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Hamilton: Keine Beziehung zu Schumacher

Am Sonntag wird er aller Voraussicht nach Michael Schumachers legendären Rekord von 91 Grand-Prix-Siegen einstellen, doch es gibt ansonsten nicht viel, was Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton mit seinem berühmten Vorgänger verbindet.

“Ich hatte nie wirklich eine Beziehung zu ihm”, sagte der Brite vor dem Großen Preis von Russland am Sonntag in Sotschi (13.10 Uhr): “Es war immer nur reine Bewunderung.”

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Ein einziges Mal nur seien sich die beiden auch emotional etwas näher gekommen, erzählte Hamilton: “In Abu Dhabi haben wir mal unsere Helme getauscht, und das war für mich damals ein richtig großes Ding. Dass sich der große Michael Schumacher dafür die Zeit genommen hat. Es ist bis heute der wertvollste Helm in meiner Sammlung.”

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Warum Schumachers Helfer als neuer F1-Boss brisant ist

Es ist noch nicht offiziell, aber es ist in der Formel-1-Szene ein offenes Geheimnis: Stefano Domenicali wird neuer Formel-1-Boss.

Der 55-jährige Ex-Ferrari-Teamchef und aktuelle Lamborghini-Präsident soll ab 2021 Nachfolger von Chase Carey werden. Der Vertrag des Geschäftsführers aus den USA läuft Ende des Jahres aus – und vieles deutete schon lange darauf hin, dass er ihn nicht verlängern würde.

Grund: Careys Aufgabe ist mit den Unterschriften unter das neue Concorde-Agreement – den Grundlagen-Vertrag der Formel 1 – abgeschlossen. Der Mann mit dem markanten Schnauzer klebte nie an seinem Formel-1-Stuhl. Mit 66 Jahren ist er im besten Rentenalter und soll der Serie nun für repräsentative Aufgaben als Ehrenpräsident erhalten bleiben.

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Auch Wolff und Coulthard als Kandidaten

SPORT1 weiß: Schon seit mindestens eineinhalb Jahren suchen die Macher der Königsklasse einen neuen Chef. Auf der Wunschliste auch: Mercedes-Teamboss Toto Wolff. Doch schon im Winter 2018/19 legte ausgerechnet Ferrari ein Veto ein.

Grund: die zu große Nähe des Wieners zu Mercedes. Die Italiener bestanden darauf: Zwischen dem Posten als Formel-1-Chef und dem vorherigen Job bei einem Team müssen mindestens drei Jahre liegen. Damit schied Toto Wolff aus der Liste der Kandidaten aus.

Zu denen soll nach SPORT1-Informationen auch Ex-Formel-1-Pilot David Coulthard gehört haben. Der ehemalige McLaren-Star hat zuletzt die W-Series nur für Frauen im Motorsport betreut und Ambitionen zu mehr. Im Gespräch war immer wieder auch Formel-E-Chef Alejandro Agag. Doch der konzentriert sich mit der Extreme E und einer Elektro-Speedboot-Serie voll auf die E-Schiene.

Domenicali mit Schumacher bei Ferrari

Mit Domenicali haben die amerikanischen Eigentümer von Liberty Media zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Sie haben einen Formel-1-Insider verpflichtet, die bei Ferrari die hohe Kunst der Politik in der Königsklasse von der Pike auf gelernt hat. Und der als CEO bei Lamborghini auch weiß, wie man ein Unternehmen führt. Unter seiner Leitung kam der Luxus-SUV Urus auf den Markt und verschaffte Lamborghini so einen Verkaufsrekord nach dem anderen.

Domenicali ist ein Urgestein der Auto- und Motorsportszene. Der Mann aus Imola war in der Schumacher-Ära Ferraris Teammanager und später sportlicher Leiter. Er musste den Kerpener 1998 in Spa zurückhalten, als der nach seinem Auffahrunfall mit dem überrundeten David Coulthard auf den Schotten losgegangen ist. Die Szene ist bei Fans legendär und auch auf Youtube immer noch ein Hit.

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Der Italiener wuchs unter Jean Todt und Ross Brawn und übernahm Ende 2007 den gefährlichsten Schleudersitz der Formel 1, den Posten des Ferrari-Teamchefs. Er holte mit Felipe Massa 2008 den Konstrukteurs-WM-Titel, verlor den Fahrerpokal aber 2008, 2010 und 2012 gleich dreimal extrem knapp. 2014 zog er bei Ferrari selbst die Reißleine, bevor es der damalige Präsident Luca di Montezemolo tun konnte.

