Powered by Max Banner Ads 

"Kein Charisma!" Verstappen geht auf Rosberg los

Max Verstappen hat harte Kritik am früheren Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg geübt.

“Es ist mir egal, was er auf seinen Kanälen verbreitet. Es scheint, als wenn Rosberg jetzt immer versucht, eine gegensätzliche Meinung zu vertreten. Vielleicht will er damit mehr Zuschauer anlocken. Das macht er andauernd. Zu Beginn des Jahres nannte er mich einen Narzisst. Das war sehr extrem”, schimpfte der Niederländer im Telegraaf.

Rosberg hatte zuvor in seiner Renn-Analyse zum GP von Belgien auf Youtube zu Verstappens Leistung gesagt: “Er war zurück in seinem alten Ich. Zu aggressiv. Ich verstehe nicht, wieso er voll auf dem Gas bleibt, wenn das Auto schon kaputt ist und er es dann wegwirft. Das machte nicht viel Sinn, war nicht gut von ihm.”

Jetzt aktuelle Fanartikel zur Formel 1 kaufen - hier geht’s zum Shop | ANZEIGE

Verstappen schimpft: “Kein Charisma”

Red-Bull-Pilot Verstappen war zuvor beim Rennen in die Bande gefahren, nachdem er sich in Kurve eins bei einem Crash mit Kimi Räikkönen bereits das Auto beschädigt hatte.

Verstappen schlug nun gegen Rosberg zurück. “Er hat kein Charisma und keine richtige Aufgabe. Das ist auch sein Problem. Vielleicht will er Geld mit seinem Youtube-Kanal verdienen. Er hätte einfach weiter fahren sollen, dann hätte er vielleicht schon mehr Geld verdient.”

Seit seinem Karriereende 2016 betreibt Rosberg einen eigenen Youtube-Kanal, in dem er seine Meinung zu den Geschehnissen in der Formel 1 abgibt. Vor einigen Wochen hatte bereits Lewis Hamilton Kritik an Rosbergs Analysen geübt.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

"Grund zur Sorge": Kollege beschreibt Vettels Problem

Die Tifosi fiebern Ferrari-Festspielen entgegen, das Ende der schmerzhaften Heimserie der Roten ist zur Pflicht ausgerufen worden – doch für Sebastian Vettel geht es um weit mehr als den Prestigeerfolg in Monza. Mit großen Erfolgschancen, aber auch unter enormem Druck startet der viermalige Formel-1-Weltmeister in den Großen Preis von Italien (Formel 1, Großer Preis von Italien: Das Rennen am So. ab 15.10 Uhr im LIVETICKER).

Der 14. Saisonlauf wird für den 32-Jährigen zum wegweisenden Rennen: Bei einer weiteren Niederlage im Teamduell mit Shootingstar Charles Leclerc vor den Augen Tausender Italiener dürfte Vettels Rolle als undankbare Nummer zwei der ruhmreichen Scuderia vorerst zementiert sein.

Abzuschreiben ist Vettel jedoch nicht. “Im Herzen von Italien vor den Tifosi zu fahren bedeutet mir viel. Wir wollen den Sieg”, sagte Vettel, der gute Erinnerungen ans Autodromo Nazionale Monza hat. (SERVICE: Fahrerwertung der Formel 1)

Jetzt aktuelle Fanartikel zur Formel 1 kaufen - hier geht’s zum Shop | ANZEIGE

Prost schwärmt von Leclerc

2008 wurde er im Toro Rosso zum bis dahin jüngsten Grand-Prix-Sieger der Formel-1-Geschichte, es war der erste von bislang 52 Erfolgen in der Königsklasse. 2011 und 2013 stand er im Red Bull wieder ganz oben auf dem Podest. Für Ferrari, das zuletzt 2010 einen Heimsieg feierte, durfte Vettel dagegen noch nicht in Monza jubeln.

Dass es am kommenden Wochenende klappt, ist nicht unrealistisch. Ferrari spielte schon in Spa seine Stärken auf den Geraden aus, der Vorteil gegenüber Mercedes war deutlich, der Hochgeschwindigkeitskurs in Monza sollte diesen Effekt sogar noch verstärken. Monza ist Ferrari-Land – Vettels gefährlichster Gegner kommt deshalb (erneut) aus den eigenen Reihen. 

