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Ferrari feiert Jubiläum – Hamilton den Sieg?

Ursprünglich hätte der neunte WM-Lauf der diesjährigen Formel-1-Saison im kanadischen Montreal steigen sollen.

Doch die Corona-Pandemie würfelte auch in der Königsklasse des Motorsports sämtliche Termine durcheinander, so dass der neunte Grand Prix des Jahres nicht in Nordamerika, sondern in Italien stattfindet.

Es ist also purer Zufall und nicht geplant gewesen, dass das 1000. Rennen von Ferrari ausgerechnet vor der eigenen Haustür auf der hauseigenen Strecke der Scuderia in Mugello stattfindet. (Formel 1: Großer Preis der Toskana am Sonntag ab 15.10 Uhr im LIVETICKER)

Ferrari-Land nicht in Feier-Stimmung

Was in normalen Zeiten eine ganze Nation in Euphorie versetzt hätte, sorgt im Jahr 2020 zwar für viele Erinnerungen und symbolträchtige Aktionen, aber die ausgelassene Stimmung mag nicht so recht aufkommen.

Was einerseits an den Einschränkungen durch das Virus liegt, andererseits aber auch an der epochalen Krise von Ferrari. Erstmals seit Jahrzehnten ist die Scuderia in der Teamwertung nicht unter den Top 5 zu finden. 

Leclerc lässt auf bessere Zeiten hoffen

Immerhin sind erstmals zumindest wieder ein paar Zuschauer an der Strecke zugelassen. Die 3000 Fans werden zwar keinen Sieg der Italiener bejubeln dürfen, aber zumindest Charles Leclerc sorgte mit seinem fünften Platz im Qualifying für etwas Hoffnung auf bessere Zeiten.

Sebastian Vettel, einst als großer Hoffnungsträger geholt, kann selbige schon lange nicht mehr verbreiten. Er startet nur als 14. ins Rennen.

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Um den Sieg werden wohl auch beim Toskana-Grand-Prix nur die Mercedes-Piloten fahren, wobei Pole-Setter Lewis Hamilton gegenüber seinem Teamkollegen Valtteri Bottas favorisiert ist.

Den leidgepfrüften Ferraristi bleibt aber zumindest eine Schmach erspart. Hamilton kann auch in Mugello noch nicht den Rekord ihres Idols Michael Schumacher von 91 Rennsiegen egalisieren. Ein Triumph in Mugello wäre erst der 90. Sieg in der beeindruckenden Karriere des Briten.

So können Sie das Rennen der Formel 1 in Mugello LIVE verfolgen:

TV: RTL, Sky
Stream: TV Now, Sky
Ticker: SPORT1.de und SPORT1 App

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So verneigen sich Hamilton und Mercedes vor Ferrari

Nicht auszudenken, welche Emotionen hochkochen würden, sollten tatsächlich mal wieder die Kirchenglocken von Maranello läuten, hätten die Roten um Sebastian Vettel und Charles Leclerc am Ende triumphiert.

Doch auch so fiebert quasi ganz Italien mit, wenn es am Sonntag (Formel 1: Großer Preis der Toskana am Sonntag ab 15.10  Uhr im LIVETICKER) in Mugello auf der hauseigenen Strecke nahe Florenz zwar kaum um den Sieg, wohl aber richtig zur Sache geht.

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Dann tritt Ferrari zum nunmehr 1000. Mal bei einem Grand Prix an – eine historische Marke in der Formel 1 für eine ebenso legendäre Automobil-Marke. Eine Woche nach dem Rennen in Monza schreibt der Große Preis der Toskana Geschichte.

Denn seit 1950 ist die Scuderia nicht mehr wegzudenkender Teil in der Königsklasse des Motorsports. Ein Mythos mit Fahrer-Heroen wie Michael Schumacher, Niki Lauda, Alberto Ascari oder Juan Manuel Fangio – und italienisches Nationalheiligtum sowieso.

Ferrari feiert bisher 238 GP-Siege

Zur Erinnerung: Ferrari ist das einzige Team, das bislang an jeder der 71 Saisons teilgenommen hat. Mehr noch: Mit 238 Siegen, 16 Konstrukteurs- und 15 Fahrer-Titel ist der älteste Rennstall der F1 zugleich der erfolgreichste.

Und auch wenn der aktuelle SF1000 der Konkurrenz völlig unterlegen ist, die Leidenszeit seit Vettels Sieg in Singapur im vergangenen September 2019 andauert und über den nun neunten Saisonlauf hinausgehen dürfte - Ferrari ist und bleibt Faszination pur.

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So sehr, dass sogar die Konkurrenz in einer Geste von Respekt und Anerkennung an seinen farblichen Grundfesten rüttelt. (Rennkalender 2020 der Formel 1)

So wird der als Safety Car eingesetzte Mercedes-AMG GT R am Wochenende Rot tragen anstatt seines üblichen Silbers, um an die Rennsport-Historie zu erinnern, “die uns einige der größten Momente in der Formel 1 beschert hat”. 