Was er bei Ferrari auch von Michael Schumacher gelernt hat? “Hingabe, Wert legen auf Details, Wachsamkeit, niemals aufgeben”, sagte er kürzlich zu den SPORT1-Reportern. “Ich bin immer noch stolz, damals Teil des Erfolgsteams gewesen zu sein.”

Brisante Konstellation an der Formel-1-Spitze

Jetzt kommt Domenicali also zurück. Und sorgt damit für eine brisante Konstellation an der Spitze der wichtigsten Player im Motorsport. Mit Präsident Jean Todt bei der FIA und Domenicali bei der Formel 1 zeichnen gleich zwei Ex-Ferrari-Teamchefs verantwortlich für die Königsklasse. Nicht zu vergessen: Ex-Ferrari-Technikchef Ross Brawn bleibt als F1-Sportchef auch an Bord. Problematisch dürfte die Aufstellung dennoch nicht werden.

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Domenicali gilt als integrer und in der Szene beliebter Protagonist, der schon zu seinen Zeiten als Ferrari-Teamchef gute Kontakte zu den Kollegen pflegte. Und Jean Todts Amtszeit läuft Ende 2021 aus. Eine erneute Kandidatur ist nicht geplant.

Domenicali wird wissen, dass er als Formel-1-Chef kein Team bevorzugen darf. Auch Ferrari nicht. Sein Herz muss von nun an für die Formel 1 schlagen. Dazu passt sein Satz: “Ich bin Motorsportler. Und die Formel 1 ist die beste Plattform, die es dort gibt.”

Wandel im Motorsport: E-Mobilität, Digiatlisierung, Publikum

Allein: Die Aufgabe wird nicht leicht. Der Motorsport befindet sich im Wandel. Elektrifizierung der Autoindustrie, Digitalisierung, Verjüngung des Publikums – auch die Formel 1 muss mit der Zeit gehen. Domenicali wird von Liberty Media und Chairman John Malone an den Ergebnissen gemessen werden, an Umsatz und Reichweite der Königsklasse. US-Konzerne können da knallhart sein.

Wichtig deshalb, dass der Italiener jetzt schon eine Vision hat. In seiner Rolle als Vorsitzender der Monoposto-Kommission der FIA sagte er zuletzt: “Motorsport wird ohne Zweifel auch in der Zukunft ein wichtiger Teil sein, aber kurzfristig müssen wir die Investitionen, das Level an Technologie und auch die Anzahl der Meisterschaften überdenken. Und vielleicht auch die Einstellung der Hersteller, sei es als Ausrüster eines Privatteams oder als Konstrukteur.”

Damit kann er als Formel-1-Chef gleich anfangen.

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Verpokert sich Hamilton? Daran hakt der Mercedes-Deal

Sebastian Vettels Verkündung bei Aston Martin hat das Transferkarussell der Formel 1 kurz verlangsamt. Doch jetzt nimmt es wieder Fahrt auf. Denn was viele vergessen: Der Superstar der Szene hat noch keinen Vertrag für 2021!

Lewis Hamiltons Mercedes-Kontrakt läuft Ende dieses Jahres aus – und die Verhandlungen des 36-Jährigen mit Mercedes ziehen sich. Zwischenzeitlich sprachen die Protagonisten sogar verschiedene Sprachen. Während die Gespräche für Teamchef Toto Wolff längst begonnen hatten, wusste Lewis Hamilton lange nichts davon. Das sorgte nicht nur in der Szene für Verwunderung.

Jetzt ist zumindest der nächste Schritt gemacht. “Es ist ‘Work in Progress’”, bestätigte Wolff nach dem Rennen in Mugello angesprochen auf die Hamilton-Verlängerung: “Es braucht aber halt Zeit für die Details.” Die sollten nun auch in der Pause zwischen dem GP der Toskana und dem kommenden Rennen in Sotschi in Angriff genommen werden.

Doch was macht den Hamilton-Vertrag so kompliziert? Fakt ist: Der Brite verhandelt selbst, lässt sich von seinen Anwälten und Betreuer Martin Hines beraten. Doch die Rahmenbedingungen sind alles andere als einfach.

Ist Hamilton zu teuer für Mercedes?

