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"Ok, bye-bye" – Legende rät Vettel zu Karriereende

Das Ringen um die Zukunft von Ferrari-Pilot Sebastian Vettel bestimmt in dieser Saison schon seit längeren die Schlagzeilen. Doch eine baldige Entscheidung, wie es für den viermaligen Weltmeister nach der Saison weitergehen soll, ist erstmal nicht abzusehen. 

Ex-Formel-1-Profi Gerhard Berger jedenfalls hätte für sich schon eine Entscheidung getroffen, wenn er in der gleichen Situation stecken würde. Im Interview mit Sky rät er Sebastian Vettel zu einem Karriereende.

“Red Bull wird nicht funktionieren. Mercedes wird nicht funktionieren. Außer es gibt irgendeine Sondersituation”, stellt der 60-Jährige nüchtern die Optionen für Vettel dar und kommt da auf nur eine plausible Lösung.

“Ich würde als viermaliger Weltmeister, der sich nie verletzt hat, der Familie hat, der ein gutes Einkommen gehabt hat, eher den Entschluss fassen und sagen: Okay, bye-bye!’”, so der heutige Chef der DTM. Die Option Racing Point sieht Berger in der kommenden Saison noch nicht für ernsthaft konkurrenzfähig.

Perez und Stroll fest im Sattel

Darüberhinaus müsste auch in diesem Team entweder Sergio Perez oder Lance Stroll für den Deutschen weichen. Beide sind längerfristig an den Rennstall gebunden.

Vettel muss sich überlegen, was er in Zukunft möchte. Und wenn er nochmal angreifen will, wovon man ausgehen kann, findet Berger auch hier deutliche Worte: “Da kann ich ihm nur empfehlen: Nur dann, wenn er wirklich ein Auto hat, mit dem er auch die Weltmeisterschaft ein fünftes Mal gewinnen oder zumindest Siege einfahren kann. Und das sehe ich momentan nicht.”

Die jetzige Situation des 33-Jährigen erinnert Berger an seine eigene Rennkarriere. Er war selbst einmal in dieser Situation und könne Vettel nur raten die “Zähne zusammenzubeißen” und versuchen das Jahr ordentlich zu Ende zu bringen. 

Berger nimmt Vettel in Schutz

Trotzdem nimmt er Vettel bei der heftigen Kritik aus der italienischen Presse auch in Schutz. “Wenn einer das Team sowieso am Ende des Jahres verlässt und der andere die Zukunft bedeutet, sucht man sich meistens den Schwächsten aus, beziehungsweise sucht man sich den aus, der für die Zukunft nicht mehr relevant ist”, spekuliert Berger. “Dort lädt man dann den Frust ab – egal ob es die Techniker sind oder die Resultate.”

Des weiteren habe Ferrari diese Saison einfach “keine konkurrenzfähige Technik”.

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Für Vettel könnten die nächsten Wochen wegweisend werden für seine weiterführende Karriere. Lässt er sich eventuell auf einen mittelmäßigen Rennstall ein oder kann er bei einem Top-Rennstall noch mal angreifen? Oder macht er es wie von Gerhard Berger geraten: “Okay, bye-bye”?

Die Zukunft wird zeigen für was sich der viermalige Weltmeister letztendlich entscheiden wird.

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Ex-Mercedes-Chef Haug: "Ich habe auch mit Vettel verhandelt"

Der ehemalige Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug stellt sich SPORT1 in einem Exklusivinterview und gibt spannende Einblicke in den Motorsport generell und die Formel 1 im Speziellen.

Die Konstanz eines Lewis Hamilton in den vergangenen Jahren begeistert den langjährigen Chef der Silberpfeile. Weniger Begeisterung als vielmehr Sorgen macht ihm jedoch die Situation um den deutschen Motorsport-Nachwuchs. Dem jungen Mick Schumacher traut er viel zu, generell befürchtet er jedoch eine deutsche Durststrecke in der Königsklasse.

Die Verantwortung für die verkorkste Situation Sebastian Vettels bei Ferrari sieht er eher auf Seiten der Scuderia. Vor Jahren hatte er selbst mit dem viermaligen Weltmeister über ein Engagement bei Mercedes verhandelt. Wer weiß, wie die Geschichte dann gelaufen wäre?

SPORT1: Herr Haug, Lewis Hamilton ist auf dem besten Wege, Michael Schumachers Rekord von 91 Siegen zu übertrumpfen – und auch bei WM-Titeln gleichzuziehen. Hätten Sie je gedacht, dass das jemand schaffen würde?  

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Norbert Haug: Dass Michaels bisher einmaliger Rekord jemals eingeholt oder gar überboten werden würde, war ewige Zeiten lang unvorstellbar. Aber wer ein bisschen aufgepasst hat, dem wurde spätestens vor zwei Jahren klar, dass Lewis auf dem allerbesten Weg ist, alle existierenden Formel-1-Rekorde zu überbieten. Eine so überlegene Umgebung und ein so konkurrenzloses Rennauto wie Lewis bei Mercedes vorfindet, hatte Michael allerdings nie. Was keinesfalls die grandiose Leistung dieses Mannes und Ausnahmefahrers schmälern soll, den ich vom Kart über die Formel Renault, die Formel 3, die GP2 bis in die Formel 1 begleitet, und dort dann seine erste Pole Position, seinen ersten Sieg beim GP Kanada 2007 und seine erste gewonnene Weltmeisterschaft 2008 miterlebt habe. Was Lewis an Konstanz und Können seit mittlerweile 14 Jahren in der Formel 1 aufführt, ist einfach einmalig und nie zuvor dagewesen. Und es wird nach meiner Einschätzung auch höchstwahrscheinlich niemals wiederkehrend sein.

