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Zoff zwischen Hamilton und Ecclestone spitzt sich zu

Der Streit zwischen Bernie Ecclestone und Lewis Hamilton geht in die nächste Runde.

Der ehemalige Formel-1-Boss hat gegen den sechsfachen Weltmeister zurückgeschossen. 

“Lewis, Du sagst, dass ich ungebildet und ignorant bin. Ich habe das gleiche Bildungsniveau wie Du. Zumindest hatte ich einen Grund – ich war während des letzten Krieges in der Schule, nicht immer unter den besten Bedingungen”, sagte der 89-Jährige laut Informationen der britischen Tageszeitung Dailymail

Und weiter: “Du hast Glück, denn wenn ich richtig ausgebildet worden wäre, wäre die Formel 1 vielleicht nicht so, wie sie für dich war. Ich habe auch davon profitiert, aber ich habe bereits Geld verdient, bevor ich in der Formel 1 war.”

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Hamilton solle nicht darüber nachdenken, welche Hautfarbe er habe, sondern welche Farbe sein Geist habe, so Ecclestone.

“Wir sind alles Menschen mit den gleichen Beweggründen. Wir müssen auch auf die gleiche Art und Weise denken. Beneide andere nicht, verbessere dich nur und hole auf. Wir haben alle etwas, das uns von anderen unterscheidet.” Alle Menschen wurden auf die gleiche Weise geboren, und so solle man auch leben, betonte der Ex-Boss.

Zoff zwischen Ecclestone und Hamilton

Ecclestone hatte zuletzt mit einigen skurrilen Aussagen auf sich aufmerksam gemacht. In einem Interview mit CNN Sport hatte er über die anhaltenden Diskussionen rund um das Thema Rassismus davon gesprochen, dass er die Formel 1 nicht als rassistisch ansehe.

Dann wurde es kurios. Denn Ecclestone drehte den Spieß und sagte, dass “in vielen Fällen Schwarze rassistischer als Weiße” seien. Der Grund für seine Annahme seien einige Dinge, welche ihm “im Laufe der Jahre aufgefallen sind”.

Hamilton zeigte sich enttäuscht von Ecclestones Rassismus-Kommentar und schrieb in seiner Instagram-Story: “So traurig und enttäuschend, diese Aussage zu lesen. Bernie ist raus aus dem Sport und aus einer anderen Generation, aber genau das ist falsch – ignorante und ungebildete Kommentare, die uns zeigen, wie weit wir als Gesellschaft gehen müssen, bevor wirkliche Gleichberechtigung geschehen kann.”

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Deutscher Traditionskurs vor Formel-1-Rückkehr

Die Formel 1 könnte noch in dieser Saison nach einer siebenjährigen Pause auf den Nürburgring zurückkehren. Das berichtet Motorsport-Magazin.com.

Demnach wollen die Verantwortlichen der Königsklasse den Traditionskurs in der Eifel als Ersatzstrecke in den Rennkalender aufnehmen.  ”Wir stehen mit der Formel 1 in Kontakt, zu vermelden gibt es aber nichts”, sagte ein Sprecher der Rennstrecke dem Fachportal.

2013 hatte Sebastian Vettel den bislang letzten Formel-1-Lauf auf dem Nürburgring auf dem Weg zu seinem vierten Weltmeistertitel gewonnen. Seitdem fand der Große Preis von Deutschland viermal in Hockenheim statt.

Die Strecke in Baden-Württemberg war auch ein Kandidat als Standort, letztlich scheiterte das Vorhaben, die Formel 1 zurückzuholen.

Bislang sind nur zehn WM-Läufe angesetzt, zuletzt waren Mugello/Italien (13. September) und Sotschi/Russland (27. September) bestätigt worden. Die Königsklasse will mindestens 15 Rennen austragen. Auf dem Nürburgring würde im Oktober gefahren.

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Bei Vettel-Wechsel: Pérez gibt sich keine Chance

Die Gerüchte um eine mögliche Verpflichtung von Ferrari-Pilot Sebastian Vettel in der kommenden Saison bei Racing Point beherrschen zurzeit die Formel 1.

Dabei wird auch diskutiert, welcher Pilot denn der Streichkandidat für den viermaligen Weltmeister Platz wäre – Lance Stroll oder Sergio Pérez.

Für den Mexikaner Pérez stellt sich die Frage nicht wirklich: ”Ich denke, das liegt auf der Hand, wenn jemand gehen muss. Ich bin Vater, ich würde meinen Sohn nicht rausschmeißen. Aber es gibt nicht viel, was ich sagen kann. Es wird viel geredet. Von meiner Seite bleibt alles beim Alten. Ich habe einen Vertrag mit dem Team” sagte Pérez dem Movistar.

