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Hamilton widmet Sieg einem kranken Kind

Lewis Hamilton hat seinen Sieg beim Großen Preis von Spanien einem schwer kranken Kind gewidmet.

Das erklärte der Brite nach seinem Triumph. 

“Dieser kleine Kerl hat mich so inspiriert. Wir haben ihm eine Kappe und eine Karte geschickt. Ich widme ihm heute meinen Sieg”, sagte Hamilton, der ein Video geteilt hat, das ihm vor dem Rennen der kleine Harry auf Social Media geschickt hatte.

Der fünfjährige Harry Shaw leidet an einem seltenen bösartigen Tumor. Vom Krankenbett aus nahm das Kind eine neue Videobotschaft auf, in der er Hamilton zu seinem Sieg gratuliert.

“Wir werden etwas Besonders für ihn machen”, kündigte der Brite bereits kurz danach an. Der kleine Harry sei für ihn ein ”spiritueller Engel”.

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Mercedes bekennt sich zur Formel 1 – trotz möglicher Änderungen

Mercedes sieht seine Zukunft trotz der ungewissen Rahmenbedingungen über 2020 hinaus in der Formel 1.

Es sei für das Weltmeisterteam nicht entscheidend, wie die Königsklasse nach Abschluss des neuen Grundlagenabkommens ab 2021 aussieht, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff der Bild am Sonntag: “Wir bekennen uns heute zur Formel 1, es ist eine Plattform, die für uns sehr gut funktioniert.”

Die Rückkehr in die Rennserie als Werksteam im Jahr 2010 habe sich bezahlt gemacht. Die Marke profitiere davon, “dass wir an der Spitze um Siege und Meisterschaften fahren”, sagte der 47-Jährige: “Das hat die Marke sportlich aufgeladen und hat ihr eine gewisse Emotionalität gegeben.”

Werbe-Gegenwert für Mercedes enorm

Der Werbe-Gegenwert durch den Motorsport sei enorm, sagte Wolff: “Der ist ein Vielfaches der Investitionen.” Mercedes hat seit 2014 fünfmal in Serie die Titel in Fahrer- und Hersteller-WM gewonnen und führt auch in diesem Jahr beide Wertungen souverän an.

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Auch künftig wird die Formel 1 aus Wolffs Sicht zudem eine besondere Rolle einnehmen, die Elektro-Rennserie Formel E sei da eher Ergänzung als Konkurrenz. “Die Serienfahrzeuge entwickeln sich in Richtung E-Mobilität, deshalb schauen wir uns die Plattform Formel E an”, erklärte der Österreicher: “Aber das ist etwas völlig anderes als die Formel 1.”

Formel 1 diskutiert viele Änderungen

Die Königsklasse fahre den “effizientesten und stärksten Hybrid-Motor, der existiert. Mit einer Energie-Effizienz von über 50 Prozent. Das gibt es bei keinem anderen Motor der Welt. Es liegt an uns, das noch besser zu kommunizieren.”

Nach der Saison 2020 läuft das Concorde Agreement der Formel 1 aus, in dem wirtschaftliche und sportliche Grundlagen festgeschrieben sind. Ab 2021 soll unter anderem eine Budgetdeckelung eingeführt werden, die Geldverteilung an die Teams soll gerechter erfolgen, auch das sportliche Reglement wird geändert und andere Autos hervorbringen.

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Mercedes: "Haben Lewis die Runde kaputt gemacht"

Valtteri Bottas (Mercedes) zeigt sich in Barcelona bärenstark! Von der Pole-Position wird er in den Großen Preis von Spanien starten. (Formel 1: Großer Preis von Spanien So. ab. 15.10 Uhr im LIVETICKER)

Bottas war in allen drei Qualifikationssegmenten schneller als sein Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton. (Service: Die Ergebnisse der Formel 1 im SPORT1-Datencenter)

Enttäuschend für Ferrari ist der große Rückstand auf den Kontrahenten. Sebastian Vettel war mehr als acht Zehntelsekunden langsamer als Bottas. Das Ergebnis spricht Bände, doch Sebastian Vettel glaubt zu wissen, wo die Probleme liegen.

