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Emotionale Huldigung für Lauda: "Gibt’s kein zweites Mal"

Der Tod von Formel-1-Legende Niki Lauda (†70) hat viele Menschen rund um den Globus emotional berührt.

Für Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko war die Nachricht von Lauda “ein Schlag”, wie er dem österreichischen TV-Sender oe24.TV, erzählte – teilweise den Tränen nahe. Lauda sei “ein echter Freund” gewesen, sagte Marko: “Das kann man so sagen. Umso schmerzlicher jetzt. Obwohl man es wusste.”

Letztmals habe er seinen Freund im November im Wiener Krankenhaus besucht, erzählte Marko. “Ehrlich gesagt war ich entsetzt, als ich ihn gesehen habe. Das habe ich mir natürlich nicht anmerken lassen. Da war er aber noch voller Optimismus, und es war noch eine Kraft in der Stimme. Das ist dann alles sukzessive dahingegangen.”

Gemeinsames Ritual an der Rennstrecke

Das Duo habe öfter über den Tod gesprochen, “wer als Erster geht und so weiter. Dieses langwierige immer schwächer Werden hat nicht zur Person Lauda gepasst und war ganz sicher nicht in seinem Sinne.”

Trotz ihrer Tätigkeiten bei den Rivalen Mercedes und Red Bull pflegten sie – solange Lauda an die Rennstrecke kommen konnte – ein gemeinsames Frühstück als Ritual. 

Doch zu Beginn ihrer Karrieren im Motorsport waren sie Rivalen und kämpften um die Nachfolge ihres verunglückten Landsmanns Jochen Rindt.

Marko muss Ferrari-Cockpit an Lauda abtreten

Er habe zunächst einen “Respektabstand” zum Rivalen eingenommen, “weil es ging ja um unser beider Karrieren. Aber es war trotzdem so, dass wir uns abends zusammengesetzt haben. Er (Lauda, d. Red.) hat immer sein typisches Wiener Schnitzel mit Reis gegessen, wo immer er das kriegen konnte. Damals war seine Ernährung relativ einseitig. Aber es hat die gemeinsamen Abende gegeben”, sagte Marko.

1971 standen beide gemeinsam in der Formel-1-Startaufstellung. “Ich saß im besseren Auto und war dadurch auch von den Ergebnissen her besser als er. Dann kam mein Unfall”, blickte Marko zurück. Er bekam 1972 einen Stein an den Kopf und ist seither auf dem linken Auge blind. “All das, was für mich vorgesehen war” habe Lauda bekommen: “Ich hatte einen Vorvertrag mit Ferrari. Er hat zuerst das BRM-Cockpit übernommen, in der Folge dann den Ferrari-Sitz.”

Doch die Freundschaft blieb bestehen. “Wir sind dann gemeinsam nach Modena gefahren. Er hat mich gebeten, dass ich ihn begleite, um seinen ersten Vertrag mit Enzo auszuverhandeln. Für mich war das vorbei. Ich habe mir überlegt: ‘Hallo, der Niki erbt das alles. Ist das gerecht?’ Aber bei genauer Analyse war ich out – und dann ist mir viel lieber, es ist ein Österreicher, der in all das einsteigt, als sonst irgendjemand.”

Huldigung von Lauda: “Das gibt’s kein zweites Mal”

Auch nach Laudas schwerem Unfall war sein Landsmann für ihn da und bewunderte sein Durchhaltevermögen: “Dieser eiserne Wille, all das durchzustehen und dann in Monza ein Comeback zu geben, das niemand für möglich gehalten hat, mit einer unglaublichen Leistung und Selbstüberwindung.”

Natürlich sei Lauda immer “ein Egoist” gewesen, habe das Image des geizigen Geschäftsmannes “in der Öffentlichkeit auch gerne gespielt” berichtete Marko – aber letztendlich sei sein enger Freund “ein guter, großzügiger Mensch” gewesen. 

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Abschließend huldigte der 76-Jährige seinen verstorbenen Freund. Im gesamten Formel-1-Geschehen gebe es niemanden, sagt Marko, der Lauda “von der Persönlichkeit, vom Humor, von der Gesamtheit und seiner Geradlinigkeit” das Wasser reichen könne: “Das gibt’s kein zweites Mal.” 

