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Leclerc und Vettel favorisiert – wer siegt in Sotschi?

Gibt es den vierten Sieg in Folge von Ferrari? Nach dem Qualifying in Sotschi deutet zumindest einiges darauf hin. Denn Charles Leclerc geht bereits zum vierten Mal in Folge von der Pole ins Rennen. (Formel 1: Rennen in Sotschi ab 13.10 Uhr im LIVETICKER)

Für seinen Teamkollegen Sebastian Vettel reichte es zwar nur für Startplatz drei, doch dank der überlegenden Topspeed ist ein Überholmanöver gegen Lewis Hamilton nach dem Start alles andere als unwahrscheinlich. Zumal beide Mercedes-Piloten mit härteren Reifen als die Ferrari losfahren. (DATENCENTER: Ergebnis des Qualifyings aus Sotschi)

Eine Entscheidung, die bei Ferrari für Verwunderung sorgte: “Das hat uns überrascht. Das hatten wir nicht in Erwägung gezogen. Wir müssen verstehen, warum sie diese Wahl getroffen haben. Wir glauben, dass der Soft einen Grip-Vorteil am Start liefert. Denn der Start wird morgen der Schlüssel zum Erfolg sein”, sagte Teamchef Mattia Binotto.

Vettel mit Befreiungsschlag in Singapur

Spannend dürfte erneut auch der teaminterne Kampf bei Ferrari werden. Am vergangenen Sonntag hatte Vettel in Singapur den vermeintlichen Befreiungsschlag in einer bis dahin völlig verkorksten Saison gelandet und nach 392 Tagen endlich wieder gewonnen.

Dabei profitierte er allerdings auch von einer besseren Boxenstrategie als bei Leclerc, der seinen Ärger darüber noch während des Rennens über den Teamfunk Luft gemacht hatte. Ein ähnliches Szenario ist daher in Sotschi nicht zu erwarten.

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Mercedes setzt dagegen all seine Hoffnung auf die Rennpace und den möglichen Reifenvorteil gegen Ende des Rennens. Doch der enorm große Vorteil der Scuderia auf der Geraden bereitet den Silberpfeilen Kopfzerbrechen. Laut Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ist Ferrari auf den Geraden “sieben, acht Zehntel schneller”.

Hamilton führt WM deutlich an

Sechs Rennen vor Saisonende beträgt Hamiltons Vorsprung allerdings immer noch beruhigende 96 Punkte auf einen Nicht-Mercedes-Fahrer – und auch der Rückstand von Teamkollege Valtteri Bottas beträgt stolze 65 Punkte. (SERVICE: Fahrerwertung)

Leclerc liegt mit 200 Punkten aktuell punktgleich mit Verstappen auf dem dritten Platz. Lediglich sechs Punkte dahinter folgt der viermalige Weltmeister Vettel, der sich mit einem Sieg auf Rang drei verbessern könnte.

So können Sie das F1-Rennen in Singapur LIVE verfolgen:

TV: RTL, Sky
Stream: Skygo
Liveticker: Sport1.de und SPORT1 App

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Leclerc führt alle vor – doch Vettel hat einen Trumpf im Ärmel

“Fuck. Ich habe den letzten Sektor komplett verhauen.”

Wer nur das Ergebnis des Qualifyings kennt, wird kaum darauf kommen, dass dieser kurze Wutausbruch ausgerechnet von Ferrari-Pilot Charles Leclerc kam. (Formel 1: Rennen in Sotschi ab 13.10 Uhr im LIVETICKER)

Der Monegasse hatte soeben seine Pole-Zeit noch einmal unterboten und als erster Fahrer seit Michael Schumacher 2001 vier Mal in Folge einen Ferrari auf die Pole gestellt – doch der nicht ganz optimale letzte Sektor ärgerte ihn dennoch.

Binotto staunt über Leclerc

Diese Szene unterstreicht, aus welchem Holz das Riesentalent der Scuderia geschnitzt ist. Leclerc geht es nicht nur darum, der Schnellste zu sein – er will auch stets seine bestmöglichste Leistung abrufen. (DATENCENTER: Ergebnis des Qualifyings aus Sotschi)

Selbst bei Ferrari staunte man über die Pace von Leclerc. “Es überrascht, wie schnell er ist. Das ist großartig für ein Team, wenn man sich auf einen so schnellen Fahrer verlassen kann”, schwärmte Teamchef Mattia Binotto. (Fahrerwertung der Formel 1)

Für Binotto ist Leclerc inzwischen ein Fahrer, der den Unterschied machen und sogar siegen kann, wenn er einmal nicht das schnellste Auto zur Verfügung hat: “Auch in Rennen, wo wir womöglich nicht das beste Auto haben, kann er das kompensieren. Seit Saisonbeginn hat er sich sehr stark verbessert.”

