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So wurde die Frankreich-Quali für Vettel zum Fiasko

Die Hoffnungen auf ein starkes Comeback beim Großen Preis von Frankreich haben sich für Sebastian Vettel bereits nach dem Qualifying so gut wie zerschlagen.

Nachdem das erste Saisondrittel in der Formel 1 klar von den Mercedes-Piloten dominiert wurde, spricht auch beim achten Rennen alles für die Silberpfeile – und gegen den Deutschen.

Trotz zahlreicher neuer Teile am SF90 erreichte der frisch verheiratete Heppenheimer in Le Castellet nur den völlig enttäuschenden siebten Startplatz. Den gigantischen Rückstand von 1,480 Sekunden auf Polesetter Lewis Hamilton hatte sich Vettel durch den einen oder anderen Fahrfehler im dritten Qualifying-Abschnitt auch selbst zuzuschreiben. 

Vettel: “Einfach nicht gut genug”

“Ich hatte einfach kein gutes Gefühl für das Auto in der letzten Session”, sagte er bei RTL: “Insgesamt fehlte uns der Speed, aber für einen besseren Startplatz waren meine Runden am Ende einfach nicht gut genug. Das Gefühl für die Reifen und den Grip war nicht da.”

Er habe zwar auch ein Problem am Getriebe gespürt und auch seinen vorletzten Angriff auf die Pole-Position abbrechen müssen, weil er nicht mehr hochschalten konnte. “Aber das hat uns nicht wirklich eingebremst”, sagte der Heppenheimer bei Sky. “In Q3 war ich mit beiden Runden nicht wirklich zufrieden.” (Die Stimmen zum Qualifying)

Hamilton holt seine 86. Pole-Position

Vor spärlich gefüllten Rängen entlang des Circuit Paul Ricard ging die Pole-Position zum 86. Mal insgesamt und zum dritten Mal in dieser Saison an Weltmeister und WM-Spitzenreiter Hamilton. Der Brite setzte sich in Rundenrekordzeit von 1:28,319 Minuten vor seinem finnischen Teamkollegen Valtteri Bottas (+0,286 Sekunden) und Vettels Stallrivalen Charles Leclerc (Monaco/+0,646) durch.

Vettel hatte bei seinem schlechtesten Qualifying seit Anfang Oktober 2018 in Japan nach zwei fehlerhaften Versuchen im Q3 satte 1,480 Sekunden Rückstand auf Hamilton. (Das Ergebnis des Qualifyings)

“Ich bin froh, dass ich das Potenzial aus dem Auto herausgekitzelt habe”, sagte dieser: “Es war schwierig, der Wind hat sich stark gedreht, und es war staubig auf der Strecke. Valtteri ist eine starke Runde gefahren, ich bin sehr froh.” Mit dieser Ausgangsposition gehen die Mercedes, die alle sieben Saisonsiege unter sich ausmachten und seit neun Rennen ungeschlagen sind, auch als klare Favoriten ins Rennen am Sonntag (Formel 1: Großer Preis von Frankreich, So., ab 15.10 Uhr im LIVETICKER)

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Der Emmericher Nico Hülkenberg im Renault kam beim Heimspiel seines Rennstalls nicht über den ernüchternden 13. Rang hinaus. Auch Renault hat zahlreiche neue Komponenten nach Le Castellet mitgebracht. Erklärtes Ziel war es, die vierte Kraft zu sein. Hülkenbergs australischer Teamkollege Daniel Ricciardo war mit Platz acht im Soll.

Vettel in WM-Wertung schon weit zurück

Vettel hat als WM-Dritter bereits 62 Punkte Rückstand auf Hamilton. Am Freitag war Ferraris Bemühen abgeschmettert worden, den Sieg vom vorherigen Rennen in Kanada am Grünen Tisch zu erringen. “Das ist enttäuschend”, hatte Vettel nach der endgültigen Aufrechterhaltung der Fünf-Sekunden-Strafe gegen ihn erklärt. Auch Scuderia-Teamchef Mattia Binotto zeigte sich “enttäuscht für Ferrari, seine Fans und den Sport.”

Die Rennkommissare aus Montreal waren bei einer eigens einberufenen Sitzung in Le Castellet zu dem Schluss gekommen, dass das von der Scuderia eingebrachte neue Beweismaterial “keine signifikanten und relevanten neuen Elemente” zutage fördere. Die rennentscheidende Szene zwischen Vettel und Hamilton wird deswegen nicht neu bewertet.

