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Hamilton trumpft auf – zweite Session wertlos

Noch am Sonntag in Hockenheim hatte der Regen für die wildeste Achterbahnfahrt der Saison gesorgt – am Freitag brachte er der Formel 1 nun jede Menge Stillstand. Der Auftakt zum Großen Preis von Ungarn fiel teilweise dem Wetter zum Opfer, und nicht nur für Sebastian Vettel wird das Wochenende vor den Toren Budapests damit ein Sprung ins Ungewisse. Fünf Tage nach dem furiosen Heimrennen blieb erstmal offen, ob der Ferrari-Pilot Mercedes auch im letzten WM-Lauf vor der Sommerpause herausfordern kann.

Meist leichter, aber andauernder Niederschlag genügte, um die Nachmittagseinheit zum Muster ohne Wert zu machen, kein Pilot drehte eine wirklich schnelle Runde. Nur die erste Einheit am Vormittag gab ein wenig Aufschluss über die Kräfteverhältnisse auf trockener Strecke.

Weltmeister und WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton hatte da dominiert, der Brite im Mercedes drehte in 1:17,233 Minuten die schnellste Runde des Tages. Dahinter lieferte sich Vettel mit Max Verstappen ein enges Duell um die Rolle des ersten Verfolgers – und verlor knapp: Red-Bull-Pilot Verstappen lag als Zweiter gut anderthalb Zehntelsekunden hinter Hamilton und nur eine Tausendstel vor Vettel.

Vettel: “Noch Luft nach oben”

“Es war interessant, aber wo wir im Vergleich zu den anderen stehen, kann man erst am Samstag sagen. Heute Vormittag hatten wir noch Luft nach oben”, sagte Vettel. Hamilton erklärte: “Wenn man weiß, dass das Rennen trocken bleibt, dann fokussiert man sich auch auf die Trainingszeit auf trockener Strecke. Und da ist es bei uns nach Wunsch gelaufen.”

Vettels Teamkollege Charles Leclerc landete mit fast einer Sekunde Rückstand nur auf Rang sieben. Achter wurde Renault-Pilot Nico Hülkenberg. Bei Valtteri Bottas im zweiten Mercedes waren schon zu Beginn der ersten Session Probleme mit der Power Unit aufgetreten, der Finne konnte keine gezeitete Runde drehen, verlor wertvolle Trainingszeit – und litt damit besonders unter den schlechten Bedingungen am Nachmittag. Seine Zeit aus der zweiten Session genügte für Rang sechs in der Tagesabrechnung.

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Kurz nach Beginn der zweiten Einheit hatte leichter Regen eingesetzt. Die Teams verzichteten zunächst fast geschlossen auf Ausfahrten, da für Qualifying (Samstag, ab 15.00 Uhr im LIVETICKER) und Rennen (Sonntag, ab 15.10 Uhr im LIVETICKER) trockene Bedingungen vorausgesagt sind. Letztlich warteten die Fahrer aber vergeblich auf ein Ende des Regens, der gegen Ende des Trainings sogar stärker wurde, sodass alle Rennställe die Zeit dann doch für einige Runden auf Intermediate-Reifen nutzten.

Die Erkenntnisse für das Wochenende blieben aber gering. Mercedes sollte das Layout des Hungarorings mit vielen langsamen Kurven eigentlich besonders liegen, Ferrari sollte sich nach bisherigen Erkenntnissen besonders schwer tun – allerdings wird es am Samstag und Sonntag warm, das könnte erneut zum Problem der Silberpfeile werden. Zudem hofft Ferrari, dass die Updates der vergangenen Wochen das Auto auch auf kurvenlastigen Strecken stärker gemacht haben.

Und auch Red Bull darf sich grundsätzlich Chancen ausrechnen. Dank des traditionell guten Chassis schlagen sich die Ex-Weltmeister stets gut in Ungarn, wo die Aerodynamik so wichtig ist. Verstappen (162 Punkte) hat zwei der vergangenen drei Rennen gewonnen und ist Dritter der WM-Wertung hinter dem souveränen Spitzenreiter Hamilton (225) und Bottas (184). Vettel (141) liegt nur auf Rang vier.

