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Welpenschutz? So denkt Schumacher über die Medien

An Formel-1-Wochenende kann sich Mick Schumacher kaum unbeobachtet bewegen. Ständig steht der Neuling im Rampenlicht der Medien. Der Rummel um den Sohn von Legende Michael Schumacher ist in der Formel 1 riesig. 

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Dabei verliefen die beiden ersten Rennen für den Deutschen nicht unbedingt komplikationslos. In Bahrain verschlief er den Re-Start, in Imola drehte er sich auf dem nassen Asphalt. Kritik gab es in den Medien bisher trotzdem nicht. Genießt der 22-Jährige also einen Welpenschutz? (NEWS: Alles Wichtige zur Formel 1)

“Ich weiß ehrlich gesagt wirklich nicht, wie ich darauf antworten soll!”, entgegnete der Haas-Pilot der Frage von Motorsport Total nach der besonderen Berichterstattung über ihn. 

“Ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass ich mit Samthänden angefasst werde”, fügte Schumacher an. (Die Fahrer der Formel 1)

Schumacher mag die Medienarbeit 

Allerdings ist dem Jungstar aufgefallen, dass er bisher keinen großen Gegenwind bekommen hat.

“Ich werde jetzt auch nicht übermäßig kritisiert”, findet er. “Was ich meine: Ich bin da recht neutral zu. Wenn sich jemand entscheidet, mich zu kritisieren, dann ist das okay. Ich nehme jede Kritik an. Wenn es auch hart oder leicht ist, ich weiß, wo ich stehe. Ich weiß, was ich an mir habe, und was ich versuche zu verbessern.” (Der Rennkalender der Formel 1)

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Allgemein hat Schumacher kein Problem mit dem großen Wirbel und den vielen Interviews rund um die Rennen. (EXKLUSIV: Mick Schumacher spricht mit SPORT1 über seine Rookie-Saison)

Schumacher bleibt positiv

Er sagt ganz offen: ”Klingt vielleicht merkwürdig. Aber die ganze Medienarbeit und das Drumherum, das ist für mich kein Problem. Ich liebe meine Arbeit, und ich liebe es, mit den Ingenieuren gemeinsam zu versuchen, das Auto schneller zu machen und dass ich insgesamt besser werde. Ich habe Freude an dem, was ich tue.”

Vielmehr konzentriert sich der Rookie darauf, bald Fortschritte zu machen und Erfolge einzufahren. (Mick Schumacher wird zum Kraftpaket)

“Ich sage mal: Wenn mir Fehler passieren wie in Bahrain oder in Imola, dann lerne ich aus diesen Fehlern”, sagt Schumacher und ergänzt: “Mein Ziel ist natürlich, keine Fehler zu machen. Aber Fehler sind irgendwo auch normal. Wir sind Menschen und keine Maschinen. Wie gesagt: Mein Ziel ist, keine Fehler zu machen, sondern so viel zu lernen wie es geht.”

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Hamiltons Andeutung ruft Weltverband auf den Plan

Es war ein kleiner Nebensatz mit großer Wirkung. Weltmeister Lewis Hamilton stichelte bei Sky England nach dem Qualifying vor dem am Ende siegreichen Großen Preis von Spanien gegen seinen vermeintlichen Hauptgegner Max Verstappen.

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Obwohl der Brite gerade die 100. Pole seiner Karriere eingefahren hatte, konnte er sich nicht verkneifen, den Red Bull-Fahrer aus den Niederlanden anzuschwärzen: “Die Autos von Red Bull Racing sind auf den Geraden wirklich schnell”, sagte Lewis, “die haben diesen biegsamen Flügel hinten, den sie am Auto montiert haben und auf diese Weise drei Zehntelsekunden gewinnen.” (alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

Soll heißen: Red Bull, so unterstellt der Weltmeister, soll einen Heckflügel verwenden, der sich auf der Geraden durch den Luftdruck verbiegt, damit den Luftwiderstand verringert, und sich erst vor der Kurve wieder aufstellt, um den vollen Anpressdruck auf der Hinterachse zu generieren.

Die Wirkungsweise wäre ähnlich dem DRS-System sein, das die FIA im Rennen freischalten lässt, um das Überholen zu erleichtern. (NEWS: Alles Wichtige zur Formel 1)

Hamiltons Andeutung ruft FIA auf den Plan 

Allein: Hamiltons Anspielung genügte, damit die FIA jetzt reagiert. Eine Direktive des Autosport-Weltverbands an die Rennställe besagt, dass ab dem Frankreich-GP Ende Juni schärfere Tests eingeführt werden. Dabei wird die Last erhöht und der Spielraum für Flexibilität verringert. (Die Fahrer der Formel 1)

Bei Red Bull gibt man sich entspannt. Chefberater Helmut Marko meinte zu SPORT1: “Toto Wolff (Mercedes-Teamchef, Anm. d. Red.) hat Lewis das erzählt, um Stimmung zu machen. Wir sind aber gelassen. Wir haben alle bisherigen Tests bestanden und werden das auch bei zukünftigen tun.”

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Es gibt aber noch einen anderen Grund, warum Red Bull entspannt bleibt. SPORT1 erfuhr: Die Regelhüter der FIA haben zum Leidwesen von Mercedes gar nicht das Team von Verstappen im Visier, sondern vielmehr Alpine.

