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Comeback 2019? Hockenheim-Entscheidung offenbar gefallen

Volles Haus mit 71.000 Zuschauern, bestes Wetter und großartige Stimmung: Das Rennwochenende der Formel 1 in Hockenheim Mitte Juli war ein voller Erfolg, der die Leidenschaft der deutschen Fans für die Königsklasse des Motorsports und ihr Idol Sebastian Vettel zeigte.

Umso ernüchternder waren die Nachrichten, dass mit dem Deutschland-GP nach dem Rennen 2018 Schluss sein sollte. Die Besitzer um Geschäftsführer Georg Seiler wollten nicht länger rote Zahlen schreiben, was aufgrund des bestehenden Vertrags allerdings der Fall gewesen sei. Der Vertrag lief diesen Sommer aus.

Doch jetzt scheint sich das Blatt gewendet zu haben. Nach übereinstimmenden Medienberichten ist das Rennen in Hockenheim nächstes Jahr sogar bereits in trockenen Tüchern.

Demnach hätten sich die Formel-1-Besitzer Liberty Media und die Hockenheim-Chefs bereits auf einen Vertrag für die nächste Saison geeinigt. Die offizielle Bestätigung steht noch aus.

Deutschland-GP 2019 wegen Miami-Ausfall?

Der neue Vertrag soll dem Bericht zufolge mit Kosten von 12 bis 15 Millionen Euro rund zehn Millionen günstiger sein als der letzte. Somit können sich die Zuschauer in Deutschland jetzt berechtigte Hoffnungen auf ein Comeback von Hoffenheim 2019 machen.

Der Impuls für den Umschwung: Die Verantwortlichen von Liberty Media waren zum einen mit begeistertem Eindruck vom Rennwochenende in Hockenheim abgereist – und zum anderen zerschlugen sich ihre Ersatzpläne.

Die ursprünglich eingeplante, neue Strecke in Miami/USA wird 2019 nicht in den Renn-Kalender aufgenommen. Die Stadt in Florida wird sich nach eigener Auskunft erst im September mit dem möglichen Stadtrennen auseinandersetzen – die Frist zur Entscheidung war allerdings schon Anfang Juli.

Wie es nach 2019 weitergeht, steht noch nicht fest. 2020 könnte das Rennen in Miami steigen. Da der neue Hockenheim-Vertrag nur für das nächste Jahr gelten soll, müsste also im kommenden Sommer neu verhandelt werden.

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Spa war erst der Anfang der Ferrari-Festspiele

Die Kolumne von Peter Kohl zum Großen Preis von Belgien zum Durchklicken:

Beim Großen Preis von Belgien in Spa zeigt Sebastian Vettel im Ferrari eine souveräne Vorstellung. Direkt nach dem Start kassiert er Lewis Hamilton bei einem Überholmanöver und fährt den Sieg souverän nach Hause.

Landsmann Nico Hülkenberg wird dagegen zum Buhmann. Nach einem Bremsfehler rammt er Fernando Alonso – dieser hebt ab und landet auf dem Wagen von Charles Leclerc.

SPORT1-Kolumnist Peter Kohl bewertet das Rennen und nennt seine Tops und Flops.

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Hockenheim: Fans dürfen auf Formel-1-Rennen hoffen

Im Ringen um einen Großen Preis von Deutschland 2019 steht der Hockenheimring angeblich unmittelbar vor dem Vertragsabschluss mit den Rechteinhabern der Formel 1. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung am Montag. Demnach sei im Rahmen des Rennens in Spa am Wochenende mündlich eine grundsätzliche Einigung erzielt worden: Das Rennen soll stattfinden, sofern Hockenheim “die Bedingungen” erfülle.

Die Betreiber der Rennstrecke in der Kurpfalz wollten die Meldung auf SID-Anfrage nicht kommentieren. Laut Formel-1-Marketingchef Sean Bratches ist noch nichts entschieden. Allerdings war schon in den vergangenen Wochen deutlich geworden, dass beide Seiten stark an einer Verlängerung des in diesem Jahr ausgelaufenen Vertrages interessiert sind.

Wie die FAZ weiter berichtet, soll der neue Kontrakt im September unterzeichnet werden. Die Bekanntgabe des vorläufigen Rennkalenders für die kommende Saison wird in den nächsten Tagen erwartet.

