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Diese Frau macht Vettel in Zukunft Beine

Ausgerechnet eine Stuntfahrerin soll Sebastian Vettel bei Aston Martin wieder auf Kurs bringen. Jessica Hawkins, 26 Jahre und aus Großbritannien, wird neue Fahrer-Botschafterin für Aston Martin. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

Die Verbindungen kamen durch den neuen James Bond-Film “Keine Zeit zu sterben”, der im Oktober 2021 Premiere feiern soll, zustande. Denn dort ist Hawkins Stunt-Fahrerin. Aston Martin ist die James Bond-Kultmarke. Hawkins ist aber auch Rennfahrerin und wird 2021 in der am 26. Juni in Spielberg startenden W Series unterwegs sein. In der Frauen-Rennserie erreichte sie 2019 Platz zwölf in der Gesamtwertung.

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Bei Aston Martin wird sie Sebastian Vettel, Lance Stroll und Testfahrer Nico Hülkenberg unter anderem bei der Simulatorarbeit helfen. “Für mich wird damit ein Traum wahr. Es wird verdammt viel Arbeit sein, aber ich scheue diese Aufgabe nicht”, erklärt Hawkins.

Auch Vettel freut sich auf den blonden Neuzugang: “Sie ist eine tolle Ergänzung, vielleicht kann sie etwas beitragen, an das wir noch nicht gedacht haben. Es ist immer gut, sich auch andere Meinungen dazu anzuhören, was wir so machen.” Der nächste Fortschritt auf der Strecke soll in Monaco dank neuer Teile folgen. “Das zeigt, wie hart die Jungs arbeiten”, lobt er.

Druck auf Vettel steigt

Fakt ist aber auch, der Druck auf den Hessen steigt. 1:4 liegt Vettel im teaminternen Duell gegenüber Lance Stroll zurück – und jetzt geht’s ausgerechnet ins Spielerparadies Monaco. In den Leitplankenkanal also, wo Vertrauen ins Auto wichtiger ist als überall sonst. Sky-Experte Ralf Schumacher zieht in seiner Analyse die Daumenschrauben jedenfalls schon mal fester. 

“Sebastians Aufgabe wird es in den nächsten Rennen sein, seinen Teamkollegen zu dominieren”, betont der 45-Jährige vorm Rennen in Monte Carlo. Die nächsten “zwei, drei Rennen muss man ihm noch geben, aber dann sollte das Thema durch sein. Hoffentlich.” (Rennkalender der Formel 1 2021)

“Das Thema” bezieht sich dabei auch auf Vettels Probleme mit dem Fahrverhalten des Aston Martin AMR21. Wie zuletzt bei Ferrari kommt der Ex-Champion mit dem zickigen Heck noch nicht klar.

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Szafnauer bleibt geduldig

“Es gibt eine Instabilität am Kurveneingang”, erklärt Teamchef Otmar Szafnauer. “Die größte Schwierigkeit ist dabei die Variabilität. Wenn das Heck jedes Mal das Gleiche macht, dann kannst du ans Limit gehen, und immer ein bisschen schneller werden. Aber wenn es variabel ist, dann weißt du nicht, was du zu erwarten hast.” (Fahrerwertung der Formel 1)

Doch der US-Amerikaner macht sich und den Vettel-Fans Mut. “Die Lösung wird durch viel Gutes aus dem Windtunnel kommen. Wir werden in den nächsten Rennen neue Teile ans Auto bauen, um mehr Abtrieb am Heck zu generieren. Das wird helfen.” Das Zauberwort heißt also: Geduld. Das gilt auch für den deutschen Ex-Weltmeister, der sich nach und nach an das neue Auto gewöhnen wird. Szafnauer: “Es ist nur eine Frage von Fahrtzeit.”

Vettel selbst gibt sich weiter optimistisch. “Ich bin nicht frustriert, das würde nicht helfen”, räumt er bei SPORT1 ein. “Ich bin sehr glücklich da, wo ich bin. Klar bin ich hier, um zu gewinnen, aber wenn die Top 10 unser Maximum sind, kämpfe ich darum genauso.”

Selbstkritik beim Aston-Martin-Star

Der Hesse weiß selbst, dass er sich noch steigern muss. “Ich habe schon das Gefühl, dass ich gut fahre, aber vielleicht nicht so konstant und auf dem Level, auf dem ich gerne wäre. Ich brauche noch ein wenig mehr Zeit im Auto und mit dem Team.” Selbstkritisch gibt Vettel zu: “Es gibt viele Dinge, die ich besser machen kann, muss und will.”

Aufgeben ist für den Heppenheimer dabei keine Option. “Das große Bild ist klar. Ich will wieder nach vorne, dahin zurück, wo ich schon mal war”, so der viermalige Weltmeister.

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und die ist nun mal grün.

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Jubiläumsrennen und Hommage: So bunt wird Monaco

Bühne frei für das Renn-Highlight des Jahres!

Am Wochenende ist es wieder soweit. Der Formel-1-Zirkus gastiert zum Großen Preis von Monaco im Fürstentum. (Formel 1, Großer Preis von Monaco: Das komplette Rennwochenende im SPORT1-Liveticker)

Nirgendwo wird die Königsklasse der Formel 1 mit so viel Glanz und Glamour gefeiert wie an der Cote d’Azur. Aber nicht nur das Publikum sorgt für die besonderen Momente an diesem Wochenende. Auch die Fahrer lassen sich für Monte Carlo immer wieder was Spezielles einfallen.

Vor allem die Helme werden jedes Jahr aufs Neue extra für Monaco auf Hochglanz gebracht.

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SPORT1 zeigt die besten Helmdesigns beim Großen Preis von Monaco 2021.

