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F1-Rennen in Gefahr? Zandvoort-Ausbau gestoppt

Eine niederländische Umweltschutz-Organisation will mit einer einstweiligen Verfügung einen sofortigen Stopp der Ausbauarbeiten an der Formel-1-Rennstrecke in Zandvoort erreichen.

Die Unterlagen dafür wurden von der Stiftung “Stichting Duinbehoud” (Dünenerhalt) bei einem Gericht in Haarlem eingereicht. Für die Rückkehr des Grand Prix in den Rennkalender im Mai 2020 sollen die Strecke und Zugangswege modernisiert und ausgebaut werden.

So soll eine Straße durch ein Naturschutzgebiet gebaut werden. Laut den Umweltschützern sind die vorgeschriebenen Untersuchungen vor der Vergabe der Baugenehmigungen nicht durchgeführt worden. Auch sei gegen Naturschutzauflagen verstoßen worden.

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F1-Strafenregister: Warum Vettel sogar eine Sperre droht

Der Stand im Rüpel-Ranking der Formel 1 zum Durchklicken:

2014 führte die Formel 1 das Strafpunktesystem für Vergehen auf der Strecke wie Abkürzen oder Gefährung anderer Fahrer ein. Wenn ein Fahrer zwölf oder mehr Strafpunkte innerhalb von zwölf Monaten ansammelt, wird er für ein Rennen gesperrt.

Sebastian Vettel hat seinem Aussetzer beim Großen Preis von Italien in Monza schon neun Punkte. Erst am 19. Oktober verfallen zwei seiner Punkte. Deshalb droht ihm bei einem weiteren Vergehen eine Sperre.

SPORT1 zeigt das Punkteregister der aktuellen Fahrer.

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Brawn: Leclerc-Sieg erinnert mich an Schumacher

Am vergangenen Wochenende feierte Charles Leclerc in Monza seinen zweiten Grand-Prix-Sieg, was Formel-1-Boss Ross Brawn in Erinnerungen schwelgen ließ.

“Es hat mich an das Rennen 2003 erinnert, als Michael Schumacher und Juan Pablo Montoya fast das ganze Rennen gegeneinander gekämpft haben”, erklärte Brawn, der zwischen 1997 und 2006 Technischer Direktor bei Ferrari war und Schumi von Benetton gefolgt war.

“Der Kampf zwischen Michael und Juan Pablo in der Roggia-Schikane in der ersten Runde war dem zwischen Leclerc und Lewis Hamilton in Runde 23 am Sonntag ganz ähnlich”, sagte Brawn und war voll des Lobes für den 21 Jahre alten Monegassen: “Er (Leclerc, Anm.d.Red.) hat nicht nachgegeben und war an der Grenze dessen, was die Regeln erlauben – so wie es große Champions immer sind und sein müssen.”

Formel-1-Boss vom Monegassen beeindruckt

Welch großes Potenzial in Leclerc schlummert, habe er bereits am Samstag in Q3 gezeigt, als der 21-Jährige sich “schlau” verhielt. Das führte zwar bei der Scuderia intern zu etwas Ärger, da der Monegasse Sebastian Vettel nicht den geforderten Windschatten gab.

Für Leclerc bedeutete es allerdings die Pole und letztendlich den Sieg in Monza. “Am meisten beeindruckt mich an ihm, wie schnell er aus allem lernt, was er tut. Er wird permanent besser – als Fahrer und als Mann”, schwärmte Brawn.

Ferrari macht aus seinen Möglichkeiten das Beste

Neben der Lobeshymne auf Leclerc lobte der Formel-1-Sportchef aber auch seinen früheren Rennstall Ferrari, die am Sonntag einen “sehr guten Job” gemacht und insbesondere bei der Strategie auf die richtige Reifenwahl gesetzt hatten.

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“Beim Gesamtpaket mag man Mercedes etwas unterlegen sein, aber Ferrari hat das Beste aus seinen Möglichkeiten gemacht. Sie haben im Qualifying attackiert und sich im Rennen mit Händen und Füßen verteidigt”, so Brawn.

