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F1-Cockpit in Gefahr! Hülkenberg kassiert nächste Abfuhr

Nico Hülkenberg muss allmählich um seine Zukunft in der Formel 1 zittern. Der Haas-Rennstall gab am Donnerstag am Rande des Großen Preises von Singapur (am Sonntag ab 14.10 Uhr im SPORT1-Liveticker) bekannt, auch in der Saison 2020 auf die Fahrerpaarung Kevin Magnussen und Romain Grosjean zu setzten.

Zuletzt war der Emmericher Hülkenberg als heißer Kandidat bei dem US-Rennstall gehandelt worden, Teamchef Günther Steiner sprach in der Vorwoche von einer “Entscheidung zwischen Nico und Romain” und lobte den Deutschen als “sehr guten Fahrer und sehr guten Typen”, während er in der Vergangenheit immer wieder öffentlich Grosjeans Inkonstanz kritisiert hatte. Hülkenberg selbst erklärte am Montag bei RTL und n-tv: “Wenn ich möchte, kriege ich einen Rennsitz.”

Hülkenberg bekommt bei Renault keinen Vertrag

Hülkenberg, der bei Renault nach drei Jahren keinen neuen Vertrag erhält, gehen damit allmählich die Optionen in der Motorsport-Königsklasse aus. Lediglich Alfa Romeo (Antonio Giovinazzi), Red Bull (Alex Albon), Toro Rosso (Daniil Kwjat, Pierre Gasly) und Williams (Robert Kubica) halten sich mit ihrer Personalplanung noch bedeckt.

Hülkenberg bestritt seit 2010 in der Formel 1 bislang 170 Rennen für Williams, Sauber, Force India und Renault und ist noch ohne Podestplatz. Grosjean ist seit dem Formel-1-Einstieg von Haas zur Saison 2016 für das Team tätig, Magnussen stieß ein Jahr später zum Rennstall.

Damit könnte die Formel-1-Saison 2020 mit nur noch einem deutschen Fahrer über die Bühne gehen. Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel durchlebt bei Ferrari zwar gerade eine schwierige Phase, sein Vertrag läuft aber noch bis zum Ende der kommenden Saison.

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F1-Karussell: Nächste Abfuhr! Hülkenberg vor dem Aus

Das Fahrerkarussell der Formel 1 für 2020 zum Durchklicken:

Die Formel-1-Saison 2019 ist noch in vollem Gang, da treiben die Teams bereits die Planungen fürs neue Jahr voran.

Neben einigen gesetzten Fahrern wie Lewis Hamilton und Charles Leclerc bangen viele andere Piloten um ihre Zukunft oder planen einen Wechsel zu einem anderen Rennstall. Die Zukunft von Valtteri Bottas ist entschieden, doch was wird aus Nico Hülkenberg oder selbst Sebastian Vettel?

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SPORT1 präsentiert das Fahrerkarussell und zeigt, wer künftig wo fährt und fahren könnte.

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Die ungekrönte Legende der Formel 1

In einem Sport, in dem nur Siege zählen, verneigte sich der Größte der Gegenwart zuletzt tief vor dem ewigsten Zweiten der Geschichte.

Stirling Moss sei “eine lebende Legende, ein großartiger Botschafter für den Sport und für Großbritannien”, erklärte der voraussichtlich bald sechsmalige Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton vor Wochenfrist in Monza.

Sir Stirling Craufurd Moss, der am Dienstag 90 Jahre alt wird, gilt vielen als der beste Fahrer der Königsklasse, der nie Weltmeister wurde. Viermal war Moss WM-Zweiter, dreimal Dritter. Auf 16 Grand-Prix-Erfolge kann der Brite zurückblicken, damit hat er mehr Rennen gewonnen als 17 der bislang 33 Weltmeister.

Die Umstände seines Scheiterns waren teils dramatisch, sein Umgang damit sympathisch. 1958 musste der Sohn eines motorsportverrückten Zahnarztes den Titel um einen mickrigen Punkt seinem Landsmann Mike Hawthorn überlassen – weil für ihn der Sportsgeist stets über dem Gewinnen stand.