Formel-1-Eigner verzichten auf Geld

Auf dem Weg zu einer Einigung sei Formel-1-Eigner Liberty Media den Deutschen bei der Antrittsgebühr deutlich entgegengekommen. Die Summe hatte zuletzt dem Vernehmen nach zwischen 15 und 20 Millionen Euro gelegen, dies hatte das Rennen für Hockenheim und auch den Nürburgring wegen des Zuschauerschwunds über Jahre zu einem Verlustgeschäft gemacht.

In diesem Sommer strömten am Rennsonntag allerdings rund 71.000 Fans an die Rennstrecke, so viele wie zuletzt 2005. Auch dies habe dazu beigetragen, dass Liberty auf den Automobil-Standort Deutschland nicht verzichten wolle. Zudem wird die für 2019 eingeplante Premiere der Königsklasse in Miami nun doch nicht stattfinden, es ist also Platz für ein Deutschland-Rennen.

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"Hammer"-Vettel verzaubert Ferrari – und entnervt Hamilton

Sebastian Vettel hat sein Lächeln wiedergefunden, Lewis Hamilton hat es die gute Laune dagegen gründlich verhagelt.

“Es ist alles nach Plan gelaufen, alles sauber und rund”, sagte Vettel nach seinem Sieg beim Großen Preis von Belgien, mit dem er den Rückstand auf den in Spa zweitplatzierten Mercedes-Frontmann Hamilton in der WM-Wertung auf 17 Punkte verkürzte.

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene schnappte vor Begeisterung förmlich über: “Macchina magica, Vettel ist der Hammer.”

Hamilton: “Sie haben ein paar Tricks”

Hamilton verzog derweil keine Miene, irgendwie hatte er ein Problem mit der “magischen Maschine”. “Sie haben ein paar Tricks im Auto”, nuschelte der Brite, für seine Verhältnisse ungewöhnlich introvertiert und mürrisch.

Hamilton sah sich Vettels Ferrari im Parc ferme ganz genau an, ließ sich aber nicht dazu hinreißen, von möglichen Regelverstößen zu reden: “Jeder hat Tricks im Auto. Tricks sind eben – etwas Besonderes.” (Service: Die Stimmen des Rennens)

Für Vettel war Spa sicher etwas ganz Besonderes. Auf der Hochgeschwindigkeitsbahn in den Ardennen nutzte der Hesse die Überlegenheit seines bärenstarken Ferrari-Motors und holte mit seinem fünften Saisonsieg sieben Punkte auf Hamilton auf.

Der Champion führt vor dem nächsten Rennen am kommenden Sonntag in Monza mit 231 Punkten vor Vettel mit 214. (Service: Die Fahrerwertung)

Vettel schwärmt von seinem Ferrari

“Lewis hatte einen guten Start, aber ich wusste, dass meine Zeit nach der Bergauf-Passage kommt”, sagte ein sichtlich aufgewühlter Vettel: “Lewis hat viel Druck gemacht, aber mir war klar, dass ich schneller sein kann.” Er sei “total im Einklang mit dem Auto” gewesen: “Ich habe mir im Vorfeld sehr viele Gedanken gemacht, und alles hat geklappt.”

Hamilton konnte seine Pole Position nur kurz nutzen, dann war Vettel vorbei, seine Führung im Laufe des Rennens nie ernsthaft gefährdet. Ob ihn Vettels Überholmanöver überrascht habe, wurde Hamilton gefragt. “Überrascht, wieso überrascht?”, blaffte der Brite ungewohnt dünnhäutig.

Dritter wurde der Niederländer Max Verstappen im Red Bull vor Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas (Finnland), der vom 17. Startplatz ein bravouröses Rennen fuhr, allerdings nie in Reichweite zur Spitze lag und Hamilton deshalb nicht helfen konnte. (Service: Die Teamwertung)

Hülkenberg verursacht heftigen Crash

Nico Hülkenberg kam nur wenige hundert Meter weit, dann prallte der Renault-Pilot nahezu ungebremst in den vor ihm fahrenden Fernando Alonso.

Dessen McLaren hob ab und flog spektakulär über den Sauber von Charles Leclerc, der vor allem dank des Schutzbügels Halo unverletzt blieb. Die Rennkommissare bestraften Hülkenberg mit einer Rückversetzung um zehn Startplätze beim nächsten Rennen in Monza/Italien.

