

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Vettel hat für 2020 kaum Optionen

Wirkliche Optionen hat Vettel für kommende Saison jedoch nicht. Zwar soll der 32-Jährige eine Ausstiegsklausel in seinem Kontrakt besitzen, die ihm nach Ende der laufenden Saison einen Wechsel ermöglicht – doch wohin soll er wechseln?

Mercedes hat seine Fahrer für 2020 bestätigt und Red Bull hat bereits verkündet, dass Vettel keine Option für den Platz neben Max Verstappen ist – zumindest nicht in der nächsten Saison. Zu einem Mittelfeld-Team wird Vettel sicher nicht gehen.

Vettel könnte stattdessen ein Sabbatjahr einlegen, doch auch das scheint unwahrscheinlich, falls die Situation mit Leclerc und dem Team in den restlichen Saisonrennen nicht völlig eskaliert.

Vettel könnte in zweite Reihe rutschen

Vettels einzige Option ist daher, die schwierige Situation zu akzeptieren und in den verbleibenden Rennen sowie zu Beginn der Saison 2020 beweisen, dass er der Fahrer ist, mit dem die Scuderia die größten Chance auf den Titel hat.

Denn sollte Vettel in der WM vorne liegen, wird Ferrari ihn kaum zurückpfeifen, um Leclerc zu helfen. Für 2021 bleibt ihm dann immer noch die Option eines Wechsel, schließlich könnte bei Mercedes und Red Bull mindestens ein Platz frei werden.

Für Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko steht nach dem Russland-GP nur eines fest, wie er der Autobild sagte: “Sie haben Sebastian, obwohl er der schnellste Mann war, geopfert. Vettel hat bei Ferrari keine Zukunft mehr.”

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Vettel: Leclerc "hatte andere Voraussetzungen"

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel hat über den bisherigen Saisonverlauf und die Bedeutung seines Sieges in Singapur nach 392 Tagen Durststrecke gesprochen.

Auf die Frage welche Schulnote er seiner bisherigen Saison bei Ferrari geben würde, antwortete Vettel der Sport Bild: “Stand heute wäre es wahrscheinlich tendenziell eine 2-. Ich denke insgesamt war es in Ordnung. Für mich ist es wichtig, dass ich verstehe, was in dieser Saison passiert ist.”

“Mit der Kritik von außen habe ich kein Problem”

Der 32-Jährige ergänzte: “Mit der Kritik von außen habe ich kein Problem. Die Frage ist immer nur, ob sie gerechtfertigt ist. Dass die Leute sich eine Meinung bilden, stört mich nicht. Ich muss nur nicht immer der gleichen Meinung sein.” 

Außerdem wurde Vettel nach einer Note für das Ferrari-Team in dieser Saison gefragt und entschied sich für “eine 2, weil ich sehe wie viel in der Fabrik gearbeitet wird. Was das Team dort und vor Ort an der Rennstrecke leistet.” Noch besser bewertete Vettel die Leistung seines Teamkollegen Charles Leclerc. Diesem gab er 1-. Seine Begründung: “Er hatte andere Voraussetzungen als ich, fährt erst sein zweites Jahr Formel 1. Ich glaube für ihn ist es ein Stück weit besser gelaufen als für mich.”

Vettel: “Würde lügen, wenn ich sage, dass es nicht gut getan hat”

In Singapur feierte Vettel seinen ersten Sieg seit 392 Tagen. Auf die Frage, was sich seither verändert hat, antwortete Vettel: “Die Fragen. Mein Gefühl hat sich seitdem nicht verändert. Ich versuche, vor jedem Rennen den persönlichen Resetknopf zu drücken, um konzentriert zu sein. Aber ich würde lügen, wenn ich sage, dass es nicht gut getan hat.”

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Dennoch mahnt Vettel zur Besonnenheit: “Man darf nur nicht den Fehler machen zu glauben, jetzt wäre auf einmal alles gut.”

Aber Vettel räumte auch Fehler in dieser Saison ein. Lange Zeit fuhr er mit Ferrari hinter Mercedes her, erst in den vergangenen Wochen wendete sich das Blatt. Aus der Sicht des Deutschen habe man “so viele Sachen probiert, dass sich das Gefühl für das Auto nie so richtig entwickelt hat. Vielleicht wäre es besser gewesen, nicht so viel zu probieren, sondern sich einfach ans Auto zu gewöhnen.”

Vettel steht bei Ferrari noch bis Ende 2020 unter Vertrag und hat bereits vier Weltmeistertitel in seiner bisherigen Laufbahn gewonnen.

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Vettel drohte nach Aus Stromschlag mit 1000 Volt

Ein beherzter Sprung in Richtung Boden beendete das Rennen von Ferrari-Pilot Sebastian Vettel  in Russland endgültig.

Was nach einem harmlosen Sprung aussah, passierte aus einem gutem Grund: Denn Vettel drohte andernfalls ein 1.000-Volt-Stromschlag. Wie Ferrari bekannt gab, hatte es einen Defekt am Hybrid-System des Motors gegeben.