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Konkurrenten nur bis zur Zielflagge

Als Hawthorn nach Platz zwei beim Großen Preis von Portugal disqualifiziert wurde, legte Rennsieger Moss bei den Stewards ein gutes Wort für den Kontrahenten ein. “Ich würde das jederzeit wieder tun, weil es fair war”, erklärte Moss, der allerdings nicht nur beim Sammeln von Sympathien erfolgreich war: An 529 Rennen in verschiedensten Klassen nahm er teil, stolze 212-mal ging der Sieg an ihn.

Auch wenn das Rennfahren zu Moss’ Glanzzeiten ungleich gefährlicher und deutlich weniger ertragreich war als heute, wollte der Gentleman nie mit der modernen Generation tauschen. “Wir hatten einfach viel mehr Spaß”, sagte Moss einmal: “Wenn die Rennflagge fiel, waren wir knallhart und kämpften gegeneinander. Ansonsten waren wir Freunde. Wir haben es fürs Amüsement gemacht.”

Moss spielte in James-Bond-Film mit

Moss gehörte zu den schillerndsten Figuren der Branche. 1967 spielte er sogar in einem James-Bond-Film mit, er war – wie sollte es anders sein – in dem Streifen bei einer Auto-Verfolgungsjagd dabei. Auch dass er nach seinem Sieg bei der Mille Miglia 1955 in Streckenrekordzeit von 10:07:48 Stunden anschließend seine Freundin Sally Weston ohne Schlaf nach Köln chauffierte, trug nicht unwesentlich zur Legendenbildung bei.

Der dreimal verheiratete Moss suchte und fand wie viele seiner Zeitgenossen das Risiko. Und er hatte das Glück, seine Leidenschaft nicht mit dem Leben bezahlen zu müssen. Im Mai 1963 endete seine Rennfahrer-Karriere auf der verlassenen Rennstrecke von Goodwood. Moss steuerte im Regen einen Lotus. Nach 30 Minuten stieg er langsam aus und schüttelte den Kopf. “Ich reagiere nicht mehr schnell genug”, sagte er mit traurigem Gesichtsausdruck.

Schwerer Unfall beendet Formel-1-Karriere

Fast auf den Tag genau ein Jahr zuvor war er auf derselben Rundstrecke schwer verunglückt. Fast jeder Knochen seiner rechten Körperseite war gebrochen, zudem erlitt er einen schweren Gehirnschaden. 38 Tage lang war Moss teilweise oder komplett bewusstlos. Er kam durch, fuhr aber nie mehr in der Formel 1.

Auch wenn Stirling Moss bis ins hohe Alter nicht von schnellen Autos lassen konnte, ist er der jüngeren Generation vor allem als humorvoller älterer Gentleman bekannt, der “mit seinem Spazierstock herumläuft und sich einfach draufsetzt, wenn er mit dir ein Schwätzchen hält”, so Hamilton.

Im Fahrerlager sieht man Moss mittlerweile nicht mehr. Im Dezember 2016 erlitt er eine schwere Brustinfektion, im Januar 2018 erklärte der Sir seinen Rückzug aus der Öffentlichkeit.

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Was die Ferrari-Ansage für Vettel bedeutet

Eigentlich wollte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto im Interview mit der Gazzetta dello Sport nur Gerüchte um eine mögliche Verpflichtung von Max Verstappen dementieren. Die Worte, die er wählte, besaßen jedoch deutlich mehr Sprengkraft als erwartet – vor allem für Sebastian Vettel.

Auf die Frage, ob man es sich bei Ferrari vorstellen könne, Max Verstappen zu verpflichten, antwortete der 49-Jährige: “Ich denke, wir sollten einen großartigen Nummer-1-Fahrer haben und einen, der auch Rennen gewinnen und Punkte holen kann.”

Eine Verstappen-Verpflichtung würde demnach “Schwierigkeiten für das Teammanagement mit sich bringen”, so Binotto.