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Hülkenberg sauer über Hockenheim-Aus: "Wurde uns gestohlen"

Formel-1-Pilot Nico Hülkenberg hat in seinem Ärger über das erneut verpasste Podest beim Großen Preis von Deutschland deutliche Kritik an der Strecke in Hockenheim geübt.

Die Auslaufzone der vorletzten Kurve sei bei Regen am Rennsonntag “eine Seifenrutsche” gewesen, sagte Hülkenberg am Donnerstag in Budapest: “Das Rennen wurde uns gestohlen durch diese Auslaufzone, die einfach nicht normal ist. Das ist Fakt.”

Hülkenberg hatte in der Endphase des turbulenten Rennens am vergangenen Sonntag auf Podestkurs gelegen, bevor er im Motodrom die Kontrolle über seinen Renault verlor und ausschied. Es wäre das erste Podium des 31-Jährigen im 168. Formel-1-Rennen seiner Karriere gewesen.

Der Emmericher war nicht der einzige Pilot, der in Hockenheim an dieser Stelle scheiterte, Ferrari-Pilot Charles Leclerc schied dort ebenfalls aus. Zudem konnte Weltmeister Lewis Hamilton seinen Mercedes in dieser Kurve nur mit Mühe vor dem Aus retten. “Ich weiß nicht, was es war, aber du konntest nichts mehr kontrollieren”, sagte Hülkenberg: “Das Zepter wurde dir aus der Hand genommen, du warst nur noch Passagier.”

Hülkenberg: “Ein richtig schlechter Witz”

Fakt sei zwar, dass er selbst “einen Fehler gemacht habe und das Auto etwas verliere. Dafür darf man dann auch einen Preis bezahlen. Aber in diesem Fall steht der Preis in keinem Verhältnis zum Fehler. In jeder anderen Kurve wäre ich runtergefahren und hätte zwei bis drei Sekunden verloren. Aber ich hätte nicht mit dem ganzen Rennen bezahlt. Der Preis ist absurd und ein richtig schlechter Witz.”

Offenbar liegt der Fehler allerdings nicht beim Hockenheimring. Nach Informationen des Fachportals Motorsport-Magazin.com sollte in der Auslaufzone ursprünglich eine Sponsorenfläche entstehen, der Asphalt wurde daher bereits mit schwarzer Farbe vorbereitet und war daher besonders rutschig. Diese Arbeiten liegen in der Hand der Formel 1.

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Lehnte Ferrari spektakulären Coup ab?

Hinter den Kulissen des Formel-1-Renstalls Ferrari sollen sich spektakuläre Geschehnisse abgespielt haben.

Wie der italienische Corriere della Sera erfahren haben will, sollen sich sowohl Weltmeister Lewis Hamilton als auch Red-Bull-Star Max Verstappen bei Ferrari angeboten haben. Der Titelverteidiger soll sich von der Scuderia allerdings ebenso eine “höfliche, aber entschiedene Ablehnung” eingehandelt haben wie der Niederländer.

Hamiltons Gedankenspiel über einen Cockpit-Wechsel ist Mercedes nicht verborgen geblieben. Motorsportchef Toto Wolff ließ erst kürzlich aufhorchen mit dem Satz: “Man muss anerkennen, dass es möglicherweise im Kopf eines jeden Fahrers steckt, eines Tages für Ferrari zu fahren. Wenn ein Fahrer den Wunsch hat, bei Ferrari zu fahren, respektiere ich das.”

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Ferrari setzt auf Leclerc

Der Grund, warum Hamilton bei Ferrari die kalte Schulter bekommen haben soll: Die Scuderia hätte sich entschieden, alles darauf zu setzen, dass Youngster Charles Leclerc eine “echte Ära” prägt. Ferrari wolle dem 21-Jährigen keinen Platzhirsch wie Hamilton an die Seite stellen, sondern einen erfahrenen Piloten, der dem Team und Leclerc zuarbeitet.