Pérez hat offenbar anderes Angebot

Der 30-Jährige befindet sich zwar erst im ersten Jahr seines Dreijahresvertrages bei Racing Point, welcher auch bei der Umbenennung 2021 in Aston Martin weiter seine Gültigkeit behält – doch sein Teamkollege Lance Stroll ist der Sohn des Teameigentümers Lawrence Stroll.

Pérez ließ daher auch schon einmal vorsorglich durchblicken, dass sich bereits ein anderes Formel-1-Team bei ihm gemeldet hat.

Vettel erklärte zuletzt, dass er bis jetzt nur “lockere Gespräche” mit Racing Point führte und noch nichts entschieden ist.

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Fakt ist jedenfalls: Falls Vettel kommt, muss ein Fahrer den Rennstall frühzeitig verlassen – und dann könnte es durch mögliche Ausstiegsklauseln teuer werden. Aber für einen Milliardär wie Lawrence Stroll dürfte dies die geringste Sorge sein.

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Hamilton? Das ist der wahre Grund für die Mercedes-Dominanz

Zwei große Ziele hat Lewis Hamilton noch.

Er will die meisten Grand-Prix-Siege in der Formel 1 einfahren und am häufigsten Weltmeister werden.

Dafür gibt der Brite alles. Je schneller er die Rekorde brechen kann, desto besser. In Budapest feierte er Sieg Nummer 86, nachdem er bereits eine Woche zuvor in Spielberg gewonnen hatte.

Macht er so weiter, kann er die magische Marke von 91 Rennsiegen ausgerechnet in Monza erreichen. In Italien also, wo immer noch derjenige am meisten verehrt wird, der diese Marke momentan noch hält: Michael Schumacher, fünfmaliger Weltmeister für Ferrari.

Insgesamt holte der Deutsche sogar siebenmal den Titel. Hamilton hat sechs Triumphe auf dem Konto. Und er wird keine Ruhe geben, bis er auch in dieser Wertung ganz oben steht.

Hamilton: “Freut ihr euch überhaupt?”

Auf der Jagd nach den Rekorden für die Ewigkeit kann man schon einmal vergessen, dass diese Siegesserie auch ihre Tücken hat. Sie ist mittlerweile so normal geworden, dass selbst bei Hamiltons Team Mercedes nur noch wenig Sieges-Enthusiasmus zu spüren ist.

“Manchmal komme ich ins Meeting und frage die Jungs: ‘Freut ihr euch überhaupt, dass wir gewonnen haben?’ Und es heißt nur: ‘Ja, ja, sicher.’”, erzählt Hamilton über den Erfolgsalltag bei den Silberpfeilen.

Er selbst müsse eigentlich auch “nur noch das Tempo kontrollieren”, sagt der 35-Jährige. Er klingt dabei nicht gelangweilt, er strahlt.

Aber für die Konkurrenz und die Formel 1 allgemein kann diese Dominanz auf lange Sicht nicht gut sein.

“Wenn immer derselbe gewinnt, kann das negativ sein, auch für Mercedes. Man gewöhnt sich ja daran. Es ist selbstverständlich. Das sollte nicht sein, sie sollten kämpfen müssen. Das ist das Problem”, sagt Ex-Formel-1-Pilot Marc Surer bei SPORT1.

Vergleiche mit dem FC Bayern

In Sport-Deutschland drängt sich fast zwangsläufig der Vergleich zum FC Bayern im Fußball auf. Zum achten Mal in Folge holte sich der Rekordmeister in diesem Jahr den Titel. Mercedes wird – so viel kann man schon nach drei Rennen vermuten – nach dieser Saison zum siebten Mal in Folge den Titel bei den Konstrukteuren in der Formel 1 gewinnen.

Bereits jetzt hat das Team von Motorsportchef Toto Wolff mit 121 Punkten mehr als doppelt so viele Punkte gesammelt wie der “schärfste Verfolger” Red Bull (55). Vom langjährigen Rivalen Ferrari braucht man mit 27 Punkten gar nicht zu sprechen.

“Die sind nicht nur auf einem anderen Planeten – die fahren in einem ganz anderen Universum”, sagte Sebastian Vettel am Samstag nach dem Qualifying resigniert. Der einzige Pilot, der Hamilton in diesem Jahr, den Titel streitig machen kann, sei nach Vettels Meinung Valtteri Bottas.

Für ihn und alle anderen Rivalen wäre das aber auch kein Trost: Bottas ist Hamiltons Teamkollege bei Mercedes.

Allison für Surer der entscheidende Mann

Dabei ist die Fahrerpaarung gar nicht so entscheidend, meint Surer und verweist auf ein anderes Erfolgsrezept der Silberpfeile.

“Ein Auto ist so gut wie seine Ingenieure. Das sieht man immer wieder in der Formel 1″, betont der Schweizer mit Blick auf den Engländer James Allison, dem Technikdirektor der Silberpfeile: “Mercedes hat im Moment einfach das beste Team zusammen. Früher war das bei McLaren, und noch früher war das so bei Williams. Diese Teams haben auch über lange Jahre dominiert, weil da die besten Ingenieure zusammen waren.”