SPORT1: Inwiefern konnten Sie damals schon sehen, wie stark Lewis ist?

Norbert Haug: Lewis ist nicht als potentieller Weltmeister vom Himmel in das Kart gefallen. Er wuchs bekanntlich in bescheidenen Verhältnissen auf. Sein Vater Anthony ist der wichtigste Schmied und Eckpfeiler von Lewis‘ Erfolgsgeschichte. Ohne sein unermüdliches Arbeiten, um Geld für den Sport des Sohnes zu verdienen, hätte die erfolgreiche Basis niemals geschaffen werden können. Was Lewis natürlich weiß und wofür er seinem Vater ewig dankbar sein wird. Besonders war schon der junge Lewis, schon als er als 14-Jähriger unser Gast bei Mika Häkkinens Weltmeisterfeier im Stuttgarter Mercedes-Museum war.

SPORT1: Inwiefern?

Norbert Haug: Lewis war einfach höflich, gut erzogen, er stand natürlich nicht im Mittelpunkt, aber er war freudig und stolz, dabei zu sein.

Mercedes profitiert enorm von der Formel 1

SPORT1: Wie schätzen Sie Max Verstappen im Vergleich zu Lewis ein? 

Norbert Haug: Ganz sicher hat der ähnliches Potential und Können. In der Formel 1 gibt es nur sehr gute und sehr, sehr gute Fahrer. Lewis und Max gehören in die zweite Kategorie. Und – ironisch genug – wären in der aktuellen Formel 1-WM nur sehr gute Fahrer am Start, wären die Rennen womöglich spannender. So aber dreht sich meist fast alles um vier Reifen und zwei Fahrer.

SPORT1: Warum macht es für Mercedes Sinn, weiter mit einem Werksteam in der Formel 1 zu bleiben?

Norbert Haug: Sinnvoller als jenes von Mercedes-Benz war aus meiner Sicht noch nie ein Formel-1-Engagement, das der Traditionsmarke Ferrari eingeschlossen. Mindestens drei Viertel der gesamten Zeit der Formel-1-Engagements der 50er, der 1990er und 2000er Jahre mit Partner McLaren fuhr Mercedes da, wo die Musik spielt. Also vorne und um Siege. In den 50er Jahren wurden mit den Silberpfeilen zwei Weltmeisterschaften gewonnen, mit McLaren waren es drei Fahrer- und ein Konstrukteurs-Titel, mit Partner Brawn GP 2009 ein Fahrertitel mit Jenson Button und die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. Verglichen mit allen anderen jemals in der Formel 1 aktiven Herstellern – Ferrari eingeschlossen – ist dies eine 1A-Bilanz und eine, die seit mittlerweile einem Vierteljahrhundert am Stück anhält. Wobei die Silberpfeil-Dominanz der vergangenen Jahre natürlich alles je Dagewesene in den Schatten stellt. 

SPORT1: Woran liegt das?

Norbert Haug: Neben den Fahrern und vor allem Lewis Hamilton ist es dem treffsicheren Management von Toto Wolff, höchster Kompetenz der Technikmannschaft und bestem Teamplay aller Macher zuzuschreiben. Das Mercedes-Formel-1-Engagement war von Tag eins an extrem kostengünstig, weil Sponsoren-Einnahmen und Zahlungen des kommerzielle Rechteinhabers stets mindesten zwei Drittel sämtlicher Kosten abdeckten. Der Medienerfolg und weltweite Aufmerksamkeitswert war riesig und hätte mit keiner Werbekampagne der Welt je erreicht werden können. Anzeigen und Werbespots schalten und behaupten, er sei weltmeisterlich gut, kann jeder, der Millionen oder im Lauf der Jahre gar Milliarden ausgibt. Es aber auf der Rennstrecke beweisen und alle schlagen, kann nur der, der es kann. Der Gegenwert, den die Marke Mercedes-Benz durch sein Motorsport-Engagement in Gesamtheit erhielt, ist millionenfach höher als der getätigte finanzielle Einsatz, und das beste Beispiel dafür ist der grandiose Erfolg der Mercedes-Marke AMG und das Geld, das dort verdient wird und Arbeitsplätze sichert.

Haug: “Ferrari hat nicht so viel gerissen”

SPORT1: Was hat Michael Schumacher bei Ferrari besser gemacht als Sebastian Vettel?