Das ehemalige Renault-Werksteam soll nämlich der größte Meister im Verbiegen sein, wie Topspeed-Messungen belegen würden, hieß es. (BERICHT: Red Bull wirbt Mercedes-Ingenieure ab)

Auch Mercedes mit gleichen Vorwürfen konfrontiert

Interessant auch: 2020 musste Mercedes sich selbst sich mit dem Vorwurf auseinandersetzen, allzu biegsame Flügel zu verwenden. Filmaufnahmen sollten das damals belegen. (Der Rennkalender der Formel 1)

Die FIA sah allerdings keine Notwendigkeit für ein Eingreifen. Mercedes-Teamchef Wolff wies die Gerüchte damals ins Reich der Fabel: “Ich weiß nicht, was die Leute da auf den Bildern gesehen haben wollen. Wir versuchen, nicht einmal in die Nähe des Graubereichs zu kommen, gerade mit flexiblen Karosserieteilen.”

Ähnlich formuliert es jetzt auch Red Bull. Bei den Bullen fängt deshalb das Schmunzeln an. “Es zeigt doch, wie ernst man unsere Leistungen bei Mercedes nimmt”, so Marko. (NEWS: Alles Wichtige zur Formel 1)

Der Psychokrieg zwischen Mercedes und Red Bull ist in vollem Gange. Bereits in Portugal hatte Wolff seinen österreichischen Rivalen von Red Bull, Helmut Marko, als “Mister Grumpy” (zu deutsch: Herr Motzki) bezeichnet.

Hintergrund: Marko hatte vermutet, dass die Mercedes-Kundenteams Verstappen im Qualifying bewusst behindert hätten. Marko konterte dazu bei SPORT1: “Wenn wir schon ins Psychologische abschwenken, dann würde ich mir auch da etwas mehr Niveau erwarten.”

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Mick Schumacher wird zum Mucki-Mann

Nach vier starken ersten Formel-1-Rennen wird Mick Schumacher zum sportlichen Philosophen. (NEWS: Alles Wichtige zur Formel 1)

“Das Gewicht der Erwartung ist keine Last, sondern ein Möglichkeit”, twitterte der Haas-Pilot nach seinem 18. Platz beim Großen Preis von Spanien.

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Dazu überraschte er mit einem Bild als Mucki-Mann. Schumacher junior stemmt Gewichte – und erinnert auch dabei an seinen Vater. Als der jung war, ließ er sich in ähnlichen Posen ablichten…

Die Last des Nachnamens – der 22 Jahre alte Mick scheint sie einfach abzuschütteln. Sagt auch Onkel Ralf Schumacher. (EXKLUSIV: Mick Schumacher spricht mit SPORT1 über seine Rookie-Saison)

“Grundsätzlich würde ich sagen, ist es maximal schwieriger, weil die Jungs (Mick und Ralfs Sohn David; d. Red.) mehr im Fokus sind”, sagt der sechsmalige GP-Sieger und heutige Sky-Experte – und fügt an: “Mick hat das super gemeistert, er macht einen exzellenten Job in der Formel 1.”

Schumacher mit mehr Muskeln – und vielen Fürsprechern

Fest steht: Mick Schumacher konnte sich trotz seiner Fahrt am hinteren Ende des Feldes in den ersten vier Rennen perfekt in Szene setzen. (Die Fahrer der Formel 1)

Er hat seinen Teamkollegen Nikita Mazepin im Qualifying vier von vier Mal geschlagen. Er greift immer wieder das bessere Williams-Team an. Er fährt fast fehlerfrei – und wenn ihm wie in Bahrain oder Imola doch mal ein Fehler unterläuft, ist er selbstkritisch genug, das zuzugeben.

Entsprechend sind auch ehemalige Skeptiker mittlerweile vom Talent des jungen Deutschen überzeugt. (Der Rennkalender der Formel 1)

Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko lobt gegenüber SPORT1: “Schumacher war in der Formel 2 mit Mazepin vom Speed her mehr oder minder gleich auf. Und ich muss sagen: Er hat sich sukzessive gesteigert und Mazepin jetzt voll im Griff. Von Rennen zu Rennen wird er konstanter. Ich bin positiv überrascht.”

Surer ändert seine Meinung über Schumacher

Auch Marc Surer hatte letztes Jahr noch festgestellt, dass Schumacher junior meist länger brauche, um in einer neuen Rennserie Top-Leistungen zu bringen.

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Nun räumt der der ehemalige Formel-1-Pilot im AvD Motor & Sport Magazin auf SPORT1 ein: “Ich habe damals gesagt, dass er länger brauchen wird, bis er eine Meisterschaft gewinnt. In der Formel 1 herrschen ganze andere Voraussetzungen. Wenn man an die Formel 1 intelligent rangeht, hat man bessere Chancen.”

Die scheint der Haas-Pilot zu nutzen, wie Surer erklärt: “In der Formel 1 ist alles komplizierter. Man muss die Übersicht haben und lernen, alles perfekt vorzubereiten. Und Mick hat absolut das Talent, alles richtig zu machen.”

Dazu zeigt sich der Deutsche mehr und mehr als Teamplayer. Nach dem Rennen in Barcelona veröffentlichte Haas ein Video, in dem Mick sich nach dem GP bei jedem einzelnen Mechaniker bedankt. Deshalb spielt das Duell gegen Mazepin für ihn auch nur eine untergeordnete Rolle. (alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

“Es ist wichtiger zu versuchen, das Auto und das Team nach vorne zu bringen”, sagte der Formel-1-Neuling, “damit wir gemeinsam die Punkte für das Team sammeln können, denn das macht am Ende den Unterschied auch für nächstes Jahr.”

Die Last der Erwartung ist für Mick Schumacher definitiv nicht zu schwer.