Leclerc ist die Zukunft bei Ferrari

Welchem Fahrer der Italiener, die jeweilige Rolle im Ferrari-Team zuordnet, ließ er offen. Spielraum zur Spekulation bleibt allerdings kaum.

In Charles Leclerc hat die Scuderia den “großartigen Nummer-1-Fahrer”, der dies bei den zwei Siegen zuletzt einmal mehr unter Beweis stellte. Zudem betonen die Verantwortlichen immer wieder, dass Leclerc die Zukunft von Ferrari ist.

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In Maranello sieht man den jungen Monegassen als künftigen Weltmeister in Rot, auf Vettel scheinen dagegen nur noch wenige Hoffnungen zu liegen. Vettel bleibt deshalb wohl nur noch die Rolle des gelegentlichen Rennsiegers.

Vettel wie Bottas?

Mercedes lebt dieses Prinzip aktuell vor: Auf der einen Seite der fünfmalige Weltmeister Lewis Hamilton, der die Fahrer-Titel einfahren soll – auf der anderen Valtteri Bottas, der ab und an Rennen gewinnt und dem Team hilft, Konstrukteurs-Weltmeister zu werden.

Ähnlich sieht Binotto die Verteilung offenbar auch bei Ferrari, nur dass Vettel ein viermaliger Weltmeister und nicht titellos wie Bottas ist, weshalb er diese Rolle dauerhaft kaum akzeptieren würde.

Für den Deutschen sind die Aussagen seines Teamchefs ein weiterer Schlag. Seit Spa 2018 wartet Vettel auf einen Sieg, während Leclerc mit dem Sieg beim Heimrennen in Monza mit Liebe und Begeisterung der Tifosi überschüttetet wurde.

Vettel unter Zugzwang

Doch was bedeutet die Binotto-Ansage konkret für Vettel?

In der laufenden Saison sind noch sieben Rennen zu fahren. Der Vorsprung von Mercedes ist riesig und Leclerc und Vettel haben nur noch theoretische Chancen ganz vorne mitzumischen – gut für Vettel, da Ferrari deshalb kaum zur Teamorder greifen wird.

Bis Anfang Dezember geht es für den Deutschen nun vor allem darum, das Selbstbewusstsein mit guten Leistungen zu stärken und das eigene Standing bei Ferrari zu rehabilitieren. Die Chemie mit Leclerc ist seit dem Qualifying-Eklat in Monza ohnehin arg gestört.

Auto passt besser zu Leclerc

Aber wie geht es mit Vettel weiter? Bis Ende 2020 läuft sein Vertrag bei der Scuderia. Berichten zufolge könnten aber sowohl Vettel als auch Ferrari den Kontrakt nach Ablauf der aktuellen Saison via Ausstiegsklausel beenden.

Bereits jetzt ist der Ferrari-Bolide eher auf die fahrerischen Bedürfnisse von Leclerc zugeschnitten, der Deutsche hadert dagegen häufig mit seinem Boliden. Es ist unwahrscheinlich, dass Ferrari bei seinem nächsten Boliden Vettel bevorzugt.

Sollte Leclerc 2020 vor Vettel platziert sein und tatsächlich um den WM-Titel mitkämpfen können, müsste sich Vettel vermutlich in dessen Dienst stellen und ihm zum Triumph verhelfen. Spätestens dann dürfte der erfolgshungrige 32-Jährige endgültig genug haben.

Vettel-Wechsel zu Mercedes?

Eine Vertragsverlängerung von Vettel bei der Scuderia kann sich aktuell kaum jemand vorstellen. Als Nummer zwei im Schatten eines aufstrebenden Youngsters sieht sich der 32-Jährige mit Sicherheit nicht. Doch welche anderen Optionen bleiben ihm?

Zu einem Mittelfeld-Team wird Vettel nicht gehen, also bleiben nur Mercedes oder Red Bull. Bei den Silberpfeilen laufen die Verträge von Bottas und Hamilton 2020 aus.