SPORT1 fasst die Stimmen von RTLSky, aus der Mixed-Zone und der Boxengasse zusammen.

Valtteri Bottas (Mercedes, 1. Startplatz): “Ich fühle mich immer wohler im Auto. Es war eine schöne Runde mit viel Adrenalin und einfach einem schönen Gefühl. Es ist toll, wenn das Auto macht, was man will. Das Team hat mit den Upgrades und dem Setup einen super Job gemacht, das war gut nach dem schwierigen FP3.”

über den Fahrfehler im 3. Freien Training: “Ich habe es verdrängt und weitergemacht. Und dann ging es besser und besser.”

über das Gefühl im Auto: “Wir haben die generelle Stabilität verbessert, bekommen jetzt mehr Grip von der Aerodynamik. Das Verhalten ist aber nicht anders als die Rennen bisher, es fühlt sich nur etwas anders an als bei den Wintertests.”

Lewis Hamilton (Mercedes, 2. Startplatz): “Es war okay, hätte aber besser sein können. Valtteri hat natürlich einen super Job gemacht, und er hat die Pole verdient. Ich habe meine Runden nicht zusammengekriegt. Unterm Strich war ich einfach nicht gut genug.”

über die Verbesserungen am Auto: “Upgrades fühlen sich immer gut an. Wir konnten hier weiter Performance aus dem Auto holen.”

über die Rennpace: “Im Rennen wird es sicherlich etwas knapper werden. Aber unsere Longrun-Pace war schneller als ihre (Ferrari, Anm. d. Red.). Hoffentlich setzt sich das morgen fort.”

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Sebastian Vettel (Ferrari, 3. Startplatz): “Ich bin zufrieden, aber auch unzufrieden. Das Auto fühlt sich nicht schlecht an, aber wir sind einfach nicht schnell genug. Die Balance passt so ziemlich. Ich hatte ein bisschen mehr Übersteuern.”

über die Erfolgsaussichten im Rennen: “Wir stehen klarerweise nicht, wo wir stehen wollen. Aber wir haben gute Chancen für das Rennen.”

über die Problemstellen auf der Strecke in Barcelona: “Wir gewinnen auf Geraden und verlieren in Kurven. Wir verlieren im letzten Sektor in jeder Kurve, da sticht keine einzelne heraus. Acht Zehntel sind viel, aber wenn man es sich genau anschaut, ist es in jeder Kurve nicht so viel. Der Grip ist nicht da. Wir können nicht so viel Speed in die Kurve hineinnehmen, sie (Mercedes, Anm. d. Red.) haben eine höhere Kurvengeschwindigkeit.”

über Lösungsansätze: “Das wird zum Trend, dass wir unabhängig vom Wetter und den Reifen Zeit verlieren. Aber wenn wir die Lösung dafür schon hätten, dann würden wir sie auch nutzen.”

über die starke Leistung bei den Testfahrten im Winter: “Die Wintertests sind weit zurück. Wir haben das Auto seither verbessert und es gab nach den ersten Wochen viel Positives, das wir mitnehmen konnten aber noch nicht extrahieren. Es ist auf jeden Fall nicht das erste Mal, nicht das zweite Mal – es gibt einen Trend, der unabhängig ist von der Strecke und den Bedingungen.”

Charles Leclerc (Ferrari, 5. Startplatz): “Ich kann wirklich nicht verstehen, wie ich auf dem Randstein so viele Teile verlieren konnte. Das hatte ich nicht erwartet. Ich bekam zwar ein bisschen Untersteuern, aber ich blieb voll auf dem Gas. Leider ging dabei ziemlich viel kaputt. Danach war die Balance sehr seltsam. Wir wären aber so oder so langsamer gewesen als Mercedes.”