Der 21 Jahre alte Ferrari-Rookie Leclerc hat Vettel in den vergangenen Rennen intern den Rang abgelaufen. In Belgien wurde der Heppenheimer auf dem Weg zu Leclercs erstem Formel-1-Erfolg zum Helfer degradiert. Vettel musste Leclerc nach einer Teamorder passieren lassen.

“Wir wissen alle, dass Charles sehr schnell ist, er ist ein riesiges Talent”, sagte Formel-1-Legende Alain Prost. “Das ist eine normale Situation. Die Medien unterstützen immer den Jüngeren, was ganz normal ist. Es ist schwierig zu akzeptieren und das wissen wir alle.”

Sainz: “Vettel muss sich Sorgen machen”

Ähnlich äußerte sich der frühere F1-Fahrer Jean Alesi: “Ferrari hat sehr viel in ihn (Leclerc, Anm. d. Red.) investiert und wollte, dass er sich mit einem Weltmeister wie Vettel misst. Ich habe keine Zweifel, dass er die Zukunft bei Ferrari prägen wird.”

McLaren-Pilot Carlos Sainz ergänzte bei Movistar: “Wenn ich Vettel wäre, dann würde ich mir vor allem wegen der Sonntage Sorgen machen. Am Samstag kann ein junger Kerl wie Leclerc ihn schlagen. Aber wenn Leclerc diese Pace auch am Sonntag hat, dann ist das Grund zur Sorge.”

Der langjährige Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo warnte dennoch vor Zweifeln an Vettel. “Vettel ist keine Nummer zwei. Vettel ist eine Nummer eins”, sagte der 72-Jährige. Leclerc sei dabei, eine Nummer eins zu werden. “Es ist gut, zwei Nummer-eins-Fahrer zu haben. Sebastian ist in meinen Augen noch immer sehr, sehr gut. Ich bin sicher, dass er zurückkommt.” 

Vettel wartet seit einem Jahr auf einen Sieg

Auch Gerhard Berger glaubt nicht, dass Vettel nur noch die Nummer zwei im Team ist. “Ich denke, er hat noch immer eine gute Karriere vor ihm und ich würde ihn definitiv nicht abschreiben. (…) Ich hoffe, dass Ferrari im nächsten Jahr wieder um die Weltmeisterschaft fährt.”

Fakt ist jedoch auch: Vettel wartet seit Spa 2018 auf einen Sieg. Den Rückhalt, den er zu Saisonbeginn hatte, spürt er nicht mehr. 

Trotz aller Vorteile muss Vettel neben Leclerc auch Mercedes fürchten. Für das Rennen am Sonntag wird Regen erwartet, was den Silberpfeilen entgegenkommen sollte. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff äußerte sich dennoch verhalten: “Wir sind in Italien nicht die Favoriten, aber wir werden unser Bestes geben, um die Roten an diesem Wochenende zu fordern.”

Kaum einen Einfluss auf den Kampf um den Sieg dürfte Red-Bull-Pilot Max Verstappen nehmen. Der Niederländer setzt einen neuen Motor ein und überschreitet damit die Zahl der erlaubten Motoreneinheiten in dieser Saison. Daher wird der 21-Jährige mit einer Startplatzstrafe belegt, die ihn ans Ende der Startaufstellung zurückwirft.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Formel 1 bis 2024 in Monza

Die Zukunft des traditionsreichen Formel-1-Grand-Prix von Italien in Monza ist gesichert.

Bei einem Ferrari-Festakt auf dem Mailänder Domplatz wurde am Mittwochabend im Beisein von Formel-1-Geschäftsführer Chase Carey symbolisch der neue Vertrag unterzeichnet.

Der Große Preis von Italien, der seit der Gründung der Formel 1 im Jahr 1950 durchgehend im Programm steht, bleibt bis mindestens 2024 im Kalender.

