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Nicht mal Top 10: Vettel sogar bei Teamchefs außen vor

In der Formel 1 gibt es oft Debatten darüber, wer denn wirklich aktuell der beste Fahrer sei und ob die Leistung manches Fahrers nicht doch nur am Auto liege.

Nun haben neun Personen bei formula1.com ihre Top-10-Fahrer der Saison 2020 gewählt, die es am besten wissen müssten – die Teamchefs der jeweiligen Rennställe.

Weltmeister Lewis Hamilton hat auch in dieser Wertung die Nase vorn, wenngleich mit deutlich geringerem Vorsprung als in der Fahrerwertung der Saison 2020.

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So erhielt der Mercedes-Pilot 171 Punkte von den Teamchefs, die nach dem üblichen F1-Punktesystem von 1 bis 25 ihre Wertung vornehmen durften. Red-Bull-Pilot Max Verstappen liegt mit 156 Zählern aber nicht weit dahinter.

F1-Teamchefs begeistert von Leclerc

Sehr hoch schätzten die Teamchefs die Leistungen von Charles Leclerc ein, der mit 132 Punkten auf Rang drei positioniert ist – und das, obwohl er nicht einen Sieg oder eine Pole-Position einfahren konnte und lediglich WM-Achter wurde.

Doch wie auch die Teamchefs festgestellt hatten, lag das nicht am Monegassen, sondern am schwachen Ferrari. Sein Teamkollege Sebastian Vettel schaffte es dagegen nicht in die Top-10-Gesamtwertung der Teamchefs.

Sein Boss Mattia Binotto war übrigens der einzige Teamchef, der nicht an dieser anonymen Umfrage teilgenommen hatte. Vettel wird es egal sein, in der kommenden Saison darf er für Aston Martin an den Start gehen.

Russell deutlich vor Bottas

Eine kleine Überraschung ist auch der sechste Platz von George Russell, obwohl er mit Williams zwei Jahre lang keinen Punkt holen konnte. Dass der junge Brite dafür nichts kann, zeigte er aber eindrucksvoll in Sakhir, als er für Lewis Hamilton einsprang und eine herausragende Leistung zeigte.

Russell führte Bottas im Rennen teilweise vor und überholte ihn am Start und während des späteren Rennverlaufs. Auch im Laufe der Saison hatte der Finne fast nur zu Saisonbeginn mit Hamilton mithalten können, wenngleich er das eine oder andere Mal auch Pech mit seinem Mercedes-Boliden hatte.

Die Teamchefs waren von seinen Leistungen dennoch nicht sonderlich überzeugt, weshalb er nur den neunten Rang mit 27 Punkten belegt. Da Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff seinen Schützling sicher mit einigen Punkten bedacht haben wird, dürften wohl nicht mehr so viele von anderen Teamchefs hinzugekommen sein.

Die Wertung der F1-Teamchefs:

1. Lewis Hamilton (Mercedes) – 171 Punkte
2. Max Verstappen (Red Bull) – 156
3. Charles Leclerc (Ferrari) – 132
4. Daniel Ricciardo (Renault) – 95
5. Sergio Pérez (Racing Point) – 82
6. George Russell (Williams) – 75
7. Lando Norris (McLaren) – 45
8. Carlos Sainz (McLaren) – 37
9. Valtteri Bottas (Mercedes) – 27
9. Pierre Gasly (AlphaTauri) – 27

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Ferrari-Pilot begeistert Teamchefs – Russell klar vor Bottas

In der Formel 1 gibt es oft Debatten darüber, wer denn wirklich aktuell der beste Fahrer sei und ob die Leistung manches Fahrers nicht doch nur am Auto liege.

Nun haben neun Personen bei formula1.com ihre Top-10-Fahrer der Saison 2020 gewählt, die es am besten wissen müssten – die Teamchefs der jeweiligen Rennställe.

Weltmeister Lewis Hamilton hat auch in dieser Wertung die Nase vorn, wenngleich mit deutlich geringerem Vorsprung als in der Fahrerwertung der Saison 2020.