Dafür gibt es gleich mehrere Gründe: Die zukünftige Rolle von Toto Wolff ist noch ungeklärt. Immer wieder gibt es Gerüchte über einen Verkauf des Werksteams. Und nicht zuletzt sorgt die Corona-Krise dafür, dass selbst ein Konzern wie Mercedes sich einen Formel-1-Fahrer für 40 bis 50 Millionen Euro pro Jahr nicht mehr leisten kann und will.

“Natürlich hat diese Ungewissheit auch Konsequenzen, denn sie friert solche zukünftigen Entscheidungen ein”, weiß Sky-Experte Ralf Schumacher. “Lewis ist eine wichtige Figur bei Mercedes und sicherlich eine sehr teure. Er will auch einen Vertrag, der länger als nur ein Jahr dauert. Die Unsicherheit, die über dem Team schwebt, ist sicherlich ein guter Grund dafür, dass die Verhandlungen zwischen ihm und dem Team so lange dauern und immer noch nicht abgeschlossen sind.”

Indirekt bestätigt Toto Wolff das sogar: “Manchmal verändern sich Situationen, die Umwelt verändert sich. Jetzt ist es an der Zeit, über den nächsten Stint zu sprechen, über den nächsten Abschnitt der Reise, die wir gemeinsam absolvieren wollen. Darüber diskutieren wir.”

Der Österreicher räumt sogar ein, dass Hamilton nicht automatisch auf ihn als Teamchef bauen kann. Wolff ganz offen: “Ich denke, er weiß, dass er hier ein großartiges Team hat, selbst wenn ich nicht mehr dabei sein sollte.”

Trotzdem ist eine Vertragsverlängerung kein Selbstläufer. Sonst würde der Wiener nicht jetzt schon über das Worst Case-Szenario reden: “Wenn Lewis gehen würde, dann würden wir den besten Fahrer verlieren. Das Team aber würde weitermachen und versuchen, jemanden zu finden, der ihm nahe kommt.”

Tequila zur Entspannung

Eine klare Ansage an den  sechsmaligen Champion und ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass er den Bogen nicht überspannen darf. Bleibt die Frage: Was will Hamilton überhaupt? Insider gehen davon aus, dass der Brite die sieben WM-Titel von Michael Schumacher übertrumpfen – und neue Bestmarken aufstellen möchte. Dafür braucht er mindestens ein weiteres Jahr in einem Top-Auto. Oder mehr, wenn er auf Nummer sicher gehen will.

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Hamilton formuliert das so: “Sobald die kleinen Details erst einmal aussortiert sind, kommen die großen Fragen. Toto und ich kennen uns. Es ist nicht unser erstes Rodeo zusammen. Wir beide sind definitiv happy, wenn alles erledigt ist und wir darauf anstoßen können. Ich jedenfalls werde sicherstellen, einen Tequila zur Hand zu haben, damit ich ihm hinterher zur Entspannung einen anbieten kann. Vielleicht sollte ich das sogar vorher machen.”

Auch ein Satz, der zeigt: Die Verhandlungen sind alles andere als einfach …

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Paukenschlag! Neuer Boss für die Formel 1 gefunden

Paukenschlag in der Formel 1! Chase Careys Vertrag als Geschäftsführer läuft Ende des Jahres aus. Doch ein Nachfolger steht schon parat: Der frühere Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali.

Wie englische Medien übereinstimmend berichten und auch SPORT1 bestätigen kann, soll der derzeitige Lamborghini-Präsident ab 2021 in die Formel 1 zurückkehren – und das gleich als Geschäftsführer.

Laut BBC sind die Teamchefs bereits über die Personalie informiert worden. Carey soll aber an Bord bleiben und in der Rolle des Formel-1-Präsidenten repräsentative Aufgaben übernehmen.

Der 55 Jahre alte Domenicali war von Ende 2007 bis 2014 Teamchef bei Ferrari. Er führte die Scuderia zu ihrem bislang letzten WM-Titel, dem Gewinn der Konstrukteurswertung im Jahr 2008. Mit Fernando Alonso wurde er 2010 und 2012 Vize-Weltmeister hinter Sebastian Vettel und Red Bull.

Ex-Ferrari-Männer an der Spitze der Formel 1

Nach seinem Rücktritt übernahm er beim Weltverband FIA den Vorsitz der Kommission für Monoposto-Rennwagen. Parallel sollte er Audi in die Formel 1 bringen. Doch das Projekt scheiterte am Dieselskandal. Also wurde der 55-Jährige 2016 Geschäftsführer von Lamborghini. 