Das Formel-1-Rennen in Italien fand mit einer Ausnahme (1980) stets im Autodromo Nazionale Monza nördlich von Mailand statt. Am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky) steigt der Große Preis von Italien bereits zum 70. Mal in der Königsklasse.

Um Deutschland macht die Formel 1 in der kommenden, auf 22 Rennen aufgestockten Saison derweil einen Bogen. Für das Rennen in Deutschland rücken Vietnam und die Niederlande ins Programm. Die laufende Saison umfasst 21 Rennen.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Speed-Strecke nach Spa-Tragödie: So geht die F1 Monza an

Der Blick zurück betrübte Charles Leclerc und Lewis Hamilton, der Blick nach vorn dagegen schreckte sie nicht.

Nur eine Woche nach dem Unfalltod des Formel-2-Fahrers Anthoine Hubert in Belgien wartet beim Großen Preis von Italien in Monza das wohl schnellste Rennen des Jahres auf einer berüchtigten Strecke auf die Formel-1-Stars von Ferrari und Mercedes.

Vertrauen in Sicherheit von Formel 1 ungebrochen

Der Schock der Tragödie von Spa sitzt tief, das Vertrauen in die Sicherheit der Motorsport-Königsklasse ist dennoch ungebrochen.

“Es bleibt ein gefährlicher Sport, diese Geschwindigkeiten sind gefährlich”, sagte Ferrari-Pilot Leclerc nach dem emotionalen ersten Sieg seiner Formel-1-Karriere: “Aber jeder arbeitet hart daran, die Sicherheit zu erhöhen. Die FIA hat in den vergangenen 20 Jahren einen großartigen Job gemacht, um die Autos sicherer zu machen.”

Auch Weltmeister Hamilton sprach von “großen Fortschritten” bei den Sicherheitsstandards, weitere Fahrer wie sein Teamkollege Valtteri Bottas pflichteten ihm bei.

Bei den Piloten um Mercedes-Star Hamilton herrschte Einigkeit: Das hohe Risiko sei nun einmal ein Teil des Motorsports, “es wird immer ein gefährlicher Sport bleiben”, sagte Hamilton. Die Maßnahmen zum Schutz der Fahrer seien jedoch stetig verbessert worden.

Jetzt aktuelle Fanartikel zur Formel 1 kaufen - hier geht’s zum Shop | ANZEIGE

Lehren zog die Formel 1 immer wieder aus mitunter tödlichen Unfällen, inzwischen sind die Piloten gut geschützt. Kohlefaser-Monocoques, der Nackenschutz HANS oder der aus Titan gefertigte Schutzbügel Halo über dem Cockpit sollen Desaster wie am vergangenen Wochenende in Spa verhindern. “Die ganzen Unfälle haben letztlich auch dazu geführt, dass wir heute sehr sichere Autos haben”, sagte der viermalige Weltmeister Alain Prost bei speedweek.com.

FIA und belgische Justiz leiten Untersuchungen ein

Inwieweit die Standards nun nachgebessert werden, bleibt abzuwarten. Der Automobil-Weltverband FIA und auch die belgische Justiz haben Untersuchungen eingeleitet. “Die Sicherheit wird ohnehin ständig verbessert, das ist ein fortlaufender Prozess”, sagte Formel-1-Rennleiter Michael Masi: “Wir müssen abwarten, welche Schlüsse sich aus dem Unfall in Spa ergeben, dann können wir weitere Maßnahmen diskutieren.”

Wie lange die Aufarbeitung der Tragödie durch die FIA dauern wird, konnte Masi nicht sagen: “Es sind sehr viele Facetten zu berücksichtigen.”

Bei einem frontalen Aufprall mit fast 300 km/h wie bei Hubert helfen aber selbst beste Konzepte nichts. Gänzlich ausschalten lässt sich das Risiko nicht, glaubt auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff. “Vielleicht haben wir ja vergessen, wie gefährlich dieser Sport ist, weil wir sehr lange von schweren Unfällen verschont geblieben sind”, sagte Wolff: “Das ist und bleibt ein Sport für Gladiatoren, hier geht es um Mut, um Können und auch um eine gewisse Bereitschaft zum Risiko.”

