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Hamilton spricht über Vertrags-Gerüchte

Weltmeister Lewis Hamilton will den Berichten über eine angebliche Einigung mit Mercedes im Vertragspoker keine weitere Nahrung liefern.

“Es ist schön für euch, dass ihr darüber redet und irgendwelche Dinge erfindet”, sagte der 33-Jährige auf einer Pressekonferenz im Vorfeld des Großen Preises von Österreich (Sonntag, 15.10 Uhr im LIVETICKER): “Irgendwann ist es erledigt, und dann wisst ihr Bescheid.”

Unter der Woche hatten britische Medien übereinstimmend vermeldet, dass Hamilton und Mercedes sich nach einer monatelangen Hängepartie auf einen neuen Zweijahresvertrag geeinigt hätten.

Die Verkündung sei demnach eine Frage der Zeit und vermutlich vor Hamiltons Heim-Grand-Prix am 8. Juli zu erwarten. “Vielleicht noch nicht”, sagte der Engländer nun auf die Frage, ob in Silverstone Vollzug vermeldet werde.

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Verteidigt Hamilton in Österreich die WM-Führung?

Das Dauerduell Sebastian Vettel gegen Lewis Hamilton geht in die nächste Runde.

Vor dem Großen Preis von Österreich am kommenden Wochenende in Spielberg (Rennen, So. ab 15.10 Uhr im LIVETICKER) hat der Brite wieder die Nase vorn. Das ist aber nicht mehr als eine Momentaufnahme. ”Es schlägt so schnell um”, sagt auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: “Und ich erwarte nicht, dass sich daran etwas ändert. Das wird die Geschichte dieser Saison sein.”

Hamilton 14 Punkte vor Vettel

Durch seinen Sieg am vergangenen Wochenende in Frankreich liegt der Weltmeister 14 Punkte vor Ferrari-Star Vettel. Doch der Heppenheimer darf durchaus hoffen, dass sich das schon bald wieder ändert.

Denn für Wolffs Prognose vom engen WM-Rennen lassen sich zahlreiche Gründe finden. Zum einen gibt es in der Formel 1 2018 kaum noch Gewissheiten. Die Strecken, die Hamilton jahrelang als “Mercedes-Jagdrevier” bezeichnen durfte, brachten den Silberpfeilen bisher kaum Vorteile.

Zudem offenbart das über vier Jahre scheinbar unfehlbare Werksteam mit dem Stern plötzlich regelmäßig Schwächen. So sah man bislang nur in Barcelona und zuletzt in Le Castellet einen völlig dominanten Weltmeister-Rennstall – an anderen Orten kämpfte dieselbe Mannschaft dagegen um den Anschluss nicht nur an Ferrari, sondern auch an Red Bull.

Und dann macht auch Ferrari noch viel zu wenig aus der neu entdeckten eigenen Stärke. Taktische Fehler trugen dazu bei, und zweimal war es Vettel selbst, der durch Missgeschicke viele Punkte verschenkte. In Baku leistete er sich einen Verbremser, der am Ende den Sieg kostete, in Frankreich brachte ihn nun sein Startunfall früh um alle Chancen.

Angebot der Formel 1 – F1 Pro TV

Wie der Große Preis von Österreich ausgeht, können die Formel-1-Fans auch über den neuen offiziellen Livestream der Formel 1, F1 TV Pro, verfolgen. Dort werden alle Sessions, die Pressekonferenzen und Interviews übertragen, alles werbefrei.

Die Zuschauer können sich in den Rennen selbst alle Onboard-Kameras der Fahrer einzeln auswählen, sie erhalten den unzensierten Boxenfunk sowie historisches Material. Der Stream kann für 7,99 Euro im Monat oder 64,99 Euro in der Saison abonniert werden.

Noch wird das Angebot nur über die Desktop-Version zur Verfügung stehen, im Laufe der Saison soll der Stream auch über Apps für mobile Geräte wie Smartphones abspielbar sein.