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Norbert Haug: Wer böse ist, wird sagen: alles. Aber das stimmt natürlich überhaupt nicht. So, wie es Mercedes geschafft hat, erstklassige Voraussetzungen für Siege und WM-Titel für Lewis Hamilton zu schaffen, hat es Ferrari versäumt, dies für Sebastian Vettel zu tun. Der letzte Ferrari-Titelgewinn – die Älteren unter uns erinnern sich – datiert von 2007. Und wären wir damals nicht doof genug gewesen, um Lewis Hamilton nicht rechtzeitig beim GP von China an die Box zu holen, wäre er in der Boxeneinfahrt sicher nicht im Kiesbett gelandet und hätte den am Ende zum WM-Titel fehlenden einzigen Punkt auch im Schongang geholt. Vor 2007 gab es fünf Michael-Schumacher-Ferrari-Titel von 2000 bis 2004 in Folge, und davor 21 Jahre lang – seit 1979 und Jody Scheckter – gar nichts. Es ist nicht vermessen zu behaupten, dass Ferrari außerhalb der Schumacher-Ära und nach der Niki-Lauda-Ära in den 70-er-Jahren nicht so wahnsinnig viel gerissen hat. Ich liebe und schätze Ferrari, aber keine Liebe und keine Wertschätzung kann Fakten aus der Welt schaffen.

SPORT1: Hätte Sebastian zu Ihrer Zeit bei Mercedes eine Chance gehabt?

Norbert Haug: Ich hatte mit Sebastian zu seiner Toro Rosso-Zeit verhandelt. Wer weiß, wie sich die Formel-1-Geschichte entwickelt hätte, wären wir uns damals einig geworden. Aber: In der Topliga der Formel 1 verhandelt jeder irgendwann mit jedem, und wer das nicht zugibt, behält es halt für sich. Aber stimmen tut es trotzdem.

SPORT1: Was würden Sie Vettel in der jetzigen Situation für die Zukunft empfehlen? 

Norbert Haug: Spät bremsen, früh aufs Gas gehen und nicht aus der Kurve fliegen. Im Ernst: Sebastian muss unbedingt zeigen, dass er seinen schnellen und talentierten Teamkollegen Charles Leclerc im Griff hat oder ihm zumindest ebenbürtig ist. Wer regelmäßig vom Teamkollegen abgehängt wird, ist zweite Wahl in der Formel 1, was beileibe keine Erkenntnis von mir ist, sondern Gesetz der Branche.

SPORT1: Wie sehr freut es Sie, dass McLaren-Mercedes 2021 ein Comeback feiert?

Norbert Haug: Das freut mich sehr. Und ich würde mir auch wünschen, dass der mittlerweile ausgeschiedene Ron Dennis mehr Anerkennung findet, für all das, was er für die Formel 1 im Gesamten und McLaren im Besonderen geleistet hat. Wir hatten gemeinsam großartige und überwiegend erfolgreiche 15 Jahre und die McLaren-Mercedes-Silberpfeile mit Häkkinen, Coulthard und später Hamilton waren in dieser Zeit ein Qualitätsbegriff in der Formel 1. Ich würde mich sehr freuen, würde das wieder so werden. Und mit Andreas Seidl ist dort – seit es wieder aufwärts geht – ein Racer am Ruder, der weiß, wo die oberste Stufe des Podiums ist und wie man den Weg dorthin findet.

DTM ohne Audi und BMW ist fürchterlich

SPORT1: Kommen wir zur DTM: Audi und BMW steigen als Werksteams aus der DTM aus. Wie traurig sind Sie über das Ende der Prototypen in der Serie? 

Norbert Haug: Das ist fürchterlich, wenn sicherlich für die Hersteller auch begründbar. Für den Motorsport im Gesamten, für alle Rahmenserien, für den Nachwuchs, der in der DTM immer ein Zuhause und motivierenden Übungsgrund fand. Ob Hamilton, Rosberg, Bottas, Vettel, Leclerc, Verstappen, Hülkenberg – sie alle fuhren im Rahmenprogramm der DTM, wie insgesamt rund zwei Drittel des aktuellen Formel-1-Feldes, und jede dieser Herrschaften weiß, wo Oschersleben ist. Die Auftrittsbühne DTM war stets ein weltweit geschätztes Motorsportformat, das für Betrachter vor Ort oder in den Medien immer viel mehr zu bieten hatte als nur Brummbrumm. Die DTM war immer viel mehr als eine Rennserie. Sie war Qualitätsbegriff, reflektierte Geisteshaltung, auch Formel-1-Fahrer und -Vertreter schnalzten mit der Zunge, wenn sie voller Begeisterung und Bewunderung von der DTM sprachen. Traurig, aber wahr: Sollte man sie nicht mehr haben, wird man merken, was man an der DTM gehabt hat.

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SPORT1: Inwiefern können Sie sich eine GT3-DTM vorstellen und wie wichtig wäre die für den deutschen Motorsport?   

Norbert Haug: Zwei parallele GT3-Rennserien bei ADAC GT Masters und DTM würde ich nicht als zielführend einschätzen. Aber vielleicht gibt es ja Entwicklungen, die mir nicht bekannt sind.

Mick Schumacher als große Nachwuchshoffnung

SPORT1: Mick Schumacher kämpft in der Formel 2 um den Aufstieg in die Formel 1. Was trauen Sie ihm zu?