Überraschender Gast am Samstag in Le Castellet war Michel Platini: Der ehemalige UEFA-Präsident, der vor wenigen Tagen im Rahmen einer Korruptionsermittlung befragt worden war, verfolgte das Geschehen als Gast des Ferrari-Teams.

 

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Schnappt sich Vettel die zweite Pole in Folge?

Die Nachwirkungen des Kanada-GPs sind noch nicht verklungen, da steht schon das nächste Rennwochenende in der Formel 1 auf dem Plan. Nach dem Ausflug über den großen Teich schlägt der F1-Zirkus seine Zelte wieder an der französischen Mittelmeerküste auf. Nach Monaco ist nun aber Le Castellet der Ort des Geschehens, an dem der Große Preis von Frankreich ausgetragen wird. (Formel 1, Qualifying, Samstag ab 15.00 Uhr im SPORT1-Liveticker)

Bei Ferrari startet man mit einer Mischung aus Frustration und Optimismus in das Rennwochenende. Einerseits hängt der Ärger über den aberkannten Sieg in Kanada noch nach. Zumal die Hoffnung, den Sieg vom letzten Rennen in Kanada am Grünen Tisch zugesprochen zu bekommen, sich am Freitag endgültig zerschlug.

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Andererseits hat die Scuderia auf der Strecke eine starke Performance abgeliefert und Lewis Hamilton mit seinem Mercedes im Rennen geschlagen. Dazu bringen die Italiener ein Update-Paket mit nach Südfrankreich.

Dieses zahlte sich jedoch am Freitag noch nicht aus. Sebastian Vettel wurde im Freien Training lediglich Vierter, der Rückstand auf den Finnen Valtteri Bottas im Mercedes betrug 0,728 Sekunden. Auch Hamilton war deutlich schneller als Vettel unterwegs.

Ferrari mit Update

Teamchef Mattia Binotto hatte sich zuvor alle Mühe gegeben, das Update nicht zu hoch zu hängen. “Was wir bringen, ist nicht die Lösung unserer Probleme. Aber die technische Rückmeldung aus diesen Evolutionsschritten wird wichtig sein für die nächsten Schritte, die wir planen.”

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Dennoch erhoffte man sich, dass man damit weiter zu den Silberpfeilen aufschließen kann.

Wetter fordert die Reifen

Unabhängig von Updates und fahrerischen Leistungen wird in Le Castellet das Wetter einen großen Einfluss nehmen. Die Sonne soll das ganze Wochenende über vom Himmel brennen und damit die Pirelli-Reifen gehörig fordern.

Man darf also gespannt sein, ob Vettel im Qualifying erneut überzeugen kann. Dort muss der Heppenheimer auf jeden Fall im vollen Angriffsmodus fahren, will er das Ergebnis von Kanada bestätigen. In Montreal holte er die erste Ferrari-Pole der Saison.

So können sie das Rennwochenende des Großen Preis von Frankreichs LIVE verfolgen:

TV:RTL, Sky
Stream:TVnow, SkyGo, F1TV
Ticker:SPORT1.de

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Vettel-Strafe bleibt bestehen – der Sieg gehört Hamilton

Die Fünf-Sekunden-Strafe gegen den viermaligen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel beim Kanada-Rennen bleibt bestehen, der Sieg gehört damit endgültig Mercedes-Pilot Lewis Hamilton.

Das entschieden die Rennkommissare aus Montreal bei einer Sitzung am Freitagnachmittag am Rande des Großen Preises von Frankreich (Formel 1, Großer Preis von Frankreich, So., ab 15.10 Uhr im LIVETICKER), in der vom Ferrari-Rennstall eingebrachte neue Beweise auf Relevanz geprüft wurden. 

Die Stewards kamen dabei zu der Ansicht, dass das Material “keine signifikanten und relevanten neuen Elemente” zutage gefördert habe.

Die rennentscheidende Szene zwischen Vettel und Hamilton wird damit nicht neu bewertet. Die 2019 noch sieglose Scuderia hatte auf die Zuerkennung des Montreal-Sieges am Grünen Tisch gehofft.

“Das ist enttäuschend”, sagte Vettel bei RTL: “Das ist schade für die Leute, die am Fernseher und an der Strecke sitzen und eigentlich den Sport sehen wollen, für die ist das doof. Dann sieht das scheiße aus.” Ferrari-Teamchef Mattia Binotto zeigte sich “enttäuscht für Ferrari und seine Fans.”