Carey wiederum hatte das Amt des F1-Geschäftsführers Anfang 2017 nach der Übernahme der Rennserie durch den US-Konzern Liberty Media angetreten. Er folgte auf den langjährigen Königsklassen-Mogul Bernie Ecclestone, der unter den neuen Besitzern von Liberty Media keine Rolle mehr spielen sollte.

Kurios: An der Spitze der beiden wichtigsten Player im Motorsport stehen 2021 zwei ehemalige Ferrari-Teamchefs. Chef des Automobilweltverbands FIA ist bis Ende 2021 Jean Todt, der seinen Teamchefposten bei Ferrari 2007 an Domenicali übergab.

Ross Brawn – ehemaliger Ferrari-Technikchef – soll Formel-1-Sportchef bleiben und würde damit wieder mit seinem alten Kollegen Domenicali zusammenarbeiten. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.

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Ansturm auf Tickets für Deutschland-GP

Die Ticketnachfrage beim Formel-1-Comeback des Nürburgrings nach sieben Jahren ist immens. Die ersten 5000 der insgesamt 20.000 Eintrittskarten für den Großen Preis der Eifel (11. Oktober) sind am Dienstag binnen zwei Stunden vergriffen gewesen.

Das teilte der Streckenbetreiber mit. Die zweite von vier Verkaufsphasen startet am Freitag. Am Montag hatte die Kreisverwaltung Ahrweiler das vorgelegte Gesundheits- und Hygienekonzept der Traditionsrennstrecke genehmigt.

Ende Juli hatte die Formel 1 bekannt gegeben, dass innerhalb des durch das Coronavirus verursachten Notkalenders wieder auf dem Nürburgring gefahren wird. Ursprünglich war für die Saison 2020 kein Formel-1-Rennen in Deutschland vorgesehen.

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Jordan: Verstappen bald besser als Hamilton

Es ist die Frage aller Fragen in der Formel 1: Wer ist der beste Fahrer?

Aktuell stehen zwei Piloten zur Wahl: Seriensieger Lewis Hamilton (35) oder doch schon Red Bulls junger Stier Max Verstappen (22)? Darüber scheiden sich im Moment die Geister in der Königsklasse.

Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve (1997 mit Williams) hält immer noch Hamilton für den Klassenprimus. “Solange es die Hybridmotoren gibt, wird Mercedes nicht zu schlagen sein”, glaubt der Kanadier bei La Stampa. “Aber nicht nur weil Mercedes das beste Auto hat, sondern mit Lewis Hamilton auch den besten Fahrer.” 

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Hamilton wegen Erfahrung vor Verstappen

Das wird sich für Villeneuve auch 2022 nicht ändern, wenn es neue Aerodynamikregeln gibt und drastische Budgetbeschränkungen. Villeneuve erklärt bei SPORT1: “Der Einfluss des Motors wird immer noch viel zu groß sein.”

Und warum Hamilton für ihn der Beste ist, erklärt der Sohn der Ferrari-Legende Gilles so: “Max ist ein Riesentalent und hat sich prächtig entwickelt. Aber Lewis ist immer noch topfit, extrem schnell und hat eben diesen Erfahrungsvorsprung gegenüber Verstappen.”

Anders als Villeneuve sieht es Ex-Formel-1-Teamchef Eddie Jordan. Der Ire, der in England nur noch “das Orakel” genannt wird, seit er 2010 schon früh das Comeback von Michael Schumachers vorausgesagt hat sowie 2012 Lewis Hamiltons Wechsel von McLaren zu Mercedes, hält Verstappen für den besten Formel-1-Piloten.

Jordan zu SPORT1: “Lewis ist unglaublich, er wird bald alle Rekorde von Michael Schumacher brechen. Er hat dann alles erreicht. Aber er wird nicht mehr den Hunger haben, den man am Ende braucht, um ganz oben zu sein. Denn Champions sind wie wilde Raubtiere, die alles wegbeißen und fressen, was sich ihnen in den Weg stellt.” 

Villeneuve sieht Verstappen vorne

Sollten Verstappen und Hamilton im gleichen Team fahren, sieht der Ire den Niederländer vorne. “Max ist mit Abstand der beste von den jungen Wilden, er hat eine unglaubliche Fahrzeugkontrolle, ist sensationell schnell und zwar in jeder Runde, und er hat die nötige Arroganz, die man als Champion braucht. Die Arroganz kommt vom unbändigen Glauben an sich selbst und ist berechtigt. Auf Dauer wird ihn ein satter Hamilton nicht halten können.”  