Sebastian Vettel überrascht beim Freien Training mit einem Traum in Silber auf dem Kopf. Als besonderer Eye-Catcher läuft in Längsrichtung über den Helm ein roter Strich, der dem Helm eine super rasante Optik verleiht. Es ist der erste Spezialhelm des Heppenheimers bei Aston Martin. Schon in der Vergangenheit war Vettel immer wieder mit besonderen Designs aufgefallen.

Williams feiert spezielles Jubiläum

Einen besonderen Grund für einen neuen Helm haben die Fahrer von Williams. Immerhin startet der Rennstall zu seinem 750. Rennen in der Formel 1. Grund genug, das ordentlich mit dem Kopfschmuck zu zelebrieren.

Als Tribut an die eigene Geschichte dominieren auf den Helmen die traditionellen Teamfarben Blau und Weiß. Aber es gibt auch Unterschiede. Während George Russells Helm Fotos vergangener Williams-Boliden zeigt, prangt auf dem Helm von Nicholas Latifi ein Lorbeerkranz für jeden Konstrukteurs-Titel, den Williams bisher gewonnen hat.

Bei McLaren war die Überraschung schon groß, als sie die Lackierung der Autos für Monte Carlo enthüllten. Diese wird nun auf den Helmen von Lando Norris und Daniel Ricciardo wieder aufgenommen. Norris’ Helm ist überwiegend hellblau mit orangen Akzenten.

Ricciardo hingegen setzt auf einen papayafarbenen Kopfschutz mit einer altmodischen Nummer auf weißem, kreisförmigen Hintergrund.

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Leclerc erinnert an berühmten Landsmann

Auch Charles Leclerc wollte da in puncto Helmdesign nicht nachstehen. Der gebürtige Monegasse erinnert in diesem Jahr an den einzigen monegassischen Grand-Prix-Sieger. 1931 gelang Louis Chiron der Heimsieg.

Diesen Erfolg würdigt der Ferrari-Pilot mit einem blauen Helm mit roten und weißen Akzenten. Dazu ist auf der Oberseite die Unterschrift von Chiron sowie den Worten “Monaco Grand Prix 1931 Winner” angebracht.

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Schumacher: "Beste Zeit hilft nichts, wenn man in der Wand landet"

Mick Schumacher will sein Formel-1-Debüt in Monaco besonnen angeben. (Formel 1: Der Große Preis von Monaco am Sonntag ab 15 Uhr im LIVETICKER)

“Es ist wichtig, so viel zu fahren wie möglich. Die beste Zeit hilft nichts, wenn man zwei Runden später in der Wand ist”, sagte der Haas-Pilot am Mittwoch in einer virtuellen Medienrunde: “Ich habe Respekt vor der Strecke. Es ist eine historische Strecke, auf der der Fahrer den Unterschied machen kann.” (Die Fahrer der Formel 1)

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Generell freut er sich auf den verwinkelten Kurs, den er bislang nur aus der Formel-2-Saison 2019 kennt. ” (Der Rennkalender der Formel 1)

Man fühlt sich von Runde für Runde wohler, das Wohlbefinden wird stärker mit jeder Kurve”, fasste der 22-Jährige seine bisherige Erfahrung mit Stadtrennen zusammen. (NEWS: Alles Wichtige zur Formel 1)

Der Klassiker im Fürstentum (Sonntag, 15.00 Uhr) war im Vorjahr wegen der Corona-Pandemie ausgefallen.

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In diesem Jahr sind bis zu 7500 Zuschauer auf den Rängen zugelassen, das entspricht einer 40-prozentigen Auslastung. Schumachers Vater Michael feierte in Monaco fünf Siege. (alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

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Weltmeister Mercedes in "Jägerrolle"? Wolff irritiert mit Aussage

Das Titelrennen in der Formel 1 zwischen Mercedes und Red Bull elektrisiert auch vor dem Großen Preis von Monaco die Motorsport-Fans (Formel 1: Monaco-GP, Sonntag ab 15 Uhr im SPORT1-Liveticker).

Von den beiden Topteams will aber keines Favorit sein. Motorsport-Chef Toto Wolff vom WM-Leader Mercedes irritierte nun mit der Aussage, er sehe sein Team nicht in der Pole Position um den Titel. 

“In dieser Saison genießen wir es, uns in der Jägerrolle zu befinden”, erklärte der Österreicher, dessen Team sieben Mal in Folge und ununterbrochen seit 2014 Konstrukteurs-Weltmeister wurde.

Seine erstaunliche Aussage erklärte der 49-Jährige so: “Monaco ist eine High-Downforce-Strecke, und wir wissen, dass dies eine der Stärken von Red Bull ist. Sie waren im dritten Sektor in Spanien sehr schnell, und das ist oft ein guter Indikator für eine starke Performance in Monaco. Deshalb gehen wir in dem Wissen in das Wochenende, dass sie das Team sein werden, das es zu schlagen gilt.” (Alles zur Formel 1)

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Marko sieht Mercedes im Vorteil

Red-Bull-Berater Dr. Helmut Marko hingegen machte deutlich, dass Mercedes “im Rennspeed schneller” sei.

Außerdem sei Lewis Hamilton im ersten Stint beim Großen Preis von Spanien hinter Max Verstappen gefahren, obwohl das in der “dirty air” normalerweise unmöglich sein sollte: “Wenn du innerhalb einer Sekunde locker hinterherfährst, ohne dass die Reifen kaputtgehen”, sei das ein klares Indiz dafür, wer das bessere Auto hat, so der Motorsportkonsulent.

Hamilton sei mit seinem Reifensatz so viel schneller, dass “wir chancenlos dastehen”, erklärte Marko weiter. “Max hat versucht, die Reifen über die Runden zu bringen. Aber noch mal: Das Renntempo der Mercedes war einfach deutlich besser als unseres. Wir standen mehr oder weniger mit dem Rücken zur Wand.” (SERVICE: Formel-1-Rennkalender)

Wolff erwartet späte Entscheidung im Titelkampf

Vor dem fünften Rennen in Monaco liegt Red Bull mit 112 Punkten in der Konstrukteurswertung klar hinter Mercedes (141 Punkte.) Auch Red-Bull-Pilot Verstappen muss sich in der Fahrerwertung mit 80 Punkten hinter Hamilton (94 Punkte) einreihen.