“Es sah spektakulär aus”, sagte Hülkenberg bei RTL: “Wer hinten drauf fährt, ist schuld. Ich habe mich vertan, war zu spät auf der Bremse. Die Autos sind sehr sensibel. Als ich auf die Bremse bin, hat alles blockiert. Da war alles zu spät.”

Alonso, der den Crash unversehrt überstand, hatte keinerlei Verständnis für Hülkenbergs Aktion. “Wie kann man so einen Fehler machen, wenn man in der höchsten Klasse des Motorsports fährt”, sagte der Spanier. 

Vettel schiebt sich an Hamilton vorbei

Unmittelbar bevor das Safety Car ausrückte, schob sich Vettel auf der Kemmel-Geraden an Hamilton vorbei in Führung.

Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen rollte derweil nach einer Berührung mit Red-Bull-Fahrer Daniel Ricciardo mit einem Reifenschaden hinten rechts auf der Felge zurück zur Box und verlor sein 100. Formel-1-Podium damit schon früh aus den Augen.

Zwar versuchte es der Finne noch einmal mit frischen Reifen, doch in der zehnten von 44 Runden stellte er seinen Ferrari ab, nachdem sich das DRS nicht mehr schließen ließ.

Vettel dreht souverän seine Runden

Vettel ließ sich davon nicht beeindrucken, er drehte an der Spitze souverän seine Runden. Hamilton gab sich allerdings nicht geschlagen, immer wieder fuhr der Brite Sektoren-Bestzeiten. ”Lewis macht Druck, vielleicht müssen wir auf Plan B gehen”, funkte die Ferrari-Box in Vettels Cockpit.

Die Vorentscheidung fiel bei Halbzeit des Rennens. Zuerst holte sich Hamilton neue Reifen, eine Runde später kam Vettel mit 21 Sekunden Vorsprung in die Box – und behielt seine Führung.

Monza am nächsten Wochenende ist ebenfalls eine Ferrari-Strecke, auch beim Heimspiel ist der stärkere Motor im Vorteil. Insgesamt stehen nach Spa noch acht WM-Läufe auf dem Programm, viel Zeit für Vettel, den Rückstand auf Hamilton aufzuholen.

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Ferrari wirft Pole weg! Genervter Vettel beschimpft sein Team

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Stimmen: Hamilton zweifelt trotz Regen-Gala an Mercedes

Weltmeister Lewis Hamilton hat beim ersten Qualifying nach der Sommerpause in Spa die Pole Position erobert – und durfte sich anschließend die Lobeshymnen von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff abholen. Der Österreicher verrät zudem, dass der ursprüngliche Plan vorsah, dass Valtteri Bottas Helferdienste leistet.

Bei Ferrari haderte man dagegen mit der verpassten Pole, obwohl man wieder einmal das schnellste Auto hatte. Doch während Vettel die leere Batterie zum Verhängnis wurde, hatte man bei seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen einfach zu wenig Sprit in den Tank gefüllt. Auch Red Bull unterläuft das Missgeschick.

SPORT1 fasst die Stimmen von RTLORF, der Pressekonferenz und aus der Boxengasse zusammen:

Lewis Hamilton (Mercedes, Startplatz 1): “Das war das härteste Qualifying, an das ich mich erinnere – zumindest in diesem Jahr. Ich weiß nicht, ob Ferrari im Trockenen unschlagbar gewesen wäre. Wir lagen in Q2 nur ein halbes Zehntel auseinander, obwohl sie so stark auf den Geraden sind. Keiner von uns hatte Erfahrung mit Regen. Ich bin rumgerutscht wie auf rohen Eiern. Sebastians Pace auf den Longruns sah gestern sehr stark aus, demnach könnte es morgen hart werden. Ich weiß nicht, ob unsere Pace für den Sieg ausreichen wird.”

