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Vettel mit Eva auf dem Weg ins Paradies

Nach der Triumphfahrt in Budapest warf Sebastian Vettel seine Reisepläne kurzfristig über den Haufen.

Die Familie musste sich etwas gedulden. Statt der direkten Rückkehr in die Schweiz steuerte Vettel mit dem Ferrari-Team für einen Zwischenstopp den Firmensitz in Maranello an.

Der Sieg auf den Hungaroring wollte gebührend gefeiert werden.

Sommerpause bis Ende August

Bester Stimmung geht Vettel in die Sommerpause der Formel 1, die erst am 23. August in Spa wieder Fahrt aufnimmt. (Der Rennkalender in der Übersicht)

Das ausgegebene Ziel von zwei Saisonsiegen hat der viermalige Weltmeister in seinem ersten Jahr bei Ferrari schon zur Halbzeit erfüllt.

Eigentlich könnte der 28 Jahre alte Heppenheimer den Motor seiner “Eva” abgestellt lassen. Macht er natürlich nicht.

Auch wenn Mercedes weiter das Maß der Dinge ist, können Ferrari und Vettel im Windschatten der Silberpfeile sogar noch auf den WM-Titel schielen.

Nie schlechter als Platz fünf

Doch zunächst einmal blicken Ferrari und Vettel auf ein erstes Halbjahr zurück, das alle Erwartungen übertroffen hat.

Neben den beiden Siegen im Malaysia und Budapest fuhr Vettel in den nun zehn Rennen fünf weitere Male auf das Podest, belegte einmal Rang vier und zweimal Platz fünf.

Auffällig ist dabei nicht zuletzt die Konstanz und Zuverlässigkeit.

In der Gesamtwertung hat Vettel mit 160 Punkten WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton (202) und Nico Rosberg (181) weiter im Blick.

Auch Arrivabene tut gut

Vettel und Ferrari - das passt.

Nach einem Katastrophenjahr hat Vettel die Scuderia wieder flott gemacht.

Im Gegenzug profitiert Vettel von Ferrari. Nach dem Wechsel von Red Bull hat Vettel bei Ferrari seine Freude zurückgewonnen.

Vettel wirkt vom Mythos Ferrari wie belebt. Auch die inspirierende Art von Teamchef Maurizio Arrivabene tut Vettel gut.

Neue Ära wie mit Schumacher?

In Ungarn sorgte Vettel elf Jahre nach Michael Schumacher für den nächsten deutschen Sieg in einem Ferrari.

In Italien träumen sie schon längst von einer ähnlichen Ära wie der mit Schumacher. Schumacher hatte nach vier Jahren Anlaufzeit von 2000 bis 2004 fünf Titel in Folge für Ferrari eingefahren.

“Vettel, der Zauberer”, schrieb die italienische Zeitung Gazzetta dello Sport nach dem Rennen in Budapest voller Bewunderung.

SPORT1-Kolumnist Peter Kohl sah Vettel, der nebenbei mit 41 Siegen mit dem 1994 tödlich verunglückten Ayrton Senna gleichzog, “im Stile von Gaius Julius Caesar, in bester Feldherren-Manier” über den Hungaroring brettern.

Arrivabene: “Bei drei wären wir im Paradies”

“Statistisch sind es nur 25 Punkte. Aber mein zweiter Sieg mit Ferrari ist unbezahlbar”, jubelte Vettel nach seinem Sieg in Ungarn und sprach von einem “süßen Erfolg”.

Vettel weiß, dass sein Sieg noch ein paar PS-Stärken Motivation zusätzlich für die zweite Saisonhälfte freisetzt.

Zwar ist nicht ernsthaft damit zu rechnen, dass Vettel gleich in seinem ersten Ferrari-Jahr zum WM-Titel fährt, doch ein anderes Ziel scheint realistisch.

“Zwei Saisonsiege waren unser Ziel”, sagte Arrivabene, “bei drei wären wir im Paradies.”

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