Marko bezeichnete das bei Sky als “Rückstand, der bei der Anzahl der noch ausstehenden Rennen nicht beängstigend ist” und fügte an: “Wir müssen im Rennen Speed finden. Das ist ganz klar. Wir sind bis zur Sommerpause voll in der Entwicklung, sowohl vom 2022er-Modell als auch vom jetzigen.”

Dann müsse man sehen, “wie die WM-Situation aussieht. Ich gehe davon aus, dass wir da noch immer eine reelle Chance haben werden. Und dann müssen wir halt den Spagat finden, beide Sachen optimal zu lösen. Aber wir werden nicht die WM gewinnen, wenn wir sagen, wir konzentrieren uns auf 2022.”

Wolff erwarte eine WM-Entscheidung erst zu Saisonende, “weil ich mir nicht vorstellen kann, dass einer von uns im Abwägen von 2021 gegen 2022 einen extremen Weg einschlagen wird. Wir können 2021 einfach nicht komplett gehen lassen. Und ich liebe diesen Zweikampf in der Intensität, wie er ist.”

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Vettels Abschied: "Man sollte Fahrer nicht aufhalten"

Monisha Kaltenborn war von 2012 bis 2017 Teamchefin bei Sauber in der Formel 1. Als erste Frau in führender Position in der Königsklasse hat die Österreicherin für Furore gesorgt. (Alles zur Formel 1)

Noch heute sind mit Sergio Perez und Sebastian Vettel namhafte Fahrer im Feld, deren Anfänge sie aus nächster Nähe verfolgen konnte.

Mittlerweile ist sie CEO des Simracing-Unternehmens “Racing Unleashed”, dessen Rennserie am vergangenen Wochenende in die Saison startete. Dem Rennsport ist sie also nach dem Ausscheiden aus der Formel 1 nicht untreu geworden – ganz im Gegenteil: Die Königsklasse verfolgt sie immer noch mit großer Leidenschaft.

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Bei SPORT1 spricht die Österreicherin über Budgetobergrenzen, die Zukunft des Motorsports, Sebastian Vettels Anfänge und Mick Schumacher.

Kaltenborn: So läuft eSports bei Racing Unleashed

SPORT1: Frau Kaltenborn, Sie sind bekannt als Teamchefin aus der Formel 1, haben in der Simracing-Welt jetzt aber sogar Ihre eigene Rennserie. Worum genau geht es bei Racing Unleashed?

Monisha Kaltenborn (50): Ähnlich wie in der Formel 1 veranstalten wir Rennen auf unseren Simulatoren, gefahren werden dabei Formel-1-Autos aus 2020. Wir gehen dabei genau in die Nische zwischen dem realen Sport und Simracing. Unsere Rennen kann man nicht zu Hause auf der Konsole fahren, sondern in unseren Racing Lounges im High-Tech-Simulator. Den haben wir selbst entwickelt, mit vielen Details aus der Formel 1 wie Pedalerie, Lenkrad oder Sitz. Was unsere Simulatoren von den meisten anderen unterscheidet: Wir haben ein sehr präzises Bewegungssystem, das es uns erlaubt, das Fahrgefühl mit Curbs und Bodenwellen realistisch wiederzugeben. Gurte simulieren sogar die G-Kräfte. Das führt dazu, dass es darin richtig rumpelt und man ziemlich ins Schwitzen kommt. Und es ist auch ein sehr gutes Hilfsmittel für junge Fahrer, die die Strecken kennenlernen wollen. Früher ging es quasi auf die Kartbahn, heute in die Racing-Lounge (lacht).

SPORT1: Ihr Firmensitz befindet sich in der Schweiz, haben Sie trotzdem auch Racing Lounges in Deutschland?

Kaltenborn: Wir haben eine Lounge in der Motorworld München, die mit Aufhebung der Corona-Restriktionen öffnen sollte. Und wir sprechen auch mit anderen Partnern in Deutschland, so dass wir weitere Standorte in einem Franchise-System aufmachen.

Aus dem Simulator ins reale Rennauto?

SPORT1: Wie wichtig ist Simracing heutzutage? (Alles zum eSports)

Kaltenborn: Grundsätzlich sind beide Sportarten – und ich bezeichne eSports bewusst auch als Sportart – komplementär. Das eine schließt das andere nicht aus und beide ergänzen sich. Auch über die Begrifflichkeit des “realen” Sports würde ich diskutieren, denn eine Fahrt in unserem Simulator ist durchaus anstrengend. Und das Ziel des eSports ist ja, der Realität im Cockpit so nahe wie möglich zu kommen. Simracing ist außerdem sehr viel günstiger ist als echtes Racing. Das Rennfahren realitätsnah zu erleben, hat also eine sehr große Zukunft. Das liegt auch daran, dass sich der typische Fan sehr verändert hat. Wir kennen noch eine Zeit, in der der Fan glücklich war, wenn sein Idol ihm eine Autogrammkarte geschickt hat. Heute will der junge Fan die Dinge selbst erleben. Er will wissen, wie es ist, mit Tempo 300 über die Gerade von Monza zu glühen. Und wir stellen auch fest, dass man heute keine unnötigen Risiken mehr eingehen möchte. Der Fan will also das Erlebnis – aber mit einem steuerbaren Risiko. Und er will Content generieren, Dinge selber schaffen.

SPORT1: Wie gut wäre ein Simulatorfahrer ausgebildet für das reale Rennauto?