Marko ergänzte: “In meiner gesamten Rennkarriere war Niki mein steter Begleiter. Er wird mir sehr fehlen. Das sind so viele Erlebnisse, so viele gemeinsame Aktionen und auch gemeinsame lustige Ereignisse gewesen. Und dann das. Das ist halt schwer.”

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Mit Trauerflor und Sonderlackierung – Formel 1 gedenkt Lauda

Die Formel 1 würdigt den am Montagabend verstorbenen dreimaligen Weltmeister Niki Lauda beim Großen Preis von Monaco (Formel 1: Großer Preis von Monaco, Sonntag ab 15.10 Uhr im LIVETICKER) mit sichtbaren Zeichen der Trauer.

Die Mercedes-Teammitglieder tragen von Donnerstag an bis zum Rennsonntag Trauerflor. Das teilte der Rennstall am Mittwoch mit. Zudem wird der Schriftzug “Danke Niki” die Nasen der beiden Silberpfeile zieren, darüber ist ein Autogramm Laudas in roter Schrift zu sehen. Weiterhin wird einer der üblicherweise silbernen Sterne auf der Motorabdeckung in Rot scheinen – in Erinnerung an Laudas Markenzeichen, die rote Kappe.

Auf den Toro-Rosso-Boliden war am Mittwoch bereits der Schriftzug “Danke Niki” zu lesen, daneben prangte in Schwarz-Weiß das Konterfei Laudas vor seinem schweren Feuerunfall 1976.

Eventuell Gedenkminute für Lauda in Monaco 

Auch Laudas frühere Rennställe Ferrari und McLaren wollen ihre Trauer beim sechsten Grand Prix des Jahres im Fürstentum zum Ausdruck bringen. Ob es vor dem Rennen eine Gedenkminute geben wird, liegt in der Hand des Automobil-Weltverbandes FIA beziehungsweise des Formel-1-Managements.

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Der Österreicher Lauda (Weltmeister 1975, 1977 und 1984) verstarb am Montagabend im Alter von 70 Jahren. Seit 2012 war er Aufsichtsratsvorsitzender des Mercedes-Rennstalls.

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Laudas legendäre Sprüche: "Kleine Welt der Zirkusaffen"

Die besten Sprüche von Niki Lauda zum Durchklicken:

Der Motorsport verliert mit Niki Lauda nicht nur einen der herausragenden Fahrer der Geschichte, sondern auch einen besonderen Menschen. Der dreimalige Weltmeister war auch für seinen Humor und markante Aussagen bekannt.

SPORT1 zeigt Laudas Sprüche, die auch nach seinem Tod in Erinnerung bleiben werden.

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Hamilton mit emotionaler Abschiedsbotschaft an Lauda

Niki Lauda ist tot, der Motorsport hat eine ihrer größten Legenden verloren. 

Der Österreicher wurde drei Mal Formel-1-Weltmeister. Nach einem schweren Unfall am 1. August 1976 auf dem Nürburgring hing sein Leben am seidenen Faden. Doch Lauda kämpfte sich zurück und bestritt lediglich 42 Tage nach dem schweren Crash wieder ein Rennen. 

Die Welt trauert um ein echtes Original und einen großen Kämpfer. SPORT1 fasst die Reaktionen zusammen.

Ferrari: “Du wirst für immer in unseren Herzen und denen der Fans bleiben”

Formel 1: ”Die Motorsportgemeinde trauert heute um den verheerenden Verlust einer wahren Legende. Die Gedanken aller bei der Formel 1 sind bei seinen Freunden und seiner Familie.”

Daniel Brühl (Schauspieler, Darsteller von Niki Lauda in dem Film “Rush”): “Die Nachricht vom Tode von Niki Lauda hat mich sehr getroffen. Wir sind uns im Rahmen der Dreharbeiten zu RUSH sehr nahe gekommen und ich war stolz diesen großartigen Menschen auf der Leinwand verkörpern zu können. Er war der mutigste Mann, den ich je kennengelernt habe, nicht nur als Formel 1-Pilot, sondern auch im Umgang mit den Menschen, immer ehrlich und direkt. Die Wahrheit hat Niki einem immer ins Gesicht gesagt. Ich habe viel von ihm gelernt und ihn zutiefst bewundert. Meine Gedanken sind bei seiner Frau und seiner Familie.”