Weiter heißt es dazu: “Die Frauen und Männer in Maranello blicken bei diesem Jubiläum auf eine stolze Geschichte zurück und an diesem Wochenende zollen wir ihnen damit Respekt.”

Mercedes aus Respekt in Rot 

Der Legende nach soll übrigens erst ein Tropfen Blut von Gründer Enzo Ferrari dem heute zu Fiat Chrysler Automobile gehörenden Automobilkonzern seine so typische rote Farbe beschert haben. 1947 hatte der ehemalige Rennfahrer Ferrari gegründet – stets mit dem Ziel, die Marke vor allem über den Rennsport zum Erfolg zu führen.

Der Plan sollte aufgehen – nicht nur, weil anstelle der einst jährlich gerade mal 100 hergestellten Autos bis 2019 per Annum inzwischen knapp über 10.000 Luxuswagen vom Band liefen.

Zum Riesen stieg Ferrari vor allem dank Michael Schumacher auf, der aus der “roten Gurke” eine “rote Göttin” machte. Der Rekordweltmeister gewann fünf seiner sieben Weltmeisterschaften im Auto der Italiener, fuhr für die Scuderia auch die meisten Rennen (180).

Danach sollte es nur noch Kimi Räikkönen (2007) nach ganz oben schaffen, während den als Weltmeister kommenden Fernando Alonso und Sebastian Vettel – selbst im sechsten Anlauf – ein solcher Triumph nicht vergönnt war.

Der Name Schumacher überstrahlt alles

Überhaupt Schumacher: Mick, der Sohn des Kerpeners wird am Wochenende vor dem Rennstart in den legendären Ferrari F2004 seines Vaters steigen und darin eine Runde drehen.

“Ich kann den Sonntag in Mugello kaum erwarten!”, twitterte der 21-Jährige, der in der Formel 2 als Mitglied der Ferrari-Nachwuchsakademie seinen Sprung in die Formel 1 plant.

Und auch der vom Hof, sprich zu Aston Martin gejagte Vettel fügt an: “Ich sehe es als Ehre, beim 1000. WM-Lauf von Ferrari antreten zu dürfen.” In Erinnerungen an die ersten Ferraris bekommt auch Vettels Dienstfahrzeug nun eine traditionelle weinrote Lackierung, die Rennanzüge sollen farblich ebenfalls verändert werden.

Hamilton wünscht sich Ferraris alte Stärke

“Ferrari hat eine außergewöhnliche, eine wunderbare Geschichte geschrieben voller Tradition. Und auch die schwierigen Zeiten, in denen der Erfolg nicht mit uns ist, können an dieser glorreichen Geschichte nichts ändern”, so der ehemalige Ferrari-Boss Luca di Montezemolo kürzlich bei RTL.

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Was dem zum Zwergen-Status geschrumpften Riesen bleibt, ist der Glaube an Besserung und der Ansporn durch die Konkurrenz.

“Ich hoffe, dass wir sie irgendwann ganz vorne wieder dabei haben”, sagt Weltmeister und Saison-Dominator Lewis Hamilton. ”Die Formel 1 wäre nicht dasselbe ohne Ferrari.”

Dass dazu auch Tragödien gehören wie die Feuer-Katastrophe mit Niki Lauda 1976 auf dem Nürburgring oder der tragischen Unfall-Tod des Kanadiers Gilles Villeneuve 1982 im belgischen Zolder, hat den Mythos bemerkenswerterweise eher noch verstärkt.

Sollte am Sonntag die Sensation tatsächlich gelingen, die Glocken von Maranello würden wohl noch länger als drei Tage erklingen wie im Jahr 2000, als Michael Schumacher seinen ersten Ferrari-Titel einfuhr.

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Debüt im Ferrari-Land: Das ist die F1-Strecke in Mugello

Ferrari steckt tief in der Krise. Die Autos funktionieren nicht und momentan versuchen die Fahrer vorrangig, unfallfrei ins Ziel zu kommen. Platzierungen auf dem Treppchen scheinen in weiter Ferne.

Gerade in dieser schwierigen Phase feiert der italienische Rennstall ein großes Jubiläum. Zum 1000. Mal geht das Team am Wochenende in der Formel 1 an den Start und es kommt zu einem echten Heimrennen beim Jubiläum. (Rennkalender der Formel 1)

Am Sonntag wird das erste Mal auf dem Autodromo Nazionale del Mugello ein Großer Preis der Formel 1 (Formel 1: Großer Preis der Toskana am Sonntag ab 15 Uhr im LIVETICKER) stattfinden.

Grund für den neuen Circuit ist die weltweite Corona-Pandemie, die den Rennkalender ordentlich durcheinandergewirbelt hat. Die Strecke nördlich von Florenz ist für Ferrari kein Neuland, denn die Italiener sind die Eigentümer. Ob das ein Vorteil für die Fahrer sein kann, wird sich am Wochenende zeigen.

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SPORT1 stellt die die neue Formel-1-Strecke vor.