Formel-1-Rennleiter Michael Masi erklärte nach dem Rennen: “Das Auto war in einem unsicheren Zustand. Es stand offenbar unter Strom. Wir haben deshalb keine Sekunde gezögert, eine Virtual-Safety-Car-Phase auszulösen, um den Streckenposten eine sichere Bergung zu ermöglichen.”

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Darum musste Vettel aus dem Cockpit springen

Durch das Hybridsystem besitzen die heutigen Formel-1-Boliden neben einem Verbrennungsmotor auch eine Batterie. Das Gesamtsystem operiert mit einer Spannung von 1000 Volt.

Hätte Vettel Boden und Fahrzeug gleichzeitig berührt, wäre es zu einem Stromschlag gekommen, weil die elektrische Energie durch den Körper geleitet wird. 

Vor dem Aussteigen hatte Vettel am Funk nur noch einen Wunsch: “Bringt die verdammten V12-Motoren zurück.” Diese hatten damals keine Elektronik und Vettel wäre wohl noch im Rennen von Sotschi gewesen.

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Kohl: Blödsinn, Ferrari das vorzuwerfen

Die Peter Kohl-Kolumne zum Großen Preis von Russland zum Durchklicken:

Peter Kohl blickt auf den Großen Preis von Russland zurück. er erklärt, warum Ferrari Gefahr läuft, jetzt auch schon die nächste Saison in den Sand zu setzen.

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Aber unabhängig davon findet er lobende Worte für Charles Leclerc. Dazu lobt er auch Carlos Sainz jr. und Lando Norris.

Mit Robert Kubica hat er Mitleid.

Die Tops und Flops des GRoßen Preis von Russlands!

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Die Gründe für das Ferrari-Fiasko

Am Ende dieses frustrierenden Tages an der Schwarzmeerküste war man sich bei Ferrari nur in einem Punkt einig: dass die Geschehnisse während der ersten Rennhälfte beim Großen Preis von Russland intern geklärt würden.

Ansonsten aber hinterließ die Scuderia in Sotschi vor allem den Eindruck der Uneinigkeit nach einem Rennen, das für Sebastian Vettel wegen eines technischen Defekts schon in Runde 28 vorbei war und Charles Leclerc hinter dem Mercedes-Duo nur auf Rang drei beendete.

Es ging vor allem um die Absprache, dass Vettel seine Führungsposition wieder an den Teamkollegen Leclerc abgeben sollte, falls er im Windschatten des Monegassen auf Platz eins gespült werden sollte.

Ferrari-Taktik mit Haken

Allerdings wurde auch ziemlich schnell der Haken an diesem Vorhaben deutlich. Vettel übernahm dank eines fantastischen Starts zwar die Führung, war dann aber so schnell, dass ihm Leclerc gar nicht mehr folgen konnte. (Teamwertung der Formel 1)

Was sich dann zwischen den beiden Fahrern und den Team-Verantwortlichen abspielte, hörte sich nach dem Rennen bei den Beteiligten unterschiedlich an.

“Die Taktik war, mit Windschatten am Ende der Gerade auf P1 und P2 zu liegen”, erklärte Leclerc das Vorhaben, Lewis Hamilton am Start auf Position drei zu verdrängen.

Wer den ersten und wer den zweiten Platz belegen sollte, erklärte er nicht. Aus dem Funkverkehr wurde aber schnell deutlich, dass Leclerc vorne liegen sollte.

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Vettel: “Habe Absprache eingehalten”

Vettel jedoch offenbarte eine andere Version und behauptete: “Ich habe meinen Teil der Absprache eigentlich eingehalten.” Er habe zu dem Zeitpunkt nicht verstanden, warum er Leclerc so früh vorbeilassen sollte.

Was nach dem Grand Prix recht diplomatisch klang, hörte sich jedoch während des Rennens noch anders an. “Ich hätte ihn sowieso gekriegt”, wehrte er sich auf der Strecke noch lautstark gegen die Anordnung. Vettel war also der Meinung, er hätte den Windschatten von Leclerc gar nicht gebraucht.

Zumindest konnte er die Crew am Kommandostand davon überzeugen, den Platztausch fürs Erste zu verschieben, was wiederum bei Leclerc nicht gut ankam.

Am Ende war es Teamchef Mattia Binotto, der nach dem Rennen zumindest für etwas Klarheit sorgte. “Charles hat Seb am Start Windschatten gegeben, um sicherzustellen, dass wir in der ersten Runde Erster und Zweiter sind. Das hat uns in die beste Position gebracht, um das Rennen zu kontrollieren”, sagte er.

Danach wollte das Team eigentlich zurücktauschen. “Aber Seb war sehr schnell”, so Binotto. Daher verschob man den Platztausch bis zum Boxenstopp.

