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Der verklausulierte Teamname Racing Point Force India ist mit Beginn der kommenden Formel-1-Saison Geschichte.
Aus der Starterliste des Automobil-Weltverbandes FIA für 2019 geht hervor, dass der Rennstall künftig als Racing Point F1 Team um Punkte kämpfen wird.
Nach der kontrollierten Insolvenz von Sahara Force India im vergangenen Sommer hatte der Rennstall die Saison als Racing Point Force India beendet. Dies war notwendig, weil ein Teamname innerhalb einer laufenden Meisterschaft nicht getilgt werden darf.
Für Racing Point fahren in der Saison 2019, die am 17. März in Melbourne/Australien beginnt, der Mexikaner Sergio Perez und Lance Stroll (Kanada). Dessen milliardenschwerer Vater Lawrence Stroll hatte das Team Ende August übernommen.
Fernando Alonso sagt “Adios”, Kimi Räikkönen kehrt zu seinen Wurzeln zurück und Sebastian Vettel bekommt einen neuen Teamkollegen.
Das Fahrerfeld der Formel 1 wird im kommenden Jahr ordentlich durcheinander gewirbelt. Auch Daniel Ricciardo wechselt das Auto. Am Freitag wurde das letzte Cockpit offiziell besetzt.
Wer kehrt zurück in die Königsklasse? Wer versucht sein Glück bei einem neuen Team?
SPORT1 zeigt, mit welcher Besetzung die Teams in die Saison 2019 gehen.
Force India hat am Freitag die Verpflichtung von Lance Stroll bekannt gegeben.
Damit wird der Kanadier in der kommenden Saison Teamkollege von Sergio Perez. Stroll, der in den vergangenen beiden Jahren für Williams gefahren war, unterschrieb laut Teamangaben einen “langfristigen Vertrag”. Strolls Vater hatte vor einigen Monaten den Rennstall gekauft, nachdem dieser sich in finanziellen Schwierigkeiten befand.
“Das ist der Beginn einer unglaublich aufregenden Reise in meiner Formel-1-Karriere. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit einem erfolgreichen Team”, sagte Stroll in einer Pressemitteilung des Teams.”
Er hatte in der Vorwoche bereits die Reifentests nach dem Formel-1-Saisonfinale in Abu Dhabi für Racing Point Force India bestritten.
Teamchef Otmar Szafnauer sagte: “Lance ist erst zwanzig Jahre alt und hat bereits zwei Jahre Erfahrung in der Formel 1, mit einem Podium und einem Startplatz in der ersten Reihe. Wir sehen in ihm großes Potenzial.”
Stroll folgt auf den hochtalentierten Franzosen Esteban Ocon (22), der im kommenden Jahr als Ersatzmann beim Weltmeisterteam Mercedes fungieren wird.
Fernando Alonso sagt “Adios”, Kimi Räikkönen kehrt zu seinen Wurzeln zurück und Sebastian Vettel bekommt einen neuen Teamkollegen.
Das Fahrerfeld der Formel 1 wird im kommenden Jahr ordentlich durcheinander gewirbelt. Auch Daniel Ricciardo wechselt das Auto.
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“Was wollt ihr von mir, soll ich ihn vielleicht feuern?”
Es ist ein Zitat von Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene, das die überaus angespannte Situation bei der Scuderia hervorragend zum Ausdruck bringt.
Beim letzten Saisonrennen in Abu Dhabi landete Sebastian Vettel hinter Weltmeister Lewis Hamilton auf Platz zwei. Im Anschluss wurde Arrivabene von einem Journalisten gefragt, wie er Vettel für die kommende Saison wieder in die Spur bringen wolle.
Doch anstatt eine bedachte Antwort zu geben, explodierte der frühere Marketing-Experte und stellte einen vorzeitigen Rauswurf des viermaligen Weltmeisters in den Raum.
Was auf den ersten Blick wie aus der Luft gegriffen wirkt, könnte zumindest theoretisch passieren. Im Vertrag des Heppenheimers ist eine entsprechende Klausel verankert – schon 2019 könnten Vettel und Ferrari getrennte Wege gehen.
Auch wenn die Antwort Arrivabenes aus der Emotion heraus entstand: Eine ähnlich enttäuschende Saison wie die vergangene will bei der Scuderia niemand mehr erleben, vor allem einer nicht: Sebastian Vettel selbst.
2019 geht der Deutsche in seine fünfte Saison bei Ferrari, eine richtungsweisende ohne Frage. Nach einem dritten, einem vierten und zwei zweiten Plätzen in der Gesamtwertung will Vettel in seinem fünften Jahr endlich den ersehnten WM-Titel holen.
Auch bei Michael Schumacher hatte es fünf Jahre gedauert, ehe er sich in seinem roten Flitzer die WM-Krone aufsetzen konnte.
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Damit dies auch Vettel gelingen kann, genügen kleine Veränderungen mittlerweile nicht mehr.
Daran, dass Vettel den WM-Titel nicht gewinnen konnte, sei “hauptsächlich er selbst schuld”, sagte Formel-1-Experte Marc Surer im SPORT1-Interview. “Vettel hat versucht, sein Auto mit Gewalt nach vorne zu prügeln”, ist sich der Schweizer sicher.
Genau hier liegt das wohl größte Problem.
