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Mugello-Rennen mit noch mehr Fans

Bei der am 13. September geplanten Formel-1-Premiere auf der italienischen Rennstrecke in Mugello sollen mehr Zuschauer als geplant zugelassen werden. Der Präsident der Region Toskana, Enrico Rossi, erklärte nach Beratungen mit den Gesundheitsbehörden am Freitag, dass 3000 Fans dem Rennen beiwohnen dürfen.

Zunächst war die Strecke für 1000 Zuschauer geöffnet worden. 

Auf den drei Tribünen sollen je 1000 Zuschauer Platz finden. Bei den Fans wird die Temperatur gemessen, zudem muss Mundschutz getragen werden. In Mugello wird Ferrari sein 1000. Formel-1-Rennen bestreiten.

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Vettel vor Unterschrift? Das ist der Stand

Es ist nur ein beziehungsweise zwei Jahre her, aber es wirkt wie die Erinnerung an eine längst vergangene Zeit.

Im vergangenen Jahr fuhr Ferrari-Pilot Charles Leclerc der Konkurrenz auf den beiden Hochgeschwindigkeits-Strecken in Spa und Monza auf und davon. Ein Jahr zuvor überholte Sebastian Vettel den Mercedes von Lewis Hamilton auf der langen Kemmel-Geraden der Ardennen-Achterbahn mühelos. Doch in diesem Jahr dürfte Spa für Ferrari alles andere werden als ein Spaß…

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Grund: Der Antrieb der roten Renner musste nach dem geheimen Deal mit der FIA und entsprechenden technischen Direktiven zurückgerüstet werden, gilt mittlerweile als der schlechteste im Feld.

“Für Ferrari erwarte ich in Spa-Francorchamps ein ganz schwieriges Rennen”, analyisert Sky-Experte Nick Heidfeld deshalb gnadenlos. “Hochgeschwindigkeit und Ferrari: Das passt momentan gar nicht zusammen. Dafür ist der aktuelle Motor viel zu schwach. Auch im darauffolgenden Rennen in Monza müssen Fans von Sebastian Vettel ganz tapfer sein. Denn das ist ebenfalls eine Power-Strecke. Die nähere Zukunft verspricht also leider nichts Gutes für die Scuderia.”

Das bestätigt sogar Vorjahressieger Leclerc: “Es wird hart werden, was unsere Leistung angeht. Wir haben nicht das gleiche Leistungs-Level, das wir noch 2019 hatten.”

Ferrari muss auf Regen hoffen

Letzte Hoffnung für Ferrari: eine nasse Strecke, die die Schwäche verwässert. Dazu passt: Derzeit ist für die drei Tage im Formel-1-Spa Dauerregen vorhergesagt.

Doch für Vettel-Fans ist ohnehin viel wichtiger, was neben der Strecke passiert als darauf. Die italienische Gazzetta dello Sport hatte zuletzt berichtet, der Deutsche werde beim Belgien-GP den Vertrag mit Aston Martin (Noch-Racing-Point) unterschreiben. Nach Informationen von SPORT1 stimmt das nicht. Vettel selbst bestätigt: “Es gibt keine Updates zu meiner Zukunft. Ihr könnt einfach meine Antworten vom letzten Rennen kopieren.”

Auch die Fangfrage nach einem Stift für die Vertragsunterzeichnung kontert der Deutsche cool: “Ich habe viele Stifte bei mir, aber keinen, um etwas Spezifisches zu unterschreiben.”

Bereits rund um die GP in Silverstone und Barcelona hatte SPORT1 berichtet: Sergio Perez hat seine Position bei Racing Point durch eine weitere Finanzspritze seiner mexikanischen Unterstützer gefestigt. Entsprechend selbstbewusst gibt er sich auch in Belgien: “Ich erwarte keinen Wechsel. Vom Team bekomme ich das Feedback, dass wir zusammen weitermachen wollen.”