Sebastian Vettel (Ferrari, Startplatz 2): ”Q3 war ein bisschen chaotisch. Ich wusste auch nicht, wie weit es abtrocknen wird. Mir war klar, dass die letzte Runde die Entscheidende wird. Eigentlich hatten wir uns so eingeschossen, dass wir in allen Runde genug Power haben. Nachdem ich die Lücke zu Esteban (Ocon, Anm. d. Red.) aufgemacht habe, hatte ich zum Schluss fast keine Batterie mehr und sehr viel verloren. Das Q3 lief einfach nicht rund für uns. Da können wir mit Platz 2 am Ende zufrieden sein. Der Start und die erste Runde werden wichtig. Dann glaube ich dass wir schneller sind, aber wir müssen irgendwie vorbei. Es war das ganze Wochenende sehr eng. Wir werden die wahre Pace morgen sehen.”

Esteban Ocon (Racing Point Force India, Startplatz 3): ”Fantastisch. Es ist toll, hier auf P3 zu sein – auch nach der schwierigen Zeit, die das Team und ich hatten. Jetzt geht es frisch und neu wieder los. Wir haben heute einen großartigen Job gemacht. Das Team hat sehr schnell die Reifen gewechselt und ich habe eine besondere Runde zusammengebracht, das war’s.”

Kimi Räikkönen (Ferrari, Startplatz 6): “Am Ende hatte ich nicht mehr genug Sprit, um noch eine zusätzliche Runde zu drehen. Das ist natürlich alles andere als ideal, aber das Rennen ist noch einmal eine ganz andere Geschichte.”

Max Verstappen (Red Bull, Startplatz 7): “Wir hatten kein Sprit mehr am Ende, das war das Problem. Und mit unserem Heckflügel kann man im Regen nicht fahren. Wir haben eigentlich einen guten Job gemacht, waren in Q3 als erste wieder draußen waren.  Es war schade, dass es am Ende wieder trocken wurde. Für das Podest müsste schon etwas passieren, denn Ferrari und Mercedes sind zu schnell für uns, auch im Rennen. Es dürfte also schwierig werden. Doch wir werde unsere Chance suchen und sollte etwas passieren, wollen wir zur Stelle sein.”

Valtteri Bottas (Mercedes, Startplatz 19): Das war ein etwas seltsamer Nachmittag. Wenn du weißt, dass dein Ergebnis nicht wirklich eine Rolle spielt, weil du ohnehin vom Ende des Feldes starten musst, gehst du das Qualifying anders an. Ursprünglich wollten wir nur im Q1 fahren. Kurz vor dem Beginn der Session haben wir diesen Plan jedoch verworfen, weil wir glaubten, dass ich Lewis etwas Windschatten geben könnte. Aber dann regnete es im Q3 und wir verwarfen diese Idee am Ende doch wieder.”

Nico Hülkenberg (Renault, Startplatz 20): “Wir können das Feld morgen gut aufrollen, wenn wir denn die nötige Speed haben. Mit der Strafe hatte es keinen Sinn gemacht, in Q2 noch weiter zu fahren. Wir müssen den Motor sowieso noch durch 7, 8 Rennen schleppen. Ich bin heiß auf das Rennen. Vielleicht gibt es einen Schauer. Wir haben gesehen, dass der einiges möglich machen kann.”

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): “Lewis hat am Ende eine großartige Runde hingelegt und sich damit die Pole Position gesichert. Damit hat er einmal mehr bewiesen, dass wir uns in Drucksituationen niemand anderen im Cockpit wünschen würden. Bis der Regen im Q3 einsetzte war es ein sehr enger Kampf zwischen Ferrari und uns. Als Lewis als erstes Auto die Linie überquerte, waren wir besorgt, dass unser Timing falsch war. Aber schlussendlich spielte es keine Rolle, da er drei brillante Sektoren zusammenbrachte und sich damit mit einem gehörigen Abstand Platz 1 holte. Bei Valtteri verwarfen wir mit dem einsetzenden Regen den Plan, Lewis im Q3 einen Windschatten zu geben. Das wäre einfach zu riskant gewesen.”

Helmut Marko (Red-Bull-Motorsportkonsulent): “Im Nassen hat es gepasst. Da waren wir Zweiter hinter Räikkönen. Der Fehler war aber: Wir hatten dann kein Benzin mehr und am Schluss ist die Strecke wieder abgetrocknet, weil es zu regnen aufgehört hatte. Wir waren also zum falschen Zeitpunkt auf der Strecke und hätten mehr Benzin tanken müssen. Das war ein taktischer Fehler. Bei Räikkönen war es das Gleiche.”

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