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Coronapause vorbei: Formel 1 startet Saison in Spielberg

Nach fast vier Monaten Verzögerung hat das lange Warten endlich ein Ende: In Spielberg startet die neue Formel-1-Saison.

Wenn Sebastian Vettel dabei möglicherweise sein letztes Jahr in der Königsklasse in Angriff nimmt, dürfte er sich ein wenig vorkommen wie in früheren Zeiten auf der Kartbahn. Keine Zuschauer, keine VIPs, kaum Journalisten und ein vergleichsweise leeres Fahrerlager. (DATENCENTER: Die Teamwertung der Formel 1)

Die Coronapandemie hat der Königsklasse des Motorsports schwer zugesetzt. Der eigentlich für Mitte März geplante Saisonstart in Melbourne wurde in letzter Sekunde abgesagt, seitdem fand kein einziges Rennen statt. Zahlreiche Grands Prix wurden bereits gänzlich gestrichen, so finden beispielsweise die Rennen in Monaco, Vietnam und China definitiv nicht statt.

Zwei Rennen in Österreich

Doch wie in anderen Sportarten auch, geht es nun auch im Motorsport wieder rund. Los geht’s auf dem Red Bull Ring im österreichischen Spielberg. Während am Freitag das erste und zweite freie Training steigen (1. Training ab 11 Uhr im LIVETICKER, 2. Training ab 15 Uhr im LIVETICKER), finden am Samstag das dritte freie Training und das Qualifying statt (3. Training, Sa., ab 12 Uhr im LIVETICKER, Qualifying, Sa., ab 15 Uhr im LIVETICKER). 

Am Sonntag wird es dann ab 15.10 Uhr erstmals ernst, wenn der Große Preis von Österreich gestartet wird (Großer Preis von Österreich, So., ab 15.10 Uhr im LIVETICKER). 

Nur eine Woche später geht es dann erneut in Spielberg zur Sache, dann findet das zweite Saisonrennen auf dem selben Kurs statt. Anschließend geht es Schlag auf Schlag. Erst folgt ein Rennen in Ungarn, dann zwei in Großbritannien und jeweils eines in Spanien, Belgien und Italien. 

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Ganz besonders dürften diese Rennen für Sebastian Vettel werden. Während der Coronapause kündigten der viermalige Weltmeister und die Scuderia an, nach dem Ende der Saison getrennte Wege zu gehen. Ob der Deutsche danach bei einem anderen Rennstall anheuert, ist aktuell noch völlig unklar. Gerüchte über einen Wechsel zu Mercedes bestätigten sich bislang nicht. (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Hamilton will siebten WM-Titel

Eine Abschiedstour wird es für Vettel also in jedem Fall. Nach vier eher mäßigen Jahren bei den Roten will der 33-Jährige noch einmal seine beste Leistung abrufen, möglichst viele Erfolge feiern und sich im Duell mit Teamkollege Charles Leclerc durchsetzen. 

Ganz andere Ziele hat indes Lewis Hamilton. Der Mercedes-Pilot strebt seinen siebten WM-Titel an, mit dem er mit Legende Michael Schumacher gleichziehen würde. In den vergangenen Wochen zeigte sich der Brite indes auch als Wortführer der Bewegung “Black Lives Matter”, ablenken lassen dürfte er sich davon sicherlich nicht.

Die Voraussetzungen für einen erneuten Triumph des Briten stehen derweil gut. Bei den inzwischen lange zurückliegenden Testfahrten im Februar in Barcelona machte sein Bolide – im Gegensatz zum Ferrari – einen exzellenten Eindruck.

So können Sie den Großen Preis von Österreich LIVE verfolgen:

TV: RTL, Sky
Stream: TVnow, SkyGo, F1TV
Ticker: SPORT1.de

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Rennkalender 2020: F1-Chef will kein Stückwerk

Die Formel 1 fährt weiter auf Sicht!

Chase Carey, Chairman der Formula One Group, hat sich vor dem Start in die coronabedingt verspätete Saison 2020 in Spielberg (Das komplette Rennwochende im SPORT1-LIVETICKER) zu den weiteren Planungen geäußert.

Trotz der zahlreichen Absagen, soll die Saison aus mindestens 15 Rennen bestehen. “Wir haben 15-18 Rennen gesagt, und wir fühlen uns immer noch wohl mit diesem Ziel”, fasste der 66-Jährige die ehrgeizigen Pläne der Formel-1-Verantwortlichen bei formula1.com in Worte.

Bisher sind neben dem Doppelrennen in Spielberg lediglich sechs weitere Rennen terminiert. Der aktuelle Rennkalender endet mit dem Großen Preis von Italien in Monza am 6. September. “Ich denke, dass wir in den nächsten Wochen mehr wissen werden”, machte er den Motorsport-Fans nun Mut: “Sicherlich wird es zumindest einen weiteren Teil des Kalenders geben, idealerweise können wir schon die komplette zweite Hälfte verkünden.”