Vettel über Ferrari: “Habe vollstes Vertrauen”

Bleibt für Vettel nur, sich weiter mit Leistung zu empfehlen. Platz sieben nach einer strategischen Meisterleistung mit nur einem Boxenstopp war vor zwei Wochen in Spanien ein Anfang.

Der Vierfach-Weltmeister baut weiter auch auf die Unterstützung von Ferrari. “Ich habe vollstes Vertrauen in die Jungs in meiner Garage und ich sehen es als Zeichen des Respekts, alles zu geben, was in mir steckt. Wir hatten zusammen schwierige aber auch erfolgreiche Momente. Alles geht irgendwann zu Ende. Ich versuche die letzten Rennen zu genießen.”

Elfmal wird Vettel am Sonntag noch in seinen Ferrari steigen. Auf den langen Geraden von Spa und Monza wird er trotz der guten Erinnerungen aber keinen Spaß haben.

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VW-Boss überrascht mit F1-Flirt und Formel-E-Kritik

Diese Aussage von VW-Vorstandschef Herbert Diess verblüfft die Motorsport-Welt: “Meiner persönlichen Meinung nach sollten wir mit Rennsport weitermachen”, schreibt er auf der Business-Plattform LinkedIn.

“Die Formel 1 wird CO2-neutral, indem sie synthetische Kraftstoffe nutzen wird. Sie ist viel aufregender, spaßiger, mehr Rennsport und ein besserer Technik-Wettkampf als die Formel E, die in Stadtzentren ein paar Runden im Spielmodus dreht.”

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Diess Antwort auf einen Beitrag von Bill Gates über die CO2-neutrale Mobilität der Zukunft sind ein Paukenschlag – gleich aus zwei Gründen!

Erstens: Diess wertet damit die Formel E massiv ab. Das überrascht deshalb, weil der VW-Konzern mit Audi und Porsche gleich zwei Konzernmarken in der Elektroformel an den Start bringt. Die beiden Formel-E-Teams dürften davon also nicht allzu begeistert sein.

VW-Boss mit Formel-1-Flirt

Mehr noch: VW hat alle Rennserien mit Verbrenner-Motoren verlassen, zuletzt den Tourenwagen-Weltcup. Der Grund: Der Konzern will sich voll auf E-Mobilität konzentrieren. Deshalb die Rekordfahrten mit dem Volkswagen ID. R Prototyp – angefangen beim berühmten Pikes Peak-Bergrennen bis hin zum Elektro-Nordschleifenrekord auf dem Nürburgring.

Doch plötzlich streut VW-Boss Diess der Formel 1 Rosen. Seit Jahren wird der Konzern immer wieder mit der Formel 1 in Verbindung gebracht. Zuletzt hatte Porsche mit einem Einstieg ab 2021 geliebäugelt. Die Wahrheit aber ist: In 70 Jahren Formel 1 war VW noch nie dabei!

Dass die Formel 1 schrittweise auf Biosprit umstellen will (ab 2030 zu 100 Prozent), scheint die Königsklasse nun aber ganz offensichtlich für Automobilhersteller wie VW wieder interessant zu machen. Zur Erinnerung: Der letzte F1-Neuling auf dem Motorenmarkt war Honda 2015 – noch nie gab es so lange keinen Neueinsteiger. 

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Button: "Verstappen wie Senna und Schumacher"

Max Verstappen (22) reiht sich ein in die Riege der Kannibalen.

Der Rennfahrer also, die so überlegen sind, dass sie ihre Teamkollegen geradewegs auffressen und mindestens deren Ruf, manchmal auch deren Karriere zerstören.

Laut Ex-Weltmeister Jenson Button (Champion von 2009) gab es vor dem “Wunderkind” aus den Niederlanden nur zwei Kannibalen in der Geschichte der Formel 1. “Max erinnert mich stark an Ayrton Senna und Michael Schumacher. Er zerstört seine Stallgefährten förmlich”, sagt Button im Podcast Fast Lane.

