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F1-Teamchef: "Vettel wird zurückschlagen"

Trotz der schlechten Saison mit Ferrari 2020 und des verpatzten Saisonauftakts mit Aston Martin wird Sebastian Vettel in der Formel 1 weiterhin großes Vertrauen entgegengebracht.

So zeigte sich McLaren-Teamchef Andreas Seidl sich im AvD Motor & Sport Magazin auf SPORT1 immer noch überzeugt von den Fähigkeiten des viermaligen Weltmeisters.

Zwar sei das Auftaktwochenende in Bahrain mit seinem Fehler nicht optimal gelaufen, aber “es war nur ein Wochenende, das nicht so gut gelaufen ist. Ich glaube auch, dass er mit seiner Erfahrung zurückschlagen wird”, legte sich der 45-Jährige fest und fügte hinzu: “Ich glaube, dass wir noch viel von ihm sehen werden.”

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Seidl: “Vettel hat das Fahren nicht verlernt”

Solche Situationen wie der unnötige Crash mit Esteban Ocon im Alpine müsse man als Fahrer schnell abhaken. Die Box könne laut Seidl dabei mithelfen, “den Fahrer schnell zu beruhigen”. Denn: “Es ist wichtig, die Gemüter abkühlen zu lassen und dann in Ruhe zu analysieren, was passiert ist.”

Dies war sehr wahrscheinlich auch bei Vettel und Aston Martin der Fall, weswegen Seidl sicher ist, dass “wir noch sehr gute Rennen von ihm sehen werden.” Er glaubt schließlich nicht, “dass Vettel das Fahren verlernt hat.”

Ex-Formel-1-Pilot Karl Wendlinger sah es bei SPORT1 ähnlich: ”Das Team (Aston Martin, Anm. d. Red.) ist inzwischen auch finanziell so gut aufgestellt, dass sie die Probleme in Bahrain beheben können. Daher bin ich mir sicher, dass Vettel noch gute Ergebnisse einfahren wird.”

Dass Vettel immer noch in der Lage ist, Topleistungen abzurufen, kann der Deutsche nun in Imola unter Beweis stellen. Ein Rennen, auf das sich auch McLaren-Chef Seidl freut. “Ich bin grundsätzlicher ein großer Fan dieser traditionellen Strecken”, bekundete er sein Faible für das Rennen auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari.

McLaren will zu Red Bull und Mercedes weiter aufschließen

Vor allem die enge Streckenführung dort gefällt Seidl sehr gut. Dazu sorgen die Kiesbetten zusätzlich für Spannung, denn diese “können ein Rennen sehr schnell beenden.” (Großer Preis von Imola: Das komplette Rennwochenende im SPORT1-Liveticker)

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In der Vorbereitung auf Imola wird McLaren viel mit dem Simulator arbeiten. Das Ziel für Seidl ist klar: “Wir wollen wieder näher dran sein an Mercedes und Red Bull.”

Das Auftaktwochenende in Bahrain hat bei diesem Vorhaben ein gutes Gefühl hinterlassen. “Wir waren nur 46 Sekunden hinter Lewis Hamilton. Ich hoffe, dass uns das wieder gelingt”, sagte Seidl.

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Angriff auf Mercedes und Red Bull? So plant McLaren

Bekommen Mercedes und Red Bull einen Konkurrenten?

McLaren-Teamchef Andres Seidl will zumindest oben angreifen. Nach dem dritten Platz in der letztjährigen Konstrukteurswertung geht der Blick des britischen Rennstalls weiter Richtung Podest. (Rennkalender der Formel 1 2021)

“Wir haben große Ziele”, verriet Seidl im AvD Motor & Sport Magazin auf SPORT1 und fügte hinzu: “Wir wollen aufschließen zur Spitze der Formel 1!”

Allerdings ist sich der 45-Jährige bewusst, dass dieses Ziel kein Selbstläufer wird, sondern einer langfristigen Planung bedarf. Natürlich wolle man den nächsten Schritt machen, man müsse aber trotz der starken Vorsaison realistisch bleiben. Anstatt nun mit aller Gewalt den kurzfristigen Erfolg zu suchen, müsse man, um nach oben zu kommen, “die Schritte kontinuierlich machen.”