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Dabei zeigte sich der US-Amerikaner vorsichtig optimistisch. Immerhin gebe es bereits eine Reihe von Rennen, “von denen wir wissen, dass sie auf dem Kalender stehen werden.” Verkündet werden diese aber erst, wenn alles in trockenen Tüchern ist. “Ich möchte mich nicht auf Stückwerk einlassen”, verteidigte er sein Vorgehen.

Entscheidung fällt bald

Allerdings scheinen Mugello (Ialien) und Portimao (Portugal) bereits so gut wie fix im Rennkalender vertreten zu sein. Dazu wird über Rennen in Kanada, Russland und China spekuliert. Wackelkandidaten sind aktuell vor allem die Rennorte in Nord- und Südamerika. Gerade die USA, Mexiko und Brasilien sind derzeit besonders von Corona betroffen.

 ”Wir versuchen, von diesen Orten Hinweise zu bekommen, was möglich ist und was wir tun können”, ging er auf die Situation in diesen Hotspots ein. Dennoch will er diese Saisonstationen nicht zu früh aus dem Kalender streichen. Immerhin seien es bis November noch vier Monate. “Momentan ist es unmöglich vorherzusagen, wie sich die Lage in vier Monaten gestaltet.”

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Dennoch haben die Organisatoren der Formel 1 nicht ewig Zeit. “Letztendlich müssen wir vorausplanen. Es gibt also einen Zeitpunkt, an dem wir uns entscheiden müssen. Ich denke, das ist bald”, erklärte er weiter.

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Mit 89 noch mal Papa: So kurios heißt Ecclestones Sohn

Jetzt ist er auf seine alten Tage tatsächlich noch einmal Vater geworden:

Mit 89 Jahren freut sich der frühere Formel-1-Strippenzieher Bernie Ecclestone zum nunmehr vierten Mal über Nachwuchs, worüber SPORT1 im April exklusiv berichtete. Seine 45 Jahre jüngere und dritte Ehefrau Fabiana Flosi brachte in schweizerischen Interlaken im Berner Oberland nun einen Sohn zur Welt.

Es ist der erste Stammhalter für Ecclestone nach bereits drei Töchtern – die älteste namens Deborah ist 65 Jahre alt – , zu der auch Tamara (36) und Petra (32) zählen.

Bemerkenswert: Der Engländer ist auch schon Großvater und Urgroßvater. 

Ecclestones Sohn heißt ungewöhnlich

Der Ex-F1-Chef und seine Gattin hatten erst im April bekannt gegeben, Eltern eines Sohnes werden, der eigentlich in Brasilien, dem Heimatland seiner Mutter, das Licht der Welt erblicken sollte.

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Doch wegen der Coronavirus-Pandemie blieben Ecclestone und Flosi in der Schweiz.

Sohn soll kein Rennfahrer werden

Wie die schweizerische Zeitung Blick schrieb, soll das Baby den ungewöhnlichen Namen Ace tragen.

“Ich bin so stolz”, so Ecclestone. Nach Angaben der frischgebackenen Mutter “ging alles so problemlos. Nach 25 Minuten war die Geburt vorbei. Ich danke Gott.” Mutter und Sohn seien wohlauf.

Der Multimillionär, Anfang 2017 als Formel-1-Promoter entlassen, will sein Kind allerdings nicht in einem Rennwagen sehen. Zuletzt hatte Ecclestone bei SPORT1 geäußert, sein Sohn solle lieber “Geschäftsmann” werden. 

Ecclestone sorgt für Rassismus-Wirbel 

Ecclestone war rund 40 Jahre lang Formel-1-Boss. 2017 wurde er durch den neuen Besitzer Liberty Media als Geschäftsführer abgesetzt.

Seit 2012 ist Ecclestone mit seiner dritten Ehefrau verheiratet und lebt mit ihr unter anderem auf einer Farm in der Nähe von Sao Paulo (Brasilien) und in einem Chalet in der Schweiz. Ende Oktober wird er 90 Jahre alt. 

Zuletzt war Ecclestone wegen Rassismus-Aussagen in die Schlagzeilen geraten, war in diesem Zusammenhang auch von Mercedes-Pilot Lewis Hamilton heftig kritisiert worden.

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Nächster Rückschlag! Ferrari bis Ungarn chancenlos?

Der Saisonstart der Formel 1 in Spielberg steht unmittelbar bevor. (Das komplette Rennwochende im SPORT1-LIVETICKER)

Auch wenn sich die Voraussetzungen aufgrund der durch die Corona-Pandemie zahlreichen abgesagten Rennen verändert haben, ist der WM-Titel weiterhin das Ziel der Top-Teams.

In den vergangenen sechs Jahren hatte stets Mercedes die Nase vorn – doch in dieser verkürzten Saison kann jeder Ausrutscher oder verunglückte Saisonstart folgenschwer sein, was die Silberpfeile angreifbar macht.

Sebastian Vettel geht in seiner letzten Ferrari-Saison nicht nur auf die Jagd nach Siegen. Der viermalige Weltmeister will Mercedes zeigen, dass er noch immer zu den besten Fahrern zählt und daher in ein Silberpfeil-Cockpit gehört.

