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Läuft Leclerc Vettel bald den Rang ab?

Sebastian Vettel hat die Hände entspannt in die Hosentaschen gesteckt und lächelt. Auch im Gesicht von Charles Leclerc ist kein Frust zu erkennen. Und zwischen den beiden Ferrari-Rivalen steht ihr Chef Mattia Binotto, der die Arme fast väterlich um die Schultern seiner Fahrer gelegt hat und zuversichtlich in die Kamera schaut.

Einigkeit und Geschlossenheit soll dieses Foto aus Maranello vor dem Großen Preis von Aserbaidschan (Formel 1: Großer Preis von Aserbaidschan, Sonntag ab 14.10 Uhr im LIVETICKER) wohl vermitteln. Als hätte es den ganzen Wirbel um die Stallorder bei der Scuderia zugunsten Vettels nicht gegeben.

Doch damit die Welt bei den Roten auch heil bleibt, muss der 31-Jährige in Baku jetzt endlich liefern. “Wir haben viele Aufgaben”, sagt Vettel vor dem vierten Rennen des Jahres.

Vettel konkurriert mit Leclerc

Die Saison ist noch jung – und dennoch steht der Heppenheimer bereits massiv unter Druck. Eigentlich soll Vettel in seinem fünften Jahr bei Ferrari ja endlich den ersten Titel mit dem Traditionsteam holen, wie damals sein Idol Michael Schumacher.

Aber dass er in der WM bereits 31 Punkte hinter Titelverteidiger Lewis Hamilton (Mercedes) zurückliegt, ist noch Vettels geringstes Problem. Viel mehr macht ihm im Moment dieser aufmüpfige Jungspund Leclerc zu schaffen. (SERVICE: WM-Wertung der Formel 1)

Zwar ist und bleibt Vettel laut Binotto erst einmal die Nummer eins bei Ferrari, aber Leclerc weiß natürlich um sein Ausnahmetalent und denkt in seinem Ehrgeiz gar nicht daran, dem viermaligen Weltmeister aus Hessen einfach so die Vorfahrt zu lassen. Der smarte Monegasse sucht (noch) nicht den offenen Widerstand, sendet aber subtile Botschaften, dass er sich auf Dauer nicht einbremsen lassen will.

In seinem Manager Nicolas Todt, Sohn des FIA-Präsidenten und ehemaligen Ferrari-Teamchefs Jean Todt, hat Leclerc einen bei der Scuderia bestens vernetzten Fürsprecher. Und auch die italienische Presse hält nicht mehr sonderlich viel von der jetzigen Rollenverteilung. Vettel “sollte endlich auf die Kapitänsbinde verzichten”, schrieb der Corriere della Sera zuletzt.

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Ferrari kündigt “Updates” für Baku an

Binotto zerbricht sich derweil über andere Dinge den Kopf: Warum schwächelt der in den Tests vor der Saison so beeindruckende SF90 plötzlich? Die Leistungsfähigkeit des Autos habe bei Ferrari “Priorität”, sagte der 49-Jährige, der “einige Updates” am Ferrari für Baku ankündigte: “Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich das andere Problem in Luft auflösen wird, wenn wir das schnellste Auto haben. Daher muss die Performance unsere erste Priorität sein, auf die wir uns konzentrieren.”

Auch Vettel hofft, dass er die Stärken seines Ferrari-Antriebs (angeblich 40 PS mehr als Mercedes) auf dem Highspeed-Kurs in Baku mit einer Geraden von über zwei Kilometern Länge endlich richtig ausspielen kann.

“Wir bekommen ein immer klareres Bild davon, was uns momentan fehlt”, sagt er: “Daher denke ich, dass die nächsten Wochen für uns wichtig sein werden, damit wir in den nächsten Monaten auf den richtigen Weg kommen.” Ansonsten könnte ihm das Lächeln schnell vergehen.

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Warum Hamilton die Formel E kritisch sieht

Der fünfmalige Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton ist kein allzu großer Freund der Elektroserie Formel E. “Ich denke, man kann auch mit Elektroautos schon noch Spaß haben”, sagte er der Sport Bild vor dem Grand Prix am Sonntag in Baku: “Ich bin aber sehr sicher, dass – wenn wir in diese Richtung gehen – die Grundessenz vom Motorsport verloren geht.”