Lewis Hamilton: “Ich kann es kaum glauben, dass du nicht mehr da bist. Ich werde unsere Gespräche vermissen, das gemeinsame Lachen, die Umarmungen nach gewonnenen Rennen. Danke, dass du so ein strahlendes Licht in meinem Leben warst. Ich werde für deine Familie immer da sein, wenn sie mich braucht. Ich liebe dich.”

Nico Rosberg: “Lieber Niki, danke für alles, was du für mich getan hast. Ich habe so viel von dir gelernt. Deine Leidenschaft, dein Kampfgeist, niemals aufzugeben, dein Glaube, dass man sich immer zwei Mal im Leben sieht und deine Geduld mit uns Youngstern. Ich und all deine 100 Millionen Fans rund um die Welt, die du ebenfalls inspiriert hast, niemals aufzugeben in den schwierigsten Zeiten, denken an dich und deine Familie. Wir wünschen, dass du in Frieden ruhst.”

Toto Wolff: “Niki wird immer eine der größten Legenden unseres Sports bleiben. Er verkörperte Heldentum, Menschlichkeit und Aufrichtigkeit auf und abseits der Strecke. Er hinterlässt eine tiefe Lücke in der Formel 1. Wir haben nicht nur einen Helden verloren, der das wohl eindrucksvollste Comeback aller Zeiten gegeben hat, sondern auch jemanden, der wertvolle Klarheit und Offenheit in die moderne Formel 1 gebracht hat. Wir werden ihn als Stimme der Vernunft sehr vermissen.”

Norbert Haug (Ex-Motorsportchef von Mercedes): “Sein Tod stimmt die ganze Motorsportwelt und mich natürlich auch sehr traurig. Niki war der Kämpfer überhaupt – er konnte Berge versetzen. Was er bei seiner Rückkehr nur 42 Tage nach dem schrecklichen Unfall auf dem Nürburgring geleistet hat war übermenschlich. Ich habe jede Minute mit ihm genossen.”

Arturo Merzario (Laudas Lebensretter vom Nürburgring): “Lauda ist als Champion geboren und als Champion gestorben. Wir waren Freunde und Feinde. Bei den Rennen waren wir Erzfeinde, privat waren wir jedoch sehr befreundet. Ich habe zuletzt vor circa einem Monat mit ihm telefoniert. Er war nach der Lungentransplantation sehr müde.”

Fernando Alonso: ”Eine schockierende und traurige Nachricht an diesem Morgen. Ruhe in Frieden, Niki.”

Hans-Joachim Stuck (Präsident des Deutschen Motor Sport Bundes): “Niki Lauda war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten, die ich je kennen lernen durfte, und diese Bedeutung bezieht sich nicht nur auf die Motorsportwelt. Als Unternehmer, als Pilot, als Rennfahrer, als Teammanager: Niki war für viele Menschen ein Vorbild und eine Inspiration. Er hat praktisch alles, was er angefasst hat, zum Erfolg geführt. Der deutsche und der internationale Motorsport trauern um eine Legende, ich selbst trauere um einen echten Freund und langjährigen Weggefährten.”

Kai Ebel (Formel-1-Moderator): ”Es ist so traurig zu hören, dass die Legende Niki Lauda tot ist.”

Alexander Wurz (ehemaliger Rennfahrer): ”Ruhe in Frieden, Niki! Heute hat uns ein wahrer Held verlassen. Wir werden dich vermissen, aber niemals vergessen.”

Sebastian Kurz (Bundeskanzler Österreich): “Mit Niki Lauda verliert Österreich eine seiner herausragendsten Persönlichkeiten. Die Rennstrecken waren seine Heimat und die Luftfahrt seine Liebe. Und wie kein anderer hat er sich mehrmals ins Leben zurück gekämpft. Er ist ein Vorbild für Mut, Disziplin und Geradlinigkeit.”