Doch wie gut sind die Teams für den Saisonstart gerüstet? SPORT1 macht mit Unterstützung von Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko und Ex-Formel-1-Pilot Timo Glock den Check.

Mercedes

Verkürzte Saison hin oder her – Mercedes, das in dieser Saison mit einer schwarzen Lackierung antreten wird, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen, ist auch in dieser Saison der Favorit auf den Titel.

Das sieht auch Marko so, wie er SPORT1 verriet: “Bewertet man die Testfahrten in Barcelona vom Februar, so ist Mercedes leicht vorn.” (Das exklusive SPORT1-Interview mit Helmut Marko)

Marko erwartet aber keinen großen Vorsprung, zumal die Silberpfeile in Barcelona auch eine mögliche Schwäche zeigten. Gleich dreimal bremsten Motorenprobleme das Team aus. Zweimal zickte das ERS, einmal gab es Probleme mit der Ölpumpe.

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Damit Lewis Hamilton seinen siebten WM-Titel holen und mit Michael Schumacher gleichziehen kann, legt sich Mercedes kräftig ins Zeug. Wie Technikchef James Allison verriet, wurde der Test-Mercedes kräftig weiterentwickelt und einige Updates werden bereits in Spielberg eingesetzt.

Das sollte auch Valtteri Bottas helfen, der einmal mehr um seinen Arbeitsplatz für das nächste Jahr kämpft und diesmal neben Talenten wie Williams-Pilot George Russell auch einen viermaligen Weltmeister mit Vettel als Konkurrenten hat.

RTL-Experte Glock fordert im Gespräch mit SPORT1: “Bottas muss aus dem Schatten von Lewis heraus, das halte ich aber für schwierig.”.

Ferrari

Die Italiener hatten in den vergangenen Jahren oft ein Problem: Entweder legte das Team eine gute erste oder eine gute zweite Saisonhälfte hin. Über eine ganze Saison konnte Ferrari Mercedes jedoch nie das Wasser reichen.

In dieser Saison würde Ferrari ein halbes gutes Jahr reichen, doch davon ist aktuell nicht auszugehen. Die Testfahrten waren ernüchtert und die teaminterne Rivalität zwischen Vettel und Charles Leclerc könnte ebenfalls zu Problemen führen.

“Auf jeden Fall wird Sebastian sich in seinem letzten Jahr nichts sagen lassen. Selbst wenn es eine Stallorder geben würde, er wird sie nicht beachten, sich nicht dran halten, weil er nur für sich fahren wird und versuchen, das Beste für sich herauszuholen”, sagte RTL-Experte Glock im Gespräch mit SPORT1.

Die Gefahr, dass Ferrari in einem Titelkampf involviert ist, der Stallorder benötigt, ist 2020 sowieso nicht groß: ”Abschreiben darf man beide (Ferrari und Vettel, Anm. d. Red.) nie. Aber ich habe den Eindruck, dass Sebastian in dieser Saison kein Auto hat, mit dem er um den Titel mitfahren kann.”

Anders als die beiden Konkurrenten schickt Ferrari zudem die Version des SF1000 an den Start, die bereits in Barcelona verwendet wurde – ohne Updates. Der Grund: Laut Teamchef Mattia Binotto wurde bei der geplanten Weiterentwicklung die falsche Richtung eingeschlagen.

“Die Wahrheit ist, dass die Ergebnisse der Tests dazu geführt haben, dass wir eine signifikante Richtungsänderung bei der Entwicklung eingeschlagen haben – besonders bei der Aerodynamik” , sagte Binotto.

Die Updates sollen beim dritten Rennen in Ungarn eingeführt werden. Wahrscheinlich zu spät für ein Team, das sowieso bereits hinterherhinkt und in einer verkürzten Saison um dem WM-Titel mitkämpfen will.

Aston Martin Red Bull Racing

Wer aufgrund der Ferrari-Misere eine langweilige Saison mit großer Mercedes-Dominanz befürchtet, könnte eine Überraschung erleben. Denn Red Bull, das in seine zweite Saison mit Motorenpartner Honda geht, machte zumindest bei den Tests in Barcelona einen starken Eindruck.

Auch Marko gibt sich optimistisch: “Wir erwarten einen Zweikampf um den Titel zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen. In dieser Saison darf man sich keinen Fehler erlauben, was gar nicht einfach ist, da man auf Grund der unsicheren Kalender-Situation bei jedem Rennen wiederum mehr riskieren muss, um keine Punkte zu verschenken.”

Verstappen ist für seine risikofreudige Fahrweise bekannt, die in den vergangenen Jahren aber auch zu dem einen oder anderen Ausfall führte. Diese Patzer darf sich der Niederländer im Kampf mit dem so beständigen Hamilton nicht leisten, wenn der 22-Jährige jüngster Weltmeister aller Zeiten werden will.