Die Formel 1 2018 LIVE im TV, Stream, Ticker

In dieser Saison laufen die Rennen nur beim Free-TV-Sender RTL. Der Pay-TV-Sender Sky hat sich nach den gescheiterten Verhandlungen über eine Exklusivübertragung aus der Formel 1 zurückgezogen.

SPORT1 berichtet LIVE im Formel 1-Ticker von allen Rennen. 

Die Zeiten in Spielberg im Überblick:

Freitag:

ab 11 Uhr: 1. Training im LIVETICKER auf SPORT1.de, im Stream auf ntv.de

ab 15 Uhr: 2. Training im LIVETICKER auf SPORT1.de, im Stream auf ntv.de

Samstag:

ab 12 Uhr: 3. Training im LIVETICKER  auf SPORT1.de, im TV Zusammenfassung um 14 Uhr auf RTL 

ab 15 Uhr: Qualifying im LIVETICKER auf SPORT1.de, im TV auf RTL

Sonntag:

ab 15.10 Uhr: Rennen im LIVETICKER auf SPORT1.de, im TV bei RTL

 

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Formel 1: 2019 kein Großer Preis von Deutschland

Die Formel 1 macht 2019 um Deutschland wieder einen Bogen. Der Grand Prix steht nicht im Rennkalender für die kommende Saison, den die Formel 1 in Kürze offiziell präsentiert.

Einen entsprechenden Bericht des Fachmagazins Auto Motor und Sport bestätigten die Betreiber des Hockenheimrings und des Nürburgrings.

“Nach dem üblichen Rhythmus wären wir ohnehin erst 2020 an der Reihe gewesen”, sagte Hockenheimringchef Georg Seiler. “Insofern kommt diese Entscheidung weder überraschend noch enttäuschend.”

Der Vertrag des Hockenheimrings mit Formel-1-Eigner Liberty Media läuft mit der diesjährigen Auflage am 22. Juli aus. Allerdings arbeite man daran, die Formel 1 2020 zurückzuholen.

Vorerst keine Einigung 

Eine Einigung um jeden Preis wird es aber nicht geben. “Wir werden keinen Vertrag schließen, mit dem wir ein finanzielles Risiko eingehen”, hatte Seiler im März im SID-Interview gesagt. Gemäß des auslaufenden Vertrags zahlt der Hockenheimring der Formel 1 eine Antrittsgage von rund 20 Millionen Euro pro Rennen. 

Nürburgring-Pressesprecher Alexander Gerhard bestätigte am Mittwoch, die Traditionsstrecke in der Eifel habe seit fast zwei Jahren Kontakt mit Liberty Media gehabt und im März ein konkretes Angebot vorgelegt. Allerdings sei es zu keiner Einigung gekommen.

“Wir können uns nicht vorstellen, Summe X für die Formel 1 zu bezahlen und im Gegenzug das komplette Risiko zu tragen”, sagte Gerhard. “Für uns kommen zwei Modelle infrage: Entweder wir treten als Vermieter auf, oder wir teilen die Chancen und Risiken. Wir haben auch weiterhin Interesse, die Formel 1 an den Nürburgring zurückzuholen.”

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Mad Max treibt die Formel 1 in den Wahnsinn

Als Max Verstappen im Red Bull am vergangenen Sonntag beim Großen Preis von Frankreich auf den zweiten Platz fuhr, erzielte er sein bestes Ergebnis in dieser Saison.

Mit ihm auf dem Podest stand ausgerechnet Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen. Der Iceman und der 20-jährige Niederländer mögen sich nicht. Das ist kein Geheimnis. Immer wieder gerieten die beiden in den vergangenen Jahren aneinander.

Immer wieder beschwerte sich Räikkönen über das skrupellose und aggressive Fahrverhalten des Youngsters. Doch der zeigte sich meist uneinsichtig, kuschte nicht vor den Größen des Sports. Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko sagte einst über seinen Fahrer: “Er ist kein Kind von Traurigkeit, der fährt nicht einfach weg, wenn Herr Vettel oder Herr Räikkönen da kommen”.

Vor dem prestigeträchtigen Heimspiel des Brause-Imperiums in Spielberg (Das Rennen am Sonntag, ab 15.10 Uhr im LIVETICKER) steht “Mad Max” unter besonderer Beobachtung.