Nico Hülkenberg (Renault, 16. Startplatz): “Der Fehler hat mir das Leben schwer gemacht, jetzt mussten wir den alten Flügel zurückbauen. Den neuen habe ich beschädigt. Das Auto hat sich dann anders angefühlt, und so kommt eins zum anderen. Unser Grundspeed ist eh nicht so gut, da ist so ein kleiner Fehler genug und haut uns raus.”

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): “Valtteri ist hervorragend in Form. Er steht verdientermaßen auf der Pole-Position. Lewis hatte etwas Pech. Denn es ist uns nicht gelungen, seine Batterie richtig aufzuladen. Im zweiten Versuch in Q2 ist er direkt in die Box reingefahren. Normalerweise brauchst du eine Runde mehr, wo du die Batterie wieder lädst. Deswegen mussten wir ihn (in Q3, Anm. d. Red) frühzeitig rausschicken, in den Verkehr hinein. Das hat natürlich seine Runde kaputtgemacht.”

über die Stimmung im Team: “Wir müssen einen Fahrer wieder ein bisschen aufbauen, der etwas Probleme hatte. Das ist bei uns irgendwie immer so, der eine ist himmelhoch jauchzend, der andere etwas betrübt.”

über die Taktik: “Sie wissen zwar, dass es morgen wichtig wird, vorne zu sein, weil man hier nur schwer überholen kann. Aber wir wollen kein zweites 2016 erleben. Sie wissen genau, was sie tun müssen.”

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Leclerc beschwört Liverpool-Mentalität bei Ferrari

Bisher hat Ferrari in dieser Formel-1-Saison nicht viel Grund zum Feiern. Die bisherigen vier Rennen endeten mit Doppelsiegen für Mercedes, Lewis Hamilton und Valtteri Bottas waren je zweimal siegreich. In Bahrain verhinderte ein Motorschaden den ersten WM-Triumph von Charles Leclerc.

Ferrari will jetzt im fünften Anlauf die Siegesserie der “Silberpfeile” unterbrechen, um nicht noch weiter in der Konstrukteurswertung zurückzufallen. (Service: Die Konstrukteurswertung der Formel 1)

Leclerc: “Niemals aufgeben”

Leclerc beschwört deshalb vor dem Spanien-GP die Moral seines Teams und beruft sich dabei auf die Fußball-Champions-League. (Formel 1: Spanien-GP, So. ab 15.10 Uhr im SPORT1-LIVETICKER)

Der Monegasse will sich dabei vom sensationellen 4:0-Erfolg des FC Liverpool zu Hause gegen den FC Barcelona, der den “Reds” überraschend doch den Einzug ins Finale der Königsklasse bescherte, inspirieren lassen. 

Die Situation für das Team von Jürgen Klopp war nach dem Hinspiel nahezu aussichtslos, doch eine überragende Leistung im Rückspiel bedeutete für Liverpool den Finaleinzug und für Lionel Messi und Co. das Ausscheiden. 

“Als Team und Fahrer muss man immer motiviert bleiben und darf niemals aufgeben. Das ist im Sport extrem wichtig”, sagte Leclerc. “Die Champions League ist ein sehr gutes Beispiel dafür.”

Ferrari dominiert vor der Saison

Auch die Mentalität bei Ferrari sieht er trotz der bisher negativen Ergebnisse in dieser Saison ähnlich. “Wir sind hier, um zu gewinnen und das wollen wir erreichen”, betonte der 21-Jährige. Das Team werde alles nötige tun, um “hoffentlich die richtigen Ergebnisse einzufahren.”

Eigentlich war Ferrari in den Testfahrten gut in die Saison gestartet und von den Experten sogar vor dem Dauerrivalen Mercedes gesehen worden. Eine Einschätzung., die Charles Leclerc nicht teilt.

Leclerc nennt Ferraris “einzige Schwäche”

“Es stimmt nicht, wenn man sagt, dass wir nach den Tests sehr weit vorn lagen. Aber hoffentlich helfen uns die Verbesserungen hier, um einen Schritt zu machen”, sagte der Monegasse. “Ich glaube, unsere einzige Schwäche im Moment ist, dass wir das Auto besser verstehen müssen.”