Die beiden Rennen in Spielberg zu Saisonbeginn sollten Red Bull entgegenkommen, zumal das Team noch einmal kräftig nachgerüstet hat. So wird Red Bull mit einigen Updates in Österreich starten und auch Motorenpartner Honda bringt ein Motoren-Upgrade mit nach Spielberg.

Dank des späten Saisonstarts kann Red Bull 2020 die sonst übliche schwache erste Saisonphase womöglich überspringen und damit zum echten Rivalen für Mercedes werden.

Wer wird “Best of the Rest”?

Auch wenn Ferrari bei der Entwicklung daneben griff und gerade zu Saisonbeginn Probleme kriegen dürfte, geht es für alle anderen Teams maximal um Platz vier in der Konstrukteurswertung. Dieser Kampf sollte aber spannend werden und ein klarer Favorit lässt sich nicht ausmachen.

Besondere Würze verspricht der Kampf zwischen Renault und McLaren, da bereits vor Saisonbeginn klar ist, dass Star-Pilot Daniel Ricciardo Ende des Jahres Renault verlassen und in der nächsten Saison für die Briten fahren wird.

Neben den beiden Teams, die bei den Tests in Barcelona Renault ungefähr auf Augenhöhe lagen, muss vor allem mit Racing Point gerechnet werden. Der Racing Point RP20 ähnelt dem Mercedes des Vorjahres auf verblüffende Art und Weise. Im Qualifying könnte der “rosa Mercedes” sogar Ferrari gefährlich werden.

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Erster schwarzer F1-Fahrer springt Ecclestone zur Seite

Im Streit um Bernie Ecclestones Rassismus-Aussagen bekommt der ehemalige Formel-1-Chef Unterstützung. William (“Willy) Theodore Ribbs kam als erster dunkelhäutiger Fahrer in die Königsklasse. Das Besondere: Ausgerechnet der am Pranger stehende Ecclestone hatte dem US-Amerikaner die Chance ermöglicht, seine Motorsport-Karriere in Gang zu bringen.

Denn der 89-Jährige setzte sich 1986 dafür ein, den Nachwuchsfahrer in sein Brabham-Team zu holen. “Er wollte mich im Auto haben, er wollte mich in die Formel 1 bringen”, erzählte Ribbs CNN. So kam der heute 65-Jährige im portugiesischen Estoril zu Testfahrten und ging somit als erster dunkelhäutiger Pilot in die Formel-1-Geschichte ein. Er blieb allerdings ohne Renneinsatz. 

Ecclestone umging Sponsoren-Interessen

Laut Ribbs musste sich Ecclestone damals sogar gegen Investor-Interessen durchsetzen. “Damals hatte er Sponsoren aus Italien, die italienische Fahrer sehen wollten”, erinnert sich der ehemalige IndyCar-Fahrer. In der Saison 1987 fuhren mit Andrea de Cesaris, Stefano Modena und Riccardo Patrese in der Tat ausschließlich Italiener für Ecclestones damaligen Rennstall, der unter der Marke “Motor Racing Developments” an der Königsklasse teilnahm. 

Für seinen Einsatz ist er Ecclestone heute noch dankbar. “Mein Ziel war die Formel 1 und Bernie Ecclestone setzte ein Zeichen, weil Bernie Ecclestone den ersten Farbigen, einen Schwarzen, in ein Formel-1-Auto setzte.” Ohnehin habe Ribbs “nur Respekt” für den langjährigen Macher der Königsklasse übrig. “Ich weiß gar nicht, ob es ohne Bernie Ecclestone die Formel 1 noch gäbe”, betonte er. 

Besonders wegen der Äußerung ”in vielen Fällen sind Schwarze rassistischer als Weiße” muss Ecclestone derzeit viel Gegenwind hinnehmen. Die Formel 1 distanzierte sich von seinen Aussagen.

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Marko: "Vettel hat den Glauben an Ferrari verloren"

Die Formel 1 ist zurück! Am Wochenende startet die Formel 1 mit dem Großen Preis von Österreich in Spielberg in die Saison (1. Training / Fr., 11 Uhr im LIVETICKER). Dann wird sich zeigen, welches Team am besten aus der Coronapause durchstartet.

“Wir haben aus unseren Fehlern gelernt”, sagt Helmut Marko im exklusiven SPORT1-Interview.

Der 77 Jahre alte Motorsportberater von Red Bull spricht über die Rennabläufe in Pandemie-Zeiten, was er der Konkurrenz um Lewis Hamilton bei Mercedes und Sebastian Vettel bei Ferrari zutraut – und natürlich Max Verstappen im eigenen Red Bull.

SPORT1: Herr Marko, wie schwierig ist es für Red Bull, diese Doppelveranstaltung auf die Beine zu stellen? 

Helmut Marko: Am Anfang war die Idee. Als die erste Schockstarre wegen der Pandemie abgeklungen war, war uns klar, dass das Leben unter den gegebenen Umständen nicht stillstehen darf. Für uns war im Mai die Zeit zu handeln. Als Herr Mateschitz grünes Licht gab, begannen wir sofort die Gespräche mit Liberty, dem Rechteinhaber der Formel 1. Wir mussten der Bundesregierung ein Konzept vorlegen, das alle Sicherheitsmaßnahmen gewährt und somit akzeptiert werden konnten. Wichtig dabei: Es durfte keine Zuschauer geben, die Formel 1 musste ihr Personal circa um die Hälfte einschränken. Und: Es musste eine lückenlose Erfassung der notwendigen Corona-Tests gewährleistet werden. 