Verstappen stichelte gegen Vettel

Denn nach seinem zweiten Platz in Frankreich zeigte der Niederländer wieder seine unreife Seite und stichelte auf der Pressekonferenz gegen Sebastian Vettel und die Medien. 

Der Ferrari-Pilot hatte bereits beim Start Valtteri Bottas erwischt und eine Zeitstrafe kassiert. “Man sollte jetzt zu Sebastian gehen und ihn fragen, ob er nicht seinen Fahrstil ändern will. Das wurde bei mir ja auch so gemacht”, motzte Verstappen. Der 20-Jährige fühlte sich wieder einmal ungerecht behandelt.

Denn seine aggressive und oftmals auch kopflose Fahrweise hat dem Niederländer viel Kritik eingebracht. Medien und Experten ließen nach seinen Aussetzern oft kein gutes Haar an ihm.

“Er lernt nicht dazu! Ich habe bei ihm nicht mehr so viel Hoffnung, das ist jetzt schon das fünfte Mal in diesem Jahr”, polterte beispielsweise Ex-Weltmeister Nico Rosberg bei RTL nach dem Rennen in Schanghai, bei dem Verstappen mit einem Rammstoß eine gute Platzierung von Vettel zunichte machte.

Totalausfall in Monaco

Auch in Monaco leistete er sich in dieser Saison einen Totalausfall. Im Training setzte er sein Auto unvermittelt an die Mauer, am Qualifying konnte er deshalb nicht teilnehmen. Am Ende reichte es im potenziellen Sieger-Red-Bull nur für Platz neun.

Verstappen ist mit seinen 20 Jahren zehn Jahre jünger als Sebastian Vettel und sogar 18 Jahre jünger als Altmeister Kimi Räikkönen. Allerdings ist es bereits die vierte Saison des Niederländers.

Er ist der jüngste Formel-1-Fahrer aller Zeiten. Doch allzu lange kann er sich nicht mehr auf seinem Talent ausruhen. Die einstigen Vorschusslorbeeren scheinen mittlerweile schon fast verspielt: “Vernunft scheint sich bei diesem Menschen nicht einzustellen”, schimpfte Formel-1-Legende Niki Lauda: “Normalerweise wächst man mit seinen Fehlern. Er wird nur kleiner. Das scheint mir auch eine Intelligenzfrage zu sein”, lautete sein vernichtendes Urteil.

Verstappen reist endlich alleine zu den Rennen

Dabei riss er sich zuletzt auf der Strecke durchaus zusammen. In Montreal reiste Verstappen zudem erstmals ohne Manager und Vater Jos zum Rennwochende. “Das zählt auch zu seiner Entwicklung, dass er nicht bei jedem Rennen jemanden um ihn herum braucht”, erklärte Red-Bull-Berater  Marko.

Verstappen ist älter geworden. Dass er nun aber auch erwachsener geworden ist, muss das Supertalent noch nachweisen. Frankreich war diesbezüglich eher ein Rückschritt. Bei Red Bulls Heimrennen richten sich wieder viele Augen auf Mad Max.

Nach seinem selbstbewussten Auftreten darf er sich dort keine Aussetzer erlauben.

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Kostet seine Unbeherrschtheit Vettel wieder die WM?

Stimmen: Hamilton und Lauda wüten nach Vettel-Crash

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Kostet seine Unbeherrschtheit Vettel wieder die WM?

Auch wenn erst acht von 21 Rennen in dieser Saison absolviert sind, deutet sich bereits an: Der WM-Kampf zwischen Weltmeister Lewis Hamilton und Sebastian Vettel ist so eng wie noch nie und könnte durch nur wenige Punkte entschieden werden.

Ferrari und Mercedes präsentieren sich in dieser Saison häufig auf Augenhöhe und die WM-Führung wechselt zwischen den Konkurrenten hin und her. (SERVICE: Die Fahrerwertung)

Aktuell hat Hamilton nach dem Sieg beim Großen Preis von Frankreich wieder die Nase vorne – doch dies liegt weniger am fahrerischen Können Hamiltons oder einem überlegenen Mercedes als an Vettels Impulsivität.

