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Darum kommt Vettel jetzt noch besser in Fahrt

Der fünfte Platz beim Großen Preis von Monaco hat Sebastian Vettel den so wichtigen Auftrieb gegeben. Die Abwärtsspirale scheint beendet.

Vorm GP Aserbaidschan am kommenden Sonntag richtet der Deutsche seinen Blick nach vorn, das sagt jedenfalls sein Teamchef (Formel 1, Großer Preis von Aserbaidschan, So., ab 14 Uhr im LIVETICKER). “Vettel ist noch nicht bei 100 Prozent, aber er ist nah dran. Er fühlt sich immer wohler im Auto, und nach jedem Rennen und Qualifying kommt er näher und näher”, so Otmar Szafnauer.

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Auch der Heppenheimer selbst gibt sich optimistisch. “Kleine Dinge können im Mittelfeld einen großen Unterschied machen. Wir müssen weiter pushen. Als Team kommen wir aber immer besser zurecht mit dem Auto”, sagt er. SPORT1 erfuhr, dass Aston Martin es ähnlich wie Mercedes schon zu Saisonbeginn endlich verstanden hat, mit den regelbedingten Einschnitten am Unterboden klarzukommen. Demnach sind weitere Verbesserungen geplant, die das Hinterteil von Vettels Honey Ryder zähmen sollen.

Eine wichtige Erkenntnis vor allem für den Heck-sensiblen Rennfahrer aus Hessen, besonders nach vier Rennen, in denen er seinem Teamkollegen Lance Stroll dreimal hinterherfuhr. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

Hill war von Vettel beunruhigt

“Es war eine Zeit lang beunruhigend”, sagt auch Ex-Weltmeister Damon Hill. “Ich denke, er hat es gerade noch rechtzeitig geschafft, sich aus dem Sumpf zu befreien. Ich glaube, es gab eine Zeit, in der es so aussah, als würde er in diesem Sumpf versinken und ich könnte mir vorstellen, dass er anfing zu denken: ‘Bin ich hier gerade in eine Falle gelaufen?’ Eine Stroll-Falle, mit einer Stroll-Familie, die das Team um Lance herum aufbaut.” (Fahrerwertung der Formel 1)

Doch Hill gibt in englischen Medien Entwarnung: “Vettel hat tatsächlich einige starke Leistungen abgeliefert, hat auch begonnen, das Auto besser kennenzulernen, und ist auf dem richtigen Weg.”

Der Aston Martin-Star denkt nun sogar schon wieder an Siege. “Ich will immer gewinnen, auch wenn die Chancen gering sind, das ist immer in mir”, betont er. (Rennkalender der Formel 1 2021)

Solange gibt er sich mit kleinen Erfolgen zufrieden: “Wir haben keinen Stein auf dem anderen gelassen, ich musste eine Menge aufholen, was das Team und den Ansatz betrifft. Das bereitet mir auch Zufriedenheit. Ein gutes Ergebnis ist ein schöner Weg, den Jungs etwas zurückzugeben, aber auch mir selbst.”

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Rosberg: Das ist Hamiltons Schwäche

Ex-Formel-1-Pilot Nico Rosberg hat sich begeistert vom Kampf zwischen Mercedes-Pilot Lewis Hamilton und Red-Bull-Fahrer Max Verstappen gezeigt.

Der F1-Weltmeister von 2016 schreckte im Gespräch mit der Marca auch nicht vor dem ultimativen Vergleich zurück: “Dieser Kampf ist wunderschön für uns. Sie sind die zwei besten ihrer Generation, wie Schumacher vs. Senna vor 20 Jahren, wie Alonso vs. Schumacher vor zehn Jahren, nun ist es genauso. Das Level ist sehr ähnlich und man weiß nicht, wer gewinnt.” (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

Rosberg hatte es bislang als einziger Fahrer geschafft, Hamilton in seiner Mercedes-Zeit einmal zu bezwingen. Auf Tipps für Verstappen angesprochen, sagte Rosberg: “Du musst sehr konstant sein. Hamilton hat diese Phasen, wo es ihm an Motivation fehlt und dann musst du deinen Nutzen daraus schlagen. Das hat Max in Monaco getan.”

