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Red-Bull-Statement lässt Hamilton kalt

Drei Tage Wintertests in Bahrain und eine Erkenntnis steht schon fest: Red Bull-Honda ist stark.

“Das ist der beste Testauftakt, den wir je hatten”, sagt Red-Bull-Sportchef Helmut Marko zu SPORT1: ”Das Auto reagiert auf die Änderungen, wir konnten sogar schon mit dem Set-up spielen.” 

Auch der Zwischenfall mit der Motorhaube vom Samstag ist aufgeklärt. Sergio Pérez verlor da die Abdeckung mitten auf der Start-Ziel-Geraden, als er einen Williams überholen wollte. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

Marko verrät: “Der Williams ist unerwartet langsamer geworden und Pérez hat ihn mit dem Frontflügel berührt. Dabei ist ein Teil abgefallen, das die Abdeckung wie ein Geschoss abgerissen hat.” 

Verstappen: “Markant verbessert”

Abgesehen davon lief der Test reibungslos für Red Bull. “Alles funktioniert bislang wie erhofft, der Wagen reagiert so wie wir das erwartet hatten”, sagt Max Verstappen und ergänzt: “Wir haben uns mit dem neuen Auto markant verbessert, das lässt sich trotz der veränderten Aerodynamik und der anderen Reifenkonstruktion spüren.”

Dabei sollte auch die folgende Aussagen die Konkurrenz ins Grübeln bringen. “Wir haben noch lange nicht begonnen, aufs Tempo zu drücken. Derzeit geht es um Grundlagenarbeit. Honda hat in jeder Hinsicht zugelegt, bei Motorleistung und Energierückgewinnung.”

Auch Sky-Experte Timo Glock beobachtet: “Der Red Bull sieht sehr gut aus, stabil auf der Hinterachse, stark beim Anbremsen, wie ein Brett beim Beschleunigen.”

Red Bull in der Favoritenrolle?

Trotzdem hat Verstappen keine Lust auf die Favoritenrolle. “Ich sehe uns nicht als Favorit”, betont er: “Das ist jenes Team, das all diese Rennen und Titel gewonnen hat. Da hat sich für mich nichts geändert.” 

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Doch bei Mercedes läuft es noch nicht so rund wie bei Red Bull. Erst Getriebeärger, dann ein Ausritt von Lewis Hamilton. Dazu kommt der Mercedes W12 nicht auf Red Bulls Tempo. “Das Heck sieht nervös aus”, analysiert Glock: “Vielleicht ist die geringe Anstellung des Autos bei den neuen Unterboden-Regeln wirklich ein Handicap.”

Hamilton: “Nie einfach, ständig auf hohem Niveau zu fahren”

Hamilton räumt bereits ein: “Es ist nie einfach, ständig auf hohem Niveau zu fahren. Aber Sorgen mache ich mir keine, das bringt doch nichts. Denn erstens bin ich froh, wenn wir während der Wintertests auf Schwierigkeiten treffen und nicht am ersten Rennwochenende. Zweitens kann man nicht automatisch erwarten, dass immer alles optimal läuft.”

Und die Konkurrenz habe eben nicht geschlafen. (Rennkalender der Formel 1 2021)

Trotzdem will der Titelverteidiger, der am Samstag genau wie sein Teamkollege Valtteri Bottas über ein besonders zickiges Heck klagte, keine Alarmglocken schrillen lassen. “Red Bull-Honda sieht sehr stark aus”, weiß er, “aber ich mache mir wirklich keinen Kopf. Würde mir das Kopfschmerzen machen, so wäre das etwas Negatives. Ich konzentriere mich ganz auf unsere Arbeit und darauf, unser Auto besser zu machen.”

Fest steht: Mercedes darf man nie abschreiben. Aber Red Bull ist das Team, das es zu schlagen gilt.

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"Nicht Teil des Plans": Vettel viel zu langsam und mit Problemen

Formel-1-Neuling Mick Schumacher hat bei seinem letzten Einsatz im Rahmen der Testfahrten in Bahrain noch einmal reichlich Kilometer und Erfahrungen gesammelt (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER).

Der 21-jährige Schumacher drehte im Haas auf dem Kurs von Sakhir, wo in zwei Wochen auch das Auftaktrennen stattfindet, 78 Runden und legte damit deutlich mehr als eine Renndistanz zurück.