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Neben der Weiterentwicklung des Autos müsse man für weiteren Erfolg vor allem einige Defizite beseitigen, “die gravierend sind, zum Beispiel in der Infrastruktur.” Dafür brauche es aber Zeit.

Seidl: “Wieder näher an Mercedes und Red Bull heranrücken”

Deshalb sei es für die weitere Entwicklung wichtig, dass man den dritten Platz aus dem Vorjahr bestätigen könne. Sollten sich jedoch in dieser Saison Chancen ergeben, in die Phalanx von Mercedes und Red Bull einzubrechen, wolle man diese nutzen. “Unser Ziel ist es auch, wieder näher heranzurücken an Red Bull und Mercedes, sodass wir beim Straucheln der anderen wieder auf dem Sockel stehen.” . (Konstrukteurswertung der Formel 1)

Ein Problem könnte jedoch sein, dass der Rennstall aufgrund der umfassenden Regeländerungen für die Saison 2022 gezwungen sein wird, die Entwicklung am aktuellen Auto einzustellen und sich auf die Zukunft zu konzentrieren. Daher “müssen wir irgendwann dieses Jahr zurückstellen.”

Auch in puncto Fahrerwertung könnte McLaren irgendwann gezwungen sein, eine Stallorder zu etablieren. Das ist allerdings noch Zukunftsmusik. Aktuell haben Daniel Ricciardo und Lando Norris freie Fahrt. “Es ist wichtig, dass beide Fahrer gleichgestellt sind. Wir wollen sicherstellen, dass beide Fahrer das auf der Strecke austragen können”, bekräftigte der Passauer diese teaminterne Regelung.

Top-Fahrerpaarung mit Norris und Ricciardo

Vor allem dem Routinier Ricciardo sprach er dabei ein großes Lob aus. Eine Bevorzugung aufgrund seiner vergangenen Leistungen habe er “nie eingefordert.” Daher sei die “Top-Fahrerpaarung” ein Segen für McLaren. “Ich hoffe, wir haben einen harten Konkurrenzkampf.”

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Auch zur Zusammenarbeit mit Mercedes äußerte sich Seidl und ist begeistert über den Austausch mit dem Motorenlieferanten. “Es war super Teamwork zwischen den Kollegen über den Winter. Das war nicht so einfach, die Pandemie war in vollem Gange.”

In der Saison werde aber nicht mehr viel Ertrag aus dieser Zusammenarbeit kommen. Vor allem bezüglich eventueller Updates zeigte sich Seidl nüchtern-realistisch. (Alles Wichtige zur Formel 1)

Mercedes? “Wollen unabhängig bleiben”

Diesen Nachteil sei man bei McLaren aber bereit zu akzeptieren. Eine engere Zusammenarbeit würde das Team in eine zu große Abhängigkeit zu Mercedes bringen. Genau dieses wolle man aber vermeiden. “Uns war immer klar, dass wir ein unabhängiges Team bleiben wollen”, machte er diesen Standpunkt klar.

Grundsätzlich sieht Seidl das Team am Anfang eines langen Weges. Die Erfolge aus der Vergangenheit helfen nichts mehr. Aber man habe es nun geschafft, “die ersten Schritte des Plans umzusetzen.”

Die vergangene Saison hat dies bewiesen.

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Dieser Schumacher-Moment ärgert Mercedes noch immer

Sieben WM-Titel in Folge, 103 Siege in 139 gefahrenen Rennen seit Beginn der Hybrid-Ära im Jahr 2014: Mercedes dominiert die Formel 1 wie kaum ein Team zuvor.

Verantwortlich dafür zeichnet seit 2014 Teamchef Toto Wolff. Doch den Grundstein legten andere – und zu denen gehörte auch Michael Schumacher. (Alles Wichtige zur Formel 1)

Der Rekordweltmeister feierte 2010 sein Comeback im Silberpfeil und leistete bis 2012 wichtige Aufbauarbeit. Das bestätigt auch Wolff gegenüber den SPORT1-Reportern. 

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Der Wiener im Rahmen einer Ehrung bereits im vergangenen Jahr: “Erfolg hat immer viele Väter, und Michael war definitiv daran beteiligt, die Basis für den Erfolg dieses Teams zu legen – gemeinsam mit Norbert Haug und Ross Brawn. Ohne sie alle würde es dieses Team in seiner heutigen Form gar nicht geben. Ihre gemeinsame Vorarbeit war die Plattform, die uns diese Seriensiege ermöglicht hat.”