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Verstappen müsse dies nun in Baku wiederholen und Hamilton somit in Schwierigkeiten bringen.

Rosberg: “Alonso ist ein Phänomen”

Auf das Comeback von Fernando Alonso angesprochen, gab sich Rosberg zurückhaltend.

“Nun … für den Sport ist es gut, denn er ist ein Phänomen. Aber natürlich ist es mit 39 Jahren nie leicht zurückzukommen. Es ist genauso wie bei Schumacher, der drei Jahre raus war. Ich sah, dass er mit dem gleichen Speed zurückkommen konnte. Schumacher holte die Pole mit 43 Jahren”, sagte Rosberg.

Doch für den 35-Jährigen ist es für Alonso schon “noch ein kleiner Weg, bevor er wieder sein Maximum erreicht hat”. Heute würde er mit dem Alonso vor zehn Jahren daher wohl nicht mithalten können, aber “wir werden sehen, wie es in einigen Rennen aussieht.”

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Der Formel 1 droht ein Szenario, das keiner will

Die Formel 1 hat ein Problem: Die Fahrer ignorieren die Streckenbegrenzung. Asphaltierte Auslaufzonen, abgeflachte Randsteine und das Verschwinden von Kiesbetten sorgen dafür, dass sich ganz neue Ideallinien neben der Piste ausbilden. Die FIA will das verhindern, weil die Sicherheitsbestimmungen der Strecken dafür nicht ausgelegt sind.

Also hagelt es Strafen. In den ersten fünf WM-Rennen sind 297 Rundenzeiten wegen Missachtung der Tracklimits gestrichen worden. Viele davon fallen auf die Trainingssessions und damit wenig ins Gewicht. Aber allein in den fünf Qualifyings haben die Rennkommissare 27 Rundenzeiten streichen müssen.

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Faktor im Titelkampf zwischen Hamilton und Verstappen

Darunter war zum Beispiel auch die schnellste Runde von Max Verstappen im Qualifying zum Portugal-GP, die für die Pole-Position gereicht hätte. Aber in Turn vier fuhr er mit allen vier Rädern neben der weißen Linie, die die Streckenbegrenzung markiert. Das ist nicht erlaubt. Noch schlimmer: Im Rennen kam er in Kurve 14 zu weit raus. Dadurch verlor er die schnellste Rennrunde, die immerhin einen WM-Punkt wert ist. Im mega-engen Titelduell mit Lewis Hamilton können auch wenige Zähler am Ende entscheidend sein. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

Und dazu kommt ja auch noch das nicht regelkonforme Überholmanöver von Verstappen beim Bahrain-GP in Kurve vier. Auch da überholte er abseits der Streckenmarkierung. Die Rundenzeit wurde ihm zwar nicht aberkannt (und fällt damit nicht in die Statistik), aber der Red-Bull-Pilot musste die Position an Hamilton zurückgeben.

Red Bull poltert daher am meisten gegen die Tracklimit-Problematik: “Man muss auch mal die Sinnhaftigkeit dieser Regel hinterfragen”, sagt Dr. Helmut Marko im Gespräch mit F1-insider.com. “Wozu zieht man Linien, wenn genug Platz ist? Was mich am allermeisten stört, ist die mangelnde Konstanz in der Bestrafung. Mal gibt es fünf Sekunden, mal zehn Sekunden, mal eine Durchfahrtsstrafe. Grundsätzlich stellt sich mir die Frage: Ist es notwendig, dass man Tracklimits hat? Nein. Was ich verstehe: Es braucht entsprechend Zeit, um die Rennstrecken zu adaptieren.”

Gefühlt ist Verstappen der Verlierer der Tracklimits-Regeln. Doch im Qualifying musste Hamilton schon öfter büßen: Dreimal wurde bei ihm eine Zeit gestrichen, nur einmal bei Verstappen. (Fahrerwertung der Formel 1)

Formel-1-Rennleiter wehrt sich

Formel-1-Rennleiter Michael Masi steht wegen der Tracklimits immer wieder in der Kritik. Fans sind diese Diskussionen nicht vermittelbar. Warum zum Beispiel kehren nicht wieder Kiesbetten, Leitplanken oder hohe Kerbs zurück? Masi erklärt: “Idealerweise hätten wir gerne überall eine harte Grenze. Aber wir fahren natürlich auf unterschiedlichen Streckentypen. Wenn wir es mit dem Sicherheitsaspekt sehen, dann müssen wir in jeder Situation die beste Balance aus allem finden.”