Nicht nur Jordan würde gerne eine Antwort auf die Frage aller Fragen bekommen. “Ein Zweikampf Verstappen gegen Hamilton im gleichen Team ist doch das, was alle Fans sich wünschen”, so der Ire.

“Weder Bottas bei Mercedes noch Albon oder wer auch immer bei Red Bull hat eine Chance gegen die beiden. Also bringt sie zusammen in ein Team! Es wäre wie einer der legendären Boxkämpfe Muhammad Ali gegen Joe Frazier, nur alle zwei Wochen!”

Jordan: Würde Hamilton zu Red Bull holen

Jordan hält das sogar für möglich: “Noch ist Hamiltons Zukunft unklar. Er hat noch keinen Vertrag für nächstes Jahr unterschrieben. Vielleicht weil er schon weiß, dass sein Vertrauter Toto Wolff aufhört und sein Mercedes-Team spätestens Ende 2021 den Besitzer wechseln könnte. Wäre ich Red Bull, würde ich die Situation jetzt nutzen und Hamilton zu Verstappen ins Team holen. Mit einem Schlag wären sie WM-Favorit, nicht nur, weil sie die beiden mit Abstand besten Piloten im Team hätten, sondern auch, weil Mercedes eine seiner besten Waffen nicht mehr nutzen könnte.” 

SPORT1 konfrontierte Red-Bull-Motorsport-Chefberater Helmut Marko mit der Spekulation. Der Doktor der Rechtswissenschaften schlug nur beim Gedanken daran die Hände über dem Kopf zusammen: “Das gäbe Mord- und Totschlag.” 

Aber genau darum geht es Eddie Jordan: “Es wäre ein Kampf auf Biegen und Brechen. Am Ende würde Red Bull vielleicht nur zwei Drittel aller Rennen gewinnen, weil sich die Kampfhähne bei einigen Rennen von der Piste schießen würden. Aber am Ende hätten alle was davon: Liberty, die Fans, Red Bull und Verstappen. Denn der würde gewinnen.”

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Schumacher reif für F1? "Normaler Mensch wäre durch den Gully"

Die Anzeichen auf eine baldige Rückkehr des Namens Schumacher in die Königsklasse verdichten sich – doch der Druck auf den jungen Nachwuchspiloten ist groß.

“Der Name ist der bekannteste Name im Rennsport in Deutschland – oder gar weltweit. Dadurch hat er eine große Erwartungshaltung von außen”, mahnte der Le-Mans-Sieger und Teamchef Timo Bernhard im AvD Motorsport Magazin auf SPORT1.

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Bernhard, fünfmaliger Sieger beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, lobte den 21-jährigen Sohn von F1-Rekordweltmeister Michael Schumacher aber auch: “Bis jetzt macht er das sehr gut, es wäre toll, wenn der Name Schumacher wieder in der Formel 1 wäre.”

Tost wünscht sich Schumacher in der Formel 1

Ähnlich sieht es auch Franz Tost, der als Teamchef beim zuletzt in Monza siegreichen Formel-1-Teamchef AlphaTauri tätig ist.

“Ich freue mich riesig auf ihn und ich hoffe, dass er nächstes Jahr in der Formel 1 fährt. Er hat in den vergangenen Jahren viele Erfolge eingefahren und führt gegenwärtig in der F2. Daher kann ich ihm nur die Daumen drücken”, sagte der Österreicher.

Zumal das Thema Druck bei Schumacher laut Tost keine Gefahr sein dürfte.

“Er kann dem Druck standhalten, das hat er in den Nachwuchsklassen bewiesen. Ich bin davon überzeugt, dass Mick auch in der Formel 1 erfolgreich fahren wird”, lobte er die Coolness des 21-Jährigen: “Er hat ein gutes Team um sich herum, das ihn gut beraten wird. Er wird den Druck von sich weisen und sich davon nicht aus dem Gleichgewicht bringen lassen.”

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Auch für AvD-Botschafter und RTL-Experte Christian Danner ist die Nervenstärke Schumachers der große Joker für seine Zukunft. “Der Junge hat den ultimativen Druck, seit er das erste Mal im Kart gesessen war. Der ganze persönliche Druck noch dazu seit dem Unfall seines Vaters.” Daher ist er sich sicher, dass er mit Drucksituationen klarkommen würde, “wo ein normaler Mensch längst ab durch den Gully gegangen wäre.”