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So erhielt der Mercedes-Pilot 171 Punkte von den Teamchefs, die nach dem üblichen F1-Punktesystem von 1 bis 25 ihre Wertung vornehmen durften. Red-Bull-Pilot Max Verstappen liegt mit 156 Zählern aber nicht weit dahinter.

F1-Teamchefs begeistert von Leclerc

Sehr hoch schätzten die Teamchefs die Leistungen von Charles Leclerc ein, der mit 132 Punkten auf Rang drei positioniert ist – und das, obwohl er nicht einen Sieg oder eine Pole-Position einfahren konnte und lediglich WM-Achter wurde.

Doch wie auch die Teamchefs festgestellt hatten, lag das nicht am Monegassen, sondern am schwachen Ferrari. Sein Teamkollege Sebastian Vettel schaffte es dagegen nicht in die Top-10-Gesamtwertung der Teamchefs.

Sein Boss Mattia Binotto war übrigens der einzige Teamchef, der nicht an dieser anonymen Umfrage teilgenommen hatte. Vettel wird es egal sein, in der kommenden Saison darf er für Aston Martin an den Start gehen.

Russell deutlich vor Bottas

Eine kleine Überraschung ist auch der sechste Platz von George Russell, obwohl er mit Williams zwei Jahre lang keinen Punkt holen konnte. Dass der junge Brite dafür nichts kann, zeigte er aber eindrucksvoll in Sachir, als er für Lewis Hamilton einsprang und eine herausragende Leistung zeigte.

Russell führte Bottas im Rennen teilweise vor und überholte ihn am Start und während des späteren Rennverlaufs. Auch im Laufe der Saison hatte der Finne fast nur zu Saisonbeginn mit Hamilton mithalten können, wenngleich er das eine oder andere Mal auch Pech mit seinem Mercedes-Boliden hatte.

Die Teamchefs waren von seinen Leistungen dennoch nicht sonderlich überzeugt, weshalb er nur den neunten Rang mit 27 Punkten belegt. Da Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff seinen Schützling sicher mit einigen Punkten bedacht haben wird, dürften wohl nicht mehr so viele von anderen Teamchefs hinzugekommen sein.

Die Wertung der F1-Teamchefs:

1. Lewis Hamilton (Mercedes) – 171 Punkte
2. Max Verstappen (Red Bull) – 156
3. Charles Leclerc (Ferrari) – 132
4. Daniel Ricciardo (Renault) – 95
5. Sergio Perez (Racing Point) – 82
6. George Russell (Williams) – 75
7. Lando Norris (McLaren) – 45
8. Carlos Sainz (McLaren) – 37
9. Valtteri Bottas (Mercedes) – 27
9. Pierre Gasly (AlphaTauri) – 27

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Ehemaliger Formel-1-Chef: Williams aus Klinik entlassen

Der frühere Formel-1-Teamchef Frank Williams ist an Heiligabend aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das teilten seine Familie und der von ihm gegründete Rennstall mit. “Die Familie Williams möchte sich für die Unterstützung in dieser schwierigen Zeit bedanken und allen frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr wünschen”, heißt es in dem offiziellen Statement.

Der 78-jährige Sir Frank Williams war Mitte Dezember ins Krankenhaus eingeliefert worden. Sein medizinischer Zustand sei “Privatsache”, teilte die Familie seinerzeit mit, “daher werden wir keine weiteren Details bekannt geben”.

Williams hat die Geschichte der Formel 1 maßgeblich mitgeprägt. 1977 gründete er gemeinsam mit dem damaligen Star-Konstrukteur Patrick Head sein eigenes Team und führte es zu großen Erfolgen. Siebenmal gewann Williams die Fahrer-WM, neunmal die Konstrukteurs-WM. Am 1. Mai 1994 starb der legendäre Brasilianer Ayrton Senna in Imola in einem Williams, eine Tragödie, die Sir Frank nie verwunden hat.