Formel 1: Schnelles Rennen in Mugello

Eine Runde ist in Mugello 5245 Meter lang und beinhaltet 15 Kurven. Auf den rund fünf Kilometern ist ein sehr schnelles Rennen zu erwarten. Vor allem die Start- und Zielgerade bietet die Möglichkeit, alles aus den Autos herauszuholen. Mit 1141 Metern ist sie eine der längsten der diesjährigen Saison.

Direkt im Anschluss folgt der langsamste Teil der Strecke. Folglich wirken in Kurve 1 extrem hohe G-Kräfte auf die Fahrer, ehe sie eine leichte Steigung hinauffahren und in schnellen Schikanen wieder Tempo aufnehmen können.

Daraufhin kommen zwei flache Kurven, in denen ebenfalls gut Tempo gemacht werden kann. Dann wird es darauf ankommen, dieses Tempo in den letzten großen Kurven gut zu konservieren, um auf der Zielgeraden Höchstgeschwindigkeit zu erreichen.

Mugello Circuit nicht allen bekannt

Der Rennstandort Mugello blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Bereits 1914 wurden in der Gegend erste Rennen ausgetragen, damals aber noch auf öffentlichen Straßen.

Im Jahr 1970 kam es auf den Straßen zu einem tragischen Unfall. Der italienische Rennfahrer Spartaco Dini raste während einer Trainingsfahrt in eine Gruppe Fußgänger, wobei ein Baby getötet wurde. Besonders brisant war diese Tragödie, weil Dini kurz vorher vom Team Alfa Romeo entlassen wurde und vermutlich illegal trainierte. Ein drei Wochen später geplantes Rennen wurde daraufhin abgesagt.

Am 23. Juni 1974 wurde die Strecke von öffentlichen Straßen auf einen eigenen Rundkurs verlegt. Dieser Kurs bildet den Ursprung des heutigen Mugello Circuit.

Auch wenn die Formel 1 dieses Jahr das erste Mal in Mugello zu Gast ist, hat die Strecke schon viele Weltmeisterschaften erlebt. Seit 1991 findet der Große Preis von Italien in der Motorrad-Weltmeisterschaft auf diesem Circuit statt. Außerdem ließ die DTM dort schon häufiger die Motoren aufheulen.

Unter den Fahrern der Formel 1 ist Mugello kein gänzlich unbeschriebenes Blatt, da einige Teams und Fahrer die Strecke bei Testfahrten in der Vergangenheit kennenlernen durften. Der Großteil kennt sie jedoch nur aus dem Simulator.

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Diese Klausel ermöglichte Vettels Aston-Martin-Deal

Er ist wieder der alte Sebastian Vettel.

Locker, zugänglich, immer einen coolen Spruch auf den Lippen. Man merkt, dass sein Wechsel zu Aston Martin eine riesen Erleichterung für ihn war. Den Donnerstagabend verbrachte er alleine in seinem Motorhome, bereitete sich zum Abendessen Eier zu. Er war großartig gelaunt dabei. Denn die Eier schmeckten ihm jetzt viel besser als noch die Woche zuvor in Monza. Da zweifelte er an seiner Formel-1-Zukunft, stand kurz vor dem Rücktritt.

Denn wie der nächstjährige Aston-Martin-Teamchef Otmar Szafnauer bestätigte, ließ sich die Truppe um Milliardär Lawrence Stroll viel Zeit mit der Entscheidung. Pérez behalten oder Vettel engagieren? Das war die Frage aller Fragen.

Klausel in Pérez’ Vertrag entscheidend

Geholfen hat Racing Point – so erfuhr SPORT1 – offenbar eine Klausel in Pérez’ Vertrag. Demnach konnte das Team Pérez ohne Abfindung kündigen, wenn der Mexikaner nach dem Italien-GP in der WM hinter seinem Teamkollegen Lance Stroll liegt.

Deshalb macht auch die späte Entscheidung pro Vettel Sinn: Vor dem GP in Monza hatte der Mexikaner nur neun Punkte Rückstand auf seinen jungen Teamkollegen aus Kanada. Theoretisch hätte er ihn in der Tabelle noch überholen können. Doch als Stroll in Monza als Dritter aufs Podium fuhr und Pérez gleichzeitig nur einen Zähler holte, war der Weg für Vettel frei. 

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Szafnauer bestätigt das. “Lance ist schon seit ein paar Jahren bei uns. Sein Vater besitzt das Team. Als wir über einen Fahrerwechsel nachdachten, weil Seb verfügbar war, dachten wir aufgrund von Optionen im Vertrag über Checo nach. Diese Optionen gab es nicht bei Lance.”

Verkündung ging rasend schnell

Szafnauer entschuldigte sich quasi dafür, dass er im Vorfeld der Verpflichtung Nebelkerzen schmeißen musste. “Jedes Mal, wenn man mich über einen Fahrerwechsel fragte, hatte Pérez noch einen für uns gültigen Vertrag”, so der Rumäne. Nach Monza eben nicht mehr. 