Vettels “gefährliches” Manöver macht den Unterschied

Ferrari-Sportdirektor Laurent Mekies hatte sich bei einer Pressekonferenz am Freitagmittag noch überaus zuversichtlich gezeigt. Ferrari habe seit dem Rennen Zugang zu neuen Beweisen erhalten, die “überwältigend” seien.

Der französische Ingenieur war bis Juni 2018 selbst in Diensten des Automobil-Weltverbandes FIA und gilt als Experte für derartige Fälle. Um 14.14 Uhr traf Mekies mit gelber und schwarzer Mappe unter dem Arm zum Meeting ein, das nach 35 Minuten beendet war. 

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Auf dem Circuit Gilles Villeneuve hatte Vettel vor gut zwei Wochen nach einem Ausflug ins Gras nur mit größter Mühe die Führung vor Weltmeister Hamilton (Großbritannien) behalten.

Die Rennjury um den deutschen Juristen Gerd Ennser bestrafte Vettel, weil dieser “auf gefährliche Art und Weise” auf die Strecke zurückgefahren sei.

Der Heppenheimer kam zwar als Erster ins Ziel, wurde durch die Fünf-Sekunden-Strafe aber auf Platz zwei zurückversetzt. Die Stewards in Montreal konnten bei ihrer Entscheidungsfindung bereits auf sämtliche TV-Bilder sowie Telemetriedaten zurückgreifen.

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Auftakt in Le Castellet: Kann Vettel Hamilton erneut ärgern?

Die Nachwirkungen des Kanada-GPs sind noch nicht verklungen, da steht schon das nächste Rennwochenende in der Formel 1 auf dem Plan. Nach dem Ausflug über den großen Teich schlägt der F1-Zirkus seine Zelte wieder an der französischen Mittelmeerküste auf. Nach Monaco ist nun aber Le Castellet der Ort des Geschehens, an dem der Große Preis von Frankreich ausgetragen wird. (Formel 1, Rennwochenende Frankreich-GP, ab Freitag 11.00 Uhr im SPORT1-Liveticker)

Bei Ferrari startet man mit einer Mischung aus Frustration und Optimismus in die Freien Trainings am Freitag. Einerseits hängt der Ärger über den aberkannten Sieg in Kanada noch nach. Andererseits hat die Scuderia auf der Strecke eine starke Performance abgeliefert und Lewis Hamilton mit seinem Mercedes im Rennen geschlagen. Dazu bringen die Italiener ein Update-Paket mit nach Südfrankreich.

Ferrari mit Update

Teamchef Mattia Binotto hat sich zwar bereits alle Mühe gegeben, das Update nicht zu hoch zu hängen. “Was wir bringen, ist nicht die Lösung unserer Probleme. Aber die technische Rückmeldung aus diesen Evolutionsschritten wird wichtig sein für die nächsten Schritte, die wir planen.”

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Dennoch erhofft man sich, dass man damit weiter zu den Silberpfeilen aufschließen kann.

Wetter fordert die Reifen

Unabhängig von Updates und fahrerischen Leistungen wird in Le Castellet das Wetter einen großen Einfluss nehmen. Die Sonne soll das ganze Wochenende über vom Himmel brennen und damit die Pirelli-Reifen gehörig fordern.

Man darf also gespannt sein, ob Sebastian Vettel im Freien Training bereits eine erste Visitenkarte abgibt oder sich das für das Qualifying aufhebt. Spätestens da muss der Heppenheimer auf jeden Fall im vollen Angriffsmodus fahren, will er das Ergebnis von Kanada bestätigen. (Formel 1, Qualifying, Samstag ab 15.00 Uhr im SPORT1-Liveticker)

So können sie das Rennwochende des Großen Preis von Frankreichs LIVE verfolgen:

TV:RTL, Sky
Stream:TVnow, SkyGo, F1TV
Ticker:SPORT1.de

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Der skurrile Zoff um die Zukunft der Formel 1

“Ich könnte hier zwei oder drei Rennen am Stück fahren! So sollte die Formel 1 nicht sein. Es ist ein Männersport. Aber es kommen so viele Youngster und fahren einfach mit, weil sie leicht damit klarkommen.”

Die Worte, die Weltmeister Lewis Hamilton in Bezug auf die Königsklasse wählt, sind eindeutig: es brodelt!