Hintergrund: Der legendäre Brasilianer schickte mit Johnny Dumfries, Johnny Cecotto und Michael Andretti gleich drei Fahrer in Rente und sorgte dafür, dass profilierte Fahrer wie der Italiener Elio de Angelis und Alain Prost zu anderen Teams flüchteten.

Nur der Österreicher Gerhard Berger war als Teamkollege bei McLaren in der Lage, auf Augenhöhe mit Senna zu fahren, der beim GP von San Marino 1994 in seinem Williams ums Leben kam. Besiegen konnte ihn aber auch der talentierte Österreicher nicht.

Schumacher dominiert Irvine und Barrichello

Michael Schumacher schickte die etablierten Stars Nelson Piquet und Riccardo Patrese bei Benetton in Rente und düpierte bei Ferrari seine Teamkollegen Eddie Irvine und Rubens Barrichello so sehr, dass sie in der allgemeinen Wahrnehmung mehr den Status eines Sklaven hatten als den eines Teamkollegen.

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Verstappen schickte bei Red Bull den Russen Daniil Kvyat in die Verbannung als Simulator-Pilot bei Ferrari, verdammte den Franzosen Pierre Gasly zur Degradierung ins Red-Bull-Juniorteam Toro Rosso und ist es jetzt auf dem besten Wege, den aktuellen Teampartner Alexander Albon zu zermürben. Der Thailänder wirkt völlig überfordert. 

Allein: Button weiß, wie es ist, gegen einen starken Stallgefährten anzutreten. Er fuhr bei McLaren an der Seite der mehrmaligen Weltmeister Lewis Hamilton und Fernando Alonso.

Trotzdem schwärmt er nun von Verstappen: “Ich kann mich nicht erinnern, wann ein Pilot seinen Teamkollegen so dominiert hat. Max macht einen außergewöhnlichen Job. Ich würde ihn sehr gerne in einem direkten Duell um den Titel erleben. Das wäre für alle ein Leckerbissen.”

Button: “Verstappen schielt zu Mercedes”

Dennoch bedauert der 40-jährige Engländer, dass Verstappen nicht mehr Gegenwind hat. “Ohne einen Stallgefährten auf Augenhöhe ist er ein wenig auf sich gestellt. Fortschritte lassen sich leichter erreichen, wenn zwei gleichwertige Piloten das Team antreiben. Wenn aber ein Teamkollege im Schnitt um eine halbe Sekunde pro Runde hinten liegt, dann hat dessen Wort bei der Abstimmung des Autos weniger Gewicht. Das macht die ganze Aufgabe schwieriger.”

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Button ist deshalb überzeugt: “Ich vermute, Verstappen schielt zu Mercedes und ist frustriert. Er braucht einen schnelleren Wagen, um die Mercedes wirklich herauszufordern.” Und einen besseren Teamkollegen. Einen wie Sebastian Vettel, der zufällig gerade zu haben wäre.

Was aber auch auffällt: Seriensieger und Superstar Lewis Hamilton fällt laut Button nicht unter die Kategorie der Kannibalen. Wie auch. Er ist ja bekennender Vegetarier.

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Wieso Leclerc schon die nächste Ferrari-Pleite befürchtet

Charles Leclerc hat sehr gute Erinnerungen an Spa. Sein Sieg beim Belgien-GP 2019 machte ihn in der Formel-1-Historie zum jüngsten Rennsieger in einem Ferrari. 

Für das kommende Wochenende in Spa rechnet der Monegasse jedoch nicht mit ähnlichen Erfolgen. (Formel 1, Großer Preis von Belgien: Das komplette Rennwochenende im SPORT1-Liveticker)

“Es wird in Sachen Leistung schwieriger für uns diesmal. Wir sind einfach nicht so wettkampffähig wie noch 2019″, sagte Leclerc.

Die einzige Hoffnung des 22-Jährigen liegt darin, dass “auf dieser Strecke alles möglich ist, speziell mit dem unvorhersehbaren Wetter”.