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Das steckt hinter den Bottas-Gerüchten

Vor Beginn des vergangenen Renn-Wochenendes in Barcelona machte in der Formel 1 das Gerücht die Runde, Mercedes-Pilot Valtteri Bottas könnte noch während der laufenden Saison ersetzt werden.

Und zwar durch keinen geringeren als Williams-Pilot George Russell. Der junge Brite also, der sich als Ersatz von Lewis Hamilton in der vergangenen Saison beim Bahrain-GP im Silberpfeil so prächtig schlug.

Wie die britische Daily Mail schrieb, herrsche in der Mercedes-Fabrik in Brackley “eine gewisse Unruhe wegen Valtteri”. So jedenfalls zitierte das englische Boulevardblatt einen Ingenieur, der nicht genannt werden wollte.

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Bottas wies die Spekulationen direkt wieder zurück und sprach von “Bullshit. Ich weiß, dass ich nicht während der Saison ersetzt werde”, so der Finne.

Bottas nur der “brave Wasserträger”

Auch Formel-1-Experte Marc Surer hält das Thema für Blödsinn. “Die Gerüchte um George Russell als zweiten Fahrer kommen natürlich aus England. Es würde aber dem Team schaden, wenn sie den Fahrer wechseln würden. Weil Bottas der brave Wasserträger ist”, erklärte er im AvD Motor & Sport Magazin auf SPORT1.

“Er hilft Hamilton. Man sieht ja, wie schwer es bei Red Bull ist, einen zweiten Fahrer zu finden. Bottas ist die bessere Nummer zwei und der bessere Wasserträger. Der hat ein dickes Fell. Die ganze Zeit ist er in der Kritik, weil er ab und zu mal ein Rennen gewinnt. An einem schönen Tag ist er unschlagbar und dann kommt fünf Rennen nichts mehr. Er ist kein Überflieger. Deswegen war die Kritik von Beginn an da.”

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Beim Rennen in Barcelona erwies sich Bottas allerdings nicht unbedingt als braver Wasserträger. In der 53. Runde war Lewis Hamilton nach einem Boxenstopp dank frischer Reifen der mit Abstand schnellste Fahrer und musste im Fernduell mit Red-Bull-Pilot Max Verstappen um den Sieg viel Zeit aufholen. (Rennkalender der Formel 1 2021)

Bottas hielt Hamilton auf

Bottas, der auf älteren Reifen klar langsamer unterwegs war, sollte da kein Hindernis für Teamkollege Hamilton auf der so schwer zu überholenden Strecke in Barcelona darstellen.

Also wurde dem Finnen via Funk mitgeteilt, dass sein Teamkollege auf einer anderen Strategie unterwegs sei und er diesem doch bitte nicht im Weg stehen soll – doch Bottas interessierte die Ansage seiner Crew augenscheinlich wenig.

Hamilton musste sich eine halbe Runde lang hinter Bottas abquälen, ehe er ein reguläres Überholmanöver auspackte, um an ihm vorbeizuziehen. Über eine Sekunde hatte der Brite dabei hinter seinem Teamkollegen auf Verstappen verloren.  (Fahrerwertung der Formel 1)

Keine Gefahr für Hamilton

“Ich hätte ihn definitiv früher vorbeilassen können. Aber ich fuhr mein eigenes Rennen, daran muss man auch immer denken und ich versuchte Charles (Leclerc, Anm. d. Red.) aus dem Boxenfenster zu kriegen, um noch einmal stoppen und die schnellste Runde jagen zu können”, sagte Bottas beim englischen TV-Sender Sky.

Der Finne weiter: “Sie sagten mir, dass ich ihn nicht zu sehr aufhalten sollte. Aber wie ich sagte, fuhr ich auch mein Rennen. Ich bin nicht hier, um Leute vorbeizulassen. Ich bin hier, um Rennen zu fahren.”

Doch auch wenn Bottas Zähne zeigte, gefährlich werden konnte er Hamilton mal wieder nicht. Mehr als verweigerte Hilfe war für den “Wasserträger” nicht drin.

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Hat Red Bull gemogelt? Hamilton-Vorwürfe werden untersucht

Lewis Hamilton hat beim Großen Preis von Spanien indirekt eine schwere Unterstellung gegen Red Bull geäußert.

“Die Autos von Red Bull Racing sind auf den Geraden wirklich schnell. Die haben diesen biegsamen Flügel hinten, den sie heute am Auto montiert haben und auf diese Weise drei Zehntelsekunden gewinnen”, sagte der Mercedes-Pilot nach dem Abschlusstraining gegenüber Sky Sports.

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Was der siebenmalige Weltmeister damit meinte: Die Konkurrenz verwendet einen Flügel, der sich auf den Geraden nach hinten verbiegt, um so einen größeren Topspeed zu generieren. In den Kurven geht er wieder in seine Ausgangsposition zurück, um für den größtmöglichen Abtrieb zu sorgen. (Service: Fahrerwertung der Formel 1)

Red-Bull-Teamchef Christian Horner berichtete anschließend, dass auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ihm gegenüber schon einmal ähnliche Andeutungen gemacht habe. Der Brite blieb aber gelassen: “Unser Auto wird wie alle anderen von FIA-Kommissaren abgenommen, dabei werden auch Belastungstests der Flügel durchgeführt. Nie hatte die FIA dabei etwas auszusetzen, und diese Tests sind sehr streng.”