Aktuell lodern in der Formel 1 so viele Brandherde wie selten zuvor – und bei sehr vielen Themen herrscht Uneinigkeit.

Regeländerung für 2021 geplant

Im Mittelpunkt der Konflikte stehen die angestrebten Regeländerungen für das Jahr 2021. Bis Ende Juni wollen Teamchefs, Weltverband und Eigentümer Liberty Media ein Gerüst mit Ideen präsentieren. Nun wackelt dieser Zeitplan – und das nicht nur aufgrund des Todes von Renndirektor Charlie Whiting.

Für die Fahrer ist das Hauptproblem klar. “Die Formel 1 muss eine Fahrer-Weltmeisterschaft sein und keine Team-Weltmeisterschaft”, beklagt Racing-Point-Pilot Sergio Perez. In anderen Sportarten würde die Leistung des einzelnen Sportlers einen Unterschied machen, in der Königsklasse nicht.

“In der Formel 1 weiß jeder schon vorher, wo er ins Ziel kommen wird. Du bist komplett davon abhängig, welches Potenzial dein Auto hat”, so Perez weiter.

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Hamilton will sich mehr anstrengen müssen

Der fünffache Weltmeister Lewis Hamilton fordert eine Rückkehr zu normal angetriebenen Motoren und manuellen Getrieben: ”Es sollte körperlicher sein, nicht mehr so viel Servolenkung zum Beispiel. Tennisspieler sind am Ende des Spiels auch fertig, Radfahrer müssen nach der Tour de France tot sein. So sollte das sein.”

Auch wenn Perez und Hamilton mit ganz unterschiedlichen Problemen kämpfen, am Ende vereint sie dennoch der Wunsch nach Veränderung und einer Rückkehr zu echtem Racing.

An diesem Punkt kommt eine Hauptforderung der Fahrer ins Spiel: Überholmanöver sollen leichter werden. Auch die Teams und Liberty Media hätten gerne spannendere Rennen – doch der dafür nötige Weg erscheint wenig attraktiv.

Denn helfen würden aerodynamisch weniger komplizierte Autos, die nicht so eine enorme Luftverwirbelung erzeugen. Damit könnte man leichter an den Vordermann heranfahren, diesen rundenlang unter Druck setzen und so zu Fehlern zwingen.

Zurück zu langsameren Autos?

In der heutigen Formel 1 ist dies fast unmöglich, weshalb man für ein Überholmanöver je nach Strecke ein bis zwei Sekunden schneller als der Vordermann sein muss, um diesen sofort mit einer Attacke hinter sich lassen zu können.

Doch eine weniger komplizierte Aerodynamik macht die Wagen langsamer – und bedroht die Vormachtstellung der großen Teams. Für Firmen wie Mercedes und Ferrari, die nach dem Motto “Win on Sunday, sell on Monday” auch deshalb an der Formel 1 teilnehmen, um Autos zu verkaufen, ein schwieriger Grad.

Die “Entkomplizierung erfordert Einigkeit vor der zukünftigen Festlegung der Reglements. Suchen Sie ein Iglu in der Sahara – da haben Sie höhere Chancen auf Erfolg, als Einigkeit zwischen zehn Formel-1-Teams, der Sportbehörde FIA und dem Rechteeigentümer Liberty Media zu schaffen”, sagte Ex-Mercedes-Boss Norbert Haug dem Tagesspiegel.

Zu Beginn der letzten Saison hatte die FIA bereits mit diversen Regeländerungen versucht, das Überholen wieder einfacher zu machen. Simplere Front- und Heckflügel machten die Boliden aber nur noch schneller und verfehlten ihr Ziel komplett.

Fans befürchten Verlust der Wurzeln

Für mehr Spektakel haben die immer schneller werdenden Autos nach Meinung von Red-Bull-Pilot Max Verstappen ohnehin nicht gesorgt. “Wenn man immer schneller und schneller werden möchte, kann man auch einen Roboter ins Auto setzen. Aber dem Fan muss es auch Spaß machen.”

Denn von der Meinung der Anhänger hängt vieles ab. Vor allem die von Liberty geplanten Änderungen in Richtung einer “grüneren” Formel 1 werden von den Fans heiß diskutiert. Im Zuge des gestiegenen Umweltbewusstseins will man in Zukunft auf CO2-neutralen Kraftstoff setzen.