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Verbesserungen sind dringend nötig, der Rückstand auf Mercedes beträgt in der Teamwertung schon 74 Punkte. Der kommende GP in Barcelona ist aufgrund der Gegebenheiten ein guter Gradmesser für Ferrari, die Strecke ist besonders repräsentativ für die Auto-Performance. Außerdem bringt Ferrari ein Motoren-Updaten an den Start.

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Mercedes dominiert in Spanien – Leclerc schlägt Vettel

Mercedes bringt sich vor dem Großen Preis von Spanien (Sonntag ab 15.10 Uhr im LIVETICKER) für den nächsten Doppelsieg in Stellung. (Service: Ergebnis des Freien Training im SPORT1-Datencenter)

Die Formel-1-Weltmeister dominierten das zweite freie Training auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya, WM-Spitzenreiter Valtteri Bottas (Finnland) drehte in 1:17,284 Minuten die schnellste Runde des Tages. Weltmeister Lewis Hamilton (Großbritannien/1:17,333) im anderen Silberpfeil wurde mit 49 Tausendstelsekunden Rückstand Zweiter.

Ferrari konnte das erste Training am Vormittag noch ausgeglichen gestalten, am Nachmittag lag die Scuderia dann schon deutlicher zurück. Wie so oft landete Charles Leclerc (1:17,585) dabei als Dritter knapp vor Teamrivale Sebastian Vettel (Heppenheim/1:17,673), der Monegasse lag drei Zehntel hinter der Spitze.

Ferrari zieht Motoren-Upgrade vor

Ferrari hatte angesichts von vier Mercedes-Doppelsiegen in den ersten vier Saisonrennen sein Motoren-Update vorgezogen. Zwei Rennen früher als geplant wurde für Spanien der neue Antrieb eingebaut, um die Lücke zu schließen, doch das gelang nun zunächst nicht. Sorgen könnte der Scuderia zudem bereiten, dass Mercedes seinen Vorsprung von Freitag auf Samstag bislang meist noch vergrößern konnte.

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Für Renault-Pilot Nico Hülkenberg (1:18,861) reichte es nur zum 14. Platz, der Emmericher landete damit direkt vor seinem Teamkollegen Daniel Ricciardo (Australien/1:18,934).

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Wolffs nächster Gipfel? Formel 1 buhlt wohl um Mercedes-Sportchef

Toto Wolff war gerade 41 Jahre alt, da erklomm er den Gipfel: Motorsportchef bei Mercedes, der Österreicher war plötzlich einer der einflussreichsten Männer im Rennsport.

Sechs Jahre später beherrschen seine Silberpfeile die Formel 1 geradezu nach Belieben – und angeblich soll nun die gesamte Königsklasse von Wolffs Führungskraft profitieren.

Vor dem Großen Preis von Spanien (Formel 1: GP von Barcelona am So. ab 15.10 Uhr im LIVETICKER) wabert dieses heiße Gerücht durchs Fahrerlager: Liberty Media, Eigner der Formel 1, hat angeblich seine Fühler nach dem starken Mann bei Mercedes ausgestreckt.

Wolff soll 2021 Carey ersetzen

Wie das Fachportal RaceFans.net unter Berufung auf mehrere hochrangige Quellen berichtet, soll Wolff ab 2021 noch eine Stufe höher klettern und dort den aktuellen Geschäftsführer Chase Carey ersetzen.

Denn 2020 läuft das aktuelle Grundlagenabkommen über die sportlichen und geschäftlichen Rahmenbedingungen aus, danach startet die Rennserie in ihre Zukunft. Die Formel 1 äußerte sich auf SID-Anfrage nicht zu dem Gerücht, plausibel ist es jedoch. Sucht das US-Unternehmen Liberty im Umfeld der Königsklasse nach einem neuen Chef, dann gibt es wohl keinen sinnvolleren Kandidaten.