FIA reagiert auf Hamilton-Vorwürfe

Nun hat aber der Weltverband, der strenge Vorgaben festlegt, wie stark sich Aerodynamikteile während der Fahrt verbiegen dürfen, doch noch einmal reagiert und sich mit einer Mitteilung an alle Formel-1-Teams gerichtet.

Darin hieß es nach Informationen von Motorsport-Total.com, dass man von der Existenz von Designs wisse, die zwar die aktuellen statischen Tests bestehen, “aber trotzdem umfangreiche Verformungen zeigen, wenn das Auto in Bewegung ist.”

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Zudem kündigte der Automobil-Weltverband die Einführung neuer Tests an: “Die FIA behält sich das Recht vor, weitere Belastungs-/Verformungstests an jedem Teil des Bodyworks vorzunehmen, das unter Verdacht steht, sich zu verändern, während das Auto in Bewegung ist.”

Für einige Teams bedeutet das möglicherweise, dass sie ihre Heckflügel überarbeiten müssen. Daher hat die FIA eine Toleranzphase festgelegt. Die aktuellen Designs werden noch für die Rennen in Monaco, Baku und der Türkei legal sein. Ab dem 15. Juni müssen die neuen Test eingehalten werden. (Rennkalender der Formel 1 2021)

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Verstappen zählt Red-Bull-Kollegen an: "Bin alleine im Kampf"

Es hätte alles so schön enden können beim Grand Prix von Spanien: (Der Rennkalender der Formel 1)

Was war Max Verstappen doch für ein dominantes Formel-1-Rennen gefahren, lange schnupperte der Red-Bull-Star nach einem ganz starken Start am Sieg. Schließlich aber schlug ihm Lewis Hamilton doch noch ein Schnippchen und ließ Mercedes triumphieren. Wieder einmal.

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Als ein Grund für das misslungene Happy End in Barcelona war danach schnell der Strategie-Poker des Weltmeister-Rennstalls gefunden. (NEWS: Alles Wichtige zur Formel 1)

Er habe “eigentlich versucht”, sein Rennen “so gut wie möglich zu fahren und meine Reifen so gut wie möglich zu schonen”, sagte Verstappen, “aber irgendwie sind wir langsamer und nutzen unsere Reifen auch mehr ab. Irgendwann hat man dann natürlich einfach keine Chance mehr.”

Red Bull: Verstappen fühlt sich allein gelassen

Der Niederländer ließ dazu nun aber auch durchaus Kritik an seinem Teamkollegen Sergio Perez vernehmen: “Am Ende bin ich immer alleine im Kampf. So können sie (Mercedes, Anm. d. Red.) einfach noch einen Stopp einlegen, weil hinter ihnen eine Lücke ist. Das hilft natürlich auch nicht.”

Soll heißen: Während Hamilton stets auf die Schützenhilfe von Valtteri Bottas zählen kann, ist Verstappen als Einzelkämpfer unterwegs – und muss mehr oder weniger alles riskieren, anstatt auch mal anders taktieren und auf Mercedes reagieren zu können. (Die Fahrer der Formel 1)

Der Nummer-1-Fahrer fügte an: “Dann können sie wenigstens nicht den zweiten Stopp machen. Dann geht es nur noch darum, wer am Ende die besten Reifen übrig hat. Aber ja, es ist, wie es ist.”

Bei Red Bull versucht man, den Frust offenbar zumindest öffentlich nicht allzu laut werden zu lassen. (PRESSESTIMMEN: Hamilton “zu schlau” für RB)

Jedenfalls stellte sich Teamchef Christian Horner hinter Perez und sagte: “Im Rennen steckte er hinter Daniel (Ricciardo, Anm. d. Red.) fest, sodass er es leider nicht schaffte, vorbeizukommen und den Anschluss zu halten – auf einer Strecke, auf der Überholen traditionell schwierig ist.”

Boss Horner macht sich stark für Perez

Immerhin erklärte Horner aber auch: “Wir brauchen ihn dringend in dieser Lücke, damit Mercedes nicht die strategischen Optionen hat, die sie diesmal hatten.”

Hamilton und Verstappen seien so weit vor dem Rest des Feldes gefahren, “dass Lewis einen freien Stopp wie in Ungarn hatte. Sie wissen, dass er nur an seinem Teamkollegen vorbeikommen muss, und das war nie ein Problem. Deshalb brauchen wir beide Autos dort vorn, damit Mercedes diese Option nicht zur Verfügung steht.”

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Bis zum nächsten Rennen in Monaco (20. Mai) steht bei Red Bull denn auch Motivationshilfe und moralische Aufbauarbeit an: Horner glaubt, ”dass das für Checo (Perez, Anm. d. Red.) kommen wird, wenn er mehr Vertrauen und Zeit im Auto findet.”

Was Mut macht: Abgesehen vom Großen Preis von Imola hatte Perez in dieser Saison jeweils einen Platz unter den besten fünf herausgefahren – doch als Support für Verstappen ist selbst das zu wenig.

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Vettel? "Da scheint einiges kaputt gegangen zu sein"

Hallo Motorsport-Fans,

Rennen Nummer vier ist Geschichte (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER), aber mit der erhofften Antwort von Max Verstappen ist es nichts geworden. Erneut muss der Niederländer Lewis Hamilton zum Sieg gratulieren. Der Rückstand in der Fahrerwertung wächst damit weiter an. (Fahrerwertung der Formel 1)

Im Kampf um den WM-Titel also ein gewohntes Bild? Ja, aber in den einzelnen Rennen muss Rekordweltmeister Hamilton kämpfen wie schon lange nicht mehr, um die Siege einzufahren. Wenn Red Bull es schafft, die kleinen Fehler abzustellen, die ihnen aktuell im Weg stehen, steigt die Spannung nicht mehr nur auf der Strecke, sondern auch an der Spitze der WM-Wertung.

