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Verhinderte Hamilton Vettels Rücktritt?

Lewis Hamilton hat womöglich einen Rücktritt von Sebastian Vettel in der Formel 1 verhindert.

“Gerade nach den schlechten Nachrichten im Frühjahr hat mich Lewis angerufen”, erklärte Vettel dem Schweizer Blick: “Wir führten dann noch einige Gespräche oder schrieben uns.”

Der viermalige Weltmeister betonte: “Er hat mich immer aufgemuntert und zum Weitermachen motiviert.” Vor dem Saisonstart 2020 hatte Ferrari bekannt gegeben, den Vertrag mit Vettel nach fünf Jahren nicht zu verlängern. Nach der Entscheidung von Teamchef Mattia Binotto seien “die Vorzeichen für die neue Saison schon anders” gewesen als in den früheren Jahren.

Vettel gratulierte Hamilton

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten die gemeinsamen Gespräche im Fahrerlager ausbleiben. Regelmäßigen Kontakt habe zwischen Vettel und Hamilton dennoch gegeben (Die Fahrerwertung der Formel 1).

“Ich hatte einige Gründe, ihm zu seinen großartigen Erfolgen zu gratulieren. Lewis hätte sicher oft einen Grund gehabt, mit mir Mitleid zu haben”, ergänzte er lachend.

Vettel dachte an Rücktritt

Vettel habe durchaus über ein Karriereende nachgedacht. “Da ich bei Ferrari keine Zukunft mehr hatte, tauchte natürlich sofort die Frage auf: Was machst du 2021?”, erinnerte sich der Heppenheimer. 

Da “die großen Cockpits alle belegt waren, habe ich schon lange nachdenken müssen. Da schließt man natürlich auch einen Rücktritt nicht aus.”

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Doch er sei “zu dem Entschluss gekommen, dass noch etwas in mir schlummert. Und so kamen dann eben die Kontakte zum neuen Team von Aston Martin.”

2021 fährt der 33-Jährige für den britischen Rennstall, der die abgelaufene Saison unter dem Namen Racing Point als Vierter der Konstrukteurs-WM und vor Ferrari abschloss, an der Seite von Lance Stroll.

Vettel unterschrieb einen Vertrag ab der kommenden Saison bis Ende 2023.

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Kein F1-Cockipt – Hülkenberg präsentiert "Plan B"

Nico Hülkenberg nimmt seine Nichtberücksichtigung bei der Vergabe der Formel-1-Cockpits für die kommende Saison mit Humor.

Bei Instagram veröffentlichte der 33-Jährige am Samstagmittag ein Foto, das ihn in kurzer Hose und T-Shirt an einem Traumstrand zeigt.

Mit einer Mistgabel in der Hand blickt er verträumt aufs Meer, vor ihm steht eine Schubkarre mit Stroh. “Plan B.” kommentierte Hülkenberg das Foto.

Red Bull wählt Sergio Perez – Nico Hülkenberg geht leer aus

Mittlerweile steht fest, dass der Emmericher im zweiten Jahr in Folge in der Formel 1 keinen Stammplatz erhalten wird. Am Freitag hatte Red Bull die Verpflichtung des Mexikaners Sergio Perez öffentlich gemacht.

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Beim Zweiten der Konstrukteurs-WM war auch Hülkenberg im Rennen, wie Teamchef Christian Horner explizit bestätigte. Der Rennstall entschied sich aber, den unkonstanten Thailänder Alex Albon zum Ersatzfahrer zu machen und den 30-jährigen Mexikaner Perez als zweiten Fahrer neben Topstar Max Verstappen ins Team zu holen.

Hülkenberg war in der abgelaufenen Saison dreimal bei Racing Point eingesprungen, zweimal vertrat er den mit dem Coronavirus infizierten Perez. Der 179-malige Grand-Prix-Teilnehmer wird nun wohl Optionen außerhalb der Formel 1 sondieren. Er habe “diverse Anfragen aus anderen Rennserien, aber nichts konkretisiert”, sagte Hülkenberg Ende November im SPORT1-Interview. Er werde sich “wahrscheinlich nach Alternativen umschauen”, sollte in der Motorsport-Königsklasse für ihn kein Cockpit zu bekommen sein.