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“Es hat viel Spaß gemacht. Am ersten Tag haben wir nicht viele Kilometer geschafft, aber es wurde immer besser”, bilanzierte Schumacher nach insgesamt 181 Runden an drei Tagen: “Ich fühle mich bereit. Wir sind hier unter ganz unterschiedlichen Bedingungen gefahren. Ich freue mich auf den Saisonstart.”

Verstappen setzt Bestzeit

Die Bestzeit der gesamten Testfahrten setzte am Sonntag Red-Bull-Star Max Verstappen in 1:28,960 Minuten – wie viel diese wert ist, dürfte jedoch erst beim Saisonauftakt deutlich werden.

Schumacher belegte Rang 15 mit 3,093 Sekunden Rückstand auf den Niederländer. Allerdings war Schumacher am Vormittag und Mittag unterwegs, als vor allem Rennsimulationen auf dem Programm standen.

Danach übergab Schumacher den Haas an seinen Teamkollegen Nikita Mazepin, der jedoch auch nur auf Platz 14 landete. Der umstrittene Russe war dabei eine halbe Sekunde schneller als Schumacher. (Hintergrund: Darum sorgen die Russland-Farben auf Schumachers Auto für Ärger).

Nur Stroll langsamer als Vettel

Vettel musste wie schon am Samstag wegen technischer Probleme mehr als eine Stunde zuschauen.

Im Tagesklassement wurde der viermalige Weltmeister mit sechs Sekunden Rückstand Vorletzter, hinter dem Heppenheimer lag nur noch sein Teamkollege Lance Stroll (Kanada).

“Wir wissen noch nicht genau, was los war. Das war nicht Teil des Plans”, sagte Vettel bei Sky: “Es ist bitter, uns geht Zeit verloren. Es fehlt ein bisschen der Abschluss. Trotzdem war es sehr aufschlussreich. Ich kann mich noch steigern, das gilt auch für das ganze Team.”

Mercedes noch nicht in Weltmeister-Form

Das schwache Abschneiden von Aston Martin war nicht die einzige negative Überraschung: Auch Dauer-Weltmeister Mercedes hinkte am dritten Tag wieder hinterher (Rennkalender der Formel 1 2021).

Der siebenmalige Champion Lewis Hamilton (England) kam am Nachmittag auch mit der weichsten Reifenmischung nicht in die Nähe der Spitze, letztlich trennte den Briten auf Rang fünf mehr als eine Sekunde von Verstappen.

“Es ist besser, wenn es jetzt nicht rund läuft anstatt beim Rennen”, hatte Hamilton vor seiner Ausfahrt am Sonntag gesagt und sich bemüht: “Ich verschwende keine Zeit mit Sorgen. Das hält dich nur davon ab, Lösungen zu finden.”

Chefingenieur Andrew Shovlin erklärte aber trotzdem: “Wir können von den gesammelten Daten der vergangenen Tage erkennen, dass wir in Sachen Rennpace nicht so schnell wie Red Bull sind.”

Es wäre allerdings nicht das erste Mal, wenn beim Saisonstart Mercedes doch wieder die Nase vorn hat.

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Mit Sport-Informations-Dienst

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Rundensammler Schumacher setzt eigene Bestzeit

Formel-1-Neuling Mick Schumacher hat bei seinem letzten Einsatz im Rahmen der Testfahrten in Bahrain noch einmal reichlich Kilometer gesammelt (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER).

Der 21-Jährige drehte im Haas auf dem Kurs von Sakhir, wo in zwei Wochen auch das Auftaktrennen stattfindet, 78 Runden und legte damit deutlich mehr als eine Renndistanz zurück. Zudem fuhr er am Sonntag klar seine beste Zeit der bisherigen Tests (Hintergrund: Darum sorgen die Russland-Farben auf Schumachers Auto für Ärger).

“Es hat viel Spaß gemacht. Am ersten Tag haben wir nicht viele Kilometer geschafft, aber es wurde immer besser”, sagte Schumacher: “Ich fühle mich bereit. Wir sind hier unter ganz unterschiedlichen Bedingungen gefahren. Ich freue mich auf den Saisonstart.”

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Die Bestzeit bis zur Mittagspause setzte Red-Bull-Pilot Sergio Perez in 1:30,187 Minuten. Schumacher belegte im Zwischenklassement Rang sechs mit 1,866 Sekunden Rückstand auf den Mexikaner. Dauer-Weltmeister Mercedes hinkte erneut ein wenig hinterher, der Finne Valtteri Bottas drehte 85 Runden und wurde Siebter (+2,219).