Ein Sieg auf Schumacher fehlt Leclerc noch

Für Leclerc war es nach Spa schon der zweite Sieg in Folge. “Der letzte Ferrari-Pilot, der das in diesen beiden Rennen geschafft hat, war Michael 1996″, erinnerte sich Brawn und fügte an: “Vielleicht beginnt die Geschichte, sich zu wiederholen.” (Fahrerwertung der Formel 1)

Der siebenmalige deutsche Weltmeister gewann in seiner ersten Ferrari-Saison 1996 insgesamt drei Rennen. Um mit Schumacher gleichzuziehen, müsste Leclerc in den sieben ausstehenden Rennen nur noch einmal gewinnen. Aktuell wäre das dem Monegassen zuzutrauen. 

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Kohl: Ich würde Vettel nicht abschreiben

Die Kolumne von Peter Kohl zum Durchklicken:

Beim Heimspiel von Ferrari setzt Sebastian Vettel seine Negativserie fort. Während sein junger Teamkollege Charles Leclerc im Highspeed-Mekka von den Tifosi gefeiert wird, leistet sich der Deutsche einmal mehr einen entscheidenden Fehler.

Peter Kohl kritisiert in seiner SPORT1-Kolumne zwar den viermaligen Weltmeister, glaubt gleichzeitig aber noch an dessen Comeback-Qualitäten.

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Er lobt aber auch die Piloten und Teams, die bislang in dieser Saison nicht so gut wegkamen. Die Tops und Flops.

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Sponsor-Posse bei Haas endgültig beendet

Der amerikanische Formel-1-Rennstall Haas und Namenssponsor Rich Energy haben sich nach langen Querelen getrennt.

Dies gab Haas einen Tag nach dem erneut enttäuschenden Abschneiden beim Großen Preis von Italien in Monza bekannt. 

Der britische Energy-Drink-Hersteller war erst zu Saisonbeginn eingestiegen, der Rennstall firmierte seitdem als Rich Energy Haas F1 Team.

“Haas F1 Team und Rich Energy sind in aller Freundschaft übereingekommen, ihre Partnerschaft mit sofortiger Wirkung zu beenden”, hieß es in einer Mitteilung des Rennstalls.

Wilde Posse auf Twitter

Der exzentrische Rich-Energy-Chef William Storey hatte für Aufsehen gesorgt, als er rund um das Grand-Prix-Wochenende in Silverstone Mitte Juli mehrfach via Twitter gegen das Haas-Team schoss und die Partnerschaft für beendet erklärte.

Die Lage blieb danach unklar, Teamchef Günther Steiner hatte eine Entscheidung bis zum Rennen in Singapur (22. September) angekündigt. 

Haas, im Vorjahr noch Fünfter der Teamwertung, hat in der laufenden Saison enttäuscht. Die Piloten Kevin Magnussen und Romain Grosjean liegen nur auf Platz 16 und 17 der Fahrerwertung.

Für die kommende Saison ist der deutsche Pilot Nico Hülkenberg ein Kandidat.

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Presse: Vettel als Ferrari-Anführer in Rente geschickt

Charles Leclerc sorgte mit seinem Sieg in Monza für kollektiven Freudentaumel bei Ferrari. Auch die internationale Presse ist von der Leistung des jungen Monegassen begeistert.

Ganz im Gegensatz zum Auftritt von Sebastian Vettel.

Der Deutsche beförderte sich mit seinem Fahrfehler zu Beginn des Rennens und der damit verbundenen Strafe nicht nur im Rennen ins Aus – auch in der Ferrari-Hierarchie katapultiert sich der vierfache Weltmeister nach Meinung der Zeitungen an die zweite Stelle. 

SPORT1 fasst die Pressestimmen zusammen. 

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: “Monza im Siegesrausch dank einer phänomenalen Leistung Leclercs, der immer mehr mit seinem Talent beeindruckt. Auf dem Podium steht ein 21-Jähriger, der in knapp sechs Monaten alles erobert hat: Die Scuderia, die Liebe der Fans und wahrscheinlich die ganze Zukunft Ferraris. Sein Triumph gleicht einer Krönung, Ferrari schafft wieder einen Sieg in Monza, der in den vergangenen neun Jahren ausgeblieben war.”