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Diese Schicksalsschläge machen Leclerc stark

Das Schicksal ist manchmal gnadenlos.

Aber wie schwer muss es für einen 21-Jährigen sein, innerhalb von vier Jahren drei nahestehende Personen zu verlieren? Dieses Schicksal ist Charles Leclerc widerfahren.

Am Sonntag feierte der Ferrari-Pilot in Spa seinen ersten Sieg in der Formel 1.

Und das nur einen Tag, nachdem sein Kart-Freund aus Kindertagen, der Formel-2-Pilot Anthoine Hubert, auf der selben Strecke tödlich verunglückte.

Leclerc widmet Hubert ersten Formel-1-Sieg

Kurz nach der Zieldurchfahrt widmete Leclerc den Sieg seinem verstorbenen Freund. Auch wenn er Huberts Tod noch nicht verarbeitet hatte: “Das gestern war ein großer Schock. Nicht nur für mich, sondern für alle. Vielleicht realisiere ich das alles in ein paar Wochen, wenn sich alles beruhigt hat. Im Moment ist alles noch so frisch, dass es schwierig ist.” 

Jetzt aktuelle Fanartikel zur Formel 1 kaufen - hier geht’s zum Shop | ANZEIGE

Umso höher ist Leclercs Leistung auf der anspruchsvollen Strecke in den Ardennen einzuschätzen. Aber von Anfang an musste er um seine Karriere kämpfen.

Leclerc stammt aus einer Rennfahrerfamilie. Vater Hervé fuhr in den 80er-Jahren in der Formel 3 und auch sein jüngerer Bruder Arthur hat sich dem Motorsport verschrieben. Regelmäßig fuhr der kleine Charles mit seinem Vater auf die Kartbahn der Familie Bianchi, 150 Kilometer von seiner Heimat entfernt.

Familie Bianchi unterstützt Leclerc

Dort lernte er den späteren Formel-1-Fahrer Jules Bianchi kennen, dessen Vater die Kartbahn betrieb. Bianchi wurde zu einem Mentor für den jungen Leclerc und später sogar dessen Patenonkel. Der junge Monegasse feierte erste Erfolge im Kartsport, musste aber 2010 um die Fortsetzung seiner Karriere bangen. Der Betrieb seiner Großeltern, ein Plastikproduzent, hatte finanzielle Probleme und konnte den Enkel nicht mehr finanziell unterstützen.

Daraufhin suchte Familie Bianchi für das Talent nach einem Förderer und wurde in Person von Nicolas Todt fündig. Der Sohn von Ex-Ferrari-Boss Jean Todt nahm Leclerc unter seine Fittiche und unterstützte ihn auf seinem Weg in Richtung Formel 1. Bis heute ist Todt junior der Manager des Ferrari-Piloten.

Schnell stellten sich die Erfolge ein und Leclerc stieg Jahr für Jahr weiter auf. Auch neben der Strecke unternahm er alles, um den Sprung in die Formel 1 zu schaffen. Seit seinem elften Lebensjahr trainiert er bei Formel-1-Arzt Riccardo Ceccarelli die kognitiven Fähigkeiten. “Das ist eine Art Telemetrie für das Gehirn. Ich habe so meine ideale Mischung aus Konzentration, Entspannung und Adrenalin gefunden”, erklärte Leclerc.

Aber das Schicksal konnte er nicht beeinflussen. 2014 verunglückte sein Mentor Jules Bianchi, inzwischen in der Formel 1, beim Großen Preis von Japan schwer, als er mit seinem Boliden gegen ein tonnenschweres Bergungsfahrzeug prallte und unter dieses geriet. Neun Monate später erlag Bianchi im Koma seinen Verletzungen. Ein echter Schock für den damals 17-jährigen Leclerc. “Ich kannte Jules schon seit ich auf der Welt bin. Er hat mir viele Dinge beigebracht und war immer für mich da”, blickte Leclerc zurück.

Trotz des tragischen Verlusts seines Mentors setzte Leclerc seinen Weg nach oben weiter fort – Bianchi war in seinem Herzen immer dabei. Dazu kündigte er an: “Ich will die Titel gewinnen, die Jules verdient hätte.”