Norbert Haug: Sehr viel. Man sieht das nicht immer, aber Mick hat es. Er kann und wird es packen. Ich habe grandiose Moves und Manöver von ihm gesehen, der Knoten muss konstant aufgehen, bei seinem Team genauso wie bei ihm. Sein Team ist aktuell nicht der Mercedes der Formel 2, kann das aber werden.

SPORT1: Die Zeiten von sieben Deutschen in der Formel 1 sind vorbei. Was muss in Deutschland für den Nachwuchs getan werden?

Norbert Haug: Ohne passenden Übungsgrund wird diese Aufgabe nicht leichter werden. Schlimmstenfalls gibt es im nächsten Jahr weder einen Deutschen in der Formel 1 noch eine DTM. Und das obwohl Sebastian Vettel wie Nico Hülkenberg mit richtigem Gerät und Team um Siege und womöglich Titel fahren könnten. Hätte mir jemand vor zehn Jahren diese drohende Entwicklung prognostiziert, hätte ich mir Sorgen um den Geisteszustand meines Gesprächspartners gemacht und zur Therapie geraten. Gut, dass es ein ADAC-Förderprogramm und die ADAC Stiftung Sport gibt. Denn ein Fahrer mit Hamilton-Potential und -Können würde Deutschland und der gesamten deutschen Automobilbranche ausgesprochen gut tun. 

SPORT1: Warum ist Förderung dabei so wichtig?

Norbert Haug: Den aktuellen Hamilton hat Mercedes vom Kart bis zur Formel 1 gefördert, und er belohnt die Marke seit fast eineinhalb Jahrzehnten in der Formel 1. Der nächste Hamilton wird so wenig wie der Erste vom Himmel ins Kart fallen. Er muss gefunden und gefördert werden. Und noch lieber wäre mir, würde eine junge deutsche Frau mit Hamilton-Potential gefunden und gefördert werden. Eine, die in fünf, sechs Jahren den Besten der Formel 1 zeigt, wie man später bremst, früher aufs Gas geht und trotzdem nicht aus der Kurve fliegt.

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Zurück an F1-Spitze? Williams-Verkauf bringt neue Hoffnung

Der traditionsreiche Formel-1-Rennstall Williams hofft unter einem neuen Besitzer auf die Rückkehr in erfolgreichere Zeiten.

Das Team aus dem englischen Grove bestätigte am Freitag die Übernahme durch das US-amerikanische Investment-Unternehmen Dorilton Capital und brachte damit einen Verkaufsprozess zum Abschluss, der im Mai begonnen hatte.

“Dorilton Capital ist bekannt für einen langfristig angelegten Ansatz, der Fokus wird auf der Rückkehr des Teams zur Wettbewerbsfähigkeit liegen”, hieß es in der Mitteilung: “Das ist der Beginn einer spannenden Ära in der Williams-Geschichte, das Team ist nun in einer guten Position, um von den anstehenden Regeländerungen der Formel 1 zu profitieren.”

Kostenobergrenze als große Chance?

Ab der kommenden Saison führt die Königsklasse eine Kostenobergrenze ein, die nach Jahren der Dominanz durch Mercedes, Ferrari und Red Bull wieder für einen ausgeglichenen Wettbewerb sorgen soll.

Williams war in den vergangenen Jahren in erhebliche finanzielle Schieflage geraten und ans Ende des Starterfeldes abgerutscht. Das Team soll weiterhin unter seinem etablierten Namen starten und seinen Hauptsitz in Grove behalten.

Frank Williams und Patrick Head hatten den Rennstall 1977 gegründet, seither war es stets unter der Kontrolle der Williams-Familie. Der seit einem Verkehrsunfall 1986 an den Rollstuhl gefesselte Frank Williams hielt als Teamchef bis zuletzt 51 Prozent der Anteile, seine Stellvertreterin ist seit 2013 seine Tochter Claire Williams.

Letzter von bisher sieben Williams-Weltmeistern seit 1980 war 1997 der Kanadier Jacques Villeneuve.

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Schnellste F1-Fahrer: Schumacher vor Hamilton auf Rang 2

Wer ist der schnellste Formel-1-Pilot aller Zeiten?

Diese Frage beschäftigt Experten und Motorsportfans schon seit jeher. Nun gibt es endlich eine Antwort, denn die Formel 1 hat in Zusammenarbeit mit ihrem Partner Amazon Web Services (AWS) eine Liste der schnellsten Formel-1-Fahrer seit 1983 erstellt.

Michael Schumacher lässt im Ranking der Top 10 den aktuellen Weltmeister Lewis Hamilton hinter sich, muss sich aber einer anderen F1-Legende geschlagen geben. Denn den ersten Platz schnappte sich Ayrton Senna.

Auf den Rekordweltmeister Schumacher folgt WM-Spitzenreiter Hamilton (0,275s ). 2016er-Weltmeister Nico Rosberg ist Sechster. Sebastian Vettel, der einmal mehr das Nachsehen gegenüber Ferrari-Kollege Charles Leclerc(+0,376s) hatte, ist Zehnter (+0,435s).