Selbst Mauern und Leitplanken lösen das Problem nicht. Am Monaco-Wochenende wurden 100 Rundenzeiten für regelwidrig erklärt (alle in Kurve zehn, also in der Hafenschikane) – 70 in den Trainings, acht im Qualifying, 22 im Rennen. Nur beim Portugal-GP fielen mehr Rundenzeiten den Tracklimits zum Opfer: 113, verteilt allerdings auf drei Kurven. (Rennkalender der Formel 1 2021)

Es sind Zahlen, die bei Fans und Teams wie Red Bull für Kopfschütteln sorgen. Eine Arbeitsgruppe soll sich der Thematik nun annehmen und nach Lösungen suchen. Denn sonst könnten Tracklimits die WM entscheiden. Und das will keiner.

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Marko: Mercedes "sollte auf seine Vorderflügel schauen"

Der Streit um die “Flexiwings” in der Formel 1 zwischen Mercedes und Red Bull setzt sich fort. (Formel-1-Rennkalender)

Sollte Mercedes wie angekündigt in Baku gegen den flexiblen Heckflügel von Red Bull protestieren, dann wird Red Bull gegen den flexiblen Frontflügel von Mercedes Protest einlegen. Das verriet Motorsportchef Helmut Marko im Interview mit Formel1.de.

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Die ausgesprochene Drohung von Mercedes bezeichnete er als “etwas eigenartig” und stellte klar: “Die FIA hat beschlossen, dass die Regeln für den Test und vor allem für die Verwindungsfestigkeit geändert werden und das gilt ab Paul Ricard.” (Großer Preis von Frankreich auf dem Circuit Paul Ricard, Anm. d. Red.)

Wolff “sollte auch auf seine Vorderflügel schauen”

Die Kritik von Mercedes-Chef Toto Wolff kann Marko deshalb nicht nachvollziehen. “Wenn der Herr Wolff meint, das ist ihm zu spät – meines Erachtens bestimmt immer noch die FIA die Vorgangsweise – wenn er das macht, steht ihm das frei. Aber ich glaube, er sollte auch auf seine Vorderflügel schauen”, mahnte er.

Bei einer TV-Übertragung habe es eine Einspielung gegeben, “wo man gesehen hat, wie drastisch sich dieser Vorderflügel dem Boden annähert”, erläuterte Marko.

Angesprochen auf das eigene Auto, verteidigte sich Marko. “Unser Auto, wie auch viel andere Autos, wurde, von der FIA abgenommen und als regelkonform eingestuft”, sagte er. Red Bull sei derzeit mit “einem legalen Auto unterwegs”.

Marko will sich auf das Sportliche konzentrieren

Ob der Streit zwischen Mercedes und Red Bull nun weiter eskaliert? “Nicht von meiner Seite aus. Wir konzentrieren uns auf unser Auto. Wir wollen die WM gewinnen”, so Marko.

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Red Bull wisse, dass man mit Mercedes einen starken Konkurrenten habe. “Jetzt kommt noch Ferrari dazu”, blickte Marko voraus.

Abschließend lenkte er nochmals den Fokus auf das Sportliche: “Wenn jetzt Mercedes auf dieser Flügelgeschichte rum eiert oder sonst was, ist das ihr Recht. Aber unser Fokus ist unser Team und die WM.”

Eine kleine Spitze gegen Wolff konnte sich Marko, promovierter Jurist, aber doch nicht verkneifen. “Es heißt Herr Dr. Wolff jetzt. Ich bin ja Jurist. Ich weiß nicht, für welche Verdienste er den Titel bekommen hat”, spielte er auf die kürzlich verliehene Ehrendoktorwürde der Universität Cranfield an.

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Rekordstopp beendet! Bottas-Rad nach 44 Stunden runter

Ein guter Boxenstopp in der Formel 1 ist nach rund zwei Sekunden vorbei, der Rekord von Red Bull liegt sogar bei 1,82 Sekunden.