Corriere dello Sport: “Siegesrausch in Monza. Leclerc ist ein Phänomen und beflügelt die Fans. Ein Rennen zum Vergessen für Vettel, der immer tiefer in seine Krise versinkt. Ein Fehler in der siebten Runde wird ihm zum Verhängnis.”

Tuttosport: “Ferrarissimo! Fans verrückt nach Leclerc, roter Triumph in Monza am Ende eines wahnsinnigen Rennens und eines atemberaubenden Duells mit Hamilton. Vettel stürzt in die Krise.” (Teamwertung der Formel 1)

Corriere della Sera: “Ein Meisterwerk Leclercs. Der Ferrari-Krieger siegt gegen zwei Mercedes. Der junge Pilot begeht keinen einzigen Fehler, er hält ein atemberaubendes Tempo, er meistert das Rennen auf perfekte Weise mit der Strategie eines erfahrenen Meisters. Leclerc fährt wie ein Champion. Monza 2019 ist die Krönung eines Piloten mit außerordentlichem Talent und einmaligen Eigenschaften.”

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La Repubblica: “Dank Leclercs Sieg ertönt in Monza wieder die italienische Hymne, wie man sie seit Alonsos Triumph im Jahr 2010 nicht mehr hörte. Der Monegasse ist der jüngste Ferrari-Pilot, der in Monza siegt.”

La Stampa: “Leclerc hält dem Druck Hamiltons Stand und beschert Ferrari einen unvergesslichen Sieg. Dank seines Triumphs spielt für Ferrari die verheerende Leistung Vettels eine zweitrangige Rolle. Mit Leclerc kann Ferrari endlich wieder träumen.”

ENGLAND

Daily Mail: “Der junge Leclerc wird in Monza zum Coming-of-Age-Helden Ferraris und damit auch zum Helden Italiens. Die Rolle des Topfahrers in Rot hatte bislang Vettel inne, doch das gilt nun nicht mehr. Das Kapitel des Deutschen scheint sich am Sonntag geschlossen zu haben. Die Ära Leclerc hat begonnen.”

Guardian: “Eigentlich gilt der erste Sieg als unvergesslich, für Leclerc ist sicherlich dieser zweite Erfolg der, der ihm für immer im Gedächtnis bleibt. Er bewies sich als Nummer eins, während Vettel eine weitere Leistung zeigte, die er wohl schnell vergessen will.”

Telegraph: “Die Tifosi haben einen neuen Helden – und Vettel wird bei Ferrari immer mehr zum Mann von gestern.” (Fahrerwertung der Formel 1)

The Times: “Als Charles Leclerc zum ersten Mal die Ferrari-Fabrik in Maranello besuchte, wollten sie ihn nicht reinlassen. Die Scuderia ahnte damals noch nicht, dass das Kind, das sie abgewiesen hatte, in ihre Geschichtsbücher eingehen würde. Denn gestern war es der mittlerweile 21-Jährige Leclerc, der beim Heimrennen in Monza einen lang ersehnten Ferrari-Sieg einfuhr.”

FRANKREICH

L’Equipe: “Wie Leclerc dem Druck der Mercedes widerstand, im Alter von nur 21 Jahren, vor den Augen der Tifosi, das nötigt Respekt ab. Er bringt sich selbst als Nummer eins bei Ferrari in Stellung, für diese Saison und für die kommenden Jahre. Bei Vettel fragt man sich, ob er im kommenden Jahr noch ein Formel-1-Pilot ist.” 

SPANIEN

Marca: “Leclerc schickt Vettel mit einem überragenden Sieg in Monza in Rente. Wieder ein verkorkstes Rennen des Deutschen. Leclerc ist das neue Idol.”