Tatsächlich hat es eine so starke Dominanz eines Teams seit Ende der 1980er Jahre in der Formel 1 nicht gegeben. 1988 gewannen Ayrton Senna und Alain Prost 15 von 16 Saisonrennen im McLaren.

Auch Schumacher konnte im Ferrari Anfang der 2000er Jahre eine Ära prägen. Entscheidenden Anteil daran hatte hier ebenfalls ein Ingenieur-Genie aus Großbritannien.

“In Italien waren es doch immer die englischen Ingenieure, die Ferrari zu Weltmeisterschaften verholfen haben. Das beste Beispiel ist Ross Brawn”, sagt Surer und liefert die Antwort auf die anhaltende Schwäche der Scuderia gleich mit: “Jetzt wursteln die Italiener selber vor sich hin, und das Resultat sieht man.”

Surer scherzt: “Ingenieure versteigern”

Was aber tun, um die erdrückende Dominanz von Mercedes zu stoppen? Die beschlossene Budget-Obergrenze auf 135 Millionen Dollar pro Team bis 2023 hält Surer nur bedingt für die Lösung.

“Sie haben ja vorgearbeitet, sie haben Pläne, wie es weitergehen soll”, sagt der 68-Jährige in Richtung Mercedes: “Wenn man das Geld reduziert, können sie nicht mehr so ausgiebig testen, beispielsweise im Windkanal. Aber das Auto wird dadurch nicht langsamer.”

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Alles stehe und falle mit den Ingenieuren. Und um da etwas zu ändern bräuchte es schon revolutionäre Entscheidungen. “Vielleicht müsste man die Ingenieure auf den Markt werfen und dann kann sie jeder ersteigern”, schlägt Surer vor, schiebt aber nach: “Das ist natürlich ein Scherz.”

Und so spricht auf absehbare Zeit erst einmal alles für Mercedes und die baldige Krönung der Rekordjagd des Lewis Hamilton.

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Hamilton kurios: "Ich dachte, ihr meintet, Verstappen ist raus?"

Kuriose Anekdote vom Ungarn-GP.

Polesetter und Sieger Lewis Hamilton hat bis zur zwölften Rennrunde überhaupt nicht mitbekommen, dass Konkurrent Max Verstappen überhaupt am Rennen teilnimmt. Das geht aus dem im Nachhinein veröffentlichten Boxenfunk hervor.

Zwar hatte Renningenieur Peter Bonnington mehrfach den Vorsprung auf den hinter Hamilton fahrenden Niederländer durchgegeben, aber erst zu Beginn der zwölften Runde realisierte der Weltmeister, welches Auto sich wirklich hinter ihm befand.

Hamilton bekam Ansagen nicht mit

Bei der Ansage “Gap to Vertappen 9,6″ fiel der Brite seinem Ingenieur ins Wort und sagte überrascht: “Ich dachte, ihr habt gesagt, Verstappen ist ausgeschieden?”

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Offensichtlich war der sechsmalige Champion derart mit seinem eigenen Rennen beschäftigt, dass er alles bis dahin gesagte nicht realisiert hat. Der Kommandostand sorgte bei Hamilton jedoch schnell für Aufklärung. “Sie haben es geschafft, das Auto in der Startaufstellung zu reparieren”, so die Worte des Ingenieurs. 

Dabei war der Niederländer bereits zuvor Thema in der Mercedes-Kommunikation. “Verstappen war gerade an der Box. Er hat auf Trockenreifen gewechselt”, funkte Bonnington in der fünften Runde. Angekommen ist diese Information bei Hamilton aber augenscheinlich nicht.

Verstappen crashte in Bande

Max Verstappen hatte auf dem Weg zur Startaufstellung die Kontrolle über seinen Boliden verloren und war in der Mauer gelandet. Unter anderem die Aufhängung am Auto wurde dabei zerstört. Innerhalb von 20 Minuten vollbrachten die Mechaniker im Anschluss in der Startaufstellung ein Wunder.

Rund 20 Sekunden bevor das Signal ertönte, dass alle Arbeiten an den Fahrzeugen einzustellen sind, waren die Reparaturarbeiten beendet.

Am Start schob sich der von Rang sieben ins Rennen gegangene Verstappen dann auf Position drei vor. Am Ende jubelte er auf dem Podium als Zweiter, Lewis Hamilton siegte.

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Wie der Name Schumacher wieder die Formel 1 überstrahlt

Natürlich gehörten die eigentlichen Formel-1-Schlagzeilen beim Großen Preis von Ungarn wieder einmal den bekannten Protagonisten und Rennställen.

Allen voran waren da Lewis Hamilton und die erdrückende Überlegenheit der Silberpfeile, dazu die nächste Demütigung für Ferrari um Sebastian Vettel sowie das Mechaniker-Wunder bei Red Bull nach Max Verstappens Crash auf dem Weg zur Startaufstellung.