Leclerc distanziert Hamilton und Vettel

Zwar hatte auch Sebastian Vettel laut eigener Aussage “einen kleinen Schnitzer” in seinem letzten Run – doch wie spielerisch Leclerc die mehrmaligen Weltmeister Lewis Hamilton und Vettel abhing, war zweifelsohne beeindruckend.

Leclerc scheut auch nicht vor teaminternen Ärger zurück, wenn er sich ungerecht behandelt fühlt, wie er in dieser Saison schon mehrfach bewiesen hat. Es erscheint daher äußerst unwahrscheinlich, dass die Scuderia Vettel wie in Singapur eine Chance gibt, Leclerc per Stopp zu überholen.

Auch Hamilton und Max Verstappen bekamen im Laufe der Saison die Härte des Monegassen bereits zu spüren, wenngleich vermehrt auf der Strecke und nicht abseits. Dennoch wissen alle Topstars inzwischen, dass mit diesem Leclerc nicht gut Kirschen essen ist.

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Leclerc muss am Start auf Vettel achten

Trotz der Pole dürfte es für Leclerc im Rennen nicht leicht werden. Sollten die Reifen von Ferrari gegen Ende nicht schlappmachen oder Leclerc den Start verhauen, dürfte dabei von Hamilton trotz Startplatz zwei weniger Gefahr ausgehen als von Vettel.

Der Deutsche wirkte jedenfalls trotz seines Fehlers, der ihn Rang zwei kostete und des deutlichen Rückstands auf Leclerc erstaunlich entspannt – dies hatte wohl vor allem mit seiner Startposition zu tun.

Als Dritter könnte Vettel vom doppelten Windschatten und der enormen Ferrari-Power auf den Geraden profitieren. Leclerc unkte bereits: ”Ich bin mir nicht sicher, ob es die beste Strecke ist, um auf der Pole-Position zu stehen. Die Gerade ist ziemlich lang bis zur ersten Kurve.”

Hamilton hofft auf Windschatten

Auch Hamilton hofft deshalb, dass der Windschatten ihm eine Attacke auf Leclerc ermöglicht: “Ich werde versuchen, so viel Windschatten wie möglich von Charles zu kriegen – sofern ich die Chance bekomme, denn die Ferrari starten meist sehr gut.”

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Doch sieben, acht Zehntel, die Mercedes auf der langen Gerade laut Motorsportchef-Toto Wolff auf Ferrari verliert, wird selbst der Windschatten nicht wettmachen können oder zumindest zu einem relativ schnellen Konter der Scuderia-Fahrer führen.

Denn Ferrari hat noch einen zweiten Trumpf gegenüber Mercedes im Ärmel: Die Italiener starten im Gegensatz zu den Silberpfeilen auf den weichen Reifen, was gerade zu Rennbeginn ein klarer Vorteil sein sollte.

Ferrari rätselt über Mercedes-Strategie

Bei Ferrari rätselt man noch, warum Mercedes eine andere Strategie wählte. “Wir müssen verstehen, warum sie diese Wahl getroffen haben. Wir glauben, dass der Soft einen Grip-Vorteil am Start liefert. Denn der Start wird der Schlüssel zum Erfolg sein”, sagte Teamchef Binotto.

Womöglich ist es einfach der Tatsache geschuldet, dass man bei Mercedes trotz der erwartungsgemäß starken Rennpace auf herkömmliche Art und Weise keine echte Siegchance sieht und deshalb auf eine außergewöhnliche Strategie setzt. (Teamwertung der Formel 1)

Viel passieren kann WM-Spitzenreiter Hamilton nicht, falls die Taktik nicht aufgeht, denn “Wingman” Valtteri Bottas ist auf der gleichen Strategie unterwegs und Verstappen fährt aufgrund seiner Strafversetzung wohl von zu weit hinten los, um Hamilton gefährden zu können.

Leclerc hat solche Sorgen nicht. Er wird allen zeigen wollen, dass der zweite Platz in Singapur nur der für ihn ungünstigen Boxenstopp-Strategie von Ferrari geschuldet war und er die Nummer 1 im Team ist.