“Erfolg ist vorprogrammiert”

Allerdings täten die deutschen Motorsport-Fans Tost zufolge gut daran, nicht sofort Wunderdinge vom Sohn des Formel-1-Rekordweltmeisters zu erwarten. Auch ihm müsse man eine Eingewöhnungsphase zugestehen, denn “bis ein neuer Fahrer weiß, wo es in der Formel 1 langgeht, braucht er zwei, drei Jahre.”

Nach der Lernphase sieht Tost jedoch eine rosige Formel-1-Zukunft für Schumacher junior: “Mick ist ein sehr gewissenhafter Fahrer, der alles intensiv studiert und sich mit den technischen Themen auseinandersetzt.” Dank dieser Stärke lehnt sich der Alpha-Tauri-Chef auch weit aus dem Fenster: “Deshalb ist der Erfolg vorprogrammiert.”

Schumacher führt aktuell mit 161 Punkten die Gesamtwertung in der Formel 2 an und gilt als Kandidat für ein Cockpit bei den Ferrari-Motorenkunden Alfa Romeo und Haas.

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Fix: Deutschland-GP in der Formel 1 steigt mit Fans

Die Formel 1 darf sich beim Grand Prix am Nürburgring auf bis zu 20.000 Fans freuen.

Am Montagvormittag teilte der Nürburgring via Twitter mit, dass die Kreisverwaltung Ahrweiler das Hygiene-Konzept des Strecke für ein Deutschland-Rennen vor Fans am 11. Oktober angenommen habe.

Bereits am Dienstag beginnt der Online-Vorverkauf, dabei stehen zunächst die Tribünen T3, T4a und T5b zur Verfügung. Maximal können bis zu 20.000 Fans am Rennsonntag dabei sein, selbstverständlich gilt auf den Plätzen das Abstandsgebot. Für die Bestellung der Tickets gilt anders als im Fußball keine Wohnort-Beschränkung, der ständige Wohnort darf lediglich nicht in einem aktuellen Risikogebiet liegen. Eintrittskarten sind ab 199 Euro zu haben.

Zuletzt 2013 F1-Rennen am Nürburgring

“Natürlich ist in Zeiten von Corona und dem dadurch bedingten enormen Personal- und Planungsaufwand alles eine Kostenfrage. Es geht aber auch darum, allen Fans die Möglichkeit zu geben, sich Tickets leisten zu können und das Rennen sicher zu erleben”, sagte Geschäftsführer Marco Mirkfort der Bild.

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, ergänzte: “Wenn am 11. Oktober der Titel ‘Großer Preis der Eifel’ verliehen wird, ist das weit über die Grenzen des Motorsports hinaus eine Werbung für die Eifel, in der die Formel 1 auch ein Stück Identität ist.”

Der Grand Prix am Nürburgring fand zuletzt 2013 statt, damals gewann Sebastian Vettel im Red Bull. Ende Juli hatte die Formel 1 bekannt gegeben, dass innerhalb des durch das Coronavirus verursachten Notkalenders wieder auf dem Nürburgring gefahren wird. 

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Grand Prix in Imola vor Rekordkulisse

Die Formel 1 wird ihr Grand-Prix-Wochenende in Imola am 31. Oktober und 1. November vor 13.000 Zuschauern austragen.

Um die Sicherheit aller Beteiligten zu garantieren, müssen sich die Veranstalter zur Einhaltung strenger Hygiene-Auflagen verpflichten. Das beschlossen die Behörden der norditalienischen Region Emilia Romagna, zu der Imola gehört. 

Beim Rennen am 13. September in Mugello waren knapp 3000 Zuschauer zugelassen, am 6. September in Monza waren 250 eingeladene Mediziner an der Strecke live dabei.

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Die italienische Regierung hatte am Freitag die Regeln für Events unter freiem Himmel gelockert. 

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Deutsche Rennlegende im Film? Hollywood-Star hat eine Idee

Le Mans hat schon immer auch Hollywood angezogen. Schauspieler Patrick Dempsey (Grey’s Anatomy) gehört ein eigenes Porsche-Amateurteam. Bis 2015 fuhr er selbst, jetzt ist er nur noch Teamchef.

Der US-Amerikaner setzt auch 2020 wieder drei Porsche 911 RSR (Vierzylinder-Sechszylinder-Boxer, 510 PS) in der GT-Amateurklasse ein, ist dort Titelverteidiger.