Hermann Tomczyk (ADAC Sportpräsident und FIA Vizepräsident für Sport): „Niki war ein begnadeter Rennfahrer und hat die Formel 1 geprägt wie wenig andere. Er war mit drei Formel-1-WM-Titeln als Fahrer und fünf WM-Titeln als Manager für Mercedes-AMG sowie als Unternehmer in der Luftfahrtbranche außergewöhnlich erfolgreich. Nach seinem Unfall am Nürburgring hat er eine bis dahin nicht gekannte Sicherheitsdebatte in der Formel 1 angestoßen und viel für den Sport geleistet. Niki Lauda war ein besonders bewundernswerter Charakter, ich trauere um eine außergewöhnliche Persönlichkeit des Sports, die viel zu früh von uns gegangen ist.“

Damon Hill (Ex-Weltmeister): “Auf Wiedersehen, Niki. Du hast uns allen großartige Lektionen für das Leben und Erinnerungen geschenkt.”

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"Immer in unseren Herzen bleiben" – Trauer um Lauda

Niki Lauda ist tot, der Motorsport hat eine ihrer größten Legenden verloren. 

Der Österreicher wurde drei Mal Formel-1-Weltmeister. Nach einem schweren Unfall am 1. August 1976 auf dem Nürburgring hing sein Leben am seidenen Faden. Doch Lauda kämpfte sich zurück und bestritt lediglich 42 Tage nach dem schweren Crash wieder ein Rennen. 

Die Welt trauert um ein echtes Original und einen großen Kämpfer. SPORT1 fasst die Reaktionen zusammen.

Ferrari: “Du wirst für immer in unseren Herzen und denen der Fans bleiben”

Formel 1: Die Motorsportgemeinde trauert heute um den verheerenden Verlust einer wahren Legende. Die Gedanken aller bei der Formel 1 sind bei seinen Freunden und seiner Familie.”

Sebastian Kurz (Bundeskanzler Österreich): “Mit Niki Lauda verliert Österreich eine seiner herausragendsten Persönlichkeiten. Die Rennstrecken waren seine Heimat und die Luftfahrt seine Liebe. Und wie kein anderer hat er sich mehrmals ins Leben zurück gekämpft. Er ist ein Vorbild für Mut, Disziplin und Geradlinigkeit.”

Fernando Alonso: “Eine schockierende und traurige Nachricht an diesem Morgen. Ruhe in Frieden Niki.”

Kai Ebel (Formel-1-Moderator): “Es ist so traurig zu hören, dass die Legende Niki Lauda tot ist.”

Alexander Wurz (ehemaliger Rennfahrer): “Ruhe in Frieden Niki! Heute hat uns ein wahrer Held verlassen. Wir werden dich vermissen, aber niemals vergessen.”

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Niki Lauda ist tot

Am Tag als Niki Lauda zur Legende wurde, schaute er in die Hölle. 55 unendliche Sekunden lang.

Am 1. August 1976 schießt Lauda mit seinem Ferrari über die Nürburgring-Nordschleife, er verliert die Kontrolle, kracht in eine Felswand und geht mit seinem Wagen in Flammen auf. Den Zuschauern bleibt die Luft weg. 800 Grad Hitze umschließen Lauda, das Auto beginnt zu schmelzen, die Dämpfe verätzen seine Lunge. 42 Tage später zwängt sich Lauda wieder in seinen Rennwagen, das Gesicht entstellt, der Kopf blutig – eine Legende ist geboren.

Später sprach der für seinen trockenen Humor bekannte Wiener im Rückblick auf seinen Schicksalstag von seinem “Barbecue”. Sein größter Sieg sei es gewesen, die Formel 1 überlebt zu haben, sagte Lauda ebenfalls immer wieder. Eine Aussage, die beileibe kein Scherz war: Als Lauda Rennen fuhr, war der Tod an den Rennstrecken omnipräsent.

Nie war klar, ob er und die anderen Piloten aus den Höllenmaschinen lebend herauskommen würden. Die Frauen hatten immer auch ein schwarzes Kleid mit an der Strecke – man wusste ja nie. “Wir waren getrieben von dem Wahnsinn, den wir selbst gemacht haben. Beinahe in jedem Jahr ist einer von uns gestorben”, sagte er einmal der FAZ. Am Montag hat der Tod Lauda im Alter von 70 Jahren, weit nach dem Ende seiner Rennfahrerkarriere, schließlich eingeholt. 