Und doch: Überstrahlt wurde das Rennwochenende in Budapest insgeheim von zwei anderen, nämlich von Michael Schumacher und seinem Sohn Mick. 

Es waren durchweg positive Nachrichten um den Rekordweltmeister sowie den Formel-2-Piloten, die den aktuellen Grand-Prix-Circuit in seiner öffentlichen Wahrnehmung ein gehöriges Stück mitprägten.

FIA-Boss Todt über Michael Schumacher

“Ich habe Michael vergangene Woche gesehen. Er kämpft. Ich hoffe, dass auch die Welt ihn bald wiedersehen wird. Darauf arbeiten er und seine Familie hin”, sagte Jean Todt der Daily Mail.

Der Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA nährte damit die Hoffnung, dass der vor sechseinhalb Jahren nach einem schweren Ski-Unfall noch immer in der Reha befindliche Schumacher gesundheitlich womöglich bald so weit ist, um öffentlich wieder in Erscheinung treten zu können.

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Neben Todts Aussagen geriet der für viele Fans beste Formel-1-Pilot aller Zeiten aber auch in den Blickpunkt, weil Hamilton erneut einen seiner Rekorde egalisierte. Auf dem Hungaroring feierte er am Sonntag seinen achten Sieg auf der gleichen Strecke.

Zur Erinnerung: Schumacher hatte achtmal den Frankreich-Grand-Prix in Magny-Cours gewonnen.

Hamilton jagt Schumacher-Rekorde

Vor dem Rennen hatte Hamilton dazu erklärt: “Ich schere mich nicht zu sehr um Zahlen.” Das tut dafür die getreue “Schumi”-Anhängerschaft, die befürchtet, dass weitere Bestmarken ihres Idols fallen – und via Social Media deshalb in Richtung Hamilton lästerten.

Häufiger Tenor dabei: Mit einem so überlegenen Auto wie es Hamilton seit 2014 zur Verfügung hat, hätte Schumacher noch viel mehr als sieben Weltmeisterschaften gewonnen. Zudem ist es durch die größere Anzahl von Rennen für Hamilton leichter, den Sieg-Rekord von Schumacher zu knacken.

Die Reaktionen dürften kaum abebben, sollte Hamilton am Ende auch bei der Anzahl der WM-Titel (7) und der gewonnen Grand Prix’ (86 zu 91) zu dem Kerpener aufschließen. Bei den Pole-Positions hat er ihn mit 90 (Schumacher: 68) ohnehin schon längst überflügelt.

Mick Schumacher trumpft erneut auf

Auf der Strecke sorgt aktuell Mick Schumacher dafür, dass der Name Schumacher allgegenwärtig bleibt.

In der Formel 2 feierte er an gleicher Stelle wie Hamilton mit Schampus auf dem Podium.

Wie schon beim Hauptrennen am Vortag landete der 21-Jährige auch beim Sprintrennen am Sonntag auf dem dritten Rang und unterstrich damit einmal mehr sein herausragendes Talent.

“Das Team hat einen großartigen Job gemacht, das Auto war fantastisch zu fahren. Für uns fühlt es sich an wie ein Sieg”, schwärmte der für das Prema Powerteam startende Schumacher, der in Ungarn im vergangenen Jahr triumphiert hatte. 

Mick Schumacher: Doch schneller bei Ferrari?

Tatsächlich kommt Schumacher immer besser in Fahrt: Bereits bei den Rennen in Spielberg hatte der Youngster eine gute Pace gezeigt – Abflüge ins Kiesbett, ein bockender Motor, starker Regen bei einer Aufholjagd sowie ein Feuerlöscher, der im Wagen losgegangen war, hatten jedoch den ganz großen Coup verhindert.

Diesmal haperte es im zweiten Rennen nur am Boxenstopp, als ein klemmendes Rad die Crew einige Sekunden kostete. Viele Experten trauen Schumacher dennoch den baldigen Sprung in die Formel 1 zu.

Auch Mick Schumacher selbst unterstrich zuletzt immer wieder seinen großen F1-Traum – dann am liebsten im Cockpit von Ferrari. Schließlich wurde sein Vater mit der Scuderia zwischen 2000 und 2004 fünfmal Weltmeister.

Ferrari ist wohl perspektivisch ebenfalls interessiert an Schumacher junior, der als Fahrer der Kaderschmiede der Scuderia, Prema Racing, auch Mitglied der Ferrari Driver Academy ist.

Was für eine Vereinigung in der Zukunft spricht: Der Kerpener gilt als starker Zweikämpfer und auf der Strecke als ähnlich kompromisslos wie sein Vater. Und: Neben seinem Fahrstil verspricht nicht zuletzt der Name Schumacher für beide Seiten glänzende Vermarktungsmöglichkeiten.