Hamilton vermisst Sound der Motoren

Für die “neue Generation von Kids” sei das Thema okay, sagte Hamilton: “Sie kennen ja nicht den guten alten Geruch von früher. Und auch nicht den irren Sound zum Beispiel der Zehnzylinder-Motoren.” Er sei 1996 als elfjähriger Junge in Spa gewesen, “und ich hörte das infernalische Brüllen von Michael Schumachers Zehnzylinder. Das war so cool.”

Es sei sogar einer der prägendsten Momente in seinem Leben gewesen. “Darum bin ich Formel-1-Fahrer geworden”, sagte Hamilton. Sowas höre man nicht in der Formel E, aber: “Menschen brauchen immer Emotionen, Berührungen, Gerüche, Sound. Die hat man da natürlich nicht mehr.”

Hamilton mit Saison nicht ganz zufrieden 

Sich selbst bezeichnet Mercedes-Pilot Hamilton trotz seiner fünf WM-Titel und seiner bisher 75 Grand-Prix-Siege keinesfalls als perfekt. “In Wahrheit ist es die Unvollkommenheit, die einen stark macht und uns voneinander unterscheidet”, sagte er. Beispielsweise habe er in seiner Karriere “schon tausend Starts gemacht, und trotzdem habe ich den in Bahrain verhauen”. Er habe aber stets “diesen starken Glauben in mir, niemals aufzugeben”.

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Ob das teaminterne Duell zwischen den beiden Ferrari-Piloten Sebastian Vettel und Charles Leclerc ihm selbst und Mercedes in diesem Jahr in die Karten spielt, ließ Hamilton unbeantwortet: “Schwer zu sagen. Ich weiß nur: Ich muss gegen zwei Fahrer kämpfen und mich darauf fokussieren, mein Bestes zu geben, da beide sehr schnell sind.” Hamilton sieht Ferrari in jedem Fall auf Augenhöhe: “Ferrari hat ein gutes Auto. Sie holen einfach noch nicht alles aus ihm raus.”

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Verstappen über Vettel: "Dachte nie, er sei magisch"

Dass Max Verstappen und Sebastian Vettel nicht die besten Freunde sind, ist kein Geheimnis.

In der Vergangenheit gerieten die beiden des Öfteren aneinander. Vor dem Großen Preis von Aserbaidschan (Formel 1: Großer Preis von Aserbaidschan ab 14.10 Uhr im LIVETICKER) hat der Red-Bull-Pilot einmal mehr gegen Vettel ausgeteilt. 

Der Deutsche sei laut Verstappen zwar immer schon ein “guter Fahrer” gewesen, “ansonsten gewinnt man keine vier WM-Titel”. “Allerdings dachte ich nie, er sei magisch”, erklärte der 21-Jährige im Gespräch mit der Gazzetta dello Sport. Das habe sich bereits beim internen Red-Bull-Duell 2014 gezeigt, als Daniel Ricciardo Vettel überraschend schlagen konnte. (SERVICE: WM-Wertung der Formel 1)

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Verstappen: Leclerc macht es Vettel schwer

Und nun zeige sich ein ähnliches Bild. ”Das bestätigt sich gerade wieder mit Leclerc, der es ihm ebenfalls sehr schwer macht”, sagte Verstappen. Zwar ist und bleibt Vettel laut Ferrari-Chef Mattia Binotto erst einmal die Nummer eins, Teamkollege Charles Leclerc denkt aber gar nicht daran, dem viermaligen Weltmeister einfach so die Vorfahrt zu lassen. Die Teamorder sorgte bereits in China für ordentlich Wirbel.

Mit derartigen Problemen muss sich Verstappen aktuell nicht rumärgern – die Rollenverteilung bei Red Bull ist klar. Nach dem Abgang von Ricciardo zu Renault ist der Niederländer in dieser Saison die unumstrittene Nummer eins im Team. 