Mit dem Kampf um die Spitze in der Fahrerwertung hat Sebastian Vettel nichts zu tun. Der Heppenheimer kämpft immer noch mit sich und seinem neuen Auto. Dazu liegt er im teaminternen Duell mit Lance Stroll weit im Rückstand. Das sollte einem viermaligen Weltmeister so nicht passieren.

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Hier sind meine Tops und Flops des Großen Preis von Spanien!

TOPS

MERCEDES – Drei Siege in vier Rennen – die Dominanz ist vielleicht nicht mehr die alte, aber das Gesamtbild hat sich kaum verändert. Die Sterne-Ritter geben nach wie vor den Ton an und marschieren vorneweg. Innerhalb kürzester Zeit ist das bei den Testfahrten noch als schwammig aufgefallene Heck des Boliden kein Thema mehr. Wer in Barcelona gewinnt, kann das überall, heißt es seit Jahren. Kein gutes Signal für die Konkurrenz. Zudem treffen die Strategen rund um Motorsport-Schach-Großmeister James Vowles fast immer die richtigen Entscheidungen. In Kombination mit Lewis Hamilton, der das alles auf der Strecke nahezu perfekt umsetzt, eine nahezu unschlagbare Einheit auf Distanz. Dass Bottas mal kurz bockig war, und Hamilton ein bisschen eingebremst hat bei dessen Aufholjagd auf Verstappen – geschenkt! Der Finne ist der konstanteste Nummer 2–Fahrer und holt damit immer genug Punkte, damit Mercedes auch in der Konstrukteurswertung das Maß der Dinge bleibt.

FERRARI – Die Fortschritte sind unübersehbar. Nach dem Desaster 2020 hatten viele im Vorfeld die Roten als Graue Maus im Mittelfeld gesehen. Nach außen haben die Verantwortlichen der Scuderia 2021 schon früh in der Mitte des Vorjahres aufgegeben. Die Entwicklung eines komplett neuen Boliden für 2022 nach neuem technischem Reglement unter dem Aspekt des Abspeckens wegen der Budget-Deckelung sollte nicht gefährdet werden. Dafür läuft es in Barcelona erstaunlich rund für Leclerc und Sainz. Die Startplätze vier und sechs sind vielversprechend. Am Ende werden es vier und sieben im Rennen. Abgesehen von den beiden Top-Teams Mercedes und Red Bull, die für alle außer Reichweite liegen, ist Ferrari damit Best Of The Rest in Spanien.

Daniel RICCIARDO – Im Qualifying packte er Teamkollege Lando Norris schon mehrfach in die Hosentasche. Im Rennen hatte der Australier bis Barcelona aber immer das Nachsehen. Jetzt hat der Cover-Boy den Spieß umgedreht. Dabei war er der ständig Gejagte auf dem Circuit de Catalunya. Keine Chance, die Reifen zu schonen. Fast immer volle Attacke. Was sich bezahlt macht. Der Sunny-Boy von Down Under lernt viel darüber, inwieweit und wie lange man die Papaya-Orangen ausquetschen kann. Sergio Perez im überlegenen Red Bull konnte er 15 Runden hinter sich halten. Carlos Sainz Jr. kam nicht vorbei in seinem Ferrari. Ricciardo ist dank seiner Erfahrung und seines Know-Hows langsam der Fahrer, den McLaren haben wollte bei seiner Verpflichtung. Er kann das Team voranbrigen. Die Truppe um Andreas Seidl ist im Übrigen nach vier Läufen die Einzige, die immer mit beiden Autos in den Punkten war.

Sergio PEREZ – Ein eingeklemmter Nerv in der Schulter hat ihn das Qualifying gekostet. Startplatz acht ist undankbar in Barcelona. Dafür kassiert er gleich in der ersten Kurve Carlos Sainz, dann auf der Außenlinie Esteban Ocon im Alpine. Für das Knacken von Ricciardo benötigt er 15 Runden, denn der McLaren ist im Topspeed-Bereich um ein paar km/h schneller dank des Mercedes-Motors. Immerhin springt am Ende Platz fünf heraus. Er gewinnt zunehmend Vertrauen zu seinem neuen Arbeitsgerät und kann noch zu einem ganz wichtigen Joker für Red Bull werden. Davon bin ich überzeugt.

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SOLALA

RED BULL – Zu Beginn eines Rennwochenendes hört man ständig, der Red Bull sei schneller als der Mercedes. Im Rennen sieht die Welt dann anders aus. Verstappen gelingt wieder einmal ein fulminanter Start, er presst sich an Hamilton vorbei und liegt lange in Führung. Aber Hamilton hängt dem Niederländer wie eine Klette am Heck, ohne seine Reifen in der Dirty-Air überzustrapazieren. Spätestens am Ende des ersten Stints wird den Verantwortlichen klar, dass es ultra-schwer wird. Ein Missverständnis zwischen Renningenieur und Verstappen bringt den Führenden eine Runde zu früh zum ersten Boxenstopp, die Crew ist nicht bereit, macht aber das Beste aus der Situation und verliert nicht viel. Red Bull ist auf eine Einstopp-Strategie fixiert. Hochgerechnet wäre wohl auch kein Sieg rausgesprungen, wenn man den Boxenstopp von Hamilton sofort gecovert hätte. Es fehlen an mehreren Stellen noch die entscheidenden Kleinigkeiten, um Mercedes wirklich zu schlagen. Aber immerhin, Red Bull verschafft dem Kampf um Rennsiege Würze und Spannung.