Offen ist in der Formel 1 nur noch ein Platz bei Weltmeister Mercedes. Dieser wird an Rekordchampion Lewis Hamilton gehen, daran ließ Teamchef Toto Wolff im Zuge seiner eigenen Vertragsverlängerung bei den Silberpfeilen am Freitag keinen Zweifel. Mercedes und Hamilton streben eine Entscheidung bis Jahresende an.

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Das erwartet der Ferrari-Chef von Schumacher

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto will der deutschen Motorsporthoffnung Mick Schumacher viel Zeit geben, um in der Formel 1 anzukommen.

Der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher werde “angesichts seiner Erfolgsbilanz in den letzten Jahren erst im zweiten Teil seiner zweiten Saison richtig gut” werden, beschrieb Binotto in einem Mediengespräch seine Erwartungen an den 21-Jährigen.

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Die Frage eines Journalisten zielte darauf ab, wann Ferrari sich auf die Fahrerpaarung für die Saison 2023 festlegen wolle. Der Vertrag des Spaniers Carlos Sainz (26), der das Cockpit des aussortierten Heppenheimers Sebastian Vettel übernimmt, läuft zunächst bis Ende 2022.

“Nicht für die Formel 1, sondern für Ferrari”

Schumacher, der 2021 beim Ferrari-Kundenteam Haas in sein erstes Jahr als Formel-1-Stammpilot geht, hat bislang in jeder Rennklasse eine Saison zur Eingewöhnung benötigt, ehe er in seinem zweiten Jahr durchstartete. So gewann Schumacher 2018 den Titel in der Formel 3 und 2020 in der Formel 2.

Mick Schumacher gehört seit Anfang 2019 der Ferrari-Nachwuchsakademie an und verdankt letztlich Ferrari seinen Aufstieg in die Formel 1. Binotto hatte zuletzt immer wieder betont, die Ferrari-Akademie bilde seine Talente “nicht für die Formel 1 aus, sondern für Ferrari”.

Haas hat 2021 zum Übergangsjahr ausgerufen, 2022 unter neuem Reglement wolle man angreifen. Der US-Rennstall bezieht von Ferrari die Power Units und weitere erlaubte Teile, zudem gab die Scuderia kürzlich den Wechsel ihres Top-Ingenieurs Simone Resta zu Haas bekannt.

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Daimler verkauft Mercedes-Anteile – Wolff verlängert Vertrag

Entscheidung in der Formel 1. 

Toto Wolff hat seinen Vertrag als Motorsportchef bei Mercedes um drei Jahre verlängert. Das gaben beide Parteien in einer Erklärung bekannt. “In der neuen Beteiligungsstruktur wird Toto Wolff für weitere drei Jahre in seiner Rolle als Teamchef und Geschäftsführer das operative Geschäft des Unternehmens und des Rennteams führen”, heißt es in der Mitteilung.

Die Entscheidung kommt nicht überraschend. Der 48-jährige Wolff hatte jüngst bereits sein Bekenntnis zu einer Fortsetzung seiner Tätigkeit über das Saisonende hinaus gegeben. “Ja, ich bleibe in der Formel 1. Auch als Teamchef”, hatte der Kopf des Erfolgsrennstalls der Süddeutschen Zeitung gesagt.

Daimler reduziert Anteile bei Mercedes

Zudem kommt es auch bei den Eigentumsverhältnissen zu Änderungen. Der Daimler-Konzern reduziert seine Anteile am Formel-1-Team, stattdessen steigt Ineos als neuer Eigner ein. Toto Wolff vergrößert derweil die Zahl seiner Anteile.

“Die Beteiligung von Ineos von einem Drittel am Team erfolgt zusätzlich zu der bereits existierenden Rolle als ‘Principal Partner’. Parallel dazu wird Daimler seine Anteile von derzeit 60 Prozent reduzieren und Toto Wolff seine Beteiligung von derzeit 30 Prozent erhöhen, um drei gleiche Anteilseigner an dem Unternehmen zu schaffen”, so die Silberpfeile.

Für Wolff sind damit die Weichen für künftige andere Aufgaben gestellt. “Er wird anschließend die Möglichkeit haben, eine neue operative Führungsrolle innerhalb der Organisation zu übernehmen, sobald er den Zeitpunkt für richtig erachtet”, teilte das Team mit.