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Der Niedergang eines Formel-1-Giganten

Der Aufstieg und Niedergang von Williams zum Durchklicken:

Eine Formel 1 ohne Williams? Eigentlich undenkbar.

Seit 1977 ist der britische Rennstall Teil der Motorsport-Königklasse – und das über viele Jahre äußerst erfolgreich. Doch seit einiger Zeit kann Williams nicht mehr überzeugen und schwächelt an allen Ecken und Enden.

Jüngst tauchten sogar Gerüchte über die Übernahme eines russischen Milliardärs auf.

SPORT1 zeigt Aufstieg und Niedergang eines Formel-1-Giganten

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Russischer Milliardär will F1-Traditionsteam übernehmen

Kauft sich ein russischer Oligarch in die Formel 1 ein?

Nach Informationen von Motorsport-Total hat der Milliardär Dmitri Masepin seine Fühler nach dem finanziell und sportlich strauchelnden Williams-Team ausgestreckt. (Formel 1: Großer Preis von Aserbaidschan am Sonntag ab 14.10 Uhr im LIVETICKER)

Masepin kontrolliert die russischen Chemie-Giganten Uralchim und Uralkali und ist unter anderem auch der Vorsitzende des Wirtschaftsrates Russland-Simbabwe. Ihm werden exzellente Kontakte zum russischen Präsidenten Wladimir Putin nachgesagt.

Masepin verdient Vermögen in Chemie-Branche

Vor allem mit Düngemitteln hat der gebürtige Weißrusse sein geschätztes Vermögen von 1,5 Milliarden Euro erworben. Er ist einer der führenden Wirtschaftsköpfe Russlands. Im Sommer 2018 hatte er bereits ein konkretes Angebot für den insolventen Rennstall Force India abgegeben, damals erhielt jedoch der Kanadier Lawrence Stroll den Zuschlag. Masepin leitete sogar juristische Schritte ein.

Nun hat er es offenbar auf das chronisch klamme Traditions-Team Williams abgesehen. Die Gerüchte gibt es schon länger, aber angesichts der aktuellen Talfahrt des einst so erfolgreichen Giganten gehen Claire Williams vielleicht bald die Argumente aus.

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Williams finanziell und sportlich in der Krise

Von WM-Punkten ist die Truppe aus Grove aktuell Lichtjahre entfernt, Technikchef Paddy Lowe wurde gefeuert, die Aktionäre könnten relativ schnell die Geduld verlieren. (SERVICE: WM-Wertung der Formel 1)

Vielleicht muss sich Williams dann doch neues Geld ins Team holen. Masepin hat neben dem Prestige der Formel 1 aber auch ein ganz konkretes Interesse an der Königsklasse.

Sein Sohn Nikita fährt aktuell in der Formel 2 gegen Mick Schumacher. Kauft sich Masepin ein, wird sein Sohn definitiv eines der Cockpits besetzen.

Rivalität mit den Strolls – Masepin jr. fehlt die Lizenz

Die Rivalität mit dem Stroll-Klan ist dabei auch interessant. Denn als Stroll senior das Prema-Team kaufte, um seinen Sohn auf die Formel 1 vorzubereiten, zog Masepin mit seinem Einstieg bei Hitech nach. 2017 verpflichtete er nach Nico Rosbergs Rücktritt desssen Fitmacher Daniel Schlösser für seinen Sprössling.

Einen Haken gibt es allerdings neben den Modalitäten mit Williams noch: Masepin junior hat noch keine für die Formel 1 benötigte Superlizenz, dafür müsste er in dieser Saison in der Formel 2 mindestens Fünfter werden.

Im Simulator hat er bereits für Williams getestet. Bald könnte er im richtigen Williams Platz nehmen.

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Rosberg kritisiert Ferraris Setup

Sebastian Vettel und Charles Leclerc stehen nach den ersten drei Rennen mit dem Rücken zur Wand: Dreimal gab es für die Fahrer von Ferrari bittere Niederlagen gegen Mercedes. Das Werksteam des deutschen Herstellers sicherte sich drei Doppelsiege – zweimal war Lewis Hamilton vorne, ein Sieg ging an Valtteri Bottas. 