Vater stirbt – Leclerc siegt im nächsten Rennen

2016 ließ er seinen Worten bereits erste Taten folgen und holte in seinem ersten Jahr in der Formel 3 gleich den Titel. Im gleichen Jahr nahm ihn auch die Scuderia Ferrari in ihr Nachwuchsprogramm auf. Im Jahr darauf erhielt Leclerc ein Cockpit in der Formel 2 und fuhr auch dort Siege ein. Aber wieder schlug das Schicksal unbarmherzig zu.

Mitten in der Saison, kurz vor dem Rennen in Baku, starb Charles Vater Hervé Leclerc im Alter von 54 Jahren nach einer schweren Erkrankung. “Mich beim Rennfahren zu sehen, hat ihm alles bedeutet”, verriet Leclerc der BBC im vergangenen Jahr über seinen Vater. Daher flunkterte er seinen Vater auf dem Sterbebett sogar ein wenig an, um ihm noch einen letzten Wunsch zu erfüllen.

Denn Hervé wollte seinen Sohn unbedingt in der Formel 1 sehen, also erzählte Charles seinem Vater, dass er dort für 2018 bereits ein Cockpit sicher habe. Allerdings bestätigte Sauber erst im Dezember 2017 seine Verpflichtung. “Es war ein bisschen früher, als ich eigentlich unterschrieben habe. Letztendlich habe ich nicht gelogen, denn jetzt bin ich hier.”

Drei Tage nach dem Tod seines Vaters raste Leclerc in Baku zum Sieg und heimste am Saisonende auch den Titel in der Formel 2 ein.

Anschließend, mit Bianchi und Vater Hervé im Herzen, ging es für Leclerc zum Sauber-Team in die Formel 1. Dort holte er – erneut in Baku – als Sechster die ersten Formel-1-Punkte für einen Monegassen seit Louis Chiron 1950 und fuhr mit dem unterlegenen Auto im weiteren Saisonverlauf insgesamt zehn Mal in die Punkte.

Vater träumte von Weltmeister-Titel

Der Lohn: Ferrari holte ihn anstelle von Kimi Räikkönen ins Team. Dort macht3 er von Anfang an seinem Teamkollegen, dem viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel, das Leben schwer und belohnte sich am Spa-Wochenende mit seinem ersten Sieg in der Königsklasse des Motorsports.

In Zukunft wird er auf dreifache Unterstützung aus dem Himmel setzen können, denn neben Bianchi und Vater Hervé wird auch Hubert genau auf die weiteren Taten des Ausnahmefahrers schauen. “Jedes Mal, wenn ich ein Rennen gewinne, denke ich an sie”, verriet Leclerc.

Und einen Wunsch seines Vaters muss er posthum noch erfüllen – den Weltmeister-Titel in der Formel 1. “Das habe ich noch nicht geschafft, aber ich werde dafür arbeiten, seinen Traum wahr werden zu lassen”, hofft Leclerc.

Auch wenn das Schicksal bis jetzt nur wenig Gnade mit ihm hatte.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Kohl: "Mercedes nicht mehr die Benchmark"

Die Kolumne von Peter Kohl zum Durchklicken:

Beim schwierigen Großen Preis von Belgien versucht sich die Formel 1 nach der Tragödie um Anthoine Hubert um einen Hauch von Normalität.

Vor allem Ferrari kommt am besten mit der Situation zurecht. Nachdem die Scuderia in der bisherigen Saison oft gescholten wurde, legt sie diesmal eine taktische Meisterleistung hin und scheut sich auch nicht, einen viermaligen Weltmeister als Taktik-Tool zu verwenden. Charles Leclerc ist der große Profiteur dieser ungewöhnlichen Vorgehensweise und feiert den ersten Grand Prix-Sieg eines Monegassen überhaupt.

Jetzt aktuelle Fanartikel zur Formel 1 kaufen - hier geht’s zum Shop | ANZEIGE

Für Mercedes könnte das Rennen in Spa eine Zeitenwende einleiten. Was die Leistungsfähigkeit des Motors angeht, sind die Silbernen erstmals seit langer Zeit nicht mehr die Benchmark.