Ineos-Besitzer als Investor aktiv

Neu-Eigentümer Ineos, der sein Geld mit Chemie-Betrieben verdient, ist bei den Silberpfeilen bereits seit Februar 2020 als Sponsor tätig. Ineos-Eigentürmer Jim Ratcliffe ist einer der reichsten Männer der Erde und hat bereits in der Vergangenheit in Sportprojekte investiert. 

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So gewann sein Team mit Egal Bernal gleich im ersten Versuch 2019 die Tour de France. Eliud Kipchoge lief 2019 als erster Mensch die Marathondistanz in unter zwei Stunden – ebenfalls unter dem Namen von Ineos. Zudem ist Ratcliffe bei den Fußball-Klubs OGC Nizza und FC Lausanne-Sport als Investor aktiv.

Für die Konkurrenz in der Formel 1 dürften das Investment, und vor allem die Vertragsverlängerung von Wolff keine guten Nachrichten darstellen. Unter der Leitung des 48-Jährigen gingen sowohl der Fahrer-Titel, als auch die Konstrukteurs-WM in den vergangenen sieben Jahren stets an die Silberpfeile.

Zum vollkommenen Glück fehlt nun nur noch die Unterschrift von Lewis Hamilton. Doch auch diese wird in Kürze erwartet. ”Wir sind da ein gutes Duo, deswegen hängen unsere Schicksale schon ein wenig aneinander”, hatte Wolff zuletzt betont.

Auch Hamilton hatte seine Bereitschaft zu einer weiteren Zusammenarbeit schon verkündet. “Ich plane nächstes Jahr hier zu sein, ich möchte nächstes Jahr hier sein. Ich denke, wir haben als Team noch mehr gemeinsam zu erledigen und zu erreichen, sowohl im Sport als auch außerhalb des Sports”, hatte der 35 Jahre alte Brite nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi gesagt.

mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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Hamiltons Vertragsverlängerung steht offenbar kurz bevor

Die Vertragsverlängerung von Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton bei Mercedes steht offenbar unmittelbar bevor.

Sein Rennstall twitterte am späten Donnerstagabend den Hashtag “Bekanntgabe” (Announce) und wählte dazu die Emojis eines Pfeils mit der Unterzeile “demnächst” (soon) und einer schreibenden Hand. Darunter steht ein eindeutiges Zitat Hamiltons vom vergangenen Wochenende.

“Ich plane nächstes Jahr hier zu sein, ich möchte nächstes Jahr hier sein. Ich denke, wir haben als Team noch mehr gemeinsam zu erledigen und zu erreichen, sowohl im Sport als auch außerhalb des Sports”, hatte der 35 Jahre alte Brite nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi gesagt.

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Hamilton hatte 2013 bei Mercedes die Nachfolge von Michael Schumacher angetreten und die wohl dominanteste Ära in der Formel-1-Geschichte begründet. Sechs seiner bislang sieben WM-Titel feierte Hamilton im Silberpfeil, damit ist er gemeinsam mit dem Kerpener Schumacher Formel-1-Rekordchampion.  

Seit Mercedes die Königsklasse dominiert, musste sich Hamilton im WM-Kampf nur 2016 seinem damaligen Teamkollegen Nico Rosberg geschlagen geben. Dessen Nachfolger Valtteri Bottas geht 2021 bei Mercedes in seine fünfte Saison.

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Formel 1 führt 2021 Öko-Kraftstoff ein

Die Formel 1 führt bereits im kommenden Jahr und damit früher als ursprünglich geplant einen nachhaltigen Kraftstoff ein. Wie der Automobil-Weltverband FIA am Donnerstag bekannt gab, wurden die ersten Fässer des aus Bioabfällen hergestellten E-Fuel bereits an die Hersteller der Power Units (Mercedes, Ferrari, Renault, Honda) ausgeliefert.

Das Ziel der Motorsport-Königsklasse laute, ab 2021 klimaneutral zu sein und bis 2030 einen Netto-Null-Status zu erreichen. Bislang hatte die Formel 1 die Einführung nachhaltiger Kraftstoffe für die Saison 2023 ins Auge gefasst.