FLOPS  

ALPHATAURI – Die Performance-Kurve zeigt eindeutig nach unten. Es fehlt an Pace und Balance im AT02. Gerade zu Rennbeginn mit voller Tankladung tun sich Gasly und Tsunoda schwer, vor allem in den langsamen Passagen. Was für den kommenden Grand Prix in Monaco nichts Gutes erahnen lässt. Während McLaren und Ferrari sich signifikant weiterentwickelt haben, tritt AlphaTauri auf der Stelle. Und gerade in der Formel 1 ist Stagnation Rückschritt. Dass Pierry Gasly falsch in der Startbox parkt, ist zudem ein No-Go. Die unnötige Zeitstrafe, die er dafür kassiert, kostet Platz neun und damit einen WM-Punkt.

Sebastian VETTEL + ASTON MARTIN – Als viermaliger Weltmeister hat niemand Welpenschutz. Ja, die Testmöglichkeiten im neuen Auto waren sehr gering. Aber nach vier Läufen und den dazugehörigen Freien Trainings sollte der Heppenheimer nicht 1:3 nach Qualifyings und 0:5 nach Punkten gerechnet hinter Teamkollege Lance Stroll liegen. Vergeigt hat er sein Rennen bereits im Qualifying. Auf einer Strecke, auf der Überholen kaum möglich ist, bedeutet Startplatz 13 meist schon das Ende vor dem Anfang. Dem Team insgesamt merkt man an, dass mehr Geld nicht unbedingt glücklich macht. Mit engem Budget, immer auf Naht gestrickt, war Force India, später Racing Point, ein verschworener Haufen, dem es meist gelang, aus Wenig sehr viel zu machen. Da haben die Updates fast immer zu hundert Prozent gepasst und funktioniert. Mit der Übernahme durch Stroll Senior scheint im Binnenklima einiges kaputt gegangen zu sein. Der Kanadier ist ein Vertreter der Hire-and-Fire-Denkweise. Abliefern oder gehen ist sein Motto. Das Team hat an Charme verloren.

ALPINE – Stark die Qualifying-Vorstellung von Esteban Ocon mit Startplatz fünf. Im Rennen wird er aber durchgereicht, weil das Team stur an der festgelegten Einstopp-Strategie festhält. Die Reifen sind aber kaum im zweiten Stint über die Distanz zu bringen. Neben Ocon ist Räikkönen der Einzige, der bis zum Schluss dasselbe versucht. Ocon holt zwar Platz neun, ohne die Zeitstrafe für Gasly wäre es nur Rang zehn gewesen. Alonso muss auf P 10 liegend fünf Runden vor Schluss nochmal die Pneus wechseln lassen, weil er sonst liegen zu bleiben droht. Und damit war der Spanier raus aus den Punkterängen. Die Franzosen versenken ein mögliches Top-Rennen mit ihrem Strategiefehlgriff.

CIRCUIT DE CATALUNYA – Bei trockenem Wetter seit eh und je ein Ärgernis! Zu eng, aufgrund des Reifen mordenden Layouts rechts und links der Idealspur mit Gummiabriss übersät, bietet der Kurs kaum eine Möglichkeit zu überholen. Ohne DRS geht’s nicht mal auf der Start- Zielgeraden so richtig. Ein Umbau an einigen Stellen, damit mehr Fluss reinkommt, wäre längst angesagt. So ist diese Piste nur was für diejenigen, die sich verteidigen müssen oder wollen. Aber kaum was für Angreifer. Über weite Strecken war das wieder einmal ein Prozessionsfahren. Ohne Strategie-Schach zwischen Red Bull und Mercedes ein Langweiler vor dem Herrn.

Schau alle WM-Läufe der FIA Rallye-Weltmeisterschaft im Live Stream mit WRC+ auf WRC.com

PECHVOGEL DES RENNENS – Antonio GIOVINAZZI – Der Italiener will auf die frühe Safety-Car-Phase mit einem Boxenstopp reagieren. Zunächst läuft alles normal, dann erkennt der Reifenmann mit dem neuen Pneu vorne links, dass zu wenig Druck drauf ist. Das Ventil hatte den Geist aufgegeben, Druck war entwichen. Ein anderer Reifensatz musste aus der Garage geholt werden. Giovinazzi verliert über 30 Sekunden. Dazu leuchtet auf seinem Display noch die einzuhaltende Sektorenzeit auf, die es hinter dem Saftey-Car zu beachten gilt. Was zu diesem Zeitpunkt nicht mehr hätte sein dürfen. Alles in allem liegt Giovinazzi beim Restart noch über 10 Sekunden hinter dem Feld als Letzter. Mehr als Platz 15 ist für den Italiener nicht mehr drin. Die Pace für Punkte hätte er wohl gehabt.

Das Flair von Monaco. 2020 haben wir drauf verzichten müssen. In zwei Wochen ist es endlich wieder soweit. (Rennkalender der Formel 1 2021) Ich freue mich riesig auf den Klassiker!

Bis dahin PEDAL TO THE METAL

Ihr Peter Kohl.

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Presse: Hamilton "zu schlau" für Verstappen

Der Kaiser lässt sich nicht stürzen!