Danach ging alles extrem schnell. So schnell, dass Aston Martin noch nicht mal offizielle Fotos vom neuen Fahrer machen konnte. SPORT1 erfuhr: Die verwendeten Bilder, die das Team in der offiziellen Verkündung verschickte, kamen von Vettel selbst. Die Fotos hatte der Deutsche vor zwei Jahren als Privatmann gemacht und jetzt wieder ausgegraben.

Was von Aston-Martin-Seite aus für Vettel sprach: “Er ist 33 Jahre alt, immer noch auf dem Höhepunkt seiner Karriere, hat viel Erfahrung, ist extrem motiviert, arbeitet hart. Seb passt perfekt zu uns und unseren Zielen”, so Szafnauer. “Mit Aston Martin und dem neuen finanziellen Hintergrund, dem neuen Werk in Silverstone, dem Plus an Personal um 20 Prozent”, werde das Team deutlich wachsen.

“Sebastian bringt die Erfahrung von vier WM-Titeln und 53 Siegen mit, und wird uns damit helfen. Wir wollen in die Top drei, Top vier vorstoßen.” 

Vettel darf Stroll schlagen

Vettel sieht das genauso: “Ich denke, Aston Martin ist eine legendäre Marke und das Team hat das Potential sich noch mehr zu steigern. Es ist eine Herausforderung und ich nehme sie gerne an.” Geld, betont der Deutsche noch mal, “hat keine Rolle gespielt.” Die angeblichen 15 Millionen Euro Jahresgehalt wolle er nicht kommentieren.

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Szafnauer räumte auch gleich mit dem Vorurteil auf, der Deutsche dürfe Teamkollege Lance Stroll nicht schlagen – immerhin ist der Kanadier der Sohn des Teambesitzers. “Keine Frage”, betont Szafnauer. “Vettel darf Lance natürlich schlagen, wenn er besser ist. Wir haben unsere Fahrer immer gegeneinander antreten lassen. Das wird auch in der Zukunft so sein.”

Fest steht: Die einzige Wahl, die Vettel hatte, könnte für ihn das Sprungbrett zu weiteren Siegen werden, womöglich auch Titeln.

Aston Martin für Ecclestone richtige Wahl

Der Meinung ist zumindest Vettel-Vertrauter Bernie Ecclestone. 

“Seb hatte zwar keine große Wahl, aber Aston Martin könnte noch ein Blatt mit vier Assen für ihn werden”, sagte er im Gespräch mit SPORT1. “Sollte Mercedes als Werksteam doch mal aufhören, könnte Aston Martin diese Rolle übernehmen. Beide Marken verbindet ja auch eine Kooperation auf dem Automobilsektor. Wenn das passiert, hat Sebastian alles richtig gemacht.”

Bis dahin will der Heppenheimer seinen Job bei Ferrari mit Anstand beenden. Das nächste Mal am Sonntag beim 1.000-Ferrari-Rennen in Mugello. Um Siege, das steht fest, wird er in dieser Saison nicht mehr fahren. Doch mit der neuen Perspektive kann er diese für einen Rennfahrer extreme frustrierende Erkenntnis lockerer verkraften.

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Dank Monza: Weg frei für umgedrehte Startaufstellung?

Die Letzen sollen die Ersten sein – oder wenigstens eine Chance darauf haben und so die Formel 1 endlich wieder richtig spannend machen.

Für viele Motorsport-Fans dürfte es ein fast schon verloren geglaubtes Gefühl gewesen zu sein, als Pierre Gasly beim Großen Preis von Italien dem Establishment unverhofft die Show stahl. Mit dem Franzosen im Außenseiter-Team Alpha Tauri triumphierte erstmals seit sieben Jahren wieder ein Rennstall, der nicht Mercedes, Ferrari oder Red Bull heißt.

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Weil sich der bisherige Dominator Lewis Hamilton nach einer Strafe und einem Neustart in der zweiten Rennhälfte von ganz hinten durch das Feld kämpfen musste, war der Weg geebnet für Gaslys Cinderella-Story – und für Ross Brawn danach für noch viel mehr.

Der Sportchef der F1-Eigentümer Liberty Media unternimmt nun den erneuten Vorstoß, Rennen mit einem durchgemischten Grid durchzusetzen, sprich: Grands Prix mit dem Charakter von Sprintrennen bei umgedrehter Startaufstellung, so wie es sich in Monza wegen einer Unterbrechung mit der roten Flagge eher zufällig ergeben hatte.

Reverse Grid: Mercedes stellt sich quer

“Wir glauben, dass das Rennen die Spannung gezeigt hat, die ein durchgemischtes Feld erzeugen kann”, betonte Brawn dazu in seiner Kolumne auf der offiziellen F1-Website: “Und mit den nächstjährigen Autos, die gleich bleiben – da könnten unsere Fans ähnliches Drama sehen, wie wir es an diesem Wochenende in Monza hatten.”