Nur Regen kann wohl Ferrari retten

Das Wetter könnte Leclerc und seinem Ferrari-Teamkollegen Sebastian Vettel am Wochenende tatsächlich in die Karten spielen, da Regen angekündigt ist.

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Bei trockenen Bedingungen wird allgemein erwartet, dass die Scuderia-Boliden aufgrund des schwachen Motors auf dem Hochgeschwindigkeitskurs in Spa chancenlos sind.

Dementsprechend bescheiden geht Leclerc ins Wochenende und hofft vor allem darauf, dass über die Strategie ein ordentliches Resultat erzielbar ist.

“Wir müssen hart arbeiten und alles dafür tun, dass wir bereits am Freitag alles rausholen können. In den Freien Trainings müssen wir alle Informationen sammeln, damit wir die beste Strategie für das Qualifying und vor allem das Rennen wählen können”, sagte Leclerc.

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Kopier-Zoff: Renault knickt ein

Der Zwist um den “pinken Mercedes” vom Formel-1-Team Racing Point könnte noch vor dem Prozess vor dem FIA-Berufungsgericht ein Ende finden.

Der Renault-Rennstall gab am Dienstagabend bekannt, seinen Einspruch gegen das Urteil der Stewards des Automobil-Weltverbandes zurückziehen zu wollen.

Der Protest von Ferrari bestand zu diesem Zeitpunkt allerdings weiterhin – ebenso wie der von Racing Point selbst. Der britische Rennstall sieht sich mit der Zahlung von 400.000 Euro sowie dem Abzug von 15 WM-Punkten in der Konstrukteurswertung zu hart bestraft und plädiert auf Freispruch.

Alles zur Formel 1 und zum Motorsport-Wochenende am Montag im AvD Motorsport Magazin im TV und STREAM auf SPORT1

Racing Point soll Mercedes illegal kopiert haben

Racing Point wird vorgeworfen, die vorderen und hinteren Bremsbelüftungen seines diesjährigen Rennwagens nicht selbst entworfen, sondern das Design von Mercedes unerlaubt kopiert zu haben.

Renault begründete sein Umdenken unter anderem mit “konkreten Fortschritten bei der Wahrung der Originalität des Sports”.

Gemeinsam mit dem Weltverband FIA und allen Beteiligten der Motorsport-Königsklasse seien Änderungen im sportlichen und technischen Reglement für die Saison 2021 vorgenommen worden, welche “die Anforderungen an einen Konstrukteur” festlegen: “Das Erreichen dieses strategischen Ziels im Zusammenhang mit dem neuen Grundlagenvertrag war unsere Priorität.”

Die Kontroverse sollte daher “hinter uns gelassen werden, da wir uns auf den Rest einer intensiven und einzigartigen Meisterschaft konzentrieren müssen”, so Renault weiter.

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Schumachers Ex-Teamchef im Krankenhaus

Der langjährige Renault-Teamchef Flavio Briatore hat sich mit dem Coronavirus infiziert und ist mit Symptomen einer Lungenentzündung in die Mailänder Klinik “San Raffaele” eingeliefert worden.

Der Zustand des 70-Jährigen – einst bei Benetton auch Teamchef von Michael Schumacher bei dessen ersten WM-Titeln – sei ernst, er liege jedoch nicht auf der Intensivstation, berichteten italienische Medien, die sich auf Angehörige Briatores bezogen.

In Briatores exklusivem “Billionaire Club” im Badeort Porto Cervo auf Sardinien wurden zuletzt 63 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Im Lokal könnte sich laut Medienangaben auch der serbische Fußballtrainer Sinisa Mihajlovic angesteckt haben, der nach einem Urlaub in Porto Cervo positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Von allen Fußballern von Mihajlovics Serie A-Klub FC Bologna wurden Abstriche entnommen, niemand wurde positiv getestet. Dies teilte der Klub am Dienstag mit.