SPORT1: Wie muss man sich das Renn-Wochenende für die Beteiligten vorstellen? 

Marko: Jedes Team reist für sich und bleibt dann für sich – auf der Rennstrecke, dann in den Hotels. Ohne negativen Testbescheid kommt gar keiner aufs Gelände. FIA und Liberty haben ein lückenloses System entwickelt, das strengstens kontrolliert wird. Es wird auch zwischen den beiden Rennen zwei Tests geben, weil unsere Rennen ja auch als Test für die kommenden Veranstaltungen gelten. Da darf nichts schiefgehen. 

SPORT1: Das Rennen in Österreich galt bisher als eines der besten, weil die Fans für eine einzigartige Atmosphäre sorgen. Die fehlen jetzt aber… 

Marko: Ja, das ist sehr schade, aber unter diesen Umständen ist eine Veranstaltung mit Fans nicht möglich. Die Alternative wäre kein Rennen gewesen. Die Bundesliga hat ja gezeigt, dass man mit Mut, Konsequenz und der Situation angepassten Konzepten den Sport durchaus erfolgreich weiterführen kann.

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SPORT1: Wie wichtig war es demnach für Sie, dass die deutsche Bundesliga früh wieder zu spielen begann? 

Marko: Das war eine Initialzündung. Davor ziehe ich meinen Hut. Die Macher dort haben gezeigt, dass man das Beste aus der Situationen machen muss. So sehen wir das auch. 

SPORT1: Wie schätzen Sie die Leistungsstärke der Teams zum Saisonauftakt ein? 

Marko: Bewertet man die Testfahrten in Barcelona vom Februar, so ist Mercedes leicht vorn. Dann kommen wir und dann – mit etwas Abstand – Ferrari. Wir erwarten einen Zweikampf um den Titel zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen. In dieser Saison darf man sich keinen Fehler erlauben, was gar nicht einfach ist, da man auf Grund der unsicheren Kalender-Situation bei jedem Rennen wiederum mehr riskieren muss, um keine Punkte zu verschenken. 

Marko: Bisher stehen acht Rennen sicher fest, 15 sind geplant. Wie viel es am Ende werden, weiß aber noch niemand ganz genau. Jedes Rennen ist quasi wie ein Endspiel, das man gewinnen will. Wir bei Red Bull haben aus unseren Fehlern aus dem letzten Jahren gelernt. Da waren wir erst ab der Mitte der Saison richtig konkurrenzfähig.

SPORT1: Was konnte Red Bull nach den Tests in Barcelona am Auto entwickeln? 

Marko: Seit der Öffnung im Werk in Milton Keynes konnten wir die Zeit gut nutzen, fuhren in einem Drei-Schicht-Betrieb. In Österreich kommen wir zum Saisonstart mit dem dritten Update seit Barcelona. Aber es ist nur Theorie: Wir konnten wie alle anderen unsere Daten nur auf Simulationen beziehen, aus CFD-Analysen und Windkanaltests. In Spielberg kommt die Wahrheit auf die Straße. Aber wir sind guter Dinge, auch wegen Honda. Sie waren schon vergangene Saison sehr gut, und sie lernen ständig dazu. Der Maßstab ist aber immer noch Mercedes. Die haben ja auch nicht geschlafen, wollen mit Lewis Hamilton den siebten Titel. Wir wollen Weltmeister werden, mit Max den jüngsten Titelträger haben. So haben wir beide einen internen Druck. 

SPORT1: Was ist mit Ferrari und Sebastian Vettel?

Marko: Abschreiben darf man beide nie. Aber ich habe den Eindruck, dass Sebastian in dieser Saison kein Auto hat, mit dem er um den Titel mitfahren kann. Ich hoffe, ich täusche mich. Für die Spannung und die Formel 1 ist es sicher gut, wenn mehr als zwei Teams um den Titel fahren. 

SPORT1: Hat es Sie überrascht, dass sich Vettel und Ferrari trennen? 

Marko: Nicht wirklich. Es hat sich in den letzten Monaten abgezeichnet. Ich glaube, er hat den Glauben an Ferrari irgendwie verloren. 

SPORT1: Auch wegen Charles Leclerc? 

Marko: Ja, aber nicht nur, weil er ein so großes Talent ist. Es wurde im Umfeld von Leclerc eine Menge Politik gemacht, das mag Vettel nicht. Der will Gas geben, gewinnen und keine Energie mit unnötiger Teampolitik verschwenden. Ich hoffe, Ferrari gibt ihm in seiner letzten Saison die Möglichkeit, sein Können unter Beweis zu stellen. 