Seit einem Autounfall 1986 sitzt Williams im Rollstuhl. Im August 2020 verkaufte er das Formel-1-Team an eine New Yorker Investmentgesellschaft und zog sich gemeinsam mit seiner Tochter Claire aus der Formel zurück.

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Trotz Horrorjahr: Leclerc macht Titel zum Ferrari-Ziel

Charles Leclerc geht trotz der großen Probleme von Ferrari in der vergangenen Formel-1-Saison  mit viel Optimismus ins neue Jahr. “Es wird zwar schwierig, 2021 den Titel zu holen, doch ich glaube an unseren Erfolg – jedesmal, wenn ich ins Auto einsteige”, sagte der 23-Jährige im Interview mit Sky Sport am Donnerstag.

Teamchef Mattia Binotto blieb zurückhaltender und will mit Leclerc und dem Spanier Carlos Sainz im zweiten Cockpit zunächst zumindest das Mittelfeld anführen. “Dritter zu werden, ist nicht völlig unmöglich. Das muss unser Minimalziel sein”, hatte Binotto unlängst erklärt.

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Leclerc formulierte seine Ansprüche deutlicher: “Wir müssen realistisch, aber auch optimistisch sein. Meine Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass Ferrari so schnell wie möglich Titel holt. Das wird nicht einfach sein, aber wir müssen daran glauben”, sagte der Monegasse.

In der abgelaufenen Saison war Ferrari mit dem SF1000 – wegen des 1000. Rennens der Roten in der Königsklasse – und maximalen Ambitionen an den Start gegangen. Mit Rang sechs in der Konstrukteurs-WM stand letztlich das schlechteste Ergebnis seit 40 Jahren.

Leclerc sprach auch über seine Rivalität mit Red-Bull-Pilot Max Verstappen. “Als Kinder konnten wir uns nicht leiden. Jetzt sind wir reifer und haben große Fortschritte gemacht. Verstappen ist ein guter Junge, doch wenn wir den Helm tragen, kommt es wieder zu einem Wettkampf wie damals bei den Kart-Rennen”, so Leclerc.

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Darum verscherzt es sich Schumachers Team mit den Fans

Nikita Mazepin wird in der kommenden Formel-1-Saison wie geplant als Teamkollege von Mick Schumacher bei Haas starten.

Und das obwohl der Russe erst kürzlich für einen Eklat gesorgt hatte. Auf seinem Instagram-Account veröffentliche der 21-Jährige ein Video, in dem er einen kurzen Ausschnitt filmte, wie er vom Beifahrersitz aus einer auf der Rückbank sitzenden Frau an den Busen greift. Diese wehrte sich dagegen. Das Video wurde schnell wieder gelöscht. 

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Wie der Rennstall am Mittwoch erklärte, sei die Angelegenheit intern geklärt worden. Weitere Stellungnahmen zu dem Fall seien nicht geplant. 

Während Haas also einen Schlussstrich unter den Sexismus-Vorfall zieht, hält die Kritik an Mazepin vor allem in den sozialen Medien an. Unter dem Hashtag #wesaynotomazepin formierten sich binnen kürzester Zeit mehr als 10.000 User, deren Tweets sich gegen den designierten F1-Fahrer richten. 

Twitter-User kritisieren Mazepin

Ein User stellte die Frage, wer ein Team und eine Person wie diese unterstützt. Darunter ist eine Auflistung mit insgesamt neun Fehltritten Mazepins zu sehen.

Ein anderer User bezeichnete es als schade, dass der Rennstall einen mehrfach auffälligen Fahrer in ein Cockpit setze, nur weil dieser den Großteil des Teams bezahlen könne. “Das zeigt den Charakter des Teams. Schade, dass Mick Schumacher in diesem Team fahren muss”, hieß es in dem Post.

Immer wieder wird die Formel 1 von der “Paydriver”-Debatte heimgesucht. Im kommenden Jahr wird sie aber wohl einen vorläufigen Höhepunkt erreichen, wenn gleich drei Söhne von Milliardären in einem von den 20 Autos fahren dürfen (neben Mazepin auch Lance Stroll und Nicholas Latifi).