Vettel verspielt nicht zum ersten Mal Punkte

Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison hat sich Vettel in Frankreich einen besseren Platz durch ein riskantes Manöver zunichte gemacht. Denn durch den Startcrash mit Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas reichte es am Ende nur zu Rang fünf und zehn Punkten.

Natürlich hatte Vettel auch eine Portion Pech: Da sein Start deutlich besser als Hamiltons war, geriet er in das Mercedes-Sandwich. Vettel nahm zwar die Schuld auf sich, sprach aber gleichzeitig davon, dass der Unfall nicht zu verhindern war – das stimmt allerdings nur bedingt. (SERVICE: Das Renn-Ergebnis aus Le Castellet)

“Unglücklicherweise versuchte Bottas seine Position zurückzuerobern”, sagte Vettel selbst zu der Unfall-Szene und deutete damit an, worauf er eigentlich spekuliert hatte: Der oft besonnen fahrende Bottas würde im Zweifel schon zurückziehen und keinen Crash riskieren.

Italiens Presse kritisiert Vettel

In der Ferrari-Heimat war man jedenfalls wenig begeistert von Vettels Vorstellung – trotz der tollen Aufholjagd nach der Kollision: “Amateurfehler” schrieb die Gazzetta dello Sport und die Corriere della Sera stellte fest, dass Vettel einen hohen Preis für seine Impulsivität bezahlt.

In Hamiltons Heimat behauptete der Guardian sogar, dass Vettel die Leistungsfähigkeit unter Druck fehlt. Das ist bei einem viermaligen Weltmeister zwar weit hergeholt. Fakt ist jedoch, dass Vettel durch riskante Manöver in den letzten Jahren mehr Punkte wegwarf als Hamilton.

Bereits in Baku hatte Vettel in dieser Saison durch einen übermotivierten Überholversuch gegen Bottas kurz vor Schluss wertvolle Punkte verloren. Dabei war Vettel mit blockierenden Reifen zu weit rausgerutscht, wodurch er letztlich sogar drei Positionen verlor – wenngleich der Ausfall von Bottas ihm noch Platz vier bescherte. (SERVICE: Die Teamwertung)

Auch in der vergangenen Saison hatte die eine oder andere übereifrige Aktion Vettel um ein besseres Resultat gebracht. Man denke nur an den Rammstoß gegen Hamilton in Baku oder seine forsche Herangehensweise beim Start in Singapur, was in einem Crash und der Vorentscheidung im Titelkampf endete.

Verstappen stichelt gegen Vettel

Nach seinem jüngsten Crash in Frankreich stichelte Red-Bull-Pilot Max Verstappen deshalb bereits, dass die Presse Vettel doch ebenfalls einmal raten sollte, seine Fahrweise zu ändern.

“Ich glaube, das nächste Mal, wenn ihr Seb trefft, fragt ihn, ob er nicht seinen Stil ändern muss. ‘Das ist doch nicht akzeptabel’, genau das hatten sie mir zu Beginn der Saison gesagt. Und Seb sollte einfach gar nichts machen und einfach weitermachen”, sagte Verstappen.

Der Vergleich Vettel und Verstappen hinkt zwar – dazu hat der Niederländer in seiner kurzen Karriere schon zu häufig Gegner von der Strecke gerammt – doch im Vergleich zu seinem WM-Rivalen Hamilton verliert Vettel dennoch zu viele Punkte durch riskante Manöver.

In dem knallharten WM-Kampf in dieser Saison kann dies den Ausschlag geben.

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Hängepartie beendet: Neuer Mega-Vertrag für Hamilton

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton und das Mercedes-Team haben sich nach einer monatelangen Hängepartie angeblich auf eine Vertragsverlängerung geeinigt. Das berichten britische Medien übereinstimmend. Der 33-Jährige werde seinen auslaufenden Kontrakt demnach um zwei Jahre ausdehnen, die Daily Mail und der Telegraph spekulieren mit einem neuen Jahresgehalt von 40 Millionen Pfund (rund 45 Millionen Euro).