Dass der Finne bleibt, gilt als unwahrscheinlich – falls keine große Leistungssteigerung erfolgt. Neben Hamilton könnte Mercedes dann aber auf einen Nachwuchsmann wie Ocon oder George Russell setzen.

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Hamilton flirtet mit Ferrari

Doch auch ein Verbleib von Hamilton ist ungewiss. Der Brite hat nicht erst einmal durchblicken lassen, dass er sich vorstellen könnte, zum Ende seiner Karriere im Ferrari-Cockpit zu sitzen, um seiner einzigartigen Karriere die Krönung zu verpassen.

Mercedes bräuchte dann einen erfahrenen Fahrer mit Erfolgen, da man kaum zwei Youngster gleichzeitig in den Mercedes setzen würde. Ein Tausch zwischen Vettel und Hamilton ist also zumindest denkbar.

Für Vettel wäre dies wohl die maximale Herausforderung, für Hamilton die Chance zu beweisen, dass er auch einen viermaligen Weltmeister im Griff hat.

Red Bull keine Option

Ein Gang zurück zu Red Bull, wo Vettel alle vier WM-Titel gewann, scheint zumindest für die kommende Saison ausgeschlossen. “Vettel hat für uns keine Relevanz”, erteilte Boss Helmut Marko Wechselgerüchten eine klare Absage.

Danach ist vieles möglich, denn auch Verstappen könnte langsam ins Grübeln kommen, ob das bei Red Bull mit dem WM-Titel in naher Zukunft klappen wird. Vettel wäre dann sicher ein ernsthafter Kandidat, zumal er immer noch gute Kontakte zu den Red-Bull-Mitarbeitern pflegt. 

Sollte es mit keinem Topteam zu einer Einigung kommen, ist die Option Karriereende wahrscheinlich. Der Deutsche hatte seine Zukunft in der Königsklasse ohnehin an die Regeländerungen ab 2021 geknüpft und sich damit ein Hintertürchen offen gehalten.

Bis dahin ist aber noch etwas Zeit und aktuell interessiert Vettel laut Binotto sowieso nur eines: ”Er hat sein Ziel, Weltmeister mit Ferrari zu werden, nicht aus den Augen verloren.” In den letzten sieben Rennen muss Vettel nun dafür sorgen, dass die Ferrari-Bosse auch wieder daran glauben.

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F1-Karussell: Kein Top-Fahrer? Ferrari-Boss watscht Vettel ab

Das Fahrerkarussell der Formel 1 für 2020 zum Durchklicken:

Die Formel-1-Saison 2019 ist noch in vollem Gang, da treiben die Teams bereits die Planungen fürs neue Jahr voran.

Neben einigen gesetzten Fahrern wie Lewis Hamilton und Charles Leclerc bangen viele andere Piloten um ihre Zukunft oder planen einen Wechsel zu einem anderen Rennstall. Die Zukunft von Valtteri Bottas ist entschieden, doch was wird aus Nico Hülkenberg oder selbst Sebastian Vettel?

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Hülkenberg sicher: "Wenn ich will, kriege ich ein Cockpit"

Formel-1-Pilot Nico Hülkenberg macht sich keinerlei Sorgen um seine Zukunft in der Motorsport-Königsklasse. “Es ist noch nichts entschieden, es gibt noch nichts Konkretes, aber wenn ich möchte, kriege ich einen Rennsitz und bin auch dabei”, sagte der 32-Jährige am Montag im Gespräch mit RTL und n-tv.

Der Emmericher, dessen Vertrag beim französischen Werksteam Renault nach drei gemeinsamen Jahren am Saisonende nicht verlängert wird, ist ein heißer Kandidat beim US-amerikanischen Haas-Rennstall.

Hülkenberg Kandidat bei Haas

Dessen Teamchef Günther Steiner hatte in der Vorwoche beim Podcast Starting Grid erklärt, die Entscheidung über das zweite Cockpit neben Kevin Magnussen (Dänemark) falle “zwischen Nico und Romain (Grosjean; d.Red.)” und werde voraussichtlich im Rahmen des 15. Saisonrennens in Singapur (Formel 1: Singapur-GP, So., ab 14.10 Uhr im LIVETICKER) bekannt gegeben.