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Hülkenberg: "Vettel muss professionell bleiben"

Nico Hülkenberg hat im AvD Motorsport Magazin (jeden Sonntagabend LIVE auf SPORT1 im Free-TV und Livestream) über eine mögliche Rückkehr in die Formel 1 gesprochen.

“Ich bin seit Anfang des Jahres mit vielen Leuten im Gespräch, was sich durch Silverstone wenig verändert hat. Die Gespräche sind durchaus positiv, aber es gibt nichts Konkretes zu vermelden. Ich glaube, das wird auch noch einige Wochen dauern”, sagte der Ex-Formel-1-Pilot.

Nach seinem Kurz-Comeback bei Racing Point gab es Lob von allen Seiten für Hülkenberg – auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff zeigte sich begeistert vom Deutschen und nannte ihn als mögliche Option für den Ersatzfahrer-Job bei den Silberpfeilen.

Alles zur Formel 1 und zum Motorsport-Wochenende im AvD Motorsport Magazin. Sonntag ab 21.45 Uhr wöchentlich im TV und STREAM auf SPORT1

Hülkenberg will nicht Ersatzfahrer sein

Hülkenberg hat darauf aber wenig Lust: “Ich sehe mich nicht in der Reservefahrer-Rolle. Ich habe zehn Jahre im Cockpit gesessen und an der Ampel gestanden. Dann den Rückschritt in Kauf zu nehmen, ohne große Aussichten auf ein Stammcockpit, macht für mich wenig Sinn.”

Auf einen weiteren Einsatz in dieser Formel-1-Saison spekuliert Hülkenberg, der bei den beiden Rennen in Silverstone für den zwischenzeitlich an Covid-19-erkrankten Racing Point-Piloten Sergio Pérez einsprang und einen siebten Platz einfuhr, nicht mehr.

“Klar kann während Corona immer was passieren. Aber ich gehe nicht davon aus. Ich halte mich fit und bereit, soweit ich kann. Aber ich glaube nicht, dass es jetzt jede zweite Woche passiert. Ich arbeite für 2021 an meiner Rückkehr”, sagte Hülkenberg.

Hülkenberg: “Bei Mick nur eine Frage der Zeit”

Der Emmericher, der von 2017 bis 2019 zuletzt für Renault an den Start ging, würde sich aber freuen, wenn er 2021 mit mindestens einem weiteren Deutschen in der Königsklasse an den Start gehen könnte.

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Als möglicher Debütant kommt aus deutscher Sicht nur Mick Schumacher in Frage. Für Hülkenberg “ist es nur eine Frage der Zeit, bis Mick in der Formel 1 auftauchen wird. Ich war schon mit Michael auf der Strecke und würde auch gerne mit Mick Rennen fahren.”

Auch zur schwierigen Situation von Sebastian Vettel bei Ferrari bezog Hülkenberg Stellung: ”Sebastian muss sich auf sich konzentrieren. Sein Rhythmus finden, seinen Job so gut es geht abliefern und einfach professionell bleiben. Und das macht er auch, soweit ich es beurteilen kann.”

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Hamilton: Das macht Wolff so einzigartig

Privates und Geschäftliches soll man nicht vermischen.

Diese alte Regel gilt jedoch nicht für Lewis Hamilton und Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff – zumindest, wenn man den Aussagen des sechsmaligen Weltmeisters glauben darf.

“Ich sehe Toto als einen Freund, auf der anderen Seite ist er aber auch mein Chef”, beschreibt der Brite sein Verhältnis zum Österreicher, mit dem er nun schon seit acht Jahren gemeinsame Sache bei den Silberpfeilen macht.

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Vor allem diese lange Zeit ist ausschlagegebend für das besondere Verhältnis der beiden. “Unsere Beziehung hat seine eigenen Komplexitäten, aber sie ist in der ganzen Zeit, in der wir zusammenarbeiten, so stark gewachsen. Ich glaube, es geht einfach von Stärke zu Stärke, je mehr wir über den anderen lernen”, versuchte er sich bei motorsport-total.com mit einer Erklärung und fügte hinzu: “Ich glaube, wenn man mehr über den anderen lernt, dann gehen die Barrieren etwas nach unten und du öffnest dich einander mehr.”