Mercedes-Strategiechef: “Einer seiner besten Runden”

Das bestätigte im Formel-1-Podcast “Beyond the Grid” nun auch Mercedes-Strategiechef James Vowles, der auch Schumachers Leistung als 43-jährige Rennfahrer hervorhob.

“Ich weiß noch, wie glücklich ich über seine Pole-Position (in Monaco 2012; d. Red.) war. Michael hatte eine seiner besten Runden in der Formel 1 gefahren. Aber unsere Herzen waren gebrochen, denn alle hatten sich so sehr gewünscht, dass Schumacher Erfolg hat. Jedem von uns war klar, wie viel Arbeit Michael in dieses Team investiert hatte, und ein Sieg in Monaco wäre eine angemessene Belohnung gewesen. Und ausgerechnet nach dieser tollen Runde musste er fünf Ränge zurück! Das schmerzt mich noch heute. Michael Schumacher hat bei uns nie die Ergebnisse erzielt, welche er verdient hätte”, sagte Vowles.

Hintergrund: Schumacher wurde wegen einer Strafe aus dem vorangegangenen Rennen in Barcelona fünf Startplätze zurückversetzt und konnte seine Pole nicht nutzen.

Auch Teammanager Ron Meadows beklagt das noch heute: “Wenn ich daran denke, wie sehr Michael am Aufbau des Teams beteiligt gewesen ist, dann ist mein größtes Bedauern, dass er für uns nie gewonnen hat. Michael arbeitete schlicht auf einem anderen Niveau als jeder Fahrer, mit dem wir es vor ihm zu tun gehabt hatten.”

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Schumacher-Genialität auch bei Mercedes sichtbar

Der Brite arbeitete eng mit Teamchef Ross Brawn zusammen, der Schumacher Ende 2009 vom Comeback im neuen Mercedes-Werksteam überzeugt hatte. (Rennkalender der Formel 1 2021)

Meadows: “Wir wollten alle, dass er siegt, aber es ist nie passiert. Einige Jahre später hat unsere Siegesserie begonnen, und er ist einer der Gründe dafür, wieso wir noch immer gewinnen. Er hat so viel dazu beigetragen, uns zu einem besseren Rennstall zu machen.”

Denn obwohl der Sieg ausblieb, schimmerte die Genialität des Kerpeners am Steuer auch im Mercedes immer wieder durch.

“Michael kannte seine Stärken und Schwächen genau”, erzählte Vowles, “und er hat unablässig an Schwächen gearbeitet. Er war sich dessen bewusst, dass er langsam in die Jahre kam. Aber er ließ nie locker. Ich wünschte nur, wir hätten ihm diesen einen Sieg schenken können. Oder er hätte den Wagen von 2013 fahren können, mit dem wir drei Mal gewinnen konnten und acht Pole-Positions einfuhren.”

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Kollegenhass? So sieht Mazepin Schumacher wirklich

Mick Schumacher und Nikita Mazepin: Das schien eine explosive Mischung zu sein.

Schumachers Haas-Kollege Mazepin, Sohn des russischen Milliardärs Dmitri Mazepin, hatte schon vor dem gemeinsamen Start beim Formel-1-Team-Haas nicht nur mit seiner Grapsch-Affäre für Aufsehen gesorgt – sondern auch mit bissigen Kommentaren in Schumachers Richtung.

“Wir sind keine Freunde. Wir sind bestenfalls alte Bekannte, weil wir zusammen Kart gefahren sind. Sein Name interessiert mich ehrlich gesagt nicht. Wegen seines Namens wird er mehr Macht haben, aber auch mehr Druck”, erklärte er damals dem russischen Sender Match TV.

Drohen Mazepin und der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher zu Kollegen-Feinden zu werden? Oder wurden diese Aussagen überinterpretiert? Inzwischen haben beide und auch ihr Teamchef Günther Steiner ihre Sicht näher erläutert (Alles Wichtige zur Formel 1)

Steiner: “Nicht die größten Freunde”

“Ich glaube, sie sind nicht die größten Freunde”, sagte Steiner jüngst in einem Interview mit Formel1.de: “Aber man muss ja nicht Freund sein, man muss sich nur respektieren. Was ja schon ein sehr guter Startpunkt ist, von dem man ausgehen kann.”