Der Franzose Grosjean fährt seit dem Formel-1-Einstieg von Haas zur Saison 2016 für das Team, in der laufenden Saison leistete sich der 33-Jährige allerdings zahlreiche Patzer. In der Fahrerwertung belegt Grosjean mit acht Punkten lediglich den 17. Platz.

Den WM-Elften Hülkenberg (31 Punkte) bezeichnete Steiner als “sehr guten Fahrer” und “sehr guten Typen”. Zu Grosjeans Leistungen sagte er: “Rauf und runter, Höhen und Tiefen. Romain ist an einem guten Tag bestimmt gut. Nur hat er manchmal ein paar Tage dabei, die nicht so gut sind. Das ist das Problem mit ihm.”

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Noch sei “die Tinte nirgendwo trocken, aber ich und mein Team arbeiten daran. Es gibt definitiv Interesse und Optionen, die wir natürlich gerade ausarbeiten. Wir stecken in Verhandlungen und Gesprächen”, sagte Hülkenberg, der seit 2010 in der Formel 1 auf 170 Grand-Prix-Starts (eine Pole Position) kommt.

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Keine "mentale Sache" – Ex-Pilot verteidigt Vettel

Sebastian Vettel erlebte beim Ferrari-Heimrennen in Monza einmal mehr ein Debakel.

Der viermalige Weltmeister leistete sich in der siebten Runde einen Dreher, direkt danach folgte der nächste große Patzer. Bei der Rückkehr auf die Strecke touchierte er das Auto von Racing-Point-Pilot Lance Stroll. Vettel musste sich einen neuen Frontflügel holen und fiel ans Ende des Feldes zurück, zudem bekam er nach dem Manöver gegen Stroll eine zehnsekündige Stop-and-Go-Strafe. Am Ende stand Rang 13 zu Buche.

Bei Ferrari-Kollege Chales Leclerc war der Jubel hingegen groß: Der 21-Jährige sorgte für den ersten Heimsieg in Monza seit 2010 und ließ die Herzen bei Ferrari höher schlagen – Vettel manövrierte sich stattdessen ins Aus.

Stimmen, dass Vettel seinen Status als Nummer 1 bei der Scuderia an Leclerc verloren habe, wurden schon länger laut. Steht der 32-Jährige in der Königsklasse des Motorsports sogar ganz vor dem Aus?

Montoya verteidigt Vettel

Nicht wenn es nach Juan Pablo Montoya geht, der Vettel den Rücken stärkte. “Ich denke nicht, dass es eine mentale Sache ist. Es ist eher technisch”, sagte der ehemalige Formel-1-Pilot gegenüber Motorsport-Total.com. Der 43-Jährige glaubt, dass Vettel etwas am Auto oder an den Reifen in diesem Jahr nicht gefalle und Leclerc sich besser daran anpassen kann. Vettel fühle sich im Auto nicht wohl.

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Das sei auch der Grund dafür, warum er sich schwer tue, die Zeiten von Leclerc zu fahren. “Wenn du mit dem Auto nicht happy bist und pushst, dann passieren Fehler”, so Montoya.

Kein unbekanntes Problem für den Kolumbianer: Während seiner Zeit bei McLaren 2005 und 2006 durchlebte er selbst eine Krise. ” hat ganz andere Dinge gemacht, als ich gewohnt war.” Unter anderem habe er die Art, Kurven abzubremsen, komplett ändern müssen. “Es ist sehr kompliziert, seinen Fahrstil zu ändern”, weiß er.

“Wenn du deinen Fahrstil änderst, dann kannst du zwar noch schnell sein – aber wahrscheinlich nicht mehr so schnell wie früher”, erklärte Montoya. Daher sei es besser, das Auto an den Fahrstil des Piloten anzupassen. Vettel müsse mit dem Team nun “härter arbeiten, als er es je getan hat”, um zu alter Stärke zurückzufinden.