Nach seinem Sieg beim Spanien-GP in Barcelona darf sich Mercedes-Pilot Lewis Hamilton im Lob der Presse sonnen. Sein ärgster Kontrahent, Max Verstappen, scheint zwar das schnellste Auto zu haben, dennoch ist der Brite “zu schnell und zu schlau für ihn”. Auch die Performance der dazugehörigen Teams steht im Vordergrund. Die Strategie-Genies von Mercedes kommen äußerst gut weg, auf Red Bull prasselt dagegen Kritik ein.

Neben dem bestimmenden Duell gibt es aber auch Lob für Ferrari. Nach einer Zeit “in der Hölle” hat sich die Scuderia einen Platz an der Sonne zurückerobert.

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SPORT1 fasst die internationalen Pressestimmen zusammen.

ENGLAND

Daily Mail: “Entschuldigung an Beethoven, Shakespeare, Caravaggio und Einstein. Aber niemand von euch hätte 22 Sekunden innerhalb von 24 Runden aufgeholt und so doch noch den spanischen Grand Prix gewonnen. Ex-Weltmeister Damon Hill nannte Lewis Hamilton an diesem Wochenende einen der talentiertesten Menschen, die je auf dieser Erde wandelten. Natürlich, das ist bloß Sport, Autofahren im Kreis. Aber es war eine weitere Erinnerung daran, dass Hamilton in seiner gewählten Berufung ein Einzigartiger ist.”

Guardian: “Der Sieg für Lewis Hamilton und Mercedes in Spanien war eine heilsame Erinnerung daran, was für eine beeindruckende Kombination beide bilden. Hamiltons kontrollierter und unerbittlicher Fahrstil begleitet von der scharfsinnigen und mutigen Strategie waren stets die Basis ihres Erfolgs. In Barcelona zeigten sie, dass dieses mächtige Gebäude so stabil steht wie eh und je.”

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Sun: “Lewis Hamilton regiert in Spanien. Nicht schlecht für einen Mann, der nicht das schnellste Formel-1-Auto hat. Das gehört Max Verstappen, der im Red Bull sitzt.” (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

NIEDERLANDE

AD: “Rennen Nummer vier, Kampf Nummer vier. Auch in Spanien drehte sich die Show der Formel 1 um Max Verstappen und Lewis Hamilton. Es schien, als wäre der Niederländer wieder mit einem Sieg an der Reihe, doch am Ende war Hamilton zu schnell und zu schlau für ihn.”

De Volkskrant: “In einem Rennen, in dem Max Verstappen nichts falsch macht, wurde klar, dass Lewis Hamilton im Moment einfach das bessere Auto hat. Schon wie zuvor in Portugal war nur der Brite in seinem Mercedes schneller. Aber Verstappens Red Bull wächst von Jahr zu Jahr mehr zu einem Titel-Auto heran.”

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: “Lewis, König von Spanien! Verstappens Mut genügt nicht, Hamilton hat die erfolgreichste Strategie. Es fehlen ihm noch zwei Siege bis zur 100, der Marathonlauf des Starpiloten nimmt kein Ende.”

Corriere dello Sport: “Verstappen setzt Mut und Talent ein, um sich gegen Hamilton zu behaupten, muss jedoch gegen die einmalige Kombination aus Auto und Pilot resignieren. Dieser Kampf ist ein Titanen-Duell.” (Fahrerwertung der Formel 1)

Tuttosport: “Mercedes hat den Triumphmarsch gestartet, auch die neue Saison wird ganz im Zeichen Hamiltons stehen. Auch Verstappens Talent und seine Kaltblütigkeit müssen gegen die Überlegenheit von Hamiltons Boliden resignieren.”

Corriere della Sera: “Verstappen und Leclerc, die ein ganzes Leben lang Rivalen sind, kämpfen vergebens, um Kaiser Hamilton zu stürzen. Ihr Traum bleibt eine Illusion, denn Hamilton sitzt fest im Sattel.”

Repubblica: “Aus der Hölle bis zu einem Platz an der Sonne: In einem Jahr hat Ferrari viel aufgeholt. Die Scuderia ist die drittstärkste Kraft dieser WM. Das Duo Leclerc/Sainz zeigt Resultate.”

SCHWEIZ

Neue Zürcher Zeitung: “Lange sah es aus, als lägen die beiden Ausnahmefahrer nach der vierten WM-Station gleichauf nach Punkten und Siegen. Doch in diesem von Taktik geprägten Thriller konnte Hamilton die ersten beiden Drittel des Rennens auf den Kopf stellen. Verstappen lässt in seiner sonst durchaus beeindruckenden Jagd auf Hamilton immer wieder kleine Ausrutscher zu, die am Ende den kleinen Unterschied machen. Es fehlen ihm offenbar die Routine und die Abgebrühtheit eines Lewis Hamilton.”

SPANIEN

Marca: “Niemand kann es mit Lewis Hamilton aufnehmen, ganz gleich, ob er bedrängt wird oder es im Rennen schlecht für ihn aussieht. Er zieht alle Register. Red Bull ist nah dran, doch Mercedes ist strategisch besser. Es war das beste Duell in Barcelona seit Jahren.” (Rennkalender der Formel 1 2021)

As: “Hamilton fliegt. Verstappen überholte den Meister, doch Hamilton holte den Hammer raus. Um ihn zu schlagen, muss man ihn wohl mehrmals überholen. Bottas wird Dritter, doch es liegen Welten zwischen beiden Mercedes-Fahrern.”

Sport: “Hamilton ist, was Auto, Tempo und Rhythmus betrifft, einen Schritt voraus. Doch Verstappen bleibt ein enormer Rivale.”