Zur Erinnerung: Schon im Frühjahr während der Corona-Zwangspause hatte Brawn sein Vorhaben aufs Tapet gebracht. (Die Fahrerwertung der Formel 1)

Sein konkreter wie kühner Plan dabei: An ausgewählten Wochenenden hätte am Samstag ein verkürztes Rennen ausgetragen werden sollen, bei dem die Startaufstellung die umgekehrte WM-Reihenfolge gewesen wäre. Das Ergebnis dieses Sprints hätte dann den Grid für das eigentliche WM-Rennen am Sonntag festgelegt.

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Am Ende aber stieß das Vorhaben bei mehreren Teams – allen voran Mercedes – auf Ablehnung.

“Ich glaube, die Formel 1 ist eine Leistungsgesellschaft. Der beste Fahrer im besten Auto gewinnt. Wir brauchen kein Gimmick, um das Feld umzudrehen und aufregendere Rennen zu erzeugen”, hatte Silberpfeil-Teamchef Toto Wolff gewettert.

Brawn sieht Monza als bestes Beispiel

“Monza war ein Kandidat für ein Reverse-Grid-Sprintrennen, als wir überlegt haben, dieses Format in diesem Jahr zu testen”, bestätigte Brawn nun: “Leider konnten wir es nicht durchbringen.”

Das vergangene Renn-Wochendende indes war das Beste, was dem F1-Lenker und seinen Argumenten passieren konnte. (Rennkalender 2020 der Formel 1)

“Das Konzept ist noch immer etwas, das wir und die FIA in den nächsten Monaten durcharbeiten und mit den Teams für nächstes Jahr diskutieren wollen”, erklärt Brawn: “Wir werden weiterhin neue Formate evaluieren – mit dem Ziel, die Show zu verbessern aber immer die DNA der Formel 1 zu erhalten.” 

Dass er Mercedes und Co. damit ein gehöriges Umdenken abverlangt, ist dem Briten und früheren Ingenieur durchaus bewusst: ”Natürlich müssten die Teams bei einem Reverse-Grid-Sprintrennen ihre Autos anders abstimmen. Gegenwärtig stimmt Mercedes ihre Autos so ab, um die schnellste Runde zu erreichen und dann das Rennen an der Spitze zu kontrollieren. Wenn sie wissen, dass sie überholen müssen, müssen sie diesen Ansatz ändern.”

Zweiter Anlauf zum Reverse Grid dank Concorde Agreement

Was Brawns Chancen auf die Verwirklichung seines Plans verbessert, ist das neue Concorde Agreement. Das sieht einen Einstimmigkeitszwang bei Beschlüssen nicht mehr vor, erachtet stattdessen ein Votum mittels einer so genannten Super-Mehrheit für hinreichend.

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Das wären in Zahlen 28 von 30 Stimmen der Beteiligten, die sich wiederum zusammensetzen aus zehn Protagonisten des Internationalen Automobilverbands FIA, weiteren zehn der Formel-1-Inhaber Liberty Media um Brawn sowie den zehn Teams.

Was auch bedeutet: Stimmen acht von zehn Rennställen zu, würde das bereits reichen für die Super-Mehrheit – und eine Mercedes-Ablehnung irrelevant erscheinen. 

Mick Schumacher macht es vor in Formel 2

Dass das unter anderem in der Formel 2 (wie auch bei der Superbike oder der Tourenwagen-WM) bereits zum Einsatz kommende Reverse-Grid-Modell funktionieren kann, bewies in Monza übrigens Mick Schumacher:

Der Sohn von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher war nach seinem Sieg im Hauptrennen beim anschließenden Sprint-Event vom achten Platz gestartet – und hatte dort dennoch mit Rang drei Grund zum Jubeln.

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Aston Martins neuer 007 – Vettel endlich wieder Heilsbringer

Sein Name ist Vettel. Sebastian Vettel. Er bekommt sie nun also, die Lizenz zum Rasen im Auftrag ihrer Majestät.

Der viermalige Weltmeister wechselt von Ferrari zu Aston Martin (noch Racing Point). Erst einmal für 2021 und darüber hinaus.

Es ist in erster Linie eine Entscheidung FÜR die Formel 1, die der 33-Jährige da getroffen hat. Für die Rennserie, der er mit vier WM-Titeln einst seinen Stempel aufgedrückt hat. Und zu der er in den Chaostagen bei der roten Diva Ferrari beinahe seine Zuneigung eingebüßt hätte.

Rot wird nun gegen Rosa getauscht oder sogar Aston-Grün – und alles soll wieder besser werden für den deutschen James Bond des Motorsports.

Vettels Bekenntnis zur Königsklasse klingt emotional und rational zugleich: “Ich habe immer noch so viel Liebe für die Formel 1 und meine einzige Motivation ist es, an der Spitze des Feldes zu fahren. Dies mit Aston Martin zu tun, wird ein großes Privileg sein.”

Vettel bleibt der Formel 1 treu

Manchmal reicht ein einziger Moment, um sich eines in den Wirren des Ferrari-Ärgers verloren gegangenen Gefühls zu besinnen. Die Entscheidung zu bleiben, traf Vettel am vergangenen Samstag, ausgerechnet nach seinem Aus im ersten Qualifying-Abschnitt zum Großen Preis von Italien.