Peter Kohl analysiert den GP in Spa in gewohnter Art und Weise - SPORT1 präsentiert die Tops und Flops.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Trauernder Gasly zu Leclerc: "Gewinn für Anthoine"!

Pierre Gasly hat beim Großen Preis von Belgien im Toro Rosso zwei Punkte eingefahren. Die Zähler widmete der französische Formel-1-Pilot seinem Freund Anthonie Hubert, der am Samstag bei einem Rennen in der Formel 2 ums Leben gekommen war.

“Im Alter von 22 oder 23 Jahren bist du nicht bereit, solch einen Moment zu durchleben und einen deiner besten Freunde zu verlieren”, sagte Gasly nach dem Grand Prix am Sonntag.

Gasly – der vor kurzem zu Toro Rosso zurückversetzt worden war – und Hubert verband eine enge Freundschaft. “Wir waren Schulkameraden, wir hatten dieselben Professoren. Ich bin immer noch geschockt und kann nicht realisieren, wie schnell es gehen kann”, sagte der 23-Jährige, der sich mit dem verunglückten Rennfahrer einst ein Zimmer geteilt hatte.

Gasly zu Leclerc: Gewinne für Anthoine

Auch Ferrari-Pilot Charles Leclerc gehörte zum Bekanntenkreis der beiden Motorsport-Enthusiasten.

“Ich habe Charles vor dem Rennen gesagt: ‘Bitte gewinn dieses Rennen für Anthoine’”, sagte Gasly – und Leclerc gewann tatsächlich. Wie Gasly widmete er seinen Erfolg dem verstorbenen Hubert.

“Wir sind so viele Jahre gegeneinander gefahren und kannten uns. Zuerst Jules (Bianchi, Anm. d. Red.) vor ein paar Jahren, jetzt Anthoine. Das sind schreckliche Nachrichten für den französischen Motorsport”, erklärte Gasly.

Die Unfälle seiner Landsleute gäben ihm zu denken: “Egal ob 200 oder 300 km/h, es gibt immer ein hohes Risiko zu sterben. Leider hat uns dieser Unfall daran erinnert, dass das ein wirklich gefährlicher Sport ist. Ich bin extrem traurig, dass es einen meiner engsten Freunde im Motorsport erwischt hat.”

Kein Gedanke an Hubert während dem Rennen

Auf der Rennstrecke habe er die Gedanken an Hubert verbannt.

“Das musst du, sonst kannst du nicht fahren”, sagt er. “Wenn der Helm drauf ist und du in die Formationsrunde fährst, dann denkst du nicht mehr daran.” Da befinde man sich als Pilot geistig in einer anderen “Zone”.

Doch mit Rennende war Gasly im Kopf wieder bei seinem Freund. “Nach dem Rennen war allerdings Anthoine das erste, was mir wieder durch den Kopf ging. Ich freue mich, dass ich zwei Punkte für ihn holen konnte.”

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Ricciardo: "Ich glaube, keiner von uns wollte heute fahren"

Renault-Pilot Daniel Ricciardo hat ungewohnt offene Einblicke ins Seelenleben der Formel-1-Piloten nach dem tragischen Tod von Anthoine Hubert gewährt. 

“Ich bin froh, dass das Rennen vorbei ist”, sagte der Australier nachdem er im Rennen nicht über Rang 14 hinauskam. Ricciardo präzisierte seine ungewohnte Aussage: “Ich weiß schon: Die beste Art und Weise, (Anthoine Hubert, d. Red.) unseren Respekt zu erweisen, war, heute zu fahren. Doch ich glaube, keiner von uns wollte heute hier sein oder fahren.”

Jetzt aktuelle Fanartikel zur Formel 1 kaufen - hier geht’s zum Shop | ANZEIGE

Der Australier ergänzte: “ Ich spreche da für mich selbst, aber vielleicht ging es auch noch anderen Fahrern so.” Er wisse, dass vielen im Fahrerlager die Ereignisse rund um Hubert “sehr nahe” gehen. Jetzt sei jeder erleichtert, “dass Rennen hinter uns liegt”. Ricciardos Wunsch für die Zukunft: “Hoffentlich ist dergleichen zum letzten Mal passiert.”