Hamilton und Vettel am Mittag gefordert

Alle Teams nutzten das Finale der in diesem Jahr nur noch drei statt sechs Tage andauernden Tests, um Rennsimulationen zu absolvieren. Nennenswerte technische Probleme blieben anders als an den Vortagen zunächst aus (Rennkalender der Formel 1 2021).

In den letzten vier Stunden steigen unter anderem der amtierende Weltmeister Lewis Hamilton (England/Mercedes), der Heppenheimer Sebastian Vettel im Aston Martin sowie Max Verstappen (Niederlande/Red Bull) ins Auto. Schumacher übergibt den Haas an seinen russischen Teamkollegen Nikita Mazepin.

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Mit Sport-Informations-Dienst

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Mercedes zeigt Unterboden-Trick – und kommt ins Rollen

Die Geheimniskrämerei ist vorbei! (NEWS: Alles zur Formel 1)

Bei den Testfahrten in Bahrain müssen die Formel-1-Teams derzeit zwar nicht alle, aber immerhin einige Karten aufdecken. Dabei schauen Fans und Spione gespannt auf einen ganz bestimmten Bereich: Der Unterboden könnte 2021 zum Entscheider über Sieg und Niederlage werden. 

Grund: Die neuen Regeln verlangen einen dreieckigen Einschnitt vor den Hinterrädern. Zusammen mit anderen Anpassungen soll das etwa zehn Prozent Abtrieb kosten und die Autos so einbremsen.

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Logisches Ziel der Teams: Diesen Verlust begrenzen. Wer das am besten schafft, hat einen Vorteil. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

Formel 1: Regel-Einschnitt könnte Mercedes härter treffen

Mercedes um Rekordweltmeister Lewis Hamilton wollte seinen neuen Unterboden bei der virtuellen Präsentation deshalb noch nicht zeigen und ließ das auch jeden wissen.

Technikchef James Allison sagte dazu kryptisch: “Im Bereich des Unterbodens haben wir eine aerodynamische Idee, die wir aber der Welt und damit der Konkurrenz noch nicht zeigen wollen, damit sie die Idee nicht einfach klauen.”

Auch ein Grund: Der aerodynamische Regel-Einschnitt könnte Mercedes härter treffen als beispielsweise Red Bull. Teamchef Toto Wolff erklärte: “Mit einem weniger angestellten Auto hat dieses Rausschneiden des Unterbodens einen größeren Impact als für Autos, die mit viel Anstellwinkel fahren.” 

Zumal: Mercedes ist im Heck seit jeher wenig angestellt, Red Bull traditionell sehr stark.

Mercedes überrascht mit innovativer Neuerung

Doch jetzt ist die Katze aus dem Sack, bei den gegenwärtigen Testtagen in Bahrain das Versteckspiel zu Ende. Auf Fotos ist der neue Unterboden gut zu erkennen – und tatsächlich überrascht er mit einer innovativen Neuerung. 

Der schwarze Silberpfeil präsentierte sich im vorderen Bereich des Unterbodens mit einem wellenförmigen Profil an der Außenkante.

Im Bereich vor den Hinterrädern wölbt sich der Unterboden leicht nach oben. Außerdem sind diverse Luftleitelemente darauf platziert.

Effekt dabei: Die Oberfläche des Unterbodens wird vergrößert, der Luftstrom dichtet ihn nach außen hin ab. (Rennkalender der Formel 1 2021)

Mercedes: Anpressdruck wird erhöht

Das wiederum erhöht den Anpressdruck, der unter dem Auto generiert wird. Die Finnen indes beruhigen die Luft vor den Hinterrädern und lenken sie daran vorbei.

Mercedes hat sich dabei von allen Teams die größte Mühe gegeben. Aston Martin brachte ebenfalls ein Wellenprofil an die Strecke, wenn auch nicht so ausgefeilt.

Red Bull und McLaren zeigen sich im Bereich des Unterbodens noch konservativ. Ferrari hat diverse horizontale und vertikale Elemente auf den Unterboden gebaut.