Ein möglicher Kandidat soll Renault-Pilot Daniel Ricciardo sein.

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Red Bull startet Titelangriff nach Verstappens Coup

Besser hätte es für Max Verstappen beim Großen Preis von Deutschland nicht laufen können. Der Red-Bull-Pilot krallte sich im Regen von Hockenheim den Sieg und ließ sich von tausenden Oranje-Fans an der Strecke bejubeln.

Dabei hatte es ganz zu Beginn des Rennens nicht danach ausgesehen. Mad Max verpatzte den Start und musste mehr als nur ein Auto an sich vorbeiziehen lassen. Die anfänglich gute Ausgangsposition von Startplatz zwei war dahin.

Was dann jedoch folgte, war der Auftritt eines Spitzenfahrers, der nicht nur die eigenen Ambitionen, sondern auch die seines Teams deutlich machte.

Verstappen im Senna-Style

“Max ist wieder sensationell gefahren. Wie er den Dreher abgefangen hat, das war Senna-Style. Als er mal freie Fahrt hatte, war er um Welten schneller als alle anderen”, jubelte Red-Bull-Boss Helmut Marko im Anschluss gegenüber auto motor sport.

Auch wenn der Niederländer in der Fahrerwertung noch deutlich hinter Spitzenreiter Lewis Hamilton zurückliegt, mit seinen insgesamt 26 Punkten Ausbeute in Hockenheim (25 Punkte für den Sieg + ein Punkt für die schnellste Rennrunde) hat sich Verstappen in Lauerstellung gebracht. (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Und auch bei Mercedes ist der Respekt vor dem 21-Jährigen groß. “Es gibt eine Bedrohung und sie heißt Max Verstappen”, verkündete Motorsportchef Toto Wolff noch vor dem Deutschland-GP und sollte damit Recht behalten.

Red Bull größter Mercedes-Konkurrent

Immer mehr schwingt sich Red Bull zum größten Mercedes-Konkurrenten auf und auch Boss Marko hat in Sachen Titelambitionen noch lange nicht abgeschlossen. “Ausschließen würde ich es nicht”, sagte er auf die Frage, ob Verstappen im Kampf mit den Silberpfeilen eine Titelchance hat.

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Dass sich Red Bull immer mehr zur Gefahr für Mercedes entwickelt, liegt vor allem an Verstappen. Der Mann mit der laut Marko “unglaublich natürlichen Fahrzeugbeherrschung” hat in den letzten Jahren viel gelernt.

Noch vor nicht allzu langer Zeit war der 21-Jährige bereits ein exzellenter Rennfahrer, hatte sich jedoch häufig nicht unter Kontrolle. Inzwischen hat er deutlich an Disziplin gewonnen.

Verstappen hat sich besser im Griff

“Die Risikoabschätzung ist besser, das Gefühl für die Reifen. Wenn der Ingenieur ihm sagt, dass der linke Vorderreifen zu viel Temperatur hat, dann setzt er das sofort um, ohne Zeit zu verlieren”, kommt Marko ins Schwärmen.

Auch im Zweikampf mit anderen Piloten schlägt sich Verstappen “nahezu fehlerlos”.

Beim Team selbst ist die Entwicklung ebenfalls vorangeschritten. Während das Auto zu Beginn der Saison kaum Balance hatte, hat man inzwischen das richtige Setup gefunden.

Ein Motoren-Update sowie neuer Sprit in den nächsten Rennen sollen diesen Trend weiter fortsetzen. “Dann sollten wir vom Motor her aufgeschlossen haben. Vom Auto kommt auch noch einiges. Warten Sie mal ab”, kündigte Marko an.

Kaum Fehler am Kommandostand

Dass am Kommandostand der Österreicher zudem kaum Fehler begangen werden und Boxenstopps, wie beim Regen-Grand-Prix von Hockenheim, zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt werden, macht das Team nur noch gefährlicher.