El Mundo Deportivo: “Verstappen schaut in die Röhre, der einzige Lichtblick war sein Start. Mercedes glänzte wieder mit einer exzellenten Strategie. Wenn Verstappen Weltmeister werden will, muss er schwitzen, sehr viel schwitzen.”

mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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Neuer Vertrag? Hamilton nennt Frist

Rekordweltmeister Lewis Hamilton will Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit mit Mercedes über das Saisonende hinaus bis zur Sommerpause der Formel 1 zum Abschluss bringen.

Man müsse nichts überstürzen, aber vernünftig sein und zeitnah Verhandlungen beginnen. “Es wäre schön, vor der Sommerpause einen Durchbruch zu erzielen”, sagte Hamilton.

Die Formel 1 geht nach dem Großen Preis von Ungarn am 1. August in eine vierwöchige Pause. (Service: Fahrerwertung der Formel 1)

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Zwar verkündete Mercedes im Februar lediglich eine Einigung für die anstehende Saison, nach SPORT1-Informationen beinhaltet der Kontrakt allerdings eine Option für eine weitere Saison. Trotzdem: Bis heute ist Hamiltons Zukunft nicht abschließend geklärt.

Surer sieht Indiz für Hamilton-Zukunft

Marc Surer glaubt nach dem Großen Preis von Spanien an einen Verbleib des 36-Jährigen bei den Silberpfeilen. Der Grund: “Der Lewis hat sein Interesse bekundet, indem er die 18-Zoll-Reifen probiert hat. Die Reifen, die nächstes Jahr gefahren werden”, sagte der ehemalige Rennfahrer im AvD Motor & Sport Magazin auf SPORT1. “Die würde er nicht probieren, wenn er nicht überlegen würde, weiterzumachen.”

Allerdings kommt für den 69-Jährigen auch ein Karriereende in Frage. “Wenn er dieses Jahr den Titel gewinnt, wird er sich überlegen, ob er aufhört. Wenn er nicht gewinnt, könnte es weitergehen”, machte Surer deutlich.

Hamilton: “Steckt noch viel Leben in dem alten Hund”

Ans Aufhören denkt Hamilton selbst aber offenbar noch nicht.

Er arbeite härter denn je an seinem Körper, sagte der 36-Jährige: “Es steckt noch Leben in dem alten Hund.” Klar sei, dass es nicht zu einer erneuten Hängepartie wie im vergangenen Winter kommen soll.

Dies hatte zuletzt auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff gefordert. Es gebe keinen Grund, warum “die Ehe nicht fortgesetzt werden sollte”, sagte Wolff zuletzt und kündigte den zeitnahen Beginn von Gesprächen an: “Wir haben unsere Lektion gelernt und werden nicht wieder bis zu den Weihnachtsferien warten.”

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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Trotz Durststrecke! Vettels "Zukunft sieht rosig aus"

Sebastian Vettel erlebt in der Formel 1 eine Durststrecke.

Seit sieben Rennen in Folge ist der Deutsche mittlerweile ohne Punkte. Nach dem Portugal-GP beendet der Heppenheimer auch das Formel-1-Rennen in Spanien nur auf Platz 13

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“Natürlich bin ich nicht zufrieden. Ziemlich genau da, wo wir ins Ziel gekommen sind, stehen wir momentan auch. Wir tun uns schwer, einen Schritt nach vorne zu machen”, ärgerte sich der Aston-Martin-Pilot nach dem Großen Preis von Spanien.

War Vettels Wechsel von Ferrari zum britischen Rennstall also ein Fehler? Marc Surer hat eine klare Meinung. (Service: Fahrerwertung der Formel 1)

Surer: Vettel “hat sicherlich alles richtig gemacht”

“Er hat sicherlich alles richtig gemacht. Das Problem ist die Historie des Teams. Die haben immer nur mittelmäßige Autos gebaut. Und letztes Jahr hatten sie plötzlich ein Top-Auto. Er dachte, da springe ich auf. Aber sie hatten eine 100-prozentige Mercedes-Kopie”, erklärte der ehemalige Rennfahrer im AvD Motor & Sport Magazin auf SPORT1.

Jetzt hätten sie etwas Eigenes entwickeln müssen und das Auto “verschlimmbessert”, so der 69-Jährige. “Er hat wahrscheinlich gedacht, da komme ich weiter, weil Mercedes da irgendwie drinsteckt.”

Vor der Saison habe Surer Vettel drei bis vier Rennen gegeben, danach müsse er liefern. 

Aber: “Alle tun sich schwer. Perez (Sergio, Anm. d. Red.) und Sainz (Carlos, Anm. d. Red) schaffen es noch nicht. Das liegt an den fehlenden Testfahrten. Außerdem fehlt die Zusammenarbeit mit dem Teamingenieur. Die müssen sich erst finden. Dieses Zusammenspiel braucht länger, als ich dachte.”

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Vettel und Aston Martin “werden aus Tief herauskommen”

Auf das Rennen in Monaco blickt der Formel-1-Experte optimistisch. ”Monaco ist ein Rennen für sich. Da muss das Auto passen. Vettel hat gesagt, er fühlt sich etwas wohler im Auto. Das könnte ein gutes Zeichen sein für Monaco.”​

Und weiter: “Sie werden aus dem Tief herauskommen. Die Zukunft sieht rosig aus. Sie haben neue Leute eingestellt. Das Niveau wird steigen in diesem Team.”

Ob eine neue Tür bei einem größeren Team aufgeht, wenn Vettel jetzt aussteigt, sei sehr anzweifeln, machte Surer indes deutlich. “Er hat die Möglichkeit genutzt, die er bekommen hat.”

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