SPORT1 hat mit ihm gesprochen.

SPORT1: Herr Dempsey, Ihr Team ist bei den 24 Stunden von Le Mans in der GTE-Amateurklasse Favorit. Wieso fahren Sie nicht mehr selbst und sitzen nur noch auf der anderen Seite der Boxenmauer?

Patrick Dempsey (54): Ich habe meine Ziele 2015 erreicht. Ich wollte immer in Le Mans in meiner Klasse auf dem Podium stehen. Ich hätte noch mehr trainieren und mich dem Rennsport noch mehr widmen müssen, als ich es in dem Jahr schon getan habe. Und ich werde auch nicht jünger. Ich habe drei Kinder, die ich aufwachsen sehen will. Gleichzeitig wollte ich dem Sport verbunden bleiben. Jetzt habe ich eine neue Rolle und bin glücklich damit. Es ist wichtig, dass man sich verändert und neue Ziele verfolgt. Das entspricht auch der Philosophie von Porsche.

SPORT1: Paul Newman, Jackie Chan, Patrick Dempsey – warum sind so viele Schauspieler mit dem Rennsport-Virus befallen?

Dempsey: Ich denke, sie lieben den Motorsport einfach. Ich habe Jackie Chan noch nie getroffen. Aber sein Team in Le Mans ist immer für eine Überraschung gut. Paul Newman war ein Racer durch und durch. Ich denke, gerade für die Hollywood-Welt hat dieser Rennzirkus etwas Abstraktes.

SPORT1: Was ist für Sie spannender: ein Rennen oder ein Blockbuster?

Dempsey: So ein 24-Stunden-Rennen von Le Mans ist fantastisch. In jeder Kategorie ist es aufregend. Ich bin glücklich, als Teamchef dabei zu sein. Für mich ist es die Unvorhersehbarkeit, die solche Rennen über jeden Film stellen. Es ist viel mehr Drama und ist aufregender. Rennen wie Le Mans kann kein Drehbuchautor besser schreiben.

Dempsey: “Ich liebe die Geschichte dieses Sports”

SPORT1: Für viele sind Sie ein Idol. Hatten Sie aus dem Rennsport auch selbst Idole?

Dempsey: Ich habe mal neben Carroll Shelby gelebt. Er machte oft Blaubeerkuchen, und da kam ich gerne vorbei. Wir sind dann dagesessen, haben Kuchen gegessen, und ich hörte ihm einfach nur zu. Er war Teil der Generation von amerikanischen Rennfahrern, die nach Europa gekommen sind, wie Phil Hill, Dan Gurney, Richie Ginther. Das waren die Jahre, in denen Fahrer wie Stirling Moss gefahren sind. Ihnen zuzuhören, ist wirklich unglaublich. Ich liebe die Geschichte dieses Sports.

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SPORT1: Die Geschichte ist das eine, aber der Motorsport steht auch für die Zukunft. In Ihrer Klasse kommen in Le Mans bisher ja noch keine Hybrid- oder Elektromotoren zum Einsatz. Viele können sich damit nicht identifizieren.

Dempsey: Der eine beschwert sich über Mangel an Lärm, der andere über zu viel Lärm (lacht). Seit Generationen haben wir uns an Sound und Gestank gewöhnt. Aber jetzt ändert sich alles. Leute fürchten immer Veränderungen, aber das ist falsch. Du musst mit der Zeit gehen. So läuft das Leben.

SPORT1: In Ihrer Paraderolle als Dr. Shepherd in Grey’s Anatomy sind Sie bei einem Autounfall gestorben. Wieso das?

Dempsey: Zu dieser Zeit habe ich mich wirklich auf meine Karriere als Rennfahrer in der Sportwagen-WM fokussiert. Ich habe dann für mich die Entscheidung getroffen, dass mir das wichtiger ist. Wichtiger als die Show. Warum der Unfalltod auf der Straße? Ich denke, die Drehbuchautoren wollten damit einfach ihr Statement dazu abgeben, leider (lacht). Aber ich habe die richtige Entscheidung getroffen. Ich bin glücklich.

