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Vettels Trümpfe auf Wüstenmission

Als Sebastian Vettel nach dem Qualifying von Bahrain (Rennen, So., ab 16.45 Uhr im LIVETICKER) zu den Schwachstellen der Silberpfeile befragt wurde, musste der Ferrari-Pilot nicht lange nachdenken: “Die Farbe.”

Über eine halbe Sekunde hatte Vettel zuvor bei der Zeitenjagd auf Pole-Setter Lewis Hamilton verloren und damit sogar mehr Rückstand als 2015. In der vergangenen Saison war er in Bahrain mit vier Zehnteln Rückstand auf Hamilton noch auf den zweiten Rang gerast.

“Am Ende waren wir noch etwas weiter weg als wir sein wollen. Trotzdem war es ein sehr guter Tag. Ich bin heute glücklich, das Auto war super”, sagte Vettel, der laut eigener Aussage alles auf dem Ferrari herausgeholt hatte.

Mercedes dreht den Turbo auf

Nachdem die Tifosi das dritte Training dominiert hatte und selbst im zweiten Qualifying-Abschnitt noch auf Augenhöhe mit Mercedes war, träumten einige aber insgeheim doch von mehr. Als es in Q3 aber darauf ankam, legten die Silberpfeile einfach noch einmal eine Schippe drauf und fuhren eine halbe Sekunde schneller.

Die Mercedes-Verantwortlichen Toto Wolff und Niki Lauda sahen ihre beiden Fahrer Lewis Hamilton und Nico Rosberg für den enormen Zeitengewinn verantwortlich. Vettel vermutet aber eher, dass man bei Mercedes zuvor noch nicht alles gezeigt hat.

“Ich war ein bisschen überrascht, wo die beiden da vorne noch so viel Zeit gefunden haben. Vielleicht haben sie vorher ein bisschen getrödelt”, sagte der viermalige Weltmeister.

Ferrari setzt auf Start und Rennpace

Glaubt man Rosberg, spielt die Startposition beim Wüstenrennen im Bahrain aber sowieso keine entscheidende Rolle: “Die Pole ist hier wirklich bedeutungslos. Man kann hier gut überholen. Auf der Strecke kann viel passieren. Ich freue mich auf ein interessantes Rennen mit vielen Gelegenheiten.”

Das könnte die Chance für Vettel und Ferrari sein, die wieder einmal alles auf die Karte “Rennpace” setzen. Wichtig wird auch der Start sein, den Mercedes in Melbourne überhaupt nicht hinbekam. Während Rosberg zwei Plätze einbüßte, verlor Hamilton sogar fünf Positionen.

Vettel hätte jedenfalls nicht gegen eine Wiederholung der Ereignisse. “Hoffentlich klappt beim Start das Gleiche wie vor zwei Wochen. Die Frage ist: Hatten sie einen schlechten Start oder sind wir so viel besser?”, sagte Vettel.

Strategie hängt vom Start ab

Der Start wird eine entscheiden Rolle spielen, denn davon wird die Strategie abhängen. Sowohl zwei als auch drei Stopps mit der Variante supersoft-supersoft-supersoft-soft sind möglich.

Gerade bei einem der Ferraris wäre diese risikoreichere Variante denkbar, um Mercedes unter Druck zu setzen. Denn aktuell weiß niemand, die gut die jeweiligen Reifen im Rennen funktionieren werden.

“Vieles geht über die Reifen, wie sie abbauen, oder eben auch nicht – hoffentlich bauen unsere nicht so stark ab. Wir müssen versuchen, unser Rennen zu fahren. Wenn wir die Zwei da vorne ärgern können, umso besser”, sagte Vettel.

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