Was Wolff dabei so einzigartig mache, sei der Umstand, dass er immer den perfekten Spagat zwischen Freundschaft und Arbeit schaffe. Bei aller Herzlichkeit könne der 48-Jährige auch unangenehme Entscheidungen treffen.

Hamilton: “Wolff ein echter Racer”

Damit ist er für Hamilton sogar der Hauptverantwortliche für die aktuelle Phase der Dominanz: “Er ist sehr fair und ein großartiger Anführer innerhalb unseres Teams. Vieles von unseren Ergebnissen liegt an seiner Führung.” Das komme vor allem daher, weill er “im Herzen ein echter Racer” sei, adelt Hamilton seinen Chef.

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Dieser Einschätzung kann sich auch Teamkollege Valtteri Bottas nur anschließen, der schon seit 2008 mit Wolff in Verbindung steht. “Er ist also schon einige Zeit der Boss, aber wir haben auch eine sehr gute Freundschaft.”

Vor allem seine Offenheit schätzt der Finne über alles. “Wir können wirklich offene Gespräche führen. Dabei kann er auch schon einmal sehr kritisch werden, aber das macht er mit Leuten, um die er sich sorgt und die performen sollen. Das ist etwas Gutes”, lobt er seine Arbeitsweise.

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Räikkönen verrät: Setze 5-jährigen Sohn ans Steuer

Da steht er nun, der Kimi Räikkönen, vor dem Ein­gang des Hungarorings am Rande von Budapest. Der Finne trägt Teamkleidung. Hinter ihm parkt ein roter Alfa Stelvio. Die Mütze wirkt ein bisschen zu groß, die obligatorische Sonnenbrille dient Räikkönen wie immer mehr als Maske denn zum Schutz.

Richtig euphorisch wirkt er nicht, was in seinem Gesicht zu lesen ist: Was mache ich hier? Lasst mich besser allein. Für den Spruch ist er in der Szene berühmt. “Leave me alone, I know what I’m doing”, funkte er einst im Rennen. 

Mit seinen kräftigen, tätowierten Unterarmen zieht er sich erst mal die schwarze Teamhose zurecht. Dann taut der Iceman langsam auf und beantwortet für seine Verhältnisse extrem geduldig die Fragen. Im exklusiven SPORT1-Interview spricht der 40-Jährige über seine Karriere, finnische Autofahrer und gibt auch private Einblicke.

SPORT1: Herr Räikkönen, was war eigentlich Ihr erstes ­Auto? 

Kimi Räikkönen: Es war ein Lada. Speziell war, dass ich ihn von ­einem Freund bekommen habe, als ich meine Fahrerlizenz bekam. Wir schraubten ein bisschen an ihm herum, bis er einigermaßen fahrtüchtig war. Er war rot, das gefiel mir aber nicht. Also lackierte ich ihn schwarz. Ich sah das pragmatisch. Das schwarze Ding war einfach nur dafür da, mich von A nach B zu befördern.

SPORT1: Wie haben Sie das Autofahren gelernt? Fahrschule würde so gar nicht zu Ihnen passen …

Räikkönen: Nein. Das konnte ich schon vorher. Ich fuhr früh mit Karts durch die Gegend, dann mit meinem Bruder mit normalen Autos durch die finnischen Wälder. Das half. Die Fahrstunden waren nur noch eine reine Pflichtveranstaltung.

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SPORT1: Sie wurden Formel-1-Weltmeister, waren auch in der Rallye-WM erfolgreich. So wie viele Ihrer Landsleute vor Ihnen. Warum haben Finnen so ein spezielles Gefühl fürs Autofahren?