Ob die Verlängerung allerdings tatsächlich mit einer signifikanten Erhöhung des bisherigen Gehalts (geschätzte 34 Millionen Euro) einhergeht, scheint nach den offenbar langen Verhandlungen zumindest fraglich. Ursprünglich hatte das Thema schon vor Beginn der aktuellen Saison geklärt werden sollen.

Angeblich geht es nun lediglich darum, wann die Verlängerung des Vertrages verkündet wird. Sinnvoll erscheint Hamiltons Heimspiel in knapp zwei Wochen in Silverstone (8. Juli) oder der anschließende Mercedes-Heim-Grand-Prix in Hockenheim (22. Juli).

Hamilton führt in Fahrerwertung

Hamilton hatte zur Saison 2013 bei Mercedes die Nachfolge von Michael Schumacher angetreten. 2014, 2015 und 2017 gewann er im Silberpfeil die Fahrer-Weltmeisterschaft. 2016 musste er sich nur knapp seinem Teamkollegen Nico Rosberg geschlagen geben. 2008 gewann Hamilton am Steuer eines McLaren seinen ersten von bislang vier Titeln.

Auch in diesem Jahr kämpft Hamilton aussichtsreich um die WM-Krone. Vor dem Großen Preis von Österreich am kommenden Wochenende hat er 14 Punkte Vorsprung auf Sebastian Vettel im Ferrari. Verlängert Hamilton tatsächlich um zwei Jahre, hat er weiterhin die Chance, mit Michael Schumacher gleichzuziehen. Der Kerpener ist mit sieben Titeln Rekordweltmeister.

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Presse: "Vettel begeht einen Amateurfehler"

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hat den Großen Preis von Frankreich souverän gewonnen und die WM-Führung zurückerobert – doch das bestimmende Thema nach dem Rennen war der Start-Unfall von Sebastian Vettel mit Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas.

Auch in der Presse wurde über das aggressive Manöver des Ferrari-Piloten diskutiert und besonders die englische Presse hat eine klare Meinung dazu. Doch auch in Italien hadert man mit seinem Star-Piloten.

SPORT1 fasst die Pressestimmen zum Frankreich-Grand-Prix zusammen.

ENGLAND

Daily Mail: “Lewis Hamilton dominiert, Sebastian Vettel schleppt sich nach seinem tollpatschigen Fehler als Fünfter ins Ziel. Der Engländer brauchte die Hilfe eines Deutschen in einem italienischen Auto eigentlich nicht, er tat alles, was nötig war. Doch er wurde unterstützt von Vettel, der mal wieder diese Rücksichtslosigkeit zeigte, die in den vergangenen zwölf Monaten seinen Kampf um die WM beeinträchtigt.”

The Guardian: ”In einem Titelkampf, der wohl bis zum Schluss eng bleibt, wird die Leistungsfähigkeit unter Druck entscheidend sein. In Frankreich fehlte sie Sebastian Vettel mal wieder, Lewis Hamilton nutzte dies ganz nüchtern und dominant. Wenn er am Ende seinen fünften WM-Titel holt, dann haben solche Momente den Unterschied gemacht.”

The Telegraph: “Hamilton beschwerte sich, dass Vettel von der Rennleitung etwas zu einfach vom Haken gelassen wurde. Aber der Brite hatte Unterstützung nicht nötig, er beherrschte den Grand Prix in Le Castellet von Beginn an.” (SERVICE: Die Fahrerwertung)

The Sun: “Lewis Hamilton war schlicht und einfach nicht zu stoppen.”

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: “Vettel begeht einen Amateurfehler, und diesmal sind die Folgen gravierend. Mit einem Schlag hat er die WM-Führung verloren. Ferrari, das über ein exzellentes Auto verfügt, hat wieder einmal eine Gelegenheit verschwendet.”

Corriere dello Sport: “Vettel hat sich verloren. Ein Fehler des deutschen Piloten hält Maranello in Atem, Hamilton ist mit dem neuen Motor auf der Flucht. Jetzt muss man auf die nächsten Rennen warten, um festzustellen, ob Ferrari weiterhin konkurrenzfähig sein kann.”