Der französische Formel-2-Pilot Hubert war am Samstag nach einem schweren Unfall beim ersten Rennen in Spa verstorben. 

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Motorsport trägt Trauer: "Der Verlust ist endlos"

Der Tod von Anthoine Hubert im Formel-2-Rennen von Spa erschüttert die Motorsportwelt. 

Auch die Formel-1-Piloten und die Teamverantwortlichen zeigten sich bestürzt nach dem tödlichen Unfall des gerade einmal 22-Jährigen. Weltmeister Lewis Hamilton Hamilton verfasste in den sozialen Netzwerken ein emotionales Statement.

“Wer glaubt, dieser Sport ist sicher, der liegt weit daneben. Alle Fahrer setzen ihr Leben aufs Spiel, wenn sie auf die Strecke gehen”, schrieb der Brite und ergänzte: “Das müssen die Leute ernsthaft verstehen, denn es wird nicht genug wertgeschätzt – nicht von den Fans und auch nicht von manchen Leuten, die direkt in dem Sport arbeiten.”

In Richtung Hubert schrieb er: “Was mich betrifft: Anthoine ist ein Held, denn er ist Risiken eingegangen, um seinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Ich bin sehr traurig, dass das passiert ist. Gedenken wir ihm. Ruhe in Frieden, Bruder.” 

Für Mercedes-Testfahrer Esteban Ocon ist der Tod Huberts auch eine persönliche Geschichte “Ich kann es nicht glauben, wir waren gleich alt, haben zusammen angefangen, Rennen zu fahren und haben uns auf der Strecke über Jahre duelliert. All meine Gedanken sind bei seiner Familie. Ruhe in Frieden Anthoine”, schrieb der Franzose. 

Auch McLaren-Pilot George Russell fuhr noch gegen Hubert, dementsprechend emotional war sein Post. Unter ein Foto von sich und Hubert auf dem Siegerpodest schrieb er: “Ich kann es nicht glauben. Ruhe in Frieden mein Freund.”

Serienkollege Mick Schumacher schrieb: “Das Schicksal ist brutal. Der Verlust ist endlos. Anthoine, wir vermissen dich.”

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto zeigte sich in einem Statement der Scuderie geschockt: “Wir sind heute auf brutale Art und Weise von der Realität eingeholt worden. Das erinnert uns daran, dass dieser Sport, den wir alle so sehr lieben, manchmal auch zu gefährlich ist.” Er forderte, dass weiter an der Sicherheit gearbeitet werden müsse, “um dergleichen in Zukunft zu verhindern. Im Namen von Ferrari verspreche ich, dass wir uns mehr denn je dafür einsetzen werden”.

Racing-Point Teamchef Otmar Szafnauer zeigte sich erschüttert: “Es ist fast unmöglich, in solchen Momenten die richtigen Worte zu finden. Wir alle sind am Boden zerstört. Anthoine war ein feiner Mensch und ein herausragendes Racing-Talent.”

Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost richtete seine Gedanken auch an Juan Manuel Correa, der im Krankenhaus liegt: “Auch ihm gelten unsere Gedanken, in der Hoffnung, dass er eine vollständige Genesung schafft.”

Hubert fuhr im Nachwuchsprogramm von Renault. Sportchef Cyril Abiteboul verabschiedete sich emotional vom Verstorbenen: “Es war eine Freude und eine Ehre, ihn in unserer Nachwuchsakademie zu haben. Wir werden ihn schmerzlich vermissen, sowohl in Enstone als auch in Viry. Sein Spirit wird in unserem Team weiterleben. Und wir fahren, um ihn zu ehren.”

SPORT1 zeigt weitere Reaktionen zum Tod von Hubert:

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Mercedes-Boss sauer: "Haben uns zum Trottel gemacht"

Das Qualifying zum Großen Preis von Belgien wird zur Ferrari-Party. 