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Geht die Ferrari-Fehde weiter?

An diesem Wochenende steht in der Formel 1 der Große Preis von Russland auf dem Programm. (Formel 1: Qualifying zum GP von Russland, ab 14 Uhr im SPORT1-Liveticker)

Zunächst müssen die Fahrer im Sotschi Autodrom im Qualifying an den Start. Dabei sind alle Augen auf die beiden Ferrari-Rivalen Charles Leclerc und Sebastian Vettel gerichtet. Nach den Vorkommnissen im Qualifying von Monza und den Unstimmigkeiten nach Vettels Sieg in Singapur scheint bei der Scuderia Feuer unter dem Dach zu sein.

Rein sportlich läuft es aber aktuell bei Ferrari. Die letzten drei Pole-Positions holte Leclerc. Dazu wurde bei den letzten drei Siegerehrungen jeweils die italienische Hymne gespielt. Grund genug für Mercedes, das endlich wieder zu ändern und in die Erfolgsspur zurückzukehren.

Grund zum Opptimismus gibt es genug für Mercedes. Immerhin scheint die Strecke in Sotschi wie gemalt für die Silberpfeile zu sein. 2014 wurde der Russland GP nach genau 100 Jahren wieder in den Rennkalender aufgenommen und bisher konnte Mercedes alle fünf Rennen gewinnen. Allein Lewis Hamilton trug sich drei Mal in die Siegerliste ein.

Schafft Ferrrari die nächste Pole?

Natürlich wird Ferrari alles dransetzen, die aktuelle Erfolgswelle fortzusetzen und sich in Russland die vierte Pole in Folge zu holen. “Nach drei Siegen in Serie brennen wir jetzt darauf, nach Russland zu kommen und zu überprüfen, ob unsere neuesten Updates auf einer erneut anderen Strecke funktionieren”, setzt Teamchef Mattia Binotto seine Hoffungen auf das neue Update.

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Allerdings weiß man auch bei Ferrari, dass der Singapur-Sieg nicht nur dem Upgrade zu verdanken war. “Die Aero-Upgrades waren ein Schritt nach vorne, aber das kann nicht alles erklären, was wir da gesehen haben”, so Binotto. “Singapur ist auch ein ganz besonderer Kurs … mit den Mauern … da machen auch die Fahrer den Unterschied.”

Trotzdem nimmt man bei Mercedes das neue Ferrari-Paket ernst. Vor allem für das Qualifying bereitet die Scuderia den Silbernen Sorge. “Sie haben das Auto für eine Runde getunt und das war gewaltig”, lobt Motorsportchef Toto Wolff die Leistung des Konkurrenten in Singapur.

Es wird also erneut zu einem spannenden Duell um die Pole Position kommen.

Hamilton auf WM-Kurs

Im Gegensatz zu anderen Strecken ist die Pole Position in Russland aber noch keine Garantie für einen Rennerfolg. Bisher konnten erst zwei Piloten einen Start-Ziel-Sieg feiern.

Unabhängig davon liegt Lewis Hamilton in der Gesamtwertung weiterhin klar auf Kurs Titelverteidigung. Der Brite hat nach acht Siegen mittlerweile 65 Zähler Vorsprung auf seinen finnischen Teamkollegen Valtteri Bottas.

Die ersten Nicht-Mercedes-Piloten in der Fahrerwertung sind Max Verstappen im Red Bull und Charles Leclerc mit jeweils 200 Punkten. Vettel liegt mit 194 Punkten nur knapp dahinter. (SERVICE: Die Formel 1-Fahrerwertung im SPORT1-Datencenter)

So können Sie das F1-Qualifying in Russland LIVE verfolgen:

TV: RTL, Sky
Stream: Skygo
Liveticker: Sport1.de und SPORT1 App

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F1-Hammer offiziell! McLaren kehrt zu Mercedes zurück

Ein echter Formel-1-Hammer ist nun offiziell: McLaren wird 2021 den Motorenpartner wechseln und zu Mercedes zurückkehren.

Das berichtete zunächst Auto Motor und Sport, McLaren bestätigte am Samstag die Zusammenarbeit bis mindestens 2024.

McLaren-Chef Zak Brown bezeichnete den Deal mit Mercedes als einen wichtigen Schritt “auf unserem Weg, in der Formel langfristig wieder erfolgreich zu sein. Mercedes ist der Maßstab, sowohl als Team als auch mit seiner Power Unit.”