SPORT1: Kann es sich die Formel 1 2021 leisten, Vettel zu verlieren, der vier WM-Titel mit Red Bull gewann und immer noch jüngster Weltmeister aller Zeiten ist? 

Marko: Genau das wollen wir ja mit Max ändern (lacht). Im Ernst: Natürlich wäre es ein enormer Verlust. Alleine die Gerüchte, dass er 2021 neben Hamilton bei Mercedes fahren könnte, haben medial für ein Erdbeben gesorgt. Das sagt ja wohl alles. Ich befürchte nur, dass Mercedes-Teamchef Toto Wolff sich dieses Jahrhundert-Duell nicht antut. Dann muss Sebastian wohl ein Jahr Pause machen und seine Chancen für 2022 abwägen. Jung genug ist er ja noch dafür. 

SPORT1: Red Bull könnte seinen verlorenen Sohn doch wieder aufnehmen? Ein Mega-Duell Verstappen gegen Vettel wäre ja auch interessant… 

Marko (lacht): Wir haben Verträge mit Max Verstappen und Alexander Albon. Das ist im Moment der Stand der Dinge. In der Formel 1 kann sich aber immer etwas ändern. Nach dieser Saison, wann immer sie wie zu Ende geht, wissen wir mehr.

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Ecclestone schießt gegen Hamilton – und droht mit Putin

Der verbale Schlagabtausch geht weiter.

Der langjährige Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat gegen Lewis Hamilton nach dessen Vorwürfen zurückgeschossen.

“Ich bin nicht gegen Schwarze. Das Gegenteil ist der Fall. Ich war immer für sie. Lewis’ Vater wollte sogar mal mit mir eine Firma gründen. Wenn ich anti-schwarz wäre, hätte ich das nie in Betracht gezogen. Ich habe schon viele Weiße getroffen, die ich nicht mochte, aber noch nie einen Schwarzen”, sagte Ecclestone der Mail on Sunday.

Ecclestone wirr: “Nicht meine Schuld, dass ich weiß bin”

Hamilton hatte dem 89-Jährigen nach dessen fragwürdigen Äußerungen zum Thema Rassismus “ignorante und ungebildete” Kommentare vorgeworfen.

Ecclestone untermauerte Hamiltons Kritik nun mit weiteren seltsamen Einlassungen: “Ich wurde mehrfach ausgeraubt – einmal von drei Schwarzen. Ich landete im Krankenhaus. Aber selbst danach war ich nie gegen Schwarze. Es ist nicht meine Schuld, dass ich weiß bin und kleiner als andere. Schwarze sollten sich um sich selbst kümmern”, fabulierte Ecclestone.

Drohung an die Formel 1 mit Putin

Auch für die neue Führung der Formel 1 hatte der Exzentriker noch einige Worte parat, nachdem sich der neue Boss Chase Carey zuletzt per Statement öffentlich von ihm distanziert hatte.

“Ich bin froh, dass er gesagt hat, ich sei nicht mehr involviert. So kann man mich nicht mit allem, was sie nicht getan haben, in Verbindung bringen. Corona war gut für ihn, darauf konnte er alles schieben, was er nicht geschafft hat”, wetterte Ecclestone.

Um dann auch noch eine Drohung auszusprechen. Man solle ruhig versuchen, ihn von Rennen fernzuhalten, mit Blick auf seine Beziehung zum umstrittenen russischen Präsidenten Wladimir Putin, sagte der Brite: “Das sollten sie in Russland versuchen, das würde ich ihnen nicht raten.”

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Hill schwärmt: Dieses Rennen machte Schumacher zum Regengott

Die Formel-1-Rivalen der 90er Jahre, Damon Hill und Michael Schumacher, pflegten eine innige Feindschaft

Seitdem ist aber viel Zeit vergangen, mittlerweile schwärmt Hill sogar öffentlich von der einmaligen Regen-Technik des siebenmaligen Weltmeisters Schumacher.

Angefangen hatte alles mit dem Großen Preis von Japan 1994. Dieser Grand Prix ist bislang das letzte Rennen, welches nach addierten Rennzeiten gewertet wurde. Aufgrund von heftigen Regenfällen wurde das Rennen unterbrochen und später wieder gestartet. Nach addierten Zeiten gewann Hill, obwohl Schumacher nach der ersten Unterbrechung bereits einen Vorsprung von 6,8 Sekunden hatte.

Hill schwärmt von Regenkönig Schumacher

Trotzdem zieht der Brite seinen Hut vor Regenkönig Schumacher. “Man konnte sehen, dass seine Arme überall herumwirbelten. Er hat unglaublich hart am Lenkrad gearbeitet und viel korrigiert. Viele seiner damaligen Teamkollegen konnten mit dem Auto nicht umgehen, aber er hatte die Reflexe und das Talent”, sagte der Weltmeister von 1996 im Autosport Podcast.

Hinter ihm positioniert, konnte Hill das Schauspiel aus bester Sicht beobachten: “Ich dachte: Ich habe den besten Sitzplatz hier. Alle anderen schauen am TV, aber ich sitze hier genau in seinem Getriebe und kann genau sehen, was er macht.”