Das vergangene Rennen in Shanghai hat eine Sache gezeigt: Ferraris Stärke liegt auf der Geraden. In den Kurven, dort, wo es auf den Anpressdruck ankommt, sind die Roten unterlegen. Dieses Problem hat auch der frühere Weltmeister Nico Rosberg erkannt.

“Ferrari hat das Auto im Moment aerodynamisch falsch aufgestellt”, kritisierte der frühere Kontrahent von Vettel bei Sky. “Sie haben deutlich zu wenig Luftwiderstand und zu wenig Abtrieb in den Kurven. Deshalb verlieren sie enorm viel Zeit”, ergänzte der heutige TV-Experte weiter.

Konzepte nicht ideal für schnelle Zeiten

Für ihn steht fest: So wie die Boliden derzeit konzipiert sind, können Vettel und Leclerc nur auf den Strecken stark sein, auf denen es lange Geraden gibt. Rosbergs Fazit: “Das ist nicht ideal für die schnellstmögliche Runde.”

“Sie haben versucht, einen größeren Heckflügel draufzupacken, aber den hatten sie nicht. Den müssen sie also erst noch produzieren”, sagte Rosberg beobachtet. Selbst, wenn Ferrari bis zum Rennen in Baku (Formel 1: Großer Preis von Aserbaidschan am Sonntag ab 14.10 Uhr im LIVETICKER) nachgerüstet haben sollte, ist das für den ehemaligen Mercedes-Piloten noch nicht die Lösung des Problemes.

“Aber selbst nur ein größerer Heckflügel ist keine effiziente Lösung, denn man erhöht eins zu eins Abtrieb und Luftwiderstand”, erklärte der Weltmeister von 2016.

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Was Rosberg damit meint: Ferrari würde zwar mehr Anpressdruck generieren und damit besser in den Kurven liegen. Ein höherer Luftwiderstand würde dann allerdings dazu führen, dass das Team die Stärke auf der Geraden einbüßen würde.

Rosberg: Anpassung von Flügeln ist die Lösung

“Der richtige Weg wäre, Abtrieb mithilfe anderer Teile am Auto zu produzieren, wie Frontflügel oder seitliche Flügel”, lautet Rosbergs Lösungsansatz. Darauf müsse sich Ferrari nun konzentrieren. 

Derzeit ist für ihn Mercedes die Nummer 1. “Ich hoffe aber, dass Ferrari aufholen kann, denn wir wollen Action sehen. Ich möchte enge Kämpfe wie in Bahrain sehen”, fügte Rosberg hinzu.

Die Mercedes-Fahrer Hamilton (68 Punkte) und Bottas (62) führen derzeit die WM-Wertung an. Noch hinter Max Verstappen (39) liegt Vettel (37) auf dem vierten Rang. Nur einen Zähler vor seinem Teamkollegen Leclerc. (SERVICE: WM-Wertung der Formel 1)

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Williams-Boss attackierte Rosberg: "Du versenkst das Unternehmen"

Der ehemalige Formel-1-Pilot Nico Rosberg hat über seine Zeit bei Williams ausgepackt.

Wie der 33-Jährige im Gespräch mit der Autozeitschrift auto motor und sport berichtete, herrschte bei dem britischen Rennstall ein harter Umgangston. Nachdem sich Rosberg bei einem Heimrennen am Hockenheimring in der ersten Runde hinausgedreht hatte, erhielt er einige Tage später einen Anruf vom leitenden Ingenieur Sam Michael. “Er sagte: ‘Nico, du warst für uns komplett wertlos am Wochenende.’ Das sitzt schon mal”, erzählte Rosberg.

Auch auch der langjährige Technikchef Patrick Head nahm oftmals kein Blatt vor den Mund. Während der Qualifikation zum Rennen in Melbourne sei Head zu Rosbergs Auto gekommen, riss ihm “quasi das Visier auf” und schrie ihn an. “Nico, wenn du so weiterfährst, versenkst du das Unternehmen.’ Irgend sowas. Aber es lief halt nichts vom Auto her”, erinnere sich Rosberg.