Mazepin fällt mit Disziplinlosigkeiten auf

Mazepin ist schon des Öfteren wegen Disziplinlosigkeiten und Charakterschwächen aufgefallen.

Nicht nur mit Rüpel-Aktionen auf der Rennstrecke und daraus resultierenden Strafpunkten: Der junge Russe hatte unter anderem auch einen weiblichen Fan aufgefordert, ihm Nacktbilder zu schicken, zudem rassistische Kommentare seiner Fans verteidigt.

Aktionen, die ihn spätestens nach dem jüngsten Sexismus-Vorfall um einen Platz in einem der begehrten Cockpits gebracht hätten können – wäre Haas nicht angewiesen auf die Millionen, die der Fahrer mitbringt.

Es gilt als naheliegend, dass die Firma seines Vaters als Sponsor bei Haas einsteigen dürfte - dessen Geld gilt als wesentlicher Faktor in der Rennkarriere des Sprosses. Dimitri Mazepin ist Mehrheitsaktionär der Uralchem ​​Integrated Chemicals Company. Geschätztes Vermögen: 7,1 Milliarden US-Dollar.

Schumacher verdient sich Aufstieg in Formel 1

Das zweite Cockpit bei Haas ging an Mick Schumacher, der sich den Aufstieg in die Königsklasse mit der Meisterschaft in der Formel 2 sportlich verdient hat. Mazepin hat die Saison lediglich als Fünfter beendet.

Doch im neuen Jahr werden die Karten neu gemischt. Und der junge Schumacher muss damit rechnen, dass seine Zeiten und Ergebnisse stets mit denen des Russen verglichen werden. Für beide ist 2021 ein Lehrjahr, beide müssen zusammen mit dem Team wachsen.

Es stellt sich allerdings die Frage, ob Schumachers Entwicklung dabei von den Disziplinlosigkeiten Mazepins beeinträchtigt wird.

Der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher wollte von dem Sexismus-Skandal zuletzt zumindest nichts wissen. “Das ist nichts, was mich betrifft. Ich bin sicher, dass sich das Team um alles kümmern wird”, sagte der 21-Jährige bei der virtuellen FIA-Preisverleihung.

Bemerkenswertes Interview von Mick Schumacher

Auch Mazepins Fehltritt wollte Schumacher nicht kommentieren: “Ich konzentriere mich auf mich selbst.” Der junge Mann mit dem großen Namen ist – ganz im Gegensatz zu seinem zukünftigen Teamkollegen – als bodenständig und bescheiden bekannt.

In einem Interview in der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera machte der Formel-2-Meister zudem auch verbal den nächsten Schritt und präsentierte sich nach innen und außen reflektiert. 

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“Jeder Fahrer hat eine lange Zeit des Trainings und des Wettbewerbs hinter sich. Im Motorsport muss man eine Art Code lernen, sich an eine Reihe von typischen Situationen gewöhnen. Ich habe mich angepasst, ich habe versucht, bei jeder Herausforderung Rationalität anzuwenden, denn die Konsequenzen deines Handelns sind entscheidend. In welcher Form, das wird sich in den nächsten Tagen, Monaten und Jahren zeigen.”

Solange sich Schumacher also weiterhin auf sich selbst besinnt, dürfte ihm auch Skandal-Kollege Mazepin nicht im Weg stehen.

Seit Team hat es sich jedoch bereits mit einigen Anhängern verscherzt.

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Nach Sexismus-Skandal: Mazepins Zukunft ist geklärt

Der Russe Nikita Mazepin wird in der kommenden Formel-1-Saison trotz seines Sexismus-Skandals wie geplant als Teamkollege von Mick Schumacher bei Haas starten. Wie der Rennstall am Mittwoch erklärte, sei die Angelegenheit intern geklärt worden. Weitere Stellungnahmen zu dem Fall seien nicht geplant. 