Erste Testtage für Mercedes mit Luft nach oben

Trotzdem lief gerade der erste Testtag für Mercedes noch nicht zufriedenstellend. Chefingenieur Andrew Shovlin gab hinterher zu Protokoll: “Das war ein schwieriger Auftakt für uns. Durch Valtteri Bottas’ Getriebeproblem haben wir mehr oder weniger den gesamten Vormittag verloren.” 

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Und weiter: “Nachdem wir mehr zum Fahren kamen, wurde uns klar, dass unser Auto nicht im richtigen Balancefenster war. Während wir uns im Laufe des Tages steigern konnten, sind wir noch nicht damit zufrieden, wie sich das Auto verhält.”

Shovlin resümierte: “Es ist eindeutig, dass wir noch Arbeit vor uns haben. Wir fahren unserem Testprogramm ein Stück hinterher und müssen noch etwas Balance und mehr Speed finden.” 

Was immerhin am zweiten Tag gelang: Hamilton kam auf gute 58 Runden, Probleme gab es aber noch immer: Der W12 rutschte erneut stark, landete im Kiesbett und musste per Kran geborgen werden.

Erst am Nachmittag absolvierte Bottas die erste wirklich starke Session für die Titelverteidiger: Der Finne war Tagesschnellster und kam dabei auf ordentliche 57 Runden.

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Vettel nach Test-Pleite schon unter Druck

Die Konkurrenz fegte über die Rennstrecke in Bahrain, sammelte Kilometer, Daten und Erfahrungen für die neue Formel-1-Saison.

Sebastian Vettel saß zeitgleich am Mittagstisch, gönnte sich eine Zwischenmahlzeit, was sollte er auch anderes tun: Der Neustart im Aston Martin läuft für den Ex-Weltmeister äußerst schleppend an. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

“Das war kein Tag der guten Nachrichten”, sagte Vettel am Samstag, als die “echte” Mittagspause begonnen hatte. Am Vormittag wollte er eigentlich seinen neuen Boliden kennenlernen, aufgrund von Getriebeproblemen reichte es aber gerade mal für zehn ziemlich langsame Proberunden.

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Und die Uhr tickt, zwei Drittel der Tests sind bereits gelaufen. ”Wir haben nicht viel Zeit”, sagte er, “hoffentlich läuft es am Sonntag besser, damit wir das wieder aufholen können. Wir müssen jetzt mit dem arbeiten, was wir haben.”

Aston Martin besser als Ferrari? Vettel weicht aus

Und das ist bislang nicht allzu viel. Schon am Freitag verlor das Team, das bis zur vergangenen Saison noch Racing Point hieß, wegen Elektronikproblemen Zeit. (SERVICE: Die Autos der Formel 1 2021: Termine und Zeitplan der Präsentationen)

Immerhin, sagte Vettel, “das Auto fühlt sich vielversprechend an”. Es sei ein völlig anderes als der Ferrari, den er bis zur vergangenen Saison fuhr, eine Wertung wollte Vettel ausdrücklich noch nicht vornehmen.

Bei der Scuderia kam er zuletzt offensichtlich nicht mit der Fahrweise des Autos zurecht. Fragen, ob der Aston Martin ihm nun grundsätzlich besser liege, wich Vettel immer wieder aus: “Ich brauche noch Zeit, um mich an die Details zu gewöhnen.”

Bevor am Wochenende des 28. März ebenfalls in Bahrain die Saison startet, bleibt Vettel dafür nur noch der Sonntag. (NEWS: Alles zur Formel 1)

Schumacher bei Haas am fleißigsten 

In diesem Jahr will Aston Martin die guten Eindrücke der vergangenen Saison bestätigen, erneut um Podestplätze und vereinzelt sogar um Siege fahren. (Daniel Ricciardo im SPORT1-Interview: So erschrak mich Teamkollege Vettel)

Um viel weniger geht es für Mick Schumacher beim Hinterbänkler-Team Haas. Der Rookie kam aber am Samstag erstmals richtig ins Rollen, der US-Rennstall hatte über Nacht offenbar gute Arbeit gemacht.

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Noch am Freitag hatten Schumacher Hydraulikprobleme ausgebremst, am Samstag kam er gemeinsam mit Teamkollege Nikita Masepin auf 164 Runden, kein anderes Team war so lange auf der Strecke.

Lewis Hamilton landet mit Mercedes im Kiesbett

Dass reibungslose Tests nicht selbstverständlich sind, zeigte indes auch Mercedes. Das Werksteam hatte am Freitag wegen eines Getriebewechsels mit Abstand am wenigsten Zeit auf der Strecke verbracht. 