Alfa Romeo ein realistischer F1-Einstieg

Realistischer klingt für einen Ferrari-Junior aber der Zwischenschritt über Alfa Romeo. Deren Cockpits für 2021 sind noch nicht vergeben. Der Vertrag von Antonio Giovinazzi läuft nach dieser Saison ebenso aus wie der von Kimi Räikkönen.

“Macht Mick jetzt den nächsten Schritt, könnte ich mir gut vorstellen, dass er Ende dieses Jahres schon Freitageinsätze in der Formel 1 bekommt und im nächsten Jahr vielleicht ein Stammcockpit – bei Ferrari-Partner Alfa-Romeo beispielsweise”, hatte kürzlich auch Ex-Formel-1-Fahrer Timo Glock im SPORT1-Interview erklärt.

Bei Räikkönen stellt sich sowieso die Frage, ob der Iceman mit 40 Jahren nicht ans Karriereende denkt – zumal der frühere Weltmeister (2007 mit Ferrari) mit Alfa Romeo meist nur hoffnungslos hinterherfährt.

Für Schumacher dagegen könnte der Rennstall das perfekte Sprungbrett in die Formel 1 sein.

Mit der gewaltigen Erwartungshaltung ist der 21-Jährige unterdessen bisher stets so kühl und souverän umgegangen wie sein berühmter Vater.

“Ehrlich gesagt fühle ich keinen Druck, diesen Familiennamen zu tragen oder genau das zu tun, was mein Vater getan hat. Der meiste Stress geht von mir aus, von dem, was ich mir selbst auferlege”, so Schumacher kürzlich in einem Brief unter dem Titel “My Way Through”.

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"Legenden!" Das Husarenstück der Red-Bull-Mechaniker

Für die Fans war Red-Bull-Pilot Max Verstappen der Fahrer des Rennens, für den Wunderknaben waren seine Mechaniker die Helden des Großen Preis von Ungarn.

Der Grund: Der Niederländer krachte auf regennasser Strecke auf dem Weg von der Box zur Startaufstellung in die Streckenbegrenzung. Verstappen konnte seinen Red Bull zwar noch zurück auf die Strecke lenken, doch das Auto war stark beschädigt.

Die Frontpartie zerstört, Teile der Radaufhängung und der Spurspange demoliert. “Ich dachte, das war es mit dem Rennen”, erzählte Verstappen, “doch meine Mechaniker haben ein Wunder vollbracht.” Innerhalb von 20 Minuten schaffte die Crew die Reparatur der zerstörten Teile.

Mechaniker vollbringen Wunder

Der Niederländer kam im Anschluss aus dem Schwärmen für seine Crew gar nicht mehr heraus. “Das Einzige, was ich noch tun musste, war bei der Einführungsrunde die reparierten Teile zu checken. Es war alles perfekt.”

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Teamchef Christian Horner erklärte später das Wunder in Zahlen. “Normalerweise dauert so eine Reparatur weit über eine Stunde. Die Jungs haben es in zwanzig Minuten geschafft. 20 Sekunden bevor das Signal kam, dass alle Arbeiten an den Autos einzustellen sind, waren sie fertig. Man konnte aber den Schweiß auf ihrer Stirn sehen”, so der Red-Bull-Verantwortliche. (Rennkalender 2020 der Formel 1)

Damit war der Weg frei für Verstappen und seinen Durchmarsch vom siebten Startplatz auf Rang zwei. Nach dem Rennen widmete er sein Podium seinen Jungs, feierte sie am Funk. “Ihr seid Legenden. Danke, danke, danke! Ich konnte sogar einen Mercedes schlagen. Der zweite Platz fühlt sich heute wie ein Sieg an”, jubelte der 22-Jährige.

Red Bull trainiert schnelle Reparaturen

Helmut Marko, am Samstag nach dem schlechten Qualifying (Verstappen Siebter, Teamkollege Albon 13.) fast schon der Verzweiflung nahe, zeigte sich im Gespräch mit SPORT1 von der Leistung der Mechaniker beeindruckt.

“Was für ein versöhnlicher Abschluss eines davor so verkorksten Wochenendes. Was die Mechaniker heute leisteten, war Weltklasse. Jetzt wissen wir, warum wir im Winter immer mehrtägige Trainingscamps machen. Dort trainieren sie nicht nur Boxenstopps, sondern auch unter extremem Stress Höchstleistungen zu bringen”, erklärte der Red-Bull-Chefberater.

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Unter Leitung von Teammanager Jonathan Wheatley trainieren die Mechanikercrews nicht nur Boxenstopps und Reparaturen unter Zeitdruck, sondern absolvieren auch ein mehrtägiges Fitnesstraining – inklusive geselliger Abende. “Bootcamp” nennt Teammanager Wheatley das. “Sie sind dann nicht nur auf unerwartete Situationen vorbereitet, sondern auch ein eingeschworenes Team, in dem sich jeder blind auf den anderen verlassen kann”, erläutert Marko die Vorzüge.