Der 21-jährige Mazepin hatte mit einem sexistischen Video auf seinem Instagram-Kanal für Empörung gesorgt. Mazepin saß auf dem Beifahrersitz eines Autos, in dem kurzen Ausschnitt filmte er, wie er einer auf der Rückbank sitzenden Frau an die Brust griff. Diese wehrte sich dagegen. Das Video wurde schnell wieder gelöscht. 

Das Haas-Team hatte das Video als “abscheulich” verurteilt, der Milliardärssohn entschuldigte sich für sein “unangebrachtes” Verhalten. 

Wie Schumacher fuhr Mazepin in der abgelaufenen Saison noch in der Formel 2, er soll neben dem Deutschen im kommenden Jahr sein Debüt in der Königsklasse geben. In der Vergangenheit ist Mazepin wiederholt durch Disziplinlosigkeiten aufgefallen.

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Darum wurde Hülkenberg übergangen

Der britische Red-Bull-Teamchef Christian Horner ist bekannt dafür, den englischen Journalisten gern seine eigene Sicht auf die Dinge zu vermitteln. So auch nach der Verpflichtung von Sergio Pérez.

Da ließ der 47-Jährige die Berichterstatter von der Insel wissen, dass weder Sebastian Vettel noch Nico Hülkenberg ernsthafte Kandidaten für den Platz im Schatten von Max Verstappen gewesen seien.

Allein: Horner gilt zwar als erfolgreicher Teamleader, der in seiner Zeit beim österreichischen Team des Getränkemilliardärs Dietrich Mateschitz vier Fahrer- und Konstrukteurstitel gewinnen konnte. Er gilt aber ebenso als – wenn auch wichtiger – Erfüllungsgehilfe von Mateschitz und dessen Motorsport-Chefberater Helmut Marko, der am Ende des Tages aber keine Prokura in entscheidenden Dingen hat.

Wer Teamkollege vom gesetzten Max Verstappen ist, entscheiden die beiden Chefs in der Red-Bull-Zentrale in Fuschl. So war es auch in Sachen Sergio Pérez. Deshalb relativiert Marko bei SPORT1 auch die Aussagen des Statthalters.

Marko erklärt Entscheidung pro Pérez

“Hülkenberg war sehr wohl ein ernsthafter Kandidat”, sagt der 77 Jahre alte Ex-Pilot: “Wir haben ganz genau die Stärken und Schwächen der drei Kandidaten Alexander Albon, Sergio Pérez und Nico Hülkenberg analysiert. Am Ende gab nur eins den Ausschlag für Pérez gegenüber Hülkenberg: Er konnte das meiste Wissen über den Mercedes-Motor mitbringen. Nico Hülkenberg hatte in dieser Saison leider zu wenig Einsätze.”

Hintergrund: Pérez fuhr 2020 für Racing Point mit einem Mercedes-Kundenaggregat. Hülkenberg ersetzte ihn und seinen Teamkollegen Lance Stroll nach Corona-Infektionen der beiden Stammfahrer bei nur drei von 17 Rennen. Obendrein holte der Mexikaner beim Sakhir-Grand-Prix auch noch seinen ersten Sieg im 190. Rennen. (Fahrerwertung der Formel 1 2020)

Gut für Red Bull: Ihr Heilsbringer Verstappen konnte damit ganz gut leben. Zwar hätte er lieber den seiner Meinung nach mental stärkeren Deutschen neben sich gesehen, doch die Verpflichtung des Mexikaners Pérez ist für den Niederländer das kleinere Übel. Den in dieser Saison meistens überforderten Halb-Thailänder Albon wollte er nicht mehr mit durchschleifen, das machte er intern immer wieder deutlich.

Wolff lobt Red Bull für Fahrer-Entscheidung

Der Teilerfolg auf der Suche nach seinem Teamkollegen ließ ihn deshalb auch mit guter Laune bei der FIA-Gala am vergangenen Freitag auftreten. Bei der Frage nach seinem Einfluss auf die Verpflichtung des neuen Teamkollegen nahm er die Journalisten mit einem Lächeln auf den Arm: “Ich habe sogar selbst den Vertrag mit ihm unterschrieben und das Gehalt extra niedrig gehalten”, flunkerte der Holländer. Dann stellte er auch noch fest: “Wir werden 2021 definitiv mehr Tequila im Team haben.”