Tuttosport: “Ein wenig Glück hilft den Mutigen. Diesmal hat Max Verstappen dieses Glück. Er profitiert von Vettels Fehler. Während Vettel in seinen eigenen Fehlern versinkt, muss man offen das Talent Raikkönens bewundern. In den brennenden Momenten seines Lebens ist der Eismann ein wahrer Stratege.”

La Repubblica: “Vettel macht Fehler, die er sich nicht erlauben kann, will er wieder einen WM-Titel erobern. Jetzt muss Ferrari Zusammenhalt beweisen.”

La Stampa: “Ein weiteres beim Start ruiniertes Rennen. Tolle Aufholjagd, doch zehn verschwendete Punkte wegen zu viel Impulsivität.”

Corriere della Sera: “Vettel zahlt einen hohen Preis für seine Impulsivität. Er entschuldigt sich zwar, doch sein fünfter Platz genügt nicht, um Ferrari auf Erfolgskurs zu halten. Nächste Woche wird Vettel nachholen müssen.” (SERVICE: Die Teamwertung)
   
SPANIEN

Marca: “Im wahrsten Sinne des Wortes ein Spaziergang für Hamilton in Frankreich. Pech für Vettel, als er Bottas beim Start touchierte, trotzdem leistete er eine erstaunliche Aufholjagd. Wie man Vettel kennt, wird er sich durch den Ausgang in Le Castellet sicherlich nicht entmutigen lassen.”

As: “Vettel schafft eine bewundernswerte Aufholjagd, er kämpft weiterhin um seinen fünften WM-Titel. Diesmal allerdings war das Malheur am Anfang des Rennens sein Schicksal. Es darf in der Formel 1 einfach nicht sein, dass die Lücke zwischen den drei Topteams und dem Rest so groß ist. Das ist beschämend.”

Sport: “Vettel holt sich die Probleme selbst ins Haus. Doch er wurde nicht nervös.”

Mundo Deportivo: “Hamilton gewinnt im großen Stil. Er holte an diesem Wochenende den Hammer raus. Vettel ruiniert sein Rennen. Dem Deutschen muss man trotzdem hoch anrechnen, dass er am Ende nach einer brisanten Aufholjagd noch Fünfter wurde.”
   
FRANKREICH

L’Equipe: “Hamilton, der neue König von Frankreich. Mit dem neuen Motor war der Engländer unantastbar. Niemand kam ihm nahe. Vettel verlor im vergangenen Jahr den Titel wegen einiger folgenschwerer Fehler. Am Sonntag haben wir den 2017er-Vettel wieder gesehen. Kein französischer Fahrer in den Top 10, das war enttäuschend. Noch schlimmer ist, dass sie sich gegenseitig rausgehauen haben.”

SCHWEIZ

Neue Zürcher Zeitung: “Lewis Hamilton umfährt die Problemzone. Mit einem neuen Mercedes-Motor hat sich der alte Lewis Hamilton zurückgemeldet. Der Weltmeister kontrolliert in Frankreich auch deshalb, weil er sich aus dem Startchaos heraushielt, das Sebastian Vettel verursacht hatte.”
   
ÖSTERREICH

Kronenzeitung: “Knapp zwei Stunden nach dem 6:1-Erfolg der Three Lions bei der Fußball-WM vollendete Lewis Hamilton einen Freudentag für England. Der Mercedes-Mann hatte alles unter Kontrolle.”

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Nervenbündel Vettel besiegt sich selbst

Hamilton und Lauda wüten nach Vettel-Crash

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Nervenbündel Vettel besiegt sich selbst

Sebastian Vettel versuchte, seine herbe Niederlage gegen Lewis Hamilton mit Humor zu nehmen.

“Lustigerweise lag es daran, dass mein Start zu gut war. Ich hatte einfach keine Möglichkeit mehr auszuweichen”, kommentierte der Ferrari-Star die Szene, in der er schon zu Beginn des Formel-1-Rennens in Le Castellet Nerven zeigte – und anschließend aussichtslos zurückfiel. (SERVICE: Das Renn-Ergebnis des Frankreich-GP)

Vettel legte einen fantastischen Start hin, zog aber vor der ersten Kurve zu spät zurück und räumte den vor ihm gestarteten Valtteri Bottas im Mercedes von der Strecke.