Er flüchtete auf sein Fahrrad und radelte los. Beobachter meinten, er wolle sich im königlichen Park abreagieren. Stattdessen fuhr Vettel an die Parabolica und schaute zu. Wie die 1000 PS-Geschosse durch eine der schnellsten und traditionellsten Kurven der Formel 1 rasen.

Da war er wieder, der hessische Seb, der sich in den Motorsport verliebt hatte, als er in den frühen 90er Jahren mit seinem Vater Norbert an den langen Waldgeraden des Hockenheimrings auf den Benetton von Michael Schumacher wartete. Und der immer noch staunen kann ob der Faszination, die sein Sport auszuüben vermag.

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“Die Autos sind ja lauter, als ich dachte”, ließ Vettel später verlauten. In so einem Moment muss er gewusst haben: Darauf will ich nicht verzichten. Noch nicht.

Vettel geht zu Aston Martin

Also schlug er ein bei Aston Martin. Daran konnten auch die Millionen von Sergio Pérez’ Sponsoren aus Mexiko nichts ändern. Racing-Point-Besitzer und Aston-Martin-Großinvestor Lawrence Stroll ist ein Marketinggenie. Er weiß um die Bedeutung des Namens Vettel für Aston Martin. Deshalb rollt er dem deutschen Ex-Champion den roten Teppich aus.

In der Pressemitteilung, die Vettels Ankunft bei den Briten verkündet, zählt das Team seine Erfolge auf. Eine Liste von Argumenten pro Vettel. Und eine Liste, die zeigt: Der Heppenheimer ist Aston Martins neuer 007, der Top-Agent, der den Sportwagenhersteller in geheimer Mission an die Spitze der Königsklasse bringen soll.

Vettel steht wieder im Mittelpunkt eines Teams. Dort, wo er hingehört, wo er sich selbst sieht und wo er bei Ferrari seit zwei Jahren nicht mehr stand.

“Sebastian bringt ein frisches Mindset ins Team”, heißt es in der Pressemitteilung: “Er weiß, wie man auf höchstem Level gewinnt. Seine Verpflichtung ist ein klares Statement für unseren Ehrgeiz, uns als eines der konkurrenzfähigsten Teams in diesem Sport zu etablieren.”

Racing Point will um Podestplätze kämpfen

Vettel ist wieder der Heilsbringer. Selbst dass sein neuer Teamkollege Lance Stroll der Sohn des Besitzers ist, muss ihm keine schlaflosen Nächte bereiten. Lawrence Stroll ist zwar Vater, aber auch Geschäftsmann – mit dem Willen zum ganz großen Erfolg.

Und auch er weiß, was ein anderer Teamchef beobachtet hat: “Das Auto ist dieses Jahr schon besser als seine beiden Fahrer.” DTM-Boss Gerhard Berger glaubt bei SPORT1 sogar: “Mit Vettel am Steuer hätte Racing Point 2020 schon ein Rennen gewonnen.”

Fakt ist: 2020 ist die rosa Kopie des Mercedes-Gebrauchtwagens von 2019 mindestens schneller als Vettels rote Göttin. Das Abkupfern vom Weltmeisterauto aus Brackley kostete zwar 400 000 Euro und 15 Punkte – zurückbauen muss Racing Point aber nicht.

Die Gegner haben alle Proteste gegen den RP20 zurückgezogen. Zum Wohle der Formel 1. Und am Ende auch zum Wohle Vettels. Denn das bedeutet: Sein fahrbarer Untersatz wird auch 2021 noch gut sein, weil die Weiterentwicklung nach der Corona-Pandemie stark eingeschränkt wurde.

Mit dem Erfolgsgarant namens Mercedes-Antrieb im Heck, dem Investment Lawrence Strolls in eine neue Fabrik in Silverstone sowie der ab 2021 geltenden Budgetgrenze von 145 Millionen Dollar dürfte Aston Martin auch in Zukunft um Podestplätze kämpfen.

Die größte Verbesserung von 2020 auf 2021 sitzt dann ohnehin zwischen Lenkrad und Motor: Sebastian Vettel. Formel-1-Agent im Namen ihrer Majestät.

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Vettel geht zu Aston Martin: "Etwas Besonderes aufbauen"

Die Zukunft von Sebastian Vettel ist geklärt. Der deutsche Formel-1-Pilot fährt ab der Saison 2021 für Aston Martin. Das gab das Team am Donnerstagmorgen bekannt.

Der Rennstall, der bisher unter dem Namen Racing Point am Start ist und zuvor Force India war, hatte am Mittwoch die Trennung von Sergio Pérez verkündet.

“Ich freue mich, diese aufregenden Neuigkeiten endlich kund tun zu können. Ich bin sehr stolz sagen zu können, dass ich 2021 Fahrer von Aston Martin sein werde”, erklärte Vettel in einer offiziellen Mitteilung, in der es hieß, dass er “für 2021 und darüber hinaus” verpflichtet wurde. Bis wann der Vertrag also genau läuft, teilte das Team nicht mit.