Allein: Laut Mercedes-Teamchef Toto Wolff könnte Red Bull mit dem Fahrertausch Erfolg haben. “Meiner Meinung nach ist Red Bull gestärkt durch diesen Neuzugang. Dadurch wird das Team noch mehr zu einem starken Gegner in der Konstrukteurs-WM”, sagt der Österreicher. Und auch Mercedes-Star Lewis Hamilton stimmt zu: “Das wird uns das Leben als Team schwer machen. Wir müssen uns steigern, denn das ist ein Kampf, den es eine Weile nicht gegeben hat – dass Red Bull zwei starke Fahrer hat, die gegen uns fahren.”

Sieht auch Verstappen so. Der Holländer redet Klartext: “Ich hoffe, dass wir es Mercedes mit zwei Autos etwas schwerer machen können. Meistens war ich das einzige Auto, das versucht hat, sie mit der Strategie zu schlagen. Aber sie konnten mich immer mit einem Auto covern. Deshalb war es schwierig für uns.”

Hülkenberg gönnt Pérez das Cockpit

Mit zwei konkurrenzfähigen Piloten können die Strategien dagegen gesplittet werden. Und abgesehen davon freut sich Verstappen auf einen Antreiber im eigenen Team. “Es ist immer schön, einen Teamkollegen zu haben, der einen pusht.”

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Dass Hülkenberg ihn noch mehr positiv gefordert hätte, lässt Verstappen offen. Doch allein die entspannte Reaktion Hülkenbergs auf die Absage von Red Bull gibt Verstappen recht. Zuerst postete der Emmericher ein nicht ganz ernst gemeintes Foto von seinem neuen Job: Er steht dort als Strandreiniger vor einer vollbeladenen Schubkarre.

Dann beweist er auch mündlich, dass er weiterhin extrem entspannt ist. Hülkenberg zu SPORT1: “Sergio hat den Platz verdient. Ich kann es nicht ändern und werde mich jetzt weiter auf meine eigene Zukunft vorbereiten. Mich fit halten und bereit sein, wenn ich gebraucht werde. Man hat ja dieses Jahr gesehen, was alles passieren kann.”

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Albon nach Aus bei Red Bull: "Es tut weh"

Alexander Albon hat sich nach seinem Aus als Stammpilot bei Red Bull erstmals öffentlich zu Wort gemeldet. Auf Instagram teilte der 24-Jährige mit: “Ich werde nicht lügen, Leute, es tut weh. Ich habe da draußen (auf der Strecke, Anm. d. Red.) alles gegeben, aber es hat nicht ganz gereicht. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich in diesem Jahr unterstützt haben, besonders bei meinen thailändischen Fans. Bei all den unterschiedlichen Meinungen da draußen, hatte ich immer euch, die mich gepusht haben.”

Albon verlor sein Cockpit an Sergio Pérez. Bei aller Enttäuschung versicherte Albon aber, dass er nicht aufgeben werde, denn der Rennsport sei sein Leben: “Ich werde nicht zulassen, dass es hier aufhört. Ich habe noch mehr zu geben und mein Fokus liegt darauf, 2022 zurückzukehren und wieder die thailändische Flagge zu schwenken!”

Auch Red Bull-Teamchef Christian Horner meldete sich zu Wort: ”Das diesjährige Auto war knifflig. Ich denke, es hat sich im Laufe des Jahres deutlich verbessert, besonders im letzten Drittel des Jahres. Aber es ist das, was man daraus macht, nicht wahr? Ich denke, der Abstand zwischen Alex und Max ist von Österreich bis Bahrain 2 weitgehend konstant geblieben.” 