Dennoch stehen nach elf von 21 Saisonrennen 66 Punkte Rückstand auf Lewis Hamilton zu Buche. Dass im WM-Kampf das letzte Wort noch nicht gesprochen ist, hat für Helmut Marko aber vor allem das letzte Rennen deutlich gemacht:

“Hockenheim hat gezeigt, dass Mercedes Fehler macht, wenn wir sie richtig unter Druck setzen können.”

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Fehler über Fehler: Hamilton wollte aufgeben

Das Formel-1-Wochenende am Hockenheimring möchte Lewis Hamilton so schnell wie möglich vergessen. Beim Großen Preis von Deutschland und dem “härtesten Rennwochenende” seines Lebens hatte der Weltmeister kränkelnd in seinem Mercedes gesessen und obendrein Fehler um Fehler begangen.

Der Frust saß beim Engländer bereits während des Rennens so tief, dass er an eine vorzeitige Aufgabe dachte. (SERVICE: Die Teamwertung der Formel 1)

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Hamilton fordert Team zum Aufgeben auf

Nach einem Dreher elf Runden vor Schluss teilte ihm Renningenieur Peter Bonnington mit, er solle an die Box kommen und auf einen neuen Satz Soft-Reifen wechseln. Doch darauf hatte Hamilton keine Lust mehr. “Retire the car!”, funkte er in einem auffordernden Ton an das Team zurück. Frei übersetzt: “Lasst uns aufhören!”

Doch diesem Wunsch konnte das bislang beste Team in dieser Saison natürlich nicht nachkommen und ermutigte seinen Fahrer, weiterzumachen: ”Negativ, Lewis, negativ”, antwortete Bonnington.

Und die Hartnäckigkeit sollte sich auszahlen. Nach dem Hamilton zwischenzeitlich auf den 15. Platz abgerutscht war, konnte er nach einer weiteren Safety-Car-Phase tatsächlich noch einige Plätze aufholen.

Durch die nachträgliche Strafen gegen die beiden Alfa-Romeo-Piloten wurde der Brite sogar noch als Neunter gewertet und sammelte zwei Punkte für die Gesamtwertung in der WM. (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

WM-Leader der Formel 1 zeigt Nerven

Dabei lief für Hamilton bis zur Rennmitte alles nach Plan. Der Mercedes-Pilot führte das Rennen souverän an, bis der Weltmeister plötzlich Nerven zeigte.

Denn wenig später geriet er ausgerechnet im Motodrom vor den abertausenden Vettel-Fans ins Rutschen und verlor seinen Frontflügel. Hamilton musste sich eine neue Nase holen, verlor dabei aber eine Minute und war nur noch Fünfter.

Zudem hatte er bei der Einfahrt in die Boxengasse abgekürzt und kassierte eine Fünf-Sekunden-Strafe.

Hamilton will erstmal schlafen

Bis zum nächsten Rennen am Sonntag (15.10 Uhr im LIVETICKER) in Ungarn muss das alles aus den Kleidern.

“Ich habe für diese Woche alles abgesagt, ich gehe nach Hause und schlafe vielleicht einfach ein paar Tage”, sagte der WM-Spitzenreiter vor der Abreise aus Deutschland: “Ich muss mich erholen. Nicht im Rennwagen zu sitzen, wird helfen.”

Der ganze Rennstall wird sich erholen müssen bis zum Großen Preis auf dem Hungaroring, dem letzten Rennen vor der Sommerpause.

Denn ausgerechnet beim 200. Formel-1-Auftritt von Mercedes am vergangenen Wochenende war ja alles schiefgelaufen, was schieflaufen konnte.

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Fehler über Fehler: Hamilton dachte ans Aufgeben

Das letzte Rennwochenende möchte Lewis Hamilton so schnell wie möglich vergessen. Beim Großen Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring und dem “härtesten Rennwochenende” seines Lebens hatte der Weltmeister kränkelnd in seinem Mercedes gesessen und obendrein Fehler um Fehler begangen.

Der Frust saß beim Engländer bereits während des Rennens so tief, dass er an eine vorzeitige Aufgabe dachte.