Für den Fall, dass die Basis bröckelt, hatte Steiner bei SPORT1 schon mit “klaren Ansagen” gedroht. Die auffällige Betonung, dass die Verbindung zwischen Schumacher und Mazepin nicht freundschaftlich ist, scheint auch eine Form von Erwartungsmanagement zu sein – von wegen: Nicht überbewerten, wenn die beiden sich nicht ständig in den Arm fallen, wollen sie halt nicht, müssen sie auch nicht.

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Im Rahmen des Saisonauftakts in Bahrain äußerten sich Schumacher und Mazepin selbst in ähnlicher Weise wie Steiner.

Schumacher über Mazepin: “Respekt ist da”

“Wir kennen uns seit 2013, als wir Teamkollegen bei Tony Kart waren”, erklärte Schumacher und fügte in Richtung seines russischen Kollegen an: “Und davor erinnere ich mich daran, dass wir ein Rennen zusammen hatten, als du mit Zanardi in La Conca gefahren bist. Das war das erste Mal, dass ich dich wahrgenommen habe, weil einer meiner Teamkollegen sagte, ich soll vorsichtig sein, wenn ich gegen dich fahre.”

Mazepin sei in Duellen “ziemlich aggressiv” gewesen, erinnerte sich Schumacher an die Kartzeiten, betonte aber: ”Wir haben uns immer gesehen. Der Respekt ist da.” (Fahrerwertung der Formel 1)

“Es ist schön, einen netten Kerl neben dir zu haben”

Dem pflichtete auch sein Partner bei Haas bei: “Ich habe vor ihm als Rennfahrer einen enormen Respekt. Und ich mag ihn auch als Menschen. Es gibt im Motorsport verschiedene Menschen, und manche sind im Umgang ziemlich schwierig. Aber Mick ist das komplette Gegenteil”, so der 22-jährige Mazepin.

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Und weiter: “Ich habe Glück, dass er mein Teamkollege ist. Ich hatte keinen Einfluss darauf, aber es ist schön, einen netten Kerl neben dir zu haben. Ich denke auch, dass das für das Team eine sehr gute Möglichkeit ist.” Es sei hilfreich, wenn es keine “Negativität” im Team gebe, ergänzte Mazepin. (Rennkalender der Formel 1 2021)

Man kann Mazepins Lob für den “netten” Schumacher als etwas vergiftet empfinden, in der knallharten Branche kann einem Freundlichkeit auch als Schwäche ausgelegt werden.
Wirklich böses Blut herrscht aber nicht zwischen Schumacher und Mazepin. Aber es muss sich zeigen, ob es dabei bleibt. Die Erfahrung lehrt: In der Formel 1 gibt es viele Dinge, an denen gute persönliche Beziehungen zerbrechen können – auch und gerade unter Kollegen.

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Wunder-Teil? Das sagt Red Bull zu den Gerüchten

Dr. Helmut Marko leidet immer noch ein wenig wegen des verpassten Sieges beim Formel-1-Auftaktrennen in Bahrain. “Ich lecke immer noch die Wunden”, so der Red-Bull-Chefberater zu SPORT1.

“Allerdings”, räumt der Grazer ein, “sind es im Vergleich zur letzten Saison doch eher kleine Kratzer. Denn wir sind auf Augenhöhe mit Mercedes und erster Herausforderer. Das war ja auch das Ziel. Wir sind auf jeden Fall auf dem richtigen Weg.”

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Beim nächsten Rennen in Imola soll der erste Sieg folgen. Marko: “Ich weiß nicht, was Mercedes alles entwickelt. Aber wir verlassen uns auf das Paket, das wir in Bahrain hatten und dort einfach nicht maximal genutzt haben.”