Der Wiener sei im Kreise seiner Familie “friedlich entschlafen”, hieß es in einem Statement der Familie, das in österreichischen Medien zitiert wurde. “Seine einzigartigen Erfolge als Sportler und Unternehmer sind und bleiben unvergesslich. Sein unermüdlicher Tatendrang, seine Geradlinigkeit und sein Mut bleiben Vorbild und Maßstab für uns alle. Abseits der Öffentlichkeit war er ein liebevoller und fürsorgender Ehemann, Vater und Großvater. Er wird uns sehr fehlen”, stand dort weiter. 

Lungentransplantation noch im August

Der eiserne Kämpfer hatte zuletzt verbissen um seine Gesundheit gerungen. Im vergangenen Sommer musste sich Lauda einer Lungentransplantation unterziehen, mehr als zweieinhalb Monate verbrachte er anschließend im Krankenhaus. Für den ewig Getriebenen war diese Zeit noch schlimmer als die Genesung nach seinem Feuerunfall.

“Diesmal war es wirklich lang. Doch ich bin immer noch hier”, sagte Lauda nach seiner Entlassung – in der Hoffnung, schnell wieder der Alte zu sein. Anfang des Jahres war ein weiterer Aufenthalt im Krankenhaus wegen einer Grippeerkrankung gefolgt.

Tatsächlich aber führte der Weg des ewigen Stehaufmännchens nicht mehr zurück an die Rennstrecken, an denen er als Aufsichtsratschef des dominierenden Mercedes-Teams bis zum Sommer 2018 zum Inventar gehört hatte.

Lauda dachte nie ans Aufgeben

Lauda war zeitlebens ein Kämpfer, er musste sich seine Triumphe hart erarbeiten. Er hatte nicht das Talent eines Ayrton Senna oder das Charisma seines großen Rivalen James Hunt. Aber aufgeben galt für Lauda nicht. Er tüftelte an seinen Wagen, trieb seine Mechaniker in den Wahnsinn – und holte so mehr heraus als alle anderen.

Als ob nichts gewesen wäre, hätte er nach der Flammenhölle fast noch seinen WM-Titel aus der Vorsaison erfolgreich verteidigt. Beim letzten Saisonrennen in Fuji aber steuerte Lauda seinen Ferrari im monsunartigen Regen freiwillig an die Box und überließ seinem britischen Kontrahenten Hunt den Titel.

“Ich wollte mich nicht ein zweites Mal umbringen”, sagte er später. Eine unglaubliche Geschichte, die 2013 sogar Hollywood in dem Streifen “Rush” verfilmt hat. 1977 wird Lauda erneut Champion. 1984, nach einer kurzen Auszeit, zum dritten Mal. Ein Jahr später beendete er seine Karriere.

Nikolaus Andreas Lauda liebte schon als Kind Autos über alles. Mit zehn sitzt er erstmals am Steuer, mit 15 hat er seinen ersten Wagen, mit 19 fährt er sein erstes Rennen. Die Schule interessiert den Sohn eines Großindustriellen nicht so sehr, sein Abiturzeugnis fälschte er zusammen mit einem Freund: “Die Mutter hat mich geküsst, der Vater war glücklich.”

Vater von fünf Kindern

Aus Lauda, in zweiter Ehe verheiratet und Vater von fünf Kindern, wurde bekanntlich trotzdem ein erfolgreicher Macher, nicht zuletzt als Gründer von Fluggesellschaften. Beinahe nebenbei erklärte der Charakterkopf von 1996 bis 2017 den RTL-Zuschauern die Formel-1-Welt. Immer unverblümt ehrlich, und dabei immer herzlich. Eine echte Legende.

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Verstappen-Hype: Formel 1 kehrt nach Zandvoort zurück

Der Hype um Max Verstappen macht es möglich: Der Große Preis der Niederlande kehrt 2020 nach 35 Jahren in den Formel-1-Kalender zurück.

Das gaben die Führung der Motorsport-Königsklasse und der Betreiber der Rennstrecke in Zandvoort am Dienstag bekannt. Der Vertrag mit dem Traditionskurs vor den Toren Amsterdams läuft zunächst bis 2022.

“Zandvoort ist eine ikonische, historische Strecke”, sagte Verstappen: “Ich bin dort schon mit der Formel 3 gefahren und habe ein paar Showläufe absolviert. Die Strecke erinnert mich ein bisschen an Suzuka.”