Kaltenborn: Hinsichtlich des Prozederes, zum Beispiel mit dem Lenkrad oder dem Stress im dichten Verkehr wäre man schon sehr gut vorbereitet. Der Sprung von der virtuellen Welt in die reale ist kein einfacher, aber mittlerweile komme ich zum Schluss: Wer Talent hat, kann diesen Sprung schaffen. Und die Chancen werden immer größer, weil die Instrumente immer präziser werden. Fest steht: Wir wollen den Motorsport so der Allgemeinheit zugänglich machen und Talente entdecken.

Budgetobergrenze? “Damit haben wir doch immer genervt”

SPORT1: Sie waren jahrelang an der echten Rennstrecke. Wie sehr verfolgen Sie die Formel 1 immer noch?

Kaltenborn: Ich verfolge die Formel 1 sehr wohl, denn beruflich habe ich ja fast nichts anderes gemacht (lacht). Und ich bin dem Sport immer noch verbunden.

SPORT1: Sie führten eines der kleineren Teams; hätten Sie sich damals auch eine Budgetobergrenze gewünscht, die es jetzt ja gibt. Hätten Sie die damals auch gebraucht?

Kaltenborn: Natürlich! Damit haben Force India und mein Team die anderen doch immer genervt. Wir waren da wohl unserer Zeit voraus. Eigentlich waren fast alle Hersteller damals sogar für ein Budget Cap, allerdings sind sie dann ja reihenweise ausgestiegen (BMW, Toyota, Honda in 2009; d. Red.) und wir haben die Unterstützung verloren. Aber denen war damals schon klar, dass sie nicht auf ewig so viel Geld ausgeben können. Leider kam danach wieder eine Zeit, in der die Kosten extrem hochgegangen sind.

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Kaltenborn: So wird die Formel 1 besser

SPORT1: Ist das aktuelle Budgetcap so gut, dass die Formel 1 nachhaltiger und attraktiver für Hersteller UND kleinere Teams wird?

Kaltenborn: Ich finde es in jedem Fall gut, dass man diesen Weg geht. Aber man sollte nicht den Fehler machen, dass man die Finanzen zu sehr in den Vordergrund rückt. Die Budgetgrenze ist EIN Aspekt des Ganzen, um die Show besser zu machen. Man muss aber fast immer bei den Regeln und der Technik ansetzen, denn die sind der Treiber für die Kosten. Das Regelwerk muss so gestaltet sein, dass du weniger Möglichkeiten hast, mehr Geld auszugeben – und davon auch weniger profitierst. Das führt dann auch dazu, dass die Show besser wird, weil die Teams näher beieinander sind. Die Formel 1 ändert für nächstes Jahr entsprechend auch die Regeln. Ob und wie das wirkt, muss man sehen. Gut ist, dass hier Schritt für Schritt vorgegangen wird.

SPORT1: Was ist noch wichtig?

Kaltenborn: Entscheidend wird auch sein, wie man die Änderungen kommuniziert. Ich denke da nur an den aktuellen Hybridmotor. Technisch gesehen war und ist der eine fantastische Errungenschaft, die aber schon im Vorfeld niedergeredet wurde. Man hat sich selber damit quasi abgeschafft. Das darf nicht wieder passieren, dass einzelne Teams die neuen Regeln schon wieder vorher diskreditieren.

Motorsport hat zu Unrecht schlechte Klimaimage

SPORT1: Sie haben den Motor angesprochen: Wie wichtig wird es, dass der in Zukunft nachhaltig und mit Biosprit befeuert wird?

Kaltenborn: Ich glaube, dass Nachhaltigkeit heute in jedem Bereich wichtig ist. Aber die Formel 1 steht auch mit dem aktuellen Motor besser da, als man denkt. Die Ökobilanz der Rennen inklusive der Zuschauer ist gar nicht schlechter als die eines Fußball-Wochenendes. Das ist nur die Wahrnehmung, weil es MOTOR-Sport ist. Man sollte sich meiner Meinung nach aber fragen: Muss man die Motorhomes etc. um die Welt fliegen und schiffen, oder geht das auch kleiner und lokaler?

SPORT1: Aber droht bei zu viel Innovation nicht auch die Gefahr, die Petrolheads zu verlieren?

Kaltenborn: Man kann es nicht allen recht machen. Und wenn man seinen Fokus auf Gewinnmaximierung legt, was völlig legitim ist, muss man sich gut überlegen, in welche Richtung man geht. Wenn man in der Formel 1 auf jüngere Fans setzt, die auch wichtig für viele Sponsoren sind, dann muss man den Weg gehen, der im Zeitalter der Digitalisierung und Nachhaltigkeit zeitgemäß ist.

SPORT1: Passt das dann auch zu den Interessen der Hersteller?

Kaltenborn: Ja, für Autobauer sind eigentlich genau die gleichen Überlegungen wichtig wie für die Formel 1. Natürlich haben auch die ihre Klassik-Abteilungen oder Hypercars, aber die Masse kauft zeitgemäße Autos.

SPORT1: Nach dem Ausstieg von BMW Ende 2009 war Sauber wieder ein Privatteam. Wie schwer war es für Sie, die Mannschaft in stürmischer See vor der Pleite zu bewahren?

Erste Teamchefin? “Für mich kein großes Thema”

Kaltenborn: Das war sehr schwer. Denn wir waren ja zunächst nur Verkaufsgegenstand, erst später kamen wir als Käufer in Betracht, weil sich die anderen Möglichkeiten als nicht realistisch erwiesen haben. Wir hatten danach zwar die Leute, aber kein Geld und nur einen Monat, um beim Test anzutreten. Ich glaube, da hätte es kaum jemanden wie Peter Sauber gegeben, der sagt: Ich kaufe das Team. Oder mich, die sagt: Ich leite das Team. Wir haben uns dann performance-mäßig gut erholt, aber es war ein ständiger Kampf. Es war die Ära ohne Budget-Cap – und da ist es sehr, sehr schwer ohne Geld mitzuhalten. Der Sponsorenmarkt war sehr schwierig, die Ausgaben sehr hoch. Und wenn dann gewisse Zusagen nicht eingehalten werden, macht es das nicht besser. Das Wichtigste für mich war in der Zeit, dass das Team überlebt. Sauber war ja vor der BMW-Zeit ein effizientes Team, auf diese Stärken mussten wir uns wieder besinnen. Und ich bin nach wie vor überzeugt, dass Sauber ohne BMW den Sprung zu den modernen Formel-1-Teams nicht geschafft hätte.