Reifen runter, Reifen drauf, Gas geben. So der Plan. Bei Mercedes-Pilot Valtteri Bottas lief das am letzten Rennwochenende in Monaco bekanntlich ein bisschen anders.

Da sich eines seiner Räder einfach nicht lösen lassen wollte, musste er schließlich in aussichtsreicher Position aufgeben. (Alles zur Formel 1)

Weil der Reifen selbst bei der Abreise des Rennstalls noch nicht entfernt werden konnte, ging die verunglückte Aktion als der “längste Boxenstopp überhaupt” in die Geschichte ein. 

Bottas-Rad mit Spezialwerkzeug abmontiert

Nachdem Mercedes am Anfang die Gründe für das Malheur veröffentlicht hatte, gab es vor kurzem ein weitere Updates: Das Rad ist ab!

Mit 44 Stunden Verspätung wurde es unter Einsatz von Spezialwerkzeug (laut auto motor sport wurde die völlig abgeschliffene Radmutter mit einem einem Schleifgerät nachgraviert) abmontiert.

Mercedes, das nach dem bitteren Monaco-Aus von Bottas viel Häme abbekam, erklärte auf Twitter: “Danke für all die hilfreichen Vorschläge, aber wir übernehmen es von hier.”

User witzeln über langen Mercedes-Boxenstopp

Dazu postete der Rennstall ein Video von der endlich erfolgten Vollendung des Boxenstopps. 

Die User hatten ihren Spaß und witzelten unter anderem mit Mercedes darüber, ob sie schon den Award für den langsamsten Boxenstopp erhalten haben.

Mercedes will das Design der Radmutter schnellstmöglich überarbeiten – ob ein Update bis zum nächsten Rennen in Baku umsetzbar ist, bleibt jedoch vorerst offen.

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Serena-Beleidigung hat Konsequenz

Ein wichtiges Zeichen!

Der wallonische TV-Sender RTBF hat auf die unpassenden Bemerkungen von Marc Duez beim Monaco-GP reagiert und den Kommentator vorübergehend suspendiert. (Alles zur Formel 1)

Der Sender reagierte damit auf die frauenfeindlichen Sprüche des 64-Jährigen gegenüber Serena Williams. Die 23-malige Grand-Slam-Siegerin war von Aston Martin als Ehrengast eingeladen worden und durfte beim Großen Preis von Monaco die Zielflagge schwenken.

Bereits vor der Zieleinfahrt bemerkte Duez: “Serena Williams wird heute mal mit etwas anderem wedeln als sonst.”

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Als die US-Amerikanerin die Flagge schwenkte, beurteilte er die Aktion abfällig damit, dass man sehen könne, dass Williams “keine Cheerleaderin” sei.

Marc Duez entschuldigt sich für Ausfälle gegen Serena Williams

Damit nicht genug, bezeichnete er eine Freundin des Tennis-Stars noch als “hässlich” – auch zum Erstaunen seines Co-Kommentators Gaetan Vigneron.

Mittlerweile hat sich der Belgier für seine Worte entschuldigt und sein Bedauern ausgedrückt: “Ich möchte mich bei den Leuten entschuldigen, die von meinen Aussagen betroffen sein könnten. Ich wollte niemanden schockieren.”

Als Sportler feierte Duez große Erfolge. Vor allem als Rallyefahrer konnte er sich einen Namen machen. Unter anderem gewann er viermal das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring.

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Darum ist Bottas stolz auf seine Freundin

Der Große Preis von Monaco war für Valtteri Bottas wahrlich ein Rennen zum Vergessen.

Für den Finnen war das Rennen vorzeitig beendet, weil sich beim Boxenstopp eine Radmutter partout nicht lösen ließ. Da es für Lewis Hamilton nur zum siebten Rang reichte, verlor Mercedes die WM-Führung erstmals in diesem Jahr an Red Bull (ein Punkt Vorsprung) und Max Verstappen (vier Punkte Vorsprung). 

Für Bottas gibt es trotz des unnötigen Ausscheidens in Monaco aber Grund zur Freude. Denn: Die Freundin des Mercedes-Piloten, Tiffany Cromwell, ist für Olympia in Tokio nominiert worden.