As: “Leclerc gibt Ferrari den Stolz zurück. Vettel macht sich in Monza das Leben selbst schwer. Ferrari hat einen neuen Gott. Leclerc ist der neue Popstar der Formel 1 und mutiert immer mehr zum großen Rivalen Hamiltons.”

El Mundo Deportivo: “Ein Gigantensieg Leclercs vor den Silberpfeilen. Der Monegasse übernimmt Vettels Platz im Herzen aller Italiener.”

Sport: “Ferrari berührt dank Leclerc den Himmel.”

ÖSTERREICH

Kronen Zeitung: “Ausgerechnet in Italien hat Charles Leclerc die Wachablöse bei Ferrari vollzogen. Sebastian Vettel war der große Verlierer des Ferrari-Heimrennens in Monza.”

Die Presse: “Leclerc erobert die Herzen der Tifosi mit Vollgas. Charles Leclerc schreibt mit dem Gewinn des Monza-GP ein Erfolgskapitel für Ferrari, das Sebastian Vettel für die Scuderia nie vergönnt war. Der Monegasse ist mit zwei Saisonsiegen die neue Nummer 1 der “Roten Göttin”.”

SCHWEIZ

Neue Zürcher Zeitung: “Leclerc erfüllt den Wunsch der Tifosi. Der Jungspund aus Monte Carlo tat das im großen Stil; er blieb über die gesamte Distanz ohne grobe Fehler.”

Blick: “Große Ferrari-Party in Monza! Leclerc setzt seinen Höhenflug fort und beschert Ferrari einen Freudentag. Mit dem zweiten Sieg in Serie scheint die Wachablösung bei Ferrari Tatsache.”

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Nur noch Nummer 2? Wie Vettel seine F1-Zukunft gefährdet

Eigentlich hätte sich Sebastian Vettel nach dem Ferrari-Heimrennen in Monza noch bei Charles Leclerc bedanken müssen.

Einzig dem Triumph des 21-jährigen Monegassen ist es schließlich zu verdanken, dass Vettel nach seinem erneuten Fahrfehler nicht von den Tifosi und Italiens Gazetten zerrissen wird.

Den viermaligen Formel-1-Weltmeister interessierte das aber erst einmal wenig – genauso wenig wie eine mögliche Wachablösung bei Ferrari: “Ich bin nicht zufrieden mit meiner Leistung. Was das für die Situation im Team bedeutet, ist mir eigentlich erst mal egal.”

Vettel im WM-Stand hinter Leclerc

Die möglichen Konsequenzen für Vettel nach dem selbst verschuldeten Platz 13 in Monza dürften ihm jedoch nicht egal sein.

Bisher hatte Vettel in der Diskussion um die Nummer 1 bei Ferrari entspannt auf den WM-Stand hinweisen können – das ist nun vorbei. Während Leclerc nur noch drei Punkte hinter Max Verstappen auf Rang vier liegt, ist Vettel auf Platz fünf zurückgefallen. (Fahrerwertung der Formel 1)

“Dieser Moment muss so dunkel für ihn sein. Sein Teamkollege wurde soeben eine Ferrari-Legende und hat den Nummer-1-Status von ihm im Team übernommen. Und er ist am Boden”, sagte Ex-Weltmeister Nico Rosberg bei RTL.

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Zuvor hatte sich Vettel auf Rang vier liegend nach einem Fahrfehler gedreht und bei der Rückkehr auf die Strecke das Auto von Racing-Point-Pilot Lance Stroll berührt, wofür er eine Strafe bekam. Als Leclerc ihn dann auch noch überrundete, war die Demütigung perfekt.

Ferrari-Boss: Beide Fahrer gleichgestellt

Der Behauptung, dass Leclerc nun die Nummer 1 im Team sei, widersprach Ferrari-CEO Louis Camilleri bei Sky aber entschieden: “Sie sind gleichgestellt. So haben wir die Saison begonnen.” Auch Teamchef Mattia Binotto betonte: “Das ändert nichts an der Ausrichtung im Team. Wer gewinnen kann, soll gewinnen.”