Brown ergänzte: “Diese Bekanntgabe spiegelt das Vertrauen unserer Teilhaber wider und ist zugleich eine wichtige Botschaft an unsere Investoren, Mitarbeiter, Partner und Fans: Wir sind fest entschlossen, McLaren wieder an die Spitze des Feldes zurückzuführen.”

Wolff sieht Zusammenarbeit als “Meilenstein”

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff lobte: “Wir freuen uns sehr, McLaren im Rahmen dieser Power-Unit-Vereinbarung wieder in der Motorsport-Familie von Mercedes begrüßen zu dürfen. Obwohl beide Marken eine prestigeträchtige Historie vorzuweisen haben, geht es in dieser neuen Zusammenarbeit nur um den Blick nach vorne und den Beginn einer neuen Ära für Power-Unit-Zulieferer in den kommenden Jahren.”

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Er hoffe, dass die langfristige Partnerschaft “einen weiteren Meilenstein für McLaren darstellen wird, die in diesem Zuge die Topteams, inklusive unseres Werksteams, fordern möchten.”

Drei WM-Titel als McLaren-Mercedes

Der britische Rennstall war schon von 1995 bis 2014 mit den Motoren der Stuttgarter unterwegs – und das teilweise äußerst erfolgreich. Mika Häkkinen (Finnland/1998 und 1999) sowie Lewis Hamilton (Großbritannien/2008) wurden in einem McLaren-Mercedes Weltmeister, 1998 kam der Titel in der Konstrukteurs-Wertung dazu.

Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Mercedes wechselte McLaren zu Motoren von Honda. Damit begann der Abstieg des Traditionsrennstalls. Nachdem McLaren im Jahr 2017 den vorletzten Platz der Konstrukteurs-WM belegte, trennten sich die Briten von Honda und wechselten zu Renault.

Vertrag bis mindestens 2024

Mit den Franzosen als Motorenpartner ging es zwar wieder bergauf, die Spitzenresultate blieben jedoch auch weiterhin aus. Jetzt soll die Wiedervereinigung mit Mercedes das Team zu alter Stärke führen. Der Vertrag mit Renault läuft Ende 2020 aus. Die neue Partnerschaft wurde bis mindestens 2024 festgeschrieben.

Die Gerüchte um eine Wiedervereinigung von McLaren und Mercedes hielten sich schon länger. McLaren hofft durch die neue Partnerschaft auf mehr Stabilität und geringere Kosten.

Mercedes beliefert damit ab 2021 gleich vier Teams in der Formel 1. Neben dem eigenen Werksteam beliefern die Stuttgarter aktuell noch Racing Point und Williams mit Aggregaten. Renault verliert dagegen den einzigen verbliebenen Kunden, Red Bull war 2019 zu Honda gewechselt.

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Riesenzoff mit Vettel: Leclerc kriecht zu Kreuze

Sebastian Vettel zog sogar den großen Michael Schumacher als Beispiel heran, Charles Leclerc kroch effektvoll zu Kreuze – vor dem Großen Preis von Russland wurde der Auftritt der Ferrari-Stars am Donnerstag in Sotschi zum Friedensgipfel.

Wenige Tage nach dem Stresstest von Singapur lautete die Botschaft: Nichts ist größer als die Scuderia. Der Erfolg des Rennstalls steht im Mittelpunkt.

“Es gab zu keinem Zeitpunkt Probleme mit Sebastian”, sagte Leclerc, der am vergangenen Sonntag aufgrund der Teamstrategie den Sieg an seinen Stallrivalen verloren und sich im Funk lautstark darüber beschwert hatte.

Diese Reaktion, sagte der 21-Jährige nun, “war überzogen, das zeigt, dass ich noch viel zu lernen habe. Es wird nicht wieder vorkommen. Das Team hatte recht, die Strategie war die richtige.”

Auslöser sei der während des Rennens so hohe Adrenalinspiegel gewesen. “Ich wache morgens auf und denke an Siege, ich gehe abends schlafen und denke an Siege”, sagte Leclerc. “Das ist sehr wichtig für mich. Aber ich muss mich in diesen Situationen besser kontrollieren. Und einfach die Klappe halten.”

Ferrari Doppelsieg in Singapur

Leclerc hatte in Singapur die Führung verloren, da das Team eine Chance kurzfristig nutzte und Vettel zuerst zum Stopp rief. Letztlich führte das zum ersten Doppelsieg der Scuderia seit mehr als zwei Jahren, Leclerc aber blieb nur Rang zwei.