Im Regen konnte kaum jemand Schumacher das Wasser reichen, Hill betont vor allem die riskante Fahrweise des Deutschen. “Jeder andere wäre abgeflogen. Er nicht. Er hat es jedes Mal wieder abgefangen”, staunt er. “Selbst mit einem Arm auf dem Rücken war er immer noch ein gefährlicher Gegner.”

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Hill und Schumacher lieferten sich Anfang der 1990er Jahre erbitterte Kämpfe um die Vorherrschaft in der Formel 1, bis Schumacher dann ab 2000 im Ferrari fünf WM-Titel in Folge gewinnen konnte. Mittlerweile engagiert sich Hill als Funktionär im britischen Motorsport.

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F1-Legende: "Schreckliche" Atmosphäre bei Ferrari

Jacques Villeneuve befürchtet auch wegen des bevorstehenden Abschieds von Sebastian Vettel eine unruhige Saison bei Ferrari.

“Ferrari steckt wegen der Ergebnisse der Tests ein wenig in der Krise”, sagte die Formel-1-Legende der Gazzetta dello Sport.

Mit Vettels Abgang werde die Atmosphäre “wahrscheinlich schrecklich” sein. “Die Spannung wird keinem helfen, nicht einmal Leclerc”, sagte Villeneuve.

Es werde “Zündstoff” geben, “denn Charles weiß jetzt, dass er der Anführer des Teams ist, aber er hat es mit einem viermaligen Weltmeister zu tun.”

Villeneuve: Leclerc muss Verstappens Rivale werden

Vettel wird die Scuderia nach der Saison 2020 verlassen, wie es mit ihm weitergeht, ist noch immer unklar.

Von Leclerc zeigt sich der F1-Weltmeister von 1997 aber begeistert. Er habe das Potenzial, um mit der Situation umzugehen.

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“Ihm wurde sofort viel Aufmerksamkeit geschenkt: die Liebe der Journalisten, die Zuneigung der Fans. Sie wollen eine neue Ära wie die von Michael Schumacher aufbauen”, sagte Villeneuve.

Villeneuve hat hohe Erwartungen. “In dieser Saison muss er zeigen, ob er der richtige Mann ist, um Verstappens Rivale zu sein.”

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Mick Schumacher: So inspiriert mich mein Vater

So offen hörte man ihn zuvor selten:

Mick Schumacher hat in einem eigens verfassten Brief, der von seinem persönlichen Sponsor Under Armour zur Veröffentlichung angeboten wurde, emotionale Worte über seinen Vater Michael verloren und über seine ambitionierten Ziele im Motorsport gesprochen.

“Ich habe ziemlich früh erkannt, dass ich ein Formel-1-Fahrer, ein Champion, sein möchte”, erklärte der 21-Jährige, der am kommenden Wochenende in Spielberg (Österreich) in seine zweiten Saison in der Formel 2 startet.

Unter dem Titel “My Way Through” schreibt Mick Schumacher über seine Rolle, der Sohn des vielleicht besten Formel-1-Fahrers aller Zeiten zu sein, Verluste und Rückschläge als auch wie er mit Druck und seinem berühmten Nachnamen umgeht

Mick Schumacher über…

…Erfolg und Misserfolg:

„Wenn man mit meiner Familie und meinen engen Freunden sprechen würde, würden sie sagen, dass ich es nicht ertragen kann zu verlieren – in keiner Situation. Es spielt keine Rolle, was es ist: ein einfaches Spiel, ein Wettlauf zu einem Baum, Daumenringen. Es spielt keine Rolle, welche Herausforderung es ist: Ich muss gewinnen.”

“Natürlich habe ich auch Verluste und Rückschläge erlebt. Diese Schmerzen und Verletzungen haben mich eines gelehrt: dass und wie man mit erhobenem Haupt verlieren kann; mit Klasse. Verlieren bietet die Chance, den Umgang mit Fehlern zu lernen.”

“Niederlagen liefern die wesentlichen Informationen, die man braucht, um zu verstehen, dass man sich in jedem Aspekt verbessern muss. Wenn man nie verliert, lernt man nicht. Wenn man nicht lernt, wird man nie gewinnen – zumindest nicht bei den Dingen, für die es sich zu kämpfen lohnt. Ich habe ziemlich früh erkannt, dass ich ein  Formel-1-Fahrer, ein Champion sein möchte. Ich bin mit drei Jahren das erste Mal in ein Gokart gesprungen – damals war es natürlich noch kein richtiges Gokart – und bin mit acht Jahren in den nationalen Rennsport eingestiegen. Als ich 11 oder 12 Jahre alt war, wusste ich, dass ich das professionell machen wollte.”

…den Namen Schumacher und Popularität: 

“Anfangs habe ich verschiedene Namen benutzt, um unerkannt Rennen fahren und mich ungestört verbessern zu können, ohne allzu sehr dem Etikett ‘der Sohn von’ ausgesetzt zu sein. Aber ehrlich gesagt fühle ich keinen Druck, diesen Familiennamen zu tragen oder genau das zu tun, was mein Vater getan hat. Der meiste Stress geht von mir aus, von dem, was ich mir selbst auferlege. Von den Gedanken darüber, was ich falsch gemacht habe und wie ich mich verbessern kann.”