Vettel könnte dabei der Umstand helfen, dass der Rückstand von Leclerc auf Spitzenreiter Lewis Hamilton bereits über 100 Punkte beträgt. So wird es Ferrari kaum riskieren, den in der Szene immer noch hochgeschätzten Vettel zu vergraulen, indem man ihn zu Helfer-Arbeiten verdonnert. 

Doch auch wenn Camilleri es anders darstellt – Vettel war zu Saisonbeginn sehr wohl die Nummer 1 bei Ferrari, was die eine oder andere Bevorzugung des Deutschen im Rennen zeigte und worüber sich Leclerc sogar beschwert hatte. Diesen Bonus kann sich Vettel nun abschminken. (Teamwertung der Formel 1)

Vettel verliert Gunst der Tifosi

Ein weiteres Problem für den Deutschen ist, dass er zumindest aktuell die Rückendeckung der Tifosi verloren hat. Schließlich war es ausgerechnet Leclerc, der diese mit dem ersten Ferrari-Heimsieg in Monza seit Fernando Alonso 2010 erlöste. Keine Frage: Der Youngster hat Vettel als Liebling der Scuderia-Fans abgelöst.

Noch schlimmer: Die neue Rollenverteilung könnte auch für 2020 zum Problem werden. Denn es ist ein offenes Geheimnis, dass Vettel mit dem aktuellen Ferrari nicht gut zurechtkommt. Ferrari wird aber kaum ein Auto bauen, welches ihm besser passt, wenn dies zu Lasten des hochtalentierten Leclerc geschieht.

“Er (Leclerc, Anm. d. Red.) hat längst gezeigt, wie viel er für Ferrari wert ist. Wir haben in seine Karriere investiert, und er vertraut uns. In Zukunft wollen wir zusammen Großes erreichen”, sagte Binotto und deutete an, dass Leclerc die Zukunft von Ferrari ist.

Scuderia-Boss Binotto verzeiht Leclerc 

Durch den Sieg verzieh Binotto seinem jungen Fahrer sogar, dass er sich im Qualifying nicht an Absprachen bezüglich des Windschattens gehalten hatte: “Es gab ein paar Diskussionen mit Charles. Aber jetzt haben wir ihm schon wieder alles vergeben, was er getan hat.”

Vettel dürfte dies nicht so schnell vergessen. Zumal er in den nächsten Rennen unbedingt zeigen wollen wird, dass er immer noch die Nummer 1 im Team ist. Für die Harmonie könnte dies langfristig zum Problem werden – Leclerc wird nicht wie Ex-Kollege Kimi Räikkönen zurückstecken.

Immer öfter kursieren Spekulationen, Vettel könnte plötzlich zurücktreten, seine Liebe zur Formel 1 sei erloschen. Vettel will davon nichts wissen: “Ich liebe noch immer, was ich tue. Aber wenn man das, was man eigentlich gut kann, nicht gut macht, kann man natürlich nicht glücklich sein.”

Als inoffizielle Nummer 2 in die neue Saison zu gehen, dürfte sein Glücksgefühl kaum steigern. Sieben Rennen bleiben Vettel in dieser Saison noch, um das zu verhindern.

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Das muss sich nach der Quali-Farce ändern

“Vollidioten”, “Schwachsinn”, “Der Formel 1 nicht würdig”.

Selten wurde ein Formel-1-Qualifying derart hitzig diskutiert wie beim Rennwochenende in Monza (Formel 1: GP von Italien, So. ab 15.10 Uhr im LIVETICKER). Im Autodromo hatten sich zuvor beispiellose Szenen abgespielt.

Beim Aufwärmen für die letzte und entscheidende Runde fuhr das Fahrerfeld derart langsam, dass es am Ende nur zwei Piloten vor Ablauf der Zeit über die Start- und Ziellinie schafften.

Auf der Highspeedstrecke wollte niemand vorneweg fahren und damit die letzte Runde ohne den entscheidenden Windschatten bestreiten.

Trio für “langsames Fahren” bestraft

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel, der nur von Rang vier aus ins Rennen gehen wird, zeigte sich ob des Geschehens enttäuscht. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff sah das gesamte Ansehen der Formel 1 beschädigt, auch Red-Bull-Sportchef Helmut Marko wütete und forderte eine Bestrafung.