“Die FIA nimmt ihre Verantwortung wahr, den Motorsport und die Mobilität in eine kohlenstoffarme Zukunft zu führen, um die Umweltauswirkungen unserer Aktivitäten zu reduzieren und zu einem grüneren Planeten beizutragen”, sagte FIA-Präsident Jean Todt.

Formel-1-Sportdirektor Ross Brawn erklärte: “Unsere oberste Nachhaltigkeitspriorität ist jetzt die Erstellung einer Roadmap für den Hybridmotor, der die Emissionen reduziert und einen echten Nutzen für Straßenfahrzeuge hat. Wir glauben, dass wir die Möglichkeit haben, dies mit einem Motor der nächsten Generation zu tun, der Hybridtechnologie mit nachhaltigen Kraftstoffen kombiniert.”

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Formel 1 2021: Eine Änderung ist für die Deutschen schlecht

Die Coronakrise hat der Formel 1 das späteste Saisonende seit 57 Jahren beschert, entsprechend schnell geht der Blick nun wieder nach vorn.

Beim Großen Preis von Abu Dhabi wurde am Wochenende der Schlussstrich gezogen, der siebte Weltmeister-Titel von Lewis Hamilton im Mercedes war da schon lange festgestanden.

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Wie geht es jetzt weiter? Wann startet die Saison 2021 und ab wann wird dafür getestet?

SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen.

Was machen die Fahrer jetzt?

Für die meisten Formel-1-Piloten geht es zunächst einmal in den wohlverdienten Urlaub. Die Sportler verbringen die Weihnachtstage und den Jahreswechsel bei ihren Familien, was speziell nach der Saison 2020 dringend nötig sein dürfte.

Weil der Formel-1-Zirkus aufgrund der Pandemie in einer Blase unterwegs war, die nicht verlassen werden durfte, haben die Fahrer, Mechaniker, Ingenieure, etc. ihre Familien kaum gesehen.

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Die einzigen beiden Piloten, die aktuell noch in einem Cockpit sitzen, sind Fernando Alonso und Mick Schumacher. Der Deutsche testet beim Young-Driver-Test für sein neues Team Haas. Gleiches tut Rückkehrer Alonso für seinen Rennstall Alpine (ehemals Renault).

Wo und wann steigen die Formel-1-Tests für 2021?

In den vergangenen Jahren wurde bereits Mitte Februar für die neue Saison getestet, dies ist 2021 anders. Erst Anfang März rollen die Boliden wieder über den Asphalt.

Und auch bei der Anzahl der Testtage wird sich etwas ändern. Dauerten die Tests in den vergangenen Jahren stets sechs Tage, sind es im kommenden Jahr nur drei. Vom 2. bis zum 4. März wird dann auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona gefahren. Zur Wahl stand auch, die Probefahrten in Bahrain zu veranstalten, was aufgrund der Unsicherheit in Corona-Zeiten und der ohnehin kürzeren Anreise für die hauptsächlich in Europa stationierten Mitarbeiter jedoch wieder verworfen wurde.

Die Reduzierung der Testtage wurde indes bereits schon vor längerer Zeit beschlossen. Weil beide Piloten eines Teams in der Regel jeweils die gleiche Zeit im Auto verbringen, bleiben den Fahrern 2021 nur noch eineinhalb Tage Zeit, um sich mit ihrem Gefährt vertraut zu machen.

Vor allem für Neulinge wie Mick Schumacher und Nikita Mazepin, Piloten die das Team gewechselt haben wie Sebastian Vettel und Carlos Sainz, oder Rückkehrer Fernando Alonso dürfte die wenige Testzeit nicht einfach werden.

Wann und wo startet die Saison?

Das erste Rennen einer Formel-1-Saison wird traditionell im Albert Park in Melbourne ausgetragen. Dort heizen, wenn es nicht aufgrund von Covid-19 zu Änderungen kommt, am 21. März 2021 die Boliden beim Saisonauftakt durch die Innenstadt.

Welche neuen Strecken gibt es?