Auch wenn das wenigstens dann funktionierte, hatten sich beide Piloten zuvor so sehr am Funk aufgerieben, dass dies nicht spurlos an ihnen vorbeigegangen sein dürfte. (Fahrerwertung der Formel 1)

Ferrari-Boss verärgert über Vettel-Ausfall

Zu allem Überfluss musste Binotto auch noch den Ausfall von Vettel erklären. “Wir waren ungenügend in Sachen Standfestigkeit. Das war heute nicht das erste Mal, dass die Wagen nicht zuverlässig gelaufen sind”, sagte der Italiener verärgert. “Wir hatten ein Problem mit dem Hybrid-Teil des Motors, die genaue Ursache müssen wir noch ergründen.”

Und Pech hatte Ferrari auch noch. Denn ausgerechnet die Safety-Car-Phase, die Vettel mit seinem Ausfall ausgelöst hatte, nutzte Mercedes zum vorentscheidenden Manöver.

Hamilton hatte auf den harten Reifen so lange ausgehalten, bis ihn die Stopps der Konkurrenten an die Spitze des Feldes spülten. Und nun konnte er während der Safety-Car-Phase seine Reifen wechseln, ohne die Führungsposition zu verlieren.

Ferrari startete noch einen letzten Angriff, um zumindest Valtteri Bottas von Platz zwei zu verdrängen, und stattete Leclerc während der Safety-Car-Phase ebenfalls mit den weichen Reifen aus.

Doch auch dies brachte nicht den gewünschten Erfolg. Leclerc musste sich mit Rang drei zufriedengeben an einem Tag, der für Ferrari so verheißungsvoll begann und dann doch in einem Fiasko endete.

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Ferraris Funk-Wirrwarr von Sotschi im Protokoll

Es war der Aufreger beim Großen Preis von Russland!

Wenige Augenblicke nach dem Start entwickelte sich im Boxenfunk der Scuderia ein wahres Schauspiel.

Was war passiert?

Der von Rang drei gestartete Vettel hatte beim Start seinen Windschatten genutzt und sich nicht nur an Lewis Hamilton, sondern auch an Teamkollege Charles Leclerc vorbeigeschoben.

Passieren ließ Vettel den jungen Monegassen in der Folge nicht, und das, obwohl er von der Teamleitung und seinem Teamkollegen dazu aufgefordert wurde.

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Der Teamfunk zum Nachlesen:

Gleich nachdem Vettel an Leclerc vorbeigezogen war, ließ der Monegasse sein Team wissen, dass er seinen Teil der Abmachung erfüllt habe. Als Vettel seinen ersten Platz aber nicht direkt wieder hergab, beruhigte die Scuderia den 21-Jährigen und versicherte ihm: “Sebastian wird dich in der nächsten Runde vorbeilassen.”

Für Vettel allerdings keine Option. Der Deutsche wehrte sich gegen das Vorhaben seines Teams. “Ich hätte ihn sowieso gekriegt, aber lasst uns noch zwei Runden lang wegfahren”, war via Funk zu hören. Hintergrund: Vettel wollte erst den Vorsprung auf die dahinterfahrenden Silberpfeile vergrößern.

Doch am Kommandostand der Scuderia war die Ansage klar: “Lass Charles vorbei”.

Vettel folgt Anweisungen nicht

Der Konter des viermaligen Weltmeisters ließ jedoch nicht lange auf sich warten. “Nun, dann sagt ihm doch, er soll näher ranfahren”, so die Ansage des Deutschen.

Auch Leclerc antwortete schnell. “Ihr habt mich hinter ihn zurückgereiht. Ich habe alles eingehalten. Wir sprechen später, aber jetzt ist es schwierig, die Lücke zu schließen.”

Vettel wurde dann darüber informiert, dass sein Teamkollege den Rückstand auf ihn verringern werde. “Lass ihn vorbei, er ist 1,4 Sekunden hinten”, funkte das Ferrari-Team Vettel zu. Wenig später erfolgte dann ein neuer Funkspruch in Richtung Vettel.

“Wir schauen nach Plan C, Charles ist 1,9 Sekunden zurück”. Zudem teilte man Vettel mit, dass er das schnellste Auto im Feld sei. “Konzentriere dich, du machst das gut”, war zu hören.

Undercut bringt Leclerc nach vorne

Die Entscheidung der Scuderia, den Rücktausch zu verschieben, wurde dann auch Leclerc mitgeteilt. “Charles, wir werden ein bisschen später wechseln. Lewis ist nahe dran und wir wollen jetzt pushen. Wir werden es später machen, fokussiere dich auf dein Rennen.”

Der Monegasse war mit der Ansage der Scuderia allerdings nur bedingt einverstanden. “Ich verstehe das total. Ich will nur sagen, dass ich alles eingehalten habe. Ich habe ihm den Windschatten gegeben, kein Problem. Dann habe ich versucht zu pushen, aber meine Reifen überhitzten. Aber kein Problem”, so der 21-Jährige.

Auf der Strecke verlor Leclerc im Anschluss immer weiter, durch den geplanten Undercut schob sich der Monegasse aber wieder vor seinen Teamkollegen. Wenig später schied Vettel aufgrund eines Batteriedefektes aus, Leclerc landete nach einer Safety-Car-Phase nur noch auf Rang drei.

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