Am Samstag kam Rekordweltmeister Lewis Hamilton nun auf gute 58 Runden, Probleme gab es aber noch immer: Der W12 rutschte erneut stark, landete im Kiesbett und musste per Kran geborgen werden.

Erst am Nachmittag absolvierte Valtteri Bottas die erste wirklich erfreuliche Session für die Titelverteidiger: Der Finne war Tagesschnellster und kam dabei auf ordentliche 57 Runden.

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Formel 1: Perez und Sainz nahmen Impfangebot aus Bahrain an

Die Formel-1-Piloten Sergio Perez (Red Bull) und Carlos Sainz (Ferrari) haben das Impfangebot des Königreichs Bahrain angenommen. “Ich habe die Möglichkeit genutzt, weil ich nicht weiß, wann ich daheim in Mexiko die Chance bekomme”, sagte Red-Bull-Zugang Perez am Freitag bei einer Pressekonferenz im Rahmen der offiziellen Testfahrten in dem Wüstenstaat.

Bahrain hatte dem gesamten Formel-1-Tross das Angebot gemacht, sich kostenfrei mit dem Impfstoff von Biontech-Pfizer vor dem Coronavirus zu schützen. Voraussetzung war, dass man vor den Testfahrten ins Land kommt und erst nach dem ersten Saisonrennen am 28. März wieder ausreist.

Die Formel-1-Führung hatte das Angebot abgewiesen. Der neue Königsklassenchef Stefano Domenicali erklärte: “Die Priorität liegt bei den Schwächsten. Wir wollen uns bei der Impfung nicht vordrängeln.”

Den Teams und ihren Mitgliedern steht die Entscheidung aber ebenso frei wie etwa Medienvertretern.

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So bewertet Schumacher seinen Pannenstart bei Haas

Das vielfach diskutierte Design des neuen Rennwagens ist bereits seit einer Woche bekannt, kurz vor Beginn der Formel-1-Testfahrten in Bahrain hat nun Haas durch seine Piloten Mick Schumacher und Nikita Masepin als letztes Team den Boliden für die neue Saison enthüllt. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER).

Um 10.03 Uhr (Ortszeit) eröffnete Schumacher dann die Tests aus Sicht des US-Rennstalls, nach der Mittagspause übernahm der Russe Mazepin das Cockpit. (NEWS: Alles zur Formel 1)

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“Ich freue mich jetzt einfach, dass ich fahren kann. Es ist zwei Monate her”, hatte Schumacher vor der Jungfernfahrt im VF21 bei Sky gesagt: “Die Wärme in der Wüste tut uns gut. Ich freue mich, bin sehr motiviert.” Er habe “gut geschlafen” und sei “sehr motiviert”.

Knapp neun Jahre nach dem Rücktritt seines Vaters, Rekordweltmeister Michael Schumacher, ist der berühmte Name also zurück in der Königsklasse. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

Schumacher mit ersten Testfahrten – Getriebe zickt

Während seiner Premiere der nur drei Tage dauernden offiziellen Testfahrten vor dem Saisonauftakt war für Schumacher vorerst aber schon schnell wieder Schluss: der Bolide des Formel-2-Meisters musste nach nur sieben Runden einem Getriebewechsel unterzogen werden. Schumacher lag dabei auf Zwischenrang sieben. (SERVICE: Die Autos der Formel 1 2021: Termine und Zeitplan der Präsentationen)

Am Mittag konnte der 21 Jahre alte Kerpener nach gelösten Hydraulikproblemen dann aber wieder auf den Asphalt gehen, beendete sein Wirken um Cockpit schließlich nach 15 Runden, ehe er an Mazepin übergab. Auf die wenig aussagekräftige Bestzeit von McLaren-Neuzugang Daniel Ricciardo (Australien/1:32,203 Minuten) fehlten Schumacher 3,924 Sekunden.

“Es hat Spaß gemacht, aber leider nur wenige Runden am Anfang, dann leider ein kleines Problem gehabt. Da mussten wir an die Garage, das hat Zeit gebraucht”, resümierte Schumacher hinterher bei Sky. “ ”Wir hatten nur drei Push-Runden und die waren jetzt nicht mega. Dementsprechend konnten wir jetzt nicht allzu viel analysieren.” 