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Bottas stolz auf Cromwell

Die Australierin steht im Kader des Radrenn-Teams ihres Heimatlandes. “Ich bin so stolz darauf, dass Tiffany von der australischen Radrenn-Mannschaft ausgewählt wurde”, twitterte der Finne am Donnerstagmorgen.

“Es ist wieder mal ein Zeichen dafür, dass sich harte Arbeit immer lohnt”, so Bottas weiter, der große Erwartungen an seine Freundin und das Team hat. Mit “Bringt ein paar Medaillen zurück”, beendete er seinen Tweet.

Cromwell selbst sprach von einem “Traum, der wahr wird” und einer großen Ehre.

Bottas und Cromwell sind seit Anfang 2020 ein Paar.

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Mercedes erklärt Radmuttern-Panne – und rüffelt Bottas

Noch nie wäre Mercedes so froh gewesen, ein Rad ab zu haben… (NEWS: Alles Wichtige zur Formel 1)

Valtteri Bottas’ Boxenstopp beim zurückliegenden Renn-Wochenende in Monaco dürfte der längste in der Geschichte des Teams gewesen sein. Selbst auf der Rückreise steckte das rechte Vorderrad immer noch am Schwarzpfeil fest.

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Mittlerweile kursieren in den sozialen Medien sogar Memes, wonach der Finne in Baku immer noch den Pneu mit der roten Markierung aufgeschnallt hat. Ein Witz natürlich.

Fest steht dennoch nach dem Fail um Bottas: “Wir konnten das Rad bis in die Nacht nicht lösen”, gibt Technikchef James Allison zu. “Wir werden die Überreste der Schraube abschleifen müssen. Das machen wir dann in der Fabrik.”

Kurios: Laut Mercedes-Teamchef Toto Wolff hatte sogar Ferrari mit einem Vorschlaghammer ausgeholfen. Doch ohne Erfolg. (Die Fahrer der Formel 1)

Mercedes erklärt Radmuttern-Panne

Allison erklärt das Problem so: “Wenn wir den Schlagschrauber nicht sauber auf die Radmutter bekommen, dann kann er die Kanten abschleifen. Ein bisschen so, wie wenn ein Kreuzschraubenzieher nicht genau ins Kreuz des Schraubenkopfs passt.”

Für Bottas jedenfalls war es das Ende eines vielversprechenden Rennens. (Der Rennkalender der Formel 1)

Zum Zeitpunkt des geplanten Reifenwechsels lag der 31-Jährige fünf Sekunden hinter dem späteren Sieger Max Verstappen (Red Bull) auf Rang zwei.

“Ich habe zunächst nur bemerkt, dass es ein langsamer Stopp ist”, so Bottas. “Aber als ich 30 Sekunden stand und Metallspäne herumfliegen sah, konnte ich es nicht fassen. Das ist natürlich unglaublich enttäuschend und eine Situation, die nie wieder auftreten darf.”

Wolff gibt auch Bottas gewisse Mitschuld

Teamchef Wolff will die Schuld nicht beim Mechaniker suchen, macht indirekt sogar den Finnen mitverantwortlich. (alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

Bottas habe ein wenig zu früh gestoppt, “deshalb musste der Mechaniker den Schlagschrauber leicht verkantet ansetzen. Dies hat dazu geführt, dass bei mehreren Versuchen das Gewinde abgedreht wurde. Am Ende war überhaupt kein Gewinde mehr auf der Radmutter, so dass es auch keine Möglichkeit mehr gab, das Rad vom Radträger wegzubringen.”

Mercedes will jetzt das Design der Mutter überprüfen. Für Bottas nur ein kleiner Trost.

Der Mercedes-Star hat in der WM jetzt schon 58 Punkte Rückstand auf Red Bull um Tabellenführer Verstappen.

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Die Gründe für den unerwarteten Ferrari-Aufschwung

Beim Blick auf die Miene von Charles Leclerc hätte man am Sonntag meinen können, dass Ferrari am Renn-Wochenende in Monaco wieder ein Debakel erlebt hatte.

Teilweise stimmt dies auch. Der Monegasse hatte seinen Boliden bei seinem Heim-Grand-Prix zwar auf die Pole Position gestellt, konnte dann aber am Rennen nicht teilnehmen.