Räikkönen: Die Frage wurde mir schon hundertmal gestellt. Ich habe keine Ahnung, ob die Finnen spezielle Gene haben. Fest steht aber: Motorsport, speziell Rallye, ist extrem populär in Finnland. Dazu kommt: Du hast als junger Kerl schon früh die Möglichkeit, Autofahren zu trainieren. Du kannst dir schon mit zehn Jahren ein Auto schnappen und durch die Landschaft düsen. Da ist keiner, der dich stört. Vor allem wenn du auf dem Land wohnst. So wie es bei mir der Fall war. Das heißt, man ist schon früh sehr gut vorbereitet, wenn es ums Auto­fahren geht.

SPORT1: Fahren Sie auch heute noch gerne selbst, wenn Sie privat unterwegs sind?

Räikkönen: Ja, natürlich.

SPORT1: Was ist für Sie so speziell an Autos – besonders an denen aus Italien?

Räikkönen: Sie fallen sofort auf, stechen aus der Menge hervor, weil sie ein spezielles Design haben. Besonders in der heutigen Zeit ist das noch auffälliger, weil die Autos sich doch mehr oder weniger sehr ähnlich sehen. Das andere Aussehen ist der größte Unterschied.

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SPORT1: Ferrari hat Ihnen vor noch gar nicht so langer Zeit eines Ihrer Originalautos geschenkt. Wie viele F1-Autos haben Sie in Ihrer Garage stehen?

Räikkönen: Ich habe zwei Showcars ohne Motor und Getriebe und eben das eine Originalauto. Theoretisch könnte ich mir irgendeine Rennstrecke mieten und einfach damit rumfahren. Aber das ist sehr aufwendig, weil man sehr viele Mechaniker dafür braucht.

SPORT1: Ihr Sohn Robin (5) ist ja schon Kart gefahren. Haben Sie ihn auch schon mal hinter das Steuer eines Pkw gesetzt?

Räikkönen: Ja, aber nur zu Hause auf meinem Gelände. Am Ende ist es dasselbe wie Kart fahren. Wenn du es schaffst, ein Kart unfallfrei zu bewegen, dann kriegst du das auch mit einem normalen Auto hin. Vor allen Dingen, weil es heute ein­facher ist. Die Mehrzahl der Autos hat ja ein Automatikgetriebe. Ich musste noch einzeln die Gänge schalten, als ich anfing, Auto zu fahren. Robin nicht.

SPORT1: Hat er das gleiche Talent wie sein Vater?

Räikkönen: Weiß ich nicht. Wir beide haben Spaß daran, ich habe keine Stopp­uhr dabei. Ich lasse ihn einfach fahren, wie er will. Kein Druck, nur Spaß. Wenn er in einigen Jahren Rennen fahren will, dann ist das natürlich was anderes. Aber im Moment geht es uns beiden einzig und allein nur um den Spaß­faktor.

SPORT1: Sie betreiben auch ein professionelles Motocross-Team. Was mögen Sie mehr? Den Ritt auf zwei Rädern oder auf vier?

Räikkönen: Mein Bruder und ich fuhren kleine Motorräder, noch bevor wir das erste Mal im Gokart saßen. Das Kartfahren löste dann das Motorradfahren ab. Aber ich liebe es heute noch und versuche, es so oft wie möglich zu machen. Was ich besonders gut finde: Beim Moto­crossfahren kann der Fahrer immer den Unterschied ausmachen, weil die Crossbikes alle gleich sind – anders als in der Formel 1. Ich genieße aber beides.

SPORT1: Die Autos der Zukunft werden immer mehr elektrisch. Würden Sie sich auch ein Auto mit Elektroantrieb kaufen?

Räikkönen: Ich bin schon einige E-Autos gefahren. Sie sind gut, auch wenn es Limitierungen gibt im Vergleich zu konventionell angetriebenen Autos. Beispielsweise bei der Reichweite. Für die Zukunft werden sie sicher eine große Rolle spielen. Niemand hat heute eine genaue Vorstellung, wie die Zukunft aussehen wird und welche Technik sich durchsetzt. Aber ich bin offen und habe nichts gegen E-Autos.

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