Der Unfall mit Lewis Hamilton könnte Sebastian Vettel noch teuer zu stehen kommen.
Wie Auto Motor und Sport und motorsportweek.com berichten, wird Vettel womöglich vor das Internationale Sportgericht der FIA (IT) zitiert. Dort könnte ihm nicht nur eine Geldstrafe, sondern schlimmstenfalls eine Sperre für ein Rennen drohen.
Vettel hatte ohnehin durch eine 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe drei weitere Strafpunkte auf seine Superlizenz erhalten, wodurch er nun bereits neun hat. Sollte der viermalige Weltmeister noch eine weitere Drei-Punkte-Strafe kassieren, würde er für das nächste Rennen gesperrt werden. Nun droht auch noch durch das Sportgericht Ungemach.
Warnung nach Mexiko-Vorfall
FIA-Präsident Jean Todt ist demnach alles andere als begeistert von Vettels erneutem Ausraster. In der vergangenen Saison hatte der Motorsportweltverband ein Auge zugedrückt.
In Mexiko hatte Vettel Renndirektor Charlie Whiting wüst beleidigt, sich aber anschließend bei Whiting und Todt schriftlich entschuldigt. Deswegen hatte Todt sich entschieden, dem viermaligen Weltmeister den Gang vor das Tribunal zu ersparen, ihn aber bereits für einen zukünftigen Fehltritt gewarnt. Der ist nun eingetreten.
Folgt Rennsperre?
Das zwölfköpfige Gremium ist in erster Instanz für alle disziplinarischen Maßnahmen zuständig. Der Präsident der FIA – Todt – kann eine Untersuchung einleiten und einen Untersuchungsbericht zusammenstellen. Anschließend kann er den Fall vor das IT bringen, das Strafen aussprechen kann. Todt sowie der Beklagte – in dem Fall Vettel – können gegen die Entscheidung Berufung einlegen.
Todt stößt vor allem die Absicht hinter Vettels Aktion sauer auf. Zudem belegten Daten, dass Hamilton keine Schuld am Crash trifft. Ob es zu einer Verhandlung kommt, soll noch in dieser Woche entschieden werden. Der Titelkampf könnte für Vettel eine böse Wendung nehmen.