SPORT1: Heute sprechen wir ganz selbstverständlich von Vielfalt, Gleichberechtigung und Diversität. Wie haben Sie es erlebt, die erste Teamchefin in der Formel 1 zu sein?

Kaltenborn: Für mich war das gar kein großes Thema. Was auch daran lag, dass Peter Sauber und auch Mario Theissen mich immer schon mit in die Teamchef-Sitzungen genommen haben. Trotzdem glaube ich, dass einige Diskussionen in der Runde mit ein paar mehr Frauen anders verlaufen wären. Vielfalt ist von Haus aus gut, weil andere Standpunkte oder Schwerpunkte zur Sprache kommen. Mehr Frauen würden der Formel 1 schon gut tun. Auch anderen Sektoren. Schauen Sie sich den Finanz-Sektor an. Wie viele Banken haben eine Frau an der Spitze? Dabei wäre es höchste Zeit! Genau wie für Frauen in Cockpits. Da sehe ich bis heute keinen Grund, warum eine Frau das nicht können sollte. Im Gegenteil: Motorsport ist eine der Sportarten, wo Frauen keinen Nachteil haben. 

SPORT1: Sie haben Simona de Silvestro und Tatiana Calderon als Testfahrerinnen zu Sauber geholt. Konnten Sie da sehen, dass beide theoretisch in der Lage gewesen, ein Formel-1-Auto am Limit zu bewegen?

Kaltenborn: Nicht nur theoretisch. Simona de Silvestro hatte sogar alle Voraussetzungen für die Superlizenz erfüllt. Bei Tatiana Calderon sehen wir jetzt in der WEC, wie sie durchaus ordentlich mitfährt. Das Problem ist: Die Gruppe an Mädchen, die es im Motorsport versuchen, ist noch zu klein. Außerdem brauchen die Mädchen die gleiche Unterstützung, die ein junger, talentierter Bursche bekäme.

Kaltenborn: So unfair ist Motorsport für Frauen

SPORT1: Und wie ist das im Simracing-Bereich?

Kaltenborn: Noch ist es eine Männer-Domäne, aber es geht schneller dort mit den Frauen. Die Mädchen trauen sich bei uns mehr, es gibt außerdem weniger Berührungsängste und die Community ist offener. Der Trend ist klar: Es kommen immer mehr Mädchen.

SPORT1: Trotzdem: Würden mehr Frauen nicht auch dem Motorsport gut tun?

Kaltenborn: Durchaus. Aber in jeder Männerdomäne haben es Frauen noch schwerer. Das gilt nicht nur für den Motorsport. Als Frau reicht es nicht, eine gleiche Qualifikation zu haben; du musst in vielen Dingen besser sein. Du musst auch bereit sein, mehr zu geben, um annähernd die gleiche Anerkennung zu bekommen. Und wenn du einen Fehler machst, wirst du viel härtet angegangen als ein Mann in derselben Situation. Aber vielleicht fehlt bei den Männern auch der Mut zu dem Schritt, eine Frau in eine verantwortungsvolle Position zu bringen. Weil auch der Mann dann mehr kritisiert wird, wenn es nicht funktioniert hat. Die Chancen müssen geschaffen werden, dann wird sich das mit der Zeit alles relativieren.

SPORT1: Genauso könnten Frauen im Cockpit den Motorsport doch auch für weibliche Zuschauer interessanter machen …

Kaltenborn: Absolut. Ich glaube sogar, dass auch einige Männer den Sport noch attraktiver finden würden, wenn eine Frau mit dabei wäre.

Erinnerungen an Kobayashi und Perez

SPORT1: Kommen wir von den Frauen zu den Männern. Welche Rennfahrer haben Sie am meisten beeindruckt?

Kaltenborn: Ich denke immer wieder gerne an die Zeit mit Kamui Kobayashi zurück, weil wir es mit ihm in seinem Heimatland Japan aufs Podest geschafft haben. So etwas Emotionales habe ich selten erlebt. Da stand eine ganze Haupttribüne hinter dem einheimischen Fahrer! Die japanische Fankultur ist einfach besonders. Aber auch die Zeit mit Sergio Pérez war schön. Ich erinnere mich noch gut, wie er eine Runde vor dem Podiumsergebnis in Monza an den Kommandostand funkte, der Motor sei ausgegangen (lacht). In dem Moment brauchst du das nicht, aber im Nachhinein kannst du drüber lachen.

SPORT1: Pérez fährt jetzt Red Bull. War es aus Ihrer Sicht die richtige Entscheidung, ihn anzuheuern?

Kaltenborn: Aus meiner Sicht ist er nach wie vor ein sehr guter Fahrer. Er konnte sich schon damals perfekt auf unterschiedliche Situationen einstellen. 2012 war unser Auto nicht einfach zu fahren. Im Qualifying standen wir oft weiter hinten und haben es dann aufgrund von Sergios Reifenmanagement weit nach vorn geschafft. Da muss der Fahrer schon mit dem Auto umgehen können. Ich war übrigens auch größter Kritik ausgesetzt, als ich ihn eingestellt habe. Im Nachhinein kann man sagen: Es war richtig, ihn in die Formel 1 zu bringen.

SPORT1: Und aus deutscher Sicht? Bei Ihnen fuhren Nick Heidfeld, Nico Hülkenberg, Pascal Wehrlein.