Marko räumt mit Gerücht um Wunder-Radaufhängung von Red Bull auf

Gleichzeitig räumt Marko bei SPORT1 mit Gerüchten auf, die insbesondere aus England kamen. In Imola würde Red Bull mit einer neuen geheimnisvollen Radaufhängung fahren, wurde da spekuliert. Marko stellt klar: “Das ist völliger Blödsinn. Mit dieser ‘geheimnisvollen’ Radaufhängung sind wir schon beim Auftakt in Bahrain gefahren. Sie ist auch nichts Besonderes, sondern wir mussten sie konstruieren, weil wir eine Aufhängung brauchten, die optimal zum extrem schmalen und engen Heck passt, das wir in dieser Saison um den neuen, kleineren und kompakteren Honda-Motor gebaut haben.” (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

Marko erwartet in Italien wieder einen Zweikampf zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton: “In Bahrain hat sich schon gezeigt, dass beide in einer eigenen Liga fahren, auf absolutem Topniveau. Da kommt im Moment niemand ran. Max traue ich zu, dass er auf einer Runde schneller ist als Hamilton, aber der hat ihm wiederum etwas durch seine Erfahrung voraus.”

Der Chef von Verstappen nennt sogar ein Beispiel, mit dem Hamilton den Grazer von seinen Ausnahmefähigkeiten überzeugt hat. “Besonders sein Umgang mit den Reifen war ein Lehrstück. Es war einfach faszinierend, ihren Zweikampf zu beobachten. Ich habe das Gefühl, dass Hamilton das Duell extrem genießt, weil Max ihn zwingt, an seine Leistungsgrenze zu gehen”, erklärt der 77-Jährige.

Hier können sich Verstappen und Pérez noch steigern

Was in Zukunft eher für Verstappen spricht? Marko: “Max hat noch mehr Luft nach oben, besonders im Rennen. Er hat schon in Bahrain wieder etwas dazugelernt.” (Fahrerwertung der Formel 1)

Auch vom zweiten Piloten, dem Mexikaner Sergio Pérez, erwartet der Red-Bull-Doc noch einiges: “Tequila Ferdl, wie wir ihn bei Red Bull nennen, hat bereits in Bahrain einen starken Eindruck gemacht. Er reagierte perfekt, als die Software auf der Runde zur Startaufstellung kurzfristig den Motor lahmlegte. Im Rennen war er bärenstark und ohne die Probleme am Anfang hätte er aufs Podium fahren können. Im Qualifying muss und wird er sich noch steigern. Er wird auf jeden Fall noch eine wichtige Rolle spielen, was unseren Zweikampf mit Mercedes betrifft.”

Weiter geht’s im heißesten Duell der letzten Jahre am 18. April in Imola. (Rennkalender der Formel 1 2021)

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Diese Regel-Änderung könnte Hamilton den 8. Titel kosten

Mercedes Drittletzter und Ferrari die Nummer 1.

Was auf den ersten Blick verrückt klingt, zeigt sich, wenn man die Qualifying-Zeiten des Saisonauftakts der Formel 1 in Bahrain mit den dort gefahrenen Zeiten der vergangenen Saison vergleicht. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

Denn Ferrari hat mit nur einer halben Sekunde mit großem Abstand die wenigste Zeit im Vergleich zum Vorjahr verloren – was auch verdeutlicht, wie schwach die Scuderia in der Vorsaison unterwegs gewesen war.

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Denn durch die Regeländerungen am Unterboden und den Bremsbelüftungen sowie die schwierigen Streckenverhältnisse – Wind wehte diesmal mehr Sand auf die Strecke – waren alle Teams deutlich langsamer als noch 2020, im Schnitt sogar um 1,6 Sekunden.

Ferrari-Motor deutlich verbessert

Da das ebenfalls mit einem Ferrari-Motor ausgestattete Alfa-Romeo-Team mit einem Verlust von 1,2 Sekunden auf einer Runde den zweiten Platz belegt, wird der Grund für den geringen Verlust bei Ferrari sofort klar. Der Motor ist nicht mehr das größte Sorgenkind wie noch im Vorjahr. (Rennkalender der Formel 1 2021)

Dass das Haas-Team von Mick Schumacher trotz des Ferrari-Motors mit 2,3 Sekunden Letzter in der Liste ist, darf dennoch nicht überraschen. Haas fokussiert sich bereits auf die Saison 2022 und schenkt dieses Jahr mehr oder weniger ab, zudem müssen sich die Rookies Schumacher und Nikita Mazepin erst herantasten.