Hamilton fordert Team zum Aufgeben auf

Nach einem Dreher teilte ihm Renningenieur Peter Bonnington mit, er solle an die Box kommen und auf einen neuen Satz Soft-Reifen wechseln. Doch darauf hat Hamilton keine Lust mehr. “Retire the car!”, funkt er in einem auffordernden Ton an das Team zurück. Frei übersetzt: “Lasst uns aufhören!”

Doch diesem Wunsch konnte das bislang beste Team in dieser Saison natürlich nicht nachkommen und ermutigte seinen Fahrer, weiterzumachen: ”Negativ, Lewis, negativ”, antwortet Bonnington.

Und die Hartnäckigkeit sollte sich auszahlen. Nach dem Hamilton zwischenzeitlich auf den 15. Platz abgerutscht war, konnte er nach einer weiteren Safety-Car-Phase tatsächlich noch einige Plätze aufholen und wurde nach den nachträglichen Strafen gegen die beiden Alfa-Romeo-Piloten sogar noch als Neunter bewertet und sammelte zwei Punkte für die Gesamtwertung in der WM.

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Dabei lief für Hamilton bis zur Rennmitte alles nach Plan. Der Mercedes-Pilot führte das Rennen souverän an, bis der Weltmeister plötzlich Nerven zeigte.

Denn wenig später geriet er ausgerechnet im Motodrom vor den Abertausenden Vettel-Fans ins Rutschen und verlor seinen Frontflügel. Hamilton musste sich eine neue Nase holen, verlor dabei aber eine Minute und war nur noch Fünfter. Zudem hatte er bei der Einfahrt in die Boxengasse abgekürzt und kassierte eine Fünf-Sekunden-Strafe.

Hamilton will erstmal schlafen

Bis zum nächsten Rennen am Sonntag (15.10 Uhr im LIVETICKER) in Ungarn muss das alles aus den Kleidern.

“Ich habe für diese Woche alles abgesagt, ich gehe nach Hause und schlafe vielleicht einfach ein paar Tage”, sagte der WM-Spitzenreiter vor der Abreise aus Deutschland: “Ich muss mich erholen. Nicht im Rennwagen zu sitzen, wird helfen.”

Der ganze Rennstall wird sich erholen müssen bis zum Großen Preis auf dem Hungaroring, dem letzten Rennen vor der Sommerpause. Denn ausgerechnet beim 200. Formel-1-Auftritt von Mercedes am vergangenen Wochenende war ja alles schiefgelaufen, was schieflaufen konnte.

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Irre Speed-Künstler! Die heimlichen Helden der Formel 1

Die Boxenstopp-Champions der Formel 1 zum Durchklicken:

So schnell war noch niemand! In unglaublichen 1,88 Sekunden (!) fertigte die Red-Bull-Crew beim Großen Preis von Deutschland am Hockenheimring den späteren Sieger Max Verstappen beim Boxenstopp ab – neuer Formel-1-Rekord!

Bei jedem Rennen werden die Standzeiten beim Reifenwechsel gemessen und daraus ein eigenes Ranking erstellt – der sogenannte “DHL Fastest Pit Stop Award”. Entscheidend dafür ist der jeweils schnellste Boxenstopp eines jeden Fahrers.

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Anhand dessen werden bei jedem Rennen Punkte analog der Verteilung in der WM-Wertung vergeben, also 25 für den Schnellsten, 18 für den Zweiten usw. – und eines sei vorab verraten: Mercedes ist dabei alles andere als weltmeisterlich aufgestellt.

Dabei sind die Boxen-Crews die heimlichen Helden der Formel 1, ihre Arbeit kann abseits der Strecke Rennen entscheiden.

SPORT1 zeigt die Boxenstopp-Champions der Formel-1-Saison 2019 – und wer bei den einzelnen Stationen am schnellsten war.

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"Diesen Vettel wünschen wir uns seit Langem"

Die Kolumne von Peter Kohl zum Durchklicken:

Der Große Preis von Deutschland war das mit Abstand spektakulärste Rennen in dieser Saison.