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Bereits beim Weg in die Startaufstellung hatte der 23-Jährige gemerkt, dass mit dem Auto etwas ganz und gar nicht stimmt. Ein Defekt an der linken Antriebswelle machte eine Teilnahme am Rennen für Leclerc unmöglich. Ob der Schaden etwas mit dem harten Einschlag des Monegassen beim Qualifying zu tun hat, vermochte die Scuderia nicht zu beantworten.

Doch so tragisch und unglücklich der Tag für Leclerc verlief, so positiv gestaltete sich das Rennen – und auch die Tage zuvor – für den Rest seines Teams.

Sainz fährt auf das Podium

Der zweite Ferrari-Pilot, Carlos Sainz, fuhr mit seinem Boliden sensationell auf Rang zwei und durfte bei der Siegerehrung die Hände von Fürst Albert schütteln.

“Auf persönlicher Ebene bin ich sehr glücklich. Natürlich ist es bittersüß, nach dem Vorfall am Anfang des Rennens – das Auto auf der Pole konnte überhaupt nicht starten. Es tut mir sehr leid für Charles, das ist sehr schwierig zu schlucken. Was mich angeht, habe ich meine Gelegenheiten ergriffen und bin nach vorne im Rennen gekommen. Das ist exakt das, was ich erreichen wollte”, sagte Sainz nach dem Rennen bei Sky.

Beim Blick auf die Truppe aus Maranello wird eines deutlich: es hat sich einiges verbessert. Auch Teamchef Mattia Binotto sprach nach dem Rennen davon, “viel Positives” gesehen zu haben. “Die Leistung seit Donnerstag zum Beispiel, auch das erste Ferrari-Podium von Carlos”, führte der Italiener aus.

Ferrari stark verbessert

Bereits bei den Trainingseinheiten am Donnerstag zeigten sich die roten Flitzer in guter Verfassung, sausten blitzschnell durch die engen Gassen im Fürstentum. Dass sich Leclerc aber wirklich die erste Pole Position seit 19 Monaten schnappen würde, damit rechnete man bei der Scuderia nicht.

“Die Pole kam unerwartet und wir hatten auch nicht damit gerechnet, so weit vorne zu sein. Aber wir waren zuversichtlich, nachdem der Trainingsdonnerstag so gut verlaufen ist.”

Zuletzt stand mit Sebastian Vettel beim Großen Preis von Japan im Oktober 2019 ein Ferrari-Pilot auf dem ersten Startplatz, 590 Tage ist dies inzwischen her. Seitdem konnte man weder mit Red Bull, und schon gar nicht mit Mercedes mithalten. In Monaco war dies nun anders.

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Binotto mit Leistungen zufrieden

Mit einer verbesserten Aerodynamik für langsame Kurven überzeugten die Roten auf dem Stadtkurs. Auch die harten Bodenwellen der holprigen Strecke schluckte der Bolide besser als die Fahrzeuge der Konkurrenz. (Die Fahrerwertung der Formel 1)

“Wenn man sieht, wie unsere Performance im vergangenen Jahr war, dann kann man klar erkennen, dass wir einen großen Schritt nach vorne gemacht haben”, freute sich Binotto.

Gewiss werden in den nächsten Wochen wieder Strecken kommen, die dem Team aus Maranello weniger liegen. Für den Moment ist man, mit Ausnahme des Dramas rund um Leclerc, aber extrem zufrieden. Und das auch auf menschlicher Ebene.

Besserer Teamgeist

So habe Leclerc laut Binotto nach seinem Ausfall Teamgeist bewiesen, weil er Sainz zum Podest gratuliert und der Siegerehrung beigewohnt habe.

Vergessen die Zeiten, in denen es zwischen dem Monegassen und Ex-Teamkollege Sebastian Vettel knallte. (Rennkalender der Formel 1 2021)

“Das zeigt, dass wir zusammenstehen. Wir wollen hier mit diesem Projekt den Grundstein für die Zukunft legen”, sagte Binotto.

Ein erster Schritt dafür ist in jedem Fall getan.