Auch beim Thema Elektroantrieb will man ganz vorne mitspielen und sich mehr an der Formel E orientieren. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff geht fest davon aus, “dass es einen Wechsel vom klassischen Verbrennungsmotor hin zu mehr Hybridkomponenten geben wird.”

Damit einher gehen würde aber auch eine Veränderung des von vielen Anhängern innig geliebten Motoren-Sounds. Stimmen, die einen Verlust der Wurzeln befürchten, gab es in der Vergangenheit immer wieder. “Der Sound ist etwas, über das wir zumindest sprechen müssen”, weiß auch Wolff um die Problematik.

Fahrer werden kaum gefragt

Die Fahrer wurden bei der Frage nach dem künftigen Reglement bisher kaum berücksichtigt. “Leider werden die Regeln von den Leuten mit Macht und Geld gemacht und wir haben generell wenig zu sagen”, beklagte sich jüngst Lewis Hamilton.

Nach dem Kanada-Grand-Prix bekamen die Piloten aber immerhin die Chance, in einem Meeting mit FIA-Präsident Jean Todt ihre Ansichten vorzustellen. Für Hamilton ein Schritt in die richtige Richtung.

“Wir wissen, wie sich das Rennfahren anfühlt, kennen also die Herausforderungen und Limits. Deshalb sind wir sehr offen ein Teil davon zu sein und mit unseren Ideen beizutragen. Wir können da für die Zukunft helfen”, zeigte sich der Brite zuversichtlich.

Um Änderungen zu beschließen, muss sich in der zuständigen Kommission aus Teams, FIA und Liberty Media eine Mehrheit bilden. Bei den vielen Interessen ohnehin kein leichtes Unterfangen.

Ferrari hat Veto-Recht

Doch selbst wenn sich Fahrer, Verband, Eigentümer und die Mehrzahl der Teams einigen, die Ablehnung nur eines einzigen Rennstalls könnte alles zunichte machen.

Denn seit den 80er Jahren besitzt Ferrari bei Reglement-Änderungen ein Veto-Recht. Die Scuderia machte zwar bisher davon keinen Gebrauch, die Möglichkeit besteht aber nach wie vor, doch auch dagegen regt sich Widerstand.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner bezeichnete das Veto-Recht als “ziemlich verstaubt”, Claire Williams findet es “nur albern”. Und auch Renault-Teamchef Cyril Abiteboul hat Bedenken: “Ich halte es nicht für gut, wenn Fortschritt einseitig blockiert werden kann.”

Bis die Königsklasse ein neues innovatives Regelpaket präsentiert, dürfte es jedenfalls noch einige Zeit dauern.

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Ferrari lässt Vettel-Strafe erneut prüfen

Der Formel-1-Rennstall Ferrari will die umstrittene Fünf-Sekunden-Strafe gegen den viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel nicht hinnehmen.

Wie die Scuderia am Montagabend bestätigte, wird das Team weiter gegen die Entscheidung der Stewards im Rahmen des Großen Preises von Kanada vorgehen, die Vettel den Sieg gekostet hatte.

Ferrari hatte seinen formellen Protest am vergangenen Donnerstag zurückgezogen, will sich nun aber eines anderen Rechtsmittels bedienen. Artikel 14 des sportlichen Regelwerks des Automobil-Weltverbandes FIA bietet das “Right to Review”, das Recht auf eine erneute Überprüfung der Entscheidung. Diese Maßnahme kann nur zum Erfolg führen, wenn den Entscheidern neue Beweise vorgelegt werden. Auf welche Details Ferrari sich nun genau berufen möchte, wollte das Team nicht mitteilen.

Das “Right to Review” muss binnen 14 Tage nach Rennende in Anspruch genommen werden, Ferrari hat nun also Zeit bis zum Großen Preis von Frankreich am kommenden Sonntag.

Beim Rennen in Montreal hatte Vettel nach einem Ausflug ins Gras in der 47. Runde nur mit größter Mühe die Führung vor Weltmeister Lewis Hamilton (Großbritannien) im Mercedes behalten. Die Rennjury untersuchte den Vorfall und bestrafte den Deutschen, weil dieser auf gefährliche Art und Weise auf die Strecke zurückgefahren sei. Vettel kam dann als Erster ins Ziel, wurde durch die Fünf-Sekunden-Strafe aber auf Platz zwei zurückversetzt. 