Qualifying-Ergebnisse zur Berechnung

Zur Berechnung wurden die Daten der vergangenen 37 Jahre analysiert und anhand dieser objektiven Zahlen die zehn schnellsten Fahrer ermittelt. Die Stärke der Autos wurde dabei nicht einberechnet, sondern lediglich die Qualifying-Ergebnisse in Bezug auf den jeweiligen Teamkollegen. Das Ziel war es dabei, die Performance des Wagens zu neutralisieren.

Voraussetzung war, dass die Fahrer mindestens fünf Qualifying-Sessions gegeneinander gefahren sind, bevor sie verglichen wurden. Auch das Alter wurde miteinbezogen, wenn zum Beispiel ein Fahrer nach einer längeren Pause in die Königsklasse zurückkehrte.

Das Ranking der Top 10 im Überblick:

1. Ayrton Senna
2. Michael Schumacher (+0,114)
3. Lewis Hamilton (+0,275)
4. Max Verstappen (+0,280s)
5. Fernando Alonso (+0,309s)
6. Nico Rosberg (+0,374s)
7. Charles Leclerc (+0,376s)
8. Heikki Kovalainen (+0,378s)
9. Jarno Trulli (+0,409s)
10. Sebastian Vettel (+0,435s)

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Türkei vor Rückkehr! So soll der finale F1-Kalender aussehen

Die Veröffentlichung des finalen Formel-1-Kalenders steht kurz bevor.

Vier weitere Rennen sollen nach dem bislang letzten feststehenden Grand Prix in Imola noch stattfinden, drei davon im Nahen Osten gelten schon seit einiger Zeit als sicher. Das berichtet Motorsport total. Zusätzlich soll auch der Große Preis der Türkei eine Rückkehr in den Grand-Prix-Kalender feiern.

Istanbul war bereits von 2005 bis 2011 Teil der Königsklasse des Motorsports, spielte für internationale Events in den vergangenen Jahren jedoch keine Rolle. Umso überraschender kommt eine Rückkehr daher. Geplant ist das Rennen aktuell für den 15. November – zwei Wochen nach dem Rennen in Imola (1. November).

Die Resonanz der Fahrer auf eine Rückkehr der Türkei fiel positiv aus: “Das wäre mega”, sagte Romain Grosjean, der 2011 den Saisonauftakt der GP2-Serie auf der Strecke gewonnen hatte. “Das wäre richtig geil. Das ist so eine coole Strecke.”

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F1-Fahrer begrüßen Türkei-Comeback

Auch Esteban Ocon drückte sein Freude aus: “Das sieht wirklich cool aus. Es wäre toll, wenn sie in den Kalender kommt.” Auch Alexander Albon begrüßte ein Comeback. “Mugello, Imola, Türkei: Wir gehen auf einige der besten Strecken der Welt. Ich bin dafür.”

Nach einer weiteren Pause stünden zwei Rennen in Bahrain (29. November und 6. Dezember) auf dem Programm, von denen eines weiterhin auf dem äußeren Kurs in Sachir geplant ist. Das Saisonfinale soll am 13. Dezember in Abu Dhabi stattfinden. Eine offizielle Bestätigung der Termine steht allerdings noch aus.

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Bottas und Hamilton motzen über Mercedes-Anzüge

Von wegen eiskalter Finne!

Valtteri Bottas ist nach dem für ihn höchst unglücklich verlaufenen Großen Preis von Spanien gleich in mehrfacher Hinsicht ziemlich genervt.

Nicht nur, dass der Mercedes-Pilot in Barcelona wegen seines verpatzten Starts beim sechsten Rennen der Formel-1-Saison erneut wertvollen Boden im WM-Kampf mit Teamkollege Lewis Hamilton und Red Bulls Max Verstappen einbüßte – Bottas setzt nicht zuletzt auch seine aktuelle Arbeitsbekleidung schwer zu.

Wegen der schwarzen Overalls, auf die Mercedes zu Saisonbeginn anstelle der weißen Anzüge aus dem Vorjahr umgestiegen ist, kämpft Bottas eigenen Angaben zufolge mit großen Hitzeproblemen. 

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Bottas: Habe drei Kilo verloren

“Diese schwarzen Overalls sind verdammt heiß”, stöhnte der Skandinavier, dessen Unzufriedenheit darüber während des Rennens bereits ein Ingenieur zu spüren bekam. “Ich habe im Rennen drei Kilo abgenommen, das ist eine ganze Menge.”

Er kenne zwar “keine Zahlen oder Fakten, wie groß der Temperaturunterschied zwischen Schwarz und Weiß tatsächlich ist”, relativierte Bottas.

Gleichwohl warf er die Frage auf, inwieweit die neuen Rennanzüge anfingen, “die Leistung zu beeinträchtigen. Ich weiß, dass ich von allen Fahrern einer der Stärksten, wenn nicht sogar der Stärkste bin, also kann ich es ertragen. Aber es ist nie bequem, und es gibt immer Dinge, die wir verbessern können.”

Es sei “bekannt, dass die schwarze Farbe mehr von der Hitze aufnimmt, vor allem bei direkter Sonneneinstrahlung”, motzte der 30-Jährige weiter – und monierte, dass die Overalls zudem dicker seien als bisher. 