“Knallhart” und “schmerzfrei” sei die Führungsriege bei Williams gewesen, was Rosberg aufgrund der Vergangenheit aber nicht wunderte. “Die sind halt Alain Jones gewohnt oder meinen Vater (Keke Rosberg, Anm. d. Red.), immer voll drauf. daran gewöhnt man sich so schnell nicht.” Sein Respekt vor Head und Teamchef Frank Williams sei enorm gewesen. “Für mich waren das Helden, die ganz, ganz Großen sagte Rosberg und fügte an: “Das war schon nicht einfach.”

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Hamilton stichelt: Ferrari schöpft Potenzial nicht aus

Drei Rennen, drei Doppel-Siege, der Saisonstart in der Formel 1 ist Mercedes mehr als geglückt.

Dabei galt Ferrari nach den Wintertestfahrten als Favorit, konnte die Erwartungen bisher aber keinesfalls erfüllen.

“Es sieht so aus, als schaffen sie es nicht, ihr volles Potenzial an den Rennwochenenden abzurufen”, stichelte nun Lewis Hamilton bei einem Pressetermin in Richtung der Scuderia. Während die Silberpfeile zweimal das schnellste Auto hatten, profitierten sie in Bahrain von Problemen am Auto von Charles Leclerc, der bereits wie der sichere Sieger aussah. 

“Das war unsere Leistung” 

“Aber wir haben uns in die Position gebracht, davon zu profitieren – das war unsere Leistung”, betonte Hamilton. Der Brite sieht dies als größte Stärke bei Mercedes: ”Wir alle haben Höhen und Tiefen, aber genau das ist der Bereich, in den wir so akribische Arbeit investieren, indem wir sicherstellen, dass unsere Prozesse so akkurat wie möglich sind.”

Trotz des guten Saisonstarts ist Hamilton vorsichtig: “Ich weiß nicht, ob sie (Ferrari, d.Red.) schon ein sauberes Wochenende hinbekommen haben. In Bahrain sah es danach aus, bevor es den Bach runtergegangen ist.” Der 34-Jährige fügte an: “Es wird noch viele Rennen geben, in denen ihr Auto unseres überstrahlt. Sie haben immer noch das kürzere Auto, was auf einigen Strecken besser funktionieren sollte.”

Hamilton: Das ist der Schlüssel zum Erfolg

Ferrari liegt in der Teamwertung bereits 57 Punkte hinter Mercedes und in der Fahrerwertung hat Max Verstappen als Dritter bereits 29 Zähler Rückstand auf die Spitze – das Ferrari-Duo liegt noch weiter zurück.

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Für Hamilton ist die weitere Marschrichtung daher klar: “Der Schlüssel zum Erfolg wird dieses Jahr sein – genau wie vergangenes Jahr – perfekte Rennwochenenden abzuliefern. Das muss das Ziel sein.”

Ferrari ist dies bisher noch nicht gelungen.

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F1-Legende stichelt: Hamilton macht nicht den Unterschied

Mit drei Doppelsiegen in den ersten drei Rennen hätte die Formel-1-Saison für Mercedes nicht besser beginnen können. Den Auftakt in Australien gewann Bottas, in Bahrain und in China konnte Lewis Hamilton jeweils den Sieg einfahren.

Geht es nach Formel-1-Legende Sir John “Jackie” Stewart, dann hat das auch mit dem Glück Hamiltons zu tun, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. 

“Lewis ist ein sehr glücklicher Junge, der in der Position ist, eine solch enorme Unterstützung hinter sich zu haben”, sagte Stewart gegenüber Mirror Sport. ”Mercedes hat so viel Geld investiert und sich so viele talentierte Ingenieure und Spezialisten gesichert. Tausende Leute arbeiten daran, dass Hamilton und Bottas ein Auto haben, das wieder einmal deutlich besser ist als Ferrari oder andere Konkurrenten.” 

Hamiltons Titel-Chancen wieder hoch

Die Chancen auf eine erneute Titelverteidigung Hamiltons schätzt der dreimalige Weltmeister auch in dieser Saison hoch ein.