Motorsport und Homosexualität

SPORT1: Fehlt noch ein Rennfilm mit Ihnen in der Hauptrolle …

Dempsey: Mein Fokus liegt derzeit darauf, Producer zu sein. Ich habe zuletzt meine Dokumentation über Hurley Haywood (dreifacher Le-Mans-Sieger aus den USA; d. Red.) und seine Karriere beendet. Das hat vier Jahre gedauert. Danach kam ein Film über die Kunst des Rennfahrens im Regen (“Enzo und die wundersame Welt der Menschen”; d. Red.). Wir wollen Leute an den Motorsport heranführen.

SPORT1: Warum ausgerechnet ein Film über Hurley Haywood?

Dempsey: Ich war immer schon ein Fan von Hurley. 2003 bin ich das erste Mal selbst in Daytona gefahren. Damals wurde er mein Mentor. Seine Geschichte ist eine wichtige gesellschaftliche Story, die man erzählen muss. In den USA kennt ihn jeder als fairen Sportsmann und Siegertyp. Gleichzeitig musste er seine Homosexualität in der männlich dominierten Welt des Motorsports jahrelang verstecken, stand deshalb enorm unter Druck. Es gibt noch so viel Intoleranz in der Welt. Wir müssen uns aber respektieren, wie wir sind. Ich urteile nicht über Sie und Sie nicht über mich. Das ist wirklich wichtig, und das unterstreicht Hurleys Geschichte.

SPORT1: Sie sagten, er war auch Ihr Mentor. Was hat er Ihnen beigebracht?

Dempsey: Er hat immer gesagt: Wenn du die 24 Stunden von Le Mans fährst, musst du wissen, dass es ein langes Rennen ist. Lass das Rennen zu dir kommen. Du musst nicht immer die schnellste Runde drehen. Lass es rollen. Diese Worte gingen mir während meiner Rennen immer wieder durch den Kopf. Er hat mir auch den Tipp gegeben, im Auto Kaugummi zu kauen. Zu seiner Zeit hatten sie ja noch kein Trinksystem und bekamen deshalb  ständig  ei-nen trockenen Mund. Da hilft Kaugummi. Selbst wenn ich für Porsche Werbevideos drehe, sieht man mich jetzt oft darauf kauen … (lacht).

Berghe von Trips: “Wäre eine tolle Geschichte”

SPORT1: Wieso sind Rennfilme eigentlich so beliebt? Netflix hat mit der Formel-1-Doku auch große Erfolge erzielt.

Dempsey: Im Rennsport gibt es immer Dramen. Das ist schon mal ein guter Hintergrund, um darauf aufzubauen. Aber es geht auch darum, nie aufzugeben, immer ruhig zu bleiben. Da kann man tolle Lehren draus ziehen – auch fürs Leben.

SPORT1: Dann wäre es doch mal Zeit für eine Serienfigur, die Rennfahrer ist …

Dempsey: Wenn dich nur das Racing interessiert, wird der Film nicht so interessant sein. Entscheidend ist: Was ist das Drama, bevor du ins Auto steigst, und was, wenn du wieder aus dem Auto kletterst. Du musst auch überlegen, welche Periode du nimmst: die Gegenwart? Oder die 50er-/60er-Jahre? Wolfgang Graf Berghe von Trips wäre zum Beispiel eine tolle Geschichte. Mein Team hat ja in Deutschland seinen Sitz. Deshalb weiß ich: In der Nähe von Köln gibt es in seinem Schloss ein Museum. Da lohnt sich ein Besuch. Durch seinen Tod im Ferrari und den Kampf gegen US-Boy Phil Hill ist er ein weiterer Held, dessen Geschichte erzählt werden muss.

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Menschlicher Aspekt in der Formel 1

SPORT1: Wie sehen Sie die Rennfahrer von heute?

Dempsey: Wegen der Autos vergisst man oft den menschlichen Aspekt. In der Formel 1 sieht man meistens nur die Dominanz von Mercedes und Lewis Hamilton. Dank der Netflix-Doku war es toll, auch mal einen Blick auf die Seite zu werfen, die normalerweise untergeht – die der Hinterbänkler. Weil du siehst, wie sie zu kämpfen haben, und sie auch als Menschen besser kennenlernst.

SPORT1: Lewis Hamilton ist aber auch ein filmreifer Charakter …

Dempsey: Er ist ein großartiger Fahrer. Aber er hat auch das richtige Auto. Und eine ganz eigene Persönlichkeit. Die Formel 1 ist in Amerika ein Nischensport. Trotzdem kennen ihn die Leute. In Zukunft sollte man auch seine Geschichte erzählen. Aber noch ist es dafür etwas zu früh.

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