Auch ein Lob für die Fahrer fand der sonst strenge Chefberater. “Verstappen hat sich nach dem schlechten Training instinktiv für die Abstimmung entschieden, bei der unsere Techniker nicht mehr weiter wussten. Albon hat sie übernommen, fuhr im Rennen gut, hat stark überholt und kam am Ende als Fünfter ins Ziel.”

Marko schützt Alex Albon

Marko schützt seinen Nummer-zwei-Piloten, der nach den ersten beiden Rennen hart kritisiert wurde. “Man muss Albon fair behandeln. Er macht einen guten Job. Gegen Verstappen tut sich jeder schwer.” (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Die Freude über Albons Leistung überwog auch die nüchternen Zahlen. Fakt bleibt: Albon verlor im Rennen 70 Sekunden auf Wunderknabe Verstappen. In Ungarn entspricht das fast einer Sekunde pro Umlauf. “Das ist schon ein Brett,” urteilte Ex-Formel-1-Fahrer Ralf Schumacher.

Bis zum nächsten Rennen in Silverstone in zwei Wochen will Red Bull das Auto nun wieder in die Spur bringen. “Wir glauben den Fehler gefunden zu haben, der im Bereich der Aerodynamik liegt. In Silverstone wissen wir, ob wir das Problem gelöst haben und das Auto für die Fahrer nicht mehr so unberechenbar ist”, ist sich Marko sicher.

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Hamilton gesteht nach Sieg: "Musste einige Schläge einstecken"

Der Große Preis von Ungarn wird für Lewis Hamilton zu einem großen Triumph. Dennoch spricht der Brite im Anschluss von den Rückschlägen des ersten Wochenendes.

Sebastian Vettel fährt im Ferrari zwar sein bestes Saisonergebnis ein, dennoch ist die Ernüchterung bei der Scuderia groß.

Max Verstappen bedankt sich indes bei seinen Mechanikers für eine schier unglaubliche Leistung.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Rennen in Spielberg von RTLSky, ORF aus der Boxengasse und der Pressekonferenz zusammen.

Lewis Hamilton (Mercedes), Platz 1: “Ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe ziemlich gepusht. Besonders für die schnellste Runde am Ende. Am ersten Wochenende musste ich ein paar Schläge einstecken, auf die ich nicht vorbereitet war. Ich habe mich dann aber neu fokussiert. Dieses Wochenende habe ich es von A bis Z auf den Punkt gebracht. So kann es weitergehen.”

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Max Verstappen (Red Bull), Platz 2: “Es hat natürlich nicht so angefangen, wie ich wollte – bei der Fahrt in die Startaufstellung in dem Reifenstapeln zu landen. Die Mechaniker haben wirklich außerordentlich gute Arbeit geleistet, das Auto zu reparieren. Ich weiß nicht, wie sie das geschafft haben. Unglaublich. Ich hätte nicht gedacht, dass ich heute Rennen fahre. Da ist das wie ein Sieg.” Der Red Bull sei danach “wie neu” gewesen.

am Funk zu seinen Mechanikern: “Ich möchte mich bei den Mechanikern bedanken. Ihr seid Legenden! Danke!”

zu seinem Ergebnis: “Sie mit einem zweiten Platz zu belohnen, das stimmt mich sehr zufrieden. Die erste Runde war sehr entscheidend. Danach haben wir die richtigen Entscheidungen getroffen und hatten auch eine gute Pace. Wir haben einfach unser Ding gemacht. Und natürlich ist es gut für uns, zwischen die beiden Mercedes gefahren zu sein.”

Valtteri Bottas (Mercedes), Platz 3: “Für mich war es ein wirklich schlechtes Rennen. Ich kam von Platz zwei in der Startaufstellung und wollte gewinnen. Ich habe es aber am Start verloren. Ich reagierte auf ein Licht an meinem Display, das ausging. Keine Ahnung, warum das passiert ist, aber irgendwas änderte mein Display und ich reagierte darauf, und nicht auf die Ampel. Dann musste ich den Startvorgang noch einmal durchspielen.”

Lance Stroll (Racing Point), Platz 4: ”Ich denke, dass heute definitiv das Podium drin gewesen wäre. Wir sind in der Mitte etwas länger draußen geblieben, dort hat Valtteri den Undercut gegen uns geschafft. Er lag hinter uns und ist an die Box gefahren. Wir haben aber Regen erwartet und haben den Stint daher ausgedehnt. Leider kam der Regen nie, und so hat er den Undercut geschafft.” (Rennkalender 2020 der Formel 1)

zum Endergebnis: ”Als wir an die Box kamen, war er schon acht Sekunden voraus. Zu dem Zeitpunkt lagen wir komfortabel auf Rang vier. Es ist schade. Ich denke, wir hatten die Pace, aber am Ende müssen wir mit dem Ergebnis glücklich sein. Großartige Punkte für das Team. Es war ein solides Wochenende von Anfang bis Ende.”