Dass er für diese unnötige wie übermotivierte Aktion eine Fünf-Sekunden-Strafe kassierte, akzeptierte er: “Ich war an dem Unfall schuld.” 

Vettel ruiniert Bottas’ Rennen

Dass er damit aber auch seinem finnischen Rivalen die Chance auf eine vordere Platzierung nahm, war indes weniger lustig. Jedenfalls hagelte es von Seiten der Silberpfeile harsche Kritik am Strafmaß.

Hamilton, der von der Pole Position aus einen ungefährdeten Sieg einfuhr, hielt die Sanktion für einen schlechten Witz. Vettel “sollte dann nicht mehr dazu in der Lage sein, eine Aufholjagd zu starten und vor dem Unfallgegner ins Ziel zu kommen”, kritisierte er.

Vettel kam aber als Fünfter zwei Positionen vor Bottas ins Ziel. Die Fünf-Sekunden-Strafe, die der Heppenheimer bei seinem zweiten Boxenstopp absaß, verglich Hamilton mit einem “Klaps auf die Hand”. Mercedes-Aufsichtsratsboss Niki Lauda äußerte ebenfalls sein Unverständnis und sprach von einem “gewaltigen Fehler”.

Vettel entschuldigt sich bei Bottas

Vettel entschuldigte sich später bei Bottas. “Ich bin gleich nach dem Rennen zu ihm hin”, sagte er: “Für Valtteri war es natürlich ziemlich schlecht, weil er unschuldig verwickelt wurde.” 

Wie sehr der Unfall die Chancen Vettels auf den ersten WM-Titel mit Ferrari beeinträchtigt, werden die nächsten Rennen zeigen. (SERVICE: WM-Wertung) 

Sicher ist jedoch, dass der 30-Jährige beim ersten Frankreich-Grand-Prix seit zehn Jahren durch sein riskantes Manöver mehr Zähler auf Hamilton einbüßte als es bei einem normalen Rennverlauf der Fall gewesen wäre. Hätte er seinen dritten Startplatz bis ins Ziel verteidigt, wären es jetzt nicht 14, sondern nur neun Punkte Rückstand auf den Titelverteidiger.

Vettel aber zog es vor, im Kampf gegen die Mercedes-Piloten die Brechstange auszupacken.

Nach dem früh erzwungenen Boxenstopp pflügte er zwar in beeindruckender Weise durch das Feld. Für mehr als Schadensbegrenzung reichte es aber nicht mehr, auch weil er bei seinem Parforce-Ritt seine Reifen doch so sehr verschliss, dass er noch einmal an die Box musste.

Keine Chance gegen Ricciardo und Räikkönen

Zwischenzeitlich habe man die Option in Erwägung gezogen, mit den Reifen durchzufahren. Allerdings habe er bei seiner Aufholjagd “die Reifen sehr mitgenommen”, gestand auch Vettel.

Gegen Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo und seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen kämpfte er mit stumpfen Waffen – und spätestens nach dem Stopp waren auch die letzten Hoffnungen auf einen Platz auf dem Podium dahin.  

Was in Frankreich mit einer besonnenen Fahrweise möglich gewesen wäre, bewies ausgerechnet Vettels Stallgefährte.

Räikkönen stand auf dem Podium, das für Vettel schon nach der ersten Kurve unerreichbar war.

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Hamilton und Lauda wüten nach Vettel-Crash

Vettel nimmt Schuld an Crash auf sich

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Stimmen: Hamilton und Lauda wüten nach Vettel-Crash

Die Start-Kollision von Ferrari-Pilot Sebastian Vettel und Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas war der große Aufreger des Formel-1-Grand-Prix in Frankreich - vor allem bei den Silberpfeilen war man danach nicht gut auf Vettel zu sprechen.