Kaltenborn: Alle hatten ihre Stärken und Schwächen. Mit Pascal habe ich leider nicht so lange zusammenarbeiten können, dabei hatte ich mich sehr auf ihn gefreut. Und ich hätte ihm gewünscht, dass er sein Potential besser hätte zeigen können.

Vettel: “… dann sollte man einen Fahrer nicht aufhalten”

SPORT1: Sie haben auch Sebastian Vettel als jungen Bub mit Zahnspange als Testfahrer bei BMW erlebt.

Kaltenborn: Mit Zahnspange, genau (lacht). Er war ein sehr sympathischer junger Mann. Dass er talentiert war, das hat man gesehen, sonst hätte man ihn nicht so gefördert. Und BMW war sehr überzeugt von ihm.

SPORT1: Wie enttäuscht war BMW-Sauber damals, als er das Team Richtung Red Bull verlassen hat? Oder war das egal?

Kaltenborn: Egal war es überhaupt nicht. BMW hätte ihn gerne behalten. Aber wenn er woanders so eine Chance bekommt, dann sollte man einen Fahrer nicht aufhalten. Das war sehr korrekt von BWM und dem Team. Es kann nie gut sein, wenn man einen Fahrer zu etwas zwingt. Und wir konnten ihm keine gleichwertige Chance bieten. Also haben wir ihn gehen lassen. Wobei er auch das gute Recht gehabt hat zu gehen. Glücklich war man darüber natürlich nicht.

SPORT1: Können Sie sich erklären, was derzeit bei ihm los ist? Hat er das Fahren verlernt?

Kaltenborn: Das Fahren hat er sicher nicht verlernt. So etwas verlernt man nicht! Es sind so viele Faktoren für den Erfolg und Misserfolg zuständig. Irgendetwas wird ihm fehlen, damit er sein Können zeigen kann – denn dass er ein ausgezeichneter Fahrer ist, zeigen seine Erfolge und WM-Titel.

Mick Schumacher ist eine schöne Geschichte

SPORT1: Der nächste deutsche Fahrer ist Mick Schumacher. Sauber war immer dafür bekannt, junge Fahrer auszubilden. Was halten Sie von ihm?

Kaltenborn: Erst einmal ist es eine sehr schöne Geschichte. Und die Formel 1 braucht solche Geschichten. Es ist zwar immer schwer mit so einem Namen, dazu noch, wenn du in einem Team bist, das nicht vorne mitfährt. Aber die Ergebnisse sind derzeit nicht so wichtig, sondern eher seine sehr positive Entwicklung.

SPORT1: Kann es in der Welt des Simracing eines Tages auch solche Helden geben wie in der Formel 1?

Kaltenborn: Ich glaube schon. Der Prozess ist längst eingeleitet. Und auch wir wollen die Fahrer in den Vordergrund stellen. Es zählt nicht unser Programm, unsere Lounge, unser Simulator, sondern das sind alles Werkzeuge, um den Fahrer als Helden darzustellen. Und dass alle mit dem gleichen Simulator und den gleichen Einstellungen fahren, hilft dabei. Bei uns hat der Fahrer die zentrale Rolle.

SPORT1: Wenn ein Formel-1-Fahrer bei Ihnen mitfahren würde, würde er alles in Grund und Boden fahren

Kaltenborn: Nein, auch er hätte es sehr schwer. Wir sehen, wenn ab und zu bei Fahrern, die von der realen Rennstrecke kommen, dass sie sich schwer tun. Der Grund: Man fährt ein Simrace anders als eines in der Realität. Den echten Rennfahrern wird manchmal schlecht, wo unsere Simracer schalten. Aber jemand, der talentiert ist, lernt das. Der lernt, dass du auf der virtuellen Rennstrecke anders fährst als auf der richtigen. Max Verstappen ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Er fährt ja alles, was geht. Er hat das Talent und die Fähigkeit, sich schnell anzupassen. Darauf wird es in Zukunft ankommen, denn die jungen Fahrer können das alle.

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Das ist die neue Frau an Hamiltons Seite

Lewis Hamilton kann sich wieder ausschließlich auf den Sport und den anvisierten Gewinn des achten WM-Titels in der Formel 1 konzentrieren. (NEWS: Alles zur Formel 1)

Um den Rest kümmert sich ab sofort Penni Thow. Nach übereinstimmenden Medienberichten wird die renommierte Sport- und Talentmanagerin künftig für die vielfältigen Projekte des Mercedes-Stars verantwortlich sein. (SERVICE: Fahrerwertung der Formel 1)

Die Zusammenarbeit der beiden konzentriert sich vor allem auf die Entwicklung des “Project 44″. Dazu gehört die Hamilton Commission, die sich für einen leichteren Zugang für Schwarze zum Motorsport stark macht, oder auch das X44-Team in der neuen Motorsportserie Extreme-E.

Thow arbeitete schon mit Justin Bieber zusammen

Thow wurde in Kanada geboren und lebt derzeit in New York. In ihrer Karriere hat sie bereits mit Stars aus anderen Branchen, wie Justin Bieber und Ariana Grande, zusammengearbeitet.

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Bis März hatte Hamilton noch mit Marc Hynes zusammengearbeitet, der auch Chef des „Project 44“ war.

Vor Beginn der laufenden Saison trennten sich aber die Wege der beiden, die seit gemeinsamen Kart-Tagen befreundet sind. Hynes widmet sich nun anderen Projekten.

Dass er nun eine Frau gefunden hat, die sich um sein Management kümmert, scheint Hamiltons Motivation in der Formel 1 weiter zu steigern.

Wie Motorsport.com erfahren haben will, denke der 36-Jährige noch nicht ans Aufhören. “Lewis wird sich auch in den kommenden Jahren voll auf den Rennsport fokussieren. Durch die neue Partnerschaft ist es ihm außerdem möglich, seine Geschäfte langfristig auszubauen”, wird eine dem Formel-1-Pilote nahestehende Quelle zitiert.