2021 gibt es gleich zwei neue Strecken im Kalender. Zum einen wird im niederländischen Zandvoort gefahren, zum anderem auf einem weiteren Stadtkurs – in Saudi-Arabien in der Stadt Dschidda. Das eigentlich geplante Rennen in Hanoi/Vietnam wurde dagegen abgesagt.

Was ändert sich an den Boliden?

Weil die Verantwortlichen der Königsklasse Kosten sparen wollten, und deshalb das Inkrafttreten des neuen Reglements auf 2022 verschoben haben, werden die Autos in der kommenden Saison in vielen Punkten denen aus dem Jahr 2020 ähneln.

“Ich würde sagen, dass 60 Prozent des Autos vom RB16 (Red Bull von 2020, Anm.d.Red.) kommt. Sehr viele Teile werden auch im nächsten Jahr noch eingesetzt werden. Wir haben also bereits eine ordentliche Basis”, erklärte kürzlich Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

Änderungen gibt es für die kommenden Saison vor allem am Unterboden, der an die Reifen von Pirelli angepasst werden muss. Ansonsten dürften viele Komponenten gleich bleiben, was auf eine starke Saison bei Mercedes, und wenig Erfolg bei Ferrari hindeutet.

Was ändert sich bei der Übertragung der Formel 1 im TV?

Die deutschen Fans müssen sich umstellen: RTL stellt die Übertragung 2021 ein, Sky wird zum einzigen übertragenden Sender.

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Grosjean nach Feuer-Unfall erneut operiert

Romain Grosjean (34) hat sich nach seinem Feuer-Unfall von Bahrain erneut operieren lassen.

“Alles ist gut gelaufen”, schrieb der Franzose in den Sozialen Netzwerken. Bei dem ehemaligen Formel-1-Piloten wurden unter anderem Brandwunden gereinigt, zudem wurde eine Bänderverletzung am linken Daumen behoben.

Grosjean, der bei Haas für die neue Saison kein Cockpit mehr erhalten hat, war beim drittletzten Saisonrennen in Bahrain nach einem Crash bei Tempo 220 einem Flammeninferno nahezu unverletzt entkommen. Die letzten beiden Saisonrennen hatte er aussetzen müssen.

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Wie Mercedes sich Mick Schumacher entgehen ließ

Mick Schumacher ist nach seinem Aufstieg in die Königsklasse mit Haas-Ferrari in aller Munde.

Jeder in der Formel-1-Szene wird nach ihm gefragt, jeder gibt bereitwillig Antwort, jeder hat eine Meinung.

So auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff. “Wir dürfen Mick nicht zu sehr beschleunigen, sonst wird die Erwartungshaltung der Fans zu groß. Er hat jetzt die Formel 2 gewonnen, womit er gezeigt hat, dass er das Zeug hat, Formel 1 zu fahren”, so der Wiener. 

“Jetzt muss man ihm aber die Zeit geben, in Ruhe die nächsten Schritte zu machen”, sagt Wolff weiter. “Bei Haas ist er in einem Team, wo er mal Akzente setzen kann, aber nicht regelmäßig. Er hat mit Mazepin einen Teamkollegen, der ebenfalls Neuling ist, damit sollte er sich vergleichen. Man muss ihm jetzt zwei, drei Jahre Zeit geben, sich zu entfalten. Dann bekommt er vielleicht einmal die Chance, den Ferrari zu fahren so wie George Russell bei uns die Chance bekam, den Mercedes zu fahren. Er kann auf jeden Fall in der Formel 1 Karriere machen.”

Allein, ob der Österreicher das wirklich hofft?

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Schumacher hat bei Mercedes keine Priorität

Man muss wissen: Bevor Mick Schumacher Ferrari-Junior wurde, stand er bei Mercedes als Markenbotschafter unter Vertrag. Der Konzern drehte Werbefilme mit Schumacher junior, begleitete und unterstützte ihn bei seiner Führerscheinprüfung.

Gemeinsam mit dem früheren Mercedes-Piloten David Coulthard fuhr Mick bei einem PR-Termin der Klassik-Abteilung sogar einen Mercedes-Oldtimer von 1904. Die Schieberkappe auf dem Kopf, den Stern an der Brust.

Mit einem Mercedes-Motor im Heck holte der Deutsche auch noch seinen Titel in der Formel-3-EM. Trotzdem war der Weg ins Juniorteam blockiert.