Vettel zeigte dennoch Verständnis für seinen elf Jahre jüngeren Kollegen. “Ich kann seinen Unmut nachvollziehen”, sagte der viermalige Weltmeister. “Und man sollte Dinge, die am Funk gesagt werden, nicht überbewerten. Emotionen gehören im Sport dazu, sonst könnte man keine Leistung bringen.”

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Seit der Sommerpause zeigt sich Ferrari stark verbessert, sodass beide Piloten mit Mercedes-Star Lewis Hamilton um Siege kämpfen können. Da sei dieser Ehrgeiz normal. “Wir beide wollen gewinnen, auf der obersten Stufe ist aber nur Platz für einen”, sagte Vettel.

Zumindest neben der Strecke scheint der Friede bei Ferrari vorerst stabil.

Kommen am Sonntag (ab 13.10 Uhr MESZ im LIVETICKER) wieder Emotionen ins Spiel, wird er auf die Probe gestellt. Und ob dann wirklich der Gedanke an die Schumacher-Ära hilft, bleibt abzuwarten. “Nicht mal Michael war als Pilot größer als das Team”, sagte Vettel. “Und der ist schon ziemlich groß.”

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Motorentausch: Verstappen und Red Bull bestraft

Red-Bull-Star Max Verstappen und alle weiteren Formel-1-Piloten mit Honda-Antrieb werden am Sonntag (ab 13.10 Uhr im SPORT1-LIVETICKER) in der Startaufstellung zum Großen Preis von Russland zurückversetzt.

Wie der japanische Motorenhersteller am Donnerstag bekannt gab, werden alle vier Boliden mit einem neuen Verbrennungsmotor ausgestattet.

Der WM-Vierte Verstappen (Niederlande) und sein Red-Bull-Teamkollege Alex Albon (Thailand) müssen daher mit einer Fünf-Plätze-Strafe rechnen, das Gleiche gilt für Pierre Gasly (Frankreich) im Toro Rosso.

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Für dessen Teamkollegen Daniil Kwjat (Russland) ist ausgerechnet bei seinem Heimrennen ein Austausch der kompletten Power Unit notwendig, er wird daher ans Ende des Feldes versetzt.

Hintergrund der Motorenwechsel sind strategische Überlegungen Hondas. Zwei Wochen nach dem Grand Prix in Sotschi steht das Heimrennen der Japaner in Suzuka an, dort will Honda mit frischen Motoren gut aussehen und nimmt die Strafen daher schon in Sotschi auf einem Kurs in Kauf, der den Boliden ohnehin weniger liegen sollte.

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Wolff sieht Eskalationsgefahr bei Ferrari

Toto Wolff sieht die Gefahr eines teaminternen Zoffs bei Mercedes-Konkurrent Ferrari.

“Wenn zwei Alphatiere um eine Position kämpfen, gibt es dieses Potenzial einer Eskalation. Wir haben das erlebt”, wird der Mercedes-Teamchef in der Bild zitiert.

Wolff bezog sich auf den Krach zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg, die zwischen 2013 und 2016 für Mercedes fuhren und sich teilweise harte Duelle lieferten.

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Wolff sieht in Ferrari-Kampf Vorteil für Mercedes

Auch bei Ferrari kämpfen beide Piloten um den Nummer-Eins-Status: Am Wochenende gewann Sebastian Vettel in Singapur, die beiden Rennen zuvor entschied Teamkollege Charles Leclerc für sich.

Wolff selbst sieht den sich anbahnenden Kampf bei Ferrari gelassen. “Was gut für uns ist: So nehmen sie sich gegenseitig die Punkte weg”, erklärte der 47-Jährige.

Trotz der zuletzt enttäuschenden Leistungen von Mercedes hat Hamilton noch einen großen Vorsprung in der WM-Wertung, der beste Ferrari-Pilot Leclerc (200 Punkte) liegt noch hinter Mercedes-Pilot Valtteri Bottas (231) und bereits 96 Punkte hinter Spitzenreiter Hamilton (SERVICE: Fahrerwertung).

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Stuck: Ob Vettel "sich das antun will"?

Für Sebastian Vettel wird das Wort Befreiungsschlag von nun an eng mit dem Großen Preis von Singapur verknüpft sein.