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"In sozialen Medien geschlachtet": F1-Star erklärt Angstzustände

Kein Platz für Schwächen!

Wenn es nach Max Verstappen geht, sind Ängste und Schwächen keine Themen, die ein Formel-1-Pilot öffentlich thematisieren sollte. “Warum solltest du deine Schwächen verraten? Selbst wenn du eine hast?”, machte er im vergangenen Jahr seinen Standpunkt klar und legte nach: “Ich würde solche Sachen nie sagen!”

Mit dieser Sichtweise dürfte der Niederländer der Mehrheit der Rennfahrer aus der Seele sprechen. Noch immer überwiegt das Bild der harten Kerle, die in ihren Boliden um jede Hundertstel kämpfen. Für Ängste sind da kein Platz. (Fahrerwertung der Formel 1)

Umso überraschender ist es, dass ausgerechnet ein junger Fahrer zeigt, dass es auch anders geht. Lando Norris, gerade einmal 21 Jahre alt, geht mit einer entwaffnenden Ehrlichkeit mit den Themen Angst und Druck um.

“Im Jahr 2019 (in seiner ersten Formel-1-Saison, Anm. d. Red.) hieß es nur ‘Ich muss hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier besser werden”, verriet der McLaren-Pilot im Gespräch mit ESPN für die Mental Health Awareness Week. In dieser Situation würden die Dinge so kompliziert, dass “man nicht weiß, worauf man sich konzentrieren soll.”

Lando Norris über Einfluss und Selbstmord

Gerade während der Corona-Pandemie hatte der Brite beim Blick auf seinen Instagram-Account gemerkt, dass viele Menschen mit diesen Problemen zu kämpfen haben.

“Ab und zu scrolle ich durch die Nachrichten, die ich auf Instagram bekomme. Von verschiedenen Leuten auf der ganzen Welt, die mir eine Nachricht geschickt haben. Viele handeln davon, dass sie mit ihrer psychischen Gesundheit zu kämpfen haben – speziell jetzt während Corona.”

Dabei habe er tief bewegende Nachrichten von Leuten bekommen, “die mir sagten, wie ich sie beeinflusst habe, wie ich ihr Leben verändert habe. So tiefgreifend, dass sie über Selbstmord nachdachten und ich einen Einfluss darauf hatte, das zu ändern.” (Rennkalender der Formel 1 2021)

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Eine Verantwortung, die Norris bereitwillig annahm. Die Anzahl der Nachrichten machte ihm klar, dass er seine Plattform nutzen könne, um darauf aufmerksam zu machen. “Denn das sind Dinge, mit denen ich in der Vergangenheit zu kämpfen hatte.”

Medien können Abwärtsspirale beschleunigen

Daher hatte er sich entschlossen, verstärkt über seine Situation in der Formel 1 zu sprechen.

“Du machst einen oder zwei Fehler und du kannst in der Presse oder in den sozialen Medien geschlachtet werden”, gab er zu bedenken. “Das hat sich in den letzten Jahren bei verschiedenen Fahrern gezeigt”, spielte er auf die Situation von Alexander Albon an.

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Zwar nannte er nicht direkt seinen Namen, aber Albon – einer seiner ältesten Freunde – musste sein Red-Bull-Cockpit nach durchwachsenen Leistungen in der vergangenen Saison an Sergio Pérez abgeben. Vor allem der Druck in den Medien sei in dieser Situation hart und könne zu noch mehr Fehlern führen.

Wenn man als Fahrer in so eine Abwärtsspirale rutscht, steige auch die Angst, dass der Formel-1-Traum, für den man so lange gekämpft hatte, zerfalle. Daher habe er für sich Mechanismen entwickelt, um diese Gedanken zu verdrängen. ”Ich schaue mir an, was ich falsch gemacht habe und mache weiter. Ich fühle mich so besser, als wenn ich das ganze Wochenende darüber nachgrübeln würde, was ich vermasselt habe.”

Mit Meditation und Golf zum Erfolg

Der 21-Jährige ist eben nicht nur der lustige Sunnyboy, der seine Konkurrenten während der Pressekonferenz zum Lachen bringt. Norris kann auch ruhig. Vor allem Meditation hat ihm geholfen: “Der Meditationsteil ist die größte Sache, um sich vom Rennsport zu lösen.”

Neben einer Meditations-App hilft ihm dabei vor allem Golf. Sein neues Hobby bietet ihm den perfekten Ausgleich zur stressigen Formel 1. ”Es ist sehr friedlich, viel ruhiger als der Rennsport”, beschrieb er den Reiz des Sports, betonte aber auch: “Gleichzeitig gibt es mir immer noch diese Wettbewerbsmentalität, die ich liebe.”

Dass die Mischung aus Humor, Golf und Auseinandersetzung mit seinen Ängsten Erfolg haben kann, zeigt der Youngster einmal mehr in der aktuellen Saison. Nach vier Rennen liegt er auf Rang vier in der Fahrerwertung und beim Großen Preis der Emilia-Romagna erreichte er mit Rang drei sogar schon das Podest.

Beim nächsten Rennen in Monaco will er das am liebsten wiederholen.

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Wolff: Dieser Rennort "würde alles toppen"

Toto Wolff hofft auf einen echten Kracher!

Die FIA überlegt schon seit längerem, den Formel-1-Rennkalender mit neuen Austragungsorten zu erweitern. Geht es nach dem Motorsport-Chef von Mercedes, darf dabei eine Location nicht fehlen: London! (Rennkalender der Formel 1 2021)

Schon unter Bernie Ecclestone kam die Idee eines Rennens in der britischen Hauptstadt auf. Als Liberty Media die Leitung übernommen hatte, wurde die Idee erneut diskutiert. Das Gebiet um die Londoner Docklands war bereits als potenzieller Austragungsort ins Auge gefasst worden, durch die Corona-Pandemie wurden die Gespräche jedoch auf Eis gelegt.