Sebastian Vettel legte eine sagenhafte Aufholjagd hin und fuhr vom letzten Startplatz noch auf das Podest. Viele andere Top-Fahrer verloren dagegen die Kontrolle über ihr Fahrzeug und krachten in der Kurve des Grauens in die Streckenbegrenzung.

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Vor allem für Mercedes verlief das Rennen alles andere als optimal.

Peter Kohl analysiert den GP in Hockenheim in gewohnter Art und Weise - SPORT1 präsentiert die Tops und Flops.

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Oranje-Held statt Mad Max – Verstappen wird erwachsen

Einen kessen Spruch konnte sich Max Verstappen nach seinem Sieg im Regen-Chaos von Hockenheim nicht verkneifen. “Mein 360-Grad-Dreher war doch eine super Show für die Zuschauer”, sagte der 21 Jahre alte Red-Bull-Pilot mit einem verschmitzten Grinsen.

Gemeint war sein beinahe folgenschwerer Ausrutscher etwa zur Hälfte des Rennens.

In diesem Moment hätte alles ganz anders ausgehen können. Doch während die Rivalen Lewis Hamilton, Valtteri Bottas und Charles Leclerc in der Kurve des Grauens am Ausgang des Motodroms reihenweise abflogen, konnte der fliegende Holländer seinen Wagen geschickt abfangen.

Den tausenden niederländischen Fans stockte kurz der Atem, bei Verstappens anschließender Triumphfahrt gerieten sie förmlich aus dem Häuschen. In der Heimat schwärmte die Presse: “Verstappen macht eine schöne Pirouette und glänzt wie ein Eiskunstläufer auf Reifen”, schrieb De Telegraaf.

Marko: „Max ist ein Teufelskerl“

Höchste Anerkennung bekam er auch von seinen Bossen. “Max ist ein Teufelskerl”, sagte Motorsport-Chef Helmut Marko und Teamchef Christian Horner meinte: “Wichtig war, dass Max seinen Kopf nicht verloren hat.”

Von “Mad Max” keine Spur mehr, das einstige Crash-Kid Verstappen ist spürbar erwachsen geworden. Wie bei seinem Sieg in Spielberg ließ er sich auch in Hockenheim nicht von einem schlechten Start aus der Ruhe bringen und wartete bei den extremen Wetterbedingungen geduldig auf seine Chance.

Bezeichnend ist auch, dass Verstappen in dieser Saison bis auf das Rennen in Silverstone, als ihn Sebastian Vettel von der Strecke rammte, immer mindestens unter den ersten Fünf ins Ziel kam. Stürmische Harakiri-Aktionen gehören der Vergangenheit an.

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Selbst in Silverstone reagierte er mit Bedacht. Wo er früher Vettel an den Kragen gegangen wäre, sagte er diesmal nur: “Sebastian hat sich entschuldigt. Damit ist die Sache erledigt. Solche Aktionen passieren im Rennen.” Verstappen versteht es inzwischen immer besser, seinen Heißsporn in die richtigen Bahnen zu lenken.

Tipps vom Vater

Das ist auch die Folge von vielen Gesprächen mit seinem Vater, dem früher ebenfalls erfolgreichen Formel-1-Rennfahrer Jos Verstappen.

“Ich habe mich stundenlang mit meinem Vater getroffen. Er hat mir immer Tipps gegeben. Und es geht nicht nur darum, im Regen zu fahren, sondern auch darum, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das liegt auch an der Erfahrung im Leben und in der Formel 1″, erklärte Max Verstappen.

Druck und schwierige Situationen scheinen ihn dabei nur noch mehr zu beflügeln. Die Hoffnungen der ganzen Nation wirken auf ihn eher wie ein zusätzlicher Turbo-Antrieb statt wie ein Bremsklotz. Dass im kommenden Jahr Zandvoort allein wegen ihm nach Jahren der Abstinenz wieder in den Rennkalender aufgenommen wird, empfindet er als zusätzlichen Antrieb.

Wolff sieht Verstappen als größte Gefahr

In der Gesamtwertung liegt Verstappen mit 162 Punkten noch hinter Weltmeister Hamilton (225) und dessen Mercedes-Kollegen Bottas (184), aber vor Sebastian Vettel (141). „Wir haben in den letzten Rennen bewiesen, dass wir in der Spitze mitfahren können“, sagte Verstappen.