Nach 392 Tagen fuhr der viermalige Weltmeister endlich mal wieder einen Sieg in der Formel 1 ein. Zuvor war der Druck auf ihn sehr hoch, denn Teamkollege Charles Leclerc machte Vettel mit zwei Siegen in Serie den Status der Nummer eins mehr als streitig.

Auch Motorsport-Legende Hans-Joachim “Striezel” Stuck hob bei SPORT1 die Bedeutung des Sieges hervor.

Vettel muss “Saison für sich gut abschließen”

“Es ist perfekt gelaufen. Das ist für ihn wirklich wichtig, mit Ferrari gewonnen zu haben und ganz oben auf dem Treppchen zu stehen.”

Für die verbleibenden sechs Rennen gehe es für Vettel darum, “Punkte und vielleicht noch den einen oder anderen Sieg zu holen, damit er mit der Saison für sich gut abschließen kann”, erklärt Stuck.

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Stuck sieht Leclerc nicht vor Vettel

In der Fahrerwertung liegt Vettel aktuell mit 194 Punkten auf Rang fünf, sechs Zähler hinter Teamkollege Charles Leclerc und 102 hinter dem WM-Führenden Lewis Hamilton.

Trotz des Auftrumpfens von Leclerc in den vergangenen Wochen sieht Stuck den Monegassen “nicht als Nummer eins” bei Ferrari. “Leclerc ist momentan der Held und der erste Ferrari-Sieger in Monza seit neun Jahren. Er ist jung und motiviert im Moment alle, aber mit Sicherheit hat Sebastian auch noch ein gutes Standing”, meint Stuck.

Dennoch hat Vettel in den vergangenen Wochen viel Kritik einstecken müssen. Presse und Fans hatten den 32-Jährigen regelrecht angezählt und seine Qualitäten in Frage gestellt.

Für Stuck ist dies aber ein normaler Prozess in der Formel 1: “Zuerst wird man in den Himmel gelobt und dann ist man praktisch der ‘Depp’. Das haben alle guten Fahrer schon mitgemacht. Dafür werden die Piloten gut bezahlt und müssen damit leben.” Besonders ausgeprägt sei dieses Extrem bei Ferrari: “Die Leute im Team beziehen sehr schnell Position. Es ist sicherlich ein Hotspot in jeder Beziehung.”

Stuck: “Nächste Saison muss wieder alles passen”

Nun konnte Vettel das Blatt aber wieder ein Stück weit zu seinen Gunsten wenden, für Stuck auch zwingend notwendig, denn “in der nächsten Saison muss wieder alles passen”.

Vettels Vertrag läuft nach der Saison 2020 aus und momentan ist eine erneute Vertragsverlängerung bei Ferrari alles andere als sicher. Sein Status im Team wird dabei ein anderer sein, als vor der laufenden Saison.

“Im kommenden Jahr geht es bei null wieder los. Da gibt es keine Nummer eins und Nummer zwei. Anschließend ist der Fahrer mit den besseren Ergebnissen zu Beginn Nummer eins”, erklärt Stuck.

Dabei steht Vettel aber ein “harter Kampf” bevor, so Stuck: “Der ‘Alte’ versucht sich zu behaupten und der ‘Junge’ will seine Stellung manifestieren.”

Vettel kommt “in eine Umbruchphase”

Sollte der Heppenheimer tatsächlich im kommenden Jahr seinen ersten WM-Titel mit Ferrari einfahren, läge seine Zukunft mutmaßlich weiter im italienischen Team. Sollte ihm dies nicht gelingen oder er strebt von sich aus eine “Luftveränderung” an, sind die Optionen in der Formel 1 rar gesät.

“Erstens ist die Frage, ob er weitermachen will. Dafür braucht er ein konkurrenzfähiges Auto. Außerdem tritt 2021 das neue Reglement in Kraft. In der Richtung muss man auch erstmal abwarten, wie es sich entwickelt”, erklärt Stuck.

Für den 68-Jährigen ist aber klar, dass Vettel “in eine Umbruchphase” kommt und sich die Frage stellen müsse, “ob er sich das antun will.”

Denn mit dem neuen Reglement werde die Technik weniger Einfluss haben und man könne einfacher überholen, erklärt Stuck: “Das heißt auch, dass hoffentlich mehrere Teams siegfähig sein werden. Dann ist die Frage: Braucht Vettel das?”

Vettel in einem Team mit Hamilton?