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Wolff hatte sich als erfolgreicher Investor einen Namen gemacht, lange bevor er bei Mercedes antrat, führte unter anderem das Traditionsteam Williams an die Börse, machte Millionen. Für Mercedes erwies sich Wolff dann als Glücksgriff.

Seit 2013 bei Mercedes

2013 übernahm er das Ruder, und der heute 47-Jährige mag vielleicht nicht alleiniger Vater der silbernen Erfolgsära sein. Der überlegene Hybrid-Antrieb, mit dem Mercedes seit dem Start ins Turbo-Zeitalter 2014 dominiert, wurde schließlich schon vor seiner Amtsübernahme entwickelt. Sicher darf er aber als Vater des anhaltenden Erfolgs gelten.

Denn Wolff etablierte eine Kultur rund um das Werksteam, in der es nicht nur genügt, die Benchmark zu setzen. Anspruch ist dort mittlerweile, diese Benchmark Jahr für Jahr neu zu definieren. Nur so sind fünf Doppelsiege in Fahrer- und Hersteller-WM in Serie zu erklären. Und so ist auch zu erklären, warum selbst ein Team wie Ferrari sich mit riesigem finanziellen Aufwand immer wieder aufs neue die Zähne am Konkurrenten ausbeißt.

Formel 1 kämpft mit Problemen

Die Formel 1, die vielen als Auslaufmodell gilt und seit Jahren um ihren Status kämpft, könnte einen Erneuerer wie Wolff gut vertragen. Dieser hat viel erreicht mit Mercedes, und hier liegt vielleicht die Schwierigkeit für die Formel 1: Er würde einiges aufgeben müssen für diesen neuen Job.

Wolff arbeitet schließlich nicht einfach im Auftrag des Unternehmens, er ist selbst mit 30 Prozent am Weltmeisterteam beteiligt – und hat dort wohl deutlich größere Gestaltungsmöglichkeiten als an der Spitze der Formel 1, wo er zwischen den Interessen der Teams, des Weltverbandes, der Sponsoren und weiterer Interessenvertreter stets um einen Konsens ringen müsste.

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Neue Power für Vettel – Ferraris gefährliches Spiel mit dem Feuer

Vier Rennen, vier Doppelsiege für Mercedes – keine Frage, das Jahr 2019 ist nicht besonders gut zu Sebastian Vettel. Doch nicht nur die vergangenen Wochen drücken auf das Gemüt des Ferrari-Piloten. “Vier Rennen?”, fragt er und lächelt ergeben: “Die letzten vier Jahre waren nicht gerade der Hit.”

Seit seiner Ankunft bei der Scuderia schaffte Vettel nie den Sprung aus dem Schatten der Silberpfeile um Lewis Hamilton und die fünfte Saison ist gerade auf dem besten Wege, zum neuen Tiefpunkt zu werden.

Wird auch der Große Preis von Spanien am Sonntag zum Reinfall für Vettel und seinen Teamrivalen Charles Leclerc, dann helfen bald wohl selbst Durchhalteparolen nicht mehr weiter. (Formel 1: GP von Barcelona am So. ab 15.10 Uhr im LIVETICKER)

“Wir wissen, dass wir ein gutes Auto haben”, sagt Vettel immer wieder, “aber bisher bekommen wir es nicht richtig eingestellt.” Nur eine Frage der Zeit also, bis Rot doch so schnell ist wie Silber? Auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya wird diese These am Wochenende nun ziemlich genau überprüft.

Binotto: “Sind Zeitplan voraus”

Für die Aufholjagd rüstet Ferrari auf: Ein erst für den Kanada-GP geplantes Motoren-Update wird vorgezogen, auch ein verbessertes Aerodynamikpaket und eine neue Benzinmischung kommen in Barcelona zum Einsatz. “Wir liegen in der Weltmeisterschaft zurück, das müssen wir aufholen”, erklärte Teamchef Mattia Binotto. “Das bedeutet, unsere Entwicklungsarbeit wird in diesem Jahr der Schlüssel zum Erfolg sein.”