Bei Mercedes sind sie längst gewarnt. Schon vor dem für die Silberpfeile rabenschwarzen Rennsonntag auf dem Hockenheimring, antwortete Teamchef Toto Wolff auf die Frage, wer die größte Gefahr sei: “Verstappen.” Das gilt nach Hockenheim erst recht.

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Kubica schreibt Geschichte: Erster Punkt seit 2010

Im Schatten von Max Verstappen und Sebastian Vettel gelang Robert Kubica beim Großen Preis von Deutschland eine kleine Sensation.

Als Zehnter holte der Pole nicht nur den ersten Punkt für Williams in der laufenden Saison, sondern obendrein seinen ersten Zähler in der Formel 1 seit fast neun Jahren. Damit löste er Lucien Bianchi als Rekordhalter ab, der zwischen 1960 und 1968 sieben Jahre, elf Monate und sieben Tage ohne WM-Zähler geblieben war.

Zum bis dahin letzten Mal fuhr er beim Saisonabschluss 2010, also exakt vor acht Jahre, acht Monaten und 14 Tagen, in Abu Dhabi im Renault als Fünfter in die Punkteränge.

Kubica profitiert von Strafe gegen Alfa Romeo

Allerdings profitierte der 34-Jährige in Hockenheim auch von der nachträglichen Strafe gegen die beiden Alfa-Romeo-Piloten Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi, die wegen einer unerlaubten Technikhilfe am Start des Rennens mit einer 30-Sekunden-Zeitstrafe belegt wurden und somit aus den Punkten rutschten.

Dabei hatte der Traditionsrennstall unter chaotischen Bedingungen trotz der sich bietenden Chance eigentlich gar nicht auf Zähler spekuliert. “Wir haben einen ziemlich konservativen Ansatz gewählt. Das letzte was wir wollen, ist, dass wir das Auto beschädigen, wenn wir in vier Tagen schon wieder fahren müssen. Denn dann beeinträchtigt man vielleicht nicht nur ein Wochenende sondern zwei”, erklärte Kubica.

Russell hadert mit Williams-Entscheidung

Willams hätte die Möglichkeit gehabt, etwas früher auf Slicks zu wechseln, entschied sich im Gegensatz zu Racing Point aber dagegen. Diese holten Lance Stroll schon früh an die Box, sodass dieser am Ende auf Platz vier ins Ziel kam. Eine Entscheidung, die Kubicas Teamkollege George Russell nicht ganz nachvollziehen konnte.

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“Ich wollte reinkommen, aber ich habe dem Team wohl nicht energisch genug gesagt, dass ich Slicks möchte. Aus irgendeinem Grund sind wir draußen geblieben. Als wir eine Runde später an die Box kamen, war Lance auf Platz zwei. Es hätte also noch deutlich mehr sein können”, hadert er nach dem Rennen.

Schwerer Rallye-Unfall setzt Kubica jahrelang außer Gefecht

Kubica galt bis zu einem schweren Rallye-Unfall im Jahr 2011 als einer der Top-Fahrer in der Formel 1 und stand für BMW und Renault in 76 Rennen insgesamt zwölf Mal auf dem Podest. Beim Großen Preis von Kanada feierte er 2008 seinen bislang einzigen Sieg.

Jahrelang hatte er sich im Anschluss zurück gekämpft. Nachdem er 2017 bereits wieder für Renault erste Testfahrten absolvieren durfte, wurde er im vergangenen Jahr von Williams als Ersatz- und Entwicklungsfahrer unter Vertrag genommen. Seit dieser Saison ist er Stammfahrer bei den Briten.

Diese hatten zuletzt beim Großen Preis von Italien im Vorjahr einen Zähler geholt. Kurioserweise profitierte man auch damals von einer Strafe gegen die Konkurrenz. Neben Kubica rutschte in Hockenheim auch WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton nachträglich in die Punkte.

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