Schumacher meinte aber, “das Auto fühlt sich gemütlich an innen drin.” Der VF21 ist eine dezente Weiterentwicklung des Vorjahreswagens, Änderungen wurden in erster Linie am Unterboden vorgenommen. Zudem hat Ferrari seinem Kundenteam einen überarbeiteten Motor zur Verfügung gestellt. Wesentliche Upgrades im Verlauf der Saison sind nicht zu erwarten.

Laut Haas-Teamchef Günther Steiner fließen alle Ressourcen in den Rennwagen für 2022, dann greift ein grundlegend neues Reglement. Die Formel-1-Neulinge Schumacher (21) und Masepin (22) sollen in der am 28. März ebenfalls in Bahrain beginnenden Saison vor allem lernen.

Haas plant schon für 2022

Der Haas-Rennwagen hatte durch die Farbgebung Weiß, Blau und Rot für Aufsehen gesorgt. Nicht wenige Beobachter stellten an verschiedenen Stellen zumindest Ähnlichkeiten mit der russischen Flagge fest. (HINTERGRUND: Schumacher beklagt Regeländerung)

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Diese ist im Zuge der Zwei-Jahres-Sperre durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS wegen Dopingmanipulationen bis Dezember 2022 aus dem Weltsport verbannt.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur prüft die Angelegenheit. Steiner verwies darauf, dies seien “nun mal die Teamfarben”. Der neue Haas-Namenssponsor Uralkali ist der größte Mineraldüngerhersteller Russlands – und im Besitz von Nikita Masepins Vater Dimitri.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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Vettel sorgt sich: Formel 1 droht "ernsthaftes Problem"

Formel-1-Pilot Sebastian Vettel sieht im Thema Umweltschutz weiterhin ein Risiko für das Ansehen der Königsklasse.

“Wenn die Formel 1 nicht aufpasst, wird sie sehr bald ein ernsthaftes Problem bekommen”, sagte der 33-Jährige im Interview mit der April-Ausgabe des Playboy.

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“Profitables Wirtschaften” sei “ein gängiges Ziel in unserer Gesellschaft”, mit diesem Ansatz sei aber nicht “allen geholfen. Besser wäre es vielleicht, die Rahmenbedingungen so anzupassen, dass es allen Leuten etwas bringt. Ich glaube, von diesem Gedanken sind wir in der Formel 1 noch sehr weit weg und haben dringend Nachholbedarf.”

Elektromobilität auch mit Blick auf den Straßenverkehr sieht Vettel dabei nicht als “Allheilmittel. Aber sie ist ein Weg, die Dinge besser zu machen.”

Vettel: Formel 1 muss sich Verantwortung stellen

Vor allem der Symbolcharakter sei dabei wichtig: “Dass es Lösungsansätze gibt, an denen wir arbeiten müssen und können. Die Formel 1 könnte daran auch mitarbeiten und sich so der Verantwortung stellen.”

Er selbst versuche, “im Kleinen meinen Beitrag zu leisten”. Bei Waldspaziergängen in seiner Schweizer Wahlheimat “hebe ich den Müll auf, den ich dort sehe, und schmeiße ihn weg. Und seit Neuestem habe ich eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach.”

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Das ist die neue Rote Göttin

Die neue Rote Göttin ist da. (SERVICE: Die Autos der Formel 1 2021: Termine und Zeitplan der Präsentationen)

Nach Mercedes um Weltmeister Lewis Hamilton, Red Bull mit Kronprinz Max Verstappen und dem neuen Aston Martin von Sebastian Vettel hat nun auch Ferrari seinen neuen Boliden für die anstehende Formel-1-Saison vorgestellt. (Rennkalender der Formel 1 2021)

Charles Leclerc und Carlos Sainz jr. werden 2021 mit dem SF21 auf die Jagd nach dem WM-Titel gehen. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

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Ferrari-Präsentation als Neustart

Als eines der letzten Teams enthüllte die Scuderia Ferrari das Auto und hofft nach einem der schwächsten Jahre ihrer Geschichte auf deutliche Verbesserungen.

Die Italiener zeigten den SF21 am Mittwoch im Rahmen einer Online-Präsentation, zwei Tage vor dem Beginn der offiziellen Testfahrten in Bahrain.

Dann steigen Leclerc und Vettels Nachfolger Sainz für das Werksteam ins Auto.