Vettel über Wechsel zu Aston Martin: “ein großes Privileg”

Es sei ein “neues Abenteuer mit einem wahrlich legendären Auto-Unternehmen”, ergänzte Vettel. Er sei schwer beeindruckt von den Ergebnissen, die Aston Martin in diesem Jahr bisher in der F1 erzielen konnte: “Und ich glaube, dass die Zukunft noch besser aussieht.” Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit Eigentümer Lawrence Stroll, dessen Sohn Lance Stroll das zweite Cockpit besetzt: “Ich glaube, wir können gemeinsam etwas besonderes aufbauen.”

Vettel machte klar, dass er nach wie vor “viel Liebe” für die Formel 1 verspüre. “Meine Motivation ist, an der Spitze des Feldes zu fahren. Dass mit Aston Martin zu tun, ist ein großes Privileg”, sagte der 33-Jährige. 

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Stroll pumpt mächtig Geld in Racing Point

Racing Points Geschäftsführer Otmar Szafnauer erklärte: “Am Samstag und Sonntag nachmittag ist Sebastian einer der Besten der Welt. Ich kann mir keinen besseren Fahrer vorstellen, um uns dabei zu helfen, uns in die nächste Ära zu führen. Er wird eine signifikante Rolle dabei spielen, dieses Team auf das nächste Level zu bringen.” 

Aston Martiin war zuletzt 1960 mit eigenen Autos in der Königsklasse am Start, die Rückkehr als Werksteam ist zunächst genau genommen ein Namenssponsoring: Strukturen und Personal des Rennstalls im englischen Silverstone bleiben größtenteils die gleichen, den Antrieb wird weiterhin Mercedes liefern. Der Einstieg des Sportwagenherstellers geht allerdings auch einher mit einer gewaltigen Finanzspritze für das in den vergangenen Jahren chronisch klamme Team von Milliardär Stroll.

Vettel fuhr in den vergangenen fünf Saisons für Ferrari, verpasste aber das Ziel, mit den Italienern Weltmeister zu werden, wie er es zuvor vier Mal mit Red Bull geschafft hatte. Zuletzt konnte weder der Ex-Champion noch sein Teamkollege Charles Leclerc mit den besten Teams der Königsklasse mithalten. 

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Pérez verlässt Racing Point – Weg für Vettel frei?

Sergio Pérez verlässt Racing Point zum Saisonende.

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Der Mexikaner verkündete seinen Abschied via Twitter. “Alles im Leben hat einen Anfang und ein Ende und nach sieben gemeinsamen Jahren endet meine Zeit mit dem Team nach der Saison”, schrieb Pérez.

Perez ohne Plan B – Vettel als Nachfolger?

Er werde die großen Momente, die sie gemeinsam erlebt hätten, in Erinnerung behalten. Dem aktuellen Team wünscht der Mexikaner “nur das Beste für die Zukunft.”

Teamchef Otmar Szafnauer würdigte in einem Statement des Rennstalls die Leistung von Pérez: “Er ist einer der komplettesten Fahrer im Feld. Wir hatten zusammen einige fantastische Momente.”

Pérez hat eigenen Angaben zufolge keinen Plan B in der Hinterhand. “Mein Wille ist es, weiter Rennen zu fahren. Aber das hängt davon ab, ob ich ein Projekt finde, das mich motiviert, 100 Prozent in jeder Runde zu geben”, erklärte der 30-Jährige, der seit 2011 in der Königsklasse des Motorsports unterwegs ist. In bisher 182 Rennen erreichte er achtmal das Podest. 

Nun könnte bei Racing Point, das zur kommenden Saison als Aston Martin an den Start geht, der Weg für Sebastian Vettel frei sein. Der Deutsche wird schon länger als Kandidat bei Aston Martin gehandelt. Zum Saisonende trennen sich die Wege von Vettel und Ferrari.

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Marko deutlich: Hamiltons Meinung interessiert uns nicht!

Dr. Helmut Marko (77) ist bekennender Tierfreund. Immer schon hatte der Red Bull-Chefberater Hunde und Katzen als Familienmitglieder in seinen Haushalt aufgenommen, sogar in seiner aktiven Zeit in den 70ern, als er Formel 1 fuhr und die legendären “24 Stunden von Le Mans” gewann.

Er bürstete die geliebten Tiere auch selbst, wenn es notwendig war. Heute spendet er viel für Tierheime wie das “Katzenhaus” in seiner Heimatstadt Graz. Als SPORT1 ihn am Mittwoch dort erreichte, bat er um Geduld. “Bitte fasst Euch kurz, ich bin gerade im OP beim Tierarzt mit einer meiner Katzen. Der wird gerade das halbe Ohr abgeschnitten.”