Denn obwohl die Rennleitung dem viermaligen Weltmeister eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe aufbrummte, kam dieser als Fünfter vor seinem Unfallgegner Bottas ins Ziel. Das war Rennsieger Lewis Hamilton und Mercedes-Aufsichtsratschef Niki Lauda ein Dorn im Auge – für sie fiel die Strafe zu gering aus.

Auch Vettel gestand nach dem Rennen seine Schuld ein, wenngleich er seiner Meinung nach keine Möglichkeit hatte, den Unfall zu verhindern.

SPORT1 fasst die Stimmen von RTL, der Pressekonferenz und aus der Boxengasse zusammen:

Lewis Hamilton (Mercedes), Platz 1: Ich bin sehr dankbar. Mein Team – und ich bin jetzt sechs Jahre dabei – schiebt die Grenzen immer weiter nach vorne und gibt nie auf. Ein toller Tag. Für mich persönlich ist es der beste Grand Prix in Frankreich gewesen. Es war klasse, einen frischen Motor zu haben. Damit sind wir wieder auf Augenhöhe mit der Konkurrenz unterwegs. Und unsere Jungs in Brixworth arbeiten sehr hart daran, den besten Motor der Formel 1 zu bauen.”

Zur Zeitstrafe von Vettel: “Wenn jemand dein Rennen ruiniert und dann einen Klaps auf die Hand kriegt, dann ist das ziemlich… Er sollte dann nicht mehr dazu in der Lage sein, eine Aufholjagd zu starten und vor dem Unfallgegner ins Ziel kommen”

Max Verstappen (Red Bull/Platz 2): “Lewis hat die Pace kontrolliert. Ich musste im Rennen nicht sehr hart arbeiten. Aber es ist schön, auf dem Podium zu stehen. Ein fantastisches Rennen.”

Kimi Räikkönen (Ferrari), Platz 3: “Jeder hatte seine Probleme mit dem Start gehabt. Ich bin ein wenig nach außen gekommen, aber diese Sachen passieren halt. Trotzdem sind wir auf das Podest gekommen.”

Vettel gesteht Schuld an Start-Crash ein

Sebastian Vettel (Ferrari), Platz 5: ”Ich war letztlich derjenige, der daran schuld war. Mein Start war zu gut – das hat man auch selten. Ich konnte ihn nicht nutzen. Rechts war Valtteri, links hat der Lewis zugemacht. Unglücklicherweise versuchte Bottas seine Position zurückzuerobern. Er war auf einer guten Linie, aber ich hatte keinen Grip. Deshalb habe ich das Auto verloren. Es ist schade für ihn, er hat nichts falsch gemacht. Schade für uns, weil wir ein besseres Resultat einfahren hätten können. Eigentlich war von Anfang an der Wurm drin, dafür ist der 5. Platz okay. Wir hätten durchfahren können, aber als Valtteri stoppte, haben wir die Strafe abgesessen und das Rennen nach Hause gebracht. Die Abstände waren nach dem Stopp zu groß.”

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): “Für Lewis war es ein fehlerfreies Rennen. Motor und Fahrer haben funktioniert – das haben wir in dieser Kombination lange nicht gehabt. Sebastian hat sich verschätzt in Kurve 1 und damit Valtteris Rennen ruiniert – und sein eigenes. Ich hoffe, dass wir jetzt einen Schritt gemacht haben und uns weiterentwickelt haben. Wir müssen uns konstant weiterentwickeln. Das zweite Auto vorne zu haben, wäre natürlich super. Aber man muss auch demütig bleiben. Es ist ein Dreikampf zwischen Red Bull, Ferrari und uns.”

Niki Lauda (Mercedes-Aufsichtsratschef): “Lewis hatte das Rennen unter Kontrolle und machte keine Fehler. Das Team hat perfekte Arbeit geleistet. Alles fantastisch. Es war das richtige Ergebnis. Aber wir hätten einen Doppelsieg erzielen können. Dass Vettel nur fünf Sekunden kriegt, ist ein gewaltiger Fehler. Es ist zu gering. Sie hätten ihm mehr Strafzeit geben können. Fünf Sekunden sind nichts – denn er hat das gesamte Rennen von ihm selbst und Bottas zerstört.”

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