Vor allem vom neuen Motorenpaket verspricht sich die Scuderia einiges, die Leistung und damit der sowieso schon hohe Topspeed sollen nochmals gesteigert werden. “Wirklich jeder im Team hat hart gearbeitet, damit wir diese Entwicklungsschritte schon jetzt machen können. Wir sind damit unserem eigenen Zeitplan voraus”, lobt Binotto.

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Ferrari beeindruckt bei Testfahrten in Barcelona

Doch genau dieser Zeitplan birgt ein gewaltiges Risiko für Ferrari. Da nur drei Verbrennungsmotoren pro Saison eingesetzt werden dürfen, hatte Ferrari im ursprünglichen Plan die 21 Rennen gedrittelt: Kanada am 9. Juni würde das zweite Drittel einleiten, stattdessen kommt der neue Motor bereits im sechsten Rennen und damit zwei Grand Prix früher als geplant zum Einsatz.

Dadurch müssen die neue Spezifikation und ein mögliches weiteres Update mehr Rennen als geplant durchstehen, das Risiko eines Motorschadens im weiteren Verlauf der Saison wächst an.

Ferrari spielt mit dem Feuer und setzt auf die Wende in Barcelona. Dabei helfen könnte auch der Charakter der Strecke: Denn vor den Toren der katalanischen Hauptstadt war der SF90 im Februar und März stark wie nie in diesem Jahr – noch bevor die Saison begonnen hatte.

Bei den Testfahrten beeindruckte Ferrari die Konkurrenz, Vettel sprach von den besten Probeläufen seiner Karriere, Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff sah eine halbe Sekunde Rückstand auf die Roten.

Diese Momentaufnahme hat sich mittlerweile bekanntlich gedreht: Mercedes feierte vier Doppelsiege, lediglich beim zweiten Saisonrennen in Bahrain war der Ferrari überlegen. Dort wurde Leclerc durch technische Probleme um den eigentlich sicheren Sieg gebracht.

Vettel will “Zauberwürfel” lösen

In Australien, China und zuletzt in Aserbaidschan hatte aber stets Mercedes die besseren Ideen. Zweimal gewann Weltmeister Hamilton, zweimal hatte WM-Spitzenreiter Valtteri Bottas die Nase vorn, und jeweils ging auch der zweite Platz an Silber.  

Ferrari kämpft dagegen mit dem eigenen Auto. Unzählige mögliche Einstellungen für die verschiedenen Strecken wurden abgeklopft, bislang lag man meist daneben. Der SF90 sei daher “wie ein Zauberwürfel, den wir lösen müssen”, sagt Vettel: “Wir haben viele schlaue Leute, die so etwas können. Nur leider ist unser Würfel sehr, sehr groß.”

Ferrari und Vettel hoffen nun, diesen Würfel mit dem neuen Update lösen zu können.

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GP von Brasilien wechselt nach Rio

Änderung im Rennkalender der Formel 1: Der Große Preis von Brasilien soll ab 2020 nicht mehr in Sao Paulo, sondern in Rio de Janeiro stattfinden. Das verkündete der brasilianische Staatspräsident Jair Bolsonaro am Mittwoch bei einer Militärzeremonie in Rio. Demnach soll innerhalb von sechs bis sieben Monaten ein neues Autodrom in Deodoro im Westen der Küstenmetropole errichtet werden.

“Der Grand Prix von Brasilien wird nächstes Jahr in Rio de Janeiro stattfinden”, sagte Bolsonaro, “das wird Tausende von Arbeitsplätzen schaffen und die Hotelbranche wird sicherlich auch glücklich sein.”

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Steuergelder sollen bei dem Bau in Deodoro, wo bei den Olympischen Sommerspiele 2016 mehrere Wettkämpfe stattgefunden hatten, nicht verwendet werden. In Sao Paulo hätten die Formel-1-Rennen hingegen nur durch finanzielle Zuschüsse gehalten werden können, sagte der Präsident.