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Streit um Flexi-Wings: Red Bull kontert Mercedes-Drohung

Besser konnte die Laune von Red Bull-Chefberater Helmut Marko (78) auch zwei Tage nach Max Verstappens Sieg beim Klassiker in Monte Carlo nicht sein. (Formel-1-Rennkalender)

Red Bull führt seit 2013 erstmals wieder die WM-Wertung bei Fahrern und Konstrukteuren an. Sebastian Vettel (33) war der letzte Pilot des österreichischen Kult-Rennstalls, dem das 2013 gelang.

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Trotzdem brauen sich dunkle Wolken über Red Bull zusammen. Die Wolken kommen von Mercedes. Das Team von Weltmeister Lewis Hamilton droht damit, gegen die Wertung des kommenden Rennens in Baku zu protestieren, wenn Red Bull weiterhin seinen flexiblen Heckflügel einsetzt.

Hintergrund: Die FIA hat ab dem 15. Juni schärfere Tests angekündigt. Erst zum GP von Frankreich muss Red Bull demnach einen Heckflügel präsentieren, der nicht mehr so wie bisher “einknickt”, um den Luftwiderstand auf der Geraden zu verringern und den Topspeed so zu erhöhen.

Wolff: “Dann wird’s schmutzig”

Wie SPORT1 bereits vergangene Woche berichtet hatte, will Mercedes das aber nicht akzeptieren. Teamchef Toto Wolff fordert eine sofortige Änderung schon für das Rennen auf dem Stadtkurs in Baku, weil der die längste Gerade aller Formel-1-Rennstrecken hat. Möglicher Zeitgewinn dank der flexiblen Spoiler: rund 0,5 Sekunden.

Wenn Red Bull den Heckflügel einsetzen sollte, warnt Wolff, “dann wird das angesichts des Vorteils, den das bedeutet, zu den Stewards gehen. Und wenn die Stewards dafür nicht ausreichen, dann geht das zum Internationalen Berufungsgericht weiter. Daher glaube ich, dass die FIA das Thema vor Baku regeln wird. Wenn nicht, wird’s schmutzig!”

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Marko hat kein Verständnis dafür. Der Grazer zu SPORT1: “Wir ändern unseren Flügel, damit er wie gefordert zum von der FIA geforderten Zeitpunkt die neuen Tests besteht. Aber bis Baku geht das nicht. Das schaffen wir zeitlich nicht, weil wir das gesamte Heck anpassen müssen. Man kann nicht einfach nur einen neuen Flügel bauen.”

Red Bull droht

Was den Österreicher nervt: “Es gehört in der Formel 1 dazu, dass die Teams genau hinschauen, wenn die Konkurrenz etwas Besonderes am Auto hat. Das haben wir auch gemacht, als Mercedes im vergangenen Jahr mit dem innovativen DAS-System um die Ecke kam. Die FIA hat das System für nicht legal erklärt, trotzdem durften sie es noch bis zum letzten Rennen einsetzen. Das haben wir akzeptiert. Warum akzeptiert Mercedes jetzt nicht, dass das genauso mit unserem Heckflügel gemacht wird?”

Marko droht jetzt: “Wir erwarten, dass jetzt auch die Tests für die Frontflügel verschärft werden, das ist nur gerecht. Denn besonders der Frontspoiler von Toto Wolffs Team (Mercedes-Teamchef; Anm. d. Red.) ist in diesem Bereich der größte Wackelkandidat. Da liegt auf jeden Fall auch Protestpotential.”

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Dass Mercedes wirklich gegen das Ergebnis von Baku protestiert, glaubt der Doktor der Rechtswissenschaft indes nicht. “Mercedes müsste gegen acht Autos protestieren. Denn neben uns sind auch Ferrari, Alfa Romeo und Alpine betroffen. Wollen sie das wirklich tun und damit für einen großen Skandal sorgen? Ich denke nicht.”

Feststeht: Die Antwort gibt es erst im Rahmen des Rennens in Baku am übernächsten Sonntag (6. Juni).

Bis dahin kontert Wolff: “Das sind Nebelgranaten: Unser Frontflügel verbiegt sich genau wie der von Red Bull. Der Heckflügel ist eindeutig. Wir und Aston Martin haben die klare Position, dass das nicht dem Regelwerk entspricht.”

Zur Formel 1 gehört eben auch die Politik.

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