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Wolff ist aber immer noch von einem möglichen Stadtkurs in der Millionenmetropole überzeugt. “Ein Rennen in London würde alles toppen und ich hoffe, dass der Bürgermeister von London und Herr Johnson (Premierminister, Anm. d. Red.) das lesen und wir das auf die Beine stellen”, sagte er im EveningStandard.

Bürgermeister für London-GP

Sadiq Khan (Bürgermeister von London, Anm. d. Red.) steht dem Projekt positiv gegenüber. Bereits 2017 äußerte er die Bereitschaft, eventuelle Hürden aus dem Weg zu räumen.

“Ich habe die neue Führung der Formel 1 kennengelernt. Sie bringen einen frischen Wind mit und sind sehr aufregend. Sie haben tolle Ideen, und wenn sie ein Gespräch mit mir führen wollen, bin ich wirklich gerne bereit, mit ihnen zu reden, zuzuhören und mit ihnen zusammenzuarbeiten, um es zu realisieren”, sagte Khan.

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Ein mögliches Hindernis wäre, dass mit dem Großen Preis von Silverstone bereits ein Rennen auf der Insel stattfindet. An dem dürfe auch nicht gerüttelt werden, stellte Wolff klar. Denn “das ist, was die Fans lieben und Silverstone ist eine der Traditionsstrecken der Formel 1.” (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER

Ross Brawn: London als Ergänzung zu Silverstone

Unterstützung bekommt der 49-Jährige von Ross Brawn.

Der Formel-1-Sportdirektor erklärte, dass Großbritannien die effizientesten Hybridmotoren habe und der aktuelle Superstar ein Brite sei, “also sollten wir in London Rennen fahren und unsere Technologie und Innovationsfähigkeit präsentieren.” (Fahrerwertung der Formel 1)

Allerdings stellte auch Brawn klar, dass eine Abschaffung des Rennens in Silverstone nicht in Frage kommt: “Wir würden London gerne als Ergänzung zu Silverstone sehen, nicht als Ersatz.”

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Nach Türkei-Aus! Hamilton ist frustriert

Der Rekordweltmeister ist unzufrieden!

Auf die Absage des Türkei-GP reagiert Lewis Hamilton eindeutig. Unter der Instagram-Ankündigung der FIA, dass das ausgefallene Rennen in Istanbul mit einem zweiten Rennen in Österreich kompensiert wird, setzte der Engländer einen kopfschüttelnden Emoji. (SERVICE: Formel-1-Rennkalender)

Den genauen Grund für seine Frustration nannte der Rekordweltmeister nicht. Aber natürlich versetzt ihn ein doppeltes Heimspiel für Max Verstappen nicht in Verzücken. Immerhin könnte sein größter WM-Rivale dort zum Angriff auf seine Spitzenposition blasen. (Alle Formel-1-Rennen im SPORT1-Liveticker)

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Allerdings stehen die Vorzeichen nicht so schlecht, dass Hamilton diesen auch in Österreich kontern kann. Bereits in der vergangenen Saison hatte der von Corona durcheinandergewirbelte Rennkalender zum Auftakt eine Doppelveranstaltung am Red Bull Ring. Dort holte Hamilton einen Sieg und einen vierten Platz.

Istanbul liegt Lewis Hamilton

Verstappen hingegen fuhr im zweiten Rennen zwar auf Rang drei, kam zum Saisonauftakt aber nicht ins Ziel.

Vielleicht ist der aktuelle WM-Führende auch nur enttäuscht, dass ausgerechnet Istanbul aus dem Kalender fliegt. Immerhin hatte er in der vergangenen Saison dort seinen siebten WM-Triumph standesgemäß mit einem Sieg eingetütet.

Ganze 30 Sekunden fuhr er damals vor der Konkurrenz ins Ziel. Die Strecke würde ihm also liegen.

Türkei von Großbritannien auf die “Rote Liste” gesetzt

Der Grund für das Ausscheiden der Türkei aus dem Rennkalender liegt in der Coronaregelung des Vereinigten Königreichs.

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Dort wurde die Türkei auf die “Rote Liste” gesetzt, weswegen niemand ohne Quarantäne aus der Türkei nach Großbritannien einreisen darf. Da die meisten Teams ihr Hauptquartier in England haben, befürchtet die FIA, dass zahlreiche Crew-Mitglieder nach dem Türkei-GP für längere Zeit ausfallen würden.

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Voller Angriff? Verstappen bekommt doppeltes Heimrennen

Formel-1-Titelanwärter Max Verstappen bekommt in der laufenden Saison ein zweites Heimspiel mit Red Bull in Österreich. (Alles Formel-1-Rennen im SPORT1-Liveticker)

Wie der Automobil-Weltverband FIA am Freitag mitteilte, kann das geplante Rennen in der Türkei Mitte Juni aufgrund geltender Reiserestriktionen nicht wie geplant stattfinden. Die Türkei war selbst als Ersatz-Ausrichter für Kanada eingesprungen. 

Stattdessen finden wie im Vorjahr zwei Rennen auf dem Red-Bull-Ring statt. (Alles zur Formel 1)

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Auf den Großen Preis der Steiermark (27. Juni) folgt der Große Preis von Österreich (4. Juli). Der Große Preis von Frankreich (20. Juni) wird im Gegenzug um eine Woche vorverlegt. Bis zum Saisonende sollen damit wie geplant 23 Rennen umgesetzt werden. (SERVICE: Formel-1-Rennkalender)

Zu einem Rennen auf dem Nürburgring kommt es nicht.

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“Die Formel 1 hat einmal mehr unter Beweis gestellt, dass sie schnell auf Entwicklungen reagieren und Lösungen finden kann”, sagte Formel-1-Boss Stefano Domenicali.

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