Doch klammert man Haas einmal aus, belegen Vettels Team Aston Martin und Mercedes die letzten Plätze. Beide Teams haben über zwei Sekunden im Vergleich zu der Zeit von 2020 verloren. Für Mercedes besonders bedenklich, da Red Bull acht Zehntel weniger als die Silberpfeile einbüßte.

Da der Rückstand von Red Bulls Starpilot Max Verstappen in der Vorsaison im Schnitt weniger als acht Zehntel im Qualifying betrug, wird klar, wieso die Alarmglocken beim Weltmeister-Team Mercedes schrillen. (Alles Wichtige zur Formel 1)

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Mercedes und Aston Martin wittern Absicht

Der Grund, warum Mercedes und Aston Martin so viel mehr Zeit als andere Teams verlieren, ist schnell erzählt. Beide Rennställe setzen auf ein flacher angestelltes Auto, was durch die Regeländerungen am Unterboden ein klarer Nachteil ist.

Für Mercedes und Aston Martin geschahen die Modifikationen aus Absicht, um die dominanten Silberpfeile auszubremsen. Vettels neuer Team-Boss Otmar Szafnauer ist jedenfalls überzeugt davon, dass der enorme Zeitverlust seines Teams “eine direkte Folge der neuen Aero-Regeln” ist.

Diese Regeln wurden laut dem gebürtigen Rumänen zudem erst aufgestellt, als bereits klar war, dass die Teams mit flacherem Anstellwinkel mehr darunter leiden würden.

“Ich bin mir sicher, dass sie bewusst entwickelt wurden, um die Reihenfolge zu verändern”, prangerte auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff bei Sky an.

Szafnauer: “Gab nie eine Abstimmung”

Was die ganze Sache noch merkwürdiger macht: Es gab laut Szafnauer “nie eine Abstimmung” – lediglich “eine Probeabstimmung aller Technikchefs im technischen Unterkomitee”. Szafnauer zufolge hätten sich damals aber drei Teams dagegen ausgesprochen.

Das hätte nicht einmal für die “Acht-von-zehn-Regel” – auch Super-Mehrheit genannt – gereicht, bei der die Zustimmung von mindestens acht von zehn Teams nötig ist. Doch da die FIA Sicherheitsgründe angegeben hatte, war für die Änderung keine “Erlaubnis” der Teams nötig.

Mercedes und Aston Martin müssen daher in den sauren Apfel beißen, zumal eine Kopie der anderen Teams in dieser Saison unmöglich ist. “Im letzten Jahr des Reglements könnten wir das Konzept nicht kopieren, das Red Bull und einige andere Teams fahren. Das ist physikalisch nicht möglich”, erklärte Wolff.

Hamilton-Sieg als Hoffnung für Vettel

Vettel und Aston Martin droht daher eine extrem schwierige Saison, wenngleich der Mercedes-Sieg in Bahrain und deren Leistungssprung von den Testfahren bis zum Saisonauftakt Szafnauer Hoffnung machen: “Wir haben den gleichen Antrieb, das gleiche Getriebe, die gleiche Hinterradaufhängung.”

Dennoch ist er überzeugt, dass “einige Teams deutlich näher an Mercedes dran sind”. Tatsächlich konnte der Dauer-Weltmeister das Auftaktrennen vor allem dank einer mutigen Strategie und eines perfekt auf die Reifen aufpassenden Hamiltons doch noch gewinnen.

Doch mit Red Bull und Verstappen lauert ein extrem harter Gegner, weshalb die Frage lautet: Entscheidet die Unterboden-Regelung letztendlich sogar den Titel? (Fahrerwertung der Formel 1)

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War dieser mächtige Mann Sennas heimlicher Feind?

Ayrton Senna gegen Alain Prost, es war das große Duell in der Formel 1 der späten 1980er-Jahre – wenn nicht gar in der gesamten Geschichte der Motorsport-Königsklasse.

Manch einer behauptet allerdings, dass der ikonisch verehrte Brasilianer Senna noch gegen einen weiteren Franzosen kämpfen musste: Jean-Marie Balestre.

Der Mann mit der markanten Hornbrille, der heute 100 Jahre alt geworden wäre, war seinerzeit einer der mächtigsten Figuren im Hintergrund der Königsklasse – trotz einer trüben Vergangenheit (SERVICE: Alles zur Formel 1).