Zur Idee, dass Vettel zukünftig gemeinsam mit Hamilton in einem Team fahren könnte, hat Stuck eine klare Meinung: “Ich glaube, dass das nicht passieren wird.”

Er führt aus: “Lewis ist ein eigensinniger Charakter. Das ist auch gut so und Sebastian ist genauso. Das ist kein Vorwurf, sondern viel mehr ein Kompliment. Für beide ist es wichtig, dass sie die Nummer eins in ihrem Team sind. Deswegen ist es vom Grundsatz her nicht gut, wenn die beiden in einem Team fahren.”

In der Formel 1 werde Vettel über 2020 hinaus wohl nicht weitermachen, “wenn er nicht sicher weiß, dass es ein Topteam ist, in dem er die Chance hat, die Nummer eins zu sein”, sagt Stuck.

Zweifelsohne stehen Vettel nach dem Befreiungsschlag von Singapur nun entscheidende Wochen und Monate bevor.

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Warum Vettels Singapur-Sieg ein echter Befreiungsschlag ist

Für Sebastian Vettel wird das Wort Befreiungsschlag von nun an eng mit dem Großen Preis von Singapur verknüpft sein.

Nach 392 Tagen fuhr der viermalige Weltmeister endlich mal wieder einen Sieg in der Formel 1 ein. Zuvor war der Druck auf ihn sehr hoch, denn Teamkollege Charles Leclerc machte Vettel mit zwei Siegen in Serie den Status der Nummer eins mehr als streitig.

Auch Motorsport-Legende Hans-Joachim “Striezel” Stuck hob bei SPORT1 die Bedeutung des Sieges hervor.

Vettel muss “Saison für sich gut abschließen”

“Es ist perfekt gelaufen. Das ist für ihn wirklich wichtig, mit Ferrari gewonnen zu haben und ganz oben auf dem Treppchen zu stehen.”

Für die verbleibenden sechs Rennen gehe es für Vettel darum, “Punkte und vielleicht noch den einen oder anderen Sieg zu holen, damit er mit der Saison für sich gut abschließen kann”, erklärt Stuck.

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Stuck sieht Leclerc nicht vor Vettel

In der Fahrerwertung liegt Vettel aktuell mit 194 Punkten auf Rang fünf, sechs Zähler hinter Teamkollege Charles Leclerc und 102 hinter dem WM-Führenden Lewis Hamilton.

Trotz des Auftrumpfens von Leclerc in den vergangenen Wochen sieht Stuck den Monegassen “nicht als Nummer eins” bei Ferrari. “Leclerc ist momentan der Held und der erste Ferrari-Sieger in Monza seit neun Jahren. Er ist jung und motiviert im Moment alle, aber mit Sicherheit hat Sebastian auch noch ein gutes Standing”, meint Stuck.

Dennoch hat Vettel in den vergangenen Wochen viel Kritik einstecken müssen. Presse und Fans hatten den 32-Jährigen regelrecht angezählt und seine Qualitäten in Frage gestellt.

Für Stuck ist dies aber ein normaler Prozess in der Formel 1: “Zuerst wird man in den Himmel gelobt und dann ist man praktisch der ‘Depp’. Das haben alle guten Fahrer schon mitgemacht. Dafür werden die Piloten gut bezahlt und müssen damit leben.” Besonders ausgeprägt sei dieses Extrem bei Ferrari: “Die Leute im Team beziehen sehr schnell Position. Es ist sicherlich ein Hotspot in jeder Beziehung.”

Stuck: “Nächste Saison muss wieder alles passen”

Nun konnte Vettel das Blatt aber wieder ein Stück weit zu seinen Gunsten wenden, für Stuck auch zwingend notwendig, denn “in der nächsten Saison muss wieder alles passen”.

Vettels Vertrag läuft nach der Saison 2020 aus und momentan ist eine erneute Vertragsverlängerung bei Ferrari alles andere als sicher. Sein Status im Team wird dabei ein anderer sein, als vor der laufenden Saison.

“Im kommenden Jahr geht es bei null wieder los. Da gibt es keine Nummer eins und Nummer zwei. Anschließend ist der Fahrer mit den besseren Ergebnissen zu Beginn Nummer eins”, erklärt Stuck.

Dabei steht Vettel aber ein “harter Kampf” bevor, so Stuck: “Der ‘Alte’ versucht sich zu behaupten und der ‘Junge’ will seine Stellung manifestieren.”