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Haas-Boss macht Hülkenberg Hoffnung

Die Formel-1-Zukunft von Nico Hülkenberg (32) wird sich womöglich schon im Vorfeld des Großen Preises von Singapur (22. September, 15.10 Uhr) entscheiden.

Die Wahl falle “zwischen Nico und Romain (Grosjean; d.Red)”, sagte Haas-Teamchef Günther Steiner im Podcast Starting Grid: “Wir hoffen, den Fahrer in der nächsten Woche bekannt zu geben.”

Nachdem das französische Werksteam Renault am 29. August die Trennung vom Emmericher zum Saisonende bekannt gegeben hatte, rückte der US-amerikanische Rennstall schnell in den Fokus. Bislang hatte der Südtiroler Steiner lediglich Interesse an Hülkenberg bestätigt.

Der Franzose Grosjean fährt seit dem Formel-1-Einstieg von Haas zur Saison 2016 für das Team, in der laufenden Saison leistete sich der 33-Jährige allerdings zahlreiche Patzer. In der Fahrerwertung belegt Grosjean mit acht Punkten lediglich den 17. Platz.

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Den WM-Elften Hülkenberg (31 Punkte) bezeichnete Steiner als “sehr guten Fahrer” und “sehr guten Typen”. Zu Grosjeans Leistungen sagte er: “Rauf und runter, Höhen und Tiefen. Romain ist an einem guten Tag bestimmt gut. Nur hat er manchmal ein paar Tage dabei, die nicht so gut sind. Das ist das Problem mit ihm.”

Steiner bestätigte weiter, dass der Worndorfer Pascal Wehrlein wegen eines Cockpits für 2020 auf ihn zugekommen sei. “Ich habe gesagt: ‘Leider nicht.’ Aus dem Grund, dass er zwei Jahre nicht in der Formel 1 war. Wir wollen schon jemanden, der Erfahrung hat und lange dabei ist.”

Wehrlein (24) debütierte 2016 für Manor in der Königsklasse. Nach einer weiteren Saison bei Sauber verlor er Ende 2017 seinen Stammplatz in der Formel 1. Der einstige DTM-Champion stand zuletzt in der Formel E bei Mahindra unter Vertrag, dazu ist er Simulatorfahrer beim Formel-1-Traditionsteam Ferrari.

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Williams verlängert mit Mercedes

Der kriselnde Formel-1-Traditionsrennstall Williams setzt weiter auf Antriebseinheiten von Mercedes-Benz. Wie beide Parteien am Freitag bekannt gaben, ist die seit 2014 bestehende Partnerschaft vorzeitig bis 2025 ausgeweitet worden.

Das einstige Weltmeisterteam, derzeit auf dem zehnten und damit letzten Platz der Konstrukteurswertung liegend, erhält damit weiterhin Verbrennungsmotoren sowie Energierückgewinnungssysteme von Mercedes. Williams wird weiterhin sein eigenes Getriebe herstellen.

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Claire Williams, stellvertretende Teamchefin, sagte: “Mercedes-Benz ist einer der erfolgreichsten Motorenhersteller in der Formel 1 und wir glauben, dass sie auch zukünftig ein extrem wettbewerbsfähiges Motorenpaket stellen werden.”

Seit Beginn der Hybrid-Ära in der Formel 1 im Jahr 2014 hat das Werksteam von Mercedes sämtliche Titel in der Fahrer- und Konstrukteurswertung errungen. Auch 2019 deutet alles auf eine neuerliche Doppelkrönung hin.

Mercedes beliefert neben Williams auch das Team Racing Point mit Power Units.

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F1-Karussell: Vettel-Rückkehr zu Red Bull? Marko spricht Klartext

Das Fahrerkarussell der Formel 1 für 2020 zum Durchklicken:

Die Formel-1-Saison 2019 ist noch in vollem Gang, da treiben die Teams bereits die Planungen fürs neue Jahr voran.

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