Die Rennkommissare machten bei ihrer anschließenden Untersuchung ein Trio bestehend aus Nico Hülkenberg, Carlos Sainz und Lance Stroll als Schuldige aus und belegte sie wegen “unnötig langsamen Fahrens” mit einer Verwarnung.

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Doch was müsste sich ändern, um die Wiederholung eines solchen Vorfalls zu verhindern?

- Fehler liegt im System

“Das System, das wir haben, ist verrückt. Jeder nimmt Tempo raus, versucht sich in Position zu bringen”, brachte es Lewis Hamilton nach dem Trödel-Eklat auf den Punkt. Das Qualifying-System generell birgt Risiken. Bevor die Piloten im jeweiligen Abschnitt zu ihrer gezeiteten Runde ansetzen, erfolgt zunächst eine Aufwärmrunde. (Teamwertung der Formel 1)

“Die Aufwärmrunde ist gefährlich für alle. Manche machen langsam und du weißt nicht, wer neben dir ist. Das ist einfach nur riskant”, erklärt der Brite das Problem, wenn manche Piloten ihre Reifen noch aufwärmen, während andere bereits auf ihrer schnellen Runde unterwegs sind.

Deshalb komme es laut Hamilton immer wieder zu “ziemlich gefährlichen” Situationen. Seine Forderung: Das System müsse generell überdacht werden.

- Ausnahmeregeln für einzelne Strecken?

Auch wenn Williams-Pilot Robert Kubica im Q3 seinen Boliden längst abgestellt hatte, der Trödel-Eklat lässt auch ihn nicht kalt.

Zur Vermeidung ähnlicher Vorfälle in der Zukunft schlägt der 34-Jährige vor, den Qualifying-Modus an die jeweilige Strecke anzupassen.

“Monza ist extrem. Wir sollten wieder zu dem Format zurückkehren, in dem du nur eine Runde hattest, allein auf der Strecke, und das auch nur für Monza. Das wäre auch für die Fans mal etwas Anderes. Regeländerungen sind nie einfach, aber das könnte eine Lösung sein”, brachte der Pole eine neue Idee in die Debatte ein.

Einzelzeitfahren gab es bereits in der Vergangenheit, bisher konnte sich aber keines der Modelle durchsetzen. Im Zuge der Regeländerungen 2021 wurde bereits über eine Modifizierung des Qualifyings nachgedacht. (Fahrerwertung der Formel 1)

- Interessen der Zuschauer ernst nehmen

Auch den Zuschauern gegenüber ist ein Trödel-Eklat wie in Monza eine Unverschämtheit. Tickets für Rennen der Königsklasse und auch für das Qualifying sind enorm teuer. Viele Zuschauer müssen lange sparen, um sich den Eintritt leisten zu können.

Dass sie dann anstatt einer Jagd um die beste Zeit einem Bummelzug zuschauen müssen, ist nur schwer vermittelbar. Dies erkannte auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff an. “Die Fans haben den Höhepunkt nicht gesehen, die letzte Qualifying-Runde”, gab er im Anschluss kopfschüttelnd zu.

Hätte sich am Ende nicht ein Ferrari-Pilot die Pole in Monza geschnappt, die Stimmung vor Ort wäre vermutlich deutlich mehr in den Keller gegangen.

Bei den Verantwortlichen der Formel 1 wird man nicht umhinkommen, sich um eine Problemlösung zu bemühen. In ihrem Urteil gegen das Trödel-Trio machten die zuständigen Regelhüter bereits eine Forderung ganz deutlich: “Die Rennkommissare empfehlen dringend, dass die FIA Lösungen für diese Art von Situationen sucht.”

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Ferrari-Teamchef setzt auf Mick Schumacher

Für Ferrari-Teamchef Mattia Binotto gibt es kein Vertun, dass Mick Schumacher bald in der Formel 1 fahren wird.