Erstmals seit dem Großen Preis von Bahrain schafft die Scuderia eine Doppel-Pole mit Charles Leclerc als Polesetter. Auf Rang drei fehlen Lewis Hamilton 15 Tausendstel, um die Ferrari-Phalanx in der ersten Reihe zu durchbrechen. 

Mercedes-Teamchef Toto Wolff ist nach dem Qualifying bedient, ein Beinahe-Crash zwischen Hamilton und Teamkollege Valtteri Bottas während der dritten Runde des Qualifyings bringt ihn auf die Palme.

SPORT1 fasst die Stimmen von Sky, RTL und aus der Boxengasse zusammen: (Hinweis: Alle O-Töne wurden vor dem Tod von Formel-2-Pilot Anthoine Hubert abgegeben)

Toto Wolff (Sportchef Mercedes): “Wir sind uns selbst auf die Zehen gestiegen. Der Windschatten ist wichtig. Wir wollten es besonders gut machen. Stattdessen haben wir uns zum Trottel gemacht.”

Lewis Hamilton (Mercedes): “Das dritte Training war schrecklich für mich, aber meine Jungs in der Garage geben immer 100 Prozent und ich bin ihnen dankbar, dass sie es geschafft haben, mich wieder auf die Strecke zu bringen. Ferrari hat heute einen großartigen Job gemacht, aber ich hoffe wir können ihnen morgen einen Fight liefern.”

… über den Beinahe-Crash mit Bottas: “Da ging es ein bisschen langsam zu. Er versuchte, den Windschatten seines Vordermanns zu halten. Und ich versuchte, den Windschatten von Valtteri zu halten. Und ich hatte Autos hinter mir.”

… über seinen Unfall im dritten Training: “Du (an einen Journalisten gerichtet, d. Red.) misst der Sache viel zu viel Bedeutung bei, mein Freund. Shit happens. Ich bin auch nur ein Mensch!”

Jetzt aktuelle Fanartikel zur Formel 1 kaufen - hier geht’s zum Shop | ANZEIGE

Sebastian Vettel (Ferrari): “Wir haben die Pace. Hoffentlich können wir das auch zeigen. Das Auto war heute schon besser. Aber warten wir ab. Die Temperaturen sollen runtergehen, das kann einen Unterschied machen. Ich dachte, ich wäre in einen Rhythmus gekommen. Vielleicht habe ich heute etwas länger gebraucht, um das Maximum aus dem Auto zu holen, aber es fühlte sich dann ganz gut an. Aber in Q3 war es sehr unsauber.”

… über den Abstand auf Leclerc: “Das ist sicher nicht ideal. Er hat den besseren Job gemacht.”

… über die Gründe für die verpasste Pole-Position: “Die Reifen waren dann nicht da, wo sie temperaturmäßig sein sollten. Es war etwas chaotisch, deshalb bin ich mit meinem letzten Versuch nicht zufrieden. Ich war in beiden Runden zu nah am Vordermann. Dadurch habe ich Reifentemperatur verloren und war im zweiten Sektor zu nah hinter dem Vordermann, so dass ich dort Zeit verloren habe. Es war eine Lose-Lose-Situation. Ich habe ziemlich viel verloren.”

Charles Leclerc (Ferrari): “Am Freitag hatten wir ein bisschen mit unserer Renngeschwindigkeit zu kämpfen. Daran müssen wir nochmals arbeiten. Aber wenn ich sehe, wie gut es heute lief, dann bin ich ziemlich sicher, dass wir stark aussehen können.”

Max Verstappen (Red Bull): “Wir konnten unseren normalen Power-Modus nicht richtig einsetzen, schon das ganze Wochenende nicht. Jedes Mal, wenn ich die Leistung aufdrehen wollte, wie wir das jedes Wochenende tun, lief der Motor nicht mehr richtig. Daher musste ich im Qualifying ziemlich konservativ fahren. Letztendlich hatten wir sogar weniger Leistung als im Normalmodus. Das hat ein paar Zehntel gekostet, was gerade hier in Spa wehtut. Aber ist halt so.”

… über Ferrari: “Die sind an diesem Wochenende eindeutig auf einem anderen Level.”

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

 Powered by Max Banner Ads