Jean-Marie Balestre spielte umstrittene Rolle im Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg spielte der am 9. April 1921 geborene Balestre als Mitglied einer französischen SS-Division eine höchst fragwürdige Rolle. Er selbst behauptete stets, er sei undercover für den französischen Widerstand tätig gewesen. Seinen Aufstieg zum wichtigsten Funktionär im Motorsport im Jahr 1979 konnte das umstrittene Kapitel nicht verhindern.

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Als Präsident des Motorsport-Verbandes FISA, einer Abteilung im Automobil-Weltverband FIA, führte Balestre einen Kleinkrieg mit der von Bernie Ecclestone geführten FOCA, der Interessenvertretung der Rennställe um Macht und Geld in der Formel 1.

Später wurde Balestre, der von 1986 bis 1993 auch die FIA anführte, immer wieder Parteilichkeit vorgeworfen – vor allem zugunsten seines Landsmanns Prost. Wie 1984 in Monaco etwa, als ein Rennabbruch dem Franzosen den Sieg bescherte vor dem entfesselt fahrenden Newcomer Senna.

Hat Balestre das Duell Senna – Prost unfair beeinflusst?

Balestre spielte auch eine Rolle beim Titel-Showdown in Japan fünf Jahre später, als Prost und dessen McLaren-Teamkollege Senna kollidierten. Der als WM-Spitzenreiter angereiste Prost schied aus. Senna konnte mithilfe der Streckenposten weiterfahren, gewann – und wurde noch vor der Siegerehrung disqualifiziert. Offiziell, weil er nach dem Anschieben unrechtmäßig abgekürzt haben soll.

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Senna behauptete anschließend, Balestre habe die Disqualifikation verhängt, um Prost die Weltmeisterschaft zu sichern. Balestre reagierte zutiefst beleidigt, wollte Senna für sechs Monate sperren. Soweit kam es letztlich nicht. Quasi als Entschuldigung reagierte die FIA nicht, als Senna und Prost 1990 in Suzuka erneut kollidierten – und diesmal der Titel an Senna ging.

Balestres Macht bröckelte hernach. 1991 wurde er als FISA-Boss durch Max Mosley abgelöst, zwei Jahre später übernahm der nicht minder umstrittene Briten von Balestre auch den FIA-Vorsitz. Balestre starb am 27. März 2008, kurz vor seinem 87. Geburtstag.

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AvD-Magazin mit McLaren-Teamchef Seidl

Die Heimat für alle Racing-Fans am Sonntagabend: Das ist das AvD Motor & Sport Magazin!

Am großen Motorsport-Sonntagabend auf SPORT1 empfängt Moderatorin Ruth Hofmann hochkarätige Experten und Gäste wie Norbert Haug, Ralf Schumacher, Nick Heidfeld, Hans-Joachim Stuck, Monisha Kaltenborn, Sophia Flörsch oder Christian Danner – seit vergangenem Jahr auch Botschafter des Automobilclub von Deutschland e.V. (AvD) – zur Diskussion über die aktuellen Themen aus der Motorsport-Welt.

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Neben den Talk-Elementen liefert das AvD Motor & Sport Magazin zum Abschluss der jeweiligen Rennwochenenden einen kompakten Überblick und aktuelle Beiträge zu allen relevanten internationalen und nationalen Rennserien – mit der Formel 1 im Fokus. 

Schumacher, Vettel und Co. – viele heiße Themen im AvD Magazin

Themen gibt es auch im April wieder ohne Ende – vor allem, wenn mit McLaren-Teamchef Andreas Seidl und Karl Wendlinger (Ex-Formel 1- & DTM-Fahrer) wieder zwei Stargäste am Start sind. Daher wird natürlich über McLarens erfolgreichen Saisonstart mit neuem Motor und neuem Fahrer-Duo diskutiert und auch auf den Imola-GP vorausgeblickt. (SERVICE: Alles zur Formel 1

Aber auch die DTM wird mit den Tests in Hockenheim und vielen neuen Gesichtern wie die beiden Ex-Formel-1-Fahrer Alexander Albon, Timo Glock sowie Sophia Flörsch ausführlich besprochen werden. Was ist alles neu in dieser Saison? Diese und weitere Fragen werden beim AvD-Magazin auf den Tisch kommen. 