Mercedes: Schwarz als Zeichen gegen Rassismus

Bei Temperaturen von mehr als 40 Grad auf der Rennstrecke in Katalonien ein sicherlich nicht ganz zu vernachlässigender Faktor – mit dem auch Teamkollege Hamilton bei dessen Machtdemonstration zu kämpfen hatte.

“Der schwarze Overall wird sehr heiß”, funkte der Brite gleich zu Rennbeginn an die Box.

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Mercedes hatte sich für die schwarzen Rennanzüge wie auch für eine schwarze Lackierung seines W11 entschieden, um damit im Zuge der “Black-Lives-Matter”-Bewegung ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Dass die Farbänderung negativen Einfluss auf seinen Boliden, insbesondere die Kühlung haben könnte, wiegelte Mercedes bereits vor Wochen ab. Mercedes-Chef Toto Wolff hatte indes eingeräumt: “Am Ende sind die Botschaften und das Marketing sehr wichtig, aber wenn die Leistung beeinträchtigt wird, ist das natürlich nicht toll.”

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Mercedes bekennt sich zur F1 – Extrawurst für Ferrari?

Nach Ferrari hat auch das Weltmeister-Team Mercedes das neue Concorde Agreement unterschrieben und bekennt sich damit bis zum Ende der Saison 2025 zur Formel 1.

SPORT1 hatte bereits vorab berichtet, dass die Stuttgarter, trotz ihres öffentlichen Zögerns, diesen Schritt gehen werden.

Wie die Königsklasse am Mittwoch mitteilte, haben alle aktuellen zehn Rennställe dem so genannten Grundlagenvertrag der Königsklasse des Motorsports zwischen dem Automobil-Weltverband FIA, dem Formel-1-Management (FOM) und den Teams zugestimmt.

Die neue Vereinbarung regelt die sportlichen und wirtschaftlichen Aspekte der Formel 1 von 2021 bis 2025.

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Formel-1-Boss verspricht mehr Spannung durch Concorde Agreement

Er freue sich, dass man mit allen Teams eine Einigung “über die Pläne für die langfristige Zukunft unseres Sports erzielen” konnte, sagte Formel-1-Boss Chase Carey vom Rechteinhaber Liberty Media.

“Alle unsere Fans wünschen sich engere Rennen, Rad-an-Rad-Duelle und dass jedes Team die Chance hat, auf das Podium zu fahren”, erklärte Carey weiter: “Das neue Concorde-Agreement wird in Verbindung mit dem Reglement für 2022 die Grundlagen dafür schaffen und ein Umfeld gewährleisten, das sowohl finanziell gerechter ist als auch die Lücken zwischen den Teams auf der Rennstrecke schließt.”

Ferrari feiert sich für Sonderrechte

Besonders Ferrari nutzte die Nachricht für Werbung in eigener Sache. Denn während die Scuderia sportlich aktuell ein ziemliches Desaster ist, bleibt das Königsklassen-Urgestein am Verhandlungstisch offenbar immer noch eine große Nummer.

Im Kampf um Macht und Millionen in der Formel 1 hat sich die stolze Scuderia nach einem zähen Poker jedenfalls wieder einmal Sonderrechte gesichert. Und dieser Erfolg wird den Konkurrenten um Mercedes auch genüsslich präsentiert.

Die “kommerziellen Aspekte” zwischen dem Traditionsteam und der Formel 1 seien in einer Extra-Vereinbarung geregelt, hieß es in einem Ferrari-Statement, in dem der Rennstall von Sebastian Vettel zudem bestätigte, dass man das neue Concorde Agreement unterzeichnet hat.

Zusatzvertrag für Vettel-Team

Doch neben diesem Grundlagenvertrag über die Zukunft der Königsklasse von 2021 bis 2025 hat Ferrari noch einen weiteren Vertrag geschlossen – und da geht es um das große Geld. Diese lukrativen Nebengeschäfte der Italiener sorgen seit Jahren für Gezeter.

Es heißt zudem, dass sich Ferrari neben der finanziellen Sonderstellung auch erneut ein Vetorecht bei beispielsweise geplanten Regeländerungen gesichert hat. “Unsere Rolle in der Formel 1 wird anerkannt. Das war für uns sehr wichtig. Jetzt sind wir bereit zu unterschreiben”, hatte Teamchef Mattia Binotto zuletzt gesagt.

Ohne Ferrari wäre die Formel 1 eben nicht mehr die Formel 1. “Die Scuderia Ferrari und die Formel 1 gehen seit 1950 Hand in Hand, und wir freuen uns, dass diese Beziehung noch lange andauern wird, denn sie ist Teil der DNS dieses Sports”, sagte Formel-1-Boss Chase Carey.

Jetzt gehe es darum, “gemeinsam dafür zu sorgen, dass die Formel 1 noch spektakulärer und attraktiver wird”. Zusammen mit dem neuen Regelwerk, das 2022 in Kraft tritt, soll das Concorde Agreement, das mittlerweile von allen zehn Teams unterschrieben wurde, für mehr Chancengleichheit und ein ausgeglicheneres Feld sorgen.