Sebastian Vettel (Ferrari), Platz 6: “Die Anfangsphase war vielleicht die Phase, wo wir am meisten hätten gut machen können. Aber insgesamt hätte ich natürlich gehofft, dass etwas mehr drin ist, aber wir sind relativ früh rein und die Reifen waren dann zum Ende relativ durch. Ich hätte natürlich gerne etwas mehr gegen gehalten zum Schluss, aber im Moment ist es das, was möglich ist für uns.”

zur Überrundung durch Lewis Hamilton: “Es war schon vor dem Rennen klar, dass uns überrunden würde. Das war keine Überraschung.”

zur Leistungsfähigkeit von Ferrari: “Es war zurück zur Normalität. Österreich eins war ein Ausreißer, Österreich zwei fand für uns nicht statt – und jetzt sind wir hier. Wir können Fünfter oder Sechster werden, vermutlich aber nicht weiter vorne.”

am Funk, nachdem er von Albon überholt wurde: “Sorry, Jungs, dass ich die Position verloren habe. Die Reifen waren am Ende schon ziemlich hinüber.”

zu seinem lange andauernden Boxenstopp: “Ich glaube nicht, dass etwas schiefgegangen ist. In der Runde sind ziemlich viele auch reingekommen. Das hat uns extrem viel Zeit gekostet. Vielleicht hätte man da schneller reagieren könne. Ich weiß nicht, ob eher eine Lücke frei gewesen wäre, wo man mich raus hätte lassen könne. Aber naja.”

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Sergio Perez (Racing Point), Platz 7: ”Der Start war sehr schlecht, ich hatte gar keine Traktion. Im ersten Stint fuhr ich durch eine Pfütze und wäre fast in die Mauer gekracht, aber ich konnte es kontrollieren. Im ersten Stint hatten wir eine gute Pace. Wir hatten einen Undercut gegen die Ferraris und Red Bull schaffen können, aber weil wir etwas Regen erwartet hatten, verlängerten wir den Stint ein bisschen.”

Charles Leclerc (Ferrari), Platz 11: “Es ist enttäuschend. Wir müssen jetzt einfach arbeiten. Um ehrlich zu sein, denke ich, dass im Rennen etwas falsch lief. Das hat nicht zu dem Auto gepasst, das ich im Qualifying und am Freitag hatte. Wir haben nicht viel verändert. Wir schauen in die Daten, um zu sehen, was da falsch lief.”

zum Vorsprung von Mercedes auf Ferrari: “Ich versuche mich immer mit den Leuten um mich herum zu motivieren. Ich denke nicht, dass wir so weit weg von den Racing Points sind. Wir müssen arbeiten und unser Bestes mit dem geben, was wir im Moment haben.”

zur Reifenwahl: ” Ich wollte definitiv auf Trockenreifen raus, aber der Softreifen war nicht die richtige Wahl. Daraus müssen wir lernen. Selbst wenn wir eine bessere Reifenwahl getroffen hätten, hätten wir eine Menge Probleme gehabt. (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Lando Norris (McLaren), Platz 13: “Ich habe es am Start verloren. Ich habe das Team im Stich gelassen, mit dem wahrscheinlich schlechtesten Start meines Lebens. Ich war ein bisschen zu ehrgeizig und habe Mist gebaut. Ich wollte nach vorne, aber wenn du nach vorne willst, dann geht es zurück. So einfach ist das.”

Christian Horner (Teamchef Red Bull)zur Leistung von Alexander Albon: “Er hat stark überholt. Seine Pace bei freier Fahrt war ziemlich ordentlich. Wir sind mit der Performance von Alex heute sehr, sehr zufrieden.”

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Locker wie lange nicht: Vettel betreibt Eigenwerbung

So gelöst hat man Sebastian Vettel schon lange nicht mehr gesehen.

Nach dem Qualifying zum Großen Preis von Ungarn erlaubte sich der viermalige Weltmeister mit RTL-Reporter Kai Ebel einen kleinen Scherz.

Als dieser Vettel fragte, wie hoch die Chance sei, dass es am Start mit dem neben ihm stehenden Teamkollegen Charles Leclerc zu einem Blechschaden kommt, konterte der 33-Jährige grinsend: “Sehr gering. Wir haben gar kein Blech am Auto. Die Zeiten sind schon längst vorbei. Da musst du besser fragen.”

Vettel wieder locker

Das kleine Scharmützel zeigt gut: Vettel hat seine Lockerheit zurück.

Während bei den ersten beiden Rennen in Spielberg und dem verkündeten Aus bei Ferrari zum Saisonende noch selten ein Lächeln über sein Gesicht huschte, zeigte er sich am Hungaroring gelöst und entspannt.