Daran, dass der Heppenheimer ein herausragender Rennfahrer ist, besteht keinerlei Zweifel. Nach seinem fatalen Ausscheiden beim Heimrennen in Hockenheim fiel Vettel aber immer wieder mit unnötigen Fehlern auf. Überhastete und unbedachte Manöver machten viele Chancen zunichte. Dieses Verhalten abzustellen und ähnlich wie Hamilton hinter dem Steuer eiskalt zu agieren, dürfte für den Deutschen die größte Herausforderung sein.
Unmöglich ist das jedoch nicht: “Bei Red Bull hat Vettel auch unter enormem Druck gesiegt”, erinnert sich Surer an die WM-Titel zwischen 2010 und 2013. Gewinnt Vettel diese mentale Souveränität nicht zurück, rückt ein erneuter Titel in weite Ferne.
Doch nicht nur Vettel selbst ist das Problem, auch bei der Scuderia sind tiefgreifende Veränderungen erforderlich. Seit dem Tod von Ex-Chef Sergio Marchionne fehlt eine Führungsperson. “Wenn ein Team eine starke Führung hat, dann spricht diese die Ingenieure darauf an, wenn mit dem Auto etwas nicht stimmt. Das tut bei Ferrari niemand. Es braucht einen Chef, der den Ingenieuren auf die Finger klopft”, meint Surer. Der neue Ferrari-Boss Louis Camilleri steht dafür noch nicht.
Und auch am Ferrari-Kommandostand kann es nicht so weiter gehen. Zu häufig manövrierten die Strategen Vettel in schwierige Situationen. Trockenreifen bei Regen, Boxenstopps, nach denen sich Vettel im größten Verkehr wiederfand – die Fehlerliste der Scuderia ist lang.
Ob dies zu personellen Konsequenzen führt, ist unklar. Eine genaue und schonungslose Analyse ist aber unerlässlich.
Und auch die Rangordnung unter den Fahrern muss wieder klar definiert werden. Selbst wenn das Wort “Teamorder” verpönt ist: Will Vettel am Ende ganz oben stehen, muss er gleich zu Saisonbeginn klar machen, dass Neuling Charles Leclerc nur die zweite Geige spielt.
Bei Mercedes genoss Hamilton in dieser Saison von Anfang an den Status der Nummer 1. Teamkollege Valtteri Bottas musste dem Briten mehrmals weichen, wenn es um den Sieg ging.
Neben individuellen Fehlern muss auch das Problem der fehlenden Konstanz am Auto abgestellt werden. In der abgelaufenen Saison dominierten die Ferrari bis zur Sommerpause mit dem schnellsten Auto. Schlechte Updates warfen das Team Mitte der Saison aber zurück.
“Wir brauchen ein stärkeres Paket. Wir hatten unsere Momente, mit starken Rennen – aber wir hatten auch welche, in denen wir nicht schnell genug waren”, fasste Vettel nach dem Rennen in Abu Dhabi treffend zusammen.
Erst einmal will der 31-Jährige mit der Formel 1 aber überhaupt nichts zu tun haben. “Ich will Zeit zuhause verbringen, mit der Familie, mit Freunden. Dinge tun, für die man sonst keine Zeit hat, heimwerken, Reparaturen zuhause. Kleine Arbeiten halt.”
Wenn Ingenieure, Mechaniker und Fahrer aus dem Urlaub zurückkommen, steht man in Maranello vor großen Aufgaben. “Wir werden im Winter hart arbeiten, um Lewis und Mercedes einen noch härteren Kampf zu liefern”, verspricht Vettel.
Ob dies von Erfolg gekrönt ist, zeigt sich frühestens am 17. März – dann beginnt im australischen Melbourne die neue Formel-1-Saison.
Formel-1-Pilot Max Verstappen hat mit seinem aggressiven Überholmanöver gegen Esteban Ocon beim Saisonfinale in Abu Dhabi ein Revanchefoul gegen den Franzosen angestrebt.
“Ich habe gesehen, wie er einlenkt. Da dachte ich mir: Wenn er die Tür zumacht, schiebe ich ihn einfach von der Strecke. Das war vielleicht die Rache für Brasilien”, gab der Niederländer bei ServusTV zu.
In Abu Dhabi hatte sich Verstappen in einer Haarnadelkurve mit der Brechstange an Ocon vorbeigequetscht und den Wagen des Piloten von Racing Point Force India dabei leicht touchiert. Das habe ihm gefallen, sich “gut angefühlt”, sagte Verstappen.
Grund für die angeheizte Stimmung ist ein Vorfall in Sao Paulo. Beim vorletzten Grand Prix des Jahres hatte Ocon den in Führung liegenden Verstappen beim Versuch, sich zurückzurunden, von der Strecke geschoben.
Verstappen hatte den 22-Jährigen anschließend im Parc ferme beschimpft und ihn mehrfach geschubst und war daraufhin vom Automobil-Weltverband FIA zu Sozialstunden verdonnert worden.
Die Formel-1-Saison ist zu Ende. Zum vierten Mal innerhalb der letzten fünf Jahre kürt sich Lewis Hamilton zum Weltmeister und entwickelt sich nebenbei zu einem echten Teamplayer.
Doch nicht nur der Brite erlebt ein hervorragendes Jahr. Vor allem in den letzten Rennen sorgt Max Verstappen mit teilweise herausragenden Leistungen für Begeisterung.
Anders sieht es bei Ferrari und Sebastian Vettel aus. Besonders in der zweiten Hälfte der Saison zeigt die Tendenz bei der Scuderia deutlich nach unten.
SPORT1-Kolumnist Peter Kohl blickt zurück und zeigt seine Tops und Flops der Saison.