Ferrari 2020 schlecht wie seit 40 Jahren nicht

Ferrari hatte die Saison 2020 als Sechster der Team-Wertung abgeschlossen, so schwach wie seit 40 Jahren nicht.

Teamchef Mattia Binotto gab zuletzt bereits an, dass ein solcher Rückstand “nicht in einem einzigen Winter” aufgeholt werden könne, zudem ist das Reglement aufgrund der Coronakrise in weiten Teilen eingefroren.

“Dieses Auto wurde daher aus dem des vergangenen Jahres geboren”, sagte Binotto am Mittwoch, “wir haben trotzdem versucht, es in all den Bereichen zu verbessern, in denen es möglich war.”

So wurde die Aerodynamik, bei der die Weiterentwicklung nicht eingeschränkt war, überarbeitet, “und wir haben eine komplett neue Power-Unit”.

Vor allem das Heck wird überarbeitet

Aufgrund der sehr begrenzten Möglichkeiten zur Veränderung der Basis des Autos habe man abwägen müssen, sagte Chassis-Direktor Enrico Cardile, “wo wir die Änderungen vornehmen. Wir haben uns für das Heck entschieden.”

Das oft schlingernde Hinterteil war eine der vielen Problemzonen des SF1000 aus dem vergangenen Jahr. Der Rückstand beim Motor verbunden mit dem zu hohen Luftwiderstand auf den Geraden kostete aber wohl die meiste Zeit.

Farblich kommt der neue Bolide im hinteren Bereich in einem Burgunderrot daher, das an den ersten Ferrari in der Formel 1 erinnert.

Nach vorne hin dominiert das moderne Ferrari-Rot der vergangenen Jahre. Die Saison beginnt am 28. März in Bahrain.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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F1-Hammer um ein Auto-Imperium? Das läuft wirklich

Es ist eine unendliche Geschichte.

Die Spekulationen um ein Formel-1-Comeback von Porsche nahmen vergangene Woche neue Fahrt auf, als Fritz Enzinger – als VW-Sportchef unter anderem auch verantwortlich für das sportliche Engagement der Konzerntochter Porsche – bei der BBC einen Einstieg in die Formel 1 zumindest nicht ausschloss. Nachhaltigkeit bei den Motoren zum Beispiel durch die Verwendung von Biosprit sei aber die Voraussetzung.

Würden diese erfüllt, “werden wir sie innerhalb des VW-Konzerns detailliert bewerten und weitere Schritte besprechen”, so Enzinger.

Aussagen, die einen Einstieg zum neuen Motorreglement ab 2025 nahelegen – und die in den Medien auch entsprechend aufgenommen wurden. Aber plant das Volkswagen-Imperium ihn auch wirklich? SPORT1 erklärt die Hintergründe.

Formel 1? Mächtige Männer bei VW sind dafür

Von offizieller Seite hält Porsche sich bedeckt: Ein Sprecher reagiert auf SPORT1-Nachfrage zurückhaltend. Man wolle die Gerüchte nicht weiter kommentieren. Alles sei wilde Spekulation. Niemand hätte auch nur ansatzweise gesagt, das VW in 2025 in die F1 einsteige. Allerdings, räumt man ein, würden sich VW und damit auch Porsche alle weltweit relevanten Rennserien anschauen und mögliche Reglement-Änderungen bewerten. Das geschehe aber schon seit 2016.

Allein: Es wäre nicht das erste Mal, dass die großen Bosse ihre Vorhaben nicht öffentlich bestätigen lassen wollen. SPORT1 weiß, dass mindestens drei Entscheidungsträger im VW-Konzern in der Tat mit einem Einstieg in die Königsklasse liebäugeln.

Dazu gehört Konzernchef Herbert Diess, wie Enzinger Österreicher. Der 62-Jährige hielt schon vor Monaten in einem öffentlichen LinkedIn-Plausch mit Microsoft-Boss Bill Gates einen Einstieg in die Formel 1 für sinnvoll. Dass VW-Sportchef Enzinger ein Verfechter der Königsklasse ist, seit er 2000 unter dem damaligen Motorsportchef Gerhard Berger und dem heutigen Alpha Tauri-Teamchef Franz Tost bei BMW sieben Jahre lang in der Formel 1 arbeitete, ist kein Geheimnis. 