“Die Leute kennen die Schlagzeilen und die Berühmtheit meines Vaters, was ich vollkommen verstehe. Komplett nachvollziehbar. Immerhin hat er im Jahr nach meiner Geburt die erste von fünf Formel-1-Meisterschaften in Folge gewonnen – das ist unglaublich, oder? Aber ich habe meinen Vater nie nur als den ‘größten Fahrer der Welt’ gesehen. Er ist in erster Linie immer mein Vater. Ich nehme die Lektionen, die er mir weitergegeben hat, nicht als selbstverständlich hin.”

…Lektionen und Lerneffekte: 

“Eine dieser Lektionen ist, beständig zu bleiben, nie zu euphorisch oder zu niedergeschlagen zu sein. Selbst damals, als ich 2018 in der Formel-3-Serie nach dem 15. Rennen auf Platz 10 war. Selbst da hatte ich nie Zweifel daran, dass dies mein Jahr werden würde. Ich war im Training gut unterwegs, und ich habe mich in die Arbeit gestürzt. Ich musste nur auf Kurs bleiben und Druck machen. Es gab keinen Ausweg, der einzige Weg war, es durchzustehen und härter zu arbeiten.”

“Und wir haben es geschafft – wir haben das Ergebnis erreicht, das wir in Spa-Francorchamps brauchten. Die Emotionen des Sieges haben uns wieder angestachelt, und am Ende haben wir noch sieben weitere Siege geholt und den Titel gewonnen. Der Schlüssel zum Erfolg war der Glaube an die Arbeit, die wir bereits geleistet hatten. Die Siege waren das Ergebnis. Das vergangene Jahr in der Formel 2 war hart, aber so ist der Sport. Man gewinnt, man verliert, man lernt und verbessert sich.”

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…Fitness und Training: 

“In der F2 ist das Auto viel schwerer, mit einem ganz anderen Fahrverhalten. Es erzeugt eine Menge G-Kräfte. Man kann es sich nicht leisten, müde zu sein. Diese Tatsache bedeutet, dass mein körperliches Training kontinuierlich abgestimmt und verfeinert werden muss – und mit Hilfe meines Partners Under Armour bin ich in der Lage, mich stärker auf die wesentlichen Elemente meiner Vorbereitungen zu konzentrieren. Das betrifft das Training innerhalb und außerhalb des Gyms.”

“Ich trainiere meine Körpermitte (Core) und fordere meinen gesamten Körper mit High Intensity Interval Training (HIIT) und PT-Sitzungen täglich aufs Neue heraus. Was viele Motorsportfans nicht verstehen, ist, dass selbst mit diesem Training in Verbindung mit Ausdauertraining für einen Fahrer seine Nackenstärke ein wichtiger Schlüssel ist. Aber wenn man mal genauer darüber nachdenkt, erkennt man einen Rennfahrer an seiner Statur: ein Oberkörper wie der eines Rugby-Spielers und von der Hüfte an abwärts wie ein 800-Meter-Sprinter.”

“Der Nacken, die Schultern und Arme müssen in bester Verfassung sein, um die G-Kräfte zu beherrschen. Die Körpermitte ist extrem wichtig, um den Körper aufrecht halten zu können. In Rennautos gibt es keine Servolenkung wie bei den Autos, die man auf der Straße sieht. Daher ist es entscheidend, dass man fit genug ist, um die Last um die Kurven zu tragen.”

…die Formel 2:

“Im zweiten Jahr in der F2 wird es für mich vor allem darum gehen, Fehler zu begrenzen, unvorhergesehene Ereignisse zu vermeiden und Risiken besser zu kalkulieren. Ich weiß, dass dieses Jahr ein bedeutendes Jahr für meine Entwicklung und meinen Fortschritt ist. Ich bin bereit und gut aufgestellt.”

“Auch das Prema-Team ist bereit. Und ich habe meine Familie und Freunde, die mich am Boden halten und mich zentrieren. Letztendlich bin ich überzeugt von dem, was ich tue. Das muss ich sein, denn ich habe mir keine andere Möglichkeit gegeben. Ich liebe das, was ich tue; irgendwie mache ich das schon 18 Jahre meines Lebens – und ich bin 21.”

“Ich werde nicht aufhören, bis ich die oberste Stufe des Podiums erreicht habe. Ich werde den Champagner versprühen und mit meinem Team lachen und feiern. Ich werde dabei trotzdem daran denken, was ich in der neunten und 23. Runde in der zweiten Kurve hätte besser machen können. Es wird sich in mein Gedächtnis einbrennen. Es wird mir durch die Glückwunsch-Interviews in Erinnerung bleiben. Und warum? Weil ich es meinem jüngeren Ich schulde, das damals zu dem Baum gerannt ist.”

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