Mercedes hatte Recht auf Michael Schumacher – und nutzte es nie

“Im Mercedes-Juniorprogramm haben wir derzeit wenig Platz und zudem ist es meine erste Priorität, ein Formel-1-Cockpit für Esteban (Ocon; d. Red.) für das Jahr 2020 zu finden”, ließ Mercedes-Sportchef Toto Wolff damals auf Nachfrage ausrichten. 

Also schlug Ferrari zu. Seit Januar 2019 ist Michael Schumachers Sohn in der Nachwuchs-Akademie der Scuderia- und eben kein Mercedes-Mann mehr. Sollte Schumacher junior in Zukunft Siege und Meisterschafften einfahren, wird man sich daran erinnern. An die Chance, die man bei Daimler nicht nutzte.

Die Parallelen mit Vater Michael sind dabei erstaunlich, denn bei ihm war es ähnlich. Mercedes bildete den Kerpener aus, förderte ihn im Juniorteam, bezahlte sogar seinen ersten Formel-1-Einsatz bei Jordan. Michael Schumacher ging dann zu Benetton, schließlich zu Ferrari. Erst am Ende seiner Karriere fuhr er wieder bei Mercedes. 

Doch anders als bei Mick Schumacher hatte Mercedes stets ein Zugriffsrecht. Eine Klausel im Junior-Vertrag gab der Marke mit dem Stern die Möglichkeit, Schumacher nach Hause zu holen. Doch der damalige Mercedes-Boss Jürgen Hubbert machte nie davon Gebrauch. Er wolle die Karriere von Schumacher nicht beeinträchtigen, war die Begründung.

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Wie Vettel hinter den Ferrari-Kulissen zermürbt wurde

Zum Grande Finale seiner sechs Jahre bei Ferrari hatte Sebastian Vettel einen Zettel mit ins Cockpit seiner roten Göttin genommen und nach der Zieldurchfahrt eine adaptierte Version des Italo-Klassikers “Azzurro” in den Boxenfunk geschmettert.

Es war seine Art, seinen “Jungs in der Garage” einen emotionalen Abschied zu bescheren. Dazu gab es Bier (sogar in der Ferrari-Video-Presserunde) und einen Pokal vom Team, auf dem seine Erfolge verewigt wurden. Mit Teamkollege Charles Leclerc tauschte er seinen Helm. Grande Emozione, festgehalten auf diversen Fotos.

Verbal brachte Vettel selbst sein letztes Ferrari-Rennen allerdings relativ emotionslos auf den Punkt: “Es spiegelte genauso wenig die sechs Jahre wider wie die ganze Saison 2020.” Platz 14 beim Saisonfinale, Platz 13 in der WM-Endwertung – das war weit entfernt von den Zielen, die sich der Deutsche gesetzt hatte.

Vettel hat mit Ferrari abgeschlossen

Doch abgeschlossen hatte der Heppenheimer schon im Mai mit seiner emotionalen Italien-Reise. Als die Italiener seinen Vertrag nicht verlängerten und schon vorher durch ein Fünf-Jahres-Abkommen mit seinem jungen Teamkollegen Charles Leclerc klar gemacht haben, auf wen sie in Zukunft setzen. (SERVICE: Fahrerwertung der Formel 1)

Damals war Vettels Gefühlslage anders. Damals war er frustriert, traurig, wütend. Bei seinem letzten Rennen hatte er diese negativen Gefühle längst beiseite geschoben. “Ich hatte ja lange Zeit, mich auf diesen Tag vorzubereiten”, sagte er mit einem Lächeln, das eine Mischung war aus Trotz und Tristesse.

Fest steht: Eine Ehe, die nach sechs Jahren zerbricht, hat zwei Seiten. Am Ende dominieren die negativen Emotionen, die zur Scheidung führten. Am Anfang gab es aber auch die Schmetterlinge im Bauch, die überhaupt für die Trauung und wunderschöne Flitterwochen sorgten.

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Siege mit Ferrari für Vettel emotional

Daran denkt Vettel heute am liebsten zurück. “Abschied ist immer schwer, aber ich behalte die positiven Momente in Erinnerung. Die Freude der Tifosi, die Jungs, die mir immer beistanden”, sagt er und meint besonders seine Ingenieure und Mechaniker. Weniger dagegen die Mitarbeiter des gehobenen Managements.