Vettel kommt “in eine Umbruchphase”

Sollte der Heppenheimer tatsächlich im kommenden Jahr seinen ersten WM-Titel mit Ferrari einfahren, läge seine Zukunft mutmaßlich weiter im italienischen Team. Sollte ihm dies nicht gelingen oder er strebt von sich aus eine “Luftveränderung” an, sind die Optionen in der Formel 1 rar gesät.

“Erstens ist die Frage, ob er weitermachen will. Dafür braucht er ein konkurrenzfähiges Auto. Außerdem tritt 2021 das neue Reglement in Kraft. In der Richtung muss man auch erstmal abwarten, wie es sich entwickelt”, erklärt Stuck.

Für den 68-Jährigen ist aber klar, dass Vettel “in eine Umbruchphase” kommt und sich die Frage stellen müsse, “ob er sich das antun will.”

Denn mit dem neuen Reglement werde die Technik weniger Einfluss haben und man könne einfacher überholen, erklärt Stuck: “Das heißt auch, dass hoffentlich mehrere Teams siegfähig sein werden. Dann ist die Frage: Braucht Vettel das?”

Vettel in einem Team mit Hamilton?

Zur Idee, dass Vettel zukünftig gemeinsam mit Hamilton in einem Team fahren könnte, hat Stuck eine klare Meinung: “Ich glaube, dass das nicht passieren wird.”

Er führt aus: “Lewis ist ein eigensinniger Charakter. Das ist auch gut so und Sebastian ist genauso. Das ist kein Vorwurf, sondern viel mehr ein Kompliment. Für beide ist es wichtig, dass sie die Nummer eins in ihrem Team sind. Deswegen ist es vom Grundsatz her nicht gut, wenn die beiden in einem Team fahren.”

In der Formel 1 werde Vettel über 2020 hinaus wohl nicht weitermachen, “wenn er nicht sicher weiß, dass es ein Topteam ist, in dem er die Chance hat, die Nummer eins zu sein”, sagt Stuck.

Zweifelsohne stehen Vettel nach dem Befreiungsschlag von Singapur nun entscheidende Wochen und Monate bevor.

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"Skandalös!" Ricciardo greift FIA-Bosse an

Daniel Ricciardo kann seine Disqualifikation im Qualifying zum Großen Preis von Singapur auch mit einigen Tagen Abstand nicht verstehen.

“Das war skandalös. Ich hatte eine sehr unruhige Nacht, da ich in meinem Kopf darüber nachdenken musste, warum eine Strafe so hart ausfallen würde”, schimpfte der Renault-Pilot.

Der Australier wurde wegen eines illegalen MGU-K-Systems, das die Energierückgewinnung misst, disqualifiziert. Konkret wurden kurzzeitig auf einer Runde mehr als die maximal erlaubten 120 Kilowatt Leistung im Zeitraining freigegeben.

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Ricciardo greift Kommissare an

“Das (Vergehen, Anm. d. Red.) passierte einmal auf einer einzigen Runde. Wäre das in jeder Kurve die gesamte Session über aufgetreten, würde ich mich nicht beschweren”, erklärte er. “Dennoch haben sie das Ergebnis gelöscht.”

Ricciardo musste letztlich von ganz hinten starten und beendete das Rennen auf Platz 14. Das Wochenende sei für ihn “reine Zeitverschwendung” gewesen, schimpfte der 30-Jährige. “Ich denke, sie sollten mir mein Business-Class-Ticket bezahlen. Das war einfach nur Zeitverschwendung, hierher zu kommen.”

Auf einen Einspruch verzichtete Ricciardo übrigens: “Warum sollte man mit Leuten sprechen, die einem gar nicht zuhören – daher dachten sie (die Rennkommissare), ein Einspruch wäre das nicht wert.”

Masi kontert Ricciardos Vorwürfe

Auf die Vorwürfe angesprochen, gab FIA-Rennleiter Michael Masi Kontra. “Wenn es um technische Verstöße geht, dann hat es Martin Brundle (britischer TV-Kommentator) auf den Punkt gebracht: Entweder du bist schwanger oder eben nicht. Es kann nur eines von beiden sein.”

Bei Verstößen gegen das technische Reglement dürfe es keine Diskussion geben. “Persönlich denke ich, dass wir gefährliches Terrain betreten, wenn wir bei technischen Verstößen plötzlich Spielräume zulassen.”

Ricciardo liegt nach dem punktlosen Wochenende mit 34 Punkten auf Platz neun der Fahrerwertung.

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