Allein: Der Doktor der Rechtswissenschaften, der sich mit Menschen meistens schwerer tut als mit den vierbeinigen Gefährten, gibt trotzdem bereitwillig Auskunft über Weltmeister Lewis Hamilton.

Marko relativiert Aussagen zu Hamilton

Über den Briten hatte Marko am vergangenen Wochenende behauptet: “Hamilton hat letztes Jahr mehrfach bei uns angerufen, damit wir Albon ins Auto setzen.” Nur um kurz vor dem GP Italien dieses Jahres den gleichen Alex Albon zu kritisieren. Hamilton: “Ich glaube, die Leute spielen es herunter, aber Red Bull hat ein sehr, sehr starkes Auto, und Max macht einen tollen Job damit. Leider haben sie nicht zwei Fahrer wie mich und Valtteri (Bottas; Anm. d. Red.) da, und das macht es für sie schwieriger.”

Marko redet bei SPORT1 jetzt Klartext und relativiert seine Aussagen von Monza: “Die Wahrheit ist: Angerufen hat Lewis 2019 nicht, aber er hat unseren Teamchef Christian Horner im Flieger angesprochen und empfohlen, Albon statt Pierre Gasly ins Auto zu setzen. Das war noch bevor der Tausch nach der Sommerpause von uns durchgezogen wurde.”

Zur jetzigen Kritik am ehemaligen Schützling von Hamilton hat Marko auch eine Meinung. “Uns interessiert sie nicht. Der, den er vergangenen Sommer loswerden wollte, hat jetzt mit unserem Alpha Tauri-Team den Großen Preis von Italien gewonnen. So viel zu seiner Fachkenntnis. Ich habe null Ahnung, warum sich Hamilton immer wieder gemüßigt fühlt, sich einzumischen. Es spielt für uns aber aber keine Rolle, welche Meinung Leute von außen haben.”

Gasly bleibt bei Alpha Tauri trotz Sieg in Monza

Soll auch heißen: Trotz seines Sieges in Monza gibt es für Gasly keinen Weg zurück ins A-Team von Red Bull. Marko: “Das sind nicht unsere Pläne. Wir wollen Alpha Tauri in Zukunft noch stärker machen und dazu gehört auch, dass sie mit Gasly einen starken Teamleader brauchen.”

Was Albons Leistungen neben Wunderknabe Max Verstappen im Red Bull betrifft: „Gegen Max fällt jeder ab. Aber die Kritik an Albon ist nicht ganz fair. Er hatte viel Pech in diesem Jahr und auch wir machten strategische Fehler, die seine Leistungen beeinträchtigt haben.”

Ein Freifahrtschein für die Zukunft sei das zwar nicht, “aber wir glauben weiterhin daran, dass er die Leistung bringen kann, die wir von ihm fordern, wenn es optimal läuft. Und das war eben in dieser Saison noch nicht sehr oft der Fall.”

Yuki Tsunoda beerbt wohl Kvyat

Eine endgültige Entscheidung über die genaue Besetzung der vier Red Bull-Autos für die Saison 2021 soll Ende Oktober fallen. Marko will sich nicht an Spekulationen beteiligen, die besagen: Verstappen und Albon werden bei Red Bull bleiben und Monza-Sieger Gasly und Red-Bull-Junior Yuki Tsunoda (20) bei Alpha Tauri fahren.

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Tsunoda würde dabei den Russen Daniil Kvyat ersetzen, der sich im Moment schwertut, mit Gasly mitzuhalten.

Der Japaner Tsunoda, Schützling von Red Bulls Motorpartner Honda, sorgt dagegen in seiner ersten Formel-2-Saison für Furore. Mit zwei Siegen und vier Podiumsplatzierungen liegt der Neuling auf Platz vier der Nachwuchsserie. Feststehen soll aber schon, dass Tsunoda noch in diesem Jahr Freitagstestfahrten in einem Alpha Tauri bekommen wird.

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Wahnsinn! Finne tippt Monza-Podium richtig und räumt ab

Es war die verrückteste Podiumsbesetzung der vergangenen Jahre. (Das Ergebnis des Italien-GP)

Statt der üblichen Verdächtigen standen in Monza Pierre Gasly, Carlos Sainz Jr. und Lance Stroll nach dem Italien-GP auf dem Podest. Alle drei zusammen hatten vor dem Rennen ganze 83 Punkte auf dem Konto – und damit nur etwas mehr als die Hälfte von WM-Dominator Lewis Hamilton (157).

Dennoch gab es in Finnland jemanden, der exakt diese drei Fahrer im Königlichen Park ganz vorne sah – und damit nicht genug. Auch die exakte Platzierung stimmte überein.

Aus 20 Cent mach 33.398 Euro

Wie der Wett-Anbieter “Veikkaus” mitteilte, hat der Spieler so das 166.990-fache seines Einsatzes wiederbekommen!

Bei einem Einsatz von nur 20 Cent machte das 33.398 Euro Gewinn. Da möchte man sich nicht vorstellen, was der Spieler aus Tampere bei einem nur etwas hören Einsatz bekommen hätte…

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