Zur Terminierung wurde zunächst keine Angabe gemacht. Viel deutet aber darauf hin, dass das Rennen Mitte Mai stattfinden und den Platz des Großen Preises von Spanien einnehmen wird. Der Vertrag des Circuit de Barcelona-Catalunya mit der Formel 1 ist mit dem Rennen am vergangenen Sonntag ausgelaufen. Auch der Große Preis von Deutschland könnte am 28. Juli zum vorläufig letzten Mal stattfinden.

Formel-1-Boss Chase Carey erklärte am vergangenen Wochenende vielsagend: “Wir erwarten, dass die Zahl der Rennen 2020 wie in diesem Jahr weiterhin bei 21 liegt. Das heißt dann natürlich, dass wir nicht alle aktuellen Rennen behalten können.”

Zandvoort ist das zweite Rennen, das von Liberty Media (seit Anfang 2017 Rechteinhaber der Königsklasse) in den Formel-1-Kalender gehoben wird. Zuvor wurde die Premiere des Großen Preises von Vietnam in Hanoi im April 2020 beschlossen.

Verstappen: Volksheld in den Niederlanden

Die Niederlande waren bis 1985 insgesamt 32-mal im Formel-1-Kalender vertreten, gefahren wurde stets in Zandvoort. Rekordgewinner ist der Schotte Jim Clark mit vier Erfolgen. Bei der bislang letzten Auflage gewann Niki Lauda, es war der 25. und letzte Grand-Prix-Erfolg des dreimaligen Weltmeisters aus Österreich.

Der kurvenreiche Kurs, malerisch in einer Dünenlandschaft gelegen, ist allerdings etwas in die Jahre gekommen. “Um den Wünschen der Formel 1 und den geforderten Standards des Weltverbandes FIA gerecht zu werden, werden die Rennstrecke und die Infrastruktur in einigen Bereichen bis zum Rennen im kommenden Jahr modernisiert”, sagte der ehemalige Formel-1-Pilot und Zandvoort-Renndirektor Jan Lammers. Die Gemeinde Zandvoort hat bereits im Vorfeld in die Infrastruktur investiert, immerhin werden rund 300.000 Fans zum ersten Rennwochenende in dem Ferienort an der Nordsee erwartet.

Für die vollen Ränge wird Nationalheld Verstappen sorgen. Der 21 Jahre alte Red-Bull-Pilot (fünf Grand-Prix-Siege) hat in den Niederlanden eine regelrechte Motorsport-Hysterie ausgelöst. “Max ist jung, schnell und populär. Und er ist so jung, dass er noch 20 Jahre fahren kann. Bei jedem Rennen erleben wir ein Meer von Oranje-Fans. Die verdienen ein Rennen zu Hause”, sagte Formel-1-Marketingchef Sean Bratches zuletzt.

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"Mercedes zertrümmert jeden Ansatz von Spannung"

Die Tops und Flops des Spanien-Grand-Prix zum Durchklicken:

Zum fünften Mal in Folge landet Mercedes einen Doppelsieg. Damit ist der WM-Zug für Ferrari abgefahren.

“Die Roten können nur noch mit den weißen Handtüchern wedeln”, sagt SPORT1-Experte Peter Kohl.

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Er fasst seine Tops und Flops des Spanien-Grand-Prix zusammen. Dabei geht er insbesondere auf das Duell an der Spitze zwischen Mercedes und Ferrari ein.

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Pannen ohne Ende: Ferraris Fehlerliste wird immer länger

Das Fehlerprotokoll von Sebastian Vettel und Ferrari zum Durchklicken:

Seit seinem letzten Weltmeister-Titel 2013 scheinen Pleiten, Pech und Pannen an Sebastian Vettel zu kleben. Mit Ferrari arbeitet er bisher vergeblich an einem WM-Triumph.

Manchmal ist die Technik verantwortlich, manchmal sind es Patzer des Deutschen, die Ferrari Punkte, Siege und Titel kosten.

Immer wieder missglücken Überholmanöver, Vettel kollidiert oder patzt anderweitig. Das setzt sich auch 2019 fort. Zuletzt verbremste er sich in Spanien nach dem Start, das Team patzte gleich mehrfach.

SPORT1 zeigt die Fehlerliste der vergangenen Jahre.

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Wie Ferraris Angriff auf Mercedes im Desaster endete

Es sollte der Beginn einer großen Aufholjagd werden.