Dass Wolfgang Porsche (77), ein Familienmitglied der Porsche-Dynastie und dazu noch auch noch Aufsichtsratschef bei Porsche und Aufsichtsratsmitglied beim VW-Konzern, ebenfalls ein heimlicher Formel-1-Fan ist, dagegen schon. (Rennkalender der Formel 1 2021)

Einer seiner besten Freunde ist sein Landsmann, der gleichaltrige Red Bull-Chefberater Helmut Marko. Regelmäßig dinieren sie zusammen und reden dabei nicht nur über die Kunstszene. Eine gemeinsamer Auftritt in der Formel 1 war und ist immer ein Thema.

Neue Motoren-Regeln ab 2025

Jetzt gibt es den neuen Anlauf der Österreicher auf beiden Seiten der deutschen Grenze. Möglich macht das ein neues Motorreglement, das 2025 in der Formel 1 eingeführt wird.

Die Hybridmotoren bleiben, sollen aber einfacher und billiger werden – und einen größeren Elektro-Anteil bekommen (bisher 163 von insgesamt rund 1000 PS). Die eingeführte Budgetobergrenze und die neue Technik machen den Einstieg für einen Hersteller wesentlich kostengünstiger.

Dazu kommt: Die von den Herstellern wie Porsche geforderte richtungsweisende und nachhaltige Umwelttechnologie ist schon beschlossen. So sagt Gilles Simon, der verantwortliche Motorchef bei der für das Reglement zuständige Automobilbehörde FIA, zu SPORT1: “Fest steht, dass wir mit dem Wechsel auf das neue Motorreglement 2025 auch auf CO2-neutralen Kraftstoff umstellen werden.”

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Dieselskandal stoppte VW-Einstieg 2015

Helmut Marko, von SPORT1 auf die Pläne mit VW angesprochen, reagiert verständlicherweise noch vorsichtig. Er ist ein gebranntes Kind. Denn schon 2015 war Red Bull einmal kurz davor, mit VW in der Königsklasse gemeinsame Sache zu machen.

Der Dieselskandal kam der Unterschrift zwischen Audi und dem Energy Drink-Konzern zuvor. Später baute auch Porsche einen Hochleistungs-Hybrid-Motor für den Prüfstand – doch auch das Projekt erhielt kein Go.

Marko zu SPORT1: “Es ist zu früh, konkrete Dinge zu berichten. Es ist aber kein Geheimnis, dass wir schon früher Gespräche mit Herstellern geführt haben. Wir sind offen für Partner. Aber noch wichtiger ist, dass wir jetzt durch unser eigenes Motorprogramm autark geworden sind. Wir wollten einfach kein Kundenteam mehr sein, dass abhängig von anderen ist.”

Hintergrund: Nach dem von Motorpartner Honda angekündigten Formel-1-Ausstieg Ende diesen Jahres wird Red Bull ab 2022 die Antriebseinheiten der Japaner übernehmen und in Eigenregie einsetzen. Dabei scheuen die Österreicher weder Kosten noch Mühen.

Marko: “Es ist üblich, dass man natürlich auch mit fähigen Ingenieuren der Konkurrenz spricht, damit sie sich unserem ambitionierten Projekt anschließen. Wir können uns sogar vorstellen, auch ohne Partner der Industrie, einen neuen Motor für das neue Reglement zu bauen und anderen Teams anzubieten. Aber eine Partnerschaft mit einem großen Hersteller wäre natürlich das Wunschszenario.” (SERVICE: Die Autos der Formel 1 2021: Termine und Zeitplan der Präsentationen)

Korb von früherem Mercedes-Mastermind

Es bestehen keine Zweifel, dass damit VW und innerhalb des Konzerns speziell Porsche gemeint ist. Dass es bei dem ehrgeizigen Projekt auch Rückschläge geben kann, ist im Lastenheft fest verankert.

SPORT1 erfuhr: Ganz oben auf der Wunschliste der Mitarbeiter für Red Bull und später auch für Porsche stand Ex-Mercedes-Motorchef Andy Cowell. Der Brite gilt als einer der Väter der Siegesserie von Mercedes, die in der Hybridära von 2014 an alle Titel gewannen.

Doch Cowell ließ mitteilen, dass er im Moment nicht zur Verfügung stehe. Er mache sich mit einer Firma selbstständig, die sich mit umweltbewussten Zukunftstechnologien (nicht nur auf der Motorenseite) in der Automobilindustrie beschäftigt. Vorerst jedenfalls (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER).

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