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Hier gibt es einen Überblick zu den Sendeterminen und dem F1-Rennen im April: 

Sonntag, 4. April: 

21.45 Uhr, AvD Motor & Sport Magazin 

Sonntag, 11. April

21.45 Uhr, AvD Motor & Sport Magazin 

Sonntag, 18. April

15 Uhr: Großer Preis von Imola in der Formel 1
21.45 Uhr, AvD Motor & Sport Magazin 

Sonntag, 25. April

21.45 Uhr, AvD Motor & Sport Magazin

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Gehilfe für Vettel: Aston Martin bestätigt Hülkenberg-Rolle

Nico Hülkenberg (33) kehrt in die Formel 1 zurück: Der Emmericher wird in dieser Saison Ersatzfahrer in Sebastian Vettels Aston-Martin-Team.

Das bestätigte der Rennstall am Donnerstag. Hülkenberg hatte Ende 2019 sein Stammcockpit bei Renault verloren, in diesem Jahr soll er für Vettel und dessen Teamkollegen Lance Stroll vor allem Entwicklungsarbeit leisten. 

Bei Racing Point, dem Vorgängerteam von Aston Martin, sprang Hülkenberg allerdings 2020 insgesamt dreimal ein, weil Sergio Perez und Stroll wegen Corona-Erkrankungen fehlten.

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“Natürlich hoffe ich, dass Sebastian und Lance dieses Jahr eine ununterbrochene Saison haben, aber das Team weiß, dass es sich darauf verlassen kann, dass ich einspringe und hervorragende Arbeit leiste”, sagte er: “Und ich bin voll und ganz bereit, mich dieser Herausforderung zu stellen.”

Für den Racing-Point-Vorgänger Force India saß Hülkenberg 2012 sowie von 2014 bis 2016 im Cockpit.

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Bei Bienen-Rettung: Vettel verrät private Details

Seit heute ist klar: Sebastian Vettel bremst in seinem grünen Aston Martin namens “Honey Ryder” auch für Bienen.

Warum? Der deutsche Vierfach-Weltmeister ist jetzt Botschafter für das Projekt BioBienenApfel, das am Donnerstag vom österreichischen Obst-Händler Frutura ins Leben gerufen wurde.

Ziel des Projekts: Blumenwiesen säen und so die Bienen retten. Über eine Webseite kann man kostenlos Samen bestellen und in den eigenen Garten oder das Balkonbeet streuen.

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Vettel verrät, dass er das im Lockdown bereits selbst getan hat. “Ich habe letztes Jahr mit meinen zwei Töchtern zuhause ein Herz aus Blumen angelegt und eine Blumenwiese gepflanzt”, sagt der Aston Martin-Star. “Erst waren meine Mädels mit dabei, aber dann stand ich irgendwann alleine mit dem Spaten da. Das war ganz schön anstrengend. Letztes Jahr kam schon ein bisschen was, ich hoffe, dass es jetzt noch mehr sprießt.”

Vettel will die Bienen retten

Der Heppenheimer kam zur Pressekonferenz in Wien mit einem blau-grauen Pullover, auf dem eine Landschaft zu sehen war. Fest steht: Der Hesse will die Botschaft der Nachhaltigkeit in die Welt senden. “Es geht darum, das eigene Handeln zu hinterfragen. Jeder hat seinen eigenen Zugang”, sagt er. “Ich finde es toll, dass wir ein bisschen was tun können. Jeder Einzelne kann mitmachen.”

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Vettel verriet sogar, dass er letztes Jahr eine Art Praktikum auf einem Bio-Bauernhof gemacht hat. “Im ersten Lockdown hatte ich viel Zeit, habe mir überlegt, was mich interessiert”, so der Deutsche ganz offen.

Praktikum auf dem Bio-Bauernhof

“Darauf gekommen, auf einen Bio-Bauernhof zu gehen, bin ich über die Ernährung. Über die Frage was man essen muss, um sich gesünder zu ernähren. Ich habe angefangen, mir Fragen zu stellen, wie ich mehr Leistung aus meinem Körper quetschen kann. Dann habe ich die Chance ergriffen, einfach mal die Nase hineinzustecken.”

Grün sieht der Aston Martin-Star das nächste Mal im Cockpit seiner “Honey Rider” am 18. April beim Grand Prix in Imola.

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