Horner lobt Albon: “Großartiger Rennfahrer”

Albon sei ein “großartiger Rennfahrer” und ein “absoluter Gentleman”, lobte Horner. Und weiter: “Er ist im Team sehr beliebt, weil er so ein netter Kerl ist. Und das hat diese Entscheidung schwieriger gemacht. Aber wenn man sich die Daten ansieht und den Fakten im Gegensatz zu den Emotionen vertraut, ist Sergio die logische Wahl.”

Albon soll in der kommenden Saison in erster Linie im Simulator und bei Reifentests zum Einsatz kommen. Horner: “Er hat er eine wichtige Rolle in Bezug auf die Entwicklung für 2022. Wir werden sehen, wie sich die Umstände entwickeln, entweder innerhalb von Red Bull oder außerhalb von Red Bull.”

2020 erreichte Albon als Dritter zwar zweimal das Podium, seine Leistungen blieben insgesamt aber deutlich hinter denen von Red-Bull-Teamkollege Max Verstappen zurück, weshalb er seinen Platz nach nur einer vollen Saison im Team abgeben muss.

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Hohe Auszeichnung für Rekordweltmeister Hamilton

Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton ist in seiner britischen Heimat zur Sportpersönlichkeit des Jahres ausgezeichnet worden.

Bei der von der BBC veranstalteten Wahl setzte sich der 35-Jährige vor Fußball-Nationalspieler Jordan Henderson und Jockey Hollie Doyle durch. Hamilton gewann den Preis zum zweiten Mal nach 2014.

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“Ich danke allen, die für mich gestimmt haben. Ich habe das bei so vielen tollen Nominierten nicht erwartet”, sagte Hamilton. 

Der Brite hatte in der abgelaufenen Saison im Mercedes seinen siebten WM-Titel gefeiert und war damit mit Michael Schumacher gleichgezogen. Zudem übernahm er die Führung in der Liste der meisten Grand-Prix-Siege (95).

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Rosberg: "Hamilton begibt sich in meine Fußstapfen"

Im Formel-1-Cockpit war Lewis Hamilton dem Wiesbadener Nico Rosberg in gemeinsamen Mercedes-Zeiten oft voraus, außerhalb des Rennwagens sieht sich Rosberg allerdings als Vorreiter. Hamilton setze “sich auch gegen Klimawandel ein, im Grunde begibt er sich ein bisschen in meine Fußstapfen auf diesem Weg in die Nachhaltigkeit”, sagte Rosberg der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Rosberg, der dem Briten Hamilton 2014 und 2015 im WM-Kampf unterlegen war und 2016 nach seinem Titelgewinn zurücktrat, investiert seit einigen Jahren in nachhaltige Technologien. Der 35 Jahre alte Familienvater steigt auch mit einem Team in die neue Rennserie Extreme E ein – dort trifft er ab März 2021 auf Hamilton, der ebenfalls einen Rennstall gegründet hat. 

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Die Extreme E fährt mit vollelektrischen SUVs in Regionen, die besonders durch Umwelteinflüsse und den Klimawandel betroffen sind, um die Welt auf die Schäden durch Menschenhand aufmerksam zu machen. Laut Rosberg wird sein Duell mit Hamilton in der Extreme E “auf eine neue Ebene” gebracht, “aber dieses Mal nicht nur um zu gewinnen, sondern auch um Gutes zu tun”.

Rosberg ist der einzige Fahrer, der in mindestens einer Saison die beiden siebenmaligen Weltmeister Hamilton und Michael Schumacher im gleichen Auto geschlagen hat. Beide seien auf ihre Weise einzigartig, sagte der Wahl-Monegasse: “Schumacher war sicher der kompletteste Rennfahrer von allen. Die Art und Weise, wie er diesen Sport gelebt hat, die Motivation, sich selbst und das Team in jedem erdenklichen Bereich zu verbessern, das ist schon gigantisch, und das hat es meiner Meinung nach so nicht ein zweites Mal gegeben in der Formel 1.”

Hamilton hingegen sei “ein Naturtalent, ein Rennfahrer von einem anderen Planeten. Er setzt sich in einen Rennwagen und ist sofort schnell, das ist schon stark.”

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