In Erinnerung bleiben die positiven Erlebnisse. Vettel: “Der erste Sieg gleich im zweiten Rennen in Malaysia war etwas Besonderes. Da merkte ich, was Siege für Ferrari wirklich bedeuten. Es bestätigte sich, was ich vorher gehört hatte. In der Freude umarmen dich die Italiener mehr als alle anderen. Und feiern können sie auch. Ich habe in der Nacht mit meinen Jungs die ganze Hotelbar leer getrunken.”

Das Zweite, was er nie vergisst: “Die Abende bei Mama Rosella in Fiorano werde ich immer in meinem Herzen behalten.” Mamma Rosella ist schon seit Jahrzehnten die gute Seele Ferraris. Sie betreibt das Restaurant “La Montana” gleich neben der Teststrecke in Fiorano. Ihre Speisen sind legendär. Sie machte schon die Lieblingsnudeln für Michael Schumacher, begeisterte Gerhard Berger und Gilles Villeneuve.

Dritterfolgreichster Ferrari-Pilot

Das Wichtigste aber, sie liebte alle Ferrari-Fahrer als wären sie ihre eigenen Söhne. Diese ehrliche Liebe jenseits aller Politik wärmte auch das Herz des Heppenheimers.

Dass Vettel bei Ferrari nicht das erreichen konnte, was sein großes Vorbild Michael Schumacher vorgelebt hatte, macht ihn traurig, aber nicht verzweifelt. “In dieser Beziehung bin ich wohl gescheitert”, gibt der Deutsche zu. In der Tat: Den Titel mit den Roten aus Maranello einzufahren, davon hatte der Heppenheimer geträumt, seit er 1997 den Kart-NRW-Pokal in Kerpen gewonnen hat. Unter seinem Sitz lag damals eine rote Schumacher-Mütze als Glücksbringer. 

Aber es ist Scheitern auf hohem Niveau. In seinen 118 Rennen mit Ferrari konnte er 14 Siege einfahren. Nur Michael Schumacher und Niki Lauda waren bei Ferrari erfolgreicher. Beistand bekommt Vettel von Ex-Ferrari-Star Gerhard Berger. “Sebastian soll sich nichts draus machen. Es gibt nur zwei Piloten, die konstant bei Ferrari Erfolg hatten: Michael Schumacher und Niki Lauda”, sagt der Österreicher zu SPORT1.

“Und selbst Lauda ging ja am Ende nicht in Frieden aus Maranello weg. Sebastian befindet sich in guter Gesellschaft unter Fahrern, die mit Ferrari ihre Ziele nicht erreichen konnten. Mich eingeschlossen.”

Schumacher hatte bessere Crew

Um fair zu sein: Auch sein Idol Michael Schumacher holte erst 2000 – in seinem fünften Ferrari-Jahr – seinen ersten von fünf WM-Titeln in Rot. Aber er hatte andere Voraussetzungen. Als Schumacher 1996 zu Ferrari kam, hatte Teamchef Jean Todt schon einige Jahre Zeit gehabt, um aus dem Chaoshaufen eine strukturierte Mannschaft zu formen.

Mit Ross Brawn und Rory Byrne, die schon seine beiden Weltmeister-Benettons gebaut hatten, standen Schumacher außerdem zwei wechselwillige Technikgenies zur Seite. Zudem konnte Ferrari seine finanzielle und politische Überlegenheit damals voll ausspielen. Unbegrenzte Testkilometer auf der Haus- und Hofstrecke in Fiorano sowie eine Sonderstellung bei Reifenlieferant Bridgestone halfen dem lahmenden Ackergaul schnell auf die Beine.

Tod von Marchionne bitter für Vettel

Kam Schumacher damals zu einem Rohbau in Rom, kam Vettel 2015 nach Pompeji – kurz nach dem Vulkanausbruch. Oder anders ausgedrückt: Zu einem unkoordinierten Haufen, in dem jeder gegen jeden kämpfte. Trotzdem holte er gleich in seiner ersten Saison drei Siege (Malaysia, Ungarn, Singapur).