“Es wird der Moment kommen, an dem er bereit für die Formel 1 ist. Wir haben viel in ihn investiert, weil wir daran glauben, dass er ein guter Formel-1-Fahrer sein kann”, sagte der 49-jährige Italiener im Interview mit Bild am Sonntag.

Der 20 Jahre alte Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister und Ferrari-Ikone Michael Schumacher mache “gute Fortschritte, die wir im Hinblick auf die vergangenen Jahre so auch erwartet haben. Jetzt sammelt er wertvolle Erfahrungen in der Formel 2.”

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In seiner Debütsaison im Königsklassen-Unterbau feierte Mick Schumacher bis zum Rennwochenende in Monza einen Rennsieg und deutete mehrfach sein Potenzial an. Schumacher, der seit Jahresbeginn der Ferrari-Nachwuchsakadamie angehört und im Frühjahr in Bahrain Testfahrten im aktuellen Formel-1-Boliden der Scuderia bestritt, gilt spätestens für 2021 als Kandidat für ein Königsklassencockpit.

Binotto glaubt an Vettel

Ferraris langjähriger Starpilot Sebastian Vettel (32) ist für Binotto trotz einer schwierigen Saison noch kein Auslaufmodell. Der viermalige Champion (2010 bis 2013 mit Red Bull) habe “sein Ziel, Weltmeister mit Ferrari zu werden, nicht aus den Augen verloren”, erklärte Binotto: “Man sieht das zum Beispiel daran, wie akribisch er daran arbeitet zu verstehen, warum er einmal langsamer ist als sein Teamkollege. Wo kann er sich verbessern, was lief falsch?”

Zuletzt setzte der elf Jahre jüngere Monegasse Charles Leclerc dem Routinier Vettel teamintern schwer zu. Vor Wochenfrist in Belgien feierte Leclerc seinen ersten Formel-1-Sieg, während Vettel seit mehr als einem Jahr auf einen Rennerfolg wartet. Vettels Vertrag mit Ferrari läuft noch bis Ende 2020.

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Alonso kann sich Formel-1-Comeback vorstellen

Fernando Alonso hat noch nicht mit der Formel 1 abgeschlossen.

“Ich denke, 2021 wird es mit dem neuen Reglement einen guten Mix geben. Es wird vermutlich eine andere Formel 1 sein als die, die wir aktuell sehen”, sagte der Spanier bei Sky: “Die Gründe, warum ich die Formel 1 im vergangenen Jahr verlassen habe, gibt es noch immer. Ein Team dominiert, und die Rennen sind etwas zu vorhersehbar.”

2021 könnten die Voraussetzungen aber andere sein, andere Teams könnten dank neuer Regeln um Siege und den Titel fahren.

“Das könnte eine gute Möglichkeit sein. Schauen wir mal. Ich habe einige andere Herausforderungen abseits der Formel 1, die ich beenden möchte. Sie sind noch nicht abgeschlossen – wie das Indy 500 und einige andere Dinge”, meinte Alonso zwar. Auf die Frage nach einem Comeback in der Königsklasse antwortete er nur “vielleicht”, Gespräche führe er deswegen “immer”, verraten wolle er aber nichts.

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Comeback mit fast 40 Jahren?

Allerdings denke er nicht an eine Rückkehr, solange sich an den Voraussetzungen in der Formel 1 nichts ändere. “Jeder andere Sport ist unvorhersehbarer als die Formel 1. Wenn man sich die MotoGP anschaut oder Indy… Deswegen kommen die neuen Regeln, sie sollen das Feld etwas ausgleichen.”

Ein Comeback kommt wohl nur in Frage, wenn Alonso eine realistische Chance sieht, seinen dritten WM-Titel zu gewinnen. Zu Beginn der Saison 2021 wäre er schließlich fast 40 Jahre alt. “Bei 22 Rennen gibt es keine Pause, das ist ziemlich anspruchsvoll. Ich werde langsam alt”, meinte der 38-Jährige schmunzelnd.

Alonso fuhr zuletzt im Jahr 2018 in der Formel 1, seitdem tritt er für Toyota in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft an.

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