“Ich glaube er hat wieder einmal eine gute Chance zu gewinnen, weil andere Teams einfach nicht die Leistung oder die Zuverlässigkeit haben, die Mercedes hat”, sagte Stewart. Gleichzeitig wünscht er sich mehr Spannung in der Formel 1 und appelliert dabei unter anderem an Red Bull und Ferrari, wieder konkurrenzfähiger zu werden.

Ein Jahr nach Hamiltons Wechsel von McLaren zu Mercedes folgte 2014 eine große Regelanpassung und die Einführung der Turbo-Hybrid Motoren. Seitdem gingen alle Weltmeistertitel sowohl in der Fahrer- als auch in der Konstrukteurswertung an Mercedes. Vier dieser fünf WM-Siege kann dabei Lewis Hamilton für sich verbuchen.

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“Was Lewis getan hat, war zur rechten Zeit zu Mercedes zu wechseln. Natürlich ist er ein sehr guter Fahrer, aber ist er besser als Sebastian Vettel?”, sagte Stewart, “Oder ist er so gut wie Fernando Alonso, Alain Prost, Jim Clark, Ayrton Senna, Schumacher oder Jackie Stewart waren? Wer weiß, das kann man wirklich nicht einschätzen.” 

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Brawn springt Ferrari-Chef bei Teamorder zur Seite

Für die Teamorder beim Großen Preis von China am vergangenen Wochenende musste Ferrari viel Kritik einstecken.

Nun bekommt Teamchef Mattia Binotto unerwartete Unterstützung. Ausgerechnet Ross Brawn, Formel-1-Sportchef und zuletzt Teamchef beim größten Rivalen Mercedes sprang dem 49-Jährigen für seine Entscheidung zur Seite.

“Im Moment geht Mattia gut mit der Situation um. Binotto sieht sich gezwungen, eine für Ferrari definitiv neue Situation zu bewältigen, nämlich zwei Fahrer, die auf sehr hohem Niveau kämpfen. Einerseits mit dem talentierten, jungen Leclerc, andererseits mit der wertvollen Ressource Vettel, der sich als viermaliger Weltmeister in der Vergangenheit als druckfest erwiesen hat.”

Leclerc reagiert wütend auf Teamorder

In Shanghai hatte Leclers zunächst Vettel am Start überholt, musste den Heppenheimer jedoch auf Druck des Teams wenig später wieder vorbei lassen. Nachdem die Scuderia den Monegassen anschließend deutlich länger auf der Strecke gelassen hatte als seinen Teamkollegen, musste er in der Folge auch noch Max Verstappen im Red Bull passieren lassen.

“Wir wollten Sebastian einfach eine Chance geben und sehen, ob er die Pace der Mercedes mitgehen kann. Es ging nicht darum, einem Fahrer einen Vorteil gegenüber dem anderen zu geben. Wir haben als Team zu einem wichtigen Zeitpunkt des Rennens alles versucht”, rechtfertige Binotto die Entscheidung im Nachgang.

Dennoch drohen bei den Roten nun schon in der Frühphase der Saison einige Unruhen, wie Leclers Reaktionen bereits am Wochenende verdeutlichten. “Ich muss das komplette Bild verstehen und mit den Ingenieuren sprechen, um die Entscheidung zu verstehen. Ich bin mir sicher, dass es eine Erklärung dafür gibt”, sagte der 21-Jährige nach dem Rennen.

Vettel bereits 31 Punkte hinter Hamilton

Für Brawn wird Ferrari derweil nur eine Chance im Duell mit Mercedes haben, wenn die Leistungen auf allen Ebenen perfekt ist. “Das ist es, was Binotto und seine Leute tun müssen, und wie ich Mattia kenne, bin ich sicher, dass er sich dessen bewusst ist und alle seine Energien einsetzen wird, um sicherzustellen, dass es passiert.”

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Der Rückstand von Sebastian Vettel auf WM-Leader Lewis Hamilton beträgt nach drei Rennen bereits 31 Punkte. Auch in der Teamwertung liegt Ferrari bereits 57 Zähler hinter den Silberpfeilen zurück. (Fahrerwertung der Formel 1)

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