Trotzdem fuhr er 2017 solange aussichtsreich um die WM, bis die drei Rennen in Singapur (Startcrash mit Teamkollege Kimi Räikkönen), Malaysia (Turbo-Probleme) und Japan (defekte Zündkerze) ihn aus allen Titelträumen rissen. Und dennoch kam er nach seinem eigenen Fahrfehler im Regen von Hockenheim mit einem Sieg in Spa zurück.

Dass sich Vettels Traum am Ende nicht erfüllte, hat andere Gründe: Mercedes war als Gegner einfach zu stark. Das machte die Ferrari-Chefs unzufrieden und unsicher. Denn wenn es nicht läuft in Maranello, suchte man immer schon Ausreden und Opfer. Mit dem Tod des mächtigen Fiat- und Ferrari-Präsidenten Sergio Marchionne im Sommer 2018 verlor die Scuderia die starke Hand. Wieder begannen die Intrigen. Die Italiener zermürbten sich im Bürgerkrieg, der Vettel den WM-Titel 2018 und auch den Rückhalt im Team kostete.

Ferrari setzt auf Leclerc

Innenpolitik wurde wichtiger als die Entwicklung des Autos. Und mit Ex-Technikchef Mattia Binotto an der Teamspitze verlor Vettel den Fürsprecher, den er bis zu Marchionnes Tod in Ex-Teamchef Maurizio Arrivabene hatte. Bestes Beispiel: Kanada 2019, als der Deutsche im Duell mit Lewis Hamilton übers Gras rumpelte und wegen einer Fünf-Sekunden-Strafe den Sieg verlor.

Da machte sich niemand bei Ferrari für ihn stark. Mehr noch: Nach seinem letzten Sieg in Suzuka 2019 sollte Vettel in Russland seinen Teamkollegen Charles Leclerc vorbeiwinken. Als er sich weigerte, bremste Ferrari ihn über die Strategie aus. Seitdem war klar: Die größten Feinde hatte der viermalige Weltmeister im eigenen Team.

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Und auch das Tricksen kam zurück. Den Motor von 2019 musste Ferrari auf FIA-Geheiß zurückrüsten. Die technischen Tricks, die der Automobilweltverband beim Antriebsstrang gefunden hat, waren mehr als nur graue Zonen. Binotto hatte den Ferrari-Einfluss bei der FIA schlichtweg unterschätzt. Er musste feststellen: Vorbei waren die Zeiten, als böse Zungen den zynischen Spruch kreierten: “Das Formel-1-Reglement entspricht nicht dem Ferrari.”

Freude über Neuanfang bei Racing Point

Vettel – Sportsmann durch und durch – wusste, dass die extreme Beschleunigung seines Ferrari von 2019 nicht ganz legal zustande kam. Er machte den Teamchef dafür verantwortlich. Damit war das Tischtuch des Vertrauens endgültig zerschnitten und Vettels Schicksal besiegelt. Wer den Hessen kennt, weiß, es war ihm ganz recht, dass der Italiener wegen eines nervigen Herpes-Virus nicht in Abu Dhabi vor Ort sein konnte.

Heuchlerische Abschiedsszenen zu ertragen – das ist nicht das Holz, aus dem der Sohn eines Zimmermanns geschnitzt ist. 

Denn was der Heppenheimer nur zwischen den Zeilen immer wieder anklingen ließ, bringt sein Vertrauter Bernie Ecclestone auf den Punkt: “Sebastian ist ein extrem talentierter Fahrer mit starkem Willen, aber sehr sensibel, wenn er in einem hochpolitischen Umfeld leben und arbeiten muss. Davon hat er sich jetzt befreit. Er wird in Zukunft wieder völlig befreit fahren.”

Bei allem Abschiedsschmerz schaut der Deutsche derzeit lieber nach vorne. “Ich freue mich jetzt auf die neue Herausforderung bei Aston Martin. Ich fühle mich wie ein kleiner Junge, der in einen neuen Spielzeugladen darf. Und die Ferrari-Leute, die mir wichtig sind, sind ja nicht weg. Ich werde sie an der Rennstrecke weiter sehen. Ihnen wünsche ich jedenfalls nur das Beste.”

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