Mercedes zögerte, Wolff sieht Silberpfeile als “das größte Opfer”

Knackpunkt im Zoff hinter den Kulissen war vor allem der vorgesehenen neuen Verteilungsschlüssel, der auch den kleineren Teams mehr Einnahmen bescheren soll.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff war zuletzt nicht zum Ja-Wort bereit gewesen, da Mercedes durch die angedachte neue Regelung “das größte Opfer von Einnahmeverlusten” sei. Nun also doch die Unterschrift.

Allerdings binden sich die Silberpfeile damit nicht langfristig an die Königsklasse. Hintergrund: Nach SPORT1-Informationen hat Red Bull dafür gesorgt, dass es Ausstiegsklauseln in der neuen, fünfjährigen Formel-1-Vereinbarung gibt, die im Jahresrythmus gezogen werden können.

Heißt auch: Mercedes könnte Ende 2021 das Werksteam verkaufen, ohne Vertragsstrafe zahlen zu müssen.

Mercedes-Ausstieg immer noch nicht vom Tisch

SPORT1 erfuhr zudem: Ein Ausstieg als Werksteam bzw. Teambesitzer ist noch immer nicht vom Tisch. Doch wegen der Corona-Krise hat Daimler die Entscheidung um ein Jahr nach hinten geschoben. Die Ausstiegs-Klausel im neuen Grundlagenvertrag macht’s möglich.

Für einen Verbleib bis 2021 sprach außerdem: Die Technik-Regeln bleiben gleich, hohe Entwicklungskosten fallen weg, weil die Autos nahezu eingefroren werden.

Dazu kommt eine vorgezogene Budgetgrenze von 145 Millionen Euro. Für minimalen Geldeinsatz könnte Mercedes mit Lewis Hamilton auf die Jagd nach dem achten WM-Titel gehen.

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Formel 1 macht’s wie der Doppelpass und Gladbach

Die Formel 1 macht es wie Borussia Mönchengladbach und der CHECK24 Doppelpass und stellt für den Grand Prix von Italien (6. September) Pappkameraden auf den Tribünen auf.

“Face for Fan” heißt die Initiative, bei der die Anhänger für knapp 40 Euro ihr Bild im Autodrom von Monza aufstellen lassen können. Ein Teil der Erlöse soll Benefiz-Zwecken im Kampf gegen das Coronavirus zugute kommen.

Während die Borussia ihr Stadion während der Geisterspiele der Bundesliga mit Pappfans aufgefüllt hatte, waren die Dopa(pp)-Fans fester Bestandteil der vergangenen Sendungen des beliebten Fußball-Talks auf SPORT1.

Tickets für Sotschi im Verkauf

Die Königsklasse fährt seit ihrem Saisonstart Anfang Juli hinter verschlossenen Türen und hofft, dies im Laufe des Jahres ändern zu können. Die Organisatoren des Großen Preises von Russland in Sotschi (27. September) gehen das Thema offensiv an und haben nach eigenen Angaben den Ticketverkauf gestartet.

So sollen 50 Prozent der Tribünenkapazität im Olympiapark genutzt werden, sagte Alexej Titow vom Rennpromoter Rosgonki kürzlich dem Fachmagazin Autosport: “Das bedeutet, dass die maximale Anzahl der Fans 32.000 nicht überschritten wird.”

ADAC GT Masters mit Fans

Am 11. Oktober soll die Formel 1 am Nürburgring fahren, die Rennstrecke in der Eifel empfing am vergangenen Wochenende im Rahmen des ADAC GT Masters schon in begrenzter Zahl Zuschauer. Rückschlüsse auf die Möglichkeiten im Rahmen des Formel-1-Rennens seien aber noch nicht möglich, teilte Pressesprecher Alexander Gerhard auf SID-Anfrage mit.

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Die erfolgreiche Durchführung des GT Masters zeige jedoch grundsätzlich, “dass unser Konzept auch in der Praxis funktioniert. Die Kreisverwaltung Ahrweiler, als zuständige Genehmigungsbehörde, hat sich hiervon auch vor Ort überzeugt”.

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Ferrari bekennt sich zur Formel 1 – Mercedes schwankt noch

Ferrari hat das neue Concorde Agreement unterschrieben und bleibt der Formel 1 über die laufende Saison hinaus erhalten.

Das gab der italienische Rennstall am Dienstag bekannt. Der derzeit noch gültige Grundlagenvertrag zwischen dem Automobil-Weltverband FIA, dem Formel-1-Management (FOM) und den zehn Rennställen läuft am Jahresende aus, Deadline für die Unterzeichnung der neuen bis 2025 laufenden Vereinbarung ist Ende des Monats.

“Das ist ein wichtiger Schritt, um die Stabilität und das Wachstum des Sports zu gewährleisten”, sagte Ferrari-Geschäftsführer Louis Camilleri: “Rennsport gehört zur Ferrari-DNA und es ist kein Zufall, dass die Scuderia das einzige Team ist, das an jeder Formel-1-WM teilgenommen hat.”

Auch Formel-1-Boss Chase Carey ist zufrieden: “Die Scuderia Ferrari und die Formel 1 gehen seit 1950 Hand in Hand und wir freuen uns, dass diese Beziehung noch lange bestehen bleibt.”

Ferrari, McLaren und Williams dabei – Mercedes fehlt noch

Neben Ferrari stimmten am Dienstag auch McLaren und Williams dem Abkommen zu. Es fehlt weiter die Unterschrift vom Weltmeisterteam Mercedes.