Der Neubau in Rio, der mit Tribünen für 130.000 Fans entstehen soll, stößt bei Umweltschützern jedoch auf Gegenwehr, weil ein großflächiges Stück tropischen Regenwaldes, der sogenannten Mata Atlantica, abgeholzt werden muss, weshalb das Projekt vom Stadtrat Rios auch noch nicht sein endgültiges Okay bekommen hat.

In Rio waren bereits 1978 sowie von 1981 bis 1989 zehn Formel-1-Rennen ausgetragen worden, damals jedoch auf dem Autodromo Internacional Nelson Piquet. Anschließend hatte der Grand Prix in der Königsklasse des Motorsports beinahe drei Jahrzehnte in Sao Paulo stattgefunden.

In der diesjährigen Saison geht das Rennen in Sao Paulo am 17. November über die Bühne – es wäre das womöglich letzte.

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Ferrari rüstet schon in Barcelona auf

Im Kampf um den WM-Titel drückt Ferrari früher als erwartet zusätzlich aufs Gaspedal. Wie Teamchef Mattia Binotto mitteilte, werden die Boliden von Sebastian Vettel und Charles Leclerc schon beim Europa-Auftakt am Sonntag (ab 15.10 Uhr im SPORT1-LIVETICKER) beim Großen Preis von Spanien in Barcelona mit einem Motoren-Update ausgerüstet.

“Wir liegen in der Weltmeisterschaft zurück, das müssen wir aufholen”, sagte Binotto. Ursprünglich waren diese Maßnahmen erst für den Grand Prix in Kanada (9. Juni) vorgesehen.

Das Aerodynamikpaket, das Ferrari vor dem jüngsten Rennen in Baku eingeführt hatte, werde nochmals überarbeitet in Barcelona eingesetzt, sagte Binotto. “Dazu kommt eine neue Motorenausbaustufe”, so der Teamchef.

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Ferner habe Shell in enger Zusammenarbeit mit Ferrari eine neue Benzinmischung für das Rennen entwickelt, welche die Leistung deutlich verbessern soll.

Mehr Leistung benötigt Ferrari unbedingt, denn im bisherigen Saisonverlauf feierte Rivale Mercedes in allen vier Rennen Doppelsiege. Mit 52 Punkten liegt Vettel als Dritter bereits 35 Punkte hinter dem WM-Führenden Valtteri Bottas (Finnland) zurück.

Hoffnung dürften Vettel die Tests vor der Saison in Barcelona machen, wo Ferrari den mit Abstand besten Eindruck gemacht hatte.

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Leclerc stichelt gegen Teamorder für Vettel

Formel-1-Rennstall Ferrari droht Zoff zwischen Sebastian Vettel und Charles Leclerc.

Der Monegasse stichelte gegen die Nummer-Eins-Rolle von Vettel. “Ich akzeptiere Stallorder bis zu einem gewissen Punkt. Aber mein Job ist es, in Führung zu liegen. Dann stellt sich auch die Frage der Stallorder nicht”, sagte der 21-Jährige dem Monaco-Matin.

Leclerc protestierte gegen Teamorder

Leclerc musste beim Großen Preis von China seine Position für Vettel räumen. Während der Deutsche am Ende auf Rang drei fuhr, landete der Monegasse auf Rang fünf hinter Max Verstappen. Bereits während des Rennens protestierte er am Boxenfunk gegen die Entscheidung.

“Ich muss das komplette Bild verstehen und mit den Ingenieuren sprechen, um die Entscheidung zu verstehen. Ich bin mir sicher, dass es eine Erklärung dafür gibt”, erklärte Leclerc nach dem Rennen in China. Inzwischen hat er wohl sein Urteil gefällt.

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In der Fahrerwertung liegt der Youngster aktuell auf Rang fünf mit fünf Zählern Rückstand auf Teamkollege Vettel.

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