Mit einem runderneuerten Fahrzeug war Ferrari nach Barcelona gekommen. Dort wo die Scuderia der Konkurrenz noch das Fürchten gelehrt hatte. Damals im Februar – wenige Wochen vor Beginn der Saison.

Doch statt die Trendwende einleiten zu können, kassierte Ferrari die wohl schmerzhafteste Niederlage dieser Saison. Nach dem fünften Mercedes-Doppelsieg in Folge vergrößerte sich der Rückstand von Sebastian Vettel in der WM-Wertung auf den neuen Spitzenreiter Lewis Hamilton auf 48 Punkte. (Das Ergebnis aus Barcelona)

Vettel: “Ein großer Schritt zurück”

“Das war ein enttäuschendes Wochenende für uns, ein großer Schritt zurück”, musste Vettel resigniert feststellen.

Es waren klare Worte der Enttäuschung, nachdem er auch auf dem Circuit de Catalunya den Mercedes-Piloten weit hinterher fuhr und nicht einmal das Podest erreichte. Und doch geben sie den Frust des viermaligen Weltmeisters nur unzureichend wieder.

Denn schon in der Qualifikation war absehbar, dass die großen Anstrengungen seines Teams bei weitem nicht ausreichen würden, um Lewis Hamilton und Valtteri Bottas das Wasser reichen zu können.

Auch deshalb sah sich der von Position drei aus gestartete Vettel schon am Start gezwungen, alles zu riskieren, um im WM-Rennen nicht schon zu dieser frühen Saisonphase aussichtslos hinter die Silberpfeile zurückzufallen.

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Vettel zieht sich Bremsplatten zu

Die Attacke ging jedoch nach hinten los. Beim Versuch, in der ersten Kurve links an Bottas vorbeizuziehen, verbremste sich der Heppenheimer und wurde auch noch von Max Verstappen im Red Bull überholt.

Was anschließend passierte, dürfte ihm die Zornesröte ins Gesicht getrieben haben. Statt ihn wegen eines offensichtlichen Bremsplattens in die Box zu holen, um frische Reifen aufzuziehen, ließ ihn der Kommandostand noch rundenlang chancenlos auf der Strecke geradezu verhungern.

Damit zog sich Teamchef Mattia Binotto aber nicht nur Vettels Ärger zu, sondern auch den seines jungen Teamkollegen. “Im ersten Stint war ich schneller”, sagte Charles Leclerc, den die Rennstrategen der Scuderia unerklärlich lange hinter Vettel her fahren ließen.

Es folgte das nächste Kapitel italienischer Unzulänglichkeiten. Beide Stopps bei Ferrari – sowohl der von Vettel als auch der von Leclerc – dauerten mit 4,4 Sekunden länger als üblich. Grund war in beiden Fällen ein verkantet angesetzter Schlagschrauber.

Ferrari-Taktik wirft Fragen auf

Aber auch auf der Strecke warf die Strategie der Scuderia weiterhin Fragen auf. Warum musste Vettel, der zur Halbzeit des Rennens auf den Medium-Reifen viel schneller unterwegs war, seinen Teamkollegen erst nach drei Runden überholen?

“Im zweiten Stint war mir lange nicht klar, ob wir auf der gleichen Strategie waren”, sagte Vettel nach dem Rennen verblüfft.

Dass sie es nicht waren, erkannte der 31-Jährige erst, als ihn sein Team dann doch irgendwann mal an Leclerc vorbei ließ. In der Zwischenzeit hatte er allerdings so viele Sekunden verloren, dass er auch im Kampf um Platz drei gegen Verstappen chancenlos war.   

“Wir waren nicht schnell genug, um Max anzugreifen”, sagte Vettel, der den Niederländer auch nach dem Re-Start in Folge einer unverhofften Safety-Car-Phase nicht mehr wirklich gefährden konnte.

Der Rückstand hielt sich mit knapp 1,5 Sekunden zwar noch in Grenzen. Doch vorerst ist Verstappen auch in der WM-Wertung an Vettel vorbeigezogen, der nur noch auf Platz vier liegt.

Den Titel hat der Ferrari-Star fürs Erste jedenfalls abgehakt: “Zu diesem Zeitpunkt hat es keinen Sinn, auf die WM zu schauen.”

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