Knackpunkt beim Concorde Agreement, das unter anderem Technik-Regeln und Budget regelt, ist der vorgesehenen neuen Verteilungsschlüssel, der auch den kleineren Teams mehr Einnahmen bescheren soll.

Motorsportchef Toto Wolff war zuletzt nicht zum Ja-Wort bereit gewesen, da Mercedes durch die angedachte neue Regelung “das größte Opfer von Einnahmeverlusten” sei.

SPORT1 erfuhr jedoch aus sicherer Quelle: Die Stuttgarter werden das neue Concorde Agreement in Kürze unterschreiben.

Allerdings binden sie sich damit nicht langfristig an die Königsklasse. Hintergrund: Nach SPORT1-Informationen hat Red Bull dafür gesorgt, dass es Ausstiegsklauseln in der neuen, fünfjährigen Formel-1-Vereinbarung gibt, die im Jahresrythmus gezogen werden können.

Heißt auch: Mercedes könnte Ende 2021 das Werksteam verkaufen, ohne Vertragsstrafe zahlen zu müssen.

Mercedes-Ausstieg immer noch nicht vom Tisch

SPORT1 erfuhr zudem: Ein Ausstieg als Werksteam bzw. Teambesitzer ist noch immer nicht vom Tisch. Doch wegen der Corona-Krise hat Daimler die Entscheidung um ein Jahr nach hinten geschoben. Die Ausstiegs-Klausel im neuen Grundlagenvertrag macht’s möglich.

Für einen Verbleib bis 2021 sprach außerdem: Die Technik-Regeln bleiben gleich, hohe Entwicklungskosten fallen weg, weil die Autos nahezu eingefroren werden. Dazu kommt eine vorgezogene Budgetgrenze von 145 Millionen Euro. Für minimalen Geldeinsatz könnte Mercedes mit Lewis Hamilton auf die Jagd nach dem achten WM-Titel gehen.

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"Sehr dreist": Danner übt scharfe Kritik an Mercedes-Kopien

Ärger über die rosa Mercedes!

Racing Point hat sich seinen Spitznamen in dieser Saison wahrlich verdient. Zu ähnlich sehen die rosa Boliden – abgesehen von der Farbe – dem Vorjahresmodell von Mercedes. Der deutliche Leistungsanstieg 2020 sorgt deshalb für hitzige Diskussionen innerhalb der Formel 1.

RTL-Experte und AvD-Botschafter Christian Danner kritisierte das Vorgehen im AvD Motorsport Magazin scharf: “Das war schon sehr dreist. Ein Grundprinzip der Formel 1 ist, dass jeder sein eigenes Auto baut. Klar kupfert jeder mal ab. Aber das, was hier passiert ist, ist jenseits von allen Dingen, die je passiert sind.”

Danner weiter: “Alain Prost hat das in einem Interview detailliert erläutert. Wenn so etwas in Ordnung ist, dann können wir alle einpacken. Dann brauchen wir nicht mehr antreten. Dann ist es irgendetwas, aber nicht mehr die Formel 1 – und da muss ich ihm Recht geben.”

Kolles übt Kritik an Mercedes und Wolff

Colin Kolles nahm indes auch Mercedes in die Verantwortung, denn für ihn haben sowohl Racing Point als auch die Silberpfeile betrogen.

“Von Fotos kannst du kein Auto kopieren. Es geht nicht nur um die Bremsbelüftungen hier. Es geht um das ganze Konzept vom Auto. Es wird nicht nur von Fotos abgekupfert. Sie hatten nicht nur Teile, sondern auch gewisse Daten”, sagte der Ex-Teamchef von Hispania Racing (2010/11).

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Kolles wird noch deutlicher: “An Stelle des Mercedes-Konzerns würde ich mich mal fragen, warum der Motorsportchef (Toto Wolff, Anm.d.Red.) andauernd auf seinem Boot oder in Gstaad Urlaub macht und viele andere Sachen passieren, die aus meiner Sicht nicht ganz konform sind.”

Kolles warnt vor Gefahr für Formel 1

Vor allem die Stellung der Konstrukteure ist sowohl für Danner als auch Kolles ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal, das die Formel 1 erst zur Königsklasse des Motorsports macht. “Die Grundlage der Formel 1 ist, dass man ein Konstrukteur ist”, sagte Kolles.

Danner erinnerte zudem an die Vergangenheit, als McLaren-Mercedes wegen illegaler Bilder von Ferrari-Technologie 100 Millionen Euro Strafe zahlen musste und sämtliche Konstrukteurs-Punkte der Saison aberkannt wurde: “Technologietransfer ist in bestimmten Bereichen erlaubt, um Kosten zu sparen. In den meisten Bereichen jedoch nicht.”

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Sollte die FIA nicht entschieden gegen die Mercedes-Kopien vorgehen, sieht Kolles sogar eine Gefahr für die Formel 1 selbst: “Damit wirst du komplett abhängig von den Super-Herstellern. Irgendwann gibt es nur noch drei Hersteller und deren Satellitenteams, die machen müssen, was die Hersteller sagen.”

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