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Das sagt FIA-Boss Todt zur Strafe für Vettel

In der Kontroverse um die Zeitstrafe gegen den viermaligen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel beim Großen Preis von Kanada hat sich FIA-Präsident Jean Todt klar hinter die Entscheidung der Rennkommissare gestellt.

“Wir haben die besten Stewards der Welt. Sie machen einen hervorragenden Job”, sagte der Boss des Automobil-Weltverbandes der Bild-Zeitung am Rande des 24-Stunden-Rennens von Le Mans.

Todt fürchtet Gefahren durch Lockerungen

Der 73-jährige Franzose, langjähriger Teamchef von Rekordweltmeister Michael Schumacher bei Ferrari, führte aus: “Die Fahrer sind doch die ersten, die auf eine Einhaltung aller Regeln bestehen. Wenn wir anfangen, sie zu lockern, kann es dazu führen, dass es mitunter gefährlich wird. Man sieht das teilweise in der Formel E, wo die Fahrer deutlich mehr Freiheiten haben als in der Formel 1.”

Vettel war beim siebten WM-Lauf in Montreal vor Wochenfrist in Führung liegend nach einem Fahrfehler in der 47. von 70 Runden ins Gras gerutscht und hatte bei seiner Rückkehr auf die Strecke den nachfolgenden Weltmeister Lewis Hamilton im Mercedes fast in die Mauer gedrängt.

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Zeitstrafe kostet Vettel den Sieg

Die Stewards sprachen noch während des Rennens eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe gegen Vettel. Der Heppenheimer fuhr knapp vor Hamilton über den Zielstrich, musste diesem aber den Sieg überlassen.

Jedoch hat die Scuderia nach Artikel 14.1.1 des sportlichen Regelwerks der FIA noch die Chance, bei Vorlage von neuen Beweisen die Rennkommissare zu einer neuen Bewertung der Situation zu bewegen.

Dazu hat Ferrari 14 Tage nach Rennende Zeit, also bis zum Großen Preis von Frankreich am kommenden Sonntag (15.10 Uhr im LIVETICKER).

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Nach Vettel-Strafe: Formel-1-Legende fordert Umdenken

Die Fünf-Sekunden-Strafe gegen Sebastian Vettel war das kontroverseste Formel-1-Thema der vergangenen Monate. Auch Mika Häkkinen hat sich zu dem strittigen Vorfall geäußert – dabei klar Partei für Vettel ergriffen und zu einem Umdenken aufgefordert.

“Ich hätte genau das Gleiche gemacht”, schrieb Häkkinen in seiner Kolumne bei Unibet. “So wie jeder Rennfahrer. Wenn etwas schiefläuft, ist es unser Instinkt, schnell zurückzukehren und den anderen Fahrer hinter uns zu halten. Es ist komplett normal und das, was unsere Gegner erwarten.”

Häkkinen: “Was sie tun mussten”

Vettels erste Priorität sei es gewesen, das Auto wieder auf die Rennstrecke zu bringen, “um einen besseren Grip zu finden und die Reifen zu säubern”: “Seine zweite Priorität war es, vor dem Mercedes zu bleiben. Lewis Hamilton konnte sehen, was passiert, und hat sich darauf vorbereitet. Sebastian und Lewis haben gemacht, was sie tun mussten. Sie haben sich genügend Platz gegeben und dann weitergemacht. Es gab keine Berührung und keine Kollision.”

Häkkinen führt weiter aus, dass die Strafe gegen Vettel “das Rennen ruiniert” habe: “Ich frage mich, warum die Fahrkommissare den Vorfall nicht zusammen mit den Teams und Fahrern genauer untersuchen, bevor sie eine Entscheidung treffen.”

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Umdenken im Regelwerk

Der Formel-1-Weltmeister von 1998 und 1999 kommt deshalb zu folgendem Schluss: “Die Formel 1 sollte über die Möglichkeit nachdenken, drei ständige Stewards zu ernennen, vielleicht mit einem Fahrer, der als vierter Steward oder Berater fungiert. Ich zweifle nicht an der Fähigkeit der Stewards in Kanada, aber der Sport könnte davon profitieren, dass dieselben Leute jeden Grand Prix regulieren.”

Ferner müssten Fahrer, Teams, die FIA und die Formel 1 selbst herausfinden, “wie man die Piloten wieder fahren lässt. Sie müssen einsehen, dass man manchmal realistisch sein und an die Reputation des Sportes denken muss”, schrieb Häkkinen. “Keiner war am Sonntag glücklich. Die Strafe hat einen Kampf um die Spitze beendet und alle bestraft, die die Formel 1 schauen.”