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Sogar der fast verschüttet geglaubte Ehrgeiz des Deutschen kam wieder ein wenig zum Vorschein. “Wir sind hier, um Rennen zu fahren und zu siegen”, sagte Vettel, schränkte aber zugleich ein: “Derzeit haben wir aber nicht das Tempo, um aus eigener Kraft zu dominieren oder zu gewinnen.”

Vor Leclerc und Verstappen

Auch wenn mit dem Ferrari unter normalen Umständen aktuell kein Sieg möglich ist, Vettel hat mit dem Qualifying in Budapest einen kleinen Schritt aus der Krise gemacht (Formel 1: Großer Preis von Ungarn, So., ab 15.10 Uhr im LIVETICKER).

Zum zweiten Mal in Folge ließ er seinen monegassischen Teamkollegen hinter sich – und auch Max Verstappen im Red Bull muss sich am Sonntag beim Start hinter dem Deutschen einreihen.

An der Spitze dominierten zwar die beiden Mercedes mit Weltmeister Lewis Hamilton und Valtteri Bottas, dahinter stehen die mit Mercedes-Motoren betriebenen Racing Point in der Startreihe zwei. Doch als “best of the rest” geht Vettel immerhin von Rang fünf ins Rennen.

Einigung mit Racing Point?

Natürlich ist es nicht der Anspruch eines viermaligen Weltmeisters “nur” das Feld der weniger konkurrenzfähigen Autos anzuführen, dennoch: Nach dem Fahrfehler beim ersten Saisonrennen, als sich Vettel verbremste und am Ende als Zehnter nur ein Pünktchen einsammelte, und dem unverschuldeten Crash mit Leclerc im zweiten Rennen hat der 33-Jährige seine Leichtigkeit zurückgewonnen. Mit der er auch im Kampf um ein Cockpit im nächsten Jahr wieder Argumente liefern kann.

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Trotz der Gerüchte um eine immer näher rückende Einigung mit Racing Point – ob er im nächsten Jahr überhaupt noch in einem Cockpit sitzen wird, ließ der Deutsche auch nach dem Qualifying offen. (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

“Ich weiß noch nicht, durch welche Tür ich nach dieser Saison gehen werde, das ist meine ehrliche Antwort. Es könnte sein, dass ich in der Formel 1 bleibe, es könnte aber auch sein, dass ich wo ganz anders Rennen fahre. Vielleicht verabschiede ich mich für eine gewisse Zeit, oder für immer”, sagte Vettel.

Vettel könnte zurücktreten

Dass auch diese Option eine ernst zunehmende Möglichkeit ist, dürften wohl die wenigsten Formel-1-Fans hoffen. Ausgeschlossen ist sie aber keineswegs. (Rennkalender 2020 der Formel 1)

Allzu sehr mit seiner Zukunft beschäftigen will sich der frühere Red-Bull-Pilot derzeit aber nicht. Viel mehr gilt sein Blick dem Rennen am Sonntagnachmittag.

“Es wird alles darauf ankommen, wie gut wir beim Start wegkommen”, ist sich Vettel sicher. Zumindest im Duell mit Teamkollege Leclerc hat er dabei schon einmal die bessere Ausgangsposition.

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Nach Schummel-Tadel: Hamilton witzelt über "drei Mercedes"

Es ist die pure Mercedes-Dominanz.

Beim Qualifying zum Großen Preis von Ungarn schnappte sich Silberpfeil-Pilot Lewis Hamilton die Pole Position. Sein Teamkollege Valtteri Bottas reihte sich direkt dahinter auf Rang zwei ein. Doch damit nicht genug. Weil die beiden mit Mercedes-Motoren betriebenen Racing Point auf den Rängen drei und vier landeten, starten am Ende alle vom deutschen Autobauer angetriebenen Boliden von den vorderen Plätzen.

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Auf der Pressekonferenz nach dem Qualifying konnte es sich der sechsmalige Weltmeister Lewis Hamilton dann nicht verkneifen, dem drittplatzierten Lance Stroll mit ganz besonderen Worten zu seiner Leistung zu gratulieren.

Hamilton witzelt über Mercedes

“Es ist toll, drei Mercedes hier zu haben”, witzelte der Brite. Im Angesicht der Schummel-Diskussion durchaus eine Aussage zum Schmunzeln (Formel 1: Großer Preis von Ungarn, So., ab 15.10 Uhr im LIVETICKER).

Seit mehreren Wochen werden die Racing Point bereits als “rosa Mercedes” bezeichnet. Die Ähnlichkeit mit dem Silberpfeil-Boliden von 2019 ist frappierend. Konkurrent Renault klagt deshalb vor der FIA, weil sie Racing Point nachweisen wollen, dass deren Auto nicht nur von Mercedes kopiert, sondern auch Zeichnungen und Daten mit dem Weltmeister-Team ausgetauscht wurden.

Das Verfahren dazu läuft noch. 

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