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Verschwörung? Red-Bull-Boss attackiert Mercedes

Auch Tage nach der umstrittenen Zeitstrafe gegen Sebastian Vettel lässt das Thema der Formel-1-Welt keine Ruhe.

Nun hat Red-Bull-Motorsportchef Dr. Helmut Marko den Vorfall zum Anlass genommen, um mit einem Rundumschlag gegen Lewis Hamilton und vor allem Mercedes zu pesten. “Sebastian hat nichts falsch gemacht. Er hatte alle Hände voll zu tun, das Auto auf der Strecke zu halten. Hamilton hätte doch einfach innen vorbeifahren können oder ganz einfach bremsen. Auch er hatte die Pflicht, einen Unfall zu verhindern”, erklärte er im Interview mit Auto Bild Motorsport.

Zugleich zog er einen Vergleich herbei, indem Hamilton vor drei Jahren für ein ähnliches Vergehen in Monaco gegen den damaligen Red-Bull-Piloten Daniel Ricciardo nicht bestraft wurde. “Das hinterlässt ein Geschmäckle, wie man im Schwabenland sagen würde”, sagte der Österreicher um dann zum Rundumschlag auszuholen.

Marko stößt vermeintlicher “Weltmeister-Bonus” sauer auf

Insbesondere der vermeintliche “Weltmeister-Bonus” der Silberpfeile stößt dem 76-Jährigen sauer auf. “Es ist auffällig, dass die Regeländerungen und Entscheidungen in letzter Zeit immer gut für Mercedes waren. Ein Beispiel: Pirelli hat die Lauffläche der Reifen für 2019 geändert, damit sie nicht mehr überhitzen. 2018 hatte aber nur Mercedes ein Problem damit. 2019 bekommt plötzlich nur Mercedes die Temperaturen immer ins richtige Arbeitsfenster. Alle anderen nicht. Ist doch komisch.”

Zwar hätten alle Teams die Möglichkeit gehabt, auf diese Änderung entsprechend zu reagieren, jedoch seien die Konzepte der Autos alle auf weniger Abtrieb ausgelegt. Da lediglich Mercedes ein Auto mit extrem viel Anpressdruck und Bodenhaftung baute, wollte der gebürtige Grazer auch nicht ausschließen, dass die Stuttgarter früher Daten von Hersteller Pirelli bekommen haben.

“Ich kann zwar nichts beweisen”, sagte er, dennoch fördere es nicht gerade das Vertrauen, wenn man den Mercedes-Dienstwagen von Formel-1-Vermarkter Liberty mit Stuttgarter Kennzeichen und Pirelli-Reifen im Fahrerlager von Monaco stehen sehe.

Pirelli äußert sich zu den Vorwürfen

Der Reifenhersteller hat sich inzwischen selbst zu den Vorwürfen zu Wort gemeldet und erklärte auf Nachfrage von Auto Bild Motorsport, die Reifen, die aktuell verwendet werden, seien von der “exakt gleichen Spezifikation, die die Teams letztes Jahr im November beim Test in Abu Dhabi im Anschluss an das Saisonfinale verwendet haben”.

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Auch bei den diesjährigen Boliden und bei guten Wetterbedingungen habe in den Wintertests in Barcelona keine Beschwerden gegeben. Damals war Mercedes noch weit hinter der Konkurrenz zurückgeblieben.

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Präsentation der Formel-1-Reform verschoben

Die Bekanntgabe des neu strukturierten Reglements der Formel 1 ab der Saison 2021 verschiebt sich auf Ende Oktober.

Der Motorsport-Weltverband FIA teilte am Donnerstagabend mit, dass sich alle beteiligten Parteien, darunter die zehn Teams, einstimmig auf die Verschiebung der endgültigen Vorlage des neuen technischen, sportlichen und finanziellen Rahmens geeinigt haben.

Ursprünglich sollten die Reformpläne bereits bis zum 30. Juni präsentiert werden.

Es soll billiger und lauter werden

Die Reform umfasst den Zeitraum zwischen 2021 und 2025 und soll der Königsklasse den Weg in die Zukunft ebnen. Unter anderem sollen die Motoren günstiger, einfacher und lauter werden.

Auch eine veränderte Einnahmenverteilung steht im Raum. Das soll den Einstieg anderer Hersteller erleichtern.

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